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Ein Elefant ist auch nur ein Mensch

22 Mai

Tja, wie gesagt, hatte ich vorgehabt meine Schulfreundin von früher zu besuchen. Und sie hatte auch Zeit. So sind wir dann mit ihrem Freund in den Zoo gegangen. Und ich konnte meine ersten Bilder von dem kleinen Elefanten machen. Der sieht niedlich aus, aber die Mutter hat einen Knall, die geht immer vor und zurück, aber bei der Hitze würde ich auch rauswollen.
Nina sagte mir, dass die Mutter seit einigen Wochen sich so benimmt und auch irgendwie die Beziehung zwischen ihr und ihrem Kalb nicht besonders sei. Es komme immer nur zum Trinken, ansonsten nerve es seine Halbschwester, die auch langsam sie Schnauze voll habe. Soviel Ahnung habe ich nicht von den Beziehungen der Elefanten untereinander, aber eigentlich ist es nicht normal, wenn das Kleine andauernd bei der Halbschwester anzutreffen ist. Da muss doch irgendetwas falsch laufen.
Aber das aussergewöhnlichste kam noch.
Ninas Freund hatte etwas ‚ganz Feines‘ für den Elefanten mitgebracht, der nun der einzig verbliebende Liebling meiner Schulfreundin ist. Der andere Elefant, Jenny, ist letztes Jahr nach Heidelberg gebracht worden. Als sie es mir erzählte war sie in Tränen aufgelöst. Ich habe sie noch nie so gesehen. Bislang dachte ich immer, dass sie zu keiner Regung fähig wäre, denn Lachen gesehen habe ich sie in all der Zeit, in der ich sie kenne, nur ein einziges Mal. Das ist hart für sie, denn nun hat sie nur noch diesen Elefanten, der auch schon ein gesegnetes Alter haben soll.
Aber hier habe ich gelernt, dass ein Elefant dem Menschen ähnlicher ist, als man denkt. Wie ich darauf komme? Nun, das ist schnell erzählt.
Wie gesagt, Martin, Freund von Nina hatte etwas für diesen Elefanten mitgebracht, aber der Elefant mochte das nicht und schmiss es immer in den Graben, wenn sie es bekam. Also versuchte Nina dem anderen Elefanten das anzubieten und der mochte es, weshalb sie diesen damit fütterte und ihren Lieblingselefanten links liegen liess. Die Elefantenkuh verstand die Welt nicht mehr, wie es aussah, denn ein paar Mal hob sie den Rüssel, dass auch sie etwas haben wolle. Nina gab ihr kurz etwas davon, aber als die Elefantenkuh es wiederum nicht wollte, bekam es nur noch der andere Elefant. Manchmal redete sie auch mit ihrem Lieblingselefanten und sagte: „Du magst das doch nicht. Also warte ab“. Der Elefant verstand es nicht. Hob wiederum den Rüssel und dann schien ihr der Kragen geplatzt zu sein. Sie wollte, dass die Aufmerksamkeit ihr wieder zukommt. Und so legte sie sich plötzlich hin. Nina war verwundert, da dieser Elefant auch schon ein gesegnetes Alter hat und andere Elefanten in diesem Alter bereits Arthrose haben. Aber es ging noch weiter. Dann setzte sich die Elefantenkuh auf ihren Hintern und liess die Beine im Graben baumeln. Dusselig wie ich nun mal bin, bekam ich meinen Camcorder mal wieder nicht in Gang, weshalb ich keine Fotos davon habe. Das ärgert mich jetzt noch. Dann stand sie wieder auf und reckte den Rüssel in die Höhe. Ein sicheres Zeichen dafür, dass sie etwas haben wolle, wie meine Schulfreundin mir sagte. So erbarmte sie sich ihrer, liess ihren Freund den anderen Elefanten weiterfüttern und fütterte den eifersüchtigen Elefanten mit Äpfeln, der Lieblingsspeise eines Elefanten.
Der Elefant war eifersüchtig gewesen. Als mir das bewusst wurde, war ich regelrecht verwundert, wie ähnlich ein Elefant dem Menschen sein kann. Aber Elefanten können sich auch im Spiegel erkennen, weshalb sie ein Gewissen besitzen oder was das auch immer war. Ich hätte in dem Kurs für Verhaltensbiologie besser aufpassen sollen.
Dann ging es weiter zu den Alpakas, wo Martin erst einmal angespuckt wurde, was ich persönlich mehr als gerecht fand, denn der Kerl ist vielleicht eine Nummer. Ich weiss wirklich nicht, wo Nina ihn aufgegabelt hat.
Alpakas haben ebenfalls Äpfel bekommen, diese Stinker. Furchtbar wie die gestunken haben, Horst und Harry müffeln nicht so.
Dann kam eine Familie aus Leipzig oder Umgebung vorbei. Hört man schon am Dialekt, jedenfalls wenn man dort länger lebt, hört man so etwas heraus. Auf jeden Fall benannten sie ein weibliches Alpaka nach Alpaka Harry. Ähnlichkeit mag schon dagewesen sein, aber das Chef-Alpaka sieht Harry doch noch ähnlicher, auch wegen der weißen Puschen. Aber das beste kam noch, denn ein kleines gedrungenes, sehr verfressenes Alpaka wurde von denen Horst genannt. Ich hätte mich bald nicht halten können vor lachen. Wie können sie Horst mit diesem Alpaka vergleichen? Erstens ist Horst ein Lama, zweitens ein ganzes Stück größer und drittens hat Horst weder einen Pony noch weisse Spitzen am Kopf und schon gar nicht an der Schnauze. Von den X-Beinen ganz abgesehen.
Hier ein Vergleich der beiden. Lama Horst und das gedrungene Alpaka, genannt Horst:
BILDER SIND HIER NICHT VERFÜGBAR!
Am nächsten Tag bin dann nach Hause gefahren. Mit Grauen, was mich wohl zuhause wieder erwarten würde, denn Steve und Lei kann man keine Sekunde allein lassen, ohne das sie im Chaos versinken. Mehr dazu einen Eintrag später.

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Verfasst von - 22. Mai 2007 in Uncategorized

 

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