RSS

Pharao

07 Feb

So heisst ein polnischer Film aus den 60er Jahren, der auf dem gleichnamigen Roman basiert. Ich habe ihn einmal Regina geschenkt, als ich ihn zufälligerweise auf einem Bücherflohmarkt entdeckte. Gelesen hat sie ihn immer noch nicht, was ich ihr nicht wirklich übel nehme, denn lesen ist einfach nicht ihre Stärke. Sie ist und bleibt ein Lesemuffel, das muss man einfach akzeptieren. Aber ich selbst habe auch nur mal drin geblättert. Es geht um die späte 20. Dynastie, wo sich ein Ramses an den nächsten reiht. Ein dicker Schinken, der nun das Wohnzimmerregal füllt.
Aber wieso komme ich auf diesen Filmtitel? Es hat natürlich mit Ägypten und den derzeitigen Unruhen dort zu tun. Und wer ist Pharao? Sehr richtig, das ist Hosni (bzw. Husni) Mubarak. Laut Regina soll er sich sogar in Luxor auf einem Plakat mit Tutanchamun und weiteren altägyptischen Dingen abgebildet haben. Ausserdem hat er wirklich den Spitznamen Pharao. So schliesst sich der Kreis.
Die Demonstrationen in Ägypten reissen nicht ab. Zwar haben sie sich ein wenig beruhigt, aber es wird immer noch Mubaraks Rücktritt gefordert. Und was macht der „Pharao“? Nein, er denkt gar nicht daran, scheint auf seinem Sessel zu kleben. Stattdessen macht er halbherzige Zugeständnisse, indem er die Regierung austauscht und doch wieder mit seinen Leuten besetzt. Ist das der Sinn der Sache? Nein, natürlich nicht, aber herrscht in Ägypten Demokratie? Wiederum nein, denn seitdem König Faruk 1952 gestürzt wurde, gibt es in Ägypten keine Demokratie mehr.
Nun scheinen sich aber wohl schon mögliche Stimme darauf einzurichten, dass Mubarak nach Deutschland ins Exil gehen könnte. Einmal im Jahr ist er nämlich in Deutschland, um sich durchschecken zu lassen, ob er gesund ist. Ehrlich gesagt, möchte ich ihn nicht in Deutschland wissen. Wer weiss, was daraus noch wird.
Mein Gucken, wenn ich vom Hellen ins Dunkle komme wird auch immer schlechter. Jetzt renne ich doch tatsächlich schon gegen Türen. Und das bloss, weil ich nicht sehe, ob die Tür nun geschlossen oder offen ist. Inzwischen ist es schon so, dass ich vor jeder Tür im Dunklen abrupt stehen bleibe und erst einmal überprüfe, ob denn die Tür nun offen oder geschlossen ist. Wenn man mich dabei beobachtet, dann würde man sich fragen, was der Schlacks da eigentlich macht.
Hat jemand am Samstag die Goldene Kamera gesehen? Wer nicht getan hat, hat gut daran getan, wird aber an dem, was da kam nicht vorbeikommen, ausser er ignoriert Zeitungen und Fernsehen. Ich rede von der ehemaligen Sportschau-Moderatorin Monica Lierhaus, die seit zwei Jahren zum allerersten Mal wieder öffentlich und offiziell auftrat. Schock, so kann man den Zustand beschreiben, der die Anwesenden ergriffen hatte und sicherlich auch von denen vor den Fernsehern Besitz ergriffen hatte. Ich fragte mich allerdings nur, warum sie das gemacht hat. Denn wenn ein Artikel über sie veröffentlicht wurde, wenn sie mal draussen abgelichtet wurde (Paparazzi-Fotos), hagelte es gleich eine Unterlassung und es folgte eine Sperrung des Artikels.
Aber wisst ihr, was ich am allerschlimmsten fand? Das war der Heiratsantrag. Vor aller Öffentlichkeit, wo man gar nichts anderes als ‚ja‘ sagen kann. Die Medien sind voll und wir schreiben jetzt auch fleissig eine Doppelseite, wo ich noch ein paar Ärzte interviewen muss. Wie ich sowas hasse.
Mein Handgelenk macht immer noch Probleme. Wie gesagt, ich werde wohl zum Arzt gehen müssen.

Advertisements
 

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , ,

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

 
%d Bloggern gefällt das: