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Das Killergemüse schlägt zurück

30 Mai

Die EHEC-Welle reisst einfach nicht ab. Experten hatten bereits ein abflauen der Ansteckungsfälle prophezeit, aber momentan kehrt sich das eher ins Gegenteil um. Die Krankenhäuser sind voll und man muss nicht nur fürchten an EHEC zu erkranken bzw. es schon zu haben. Nein, es droht einem noch weit schlimmere Gefahr mit HUS. Das wird dann richtig tödlich. In Hamburg versucht man das mit einem Medikament einzudämmen, welches im letzten Jahr gute Dienste erwiesen hatte. Aber ob es wirklich hilft? Nichts genaues weiss man nicht.
Dafür reisst diese ewige Hysterie nicht ab. Da man immer noch nicht genau weiss, ob es sich nun nur um spanische Gurken handelt oder sogar auch noch um anderes Gemüse wie Tomaten, ist der Verbraucher natürlich mehr als verunsichert und greift im Supermarkt oder Discounter kaum noch zum Gemüse. Folglich ist das nun zum vergammeln verurteilt. Es wird schon heruntergesetzt bevor es richtig ungeniessbar wird. Da fällt mir ein, ob die Zoos dann nicht ihr Gemüse billiger bekommen könnten? Fragen einfach bei den Supermärkten oder den Gemüseanbauern an, ob es was für sie gibt. Die  – Supermärkte Anbauer – müssten doch froh sein, wenn sie ihr Gemüse noch loswerden. Das Gemüse müsste dann nur gut gewaschen werden, denn dann sollen angeblich die Erreger verschwunden sein. Oder es wird gleich auf eine Temperatur von 70 Grad erhitzt. Salat kann man in gewisser Weise auch kochen, wenn es sein muss – bloss sind dann wahrscheinlich die ganzen Vitamine weg, aber wenn man den vor dem Essen auch erst einmal hundertmal gewaschen hat, sind die auch weg – und dann zu einem Brei verarbeiten. Wäre doch mal eine Überlegung. Nicht nur für die Zoos, sondern auch für die ganze Allgemeinheit. Aber stattdessen vergammelt das Gemüse in den Regalen der Supermärkte. Alle haben Angst, aber wenn ich mich von dieser Angst beherrschen lasse, habe ich verloren. Also kaufe ich weiterhin das, was ich für richtig halte. Allerdings fasse ich das Zeug nur noch mit Plastikbeutel an, wenn ich etwas anfasse, um es in einem Beutel zu stecken. Zu Hause wird das gekaufte Gemüse sofort gewaschen und anschliessend, wenn ich es dann verwende, erhitzt.
Die Tomaten, die ich letzte Woche gekauft hatte und vor der grossen Warnung auch zwei verspeiste, musste ich als Sugo einkochen. Regina erlaubte nicht, dass ich noch eine weitere davon ass. Die hat die Hysterie voll erwischt. Dabei waren die Tomaten so verdammt aromatisch, obwohl es sich um holländische gehandelt hatte. Aber mein ganzes Reden nützte nichts. Ich stand vor der Wahl: Kochtopf oder Mülleimer. Und so was kann man doch nciht wegschmeissen. In anderen Ländern leiden die Hunger und ich schmeisse was weg, weil es potentiell verseucht sein könnte.
Obwohl ich zwei Tomaten gegessen habe, geht es mir mir noch gut. Und wenn die wirklich was hatten, wird sich das in ein paar Tagen zeigen. Und wenn nichts ist, bin ich eben davongekommen. Aber noch werde ich keine Jubelsprünge veranstalten, denn schliesslich heisst es nicht umsonst: Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben. Also halte ich mich zurück.

Bei den Kernkraftwerken ist man immer noch fest entschlossen, sie alle abzuschalten. Bis 2022 soll dies nun der Fall sein. Bin mal gespannt, wieviel der Strom dann kosten wird. Die Studien sagen ja alle immer was anderes. Eine sagen, es werden pro Kilowattstunde (Kwh) nur 0, irgendwas Cent sein, während andere von mehreren Cent im einstelligen oder sogar zweistelligen Bereich sprechen. Aber es hängt immer davon ab, wer denn nun die Studie in Auftrag gegeben hat. Doch ich glaube, uns sollte klar werden, dass es sich nicht nur um wenige Centbeträge handeln wird. So viel Energie, wie Deutschland braucht, können wir gar nicht mit erneuerbaren Energien erzeugen. Erst einmal müsste halb Deutschland mit Windrädern vollplakatiert werden, wo uns dann die UNESCO wieder irgendwelche Weltkulturerbetitel aberkennt. Und dann müsste auch noch beinahe jedes Haus Solarzellen auf seinem Dach installieren. Dann könnte eventuell der Energiehunger bewerkstelligt werden, jedenfalls im Sommer. Wie es dann im Winter aussehen wird, wenn die alle so kalt sind wie anno 2010, dann gute Nacht. Aber dann haben wir ja noch unser Ersatz-Kernkraftwerk. Denn eines soll erhalten bleiben, um im Notfall ans Netz geschaltet werden zu können. Und wer sind dann die Arbeitskräfte? Und vor allem, wie lange wird das dauern bis das KKW eigentlich hochgefahren ist? Das wird doch nicht im Standby-Modus betrieben werden. Da könnte es doch gleich am Netz bleiben. Im übrigen bin ich ja dafür, dass das Ersatz-KKW unser aller beliebtes Pannen-KKW Krümmel wird. Gut, diesen Satz bitte nicht ernst nehmen, aber welches KKW soll es denn werden?
Die Brennelemente-Steuer bleibt, auch wenn es dann gar keine KKWs mehr gibt bis auf das eine. Tja, wenn man Geld braucht, dann holt man sich das eben, auch wenn es das besagte schon gar nicht mehr gibt.
War irgendjemand auf einer dieser besagten Anti-Atomkraft-Demos? Das einzige, was ich mitbekommen habe, waren Demonstranten, die auf ihren Treffpunkten auf andere warteten und es kam einfach keiner. Vielleicht bin ich an den falschen Plätzen vorbeigegangen, denn später sollen es ja doch einige gewesen sein. Allerdings war die Anfangsmenge grösser als der Rest, der am Zielpunkt ankam. Soviel zum Durchhaltevermögen der Demonstranten. Aber wenn man die wieder gesehen hat, war das genau mal wieder die Altergruppe, die bei Brokdorf auch schon dabei gewesen ist. Und dann eben deren Enkel. Das Mittelalter war kaum vertreten, wie ich es schon bei den ganzen Anti-Atomkraft-Demos zuvor verzeichnen konnte.

Ach ja, im allseits bekannten KKW Fukushima hat es mal wieder eine Panne gegeben. Das ist ja Krümmel und Brunsdorf zusammen, allerdings nur noch weit schlimmer. Bemerken die doch einfach nicht, dass das Kühlaggregat ausgefallen wird. Erst durch einen Rundgang – oder wars eine Routine-Kontrolle? – fiel ihnen das auf. Aber dennoch brauchte es noch einige Zeit, bis dann endlich wieder das Küglaggregat funktionierte. Vor Japan verliere ich immer mehr den Respekt. Wie kann man nur so hilflos sein? Und ich bin immer noch der Überzeugung, dass die damals nicht schnell genug die Borsäure hinzugefügt haben. Sonst wäre das alles nicht so schlimm geworden.

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