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Paul R.I.P

28 Okt

Eine ständige Unzufriedenheit mit sich selbst und seinem Leben wird jedes Gefühl des Glücks im Keim ersticken.
Unbekannt

Ich hätte  bereits gestern oder vorgestern einen Artikel schreiben können. Aber nicht wirklich dazu Lust gehabt, da ich immer noch irgendwie sauer bin. Wütend worauf? Gute Frage, auf viele Dinge. Da ist einmal der Streik der Nahverkehrszüge und dann Kabel Deutschland und seine dämliche Digitalisierung.
Erst einmal zum Streik. Mich und Regina traf es besonders, denn ohne öffentliche Verkehrsmittel kommen wir einfach nicht in den Stadt zur Arbeit, wenn wir nicht das Auto nehmen wollen. Mit dem Fahrrad würde es auch gehen, aber doch nicht mehr bei diesen morgendlichen arktischen Temperaturen. Da holt man sich in Nullkommanix eine Erkältung. Und das kann ich nun gar nicht gebrauchen. Bin lange genug schon krank gewesen. Aber nun wurde Dienstag Morgen gestreikt und wir mussten beide zur Arbeit. Was machen wir also? Richtig, das Auto. Aber da wir nur eines haben und Regina früher als ich zur Arbeit muss, hiess das für mich, dass ich eine Stunde früher aufstehen musste. Also praktisch noch zur nachtschlafenden Zeit. Und da wir auch noch Stau fürchten mussten, hiess es noch einmal mindestens eine halbe Stunde nochmals früher aufstehen. Und das heisst bei Regina eine Stunde früher. Also war es erst sechs Uhr, als der Wecker klingelte. Das  ist wirklich nicht meine Uhrzeit. Dementsprechend maulig und verschlafen war ich. Dann mit dem Auto in die Stadt gefahren. Natürlich waren alle Strassen verstopft, denn wie wir kamen auch noch hundert andere auf dieselbe Idee.
Lieferte Regina dann im Museum ab und fuhr selbst zum Verlag, wo ich dann doch tatsächlich einen Parkplatz fand. Als ich dann in der Redaktion war, war es doch recht gespenstisch, denn einzig die Sekretärin und ich waren da. Aber irgendwann kam dann schon die erste Redakteurin und wunderte sich, warum ich denn schon da sei.
Ein dämlicher Tag, der sich dann gestern fortsetzte. Denn ich wollte den WDR einschalten, aber was war auf einmal auf dem Sender? Der Bayerische Rundfunk. Ich verstand gar nichts mehr, machte einen Sendersuchlauf, aber es brachte alles nichts, der WDR blieb verschollen. Dann DVB-T benutzt, um zu sehen, ob der WDR da noch existieren würde. Ja, der Sender schien zu existieren. Dann suchte ich im Videotext nach einer Erklärung und fand eine. Wegen irgendwelchen Senderumlegungen im Zuge der Digitalisierung von Kabel Deutschland, ist der WDR ab sofort nicht mehr zu empfangen. Ich verstand gar nichts mehr, war einfach nur sauer. Wieso wusste ich davon wieder nichts? Dann im Bayern-Text gelesen und dort eine ausführlichere Erklärung gefunden. Da stand nun drin, dass eben zwei Sender wegfallen: ein Privat- und ein Sender der dritten Programme – hier in Bayern der WDR, in Hamburg und Schleswig-Holstein der MDR, und in Mecklenburg-Vorpommern, Berlin und Brandenburg der Bayerische Rundfunk. Ich müsste also die Digitalbox zwischenschalten, um wieder alle Programme empfangen zu können. Gut, ich weiss, dass mich 2012 das treffen wird. Aber bis dahin will ich diesen zusätzlichen Stromfresser nicht anschalten. Regina kam dann gleich auf die Idee, dass wir doch einen neuen Fernseher kaufen könnten, wo dieses Zeug gleich fest eingebaut wäre. Ich will keinen Flachbildfernseher. Da kann man keine Elefantenfiguren draufstellen, auch wenn er Platz spart. Aber ich mag die Viecher nicht, also die Fernseher.
Habe ich mich jetzt genug aufgeregt? Ja, darüber schon.
Ich habe jetzt das Layout geändert, weiss aber nicht wirklich, warum anstatt „author’s note“ da immer noch „about“ steht. Ich habe es doch extra geändert.
Kommen wir nun zum eigentlichen Thema dieses Blogs.
Man kennt ja bereits von meinem alten Blog die besagten tierischen Nachrufe. Das führe ich jetzt mal wieder fort, da der Anlass dazu gegeben wurde.
Oktopus Paul ist tot! Er starb eines natürlichen Todes im Sealife Aquarium in Oberhausen mit etwa zweieinhalb Jahren. Für eine Krake ist das alt, denn drei Jahre ist das Höchstalter.
Die Fussballwelt trauert. Es stand im Videotext wirklich unter den Fussballnachrichten und überall wurde es erwähnt. Sogar in den Nachrichten. Bei der BBC wurden angeblich die Nachrichten unterbrochen, um die Mitteilung von Pauls Tod bekanntzugeben. Aber Paule soll gebürtiger Engländer sein, vielleicht deshalb. Dennoch finde ich den Hype ein wenig übertrieben. Ganz Spanien ist in Trauer, in Oberhausen ist auf Halbmast geflaggt, dann gibt es ein Kondolenzbuch und auch ein Altar mit Pauls Asche ist geplant. Der einzige, der sich freut, ist die Hand Gottes. Wer das ist? Kein geringerer als Maradona. Denn angeblich verlor er wegen Paul seinen Trainerposten. Dabei war er eh nur der Vorzeigetrainer.

Hier jetzt ein Video mit dem Krakensong über Paul, the octopus. Die Qualität des Films ist nicht besonders.

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2 Kommentare

Verfasst von - 28. Oktober 2010 in Layout, Real life, Technik, Tiere

 

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2 Antworten zu “Paul R.I.P

  1. Chun Li

    31. Oktober 2010 at 08:24

    Ich finde die Digitalisierung auch pervers, ist doch pure Geldschneiderei. Wenn du deinen neuen Fernseher hast, dann warte zwei Wochen, dann haben sie ein neues HDMI die 100.
    Jedenfalls werde ich mich nie damit abfinden, dass sie die uralte (funktionierende) Erfindung des (analogen) Radios abschaffen wollen. In was für ner Welt wollt ihr eigentlich leben? Unsere Kinder werden nicht mal mehr wissen was ne Antenne is, und was das mit Herzschen Wellen zu tun hat. Wenn die dann Fernsehen schauen, wo jmd an der Antenne rumspielt, glauben die das ist Aberglaube/Regentanz oder so. Wo soll das enden? Mein Opa sagte immer „Der Sender ist so stark, den kannst du mit nem Kleiderbügel empfangen“. Diesen Satz wird wohl niemand mehr verstehen, nein, wir brauchen Kabel, weil alles durchs Kabel kommt. Strom, Internet, etc. Wie sollen die Kids denn lernen was was ist?!?! Ist ja alles gleich verpackt…

     
  2. teufeltodundparanoia

    1. November 2010 at 10:14

    Der Satz deines Opas erinnert mich an diese Überlandleitungen, auch wenn die mit einem Sender überhaupt nichts zutun haben. Wenn man sich direkt unter eine Überlandleitung stellt und hat eine Neonröhre in der Hand, dann leuchtet die.
    Aber bei der Digitalisierung wird man eines Tages schon sehen, was man davon hat. Da müssen nur die Satelliten ausfallen und schon hat man den Super-Gau. Oder irgendein Kabel ist kaputt. Auch da ist dann der Super-Gau vorprogrammiert. Ich will mir das gar nicht vorstellen, obwohl es sicherlich eine prima Roman-Idee wäre. Darüber könnte man wirklich schreiben.

     

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