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Hektik ohne Ende – Es weihnachtet sehr…

21 Dez

In der Stadt ein Geschäft aufzusuchen, ist in diesen Tagen ein äusserst schlechter Gedanke. Warum? Alles ist überfüllt. Menschen hetzen durch die Gänge auf der Suche nach Weihnachtsgeschenken. Es ist nichts Schlimmeres, als Geschenke noch in letzter Minute kaufen zu wollen. Das artet nur in Stress aus. Und dennoch jedes Jahr das gleiche Bild: In den letzten zwei Wochen vor Weihnachten stürmen die Menschen geradezu die Kaufhäuser und Spielwarengeschäfte, um irgendetwas für ihre Lieben zu besorgen.
Warum fällt es ihnen immer erst in letzter Sekunde ein? Tja, das ist die Frage aller Fragen, denn Weihnachten findet schliesslich immer am 24. Dezember statt, genauso wie man immer am selben Tag Geburtstag hat. Dennoch kommt Weihnachten für viele überraschend. Dann geht es los. Was nur schenken? Da gibt es natürlich die klassichen Geschenke, die man garantiert nicht schenken sollte. Man(n) sollte nie Kochtöpfe oder sonstige Küchen- oder Haushaltsutensilien wie Staubsauger verschenken. Und was sollte frau nicht tun? Keine Krawatten – wir erinnern uns noch an die Weihnachtsepisode bei den Hoppenstedts, wo Vater Hoppenstedt jede Menge Krawatten bekommt – und auch keine Socken.
Beliebt weiterhin bleiben Bücher, bei denen kann man eigentlich kaum etwas verkehrt machen. Ausser man verschenkt ein Buch an jemanden, der grundsätzlich nicht liest, oder er hat es an dem Tag bereits dreimal bekommen. Tja, soll es alles schon gegeben haben.
Am besten, man schenkt einen Ebook-Reader, da kann man gar nichts verkehrt machen. Ausser, jemand kommt überhaupt nicht damit zurecht. Ich wäre so jemand. Ich kann weder am Computer noch an einem Ebook-Reader ein Buch lesen. Das ermüdet meine Augen und ich lese nur noch ganz langsam und kann mich kaum konzentrieren. Glaubt man vielleicht nicht, ist allerdings so.
Die Geschäfte sind voll, es ist ein Drängeln und durchkämpfen. Man traut sich gar nicht mehr in die Einkaufsmeilen, bloss um der Masse zu entgehen.
Warum lernen die Menschen nicht dazu und kaufen über das Jahr verteilt Geschenke? Glauben sie etwa, dass Ende des Jahres was anderes gewünscht wird als zu Beginn des Jahres? Ich gehörte früher auch immer zur Kategorie „Ich habe keine Ahnung, was ich schenken soll“, gehöre immer noch irgendwie dazu, aber wenn ich mal was finde, wenn ich unterwegs bin, wird es eben gekauft. Irgendjemand kann es garantiert gebrauchen und freut sich darüber. Und es handelt sich garantiert nicht um Waschmaschinen, Staubsauger oder Kochtöpfe. Regina könnte mit letzterem eh nichts anfangen. Die würde es sogar fertigbringen, Wasser anbrennen zu lassen, falls es möglich wäre.
Jedenfalls kann ich nur den Kopf schütteln, wenn ich sehe, wie die Menschen durch die Gegend hetzen, mit massenhaft Tüten oder Paketen bepackt wie Esel, und immer noch nicht alles gefunden haben.

In Russland hat Putin eine Massen-Amnestie erlassen. Darunter sind auch die inhaftierten Pussy Riot-Mitglieder und der langjährig inhaftierte Putin-Gegner Michail Chodorkowski. Bei letzterem hatte man sich lange gefragt, ob auch er freikommen würde. Tja, er ist auch unter denjenigen, wie wir nun wissen.
In Freiheit ging es für Chodorkowski nach Deutschland. Die Freilassung von Chodorkowski ist übrigens nicht so überraschend, sondern wurde seit zwei Jahren von Ex-Aussenminister Genscher angestrebt. Nach Deutschland kam er, weil hier seine Mutter sich einer Krebsbehandlung unterzieht, bloss war sie zu dem Zeitpunkt kurz zuvor nach Russland zurückgekehrt. Deshalb konnte Russland auch behaupten, dass sich Chodorkowskis Mutter nicht in Deutschland befinden würde. Nun soll sie wieder in Deutschland sein.
Ob Chodorkowski nun in Deutschland bleibt oder nach Russland zurückkehrt, bleibt abzuwarten. Morgen wird er sich in einer Pressekonferenz dazu äussern.
Und warum hat Putin nun diese Amnestie erlassen und Chodorkowski ist ein Nutzniesser davon? Tja, natürlich hängt es einerseits mit Sotchi zusammen. Andererseits wohl auch damit, dass er weiterhin die guten Beziehungen zu Deutschland pflegen will. Also immer mit Hintergedanken. Aber wann wird mal eine Entscheidung getätigt, die einfach nur so getätigt wird.

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