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Archiv der Kategorie: Frühling

Hamburg hat entschieden: Oberbillwerder wird nicht gebaut oder ein Tag im April


Diese Nachricht soll eigentlich nicht vor Dienstagmorgen öffentlich bekannt werden, wenn die Hamburger ihr Abendblatt in die Hand nehmen und den Aufmacher der Zeitung lesen werden. Doch durch eine gut unterrichtete Quelle veröffentliche ich bereits heute, was viele Hamburger mit Erleichterung vernehmen werden: Der eigentlich geplante Stadtteil Oberbillwerder wird nicht gebaut werden. Stattdessen bleiben die Äcker bestehen und werden auch nicht auf längere Sicht weichen.
Woher dieser Sinneswandel kommt, wo noch bis vor Kurzem immer wieder Treffen einberufen wurden, um die Anwohner dieses geplanten Stadtteils einzubeziehen, um so zu tun, dass sie ein Mitspracherecht hätten. Natürlich Augenwischerei, denn in der Politik wird das gemacht, was die Politiker für richtig halten und nicht Otto Normalverbraucher.
Warum wird denn nun eines der ehrgeizigsten Projekte der letzten Jahre der Hansestadt nun zu den Akten gelegt und diese wunderschöne Grünfläche mit seinen Äckern so belassen wie sie ist?
Es hat nichts damit zu tun, dass Hamburg wenigstens noch einen letzten Rest an Grün behalten will, nachdem sie sogar angefangen haben, Teile von Parks in Bauland umzuwandeln und dieses zu bebauen oder das Naturschutzgesetz an Stellen einfach aushebeln, weil es so ein günstiges Stück Land für Wohnungen ist.
Der Grund ist ein völlig anderer. Der Feldhamster wurde auf dem Gebiet gefunden, wo schon bald die Bagger kommen und tiefe Gruben ausheben sollten.
Wie allgemein bekannt ist, steht der Feldhamster unter Naturschutz, weil sein natürlicher Lebensraum immer weiter eingescränkt wird. Deshalb wird um jeden Zentimeter gekämpft, wo er in der Nähe gefunden wird. Aus diesem Grund wurde ein sofortiger Planungsstopp ausgerufen. Eine Kommission wurde einberufen, die darüber befinden sollte, ob man den Feldhamster nicht irgendwie „auslagern“ könnte. Parallel liefen in der Öffentlichkeit die Vorbereitungen für eine Bebauung des Geländes natürlich weiter. Von einer Verzögerung durfte keinesfalls etwas laut werden, denn je weniger Menschen davon wussten, desto weniger konnte sich weiterer Widerstand regen. Denn der Bau von Oberbillwerder ist äusserst umstritten. Einmal verlieren all diejenigen ihre Ackerflächen, die sie von der Stadt gepachtet haben. Ausweichflächen können sie nicht nutzen, weil diese mit Bäumen gesäumt sind und nur als Grünfläche dienen, vielleicht noch als Pferdeweide, aber mehr auch nicht. Das ist das erste Dilemma, das zweite Dilemma, was die Politik anfangs als unproblematisch eingestuft hat, hat sich nun als ernsthaftes Problem entpuppt. Das Verkehrsaufkommen, besonders bei den öffentlichen Verkehrsmitteln ist nicht zu bewältigen.
Das allerdings zuzugeben, wäre eine Schmach für die rot-grüne Regierung Hamburgs, die alles dafür tun, damit die Menschen gezwungen werden, die öffentlichen Verkehrsmittel zu benutzen.
Nur leider ist es hier nicht möglich. An einem normalen Tag wird das Aufkommen der Menschen zu bewerkstelligen sein, allerdings ist es wissenschaftlich erwiesen, dass Stürme in unseren Breitengraden zunehmen werden. Bereits im vergangenen Jahr wurden wir von Stürmen wie beispielsweise Xavier heimgesucht. Genau hier beginnt das Problem für Oberbillwerder. Wenn nun aufgrund eines Sturms der Betrieb der S-Bahnen eingestellt wird, müssen die Menschen sich einen anderen Weg suchen, um in Richtung Bergedorf und dann nach Oberbillwerder zu gelangen. Das geht allerdings nur über eine einzige Stelle und zwar indem man über Billstedt bzw. Mümmelmannsberg nach Bergedorf fährt. Schon im vergangenen Jahr waren diese Knotenpunkte vollkommen mit Menschen überlastet, die mit der U-Bahn bis zu diesen Haltestellen und dann weiter per Bus fahren wollten. Die Menschen drängten, quetschten, schoben, schubsten, damit sie noch einen Platz in einem Bus ergatterten. Dass dabei niemand ernsthaft verletzt wurde, ist ein Wunder.
Wenn dieser Verkehrskollaps bereits eintritt, wenn Oberbillwerder noch nicht bebaut ist, muss man sich fragen, was passiert, wenn in diesem geplanten Stadtteil Menschen leben.
Das wurde sich auch von denjenigen gefragt, die an der Planung von Oberbillwerder beteiligt sind. Sie kamen zu dem Schluss, dass es nicht möglich ist, die Bewohner Bergedorfs (zu diesem Bezirk wird Oberbillwerder zählen) über Billstedt und Mümmelmannschaft zu ihren Wohnorten zu bringen. Man könne gar nicht so viele Busse und Taxis zur Verfügung stellen wie dort Menschen warten.
Deshalb wurde verfügt, dass ein Bau Oberbillwerders unverantwortlich sei.
Natürlich dürfen solche Ergebnisse nicht an die Öffentlichkeit dringen, weshalb man sich dafür entschied, den Feldhamster als eigentlichen Grund vorzuziehen.
Dazu kommen auch noch weisse Hirsche, die seit einiger Zeit auf den Feldern auftauchen. Sie wurden bereits in einem Beitrag des „Hamburg Journals“ gezeigt. Sie existieren tatsächlich, sind keine Albinos, sondern eine Laune der Natur.
Diesen weissen Hirschen und Rehen den Lebensraum zu nehmen, verstosst gegen das Naturschutzgesetz. Dieses ist der Hansestadt Hamburg zwar völlig egal, wie wir alle wissen, aber dieses Mal können sie nichts dagegen tun. Ausserdem leben neben den weissen Hirschen dort auch noch Fasane und Auerhähne, die zuvor die gesamte Fläche der umliegenden Stadtteile bewohnt hatten, aber diese Gebiete urbar gemacht und dort Häuser gebaut wurden, verschwanden beide Arten.
Hamburg hat viel gewollt. Sie wollten einen neuen Stadtteil aus dem Boden stampfen und sind gescheitert. Um nun Schadensbegrenzung zu betreiben und nicht zugeben zu müssen, dass sie das Verkehrsaufkommen völlig unterschätzt haben, dienen nun der Feldhamster und die weissen Hirsche und Rehe dafür, dass Oberbillwerder nicht gebaut werden wird, sondern so grün bleibt wie es ist.
Es wird einige Hamburger geben, die diese Nachricht mit Erleichterung aufnehmen werden.

Seit gestern müssen in alle neu genehmigten Fahrzeugmodelle ein automatisches Notrufsystem verbaut werden. Dieses wird „ecall“ genannt und soll immer dann in Aktion treten, wenn das Fahrzeug in einen Unfall verwickelt wird und die Airbags auslösen.
Dazu wird dann ein Notruf an den Rettungsdienst gesand und an die nächstgelegene Rettungsleitung werden jede Menge Daten wie der Standort, der mithilfe von GPS ermittelt wird, die Fahrzeugidentifikationsnummer oder die Anzahl der Insassen übermittelt. Letzteres ist möglich, da die Gurte mit dem System verbunden sind. Ist ein Gurt eingesteckt, wird es gezählt, dass dort eine Person sitzt. Aber wenn dort nun keine Person sitzt, sondern ein Schrank oder eineTasche angeschnallt ist? Genau das sind Probleme, die noch gelöst werden müssen, denn vielleicht wird durchgegeben, dass fünf Personen im Auto sitzen, fünf Rettungswagen werden losgeschickt und dann sitzt nur eine einzige Person im Wagen, weil die restlichen Sitze mit irgendwelchen Kartons und sonstigem Kram vollgestellt sind. Da hat das System versagt.
Und damit genau so etwas nicht passiert, arbeitet man bereits fleissig daran, den ecall noch genauer zu machen.
So sollen Sensoren in die Sitze eingebaut werden, die automatisch erkennen, ob es sich um einen Menschen oder einen anderen Gegenstand handelt. Dazu wird noch ein weiteres System direkt in den Gurt verbaut, der feststellt, ob ein Herzschlag bei der umgurteten Person zu finden ist. Sollte es keinen geben, wird dieser Sitz nicht für eine Person, sondern einen leblosen Gegenstand gewertet. Für die Weitergabe der Daten ist das auch nach einem Unfall bedeutsam, denn so kann gleich entschieden werden, ob dieser Person geholfen werden kann oder ob gleich der Leichenwagen bestellt werden soll.
Kritik an „Ecall“ gibt es zuhauf, denn viele befürchten ein ausspionieren ihrer Fahrten. Zudem wird vermutet, dass sich Unbekannte in das System hacken könnten, um herauszufinden, wo sich die betreffende Person befindet. Die Polizei braucht nicht mehr mühsam einen Peilsender am Auto eines Verdächtigen befestigen, sondern kann vom Büro aus ganz leicht den Weg des Verdächtigen verfolgen. So sieht moderne Polizeiarbeit aus.
Nur will man als Autofahrer das? Es werden schon genug Daten über einen gesammelt, da muss das wirklich nicht sein. Leider kann man sich dagegen nicht wehren, ausser man baut die SIM-Karte aus und deaktiviert das GPS. Ob das allerdings legal ist, ist eine andere Frage. Oder man behält sein altes Auto, kauft sich danach einen Gebrauchten und fährt ohne „Ecall“. Irgendwas muss man machen, um sich dagegen zu wehren. Ausgespäht werden wir schon genug, da muss es nicht noch das Auto sein, das sich diesem Trend anschliesst.

Elefantendame Mala sonnt sich seit gestern wieder in der Aufmerksamkeit der Besucher. Doch diese sind manchmal irritiert, weil sie jemanden etwas sagen hören und nicht wissen, wer es gewesen ist.
In diesen Augenblicken amüsiert sich die Elefantin königlich, ist sie doch für diese Irritation verantwortlich. Denn wenn sie sich unbeobachtet fühlt, sagt sie etwas, um zu sehen, wie die Besucher reagieren. Bisher ist ihr noch niemand auf die Schlihe gekommen, denn Elefanten können schliesslich nicht sprechen.
Moment mal! Elefantendame Mala kann sprechen? Das ist doch ein Scherz? Nein, ist es nicht. Mala kann tatsächlich sprechen. Bisher hat sie es nie verraten, aber je älter sie wird, desto weniger will sie damit hinter dem Berg halten.
Wann sie es gelernt hat? Als sie noch ganz klein und die ersten Jahre in Hamburg verbrachte. Sie hat geübt und geübt bis sie es beherrschte. Inzwischen hat sie es so zur Perfektion gebracht, dass sie nur noch ein Holzstück braucht, um was zu sagen. Früher hat sie mithilfe ihres Rüssels die Worte im Maul zum klingen gebracht, so auffällig muss sie nun nicht mehr arbeiten.
Jahre brauchte es bis sie es so weit brachte. Nie hat sie sich verraten, aber nun will sie nicht länger schweigen.
Warum sie es macht? Weil sie sich von den Hannoveranern hervorheben will. Mala ist der Meinung, dass diese viel zu sehr beachtet würden und das mag ein grosser Star natürlich überhaupt nicht – hinter anderen zurückstehen. Also hat sie sich entschlossen, mit ihrem grossen Geheimnis nicht mehr hinter den Berg zu halten.
Für Interviews steht sie nicht zur Verfügung. Und nein, sie reiht nicht einfach nur irgendwelche Worte hintereinander oder sagt gerade das Wort, was ihr den Sinn kommt, wie es ein Elefant in Südkorea macht. Mala weiss genau, was sie sagt und könnte einen Roman in ein Aufnahmegerät diktieren, aber sie will nicht.

Einige werden sich vielleicht gewundert haben, warum ich auf dieser Seite die Buttons für das Teilen auf verschiedenen Social Media-Kanälen entfernt habe. Das ist nicht aus einer Laune heraus geschehen, sondern hat einen ernsten Hintergrund: Am 25. Mai wird die neue EU-Datenschutz Grundverordnung (DSGVO) in Kraft.
Diese befindet sich seit Jahren in der Übergangsphase und muss ab dem 25. Mai verwendet werden.
Hier in Deutschland haben wir ohnehin ein relativ strenges Datenschutzgesetz, dennoch ist es sinnvoll gerade jetzt noch einmal die eigene Website zu überprüfen, ob es denn eine Klausel bezüglich des Datenschutzes gibt. Diese ist wichtig geworden, denn waren die Strafen früher locker zu bezahlen, gehen sie nun in die Millionen. Und mal ehrlich, wer hat schon einen sieben- oder achtstelligen Betrag auf einem Konto liegen? Genau und deshalb ist es wichtig, sich so gut wie möglich abzusichern.
Die meisten Anbieter wie Apple oder WordPress, die ihren Sitz zwar nicht in der EU haben, ändern aufgrunddessen ebenfalls ihre Datenschutzbestimmungen.
Man muss nun auf seiner eigenen Internetseite stehen haben, welche Informationen gespeichert werden. Probleme gibt es noch bei den Anbietern von Facebook & Co. Da können wir als Nutzer relativ wenig machen, sondern dort müssen die Firmen selbst nachbessern.
Das Datenschutzgesetz ist wichtig, doch in einer Zeit, wo wir immer und überall erfasst werden, sogar im Supermarkt unsere Wege nachverfolgt werden, ist es doch ein wenig seltsam, warum gerade jetzt so ein strenges Datenschutzgesetz in Kraft tritt.
Natürlich kann man sagen, dass wir es selbst in der Hand haben, welche Daten wir im Supermarkt, der U-, S- oder Strassenbahn hinterlassen. Aber immer mehr werden wir regelrecht abgescannt. Wer sein Smartphone nicht ausgeschaltet hat oder das kostenlose Wlan benutzt, wird gleich ausspioniert. Dazu kommen neue Fahrkarten, die man nicht mehr beim Busfahrer vorzeigen muss, sondern die automatisch von einem Gerät erkannt werden. Nun kann ein Profil von jemanden erstellt werden, welche Busse oder Bahnen er nutzt, wann und wo er hinfährt. Ist das etwa richtig? Aber dieses Sammeln von Daten wird stillschweigend erlaubt. Aus demselben Grund wird auch der „Ecall“ zu einer festen Einrichtung in den Autos.
Privatsphäre war gestern. Heute wird man ausspioniert und kann nichts dagegen tun. Aber so lange man dagegen nicht vorgeht, wird es weitergehen.

Na, ich hoffe, alle haben bis hierher durchgehalten. Zugegeben, es ist ein sehr langer Artikel gewesen, aber jedes Jahr an genau diesem Tag gibt es einen sehr langen Artikel.
Warum? Nun, dann seht euch mal an, welches Datum wir heute haben. Jetzt könnt ihr euch fragen, welcher der Beiträge, die ich in diesem Artikel erwähnt habe, wahr oder falsch sind. Findet es heraus und schreibt es mir ins Kommentarfeld. Was WordPress von euren Daten speichert, interessiert mich nicht. Ich kann damit eh nichts anfangen.

 

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Hamburg will grüner werden und lässt die Parks bebauen – Ein Tag im April


Vor genau einem Jahr wurden die kostenlosen Plastiktüten verboten. Seitdem hat sich viel getan. So kann man bei Rewe nicht einmal mehr Plastiktüten kaufen. Penny, der Discounter gehört ebenfalls zu Rewe, hat vor einigen Wochen nachgezogen. Einige Edeka-Läden haben ebenfalls nur noch Papiertüten anstelle der Plastiktüten. Hier geht es mitunter so weit, dass man auch keine Obst- und Gemüsebeutel aus Plastik mehr bekommt, sondern welche aus Papier. Der Bioladen denn’s bietet ebenfalls keine kostenlosen Obstbeutel mehr an. Es bleibt nur noch eine Frage der Zeit bis man diese in keinem Laden mehr vorfinden wird.
Nur stellt sich jetzt die berechtigte Frage, ob Papier wirklich die Lösung ist. Denn diese sind vielleicht etwas stabiler als normales Schreibpapier, aber wenn ich damit in den Regen komme, kann ich die wegschmeissen und den Inhalt gleich mit, weil er mir durch den Boden gerutscht und Matsch ist. Tomaten möchte ich ebenfalls nicht in einem Papierbeutel transportieren, denn diese könnten auf dem Weg nach Hause zerdrückt werden und versauen mir den Rucksack. Ausserdem packe ich die Sachen in einem Obst-Beutel aus hygienischer Sicht, weil ich nicht will, dass jeder das anfässt, aber bei einem Papierbeutel muss die kassierende Person in den Beutel sehen und das finde ich nicht schön. Die haben andauernd Geld und ich weiss nicht was in der Hand. Reicht es nicht schon, wenn die erkältet sind und ich Rückgeld bekomme? Nein, Papierbeutel kommen bei mir nicht in Benutzung. Die würde ich nur einmal benutzen und dann wegwerfen. Genau das sollte nicht bezweckt werden, denn dadurch sorge ich wieder für mehr Müll. Mag nur Papier sein, mögen einige sagen, aber es ist bewiesen, dass Papier nicht die Lösung gegen Plastik sein kann.
Deshalb hat die EU nun beschlossen, dass auch Papiertüten in den nächsten Jahren verboten werden sollen. Stattdessen soll man wiederverwendbare Taschen wie Leinen- oder Jutebeutel benutzen oder diese Plastiktaschen, die auch Einwegflaschen gemacht werden und oft in dem Laden getauscht werden können, wo man sie gekauft hat, falls sie kaputt oder verdreckt sein sollten. Bei dm und Rossmann ist das allerdings nicht möglich. Alnatura hat auch schon vorgelegt und verkauft wiederverwendbare Obst- und Gemüsebeutel, die man waschen kann. Diese so genannten Veggie-Beutel können so oft benutzt werden bis sie verschmutzt sind. Danach steckt man sie einfach in die Waschmaschine und wäscht sie, um sie danach wieder zu benutzen. Eine gute Idee, aber wenn diese kleine Löcher enthalten, ist die Idee auch wieder nicht so toll. Aber weitaus besser als Papiertüten. Umweltfreundlich sind sie auch, da man die wiederverwendbaren Obstbeutel einfach mit anderen Kleidungsstücken waschen kann. Das spart Energie, Waschmittel und Wasser.
Papiertüten sollten die Plastiktüte beerben, doch noch während sie versucht, ihren Siegeszug anzutreten, wird sie bereits aussortiert und ersetzt.
Und nicht nur der Papiertüte geht es an den Kragen, sondern auch der Einwegflasche, die wieder verstärkt gegen die Mehrwegflasche ersetzt werden soll. Den Leuten soll auch besser erklärt werden, warum Mehrweg besser für die Umwelt ist.

Erinnert sich noch jemand daran, wie ich letztes Jahr davon schrieb, dass in Hamburg nur abgerissen wird, anstatt die alten Dinge zu erhalten? Ja, das hat sich leider immer noch nicht geändert. Jetzt soll das Commerzbank-Hochhaus weichen. Hamburg hat immer noch nichts gelernt. Dafür hat es aber eine Überraschung vor einiger Zeit gegeben, als beschlossen wurde, die City-Hochhäuser doch nicht abzureissen und sie zu erhalten. Man ist auch davon angerückt, dort Wohnungen und Büros zu bauen. Stattdessen soll dort das neue hamburgische Naturkunde Museum entstehen. In der Nähe des Standorts, wo heute ein grosser Elektronikmarkt steht, stand bis 1943 das grösste Naturkundemuseum Deutschlands. Dieses fiel den Luftangriffen der „Operation Gomorrha“ zum Opfer. Seitdem hat Hamburg kein Naturkundemuseum mehr. Es gibt an der Universität mehrere Standorte, wo man sich verschiedene Dinge ansehen kann, die früher in dem Naturkundemuseum alle zusammen angesehen werden konnten.
Vor Jahren hatte man kurz den Plan gehabt, ein Naturkundemuseum in die Hafen-City zu verfrachten, nur was hat dort ein Museum zu suchen? Touristen rennen lieber zur Elbphilharmonie als dorthin. Inzwischen ist mehr von einem Science-Center die Rede, obwohl es ein ähnliches bereits in Harburg gibt, worum sich die Stadt mal kümmern könnte. Aber Museen sind nicht wirklich das, was die Hansestadt interessiert. Sie will sich in der Welt profilieren. Mit Museen ist das recht schwierig, denkt man dort anscheinend.
Jedenfalls wurde nun vor kurzem beschlossen, das Naturkundemuseum in die City-Häuser zu verfrachten. In jeden dieser Türme kommt eines der heute in drei Sammlungen geteilte Museum. Der vierte soll als Lager und Arbeitsstätte dienen. Der Platz dürfte wahrlich ausreichen, wenn man mal die City-Türme gesehen hat. Mit einer Brücke soll jeder Turm mit dem anderen verbunden werden.
Mal sehen, ob das tatächlich etwas werden wird. Hamburg reisst so gerne ab und baut an Orten, wo man nicht bauen sollte.
Hamburg hat nur eine gewisse Grösse, kann sich nicht mehr weiter ausdehen, braucht aber laut Bürgermeister und anderen Politikern immer neue Wohnungen. Als nun die Flüchtlingswelle kam, wusste die Stadt nicht wohin mit ihnen, weshalb sie unter anderem in Baumärkten untergebracht wurden. Da diese nun auch Wohnungen brauchen, entschloss man sich, einfach dort zu bauen, wo es gerade passte – ins Naturschutzgebiet oder in Teilen von Parks. Was sich nun anhört, wie ein Scherz ist wahrlich keiner. Hamburg liess Flächen bebauen, weil dort noch nichts stand. Letztes Beispiel ist der Öjendorfer Park, wo einfach gebaut wird. Dagegen wird protestiert, aber was das bringt, weiss man bekanntlich. Nichts! Und nach dem Öjendorfer Park werden noch andere Hamburger Parks dran glauben müssen. Man stelle sich nur das wieder eröffnete Planetarium neben vier- oder fünfstöckigen weissen Würfeln vor. Ein Bild, das schockieren dürfte, aber Wirklichkeit werden wird. Pläne dazu liegen längst vor, werden aber noch geheim gehalten, dennoch dringt immer mal wieder etwas durch.
Um den Verlust an Grünflächen auszugleichen, sollen die Dächer Hamburgs begrünt werden. Bereits vor zwei Jahren wurde ein entsprechendes Projekt gestartet, damit bis 2019 die Fläche der grünen Dächer um etwa 100 Hektar erhöht wird. Drei Millionen Euro werden dafür zur Verfügung gestellt, um den nötigen Anreiz zu geben. Der Witz an der Sache ist, dass diese „Gründachstrategie“ sogar vom Bundesumweltministerium gefördert wird.
Man löst also die Parks auf und stattdessen müssen dafür die Dächer grün werden. Ist das nicht verrückt?

Über so etwas schüttelt Elefantendame Mala nur den Kopf, aber das tut sie immer, wenn sie hört, was da in Hamburg wieder geplant wird, um die Stadt zu verschandeln. Einzig die Idee mit dem Naturkundemuseum gefällt ihr, wo sie doch eines fernen Tages nach ihrem Tod dort stehen und die Besucher begrüssen möchte.
Die alte Kuh ärgert sich über das gestrige Spiel des FC St. Pauli, der wieder einmal gegen einen vermeintlich leichten Gegner leichtsinnig drei Punkte liegen liess. Gegen Erzgebirge Aue verloren sie mit 1:0. Das Tor fiel in der ersten halben Stunde und St. Pauli gelang es nicht, wenigstens den Aussgleichstreffer zu erzielen. Mala hatte es vorhergesehen, denn sie kennt ihren Lieblingsverein, der gegen Vereine, die unter ihnen spielen, fast immer versagt.
Die Pusteblume hingegen lag nach ihren beiden richtig getippten Spielen der deutschen Nationalmannschaft leider daneben. Anfangs hätte sie für eine Niederlage von St. Pauli plädiert, sich schliesslich für ein Unentschieden entschieden. Offensichtlich war sie zu zuversichtlich.
Trotz des Ärgers freut sich Elefantin Mala heute sehr, auch wenn sie im letzten Monat nicht für das Facebook-Titelbild genommen wurde, wo die Tage bis zum Eröffnungstag heruntergezählt wurden, denn heute am 1.April haben sich endlich wieder die Tore ihres Wohnorts geöffnet. Ab jetzt kann die alte Kuh jeden Tag bewundert werden. Baden tut sie noch nicht. Es ist zwar schon recht warm, aber so warm nun auch wieder nicht. Auf einen Schnupfen kann Mala verzichten.
Sie hofft, dass die Besucher eifrig zu ihr strömen werden und die ollen Bambusfresser links liegenlassen. Gestern hat sie sich einer grossen Dusche gewidmet und ihre Füsse sind auch pedikürt worden. Zwar findet sie, dass ihre Füsse früher besser ausgesehen haben, aber sie ist und bleibt verwöhnt, weshalb sie mit dem aktuellen Zustand nie zufrieden ist.
Mala hat sich etwas ausgedacht, wenn bei ihr nicht geöffnet ist. Dann hat sie nicht so viel zu tun und manchmal ist ihr schon langweilig. Vor allem will sie so den Hannoveranern entkommen, die ihr auf die Nerven fallen.
So hat sich die alte Kuh gedacht, ein Baumfäll-Unternehmen zu gründen. Es trägt den Namen „Ich fälle jeden Baum“. Sie sorgt dafür, dass der störende Baum entfernt wird. Damit hat sie Erfahrung und weiss genau, was sie zu tun hat. Allerdings übernimmt sie keine Haftung dafür, wo der Baum hinfällt und dass die Umgebung nach ihrer Arbeit wie ein Acker aussieht.
Mala macht dies nur in der Zeit vom 1. November bis zum 28. Februar. Wenn der Boden gefroren ist, wird sie zu Hause bleiben. Um den Abtransport kümmert sie sich nur, wenn der betreffende Baum zu ihren Leibspeisen zählen sollte. Das sind vor allem Weide, Haselnuss, Apfel. Diese Bäume fällt sie am liebsten.

Na, hat irgendjemand auf das heutige Datum geachtet? Ganz richtig, heute ist wieder einmal der Tag, wo man die Leute in den April schicken kann. In diesem Text sind wie in jedem Jahr Wahrheiten und Aprilscherze untergebracht. Was wahr ist und was nicht? Nun, das werde ich nicht verraten, sondern soll jeder selbst für sich herausfinden.

 

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Die Abrissstadt Hamburg oder ein Tag im April


Seit heute soll es keine kostenlosen Plastiktüten mehr geben. Damit ist eine Vereinbarung in Kraft getreten, die die EU beschlossen hat. Die besagt, dass bis 2020 der pro Kopf Verbrauch von Plastiktüten nicht neunzig überateigen darf. Bis 2026 sollen es dann nur noch 40 Stück. In Deutschland beträgt der momentane pro Kopf Verbrauch 70 bzw. 71 Tüten. Damit hätten wir bereits das Ziel für 2020 erreicht, dennoch sollen wir weiter Plastiktüten einsparen.
Deshalb kosten künftig Pladtiktüten bei H&M, Tchibo oder C&A um die zwanzig Cent. Dafür werde ich mir keine Plastiltüte kaufen, sondern meine Mülltütenrolle benutzen. Die mögen weniger Fassunsvermögen haben, reißen auch leichter ein, aber sie sind weitaus billiger zu haben. Habe ich nun Plastik eingespart? Nein, natürlich nicht. Aber so wenig wie ich verbrauche, fällt das nicht sonder ich ins Gewicht. Zur Not tun es auch die guten alten Obst- und Gemüsebeutel. Halten noch weniger aus, aber dafür bleiben die erlaubt.
Wahrscheinlich wird es ein Plastiktüten-Gesetz geben, da nicht alle dabei mitmachen. Zwag ist immer schon die falsche Methode gewesen. Ich lasse mir beispielsweise ungern etwas vorschreiben und suche die Schlupflöcher. Man wird noch sehen, was das Verbot von kostenlosen Plastiktüten bringen wird. Übrigens hat der Supermarkt Marktkauf, der zur Edeka-Gruppe gehört bereits seit seinem Bestehen Papiertüten gehabt. Seit einigen Jahren sind die zwar nicht mehr kostenlos und kosten fünf Cent das Stück, aber sie sind umweltfreundlich.
Diese Bezahlung der Plastiktüten könnte man auch als ein einseitiges Pfand bezeichnen, denn man gibt etwas dafür aus, bekommt aber nichts zurück, weil man sie nicht irgendwo abgeben kann.
Wo ich gerade von Pfand rede. Das möchten die Grünen für die Kaffeekapseln einführen, damit deren Verbrauch deutlich gesenkt wird. Das hat man damals schon beim Dosenpfand versucht und was ist dabei herausgekommen? Nichts, denn die Dosen oder Plastikflaschen werden genauso weggeworfen wie früher. Dafür hat sich der Flaschensammler etabiert, der so seine magere Rente oder sein Hartz IV aufbessert. Ob bei den Kaffeekapseln auch so ein Sammelboom entstehen wird? Das allein bleibt fraglich. Warum gehen die Grünen, die Bundesregierung oder andere Behörden nicht mit gutem Beispiel voran? Richtig, in Hamburg wurden die Kaffeekapseln zu diesem Jahr aus sämtlochen Behörden verbannt. Sehr löbloch, was die freie und Hansestadt Hamburg da macht.
Leider auch das einzige, wo man Hamburg loben kann. Denn ,momentan macht die Stadt wieder von sich als Abrissstadt reden. So beschloss der rote-grüne Senat gestern gegen die Stimmen der Opposition, dass die City-Hochhäuser verbaut und damit dem Abriss freigegeben werden sollen. Beaonderspinkant dabei ist, dass die City-Hochhäuser untet Denkmalschtz stehen und damit gar nicht abgerissen werden dürften. Auch sind sie weder baufällig, noch ist Asbest in ihnen verbaut worden. Letztere kann durchaus noch kommen, denn in Berlin versuchte man das bei dem ICC auch jahrelang, obwohl kein einziges Gramm Asbest verbaut wurde. Abgerissen ist das ICC immer noch nicht, da viele Politiker sich dagegen sträuben, obwohl es die Stadt Berlin eineamenge Geld kostet. Momentan sind dort einige hundert Flüchtlinge untergebracht, also dürfte das Thema Asbest vom Tisch sein.
Die City-Höfe der Hansestadt Hamburg hingegen sind ein Wahrzeichen der Stadt, besonders an ihrem Standort in der Nähe des Hauptbahnhofs. Besonders macht sie aus, dass die verschiedenen ygebäude auf de abfallenden Gelände direkt hintereinander stehen. Von der Seite betrachtet, ergibt sich hier ein spektakuläres Fotomotiv. Wer zu Fuß vom Hauptbahnhof zum Scjokoladenmuseum geht, wird an den Kolossen vorbeikommen.
Besonders schön mögen sie nicht aussehen, aber sie ergänzen das Bild zum Kontorhausvierzel mit dem Chile Haus, das erst im vergangenen Jahr zum Weltkulzurerbe der UNESCO ernannt wurde. die fühlt sich übrigens vom Hamburg verschauket, weil in den Unterlagen. nicht angekündigt wurde, dass die City-Hochhäuser verschwinden sollen. Es bleibt fraglivh, ob Hamburg seinen Welterbetitel wieder verlieren wird. Dresden war es auch egal, als sie die Waldchlößchenbrücke gebaut wurde, dass das Elbtal seinen Weltkulturerbetitel verlor. Genauso dürfte es Hamburg egal sein, vor allem wo Hamburgs Erster Bürgermeister sich so feiern ließ, dass unter seiner Regierung die Stadt seinen ersten Weltkulturerbetitel bekam.
Es war auch das einzige, wofür Olaf Scholz sich feiern lassen konnte, denn mit der Abstimmung zur Olympia-Bewerbung 2024 wurde er so richtig abgewatscht. Der Audgang ist knapp gewesen, aber die Hamburger entschieden sich gegen eine Olympiabewerbung. Der bereits siegesgewisse Bürgermeister stand dumm da, besass aber nicht das Rückgrat zu sagen, dass er aus dem Votum die Konsequenz ziehe und zurücktrete. Dafür musste einige Monate später der Innensenator, der auch für die Olympia-Bewerbung verantwortliche Senator, seinen Hut nehmen. Offiziell hiess es, es wäre seine aentacheidung gewesen. Im Grunde war Michael Neumann nur das verspätete Bauernopfer, weil einer eben gehen musste, wenn der Bürgermeister sich für die Niederlage nicht verantwortlich fühlt und lieber seine Hände in Unschuld wäscht.
Viele haben Ende November 2015 im Olympiareferendum gegen eine Bewerbung gestimmt, weil sie darauf spekuliert haben, dass Olaf Scholz danach seinen Hut nehmen und zurücktreten wird. Denen war herzlich egal, ob Hamburg sich nun bewirbt oder nicht, es war gegen Hamburgs ersten Bürgermeister gemeint. Denn viele sind mit ihm unzufrieden, sagen, dass erzu wenig für die Stadt tut und lieber durch die Welt reist. Dort mag er Hamburg repräsentieren, aber mehr könne er auch nicht.
Man muss sagen, dass Hamburg unter Olaf Scholz vielleicht finaziell beser da stehen mag, aber ansonsten liegt einiges im Argen. So wurde er 2011 zwar vor allem dadurch gewählt, dass er den Studente versprach, die ystudiengebühren abzuschaffen. Das Versprechen wurde eingehalten, aber seitdem werden die staatlichen Universitäten kurz gehalten. Ihr Etat wird immer weiter gekürzt und lieber woandrs verwendet. Und da fragt man sich in der Hansestadt, warum die Hamburger Uni im Besten-Ranking auf den untersten Plätzen auftaucht. Ein Studiengang nach dem anderen, die nicht sonderlivh vielvesprechend angesehen werden, laufen aus.
Was allerdings besonders unter der ScholzRegierung auffällt, ist daß Aufweichen des Denkmalschutzes. Da werden Villen dem Verfall preisgegeben und die Stadt tut nichts dagegen. Sind die Villen nun baufällig, können diese abgetissen werden, denn dann erlischt der Denkmalschutz. Oder denkmalgeschützte bleiben stehen, aber das Innere wird kkomplett entfernt, sodass am an de nur noch die Mauern de entsprechen, was es früher mal gewesen ist. Das aktuelle Beispiel sind nun die City-Hochhäuser, die völlig grundlos abgerissen werden sollen – und das, obwohl sie unter Denkmalschutz stehen.
Gestern wurde entschieden, dass die City-Hochhäuser verkauft werden, nach einem höchst merkwürdigen Auswahlverfahren bei der Bau-Ausschreibung. Nur eine einzige Einreichung war für den Erhalt der City-Häuser nassen. Diese hatte im Vorfeld die höchste Bewertung erhalten und wurde dann wegen angeblichet Form Fehler aus dem Rennen genommen. So kam es, dass man sich für einen Neubau entschied. Seht seltsam, besonders, da die Senatorin für Stadt Entwicklung und Wohnen, Dorothee Stapelfeldt, in ihrer Dissertation von 1989 über den Wohnungsbau der 50er in Hamburg schrieb, dass die City-Häuser ein „typisches Bild“ der damaligen Zeit gewesen seien. Heute hingegen scheinen sie nihtmehr ins Stadtbild zu passen. Aber was integraler mich mein Geschwätz von gestern, wenn es um das Heute und Morgen geht?
Also weg mit diese angeblichen Schandfleck, mit dem man den großen Reibach machen kann. Gerüchte besagen, dass auch das Rathaus wohl bald einem Neubau wird weichen müssen. Das Gebäude, nach dem großen Brand erbaut und 1897 fertiggestellt, soll einem wahren Palast Platz machen. Es gibt bereits erste Entwürfe, wie das neue Rathaus, hinter vorgehaltener Hand einfach Olaf-Paladt genannt, aussehen soll. Die ersten drei Stockwerke werden weiß verputzt sein, während ab dem vierten Stock eine Glasfront dem Gebäude einen modernen Anblick geben wird. Auch einen Turm wird es wieder geben, der bis auf die Nordseite nur aus Sonnenkollektoren bestehen wird. Daraus wird das neue Rathaus mit Stark versorgt werden. Es mag traurig sein, dass das alte Rathaus so einem Ding aus Beton und Glas wird weichen müssen, aber wenn ein Recep Tayyip Erdoğan sich mitten in ein Naturschutzgebiet einen Palast bauen kann, der einen blendet, wenn die Sonne scheint, kann sich Hamburgs erster Bürgermeister erst recht so was erlauben, denn was ist schon der Denkmalschutz?

Elefantendame Mala regt sich schon lange nicht mehr darüber auf, was Olaf Scholz als Bürgermeister alles tut oder nicht tut, wenn er es sollte. Sie interessiert sich vielmehr für den FC St. Pauli und ob er das nächste Spiel auch gewinnen wird. Heute Abend werden sie gegen Union Berlin spielen. Mala hofft natürlich auf drei Punkte für ihren Lielngsverein, der sich nicht minimale Chancen auf den Aufstieg machen kann.
Vorher möchte der Gegen allerdings einen seiner grössten Fans – im wahrsten Sinne des Wortes – ehren. Heute Abend wird Elefantendame Mala die Ehrenmitgliedschaft des FC St. Pauli verliehen. Dazu wird es eine Video Schaltung zu der alten Kuh nach Belgien geben. Standesgemäss wird sie ihr extra für sie geschneidertes Fantrikot tragen und mit Würde die Ehrenmitgliedschaft antreten. Für die Verdienste als Rüsselorakel wird ihr die Ehrenmitgliedschaft verliehen.
Mala ist darüber sehr stolz, noch mehr freuen würde sie sich wenn sie endlich einmal bei einer Partei ihres Lieblngsvereins mitwirken dürfte. Wenn schon nicht als Torwart, dann eben in der Verteidigung oder im Sturm.

Na, hier kann doch etwas nicht stimmen. Ganz recht, heute ist der 01. April. Wer mich kennt, der weiss, dass ich an diesem Tag immer einen Artikel veröffentliche, der ein paar Aprilscherze, aber auch die Wahrheit enthält. Viel Spaß beim rätseln, was wahr und was falsch ist.

 

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Ein Skandal ist nicht genug


Lange war nichts von den Ermittlungen gegen die Fifa und Joseph Blatter nun zu hören. Das hat sich nun geändert.
Die Schweizer Justiz-Behörden haben bestätigt, dass nun auch gegen Blatter ermittelt wird. Endlich!, werden manche sagen. Denn bisher stand die Frage im Raum, warum gegen alle möglichen Mitglieder ermittelt wird, nur nicht gegen den Fifa-Präsidenten, dem angeblich die ganzen korrupten Machenschaften seiner Mitarbeiter verborgen geblieben sind.
Meist ist es so, dass man nur das sieht, was man auch sehen will und ansonsten blind durch die Gegend geht.
Ob es bei Blatter auch so gewesen ist? Tja, das kann ich nicht sagen.
Hat dennoch recht lange gedauert bis die Ermittlungen auch auf den Fifa-Präsidenten ausgeweitet wurden. Vielleicht mussten sie erst einmal erfahren, wo sie denn suchen müssen, um wirklich fündig zu werden.
Aber nicht nur Blatter ist ins Visier der Ermittler geraten, sondern auch Uefa-Präsident Michel Platini.
Dieser hat vor vier Jahren von der Fifa, also von Blatter, zwei Millionen Franken erhalten für angeblich zwischen Januar 1999 und Juni 202 geleistete Dienste.
Im Zuge der Ermittlungen sei Platini deshalb als Zeuge vernommen worden.
Ehrlich gesagt soll Platini auch keine völlig weisse Weste haben. Es wird vermutet, dass er bei der Vergabe der WM 2022 an Katar nicht ganz voreingenommen gewesen sein soll. Angeführt wird dann immer, dass sein Sohn eine Stelle in einer katarischen Firma bekommen hat. Ob das nun Zufall gewesen ist?
Dass er sich nun als Kandidat für das Amt des Fifa-Präsidenten aufgestellt hat, ist eventuell so, als würde man den Teufel mit dem Beezelbub austreiben.
Platini ist nicht der Saubermann, als der er sich nach der Aufdeckung des Fifa-Korruptionsskandals präsentierte. Dennoch haben viele europäische Verbände an ihm festgehalten und werden es gewiss auch weiter tun.
Vielleicht sollte doch der jordanische Prinz zum nächsten Präsidenten gewählt werden. Ob das die allerbeste Lösung ist? Vielleicht immer noch besser als Blatter oder Platini. Recht machen, kann man es ohnehin niemandem. Übrigens, was sagen eigentlich die Leute derjenigen afrikanischen Verbände, die Blatter als Lichtgestalt, als auf die Erde gekommene Gottheit gepriesen haben? Halten sie weiterhin an Blatter fest? Glauben sie, dass es ein Komplott ist, der gegen Blatter in Gange ist? Könnte sein oder auch nicht. Stimmen sind jedenfalls noch keine laut geworden.
Blatter droht durch die Geldgabe an Platini Gefängnis. Entweder fünf Jahre, wegen des Verdachts der ungetreuen Geschäftsbesorgung und treuwidrigen Zahlung, oder sogar zehn Jahre, wenn sich der Verdacht der Unterschlagung erhärten sollte. Denn die Geldzahlung erfolgte zulasten der Fifa, verschwand aber praktisch in irgendeiner Aktennotiz, sodass die ganze Zahlung eben als recht dubios gilt.
Die Fifa hat volle Kooperationsbereitsschaft erklärt, damit alles aufgeklärt wird. Besonders interessant wird es, wie lange Blatter sich noch wird halten können. Zurücktreten will er schliesslich erst Anfang nächsten Jahres, damit die Fifa einen Neuanfang starten kann.
Genauso gut es sein, das Blatter zu dem Zeitpunkt schon verurteilt wurde. Da wird er bereits vorher entweder zurücktreten müssen oder es wird entschieden, dass er das Präsidentenamt mit sofortiger Wirkung aufgeben muss.
Was auch immer sein wird, der Ruf der Fifa ist bis ins nächste Jahrzehnt hinein geschädigt. Ein neuer Präsident wird viel zu tun haben, um den Ruf der Fifa wieder halbwegs herstellen zu können. Aber das kann nicht gehen, wenn der neue Präsident Michel Platini heissen wird.

Vom Fifa-Korruptionsskandal, zum Abgas-Skandal von VW. Als bekannt wurde, dass VW bei den Abgasemissionen von verschiedenen Modellen und damit Millionen Autos geschummelt hat. Wobei geschummelt es verharmlost. Betrogen trifft es eher, denn es wurde die Software manipuliert und so viel niedrigere Werte festgestellt, als es eigentlich waren. Damit galten die Autos als sauberer, obwohl sie mehr Emissionen ausstiessen, als getestet wurde.
Der Skandal begann in den USA, wo VW schon im April mitgeteilt haben soll, dass die Autos mehr Schmutz ausstossen als gedacht. Aber richtig losgegangen ist die Lawine erst in den letzten Tagen, wo sich schliesslich offenbarte wie viele Millionen Autos von dem Abgas-Skandal betroffen sind.
Da kauft man sich nichtsahnend ein Auto, denkt, es würde nicht so viel Schmutz in die Atmosphäre schiessen als andere und wird am Ende eines besseren belehrt.
Aber ist es ein Wunder, dass es so gekommen ist? Nein, denn wir wollen immer mehr Hubraum, mehr PS, mehr, mehr, mehr…
Nur dieses mehr geht eben zulasten des Energieverbauchs und damit auch dem Ausstoss an schädlichen Emissionen.
Vor allem sind die Autobauer auch nicht wirklich daran interessiert, emissionsfreie Autos oder welche mit niedrigen Ausstoss zu entwickeln. Es würde so schwierig sein, so kompliziert und welche Ausrede auch immer genommen wird.
Und da eben die Abgasuntersuchung nur ein einziges Mal durchgeführt wird, ist es kein Wunder, dass VW diese Gelegenheit beim Schopfe packte und eben diese Untersuchungen manipulierte. Ganz ehrlich sind doch diejenigen schuld, die entschieden, dass ein Modell nicht mehr als einmal untersucht werden muss. Das ist Blauäugig. Und genau das wird nun bestraft.
VW erlebt nach einem aufregenden Frühjahr, einen genauso aufwühlenden Herbst. Nur dass es nun um weitaus mehr geht als im Frühjahr. Dieser Abgas-Skandal betrifft nicht nur die USA, sondern auch Europa.
Der bisherige Vorstandsvorsitzende Martin Winterkorn musste seinen Hut nehmen und wurde Matthias Müller ersetzt. Doch bereits nach wenigen Tagen werden Stimmen laut, dass Müller nicht die richtige Wahl für den Posten sei. Aber wer soll es denn machen?
VW kommt nicht zur Ruhe, der Aktienkurs ging in die Tiefe, erholte sich, sackte wieder, aber nicht mehr so stark wie zuvor.
Man darf gespannt sein, was noch alles aufgedeckt wird.

Was Autos betrifft, so interessieren sie Elefantendame Mala herzlich wenig. Zwar hat sie auch einmal einen VW getestet, ob er denn genug Stauraum hat, aber ansonsten interessieren sie nur Elefantenstärken. Da sei sie einem Auto an Kraft überlegen, denn sie könne problemlos einen Wagen schieben. Vor allem könne sie ihn ausbeulen, wenn sie sich mit dem Hintern drauf setzt. Ein Scherzkeks bleibt Mala auch in ihrem Alter.
In dieser Woche hatte Mala ganz schön viel zu tun, denn in der Bundesliga war wieder einmal eine englische Woche angesagt. Dass bedeutete für die alte Kuh, anstelle von einem Spiel, musste sie nun zwei tippen oder wie Mala es herausstellte: Gleich drei Stück auf einmal!
Die letzten beiden Spiele gegen Braunschweig sowie Heidenheim hatte Mala richtig getippt. Ein Unentschieden und ein Sieg. St. Pauli scheint in diesem Jahr tatsächlich den Aufstieg anzustreben, wie Mala es sich erhofft. Momentan halten sie sich auf dem Relegationsplatz, nach dem Unentschieden von Freiburg am Donnerstag können sie sich sogar Hoffnungen auf den zweiten Platz machen. Aber dafür brauchen sie Glück und vor allem, Punkte, Punkte, Punkte…
Dennoch sagte Mala, dass ihr Lieblingsverein gegen Paderborn nur Unentschieden spielen würde. Genauso ist es gekommen. Aber wenn die Verfolger in der Tabelle für St. Pauli spielen, dürfte der Relegationsplatz weiter sicher sein.
Die Pusteblume hingegen hat von drei Spielen nur eines richtig getippt, nachdem sie sich zuvor gleich viermal richtig entschieden hatte. Aber mit dem Unentschieden hat sie es nicht so. Tippt lieber auf Sieg oder Niederlage.
Wobei sie beim Paderborn-Spiel kurz für ein Unentschieden plädiert hatte. Vielleicht hat Jonas einfach keine Ahnung, was die Pusteblume ihm sagen will.
Jedenfalls hatte sie das Spiel gegen Heidenheim richtig getippt. Besser als überall daneben zu liegen. Aber so ist das.

 

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Griechenland will alles – nur keine Reformen


Griechenland steht kurz vor der Pleite, wird aber nicht müde sich in einem besseren Licht darzustellen als es der Wahrheit entspricht.
Eine erste Rate wurde pünktlich an die IWF zurückbezahlt. Das Geld, das in diesem Monat in vier Raten zurückbezahlt werden soll, wird erst am Ende des Monats bezahlt werden. Davon wurde die IWF in Kenntnis gesetzt und hat es hingenommen.
Ganz ehrlich, genau das war zu erwarten gewesen, dass Griechenland seine Raten nicht zahlt, sondern seine Gläubiger auf später vertröstet. Wer weiss, ob die Griechen das Geld am Ende des Monats tatsächlich zurückzahlen werden? Es kann sich genauso gut nur um Sand in die Augen streuen handeln. Darum wurde eine erste fällige Rate pünktlich zurückgezahlt. Nur was danach kommt, wird vielleicht bis gar nicht zurückbezahlt werden.
Dazu passt auch, dass Ministerpräsident Tsipras die Forderungen an Griechenland, um weiteres Geld zu bekommen, für überzogen und nicht ausführbar hält.
Irgendwas muss Griechenland tun, um aus der Schuldenkrise zu kommen. Aber wenn man liest, dass Griechenland weiteres Geld bewilligt werden soll, damit es damit die Kredite bedienen kann, frage ich mich, was das eigentlich soll. So wird der Teufel mit dem Beezelbub ausgetrieben. Man kan Griechenland doch kein Geld geben, wenn sie keines haben, um bestehende Kredite zurückzuzahlen. Wenn Otto Normalverbraucher zu einer Bank gehen würde und einen Kredit haben will, muss er Sicherheiten vorlegen. Und wenn eben alle Sicherheiten futsch sind, dann gibt es eben keinen Kredit. Aber Griechenland ist was anderes. Das Fass ohne Boden kann ewig weiter Geld fordern, sich über Gegenleistungen aufregen, die es erbringen soll, und immer weiter knapp an der Staatspleite vorbeischrammen. Wie lange soll das noch gehen? Wenn nicht bald etwas getan wird, wird Griechenland noch in zwanzig Jahren mit Krediten versorgt. Denn jeder neue Kredit wird für die alten Kreditegenutzt, um diese zurückzahlen zu können. Genau so hat man in der DDR am Ende auch gewirtschaftet.
Griechenland sollte seinen Staatsbankrott erklären und fertig. Damit wäre allen geholfen, aber nein, Griechenland bekommt immer neues Geld. Nur wo sieht man, dass sie wirklich etwas dafür tun, dass sie aus der Krise kommen wollen? Bisher fallen Tsipras und Varoufakis nur durch markige Worte auf, nicht durch Taten.
Es wäre am einfachsten, wenn man Griechenland den Geldhahn zudreht, so hart das klingen mag. So werden die Politiker vielleicht endlich verstehen, dass EU und IWF keinen Sand mehr in die Augen streuen können. Vor allem muss man sich fragen, wofür das Geld eigentlich genutzt wird. Kommt es der Bevölkerung, den eigentlich Leidtragenden, zu Gute? Man muss es bezweifeln.

Der G7-Gipfel fängt in Elmau an und sogleich macht Putin wieder von sich Sprechen. Kann er schon nicht am Gipfel teilnehmen, weil mann Russland aus dem Treffen der Grossen rausgeworfen hat, muss er eben anders auf sich aufmerksam machen. So sagt er nun, dass die USA das Feindbild Russlands einheizen würden. Irgendwo wird sicherlich noch ein Feindbild Russlands aus der Zeit des Kalten Krieges existieren. Aber Putin müsste eigentlich mal erkennen, dass er es ist, der das Feindbild in der Welt schürt. Wenn er seine imperialistischen Ambitionen zurückstecken würde, wären er und Russland viel beliebter in der Welt. Aber Erkenntnis ist ein weiter Weg. Die einen finden das Ziel, die anderen irren umher.
Aber man spricht von Russland, das ist die Hauptsache, wenn sie schon nicht mehr zum ehemaligen G8-Gipfel gehören, dann muss es eben anders gehen. Holen wir alte Feindbilder raus und schmücken diese aus. Fertig ist die Laube, wie es so schön heisst.

Elefantendame Mala freut sich über das schöne Wetter, das den Sommer einläutet. Sie hat wieder genug zu tun, findet zwischendurch aber immer noch Zeit, um ein Spiel zu tippen. So ist es dieses Mal das Freundschaftsspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen die USA. Mala glaubt an ein Unentschieden, denn bei Freundschaftsspielen würde die deutsche Nationalelf sich nicht so sehr anstrengen und eher versuchen, dass sich die einzelnen Spieler zu einem Team auf dem Spielfeld zusammenraufen.
Auch die Pusteblume sieht für dieses Spiel schwarz und hat sogar auf eine Niederlage getippt. Möglicherweise hat sie eher recht mit ihrem Tipp als die alte Kuh, denn die Pusteblume hatte in letzter Zeit einen Lauf. Manchmal schwächelt sie zwar noch, aber ihre Durststrecke hat sie beendet. Wie sicher sie gewesen sein soll, dass der HSV in der Ersten Liga bleibt. Jede andere Meinung hätte sie gar nicht erst in Betracht gezogen. Und sie hatte am Ende recht, auch wenn kaum einer daran geglaubt haben mag. Selbst Jonas war skeptisch gewesen. Aber der traut seinem Fussballorakel keine zwei Meter weit.
Elefantendame Mala ist ein wenig empört darüber, dass man sich so freut, dass Nang Faa nun über 100 Kilo wiegt. Bei ihr würde man so ein Theater wegen jedes Gramms machen, nur bei Nang Faa kann es ruhig mehr sein. Dabei ignoriert die alte Kuh, dass es sich bei Nang Faa um ein zwei Wochen altes Jungtier handelt und nicht um eine Elefantenkuh von fast 53 Jahren. Aber Mala versteht es immer, von sich reden zu machen. Sie will halt Aufmerksamkeit – und die bekommt sie auch.
In genau einem Monat wird es drei Jahre her sein, dass sie ihr Zuhause verlassen musste.

 

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Der Heilige der FIFA


Die einen halten ihn für einen Messias, vergleichen ihn mit Jesus oder Mutter Theresa. Für die anderen ist er einfach nur ein alter Mann, der den Fussball in Verruf gebracht hat.
Die Rede ist von Joseph S. Blatter, dem seit 1998 amtierenden FIFA-Präsidenten.
Gestern war die Wahl und es astand schon von vornherein fest, dass Blatter noch eine weitere Amtszeit machen würde, auch wenn die UEFA und die Verbände der USA, Kanada oder Neuseeland dagegen waren. Doch sie hatten keine Mehrheit hinter sich stehen. Die hatte Blatter mit den afrikanischen und südamerikanischen Verbänden. Dennoch gab es nach einem Wahlgang kein eindeutiges Ergebnis und Blatter und sein Herausforderer, der jordanische Präsident des dortigen Verbandes, verzichtete. Damit war Blatter gewählt. Unrühmlich zwar, aber das ist dem Schweizer schichtweg egal.
Dafür weht ihm der Wind von allen Seiten entgegen. Die FIFA steht aktuell so schlecht da wie noch nie. Nein, nicht finanziell, da hat sie immer den grossen Reibach gemacht. Die Glaubwürdigkeit der FIFA ist seit der Vergabe der Weltmeisterschaften an Russland und vor allem an Katar angeschlagen. Immer wieder machten Gerüchte die Runde, dass dieseWeltmeisterschaften gekauft seien. Es wurden Ermittlungen getätigt, aber herausgekomen ist nie etwas. Bis vor wenigen Tagen, als einige Funktionäre der FIFA verhaftet wurden.
Blatter sah und sieht sich immer noch als völlig Unbeteiligter, an dem diese ganzen Korruptionen vorbeigegangen sind. Nur wieso wird gerade auf ihn das grosse Loblied gesungen, wenn er doch völlig unbeteiligt die Hände im Schoss liegen hatte und nur mit seiner Gestalt die FIFA in der Welt präsentierte?
Ja, das weiss ich auch nicht. Aber genau hier fängt das Heiligenbild an, dass von Blatter gemacht worden ist Der FIFA-Präsident hat nie etwas mitbekommen, sondern hat sich immer dafür eingesetzt, dass auch Kleinstländer Fussballspielen können. Und gerade von denen wird Blatter wie ein Heiliger verehrt und mit Jesus oder MUtter Theresa verglichen. Ganz ehrlich, die würden sich im Grabe umdrehen, wenn sie davon hören würden. Ist es nicht auch im weitesten Sinne ein Fall von Blasphemie? Dagegen sollte der Vatikan was sagen, anstatt sich über die Homo-Ehe – irgendwie klingt das Wort blöd – aufzuregen.
Ich frage mich jetzt, warum denn Blatters Herausforderer, der letzte verbliebene von insgesamt dreien, Ali bin al-Hussein, vor dem zweiten Wahlgang verzichtete. War das ein geschickter Schachzug? Wusste er etwas, dass Blatter noch nicht weiss? Denn die grösste Schmach für den FIFA-Präsidenten wäre, wenn trotz seiner Beteuerungen einer weissen Weste, Ermittlungen gegen ihn eingeleitet werden und er auch noch in einem Opel Corsa (wurde gestern andauernd in der heute-show erwähnt) abgeholt wird.
Jedenfalls ist Blatter Drohung, den europäischen Verbänden ein paar Plätze bei der WM wegzunehmen, erst einmal Geschichte. Jetzt spricht er lieber davon, dass das Teilnehmerfeld ab der WM2026 auf 40 Teams erweitert werden soll.
Aber ein paar Spitzen kann er sich dennoch nicht verkneifen und sagte, dass der Prsäident des englischen Verbandes unentschuldigt beim ersten Treffen des Exekutivkomitees gefehlt habe.
Noch ist das letzte Wort nicht gesprochen, wie es bei der FIFA weitergehen wird. Die weiteren Ermittlungen werden zeigen, wer nun wirklich Dreck am Stecken hat und wer nicht und inwieweit das NEtz der Korruption sich ausgebreitet hat.

Ich bleibe mal beim Fussball, allerdings beschränke ich mich auf die nationale Ebene. Es geht um as Rückspiel in der Relegation Erste Liga gegen Zweite Liga. Im Hinspiel am Donnerstag enttäuschteder HSV mal wieder auf ganzer Linie. Wie so oft in der laufenden Saison sah man einen hilflosen, harmlosen und schwachen HSV. Bereits in der vierten Minute gerieten sie durch ein Tor von Hennings – ehemaliger Hamburger Profi – in Rückstand. Dann geschah 70 Minuten bald nichts mehr. Der HSV zog sich noch mehr zurück, konnte froh sein, dass der KSC nicht noch auf zwei oder sogar drei null erhöhte. Und dann, ganz unverhofft in der 73. Minute, geaschah auf einmal etwas, dass dem HSV wieder Hoffnung geben konnte. Ilicevic erzielte den Ausgleichstreffer. Völlig unverdient, aber irgendwie hoffte man, dass der HSV dieses Tor schiessen würde. Am Ende blieb es bei einem 1:1, das erst einmal den KSC in eine bessere Ausgangsposition für das Rückspiel am Montag brachte. Denn ein Auswärtstor zählt zur Not doppelt. Deshalb muss der HSV am Montag entweder gewinnen oder aber mindestens 2:2 spielen. Bei einer Niederlage oder einem torlosen Unentschieden werden sie den Gang in die zweite Liga antreten müssen. Und das will man irgendwie nicht, auch wenn der Verein es verdient hätte. Allerdings bestraft man damit eher die Fans als diejenigen, die diesen Abstieg versaubeutelt haben.
Ein Sieg muss her. Und gerade immer dann, wenn man den HSV schon abschrieb, riss der sich zusammen und vollbrachte das Unmögliche. Vielleict werden wir auch am Montag wieder Zeugen solch eines Wunders. Der Dino hätte es verdient.
Und das sage ich als Nicht-HSV-Fan und KSC-Sympathisant.
Beim Hinspiel lagen Mala und die Pusteblume beide daneben, weil sie auf einen Sieg des HSV getippt hatten. Mala hatte eigentlich gar nicht erst das Spiel tippen wollen, weil sie überhaupt nicht wusste, wie es ausgehen würde.
Für das Rückspiel sind beide Fussballorakel mal wieder einer Meinung und sagen, dass der HSV gewinnen wird. Dieses Mal sollten sie lieber recht behalten.

Und ejtzt noch ein wunderbarer Schildbürgerstreich aus dem Bundesarbeitsministerium von Andrea Nahles.
Wer kennt sie noch, die Personenumlaufaufzüge, im Volksmund Paternoster genannt? Viele gibt es nicht mehr, meist sind sie in Behörden zu finden oder eben wie hier in München im Polizeipräsidium.
Der nie stillstehende Paternoster ist einfach zu benutzen, man wartet bis eine leere Kabine kommt und steigt in diese ein. In der Etage, wo man hinwill, steigt man wieder aus. Sollte man einmal zu weit fahren, muss man nicht einfach in der Etage darüber aussteigen, sondern kann einfach weiterfahren bis man auf der anderen Seite wieder herauskommt, ohne dass man deshalb auf dem Kopf stehen muss. Denn das ist das Kunststück eines Paternosters, egal wie oft der oben oder unten ankommt, er wechselt nie die Richtung, auch wenn es den Anschein hat. Denn ein Paternoster ist wie ein Karussell, das immer in Bewegung ist. Doch nun droht dem Paternoster, einem Idyll aus früherer Zeit, Gefahr. Denn ab dem 1. Juni darf ein Paternoster nur noch benutzt werden, wenn zuvor eine Einweisung durch den Arbeitgeber erfolgt. Das heisst folglich auch, dass nur Personen damit fahren dürfen, die in diesem Gebäude arbeiten. Wenn ich also zur Finanzbehörde muss, werde ich die Treppe nehmen müssen und darf den Paternoster nicht benutzen.
Was kann da aber auch alles passieren! Man konnte zu früh aussteigen und über die Kante der Etage stolpern oder man steigt zu spät aus und stößt sich den Kopf an der Kante des Paternostertunnels. Nein, ehrlich gesagt weiss ich nicht, was für schwerwiegende Unfälle passieren könnten. Da passieren bei ganz normalen Bonzenhebern – wie man in Hamburg früher die geschlossenen Aufzüge nannte – viel mehr Unfälle. Eingeklemmte Arme sind da noch das harmloseste. Ausserdem sind Paternoster viel weniger störanfällig. Aber all das wurde bei der Neufassung der Betriebssicherheitsverordnung übergangen. Ab Montag dürfen Paternoster also nur noch benutzt werden, wenn man eingewiesen wurde und in dem betreffenden Gebäude arbeitet. Welch ein Blödsinn!
Da ist selbst Bahnfahren noch viel gefährlicher. Da kann man über die Ein- und Austeigestufen stolpern. Oder man bekommt die Zwischentür nicht auf. Da muss man auch erst eingewiesen werden. Also, wo ist das nötige Gesetz dazu?

 

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HSV – Abstieg in die Bedeutungslosigkeit?


Das gefällt der GDL nun gar nicht. Da haben sie sich breitschlagen lassen, um mit der Bahn zu verhandeln und dann beschliesst der Bundestag doch einfach das Tarifeinheitsgesetz. Das heisst, dass nicht mehr jede Gewerkschaft zu einem Streik aufrufen kann, wenn es unzufrieden ist in einem Betrieb und die Mitglieder mehr Geld erhalten sollen. Nur noch die Gewerkschaft mit den meisten Mitgliedern des Betriebes hat was zu sagen und kann für aklle anderen Gewerkschaften mitverhandeln. Das bedeutet, dass die GDL nun nicht mehr einfach zum nächsten Streik aufrufen kann und uns verärgert, weil kaum noch ein Zug fährt.
Denn die GDL macht grosses Theater, aber in Wirklichkeit ist diese Gewerkschaft gar nicht die grösste bei der Deutschen Bahn. Wer hätte das gedacht? Na gut, es heisst auch immer, viel Lärm um nichts und die Kleinsten sind immer die Lautesten. Das scheint bei der GDL wohl auch zuzutreffen.
Aber es wird deutlich, dass sie dieses Tarifeinheitsgesetz gefürchtet haben, warum sonst zwei Streiks kurz hintereinander? Der angeblich längste Streik aller Zeiten wurde recht schnell nach drei Tagen abgebrochen. Man könnte fast sagen, dass die GDL eingeknickt ist, denn erst grossspurig etwas verkünden und das dann nicht durchhalten. Bis Mitte Juni herrscht nun die Friedenspflicht und es wird nicht gestreikt. Aber danach kann bis zum 30. Juni durchaus gestreikt werden, wenn die Bahn nur auf Zeit spielt und kein vernünftiges Angebot macht. Denn genau das hat die GDL immer gesagt, die Bahn würde die Verhandlungen verschleppen, weil sie aufs Tarifeinheitsgesetz warte.
Indirekt ist es schon eine Ungerechtigkeit, weil es das Streikrecht beschneidet. Denn nun kann nicht mehr jede Gewerkschaft streiken, wenn sie es will, sondern muss sich an die grösste Gewerkschaft des Betriebes halten. Es soll nun nicht mehr jeder sein eigenes Süppchen kochen. Auch wieder richtig, denn was soll das denn, wenn die einen zufrieden sind, sich aber die anderen übervorteilt fühlen? Da fangen die einen zu streiken an, bekommen ihr Prozente. Das führt zum Zornesausbruch der anderen, die nun auch ihr recht haben wollen.
Das kann ewig so weitergehen bis auch die letzte GEwerkschaft für ihre Mitglieder ihr Recht bekommen hat. Ob das gut für den jeweiligen Betrieb ist, interessiert dabei nicht.
Und um genau das zu verhindern, wurde nun das Tarifeinheitsgesetz beschlossen.
Das Gespenst, dass der GDL nun im Nacken sitzt und das sie und andere kleinere Gewerkschaften nicht akzeptieren wollen. Es heisst schon, dass gegen das GEsetz geklagt werden soll. Ist ihr gutes Recht. Und ich bin wirklich gespannt, was am Ende das Gericht entscheiden wird.
Denn es gibt auch Nachteile. Beispielsweise kann ein Betrieb diejenigen Mitarbeiter hofieren, die in der Gewerkschaft mit den meisten Mitgliedern des BEtriebes sind. Alle anderen müssen sehen wo sie bleiben. Und sie können keine Verhandlungen führen, weil sie nun mal eine kleinere Gewerkschaft sind. Nachteile gibt es immer.
Und genau deshalb hat die GDL den Druck auf die Bahn in den letzten Wochen erhöht. Sie wollen eine Entscheidung, bevor das Tarifeinheitsgesetz kommt. Ob sie zufrieden sein werden? Das wird man sehen.

Heute ist mal wieder der Tag, wo sich Europa zum grossen Singen trifft. Zum grossen Jubiläum ist dieses Mal auch ein Land vertreten, das mit Europa nicht viel zu tun hat. Nun gut, es gehört zum Commonwealth, also zu Grossbritannien, aber das ist auch schon die einzige Verbindung. Von welchem Land ich spreche? Na, von Australien, die sehr grosse Fans des alljährig stattfindenen Eurovision Song Contest sind. Kaum zu glauben, aber die Australier finden das toll. Und weil sie so treue Fans sind, dürfen sie dieses Jahr auch mitmachen. Das Lied soll angeblich nicht ausser Konkurrenz laufen, aber falls das australische Lied gewinnen sollte, wird der Wettbewerb im nächsten Jahr nicht in Australien stattfinden. Ist nun einmal nicht Europa.
Als Favoriten werden Schweden oder Russland genannt. Wie oft hat Schweden in den letzten Jahren jetzt gewonnen? Wissen die, wie man einfach einen Siegertitel schreibt oder ist es einfach nur Glück?
Wie wird das eigentlich aussehen, wenn Russland gewinnen sollte. Ausser den Verbündeten wird niemand mitmachen oder wie sieht das aus? Denn der Ukraine-Konflikt wird dann immer noch nicht beigelegt sein. Dürfte lustig werden. Russland macht den offiziellen ESC und im restlichen Europa findet dann eine Gegenveranstaltung statt, weil man mit Russland und vor allem Putin nichts zu tun haben will.
Aber wer sagt, dass Russland gewinnen wird? Genauso wird Ann-Sophie nicht gewinnen. Das Lied erinnert zwar in entfernter Weise an den Siegertitel von Lena Meyer-Landruth, aber ansonsten ist es nichts Besonderes. Mittelfeld, wenn nicht sogar darunter. Da sehe ich persönlich Deutschlands Platzierung.
Die Finnen, auch als Favoriten gehandelt, haben es leider nicht ins Finale geschafft. Dafür ist Belgien drin, die sollen auch nicht schlecht sein, habe ich mir sagen lassen. Aber ansehen tue ich es mir nicht. Da lese ich lieber ein Buch. Das ist besser.

So, komme ich endlich zu dem Thema, dass ich als Überschrift gewählt habe.
Der HSV steht heute vor seinem letzten grossen Spiel in dieser Saison. Sie müssen gewinnen, um noch den Hauch einer Chance zu haben, um in der Ersten Liga zu bleiben. Natürlich müssen auch alle anderen Mannschaften vor ihnen so spielen, dass der HSV drinbleibt. Das bedeutet, dass Freiburg gegen Hannover gewinnen sollte und Stuttgart Unentschieden spielt. Dann wäre der HSV ohne in die Relegation zu müssen gerettet. Aber in dem Spiel Freiburg gegen Hannover muss es einen Sieger geben, sonst ist praktisch alles vorbei, falls Suttgart mindestens einen Punkt in Paderborn holt.
Der HSV hat es letztewoche selbst versaut, als sie gegen Stuttgart verloren. Mindestens ein Unentschieden hätte ihnen besser getan. Aber wenn man nicht zum Torabschluss kommt…
Der HSV ist schon seit JAhren das Sorgenkind der Bundesliga. Stolz darauf noch nie abgestiegen zu sein, haben sie in letzter Zeit eigentlich nur in den Nachrichten gestanden, weil sie mal wieder einen Trainer entlassen haben. Damit könnte der HSV tatsächlich den Hauptgewinn erzielen.
Liegt es etwa daran, dass die Trainer nichts getaugt haben oder sie einfach nicht mit den Spielern zurechtgekommen sind? Man weiss es einfach nicht. Aber wahrscheinlich dürfte es eher daran liegen, dass die Spieler sich untereinander nicht grün sind. Wie kann es sonst sein, dass sich mannschaftskollegen in der Halbzeitpause prügeln? Das demoralisiert auch die anderen. Animositäten sollte man ausserhalb des Spielfeldes klären und zwar besser mit Worten als mit den Fäusten. Aber im Abstiegskampf liegen die NErven blank, heisst es immer. Wieso ist dann aber eine Mannschaft wie Paderborn ganz anders eingestellt? Die kämpfen bis zum Abpfiff. Mögen vielleicht dennoch verlieren, aber sie geben nicht auf. Und genau das hat der HSV in dieser Saison oft getan.
In der vergangenen Saison stand es schon auf MEssers Schneide und der HSV kam nur durch Glück in die Relegation, die sie ebenfalls durch ein glückliches Unentschieden gewannen.
Aber nun stehen sie mit dem Rücken zur Wand. Sie müssen gewinnen und ebenfalls darauf hoffen, dass die anderen Vereine vor ihnen so spielen, dass sie doch noch in der Liga bleiben. Ansonsten heisst es Abstieg und der Bundesliga-Dino war einmal.
Vor allem steht zu befürchten, dass der HSV bei einem Abstieg nicht wieder auf die Beine kommen wird. Praktisch die gesamte Mannschaft wird den Verein bei einem Absiteg verlassen. Bei einigen kann man darauf auch nur hoffen, weil sie viel Geld gekostet haben und nie wirklich etwas brachten. Zudem steht es finanziell auch nicht zum besten. BEi einem Abstieg bedeutet das noch einmal, dass es weniger Geld gibt.
Auch mit weniger Geld kann man arbeiten und auch eine gute Mannschaft zusammenkriegen. Nur daran hapert es beim HSV. In den letzten Jahren haben sie wahllos Leute eingekauft, die zwar in ihren vorherigen VEreinen Leistung brachtenund Tore erzielten, nur beim HSV waren sie dann ein Fehleinkauf. Das ist doch seltsam, denn das ist nicht nur einmal vorgekommen, sondern mehrfach.
Der HSV muss heute kämpfen und hoffen, dass sie Schützenhilfe bekommen. Wenn nicht, dann ist der Abstieg in die Zweite Liga nicht mehr aufzuhalten.
Die Pusteblume hat vorhergesagt, dass der HSV gegen Schalke gewinnen wird. Aber ob der HSV auch die Klasse halten wird, dazu wollte sie nichts sagen.
Falls sie absteigen, könnten sie in der nächsten Saison zwei Spiele gegen einen Gegner haben, dem sie schon lange nicht mehr begegnet sind. Die Anfahrt wäre sogar mit dem Fahrrad machbar. Aber dazu muss der FC St. Pauli auch erst einmal die Klasse halten. Und ob sie das schaffen, ist fraglich. Sie stehen relativ gut, aber gerettet sind sie nicht. Immer noch können sie absteigen. Sie müssen gegen Darmstadt gewinnen, um ganz sicher zu sein, in der Zweiten Liga zu verbleiben. Aber immer wenn es wichtig wurde, verlor St. Pauli. ISt immer so gewesen.
Deshalb glaubt hier die Pusteblume auch nicht, dass St. Pauli gegen Darmstadt gewinnen wird. Vor allem will Darmstadt noch aufsteigen. Also wollen sie drei Punkte.
Und während die Pusteblume an eine Niederlage glaubt, ist Elefantendame Mala mehr von einem Unentschieden überzeugt. Das hilft ihnen zwar auch nicht viel weiter, aber damit haben sie noch eine reele Chance, die Klasse zu halten.
Noch nie war der letzte Spieltag spannender. Der deutsche Meister steht seit längerem fest, aber wer absteigen wird, das wird sich erst mit dem Abpfiff entscheiden.
Elefantendame Mala ist froh, wenn diese Saison endlich vorbei ist. Zuviel hat sie mit ihrem Lieblingsverein gezittert und sich über ihn aufgeregt. Deshalb sehnt sie die Ruhe herbei.
Doch leider ist ihr das nicht vergönnt. Denn vor wenigen Tagen hat eine der Hannoveranerinnen ein Jungtier zur Welt gebracht. Es ist ein Mädchen und quietschfidel.
Ich war nur etwas überrascht, dass es schon das dritte Kind für Farina sein soll. Dabei ist die doch gerade einmal elf Jahre alt. Wenn man da nach hamburg sieht. Da bekommt Kandy nun mit 12 ihr erstes Jungtier. Das ist ein ordentliches Alter, meiner Meinung nach. Vor allem achtet man in Hamburg auch auf eine Erholung der Mutter und schickt sie nicht gleich danach wieder zum Bullen. In Hannover geht das immer Schlag auf Schlag. Furchtbar, wie ich finde. Ein Elefant ist doch keine Reproduktionsfabrik.

 

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Tornados über Deutschland – Nimmt die Gefahr der Zerstörungen zu?


Untwetter über Deutschland hinterlassen eine Schneise der Zerstörung. In der vergangenen Woche traf ein Tornado die Stadt Bützowund zerstörte die Dachstühle vieler Häuser, dass diese unbewohnbar wurden. Nun in Süddeutschland ein ähnliches Bild. Zerstörte Häuser in Affing wo man hinsieht.
Wenn man Bilder von den Zerstörungen sieht, denkt man, es würde in den USA sein. Doch es ist nicht in den USA passiert, sondern mitten in Europa.
Tornados übers Deutschland, so selten sind die Wetterphänomene nicht. Nur treten sie meist nicht in Wohngegenden auf, sondern in unbewohntem Gebiet. Dort richten sie weit weniger Schaden an als wie jetzt.
Aber die Frage ist, ob die Tornados zunehmen werden? In den USA beispielsweise hat man festgestellt, dass zwar die Tage abgenommen haben, wo Tornados die Gegend unsicher machten, dafür nahm allerdings die Intensität und die Anzahl der Tornados zu. Nicht ganz verstanden? Nun, jetzt sind es beispielsweise drei Tornados pro Tag, wo diese drei früher an zwei oder drei Tagen auftauchten. Also, die Häufigkeit von Tornados nimmt zu, aber sie sind nicht mehr auf viele verschiedene Tage verteilt.
Ob das nun mit der globalen Erwärmung zusammenhängt, hat man noch nicht ganz geklärt, es gibt aber Vermutungen, dass dies DER Grund dafür sein könnte.
Und in Deutschland hat es, wie gesagt, immer schon Tornados gegeben, nur eben auf unbewohntem Gebiet. Aber auch hier hat man nun festgestellt, dass die Tornados zunehmen. In Hamburg hat so eine Windhose einen Kran umgerissen. Dann die Ziegel in Bützow. Ich werde dieses Bild nie vergessen, wie dort von den Straßen die Dachziegel geschoben wurden, als sei es Schnee.
Und es kann durch die globale Erwärmung nur noch schlimmer werden. Dazu muss der CO2-Ausstoss gedrosselt werden. Aber Deutschland, ehemals Vorreiter, sieht sich nicht mehr in der Pflicht. Und wenn Deutschland es nicht für wichtig hält, sind auch andere Länder nicht gewillt, das Soll zu erfüllen.
Deutschland hat seine Kernkraftwerke abgeschafft, weil Merkel Angst vor der Reaktion der Bevölkerung hatte, nachdem das Unglück in Fukushima passiert war. Aber die erneuerbaren Energien sind immer noch nicht völlig ausgereift, um wirklich allen Strom zu produzieren. Also setzt die Bundesregierung auf Kohlekraftwerke. Man glaubt es einfach nicht, wie da der Teufel mit dem Beezelbub ausgetrieben wird. Denn Kohlekraftwerke produzieren einen erheblichen Anteil von CO2. Das ist in den letzten Jahren zwar besser geworden, aber uralte Anlagen werden nciht einfach abgeschaltet, sondern laufen munter weiter. Und so wird Deutschland auch seinen Teil zur globalen Erwärmung beitragen. Die Quittung sind dann Tornados, die eine Schneise der Verwüstung hinterlassen.
Hat übrigens jemand gesehen, dass RTL als Wetterexperten Jörg Kachelmann befragt hat? Es gibt ihn noch. Mehr sage ich dazu nicht.

Diese Nachricht kam nicht überraschend, denn schon seit einigen Jahren war wegen sinkender Quoten damit zu rechnen gewesen: CSI wird nach 15 Jahren eingestellt. Seit dem Ausstieg von William Petersen gingen die Zuschauerzahlen langsam aber stetig zurück. Schliesslich ging der Stammsendeplatz verloren und nun ist eben Schluss. Schade, dass die Serie nun zu Ende ist, aber irgendwann ist jede Serie auserzählt. Und hier hört man eben auf bevor man sich endlos wiederholt. Bei „Um Himmels Willen“ hat man das noch nicht begriffen. Da wird schon wieder eine neue Staffel gedreht, obwohl es immer nur noch derselbe Blödsinn ist, der in immer eine neue hirnrissige Idee verpackt wird. Will man das noch sehen? Der abgestumpfte Zuschauer jedenfalls tut sich das an. Anders kann ich mir übrigens auch nicht erklären, warum so ein billiger „Desperate Housewives“-Abklatsch wie „Vorstadtweiber“ so ankommt. Diese Serie ist total hirnrissig. Es gibt gute Serien aus Österreich, aber das ist einfach nur Mist. Aber da gehöre ich anscheinend zu einer Minderheit.

In Hellabrunn ist es deutlich ruhiger geworden auf der Elefantenanlage, seitdem Ludwig sich Anfang der Woche auf die Reise nach Heidelberg gemacht hat. Gerade mal vier Jahre und knapp eine Woche ist er alt gewesen, als er sich von Mutter Temi trennen musste. Früh werden einige sagen, aber er war in dem momentanen Provisorium einfach nicht mehr zu händeln gewesen. Und da Heidelberg seit Voi Nams Rückzug nach Leipzig Platz hatte, kam er eben dort hin.
Jetzt muss man auf Gajendras Rückkehr warten bis es wieder Nachwuchs geben wird. Also vor 2018 darf man mit einem Jungtier nicht rechnen. Ob es für Mangala nicht dann schon zu spät sein wird?

Der vorletzte Spieltag steht an, Elefantendame Mala zittert richtig mit ihrem Lieblingsverein mit, denn der FC St. Pauli ist immer noch nicht gerettet. Morgen geht es im letzten Spiel vor heimischer Kulisse gegen Bochum. Der Verein steht gar nicht schlecht in der Tabelle und wo St. Pauli steht, dass muss ich nicht extra erwähnen. Auf einem Abstiegplatz stehen sie nicht mehr, aber das heisst nicht, dass sie nicht noch absteigen können. Die Punkte der einzelnen Vereine, die im Tabellenkeller stehen, unterscheiden sich nicht erheblich voneinander. Ein Sieg des einen Vereins und eine Niederlage des anderen Vereins kann schon bedeuten, dass Verein A nicht absteigen wird, Verein B aber schon, obwohl dieser auf keinem Abstiegsplatz gestanden hatte.
Das erinnert mich immer an Augsburg. Die haben in ihrer ersten oder zweiten Saison in der Ersten Liga immer auf einem Abstiegsplatz gestanden, nur nicht am letzten Spieltag. Dadurch blieben sie drin, galten in der nächsten Saison bereits als erster Abstiegskandidat und sind – oh Wunder! – immer noch in Liga eins vertreten. Dieses Mal werden sie wohl sogar das Ticket für die Euro-League lösen. Wer hätte das gedacht? Wobei hinter vorgehaltener Hand gesagt wird, dass der Verein sich nur so gemausert hat, weil ein Geldgeber hinter dem Verein steht. Also ähnlich wie bei Hoffenheim oder RB Leipzig.
Aber ich schweife mal wieder ab.
Elefantendame Mala hat noch dieses Spiel gegen Bochum und das nächste gegen Darmstadt zu tippen. Danach will sie sich erst einmal erholen und hofft darauf, dass sie in Kontakt mit Aye Chan May (ACM) treten kann. Denn diese würde mit ihrem Sohn direkt an einer Baustelle in einem kahlen Gehege stehen. Besucher kommen nicht zu ihr hin und wenn man sieht, wo ACM ist, kommt man sich vor, als wäre man in einem Provinzzoo im hintersten Sibirien. Aber es ist weder Russland, noch die Ukraine, Kasachstan oder China. Nein, Mala lebt in Belgien. Eventuell ist ACM wieder aus dem Gehege raus und muss nicht mehr direkt neben einer lauten Baustelle stehen. Wollen wir es hoffen, denn Elefanten sind sehr sensible Gesellen. Jonas hat mal miterlebt, wie in Hamburg die Elefanten durchgedreht sind, als im Nebengehege ein relativ kleiner Bagger Sand auf der Anlage verteilt hat. Die beruhigten sich erst, nachdem der Bagger seine Arbeit eingestellt hatte.
Und wenn diese Elefanten schon so reagieren, wie muss sich dann erst Aye Chan May fühlen, die stundenlang in der Nähe einer lauten Baustelle steht? Sie soll weben. Beschäftigungsmöglichkeiten hat sie auch nicht, nur ihren Sohn.
Es hatte mal geheissen, wenn ich mich recht entsinne, dass ACM zu Mala und Rani soll. Aber was ist daraus geworden? Soll erst einmal ihr Sohn von ihr abgenabelt werden? Aber könnte man nicht versuchen, Mala und Rani mit ihr zu vergesellschaften? Mala ist eigentlich ganz nett, wenn sie als Chefin akzeptiert wird und das dürfte ACM tun, so wie es Rani getan hat. Aber wie Rani nun ACM akzeptieren wird, das ist die Frage. Denn beide werden als „schüchtern“ beschrieben, aber wenn zwei solcher Charaktere aufeinandertreffen, könnte das zu Problemen führen. Ausserdem ist ACM immer noch mit ihrem Sohn zusammen. Also müssten die beiden erst getrennt werden, damit sie zu Mala und Rani ziehen könnte. Natürlich könnte sie auch zu den Hannoveranern, aber die sind eine eingeschworene Truppe. Da würde sie am Ende der Rangfolge stehen und aus einem ähnlichen Grund ist sie aus Köln abgegeben worden.
Es heisst, in den nächsten Wochen soll ACM mit ihrem Sohn umziehen. Dann würde sie auf Chamundi und die Hannoveraner treffen. Aber ich glaube nicht, dass sie mit letzteren vergesellschaftet wird. Sie würde am besten zu Mala und Rani passen. Allerdings ohne Sohn. Und Mala wünscht sich immer noch, dass sie nach Hause zurückkehren kann. Ihre Augen sagen es.
Gut, ich bin mal wieder völlig abgeschweift.
Was sagt Mala, wie das Spiel des FC St. Pauli gegen Bochum ausgehen wird? Mala gibt es sehr euphorisch und sagt, dass St. Pauli gewinnen wird. Wie oben angeführt, brauchen sie auch diese drei Punkte dringend, um nicht doch noch in die dritte Liga abzusteigen.
Und was sagt die Pusteblume? Auch die ist der Meinung, dass St. Pauli gegen Bochum gewinnen wird. Sie sei mehrmals befragt worden und sehr davon überzeugt gewesen, dass St. Pauli drei Punkte holen wird. Nur Jonas ist nicht wirklich überzeugt, sondern nennt die Pusteblume mal wieder einen penetranten Linksrüssler. Letzte Woche hatte sie es seiner Meinung nach vollbracht, Kaiserslautern mit Heidenheim zu verwechseln, denn beide Spiele hatte sie umgekehrt getippt als sie am Ende ausgingen. Sie muss halt noch ein wenig lernen, aber sie hat sich in den letzten Wochen wirklich gesteigert. Die EM ist eh erst im nächsten Jahr – bis dahin hat sie noch ein wenig Zeit, um ihre Quote deutlich zu verbessern.
Mala hat dann noch ein Spiel, dass sie in dieser Saison tippen muss. Wenn allerdings der HSV oder der FC St. Pauli in die Relegation müssen, wird sie auch diese Spiele tippen. Wobei sie sich natürlich wünscht, dass beide Vereine weder in die Relegation müssen noch absteigen werden.
Ich hoffe immer noch, dass Hannover absteigt. Stuttgart hat es noch in der Hand.

 

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Sagt Großbritannien der EU Goodbye und probt den Aufstand?


Erst wurde über einen „Grexit“ gesprochen, der wahrscheinlich irgendwann kommen wird und die Europäische Union nicht weiter kümmert. Doch das Wort „Brexit“ fürchtet die EU mehr als der Teufel das Weihwasser. Was ist geschehen?
In Grossbritannien wurde gewählt. Hiess es in den Umfragen noch, dass Labour vorne wäre, hiess es anfangs der Auszählung, weder Labour noch Camerons Partei hätten eine Mehrheit. Dann aber war schnell klar, dass die Torys den Sieg davontragen würden. Cameron bleibt Premier und kann auch noch allein regieren.
Was heisst das nun für Europa und vor allem für die Europäische Union? Denn Cameron hat bereits mehrfach gesagt, dass er aus der EU austreten will. Gekommen ist es dazu nicht, aber was nicht ist, kann noch werden. Cameron versprach, dass die Briten über einen Verbleib Grossbritanniens in der EU über 2017 hinaus abstimmen können. Was bei diesem Volksentscheid herauskommen wird, steht in den Sternen, aber die Vermutung liegt nahe, dass die Briten sich wahrscheinlich für einen Austritt entscheiden werden. Oder gibt es eine Überraschung? Bei der Abspaltung Schottlands von Grossbritannien gab es auch Umfragen, wo es hiess, die Abspaltung liege vor. Am Ende kam etwas ganz anderes raus.
Die alles entscheidende Frage: Warum wird der „Brexit“ gefürchtet?
Das Wort, das wie ein Brechreiz klingt, heisst nichts anderes, als das Grossbritannien aus der EU austreten könnte. Ganz ähnlich wie „Grexit“, wo es um den Ausstieg Griechenlands aus der EU geht.
Wenn Griechenland sich endlich mal entscheiden könnte, die EU zu verlassen, würde dem Land niemand der anderen EU-Mitglieder eine Träne nachweinen, denn ein Geldfass ohne Boden hat das rettende Schiff verlassen. Grossbritannien allerdings ist nicht knapp bei Kasse, zahlt immer fleissig seine Gelder. Wenn dies nun ausbleibt, werden die anderen Länder diese Beiträge übernehmen müssen. Allen voran Deutschland. Mehr als zwei Millarden Euro dürften es mehr sein. Etwas, dass Finanzminister Schäuble nun gar nicht in seine Pläne passt, wo er doch den Schuldenabbau Deutschlands vorantreibt.
Ausserdem hat es natürlich auch wirtschaftliche Folgen, die erst einmal nicht riesig ins Gewicht fallen, aber mit der Zeit schon spürbar werden. Und da sich die Situation mit Russland sowieso nicht entspannen wird solange Putin an seinen Allmachtsphantasien festhält, ist der „Brexit“ ein weiterer Punkt, dass die Wirtschaft nicht stärker wird. Und die stärker die Wirtschaft ist, desto mehr Steuern gibt es und je mehr Steuern, desto mehr Geld für den Staat und das ist gut für den Schuldenabbau.
Für Grossbritannien hätte es natürlich auch wirtschaftliche Einbussen, zudem könnte der Einfluss des Landes in der Welt schwinden, so Kritiker des „Brexit“.
Ein Austritt aus der EU kann nur Nachteile haben, auch wenn Grossbritannien schon immer gern sein eigenes Süppchen gekocht hat. Aber will Grossbritannien wirklich aus der EU aussteigen? Zielt David Cameron nicht darauf, dass mit einem angedrohten Austritt aus der EU, die anderen Mitglieder alles versuchen werden, um Grossbritannien zu halten? Bessere Bedingungen, vielleicht sogar mehr Einfluss? Alles ist möglich, was sich Cameron mit seiner Aussage gedacht hat, dass er das Volk abstimmen lassen will, ob Grossbritannien die EU verlassen soll.
Wenn sie gehen wollen, sollen sie doch gehen. Niemand wird sie aufhalten, aber die Nachteile werden sie dann selbst auslöffeln müssen.

Letzte Woche berichtete ich an dieser Stelle noch, dass ein weiterer Streik der GDL anstehen könne. Nun befinden wir uns mittendrin und ärgern uns masslos. Aber wir ärgern uns nicht über die Bahn, sondern über Claus Weselsky, die GDL und die streikenden Lokführer.
Wieder fährt kaum ein Zug, S-Bahnen nur alle halbe Stunde, wenn die Strecke nicht gleich eingestellt wurde. Aber obwohl der Streik so lange dauert, bin ich irgendwie der Meinung, dass mehr Züge fahren, als bei den letzten Streiks. Dazu würde vielleicht auch passen, dass nicht alle Lokführer streiken. Ich meine nicht die verbeamteten, sondern Lokführer, die in der GDL drin sind.
Ich wollte mich mit dem Fahrrad eigentlich zur Arbeit machen, aber aus irgendeinem Grund nahm ich doch das Auto und war am Ende froh darüber, denn das Unwetter hatte uns fest im Griff. Vielleicht nicht so schlimm wie im Norden, aber dafür war der Regen hier auch recht heftig. So stand ich im Stau und ärgerte mich über die GDL, denn ich hätte schön mit der Bahn fahren können, aber das war mir zu heikel.
Was will die GDL mit diesem Marathon-Streik nun eigentlich erreichen? Ausser der Tatsache, dass niemand in der Bevölkerung mehr für einen Streik Verständnis hat.
Im Bundestag wird über ein Tarifeinheitsgesetz verhandelt. Damit wäre die GDL nicht mehr in der Lage, auch für andere Gewerkschaften zu verhandeln, wie sie es momentan anstreben. Ein Streikverbot bedeutet dieses Gesetz nicht, aber die Macht der GDL würde massiv eingeschränkt werden. Und deshalb wird jetzt verstärkt auf die Bahn Druck ausgeübt, damit noch vor dem ersten Juli ein Ergebnis erzielt wird. Ob tatsächlich etwas daraus werden wird? Keine Ahnung, das muss man sehen.

Elefantendame Mala ist am jubeln, denn ihr Lieblingsverein, der FC St. Pauli hat sein nächstes Spiel gewonnen. Es ging gegen Kaiserslautern und St. Pauli war der Aussenseiter in diesem Spiel, denn Kaiserslautern will unbedingt in die erste Liga aufsteigen. Aber erst einmal wurden ihnen heute ein Dämpfer verpasst. Gut, es war auch einiges an Glück dabei, dass St. Pauli heute gewonnen hat. Aber wie sagt Mala immer: ‚Ein Sieg ist ein Sieg und drei Punkte sind drei Punkte.‘ Recht hat sie.
Die erste Halbzeit dümpelte vor sich hin, doch in der zweiten Halbzeit ging es los. Zwei Minuten gespielt und das erste Tor fiel. Glücklich, aber Tor ist Tor. Dann der Elfmeter, der gepfiffen werden konnte oder nicht. Wieder ein Tor. Damit führte St. Pauli mit 2:0. Doch das heisst bei diesem Verein nichts. Meist lassen sie sich in der letzten Viertelstunde das Spiel aus der Hand nehmen. Nein, dieses Mal nicht. Kaiserslautern kämpfte, aber St. Pauli hielt konnte die Führung über die Zeit bringen und fährt nun mit drei weiteren wichtigen Punkten heim.
Und Mala freut sich doppelt, hatte sie doch auf einen Sieg getippt. Im Gegensatz zur Pusteblume, die sagte, dass St. Pauli verlieren würde.
Jonas vermutet nun, dass die Pusteblume Heidenheim und Kaiserslautern verwechselt hätte. Wie sie das gemacht haben soll, weiss ich nicht, denn da lag schliesslich noch Leipzig dazwischen. Aber er sucht nun mal nach Erklärungen, warum es nicht das gewünschte Ergebnis gab.
Mala erfreut sich wieder an den Besuchern und seitdem sie weiss, dass sie so vielen Menschen wichtig ist, geht es ihr noch gleich viel besser. Selbst die Pandas stören sie nicht mehr, denn die könnten ihr nie den Rang ablaufen. Dafür gefällt ihr allerdings weniger, dass schon wieder mit ihr Werbung gemacht wird. In einer Hamburger Zeitung macht die HSH Nordbank Reklame mit ihr und ihrem Zuhause. Das taten sie schon im Mai 2012 und 2013 und jetzt wieder. Mala hat nichts dagegen, wenn mit ihr Werbung gemacht wird, denn sie sagt von sich, dass sie äusserst fotogen sei, aber sie möchte dann bitteschön auch dort leben, wo ihr Konterfei für herhalten soll.
Aber welchen anderen Elefanten gibt es auch als sie, der so schön und fotogen ist? Ihr fällt niemand ein, denn sie sei einfach die allerschönste. Froh ist sie bis heute übrigens, dass sie nicht für die Elbphilharmonie Werbung gemacht hat. Darüber macht sie sich heute noch lustig, dass man da Mogli sehen kann und ausserdem einen Apfel, damit diese ihren Rüssel richtig hält. So was hat Europas klügster Elefant natürlich nicht nötig.
Der HSV hat gestern im so genannten „Sechs-Punkte-Spiel“ zwar nicht drei Punkte geholt, aber wenigstens einen Punkt. Torschütze war wieder einmal Gojko Kacar, der bereits aussortiert worden war und keinen weiteren Vertrag über die Saison hinaus angeboten bekam. Momentan sieht es aber eher danach aus, als ob er doch noch einen Vertrag bekommen wird. Jedenfalls sorgt er mit seinen Last-Minute-Toren dafür, dass der HSV wichtige Punkte holt.
Ein Punkt gegen Freiburg, der ein direkter Konkurrent um den Klassenerhalt ist, ist besser als nichts. Nun muss man nur noch sehen, wie sich Paderborn, Hannover und Stuttgart machen werden. Ich hoffe immer noch, dass Hannover absteigen wird. Wie gesagt, ich mag den Verein nicht.
Bayern München sieht einen weiteren Titel in weite Ferne rücken. Es geht um die Champions League-Trophäe und um den Einzug ins Finale. Am Mittwoch verlor Bayern sang- und klanglos mit 3:0 gegen Barcelona. Ich habe nur zehn Minuten des Spiels gesehen – von der 64. Minute bis zum ersten Messi-Tor -, aber das zeigte mir, dass Bayern gar nicht zu einem Sieg fähig war. Man konnte regelrecht sehen, dass Barcelona bald ein Tor schiessen würde. Ja, ich habe das gesehen, denn Bayern vertändelte den Ball, schoss andauernd zu Neuer zurück, leistete sich Fehlpässe und dödelte mit dem Ball eher rum als wirklich mal zu einem Torschuss zu gelangen. Es schien mir, als würden sie auf ein Unentschieden hoffen und den Ball noch bis zum Abpfiff halten wollen. Daraus wurde nichts und sie verloren. Wie das Rückspiel ausgehen wird? Keine Ahnung, aber die Stadt wird am Dienstag kochen. Und ob man Bayern die Daumen drücken soll? Einen Dämpfer haben sie immer verdient, aber sie sind der letzte verbliebene deutsche Verein in der CL. Da sollte man sich das vielleicht noch mal überlegen. Ausserdem sind die mir immer noch sympathischer als Messi und der ewig foulende Neymar jr.

 

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