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Sind Quizsendungen besser als Serien?

19 Jul

Lange wurde über das Aus gemunkelt, seit gestern ist die Befürchtung nun Wirklichkeit geworden. Die ARD stellt die seit knapp zwanzig Jahren laufende Daily-Soap „Verbotene Liebe“ ein. Anfang 2015 wird die letzte Folge zu sehen sein.
Nun ja, ich bin nicht wirklich traurig darüber, habe ich der Soap nie etwas abgewinnen können. Nun wird auch die letzte der noch überlebenden Daily-Soaps der ARD eingestellt. Vor drei Jahren musste schon die Mutter aller täglichen Seifenopern Adieu sagen: Marienhof. Nun hat auch das ehemals zweite Zugpferd der ARD ausgedient.
Die Begründung seien andere Fernsehgewohnheiten der Zuschauer. Hm, von der Quote her mag es stimmen, dennoch macht es mich nachdenklich. Denn ich frage mich, warum läuft denn „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ auf RTL immer noch? Die Daily ist auch schon mehr als zwanzig Jahre alt, läuft aber immer noch.
Man muss sich mal eines vor Augen halten. Die Zuschauer von vor zwanzig Jahren waren in etwa zwischen zehn und zwanzig Jahre alt. Zwanzig Jahre später also etwa dreissig bis vierzig. „Verbotene Liebe“ läuft immer um 18 Uhr, früher mal um 17.55 Uhr, aber zu einer Uhrzeit, wo die meisten noch arbeiten oder von der Arbeit auf den Weg nach Hause sind. Also sieht man sich diese Daily nicht mehr an. Einerseits, weil man berufstätig ist oder andererseits einfach aus dem Alter raus ist, wo man sich für die immerwährenden Intrigen und Liebesgeschichten interessiert. Denn das ist das Problem der Serie: Die Zuschauer sind älter geworden und ihre Interessen auch zwangsläufig andere. Warum allerdings noch „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ läuft? Einerseits die Uhrzeit. Um die Zeit sind die meisten, die nicht im Schichtdienst arbeiten, zu Hause. Damit können sich jüngere, aber auch die Generation von vor zehn oder zwanzig Jahren mit identifizieren. Weiss wirklich nicht, was die anders machen bei RTL, aber anscheinend läuft es da noch ein wenig besser. Vielleicht hat man auch einfach den längeren Atem.
Bloss den Ersatz, den die ARD nun ab dem nächsten Jahr bietet, ist nun wirklich überholt. Das „Quizduell“ mit Jörg Pilawa. Ich erinnere mich noch daran, wie vor etwa zehn bis fünfzehn Jahren kein einziger Sender ohne eine Quizshow im Vorabendprogramm auskam. Ganz vorneweg die ARD mit Jörg Pilawa als Moderator. Nach dem Quiz-Hype kamen die Kochsendungen. Hier ist die ARD nie auf das aufgezäumte Pferd aufgesprungen, sondern suchte lieber nach neuen Formaten. Einzig „Türkisch für Anfänger“ erwies sich als erfolgreich im Vorabendprogramm. Selbst Bruce Darnell scheiterte, obwohl Mode damals hoch en vogue war. Aber da war die ARD wohl ihrer Zeit voraus. Jetzt haben wir für so was die „Shopping-Queen“. Ein furchtbares Format wie die Sendung „Das perfekte Dinner“. Aber was einem nicht gefällt, muss man sich schliesslich nicht ansehen.
Wer sieht sich eigentlich eine Quizshow an? Mag anfangs vielleicht noch ankommen, aber danach wird die Quote sich auch stetig senken. Garantiert!
Im übrigen krankt es bei der ARD im Vorabend doch seit Jahren. Nun hat man 2011 die heiter bis tödlich-Reihe begonnen, aber wirklich überzeugen konnte keine einzige der Serien. Einige waren wirklich gut, weil sie skurril waren, wie beispielsweise „Nordisch herb“ oder „Fuchs und Gans“. Aber diese beiden gehören leider zu den Serien, die nicht fortgesetzt wurden. Man ging von der Krimi-Spur weg und widmete sich sozusagen dem Schwachsinn wie beispielsweise bei „Zwischen den Zeilen“, die nur noch von „Wenckes Verbrechen“ getoppt wurde. Selbst die altgedienten Serien, „Hubert & Staller“ ist die Ausnahme, sinken immer mehr ab. Besonders „Morden im Norden“ hat sich derart verschlechtert, wie man es nicht gedacht hat. Ich fand die Serie nie besonders, aber die dritte Staffel war nur noch eine Farce. Anscheinend bin ich allerdings wohl der einzige, der das so sieht.
Heute sollte eigentlich mal wieder eine „Fuchs & Gans“-Folge in der ARD gezeigt werden. Die gerade mal sechste in zwei Jahren nach dem Aus. Aber was ist nun? Gestern musste ich mit Erschrecken feststellen, dass man anstelle dieser schönen Serie ein WM-Extra sendet. Was interessieren mich die schönsten Szenen der WM und das Philipp Lahm aus der Nationalelf zurückgetreten ist? Das interessiert doch wirklich niemanden. Aber mit uns Gebührenzahlern kann man es ja machen und sendet einfach was anderes. Und da wundert sich die ARD, dass die Zuschauer ausbleiben?
Das Grundproblem, warum der Vorabend hakt, ist nicht nur, dass die Zuschauer von früher älter geworden sind und sich entweder nicht mehr für die Sendung interessieren oder einfach wegen ihres Berufes nicht mehr dazu kommen „Verbotene Liebe“ sich anzusehen. Meist wollen sie das dann auch nicht mit der Mediathek nachholen. Ich würde das auch nicht machen. Ausserdem läuft parallel dazu auf dem ZDF jeden Tag eine andere Soko-Serie. Momentan alles nur Konserven, aber selbst die mögen interessanter sein als die ewigen immergleichen Intrigen. Wobei, warum laufen dann eigentlich die Telenovelas auf der ARD? Da geht es doch auch immer nur um das gleiche, jedes Mal etwas anders für den Zuschauer verpackt. Doch im Grunde genommen, sieht man immer das Gleiche. Liebe und Intrigen, mal nette Nebenhandlungen, aber ansonsten immer der gleiche Schmuh. Man braucht doch bloss den Vorspann sich ansehen, wo die Darsteller vorgestellt werden, und man weiss, wie diese Jahresepisode ausgehen wird. Meine ganz persönliche Meinung. Dennoch läuft das. Das ZDF ist damit nach seiner „Wege zum Glück“-Telenovela gescheitert. Vielleicht waren die Tierdokumentationen auf der ARD einfach besser. Wobei ich die inzwischen auch ziemlich ausgelutscht finde. Irgendwann gibt es nichts mehr zu erzählen.
Ein weiteres Problem, warum der Vorabend in der ARD nicht funktioniert ist die Uhrzeit, wann die „heiter bis tödlich“-Serien beginnen. Um zehn vor sieben, wobei inzwischen wohl schon ein paar Minuten später, aber immer noch direkt vor 19 Uhr. Warum ich das anmerke? Ganz einfach, die Soko-Serien enden erst um kurz vor 19 Uhr. Und wenn man nun vom ZDF zur ARD schaltet, hat dort bereits die Serie begonnen. Man weiss nicht, wie viel man schon verpasst hat. Das ärgert einen und man sieht es sich gar nicht erst an. Oder aber die Pilotfolge einer neuen Serie beginnt derart blödsinnig, dass man sich die nächsten Folgen überhaupt nicht mehr ansieht. Auch so wird die ARD in der Reihe nie auf einen grünen Zweig kommen. Gute Bücher sind wichtig, dann ist selbst die Uhrzeit egal.

Über der Ukraine wurde vor zwei Tagen ein Passagierflugzeug abgeschossen. Wahrscheinlich sind es die pro-russischen Separatisten gewesen. Aber da scheiden sich die Geister, denn einerseits hätten diese die Möglichkeit dazu, weil sie ein Militärstützpunkt vor längerem erobert hatten, andererseits könnte sich auch die Ukraine gesagt haben, dass sie es den Separatisten in die Schuhe schieben. Also eine Pattsituation, wie so oft. Der eine schiebt dem anderen die Schuld zu.
Vor allem fragt man sich, was das eigentlich sollte. Welche Seite auch immer es nun gewesen ist, sollte damit ein internationaler Vergeltungsschlag herbeigeführt werden?
Im Grunde hat es doch nichts gebracht, ausser das beinahe 300 unschuldige Menschen ums Leben gekommen sind. Viele Aids-Experten, die auf dem Weg nach Melborune zu einem Aids-Kongress waren. Da könnte man doch die Verschwörungstheorie aufstellen, dass dieses Flugzeug aus diesem Grund abgeschossen wurde. Beweisen kann man nichts. Nun geht es erst einmal darum, aufzuklären, wer nun das Flugzeug abgeschossen hat.
Immer wenn man denkt, dass aus der Ukraine nichts mehr kommt, gibt es wieder was, wo man nur den Kopf schütteln kann. Aber das es so eskalieren muss…
Ein internationales Team soll nun Aufklärungsarbeit leisten, was mit MH17 passiert ist und wer es am Ende war. Angeblich würden die prorussischen Separatisten versuchen, die Arbeit zu behindern. Ob es das ist, was Putin sich gedacht hat, als die Krim-Region sich abspaltete? Man wird sehen, was noch kommen wird.

Heute ist das wieder ein Wetter. Ich würde am liebsten mein altes Planschbecken hervorholen, wenn ich es denn im Keller liegen hätte, und es mit Eiswürfeln füllen. Bin gerade dermassen am zerfliessen. Sommer mag schön sein, aber ich vertrage es einfach nicht. Ich brauche nur einen Fuss vor die Tür setzen und schon fange ich an zu schwitzen. Also bleibe ich lieber drin, aber selbst hier ist es nicht kühler. Und wenn ich von draussen in einen klimatisierten Raum komme, läuft der Schweiss bald eine halbe Stunde in Strömen.
Das ist doch nicht mehr normal, so zu schwitzen. Wobei, mein Arzt meint, das sei noch nicht wirklich was, das behandelt werden müsste. Ich leide doch darunter und nicht er. Aber früher habe ich das nie gehabt, ist erst seit ein paar Jahren so.
Aber morgen werde ich garantiert rausgehen, denn morgen gibt es Eis für lau. Das lasse ich mir natürlich nicht entgehen, auch wenn es angeblich regnen soll. Regen ist schön, aber bitte nur dann, wenn ich nicht gerade draußen bin.

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