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Über Sanktionen lacht Russlands Zar nur – und die EU guckt zu

22 Mrz

Erneut sind neue Sanktionen gegen Russland im Gespräch. Es wird nicht mehr gedroht, sondern Nägel mit Köpfen gemacht. Bloss was bringt es? Denn Putin lacht darüber und kontert seinerseits mit Sanktionen. Wo soll das nur enden? Wenn man es genau betrachtet gibt es nur ein Wort: Krieg.
Seit Tagen, Wochen, regt sich die halbe Welt über Russlands Verhalten in der Krim-Krise auf. Empörung auf allen Seiten, Sanktionen, ich weiss nicht was. Bloss, Russland, folglich Putin, interessiert es nicht wirklich. Das russische Militär ist auf der Krim und besetzt einen ukrainischen Stützpunkt nach dem anderen. Die ukrainischen Soldaten müssen die Stürzpunkte verlassen, wenn sie nicht überlaufen – meist in Zivilkleidung wie Jogginganzüge gekleidet.
Die EU und die USA sehen zu, regen sich auf und denken sich Sanktionen aus. Als ob die etwas bringen würden, anscheinend haben sie es noch nicht begriffen.
Letzte Woche hat es auf der Krim eine Abstimmung gegeben, ob dieser Teil der Ukraine zu Russland oder bei der Ukraine verbleiben soll. Natürlich kam das raus, was von Anfang an feststand: Die Halbinsel Krim will zu Russland. Mit mehr als 90 Prozent, kam aus der Abstimmung heraus. Allerdings sind viele derjenigen, die für einen Verbleib in der Ukraine gestimmt hätten, wie beispielsweise die Krimtataren, gar nicht erst zur Wahl gegangen. Einerseits aus Angst, andererseits glaubten sie nicht daran, dass ihre Stimme was genützt hätte. Tja, da sage ich immer: Eine Enthaltung ist immer eine Ja-Stimme. Praktisch haben diejenigen, die nicht zur Wahl gegangen sind, für einen Anschluss an Russland gestimmt. Aber sie werden ihre Gründe gehabt haben, nicht hinzugehen. Nur traurig, dass sie nicht, wie sechzig Jahre zuvor, ihre Heimat erneut verlassen müssen, nachdem sie vor zehn Jahren erst wiedergekehrt sind.
Es gibt noch einen weiteren Grund, warum viele nicht zur Abstimmung gegangen sind. Sie konnten es einfach nicht, weil man ihnen die Ausweispapiere abgenommen hatte. So etwas ähnliches soll in den USA im Jahr 2001 bei der Präsidentenwahl im Bundesstaat Florida auch stattgefunden haben. Da traf es die schwarze Bevölkerung, der man keine Wahlunterlagen zugestand, wenn sie irgendwie mal mit dem Gesetz in Komflikt gekommen waren. Gründe findet man immer. In den USA sollte damit verhindert werden, dass Al Gore gewählt wird. Was auf der Krim bezweckt wurde, ist klar und braucht nicht noch erklärt werden. Ist das irgendwie kritisiert worden, was da geschehen ist? Dass das Ergebnis nicht die Wahrheit wiedergibt?
Ich habe immer gesagt, dass Putin macht, was er will, sich schlimmer aufführt als früher der Zar. Im Grunde genommen ist er eine Mischung aus Zar und Stalin. Deshalb interessiert ihn auch nicht, was die Welt, d.h. die anderen Länder, über ihn denken, sagen oder welche Sanktionen sie sich auch immer ausdenken mögen.
Er schlägt einfach zurück und verhängt ebenfalls Sanktionen. Am Ende dreht er der EU das Gas ab. Glücklicherweise wird es langsam Frühling, aber was ist, wenn der Winter noch einmal zurückkommt? Jeder, der nicht mit Erdgas oder Heizöl seine vier Wände heizt, kann froh sein. So ist es immer warm, selbst wenn der Erdgas-Hahn zugedreht wurde.
Wenn nun alle Sanktionen nicht helfen und Putin weiterhin russische Soldaten auf die Krim schickt, somit provoziert, was wird kommen? Im Grunde genommen scheint Russland nur auf einen Krieg zu warten. Denn seit Anfang des Jahres ist der Rubel stetig gefallen. Auch die Kurse an der Börse zeigen eher ins Bodenlose, als dass sie steigen. Dabei hätte man doch das Gegenteil erwartet, wenn Russland die Krim annektiert. Da habe ich mich wohl getäuscht. Wenn dann noch die Wirtschaft am Boden liegt, gibt es nichts anderes mehr, als nur ein Wort, um alles wieder anzukurbeln: Krieg.
Kurzzeitig ist das gut für die Wirtschaft, aber je länger so ein Krieg dauert, desto mehr kehrt sich das alles wieder um.
Die EU und die USA sollten aufpassen, was sie tun, schliesslich hat Russland immer noch ein paar Atombomben.
Sollen sie weiter Sanktionen über Russland verhängen, aber nutzen wird es nichts. Putin wird weiterhin machen was er will und sich im Gegenzug Gemeinheiten ausdenken. Und wenn er Russland von der Aussenwelt isolieren wird. Ihn stört es nicht. Fragt sich nur, wie lange die Menschen das akzeptieren werden.

Hellabrunn hat nun endlich einen neuen Direktor. Der noch amtierende wird in der nächsten Zeit nach Berlin gehen und dort die beiden Einrichtungen von seinem skandalträchtigen Vorgänger übernehmen. Ich hoffe, er findet noch Tiere vor, denn angeblich soll sein Vorgänger jede Menge Tiere verkauft haben. Habe mal so einen Bericht gesehen, wo das gezeigt wurde. Ob es stimmt, ist eine andere Sache.
Hellabrunns neuer kommt aus Leipzig, wo er auch für die Gondwanahalle verantwortlich war. Hoffentlich wird hier nicht auch so was hingesetzt. Die Luftfeuchtigkeit in der Gondwanahalle ist nichts für mich. Es soll sich hier wieder mehr auf den Geo-Zoo konzentriert werden. Und natürlich geht es auch um das Elefantenhaus. Bis zum nächsten Jahr sollen die Restaurierungsarbeiten und Instandsetzungen dauern. Dann wird Gajendra wiederkehren und Hamburg verlassen. Dort gibt es bereits eine freudige Nachricht zu vermelden. Das alte Lama, Mutter von Kandy, alias Yashoda ist schwanger. Ob es bei ihrer Tochter ebenfalls geklappt hat, steht noch in den Sternen. In den letzten Wochen ist sie jedenfalls wieder bei ihm zu Besuch gewesen, allerdings soll er sich nicht sehr interessiert an ihr gezeigt haben, wie Jonas mir berichtete. Na ja, mal abwarten.

Wo ich gerade von Malas Zuhause spreche, darf die Elefantendame natürlich auch nicht fehlen. Letzte Woche hatte sie auf einen Sieg St. Paulis gegen Düsseldorf getippt. Man war skeptisch, schliesslich verliert der Verein gerne gegen Gegner aus der unteren Tabellenhälfte. Doch nein, es war ein eindeutiges Ergebnis.
Und was sagt Mala nun, wo eine englische Woche ansteht?
Momentan läuft gerade das Spiel gegen Ingolstadt. Die Dickhäuterin hat auf ein Unentschieden getippt. Ingolstadt gehört zur unteren Tabellenhälfte, deshalb wird das nichts mit einem Sieg. Damit kann sich St. Pauli natürlich wieder nichts kaufen im Aufstiegskampf. Sie müssen gewinnen, um sich den Relegationsplatz zu sichern. Aber wollen sie den auch haben? Bisher sah es nicht so aus. Denn wenn sie nicht gegen Bochum und andere vermeintlich leichte Gegner verloren hätten, würden sie ziemlich sicher auf dem zweiten Tabellenplatz stehen, wenn nicht sogar auf dem ersten.
Deshalb glaubt Mala auch nicht, dass sie mehr als ein Unentschieden hinbekommen. Genauso schwarz, wenn nicht sogar schwärzer, sieht sie für das Spiel gegen Paderborn am Dienstag. Da tippte die Dickhäuterin sogar auf eine Niederlage.
Na, wollen wir mal hoffen, dass es nicht stimmt. Aber bisher hat sie zu 95 Prozent immer recht gehabt. Also wahrscheinlich auch diesmal.
Fürchtet sich St. Pauli vielleicht, dass ihr Gegner in der Relegation etwa der HSV ist? In den letzten beiden Partien war St. Pauli klar besser gewesen, gewann sogar das letzte Spiel durch ein Tor von Asamoah. Das könnte in der Relegation auch passieren. Dann bleibt Hamburg zwar erstklassig, aber der HSV steigt eben ab. Oder es hat andere Gründe. Die werde ich dann versuchen zu entschlüsseln, falls St. Pauli am Dienstag tatsächlich gegen Paderborn verlieren sollte. Mal abwarten, ansonsten wird Mala mal wieder aus der Haut fahren.

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