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Streik – Wer sind wirklich die Leidtragenden?

06 Sep

Da steht man am Bahnsteig oder wartet auf dem Flughafen entnervt darauf, dass es endlich weitergeht. Aber nichts passiert, denn es wird gestreikt. Das beides sich nun beinahe überschneidet ist wahrlich ärgerlich, zudem enden in einigen Bundesländern auch noch die Ferien.
Da ist das Verständnis für die Streikenden bald auf dem absoluten Nullpunkt. Vor allem bei den Lokführern kann man kein Verständnis aufbringen. Denn da geht es nicht nur darum, dass die Tarife der Lokführer verbessert werden, sondern auch darum, welche Gewerkschaft nun für welche Mitarbeitergruppe die Verhandlungen führen darf. Die beiden Gewerkschaften sind die altbekannte und inzwischen verhasste GDL und die EVG, Eisenbahn- und Verkehrsgesellschaft.
Welch ein Kleinkinderkram. Nun gut, ein Streik ist durch das Grundgesetz geschützt, dennoch ärgert es uns masslos, wenn wir nicht von A nach B können. Heute hat es mich nicht getroffen, aber am Montag war auch ich von dem dreistündigen Streik betroffen. Zwar fahre ich nur wenige Stationen mit der S-Bahn, aber dennoch nervte es. Ich musste die Strecke mit dem Bus fahren, was im Feierabendverkehr nun eine halbe Ewigkeit dauerte, ausserdem waren die Busse restlos überfüllt. Das machte wirklich keinen Spass. Da werde ich wirklich sauer. Vor allem habe ich so langsam das Gefühl, als würden die Lokführer alle paar Monate streiken. Bei den Piloten hat es auch beinahe den Anschein, aber da bin ich nicht persönlich als Passagier betroffen.
Dennoch frage ich mich, was diese Streiks bringen sollen. Sie verärgern schliesslich nicht nur die betroffenen Fahrgäste, sondern sind auch noch teuer für das Unternehmen. Ich will jetzt nicht sagen, dass die Deutsche Bahn und die Lufthansa am Hungertuch nagen müssen, wenn weiter gestreikt wird, dennoch ist es nicht gerade förderlich für das jeweilige Unternehmen. Deshalb wird auch gestreikt, um eben das bestreikte Unternehmen unter Druck zu setzen.
Aber die Forderungen der GDL sind einfach unverschämt. Jedenfalls von aussen betrachtet.
Ich werde dann wohl in den nächsten Tagen mit dem Rad zur Arbeit fahren, noch ist Sommer, da macht mir das nichts aus.

In der Ostukraine gibt es nun eine Waffenruhe, allerdings bleibt fraglich wie lange die halten wird und ob Russland die nicht irgendwie für sich nutzen kann.
Zudem plant die EU schon wieder Russland mit Sanktionen zu belegen. Dieses Mal soll es wohl auch Gazprom treffen. Wie soll das aussehen? Die EU nimmt kein Gas mehr aus Russland an? Das will ich sehen!
Ausserdem wurde in den letzten Tagen diskutiert, dass man 2018 die Fussball-WM in Russland boykottieren solle. Ganz ehrlich, das sind noch knapp vier Jahre bis dahin. Zudem kann in diesem Zeitraum noch viel passieren. Und das wichtigste Argument: Damit bestraft man nicht Russland, sondern die Sportler. Da hat Wolfgang Niersbach völlig recht. Nicht das Land wird bestraft, sondern die Sportler. Wenn Russland in vier Jahren immer noch seine imperialistischen Ambitionen hegt, sollte man sich anderes ausdenken. Man verhängt einfach ein Verbot, dass EU-Fussball-Fans nach Russland reisen. Denn damit kann man Russland strafen, indem keine Zuschauer kommen. Das tut dem Land weh, alles andere nicht.
Russland hat übrigens schon mal angekündigt, dass sie sich auch was Schönes überlegen werden, wenn die EU ihre Sanktionen in die Tat umsetzen wird. Was wollen sie denn noch boykottieren? Lebensmittel nehmen sie doch schon nicht mehr. Was gibt es denn noch?
Aber mir geht die Situation in der Ukraine langsam wirklich auf die Nerven. Wieso kommt niemand darauf, den eigentlichen Auslöser zu bestrafen? Dann dürfte mit ziemlicher Sicherheit das Kapitel die Krim ist Neurussland erledigt sein.

Aus Leipzig hat mir Melinoh berichtet, dass Thura und Saida bereits vergesellschaftet wurden. Beide akzeptieren sich. Wer nun Chefin ist, wurde ihr nicht deutlich. Ihr fiel nur auf, dass der Neuzugang, also Thura, am Weben war. Ja, das hatte ich befürchtet, denn sie muss ständig beschäftigt werden, da die Leipziger Anlage leider etwas reizarm ist. Da webt bald jeder Elefant. Thura machte das nach Ninas und Jonas‘ Aussage allerdings nur, wenn sie rein gar nichts zu tun hatte. Also mehr Beschäftigung. Dazu fiel Melinoh noch auf, dass Saida sich von Rani genervt fühlt, denn diese tritt sie oft weg, wenn die ihr zu nah kommt. Diese fängt dann zu Brüllen an, wo sofort Thura angelaufen kommt. Wenigstens das funktioniert, denn wenn ich Thura mal gesehen habe, war sie an ihrer Tochter nicht wirklich interessiert. Aber Rani soll schon manchmal eine Klette sein. Jonas hat beobachtet, wie sie Shandra so sehr auf die Nerven ging, dass diese unleidlich wurde.
Aber dann hat Melinoh auch beobachtet, dass Thura und Saida eng beieinander standen und sich berüsselten. Dennoch sind es meist Mutter und Tochter die beisammen stehen. Zu Rani hat Thura bei all ihren Jungtieren die engste Bindung, obwohl sie es nie mit Jungtieren hatte – weder mit ihren eigenen noch mit fremden. Das konnte man schon wenige Tage nach Ranis Geburt sehen, wie ich auf Bildern von Nina gesehen habe.
Und Rani würde auch langsam lernen, Saida nicht mehr zu oft zu nerven und sie in Ruhe zu lassen. Die hat auch seit acht Jahren kein Jungtier mehr um sich gehabt, da kann man das Verhalten schon verstehen. Ihre Tochter Salvana ist eine Ausnahme, aber die war damals auch schon neun Jahre alt. Shandra reagierte früher ähnlich auf Jungtiere wie jetzt Saida, sie hatte allerdings Angst vor denen und wollte in Ruhe gelassen werden. nun ist sie die Lieblingstante aller Jungtiere.
Bei „Elefant, Tiger & Co.“ kann man übrigens sehen, dass Saida sich als Chefin aufspielt. Dieses angebliche Schmusen ist ein Unterbuttern. Thura lässt es sich gefallen. Wie lange, das wird man dann sehen. Interessant war, dass sich beide sofort erkannt haben. Es war eine freundliche Kontaktaufnahme. Aber beide haben auch eine schwere Zeit zusammen in Spanien durchgestanden, so was schweisst zusammen, auch wenn man sich bald ein Jahrzehnt nicht gesehen hat.
Wo ich gerade von Leipzig spreche, kann ich auch gleich von Hamburg sprechen, denn da hat Jonas endlich seine Vermutung bestätigt bekommen. Aus gut unterrichteter Quelle – er hat seine Informanten überall – erfuhr er, dass neben Elefant Yashoda auch deren Tochter Kandy sowie Salvana nächstes Jahr Nachwuchs bekommen. Ich hatte mich schon seit Monaten über Jonas lustig gemacht, weil er der festen Überzeugung war, dass Kandy schwanger sei. Begründung: Sie hätte sich mit dem Rüssel so komisch an den Bauch gefasst. Das ist natürlich auch die beste Begründung, die es gibt. Deshalb habe ich es nie wirklich ernst genommen. Wobei ich das letzte Mal, als ich in Hamburg war, mich fragte, ob Jonas nicht recht habe. Denn Kandy wirkte etwas fülliger als sonst, Salvana ebenfalls, aber die ist auch ein wenig verfressen. Denn wenn es heissen würde, als dicken Elefanten seien schwanger, könnte man Shila auch dazuzählen. Aber die ist noch ein wenig klein dafür. Wenn sie noch ein paar Zentimeter gewachsen ist, wird sie sicher auch ein Rendezvous mit dem Elefantenbullen haben. Dann allerdings mit dem Nachfolger von Gajendra, denn dieser wird nächstes Jahr wieder hierher nach Hellabrunn zurückkehren. Bis dahin wird ihn aber wohl auch noch Lai Sinh aufsuchen, denn Darjeeling wird nächstes Jahr drei Jahre alt, da kann sie ihn mal kurz allein lassen. Shila hat das 2010 auch nicht geschadet.
Was noch immer dafür sprach, das Salvana und Kandy schwanger sind, war, dass sie nicht mehr Gajendra besucht haben. Salvana soll nur einmal dagewesen sein, Kandy sogar zweimal. An ihr schien er wohl nicht wirklich interessiert. Habe Bilder von Jonas gesehen, wo sie sich Gajendra anbot, er sich aber nicht um sie kümmerte. Dennoch hat es geklappt. Also dreifacher Nachwuchs im nächsten Jahr für Hamburg.
Mala wird es nicht zurückbringen. Wer noch nicht die Folgen von „Leopard, Seebär & Co.“ gesehen hat, wo die Elefantendame auf ihre Reise nach Belgien vorbereitet wird, kann sich am Mittwoch und Donnerstag die beiden Folgen um 17.10 Uhr auf dem NDR ansehen. Ich erwarte dann auch mal wieder einen Ansturm auf meine Seite. So ist das immer, wenn die Folgen gezeigt werden.
Was macht Mala momentan. Sie geniesst das schöne Wetter, hofft immer noch auf eine Rückkehr und macht weiter bei den Vorführungen mit. Wobei sie dazu so langsam keine Lust mehr hat.
Des weiteren betätigt sie sich immer noch als Fussballorakel. Bei St. Paulis Spiel gegen Greuther Fürth hatte sie auf eine Niederlage St. Paulis getippt, womit sie wie auch der Fressbeutel und die Pusteblume recht hatten. Folge war die Beurlaubung des Trainers und der U23-Trainer Thomas Meggle wurde neuer Trainer der Profi-Mannschaft. Übrigens der erste Trainer seit langer Zeit, der noch einen vollen Haarschopf hat. Denn seit Stanislawski hatten die Trainer alle die Frisur des ehemaligen Kultspielers und jetzigen Supermarkt-Leiters.
Mala jedenfalls freut sich, denn Meggle kenne sie noch aus ihren vergangenen und nie vergessenen Hamburger Zeiten. Das Testspiel gegen Leverkusen hat er schon mal nicht verloren, sondern Unentschieden gespielt. Nun träumt Mala bereits von einem Aufstieg des FC St. Pauli. Aber da sollte sie nicht zu euphorisch sein. Wenn St. Pauli es schaffen sollte, dann haben sie mal wieder sehr viel Glück gehabt. Auf den Relegationsplatz wollen sie wohl auch diesmal nicht, denn der HSV scheint immer noch in der letzten Saison stehen geblieben zu sein. Eine unendliche Geschichte geht weiter.
Heute findet das Abschiedsspiel von Kugelblitz Ailton statt und morgen ist dann der Tag der Legenden. Im Norden ist also eine Menge los.
Die Bundesliga spielt zwar nicht, aber dafür findet das erste EM-Qualifikationsspiel der deutschen Nationalmannschaft statt. Sie spielen gegen Schottland.
Am Mittwoch hatten sie gegen Argentinien gespielt. Praktisch eine Wiederauflage des WM-Endspiels. Obwohl Messi nicht spielte, wobei der beim Finale und während der ganzen WM schon nichts gezeigt hatte, verlor Deutschland glanzlos mit 4:2. Mala ärgerte sich dermassen, weil sie auf Unentschieden getippt. Dabei war sie noch besser als die Pusteblume gewesen, die getippt hatte, dass Deutschland gewinnen würde. Wobei sich Mala eigentlich darüber ärgert, dass sie nicht auf eine Niederlage getippt hat. Ihr Rüssel juckte und sagte was von Niederlage, aber Mala wollte das nicht glauben, weshalb sie letztendlich auf ein Unentschieden tippte. Mala sollte lieber auf ihren Instinkt hören.
Was sagt sie nun beim EM-Quali-Spiel der deutschen Nationalelf gegen Schottland? Deutschland gewinnt, denn das sei ein wichtiges Spiel. Da kann man sich keinen Patzer leisten, vor allem wenn man unbedingt Europameister werden will. Die Pusteblume ist ebenfalls für einen Sieg der deutschen Mannschaft. Aber Jonas ist inzwischen sicher, dass sie ein penetranter Rechtsrüssler ist. Bisher liegt ihre Quote bei 50 Prozent. Warten wir ab, wie sie sich machen wird. Er kann sich immer noch jemand anderen suchen.

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