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Die Gurke des Bösen

28 Mai

Da habe ich in meinem vorherigen Eintrag in der Überschrift wohl ein wenig übertrieben. Denn natürlich handelt es sich bei EHEC nicht um einen Virus, schliesslich weiss man, dass Escherichia Coli ein Bakterium ist. Aber „Killervirus“ klang nun weit besser als „Killerbakterium“. Aber genug der Panikmache, denn endlich ist der Gefahrenherd gefunden worden, der EHEC auslöst. Es handelt sich um spanische Gurken, die im Hamburger Grossmarkt umgeladen wurden. Dort sollen einige Paletten zu Boden gestürzt sein. Es sollen sich nicht nur um Gurken, sondern auch um andere Gemüsesorten handeln. Aber welche und kommen die auch, wie die Gurken, aus Spanien? Und waren die Verunreinigungen schon dran, als die Gurken aus Spanien kamen. Von den Spaniern wird das bestritten, was natürlich nicht zu verdenken ist.
Begonnen hatte es mit der Panikmache, dass man kein Gemüse aus Norddeutschland mehr essen sollte. Da fehlte nur der Vorsatz, nicht in Norddeutschland angebautes Gemüse, denn das ist nicht betroffen. Diese Nachricht hat aber dafür gesorgt, dass sämtliches norddeutsches Gemüse wieder den Heimweg aus ganz Deutschland antreten durfte, weil es nicht abgenommen wurde. Die Verluste kann man sich vorstellen. Und dann sind es spanische Gurken, wobei TOmaten auch immer noch als potentiell gefährdet gelten. Wenn ich das früher gewusst hätte, hätte ich nicht noch neue Tomaten gekauft und diese gegessen. Noch habe ich nichts, aber bis zum Ausbruch sind es sieben bis 14 Tage. Sprechen wir uns also nächste Woche wieder, um zu sehen, ob es mich nun auch erwischt hat.
Man könnte langsam damit beginnen, um von einer Epidemie zu sprechen. Denn darauf läuft es irgendwie hinaus. Mehr als dreihundert Menschen sind nun schon erkrankt und der genaue Auslöser ist immer noch nicht gefunden worden. Wenigstens hat man herausgefunden, um welchen EHEC-Erreger es sich eigentlich handelt. Und da wird es dann auch schon gruselig, denn es ist ein mutiertes Bakterium.
Regina ist in regelrechte Panik verfallen. Ich darf überhaupt kein einziges Gemüse mehr kaufen – schon gar nicht Gurken. Die kann man abwaschen und zur Not kocht man es eben. Ich will schon seit langem mal Schmorgurke essen. Die Bakterien werden dann gar nicht mehr leben.
Aber wenigstens ein Thema, dass von einem ganz anderem ablenkt. Nämlich der Tatsache, dass nur noch vier Kernkraftwerke am Netz sind und Deutschland nun den mehrheitlichen Strom aus Frankreich und Tschechien bezieht. Von einem Stromexportland, zum Stromimpoteur. So schnell kann es gehen. In Europa schüttelt die MEhrheit nur den Kopf und fragt sich, was Deutschland da eigentlich veranstaltet. Sollte uns nicht Italien als mahnendes Beispiel dienen, dass es ohne Kernkraftwerke nicht geht? Die haben nach Tschernobyl auch auf KKWs verzichtet. Und wohin hat das geführt? Sie mussten teuren Strom aus Frankreich importieren. Deshalb ist Italien jetzt wieder darauf aus, neue KKWs zu bauen. Also, Deutschland scheint isoliert zu stehen mit seinem Vorsprung, alle KKWs links liegen zu lassen und nur noch auf erneuerbare Energien zu setzen.
Wind- und Sonnenenergie werden niemals ausreichen, um Deutschland mit Strom zu versorgen. Wir sind von der SOnne nun mal nicht gerade verwöhnt. Und der Wind wird auch nicht immer so wehen, wie er soll, damit Strom produziert werden kann. Wenn es zu sehr stürmt, dann müssen die Windräder abgeschaltet werden, bei wenig Wind braucht man sie auch nicht anschalten. Ein Teufelskreis. Und die Landschaft verschandeln sie auch noch. Genauso produzieren sie gar nicht genug Strom, um ein KKW wirklich ersetzen zu können.
Aber ich bin immer noch dafür, dass in der Sahara Solarparnelle aufgestellt werden, die Arbeitslosen müssen die dann täglich vom Sandstaubt befreien und wir kriegen mit wunderbaren Unterwasser- und Überlandleitungen dann den Strom aus Afrika. Klingt das nicht wunderbar? Vor allem sind die Arbeitslosen dann auch weg aus der Statistik und in Deutschland würde praktisch Vollbeschäftigung herrschen.
Oder aber CO2-Speicherung. Die ist doch auch wunderbar. Vor allem weiss man gar nicht, was eigentlich alles passieren kann durch diese Speicherung. Aber schnell das mal machen, denn irgendwie muss das CO2 der Kohle- und Gaskraftwerke ja verschwinden. Und in die Luft sollen sie wenn möglich nicht entweichen, denn so erreicht Deutschland seine Klimaziele nicht. Aber diese Ziele werden ohnehin nicht erreicht, wenn Deutschland wirklich nicht mehr auf die Kernkraft setzt, sondern nur noch erneuere Energien bevorzugt. Solange mit den erneuerbaren Energien nur ein niedriger Prozentsatz an Strom produziert wird, ist es aussichtslos, auf Kernkraftwerke zu verzichten.
Aber es scheint so, als ob Frau Dr. Merkel (Physik) sich lieber wie das Fähnlein nach dem Winde dreht, als auf potentielle Wählerstimmen zu verzichten. Nachdem die CDU nun auch noch in Bremen an Stimmen verloren hat, muss sie weiteres Ungemach fürchten. Aber in Bremen haben die Grünen ja vor allem von den Neuwählern, den 16 und 17jährigen die Stimmen bekommen. Die sind noch leicht beeinflussbar. Also nicht alle, aber die meisten schon.

Ich soll noch mal ein wenig Werbung für den Ersatzelefanten von Jenala machen. Am 08. Juni feiert dieser sein 45jähriges Heimatjubiläum. Und da dies sehr wahrscheinlich nicht gefeiert wird, hat sich Jenala eben in den Kopf gesetzt, dass im Namen der Elefantenkuh doch gefeiert wird. Deshalb hat sie ihr mal wieder ihre Stimme geliehen und macht nun Werbung, dass auch viele nach Hamburg in den Tierpark gehen. Am 08. Juni, der Elefant steht im dritten Gehege – Bullengehege – und hört auf den Namen Mala. Nächstes Jahr feiert sie dann ihren fünfzigsten Geburtstag. Der wird aber sehr wahrscheinlich wegen der beiden neugeborenen Jungtiere untergehen. Also, wer am 08. Juni Zeit hat, sollte mal die alte Mala besuchen, wenn er will. Sie freut sich über jede gesunde Leckerei. (Gut so, Jenala? Alles weitere kannst du auf deinem Blog machen.)

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Verfasst von - 28. Mai 2011 in Kultur, Real life, Technik

 

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