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Das Buch des Jahres

09 Okt

Gleich vorweg: Dies wird kein Bericht über das Buch „Das Ungeheuer“ von Terėzia Mora. Es wurde mit dem Deutschen Buchpreis 2013 geadelt, aber ich persönlich will ein anderes Buch vorstellen.
Es handelt sich um einen Thriller, der ohnehin keine Chance auf den Deutschen Buch preis hätte. Und das nicht, weil es schlecht geschrieben ist, sondern weil es eben ein Thriller ist.
Für mich ist aber ebenjeines Buch das Buch des Jahres 2013.
Warum das so ist? Es ist klug geschrieben, die Handlung ist leicht zu verstehen und vor allem muss ich mich nicht andauernd über die Hilflosigket der Hauptperson aufregen. Sie rennt nicht sehenden Auges in ihr Unglück, versucht zu kämpfen und gibt nicht auf. Viele Bücher, die in den den bisherigen Jahren gelsen habe, wiesen leider Einige dieser Mängel auf. Zuletzt war dies „Die verlorene Bibliothek“ von A.M.Dean. Man kann nicht immer alles haben, aber dieses Buch, von dm ich schon die ganze Zeit rede, kommt meinen Vorgaben schon sehr nahe.
Natürlich ist es auch nicht perfekt, aber welcher Roman ist das schon? Bis jetzt habe ich noch keinen gefunden, wo ich sage, dass es dieser ist und fertig.
Warum habe ich mich dann für dieses Thriller als mein Buch des Jahres entschieden?
Gute Frage, die ich weiter oben schon ein wenig beantwortet habe. Vor allem liegt es auch an der Handlung. Die eine spielt in der Gegenwart, die andere hundert Jahre zuvor. Besonders letztgenannte hat mich in ihren Bann gerissen, was an den Figuren und der besonderen Beziehung zwischen Elefant und seinem Tierpfleger liegt.
Einige werden jetzt vielleicht erraten haben, welches Buch ich meine. Es handelt sich um den Thriller “ Die Rollen des Seth“ von Helen Dalibor.
Ein wirklich schönes Buch. Exzellent recherchiert, nicht langweilig, keine abstruse Handlung. Geschickt werden Gegenwart und Vergangenheit miteinander kombiniert. Das eine nimmt dem anderen nichts weg. Nichts wird vor weggenommen und wiederholt sich so in einer der Handlungen. Die Theorien über das Leben von Hatschepsut und Senenmut und ebenfalls über Echnaton und Nofretete mögen eine von vielen sein, aber sie sind in sich abgeschlossen und klingen völlig logisch, je länger darüber geredet wird.
Im Anhang wird noch einmal ausführlich auf das Semenchkare-Problem eingegangen, genauso auf die Theorie, dass Echnaton einen Zwillingsbruder gehabt haben könnte.
Zugleich ist der Thriller auch eine Familiengeschichte, denn die Hauptperson Isis Just ist auf der Suche nach ihren Vorfahren, dabei kommt sie hinter ein streng gehütetes Familiengeheimnis.
Durch Zufall gelangt sie an einen Krug, der vor knapp hundert Jahren im Eismeer des Tierpark Hagenbeck vertseckt wurde. Erst durch de Abriss des Gehegekomplexes kommt er wider ans Licht.
Und sogleich sind die Verfolger von damals wieder hinter dem Tonkrug her, denn er enthält ein Geheimnis, das nie ans Licht kommen darf. Die Hüter des wahren Horus ziehen einige blutige Spur hinter sich her und kommen Isis Just immer näher.
In der Handlung, die in der Vergangenheit spielt, erfährt der Leser, wie der Krug nach Deutschland kommt und wie er letztendlich im Eismeer landet. Dabei erfährt man einiges über den Stellinger Tierpark im Jahre 1912 und das beim Dreh eines Stummfilms, ein Bär erschossen wurde. – Dies ist wirklich geschehen und nicht ausgedacht.
Die Figuren könnten vielleicht noch ein wenig ausgeprägter gezeichnet werden, nichtsdestotrotz bleiben sie einem nicht fremd. Man fühlt mit ihnen mit und lacht über die Eigenheiten von Elefantendame Bertha.
Dieser Elefant ist etwas Besonderes und das nicht nur, weil ihm als Vorbild unter anderem Elefantendame Mala diente. Geschickt wird das Rüsseltier in die Handlung eingewoben und so dargestellt, wie ein Elefant, der in einem Zoo lebt, agieren könnte. Ein wenig übertrieben ist vielleicht, dass Bertha sprechen kann, allerdings soll es in Südkorea tatsächlich einen Elefanten geben, der sprechen kann.
Ich kann nur jedem empfehlen, sich mal in eine der vielen Leseproben im Internet reinzulesen und dann zu entscheiden, ob das Buch etwas für einen ist.
Noch ist es ein Geheimtipp und mit fünf Euro bei über fünfhundert Seiten ein wirkliches Schnäppchen.
Anfang Dezember soll es übrigens als Hardcover auf den Markt kommen. Wer bis dahin nicht warten will, holt sich eben das ebook.

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