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Wenn TV-Serien auserzählt sind

27 Dez

Nordkorea schäumt vor Wut und schmeisst mit Schimpfwörtern um sich. Denn Sony hat die Nordkorea-Satire „Das Interview“ freigegeben. In mehr als 300 Kinos in den USA läuft der Film. Und das sehr erfolgreich, denn die Menschen wollen ein Zeichen setzen und gehen aus Trotz in den Film. Damit wollen sie zeigen, dass sie sich nicht einschüchtern lassen.
Denn wie wir uns erinnern, wurde Sony Pictures vor einiger Zeit gehackt. Drehbuchentwürfe und peinliche Emails tauchten auf. Das FBI wurde eingeschaltet und ermittelt gegenwärtig immer noch. Als Verdächtiger wird immer noch Nordkorea angesehen. Bei denen fiel vor einigen Tagen für neun Stunden das komplette Internet aus. Das Land war praktisch doppelt von der Aussenwelt abgeschnitten. Natürlich wurde gleich die USA als Bösewicht angesehen, aber die wiesen gleich jegliche Schuld von sich. Im Übrigen kann der Ausfall des Internets auch Zufall gewesen sein. Man wundert sich sowieso, das die eine Internetverbindung haben.
Praktisch stellte man sich Nordkorea immer nur führend bei Militäraktionen samt Material vor, aber Technik? Uralte Computer aus der Zeit Anfang der 90er, die von USB keine Ahnung haben, geschweige denn eine Internetverbindung. Aber da haben wir uns getäuscht. In gewissen Hierachien gibt es Internet und moderne Computer. Aber da gibt es auch eine ganz normale Essensversorgung wie im Westen. Ansonsten wäre Kim Jong Un sicherlich nicht so „wohlgenährt“.
Sony Pictures wurde gehackt, um eine letzte Warnung abzulassen, dass die Satire „Das Interview“ nicht zu erscheinen habe.
Und nun wurde der Film einfach veröffentlicht, obwohl Nordkorea sich sogar bei der UN wegen des Films beschwert hatte. Man solle keinen Film, mit dem Versuch ein lebendes Staatsoberhaupt zu töten, drehen und auch noch zeigen. Allerdings steht Nordkorea ganz allein mit seiner Meinung – wie so oft.
Im Grunde genommen ist es recht seltsam, dass Nordkorea sich so echauffiert, denn ausser denjenigen, die das grosse Sagen haben, erhält ohnehin niemand der einfachen Bevölkerung Kenntnis. Aber dafür lassen sie sich gut manipulieren, ihnen einzureden, dass das Ansehen ihres „grossen Führers“ beschädigt wurde.
Und nun hat Nordkorea zum ganz grossen Schlag ausgeholt und bezeichnet US-Präsident Barack Obama als „Affe im Urwald“. Das ist Rassismus auf ganz unterster Schiene. Nur wieso wundert man sich nicht, nichts anderes von Nordkorea erwartet zu haben?
Irgendwie traut man dem Land einfach nichts zu. Ob das an ihrem Anführer liegt, der tatsächlich wie eine „schlechte Witzfigur“ wirkt? Obwohl man Kim Jong Un natürlich nicht unterschätzen sollte. In seinem nahen Verwandtenkreis hat er schon ganz schön aufgeräumt. Und nun sind eben die USA dran – das alte Feindbild.
Man darf gespannt sein, was als nächstes kommen wird. Nordkorea legt das Internet in den USA lahm? Wir werden es sehen. Nordkorea hat unter anderem auch noch mit „tödlichen Schlägen“ gedroht. Wird da jetzt die Atombombe gemeint? Aber doch höchstinteressant, wie man ein Land durch einen einzigen Film so in Aufruhr versetzen kann.
Wenn ich es genau überlege, komme ich zu dem Schluss, dass Nordkorea so ein Theater macht, weil die Autorität von Kim Jong-Un nicht gewahrt wird. Die Untertanen könnten erfahren, dass man sich in anderen Ländern über den „grossen Führer“ lustig macht. Folglich könnte er von der eigenen Bevölkerung nicht mehr ganz ernst genommen werden.
Ja, das scheint mir als tatsächlicher Grund, warum Nordkorea so sauer ist.

Weihnachten ist traditionell die Zeit, wo im Fernsehen nichts Vernünftiges läuft. Pro7 hatte sein Augenmerk auf blutige Filme gelegt, während ARD und ZDF wieder mit Märchen ohne Ende punkteten. Also wirklich, sollen die Kinder den ganzen Vormittag vor dem Fernseher hocken und sich Märchen ansehen? Davon halte ich persönlich nichts. Wobei die Filme bis in den späten Nachmittag gingen, also viel zu lange, als das man Kinder so lange vor dem Fernseher hocken lassen sollte.
Ärgerlich fand ich aber ganz etwas anderes und zwar die allzu seichten Geschichten, die dem Zuschauer geboten werden. Da war einmal das Weihnachtsspecial von „Um Himmels Willen“ am ersten Weihnachtstag. Der Film hätte nach gut der Hälfte, also 45 Minuten vorbei sein können. Stattdessen musste man sich einen Schwachsinn ansehen, der nun wirklich nicht mehr lustig war.
Ich bin ohnehin der Meinung, dass die Serie auserzählt ist. Aber nein, jedes Jahr kommt von neuem eine weitere Staffel mit weiteren hergeholten Geschichten. Was bei „Don Camillo und Peppone“ noch lustig war, hat sich hier ins Gegenteil gekehrt.
Vielleicht haben das auch endlich die Zuschauer erkannt, denn der Film kam auch gerade einmal knapp vier Millionen Zuschauer. Eventuell haben alle anderen sich auch Helene Fischer angetan. Ich freue mich immer noch wie ein Schneekönig, dass nun Robbie Williams für VW Reklame macht. Könnte er eventuell auch für Meggle-Butter das neue GEsicht werden oder irgend jemand anderes. Ich würde das Produkt gerne mal wieder kaufen, aber solange Helene Fischer dafür Reklame macht…
Mit den schlechten Handlungen ist es beim ZDF-Traumschiff ähnlich wie bei „Um Himmels Willen“. Der Drehort, also die MS Deutschland, hat gerade damit zu kämpfen, ob sie überhaupt noch weiterfahren kann. Es muss ein Investor gefunden werden und da sieht es momentan düster aus. Also eigentlich kein Problem, die Serie nach nun 30 Jahren endlich einzustellen. Denn was da gestern wieder lief, war erstens zu langwierig und zweitens an vielen Stellen auch noch unglaubwürdig. Ganz so ein Blödsinn wie die Neujahrsfolge wars zwar nicht, aber gleich darunter.
Hat es nicht vor Jahren schon geheissen, dass die Serie auserzählt sei? Ich glaube mich an so etwas zu erinnern. Alles sei schon mal da gewesen. Mir ist egal, ob eine Handlung einer anderen ähnelt, hauptsache die Geschichte ist gut. Und das ist es leider nicht.
Was macht man also? Richtig, man sieht sich das nicht mehr an. Aber da scheine ich in der Minderheit zu sein, denn beide Serien sind immer noch sehr beliebt. Gestern war das „Traumschiff“ der grosse Quotensieger. Wobei das kein Wunder ist, wenn auf der ARD nur ein Tatort aus Saarbrücken läuft. Der Krimi mag zwar neu gewesen sein, aber wirklich beliebt ist der Saarbrücker Tatort nicht mehr, seitdem das Team dort ausgetauscht wurde. Die Handlung ist abstrus, nicht wirklich nachvollziehbar und nicht witzig, obwohl Witze eingebaut wurden. Es mag besser geworden sein, aber dennoch ist der Saarbrücker Tatort meilenweit von seinen Vorgängern entfernt.
Oder dann gibt es die Filme, Krimis natürlich, die so geschrieben sind, dass man sofort auf ein Detail stösst und sofort die richtigen Schlussfolgerungen zieht. Deshalb hat man schon Ewigkeiten vor dem Kommissar den Täter entlarvt und wartet nur noch müde auf eine Bestätigung. Wobei es auch den Fall gibt, dass der Täter eben der ist, der am bekanntesten ist. Zu prominent besetzt, kann man das nennen.
Man sollte nicht ständig vor der Glotze hocken. Ein Geheimnis ist es auch nicht mehr, das das Fernsehprogramm immer schlechter wird. Und das die Handlungen der Serien und Filme auch nicht intelligenter werden, ist auch nichts Neues. Dennoch werde ich es immer wieder erwähnen – auch wenn sich höchstwahrscheinlich nichts ändern wird.

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