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Gehofft und gehofft, doch vergebens – Totgeburt für Elefant Salvana

23 Apr

Es ist das eingetreten, was Jenala und ich bereits gestern vermuteten, es aber noch nicht wussten: Salvana hatte eine Todgeburt. Sehr wahrscheinlich hat die Geburt zu lange gedauert. Bei Lai Sinh war es damals im Jahr 2003 auch nicht anders. Wobei man bei Lai Sinh bedenken muss, dass sie damals noch kleiner und zarter war als heute. Jetzt ist sie für ihre 15-Minuten-Geburten bekannt.
Wenigstens Salvana hat die Geburt überstanden. Es mag schrecklch und traurig sein, dass sie eine Todgeburt hatte, aber das Leben geht weiter. Sie kann noch weitere Kinder bekommen und muss dafür auch nicht mehr umziehen. Im Herbst wie ein neuer Bulle kommen (ich berichtete). Bloss stellt sich dann die Frage, wie der Bulle sich anstellen wird, wo er doch schon seit Jahren keine Artgenossen mehr hatte. Nicht das er so ein fauler Sack wie Mekong ist. Abwarten…
Der Zoo Leipzig kann bloss froh sein, dass Salvana nicht bei ihnen gebleben ist, sonst wäre dies das zweite tote Elefantenbaby innerhalb von zwei Wochen.
Stellt sich natürlich die Frage, ob der lange Geburtsvorgang hätte verhindert oder verkürzt werden können.
Beim Menschen macht man einen Kaiserschnitt, aber bei einem Lefantenist das nicht möglich, da dessen Organe sofort aus dem Schnitt quellen würden. Hab das mal in einer Doku gesehen, wo ein toter Elefant seziert wurde. Ein grosser Schnitt am Bauch wurde gemacht und alles quoll heraus. Und selbst wenn das nicht passieren würde. – Am Konjunktiv dürfte man merken, wie unwahrscheinlich das ist. – Die Naht würde die halten, denn das ganze Gewicht würde darauf drücken und sie immer weder aufreissen lassen. Selbst ein extrem festgewickelt Mega-Verband und das Einbrngen des Elefanten in einen Flaschenzug brächte nichts. Letzteres wäre eh nur Quälerei, dann ein Elefant will sich bewegen und nicht in der Luft schweben. Also keine Möglichkeit. Das Elefantenbaby muss immer den natürlichen Weg nehmen. Vielleicht wird es in einigen Jahrzehnten eine Möglichkeit geben, aber jetzt eben nicht.
Hätte Mutter Saida helfen können? Nein, denn was hätte sie tun können? Ihrer Tochter bei stehen, sie beruhigen und ihr vor allem das Gefühl von Sicherheit geben. Das ist wichtig und in der Gruppe, in der sich Salvana befindet, fühlt sie sich laut Jenala fremd. Sie zeigte kaum Interesse an Lai Sinhs Jungtier, hielt sich immer an der Box von Thura auf. Denn Thura war die beste Freundin von Saida. Und so was wird meist auch auf die Kinder vererbt. Bloss, wie ich schon mehrmals berichtete, gilt Thura als Problem Fall und hat draussen auf der Anlage auch fast immer jemanden der Pfleger neben sich stehen. Damit sie ja nicht Yashoda und deren Nachwchs zu Nahe kommt oder auch Salvana. Jenala hält es bei Salvana sowie Lai Sinh und Shila für Quatsch. Deshalb wäre es wohl für Thura auch nicht schlecht, wenn sie aus der Gruppe genommen und eventuell mit Mala vergesellschaftet wird. Eine Anlage wird frei sein, wenn Thisiam kommt und die könnten beide nutzen. So werden zwei Legen mit einer Klappe geschlagen, denn auch Mala ist ein Problemfall und kann nicht auf die grosse Anlage zu den anderen. Deshalb steht sie auch als Husseins Gesellschafterin im Bullengehege. Laut Jenala ist sie seit mindestens zwei Jahren aber eher sein Punchingball. Der neue Bulle ist so etwa 15 Jahre alt, Mala wird dieses Jahr fünfzig. Also keine gute Kombination.
Und was ist eigentlich damit, dass Mala früher neben mindestens einem afrikanischen Elefanten gestanden hat. Besteht noch irgendwie die Gefahr, dass sie den Herpes-Virus in sich trägt? Dann wäre ein Jungspund von Elefantenbulle absolutes Gift für sie.
Warum ich sage, dass Mala mit afrikanischen Elefanten in Berührung gekommen ist? Früher wurden auch in Hagenbeck beide Elefantenarten auf einer Anlage gehalten, denn man wusste noch nicht, dass der afrikanische Elefant Herpes überträgt, wogegen der asiatische nicht gefeiht ist. Wer sich alte Bilder anguckt oder den Film ‚Klein Erna auf dem Jungfernstieg‘, der wie das sehen. Der genannte Film ist von 1969. Mala ist leicht zu erkennen, sie ist dort zwar erst sechs Jahre alt, aber sie guckt dort schon wie heute die Besucher an – bloss gewebt hat sie nicht.
Zurück zu Salvana, ich habe von der Todgeburt erst durch die Hinweise in den Kommentaren erhalten, die man mir geschrieben hat. In keiner einzigen Zeitung habe ich es gelesen und auf dem Internetauftritt vom Tierpark ist auch nichts zu finden. Als würde das Thema bald abschtlich totgeschwiegen werden. Aber vielleicht brauchen es nur etwas Zeit und ich habe hier auch nicht die richtigen Zeitungen vorliegen (Berliner und Münchener Zeitungen).
Salvana wird schon erholen, wird noch ihre Zeit brauchen, um es zu verkraften. Thura wird ihr helfen können, denn bei der hält sie sich auch jetzt noch meist in der Halle auf.

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