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Archiv für den Tag 31. Mai 2011

Ein Bakterium läuft Amok


Die Uni Münster hat einen Schnelltest entwickelt, der innerhalb von Stunden sagen kann, ob man nun EHEC hat oder nicht. Was uns das bringt? Viel, denn dann kann man nach dem Ergebnis gleich mit der Behandlung beginnen. Aber ob die dann wirklich hilft, ist auch noch einmal zweifelhaft. Denn gegen EHEC hilft nicht viel, schon gar keine Antibiotika, denn das Bakterium ist dagegen resistent. Der Körper selbst muss gegen den Feind kämpfen, nur dann hat der Mensch selbst eine Chance zu überleben. So hart es klingt, aber so ist es nun einmal.
Und wir wissen immer noch nicht genau, ob es nun nur Gurken sind, die aus Spanien kamen, die den Erreger trugen oder ob es sich auch noch um anderes Gemüse handelt. Noch immer wird vor Gurken, Tomaten und Blattsalaten gewarnt. Das erste Gemüse ist bereits vernichtet worden. Worauf läuft das nur hinaus? Aber so verlieren wir auch ganz aus der Sicht, dass in NRW auf zwei Höfen das Geflügel gekeult wurde. Die Geflügelpest ist auch da, nur dringt sie nicht so sehr in unser Bewusstsein, denn EHEC bestimmt alles.
Wir haben in diesem Jahr wirklich schon viel erlebt. Erst der Dioxin-Skandal, nun auch noch EHEC. Ich werde so langsam das Gefühl nicht los, dass die EHEC-Epidemie etwas mit bin Laden zu tun hat. Ja, vielleicht ist es eine absurde Verschwörungstheorie, aber möglich ist bekanntlich alles.

Bundeskanzlerin Merkel ist etwas ziemlich Kurioses auf ihrem Flug nach Indien passiert. Während das Flugzeug in der Luft war, verweigerte auf einmal die iranische Luftaufsicht, oder wie das auch immer heisst, die Erlaubnis, dass das Flugzeug den iranischen Luftraum nicht überfliegen dürfe. Also kreiste das Flugzeug zwei Stunden in einem Kreisel über der Türkei bis dann doch die Erlaubnis kam. Dabei hatte es beim Abflug noch die besagte Erlaubnis gegeben. Nun wird von Schikane und wer weiss was geredet.
Ich vermute mal, dass gemustmasst wurde, bei dem Flugzeug handle es sich um etwas, was den Boden nach Atombomben oder sonstigen illegalen Aktivitäten absucht. Und als man dann feststellte, dass es nur die Bundeskanzlerin von Deutschland war, hat man eben wieder die Erlaubnis erteilt. Aber wer sagt, dass an Bord nicht trotzdem irgendwelche Überwachungsgeräte waren? Wir wissen nichts, aber nun ist Merkel in Indien. Da muss sie sich dann nicht mehr mit den bösen AKWs herumschlagen, die nun alle bis 2022 abgeschaltet werden sollen. Aber bis dahin ist viel Wasser die Donau hinuntergeflossen. Vielleicht wird das wieder geändert und unser allerliebstes Pannen-KKW Krümmel darf auch wieder ans Netz. Was momentan ja ausgeschlossen ist.
Der grösste Siedewasser-Reaktor Deutschlands und Europas ist es gewesen und, ich glaube auch, der ganzen Welt. Aber letzteres weiss ich nicht wirklich genau. Pannen gab es zuhauf. Selbst wenn da nur eine Glühlampe ausgefallen wäre, hätten die Leute Theater gemacht. Es wird ja immer wieder davon geredet, dass in der Nähe des KKWs verstärkt Leukämie-Erkrankungen bei Kindern aufgetreten sind, auch wenn nie eine direkte Verbindung zum KKW Krümmel gemacht werden konnten.Aber nun muss man einmal in der Zeit zurückgehen. Was stand vor Krümmel auf derselben Fläche? 1983 ist Krümmel ans Netz gegangen, 1982 erbaut worden.
An dem Ort, wo heute das KKW steht, stand früher eine Dynamit-Fabrik. Erst betrieben von Alfred Nobel und schliesslich von anderen, unter anderem im Dritten Reich. Bis 1945 wurde dort produziert. Als dann krümmel gebaut wurde, wurde zwar der Boden abgetragen, aber wer weiss, was da noch alles im Boden steckt. Und daran scheint niemand zu denken. Gab es bereits vor Krümmel Krebserkrankungen? Also, nicht immer nur auf Krümmel schimpfen, sondern auch mal nachdenken, was davor war.

Aber jetzt kommen ja die wunderbaren Windräder, die wir alle so lieben. Ich frage mich noch immer, wo die eigentlich verbaut werden sollen, um wirklich alle KKWs zu ersetzen. Denn ein Windkraftwerk braucht mindestens einen Hektar, wenn es 5 MW Strom produzieren soll. Und nun rechnen wir das mal hoch: Es werden mindestens 1000 von diesen hässlichen Windrädern gebraucht. Haben wir schon mal eine riesige Fläche von 1000 Hektar, die in Deutschland verbaut werden muss. Grob gesagt halb Deutschland, wie ich immer sage. Die schönen Landschaften, auf die wir immer so stolz waren, werden von diesen Dingern verschandelt werden. Schon heute regt sich Widerstand, wenn so ein Windpark gebaut werden soll. Und dann funktionieren die auch nicht bei Wind und Wetter. Wenn es stürmt und friert gehen sie nicht, bei Flaute erst recht nicht. Ein ziemlich unzuverlässiges Gerät, das da zur Stromherstellung dienen soll. Und was ist, wenn ein richtig schöner Wind herrscht und alle Windräder auf full power eingestellt sind. Dann wird Strom en masse hergestellt, so dass wir doch gar nicht mehr wissen, was mir damit alles anfangen sollen. Denn soviel wird dann gar nicht verbraucht, wie eigentlich hergestellt wird.
Aber am besten kommt noch ein Gesetz durch, dass auf jedem Eigenheim Solarparnele aufs Dach montiert werden müssen. Zahlen darf das der Eigentümer, ob er nun Geld dazu hat oder nicht. Das wird noch so kommen, glaubt mir das alle mal. Noch ist es Utopie, aber morgen kann es bereits Wirklichkeit sein. (Mir spukt momentan einfach zuviel die Serie „Raumpatrouille“ im Kopf herum.)

Im Kachelmann-Prozess ist es nun endlich zu einem Urteil gekommen. Natürlich ist es so ausgegangen, wie es irgendwie zu erwarten gewesen war. Kachelmann ist freigesprochen worden. Damit hat sich sein Anwaltswechsel ja auf alle Fälle gelohnt. Meine Tante mag seinen Anwalt nicht, der erinnert sie immer an dessen Mutter. Die kennt sie von der Arbeit her, wobei das schon lange her ist. Als wir uns kürzlich mal gesprochen haben, hat sie mir das erzählt. Manchmal glaube ich, mein Onkel und meine Tante kennen beinahe Gott und die Welt. Kaum jemand, dem sie mal nicht schon mindestens einmal persönlich begegnet sind. Aber das bringt deren Beruf auch so mit sich.
Die Staatsanwaltschaft hat Berufung angekündigt. Ist das mindeste, was sie tun kann, auch wenn ich persönlich nicht glaube, dass es viel nutzen wird. Es heisst immer noch bei einem Indizenprozess: Im Zweifel für den Angeklagten. So ist es nun einmal und so wurde auch hier entschieden. Seine Fernsehkarriere ist vorläufig ruiniert, aber in der heutigen Zeit ist das schnell vergessen. Selbst so etwas. Vor einigen Jahrzehnten noch nicht, da verschwand man wirklich von der Bildfläche, wie es Lou van Burg passiert ist. Wobei andere für die Nazis spioniert haben und trotzdem in der Nachkriegszeit hofiert wurden, obwohl dies bekannt wurde. Nur wenn man IM war, gibt es noch einen Aufschrei. Wer erinnert sich denn noch an Ingo Dobinsky (oder wie man den auch schreibt)? Nachdem der als IM aufgeflogen war, sah man ihn nie wieder.

 
3 Kommentare

Verfasst von - 31. Mai 2011 in Blog, Real life, Serien, Technik

 

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