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Schatten der Vergangenheit – Droht ein zweites Tschernobyl?

12 Mrz

Alle am Donnerstag den Großen Zapfenstreich gesehen? Ich fand ja den Rufer vom Dienst (ich weiss, daß der anders genannt wird, entsinne mich aber gerade nicht des militärischen Titels) nicht so besonders. Sein Vorgänger hatte mehr Schmackes, denn der konnte richtig originell betonen. Der hier war langweilig. Dafür war „Smoke on the Water“ von Deep Purple in der Trompetenvertonung doch wirklich das Highlight. Mich erinnerte da die Musik stark an „Pater Brown“. Aber das war wirklich das beste, was ich seit langem gehört habe.
Und ich kann mir ja nicht helfen, aber de Maizière erinnert mich immer an ein Kaninchen. Hat mal jemand ihn von der Seite gesehen? Das Gesicht hat dann wirklich Ähnlichkeit mit einem Nager.
Aber das wichtigste Thema ist momentan doch, was passiert nun in Japan? Im Kernkraftwerk Fukushima droht eine Kernschmelze – vielleicht hat sie auch bereits stattgefunden, denn genaueres ist noch nicht gesagt worden -, da nach dem Erdbeben das Kühlungssystem ausgefallen ist. Nachdem es nun auch noch eine Explosion im KKW gegeben hat, werden natürlich Ängste geschürt. Ängste, die berechtigt sein können, aber vielleicht auch nur von Hysterie stammen. Denn wir hören nur noch Radioaktivität und werden an das Unglück von Tschernobyl erinnert. Berechtigt? Ein Unterschied besteht bereits: Damals handelte es sich um menschliches Versagen, dass es zu dieser Kernschmelze mit Gebäudeexplosion kam, weshalb es zu diesen verheerenden Ausmassen kam, die die Menschen dort immer noch zu spüren bekommen. Denn der grösste Feind ist der Mensch. Dieser ist für die grössten Unglücke in der Geschichte der Menschheit verantwortlich. Ausser für Erdbeben. Da kann der Mensch nun wirklich nichts dafür. Das hängt mit den Kontinentalplatten zusammen, die an einigen Stellen aneinanderreiben, weshalb diese Gebiete besonders erdbebengefährdet sind. Das ist einmal Japan und dann der San Andreas-Graben zwischen San Francisco und Los Angeles. Andere Orte auch noch, aber ich will die jetzt nicht alle aufzählen.
Aber nun ist das KKW nicht mehr fähig die Kühlung aufrecht zu erhalten. Und was dann folgt, ist möglicherweise ein Super-GAU: die Kernschmelze. Eigentlich ist das Gebäude, wo sich die Brennstäbe befinden, besonders gesichert, aber wer weiß, was da noch kommt. Explosionen sind auf alle Fälle genau das, was nicht passieren sollte. Und das ist passiert. Ausserdem sollen TV-Bilder zeigen, dass die Aussenhülle des KKWs beschädigt ist. Also vielleicht doch ein zweites Tschernobyl? Ich weiss es nicht und mag auch nicht spekulieren.
Aber wenn wirklich eine radioaktive Wolke freigesetzt werden sollte, wonach es momentan noch nicht aussieht, muss man sich erst einmal fragen, wohin die sich als erstes ausbreiten wird. Anschliessend wird sie sich über die ganze Erde verbreiten. Dann ist die Gefahr nicht mehr so gross, aber wohl würde ich mich dennoch dann nicht fühlen.
Scheint sich auch um ein älteres Kernkraftwerk zu handeln, wobei die japanischen ohnehin schon erdbebensicher gebaut sind. Aber man muss mit allem rechnen, vielleicht hat man damit nicht gerechnet. Ich weiß es nicht. Wir müssen die Situation weiter beobachten und dann werden wir sehen, wie schlimm die Situation wirklich ist. Momentan bringt Panikmache überhaupt nichts.
Mein heutiger Titel bezieht sich im ersten Teil auf ein Buch, das vor wenigen Wochen herausgekommen ist: Fever – Schatten der Vergangenheit von Douglas Preston und Lincoln Child. Vom Thema her hat es nun überhaupt nichts mit dem zu tun, was in Japan passiert.  Da hätte ich lieber den Titel des Films „Das China-Syndrom“ nehmen sollen, wo es um einen Vorfall in einem amerikanischen Kernkraftwerk geht. Aber den Titel finde ich ein wenig irreführend. Ausserdem werden wir durch das KKW und die drohende (?) Kernschmelze an Tschernobyl erinnert. Eben ein Schatten der Vergangenheit. – Ach ja, das Buch kann ich empfehlen, auch wenn es nicht das beste in der Reihe um Special Agent Pendergast ist.
Eine Diskussion, warum ich Kernkraftwerk schreibe und nicht das schöne Wörtchen Atom benutze, werde ich jetzt nicht schon wieder erläutern. Ich sage nur so viel: In den sechziger Jahren wurde entschieden, dass es Kernkraftwerk heisst. Und deshalb sage ich es auch.

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Verfasst von - 12. März 2011 in Musik, Real life, Technik

 

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