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Archiv der Kategorie: Winter

Ist schon wieder Weihnachten?


Schon wieder Weihnachten?, werden sich einige fragen. Hatten wir das nicht erst? Nein, es ist bereits wieder ein Jahr rum. Nur wegen der ganzen Weihnachtsartikel in Kaufhäusern und sonstigen Läden ist bereits seit September gefühlte Weihnachten. Nur der Heilige Abend ist tatsächlich erst heute.
Möglich, dass es einem in diesem Jahr so plötzlich vorkommt, denn sieht es draussen nach Weihnachten aus? Liegt Schnee, muss man seine dicke Winterkleidung tragen? Nein, man kommt sich vor, als wäre Herbst. Deshalb ist manchen unweihnachtlich zumute. Zu denen zähle ich mich auch. Ich erwarte gar nicht Schnee und Eis, aber vielleicht niedrigere Temperaturen, als wir es jetzt haben.
Ich kann mich nicht wirklich an ein Weihnachten erinnern, wo es so warm gewesen ist. Ich hatte immer eine dicke Mütze und Handschuhe an. Doch dieses Mal kann man einfach so an der frischen Luft herumlaufen, ohne dass man sich verkühlt und eine Erkältung einfängt.
Wegen des Wetters fällt Weihnachten allerdings nicht aus. Denn was am 24. Dezember stattfindet, wird auch dann sein, selbst wenn der Hochsommer ausbrechen sollte. Und so kommen wir uns bald wie jene Menschen vor, die auf der Südhalbkugel leben. Wir schwitzen allerdings nicht in der Hitze. Kann allerdings in den nächsten Jahren auch noch kommen, wenn man an die globale Erwärmung denkt. Wobei ich immer gedacht habe, dass die Schlechtwetterpeiroden zunehmen würden. In Nordengland ist das mal wieder so weit. Dort kommt es beinahe in jedem Jahr um diese Zeit zu Überschwemmungen.
Trotz des herbstlichen Wetters werden Vorbereitungen für Weihnachten getroffen. Durch die zwei Weihnachtsfeiertage, die auf einen Freitag und Samstag fallen, sind auch am Sonntag die Geschäfte nicht geöffnet. Für insgesamt vier Tage muss man also vorsorgen, dazu noch einplanen, dass Freunde oder Verwandte unangemeldet eintreffen könnten. Und so kauft man und kauft und kauft, als wären Kühlschrank und Speisekammer total leer. Wer jetzt oder in den drei letzten Tagen in einen Laden gegangen ist, weil er nur schnell mal was kaufen wollte, der stand mehr als zehn Minuten an den Kassen, weil die Leute vor ihm den Einkaufswagen bis zum Rand gefüllt hatten. – Mit Dingen, die die Welt nicht braucht. So denkt man selbst. Was braucht man fünf Kisten mit Whisky oder anderem Alkohol? Kann man Weihnachten nur alkoholisiert überstehen, weil die Schwiegermutter wieder total nervt oder Tante Elfriede immer am rummäkeln ist, dass früher alles besser war und vor allem besser geschmeckt hat?
Ich werde es nie verstehen. Wobei ich meine halbe Verwandtschaft auch nicht verköstigen muss. Das würde ich wahrscheinlich auch nicht ohne entsprechende Beruhigsmittel durchstehen.
Es ist schon wieder Weihnachten. Der Christbaum ist aufgestellt, wurde geschmückt, die letzten Geschenke sind gekauft und verpackt. Nun kann es losgehen.

Ich wünsche allen Lesern dieses Blogs FROHE WEIHNACHTEN!

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Trügt der Schein?


Gestern wurde im Bundestag das erneute Rettungspaket für Griechenland gebilligt. Mit Zähneknirschen, aber es wurde gemacht. Nun fragt man sich natürlich, ob Griechenland auch die gestellten Bedingungen einhalten wird. Tsipras ist ja der MEinung, Griechenland brauche nun nicht mehr zu sparen. (schrieb ich auch schon letzte Woche an dieser Stelle). Auch der griechische Finanzminister setzt sich in die Nesseln.
Die ersten Demonstration gegen die Regierung Tsipras hat es auch schon in Griechenland gegeben. Überall ist der griechische Ministerpräsident mit seinem Links-Rechts-Bündnis nicht gern gesehen.
Aber nun hat er erst einmal seinen Willen durchgesetzt und bekommt weitere Finanzhilfen, auch wenn er weiter sparen muss – oder wenigstens sollte.
Andere Länder wie beispielsweise Irland haben sich bereits aus dem Euro-Rettungsschirm wieder verabschiedet, nur Griechenland hängt immer noch am Tropf. Das werden sie auch noch die nächsten fünf Jahre, wenn man dort nicht endlich versteht, wie man sorgsam mit Geld umgeht und wie man wirksam die Korruption bekämpft. Letzteres will Tsipras angeblich in Angriff nehmen. Da bin ich wirklich gespannt, ob er den Filz entwirren kann.
Ich bin immer noch dafür, dass Griechenland bankrott meldet. Das ist das beste, was sie tun können, ansonsten werden sie auch ewig am Geldhahn der EU hängen und nie auf eigenen Beinen stehen.
Erst mal sehen, was Ende Juni sein wird, wenn das aktuelle Hilfspaket auslaufen wird. Dann werden wir sehen, was kommen wird. Vielleicht wird Griechenland wirklich noch aus dem Euro ausscheiden. Man wird es sehen. Angeblich horten Euro-Sammler bereits jetzt jede Euro-Münze, die aus Griechenland stammt. So übertreiben muß man es nun wirklich nicht.

Was gibt es Neues aus Russland und der Ukraine? Erst einmal soll angeblich die Erstürmung Mariupols in den nächsten Wochen bevorstehen. Wie geht das eigentlich bei einer Waffenruhe? Ach, ich vergass, dass diese eigentlich nie richtig eingehalten wurde. Immer gab es kleinere bis grössere Gefechte, nur der wirklich grosse Angriff blieb aus.
Gilt die Waffenruhe eigentlich noch? Hollande sagte, dass diese unbedingt eingehalten werden müsse, damit es nicht zu weiteren Konsequenzen komme. Damit meinte er weitere Sanktionen gegen Russland.
Man fragt sich inzwischen, wie lange dieser Konflikt eigentlich noch dauern wird. So lange wie Putin an der Macht ist? Das kann noch einige Jahre, wenn nicht sogar Jahrzehnte dauern. Eine neue Ära à la Stalin scheint eingeleutet worden zu sein.
Das scheint es tatsächlich, denn heute Nacht wurde auf offener Strasse der ehemalige russische Vizeregierungschef Boris Nemzow erschossen.
Nemzow war einer der grössten Kritiker Putins. Da könnte einem der Verdacht kommen, dass der russische Präsident seine Hände im Spiel hätte. Aber was hätte er davon? Nun gut, ein Gegner weniger, der die Klappe gegen ihn aufreisst, aber ansonsten doch nur Scherereien. Denn irgendwann würde schon herauskommen, dass er darin verstrickt wäre.
Aber wer hat sonst einen Nutzen davon? Wenn man es so bedenkt, ist dieser Mord die beste Möglichkeit, um die Putin Gegner und seine Befürworter noch weiter gegeneinander aufzuwiegeln und es zur Katastrophe kommen zu lassen. Denn natürlich denkt man gleich, dass es nur Putin oder seine Anhänger gewesen sein könnten, die Nemzow endgültig mundtot machen wollten.
Nemzow hat die Ukraine-Politik Russlands kritisiert und auch sonst kein Blatt vor den Mund genommen. Dadurch wurde er zu einem unangenehmen Politiker, den man anderweitig nichts nachweisen konnte, um ihn mundtot zu machen. Alle Kreml-Kritiker wurde durch irgendeinen Grund der Mund gestopft, wie fadenscheinig es auch war.
Putin solle gewährleisten, dass der Mord an Nemzow aufgeklärt wird und die Täter zur Rechenschaft gezogen würden, so Merkel.
Schon im eigenen Interesse wird Wladimir Putin die Aufklärung des Mordes vorantreiben, damit es nicht hinter vorgehaltener Hand heisst, er habe den Auftrag gegeben.
Wie es wirklich war, werden wir ohnehin nicht erfahren.

In Deutschland wollen in der nächsten Woche die Lehrer streiken. So weit ich weiss, da ich nachgeschaut habe, wird das in einem Bundesland keine Auswirkungen auf die Schulen haben, weil dort gerade Ferien sind. Ich spreche vom Bundesland Hamburg. Ob dennoch einige Lehrer dort auf die Strasse gehen werden? Könnte ich mir schon vorstellen, aber ich gehe immer von den Lehrern aus, die ich in der Schule hatte.
Warum streiken die Lehrer eigentlich? Weil ver.di es gesagt hat, könnte ich nun lapidar sagen. Ganz falsch ist es nicht, aber den wahren Kern trifft es natürlich nicht. Denn es geht um die Altersversorgung. Die soll umgestellt werden und das passt ver.di nicht. Ich schätze mal, dass die Gewerkschaft wieder zuviel Geld hat und nicht weiss, wie sie das nun ausgeben soll. Vielleicht sollten sie es wie die Stadt Hagen in Westfalen machen und einfach das Geld verspekulieren.
Von mir aus können die Lehrer streiken so lange sie wollen, aber dann sollten sie sich auch endlich einmal anstrengen, den Schülern mit Freude etwas beibringen zu wollen. Viele leiern einfach nur ihr Pensum Tag für Tag, Woche für Woche, Jahr für Jahr ab, bis endlich die Rente erreicht ist. So hat man als Schüler wirklich keinen Spass am Unterricht.
Ich selbst kann nur eine Handvoll Lehrer nennen, die wirklich gut waren. Im Internat gab es solche Luschen, wie oben beschrieben nicht. Jedenfalls nicht auf meinem.
Als ich dann das Internat verliess und auf ein ganz normales Gymnasium ging, da lernte ich auf einmal, dass der Lehrer am Schüler an sich nicht interessiert ist. Selbst der Tutor kümmerte sich kaum um seine Gruppe. Vielleicht etwas extrem, aber so ist es bei mir wirklich gewesen. Da gab es Lehrer, die sich über den Lehrplan aufregten, andere holten Anfang des Schuljahres ihren „Fahrplan“ heraus, der dann abgearbeitet werden musste. Dieser Fahrplan galt für viele Jahre und wurde kaum modernisiert. Es gab auch Ausnahmen, aber die waren rar gesät – leider.
Zudem bin ich immer noch der MEinung, dass vor, während und nach dem Lehramtsstudium ein Eignungstest durchlaufen werden sollte, zudem sollten die Studenten nicht nur die Bank in der Uni drücken, sondern auch in die Schulen gehen und dort in der Praxis lernen, wie man mit Schülern umgeht. Letzteres wird gewiss von den Schulen nicht so gewollt, aber wenn Lehrer herangezogen werden sollen, die den Schülern den Unterricht nicht vergällen, ist so was nötig.
Deshalb sollten mal die Schüler dafür demonstrieren, dass sie von Lehrern unterrichtet werden, die sich wirklich für jeden einzelnen Kurs interessieren und nicht ihr eigenes Ding durchziehen wollen.

Hat jemand am Mittwoch oder vielleicht gestern den Starkbieranstich vom Nockherberg gesehen? Also die Rede von Mutter Bavaria war dieses Mal deutlich besser als in den Jahren zuvor, wenn sie auch immer noch nicht die Schärfe erreicht hat, wie bei ihren Bruder Barnabas-Vorgängern. Enttäuschend war dieses Mal das Singspiel. Es gab durchaus einige kleine Höhepunkte, aber es war schwach. Lag auch daran, dass alle Schauspieler kontant auf der Bühne waren, da es in einem geschlossenen Raum – einer Rakete – spielte.
Die Politiker dürften zufrieden gewesen sein, wurden sie doch nicht so arg derbleckt. Da ist der bayerische Politiker an sich sehr empfindlich. Wenn etwas zu Wahres an der Kritik ist, dann ist man gleich beleidigt.
Deshalb sind Rede und Singspiel auch nicht mehr so bitterböse wie es früher noch war. Ja, die Politiker sind dünnhäutiger geworden. Ändert sich vielleicht auch noch irgendwann einmal. Und nun warte ich auch auf den Maibockanstich. Da gibt es zwar kein Singspiel, ist aber auch sehr lustig an der einen oder anderen Stelle.

Bayern München setzt seinen Vormarsch auf die nächste Meisterschaft fort. 4:1 gewannen sie gestern Abend gegen die Geissböcke, also Köln.
Langweilig wie immer ist es also in der ersten Bundesliga. Man hat sich daran gewöhnt, dass es fast immer der FC Bayern ist, der die Meisterschaft erringt. Umso interessanter ist es in der Zweiten Liga. Dort ist im Abstiegskampf noch alles offen, obwohl der FC St. Pauli gute Arbeit leistet, um tatsächlich den Weg in Liga Drei anzutreten.
Elefantendame Mala wäre natürlich sofort zur Stelle, um den Super-GAU zu verhindern. Ihrer Meinung nach könne sie elf Spieler auf einen Schlag ersetzen. Den Gegner würde sie einmal kurz anpusten – dafür wird der Rüssel drei Tage nicht gewaschen – und dann stürmt sie direkt aufs gegnerische Tor zu und versenkt den Ball im Netz.
Soviel zum Wunschdenken der alten Kuh.
Morgen wird es gegen Erzgebirge Aue gehen. Der Verein steht auch ziemlich weit unten in der Tabelle. Aber wie schon gegen 1860 wird wohl auch St. Pauli dieses Mal beweisen, dass sie einen vermeintlich leichten Gegner nicht wegputzen können. Ausserdem kommt noch hinzu, dass gerade Erzgebirge Aue derjenige Verein ist, wo St. Pauli immer seine Punkte lässt. Wenn sie tatsächlich mal gegen Aue gewinnen, kommt das beinahe schon einem Wunder gleich.
Aber genau an dieses Wunder glaubt die Pusteblume, das Fussballorakel von Jonas. In der letzten Woche hatte sie den richtigen Riecher bewiesen, als sie auf eine Niederlage gegen 1860 München tippte. Und dieses Mal glaubt sie eben, dass St. Pauli gegen Aue gewinnen wird. Ob sie tatsächlich recht behalten wird? Jonas ist skeptisch. Bloss weil sie einmal richtig lag, muss es jetzt nicht sein. Sie ist halt nicht das grösste aller Fussballorakel, sondern nur die Vertretung der Vertretung. Aber sie findet es immer noch sehr interessant, auch wenn sie wahrscheinlich nicht den Sinn versteht, der hinter der Fragerunde steht.
Elefantendame Mala ist etwas skeptisch, was einen Sieg betrifft. Zwar glaubt sie nicht daran, dass St. Pauli vollständig versagen wird, aber drei Punkte werden sie nicht holen. Die alte Kuh ist für ein Unentschieden.
Wer wird am Ende nun recht behalten? Die Pusteblume mit ihrer schlechten Quote oder aber Elefantin Mala, die seit mehr als vierzig Jahren weiss, wie der Ball gerollt werden muss.

 

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Wenn die Niederlage als Sieg verkauft wird…


Griechenland hat nicht seinen Willen bekommen, aber Deutschland auch nicht. Worum es geht? Natürlich um das liebe Geld, das Griechenland bekanntlich nicht hat, aber haben will, damit sie nicht den Staatsbankrott erklären müssen.
Griechenland wollte eine Verlängerung der EU-Finanzhilfen, dafür aber kein Entgegenkommen zeigen. Kein Wunder, dass die Bundesregierung damit nicht einverstanden war. Nun hat Deutschland nicht die Macht mit seinem Nein alles zu blockieren, die anderen EU-Länder haben auch noch ein Wörtchen mitzureden. Aber ein wenig hat Deutschlands Stimme schon Gewicht, ansonsten hätte Tsipras nicht mit Merkel telefoniert, nachdem das Nein bekannt wurde.
Nun kam es zu einem Ergebnis: Die Finanzhilfen werden noch um vier Monate bis Juni verlängert, im Gegenzug wird Griechenland weiter sparen. Und das war der Streitpunkt. Griechenland sah nicht ein, warum sie sparen sollten. Aus dem Grund wurde Tsipras auch gewählt, weil er Schluss machen wollte mit den Einsparungen.
Aber wie will er Geld verprassen, dass er nicht hat und auch nicht bekommt? Genau, da muss man zurückrudern, klein beigeben und all das machen, was gefordert wird.
Es war bereits spekuliert worden, dass Griechenland aus dem Euro austreten wird, wenn die Finanzhilfen nicht verlänger werden. Vom sogenannten Grexit war die Rede. Wer auch immer sich das ausgedacht hat, ich muss da eher an eine Echse denken als an den Euro-Austritt Griechenlands.
Und obwohl Griechenland nun weiterhin Gelder bekommen wird, klafft weiterhin eine Finanzlücke im Land, die sich nicht so schnell schliessen wird.
Irgendwie bleibt fraglich, ob Griechenland sich wirklich in den nächsten Jahren erholen wird. Warum gehen sie nicht in den Bankrott? Das ist manchmal eine gute Sache.
Griechenland bekommt seine Finanzhilfen, macht die bekannten Zugeständnisse wie bisher und was macht Griechenlands Ministerpräsident? Der wertet die Einigung der Euro-Länder in Brüssel für sich. Denn Griechenland brauche ab nun nicht mehr sparen und sich von der Troika, die aus der EU-Kommission, der Europäischen Zentralbank und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) besteht, nicht überwachen lassen. Gut, letztere Institutionen werden nicht mehr Troika genannt, erfüllen aber weiterhin dieselbe Aufgabe, die sie zuvor als Troika erfüllt haben. Kurz gesagt schauen sie Griechenland auf die Finger, ob die denn auch zur Zufriedenheit der EU handeln und nicht das Geld verprassen. Fällt deren Bericht nun positiv aus, wird Geld freigegeben.
Was hat Tsipras da nur verstanden? Griechenland muss weiterhin sparsam sein, muss das Geld sinnvoll einsetzen. Doch nein, Tsipras ist der MEinung, dass nun nicht mehr gespart werden müsse und überwacht würde Griechenland auch nicht mehr, ob das Geld auch sinnvoll verwendet wird.
So verkauft man seinen Landsleuten eine Niederlage als Sieg. Genau so funktioniert es. Haben schon andere versucht, wie beispielsweise Napoleon, der den Franzosen das Fiasko des Russland-Feldzugs als grossen Sieg verkaufen wollte.
Nun ja, nach den grossen Worten schlägt Tsipras leisere Töne an und sagt, dass noch vieles getan werden müsse, um Griechenland aus der Krise zu holen und nicht mehr auf die Hilfe anderer angewiesen zu sein. Ausserdem würde es nun möglich werden Reformen voranzutreiben, damit Korruption und Steuerhinterziehung bekämpft werden können.
Ich bin wirklich gespannt, was sich in Griechenland weiter tun wird. Bis Ende Juni wird es erst einmal weiter Geld geben. Aber die eigentliche Frage bleibt doch, wie lange Griechenland der EU noch auf der Tasche liegen wird. Wäre ein Staatsbankrott nicht die einfachere Lösung?

Seit letzter Woche sollen in der Ostukraine die Waffen ruhen. Zu schlimmen Gefechten wie in der Vergangenheit kam es auch nicht mehr, dennoch gibt es keinen wirklichen Frieden. Die prorussischen Separatisten haben die zuvor eingeschlossene Stadt Dewalzewo erobert. Schafft man so etwas, wenn Waffenruhe herrscht? Vielleicht hat man psychologische Kriegsführung betrieben, nur glaube ich nicht daran, dass die prorussischen Separatisten solch ein psychologisches Geschick an den Tag setzen. Also doch mit Waffengewalt erobert.
Nun aber das Seltsame: Trotz offenkundiger Verletzung der Waffenruhe wird weiterhin daran festgehalten. Es kommt nicht einmal zu einer grossen Rüge. Nun gut, Hollande hat gesagt, dass nun endlich die Waffen ruhen müssten, ansonsten würde es weitere Sanktionen gegen Russland geben. Darüber lacht Russland doch.
Worüber Russland weniger lachen wird, ist die Tatsache, dass sie von der Ratingagentur Moody’s nur noch auf Ramschniveau rangieren. Sie sind weiter abgestuft worden. Das ärgert Russland, aber Sanktionen interessieren sie nicht weiter.
Und ich habe im Grunde auch keine Lust mehr, über die Krim-Krise zu schreiben. Immer nur das gleiche. Keiner hält sich an die Absprachen, der eine schiebt dem anderen die Schuld in die Schuhe. Man weiss überhaupt nicht mehr, was man eigentlich glauben soll.
Ob die Eroberung der Krim nur der Anfang von Russlands Träumen, die einstige frühere Grösse zu erreichen, war, bleibt dahingestellt. Befürchtet wird es jedenfalls. Nun sagt auch der Vizekommandeur der Nato in Europa, Sir Adrian Bradshaw, dass Russland weitere Gebiete der Nato erobern könne.
Man muss auf alles vorbereitet sein. Solange Putin an der Macht ist, kann alles passieren. Vielleicht will er die Gebiete der ehemaligen DDR zurück. Zwei-plus-Vier-Vertrag, was ist das nur?
Hat eigentlich jemand diese sehenswerte Dokumentation über Putin am Dienstag auf dem ZDF gesehen. Sehr informativ und vor allem weitaus interessanter als die gefühlte hunderste Staffel „Um Himmels Willen“ in der ARD. Da heisst es nur noch, dass die Serie weit entfernt von einstigen Spitzenquoten ist. Im wie vielten Jahr läuft die Serie bereits? Die Serie ist auserwählt, aber das hat die ARD noch nicht begriffen, sondern hält weiterhin daran fest. Die Serie hatte vor Jahren ihren Reiz, aber das ist lange vorbei. Nun muss die ARD nur noch den Mut finden, die Serie einzustellen. Bei „Verbotene Liebe“ haben sie es doch auch geschafft und die Daily zu einer Weekly gemacht. Wobei ich mich frage, ob die Quoten von „Verbotene Liebe“ nicht besser waren als beim „Quizduell“. Die Werte sind grottenschlecht. Übrigens hat Jonas mir erzählt, dass in der Hamburger Innenstadt am frühen Nachmittag Leute angesprochen würden, ob sie am Abend live als Zuschauer beim „Quizduell“ sitzen möchten. Jonas gehörte zu diesen Personen und hat sofort angenommen. Wenn er was umsonst geboten bekommt, nimmt er sofort an. Gefallen hat es ihm nicht. Er weiss nun definitiv, warum er sich die Quizshow bisher nicht angetan hat. Nun ist er um eine Erfahrung reicher und nimmt vielleicht nicht alles, was es umsonst gibt.

Elefantendame Mala ärgert sich mal wieder über ihren Lieblingsverein, den FC St. Pauli. Gegen Greuther Fürth verloren sie am Montag glücklos mit 1:0. Glücklos auch deshalb, weil St. Pauli einen Elfmeter zugesprochen bekam und der Linienrichter diesen Elfmeter wieder aufhob.
Wenn St. Pauli diesen Elfmeter bekommen hätte, vielleicht hätten sie ein Unentschieden zustande bekommen. Dann hätten zwar Mala und die Pusteblume auch daneben gelegen – wobei die Pusteblume anfangs wohl zu einen Unentschieden tendiert hätte, aber Mala war für einen Sieg gewesen.
Ja, ganz richtig gelesen. Das grösste aller Rüsselorakel hatte sich vertippt. Mala war für einen Sieg St. Paulis gewesen, schliesslich schwächelte Greuther Fürth schon seit einigen Spielen. Nur gegen St. Pauli, da schaffen sie natürlich einen Sieg. So langsam glaubt Mala wirklich daran, dass St. Pauli absteigen will.
Dennoch hat sie mal wieder die Parole ausgegeben, dass sie bereit stehe, weil sie Zeit hätte. Bei der alten Kuh klingt es allerdings schöner: „Ich steh bereit, ich hab Zeit.“
Sie würde jede Position übernehmen, am liebsten die eines Torwarts, aber die ist gerade besetzt. Ihre zweitliebste Position ist die eines Abstaubers, denn das beherrsche sie besonders gut. Wobei ich allerdings glaube, dass sie mit Abstauben eher das abstauben von Futter meint. Darin ist sie Weltmeister, das stimmt.
Mala tippte das heutige Spiel von St. Pauli gegen 1860 München. Die 60er haben vor einigen Tagen ihren Trainer MArkus von Aalen beurlaubt. 1860 steht nur einen Platz über St. Pauli, also auf dem vorletzten Platz. Nun könnte man natürlich meinen, dass St. Pauli endlich erkannt hätte, was es geschlagen hat und gegen den Vorletzten muss man unbedingt gewinnen, vor allem wenn es nächste Woche gegen den Drittletzten geht. Nur leider ist das so eine Sache, wenn ein vermeintlich leichtes Spiel ansteht, versaut St. Pauli sich das garantiert. Ausserdem muss man bedenken, dass 1860 München eben den Trainer beurlaub hat. Deshalb sah Mala auch schwarz und tippte auf eine Niederlage, genauso wie die Pusteblume. Jonas war der festen Überzeugung, dass sein Fussballorakel dieses Mal recht haben würde. Zeit wurde es, ihre Quote ist bekanntlich unterirdisch schlecht.
Was soll man sagen? Ja, St. Pauli hat das Spiel verloren. 2:1 hiess es am Ende. Dabei hat St. Pauli sogar zwei Tore geschossen, nur leider war das erste Tor für 1860 ein Eigentor. Praktisch der Anfang vom Ende für St. Pauli, könnte man sagen. Torchancen wurden versiebt ohne Ende. Was nützt es, wenn man den Torschuss übt, aber im Spiel selbst es zu keinem Erfolg kommt?
Mala bietet sich immer noch an, denn sie habe bekanntlich Zeit und stehe bereit.
Und die Pusteblume hat endlich mal wieder ein Spiel richtig getippt. Gegen Aue sieht sie übrigens einen Sieg voraus. Nicht, dass sie nun zu forsch wird.

 

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Spielt Russland wieder falsch?


Nach einem 16stündigen Verhandlungsmarathon wurde am Donnerstagmorgen in Minsk das Ergebnis verkündet: Ab dem 15. Februar wird in der Ostukraine eine Waffenruhe herrschen.
So sagte Russlands Präsident Putin, aber er soll auch gesagt haben, dass es nicht die prorussischen Separatisten wären, die andauernd die vereinbarten Waffenruhen unterbrechen würden, sondern die Ukrainer. Haben die sich verkleidet, sich in das Gebiet der „Abtrünnigen“ geschlichen und dort dann abgefangen zu schiessen und Raketen loszuschicken? Anscheinend ist es wohl so laut russischer Sicht geschehen. Na ja, es gibt immer zwei Seiten und jede sagt was anderes.
Aber nun soll es also ab morgen eine Waffenruhe geben. Wie lange wird sie dieses Mal halten? Laut USA soll Russland schwere Waffen ins umkämpfte Gebiet verlagern und auch für weiteren Nachschub für die Rebellen sorgen. Auch der ukrainische Präsident Poroschenko glaubt nicht wirklich daran, dass Russland sich an die Waffenruhe halten werde, hätte Russland seine militärische Offensive doch weiter verstärkt. Das Minsker Abkommen würde damit in Gefahr sein. Doch nun hat Russland völlig überraschend eine UN-Resolution eingebracht. Angeblich, um damit zu gewährleisten, dass die Waffenruhe auch wirklich eingehalten wird. Politisches Kalkül oder Augenwischerei?
Interessant ist erst einmal, dass Russland sich nur als Bürge des Friedensabkommens sehe. Was dort vor Ort geschehe, können sie nicht beeinflussen. Im Grunde genommen ist das, was Kreml-Sprecher Peskow gesagt hat, praktisch ein Freifahrtsschein dafür, dass Russland sich die Hände in Unschuld wäscht, wenn auf der Krim wieder Kämpfe ausbrechen und es nichts mehr ist mir der Waffenruhe.
Gerade deshalb ist es so überraschend, dass Russland einen Resolutionsentwurf in den Weltsicherheitsrat eingebracht hat. Dieser Entwurf soll alle Konfliktparteien dazu aufrufen, dass Minsker Abkommen auf der Krim umzusetzen.
Im Text spielt sich Russland als der grosse Friedensmacher auf, denn man sei „tief besorgt über die furchtbaren Ereignisse“ in der Ostukraine. Nur mit friedlichen Mitteln – wie auch immer nach Moskaus Meinung aussehen mögen – sei eine Lösung möglich.
Wieso glaube ich, dass dies Augenwischerei ist und am Ende die Ukraine als die Bösewichte dastehen werden, die die Waffenruhe nicht gewahrt haben? Und genau das wird eintreten.
Interessant ist weiterhin, dass Russland bisher alle eingebrachten Resolutionen blockiert hatte, da sie ständiges Mitglied des UN-Sicherheitsrates sind.
Wer übrigens gedacht hat, dass in der Ostukraine sich die Situation entschärfen würde, nachdem die Waffenruhe ab dem 15.Februar verkündet wurde, hat sich geirrt. Denn seitdem sind die Kämpfe noch einmal ordentlich angeschwollen. Es sieht so aus, als wollen die prorussischen Separatisten eine Entscheidung erzwingen bis es zur Waffenruhe kommt.
So schön der Erfolg in Minsk vielleicht sein mag, wird er dennoch keine Lösung im Streit um die Krim zwischen der Ukraine und Russland sein. Dort wird erst Schluss sein bis Russland samt Putin erreicht hat, was sie haben wollen.
Es wird schon seit längerem davon gesprochen, dass Russland wieder sein Gebiet erweitern will und auf die Masse aus Sowjetzeiten zurückwill. Dazu gibt es auch die Breschnew-Doktrin, von der ich vor einigen Wochen/Monaten bereits einmal gesprochen habe. Damit ist es Russland legal möglich in ein anderes Land einzumarschieren, wenn sich die dort lebenden Russen benachteiligt fühlen.
Deshalb wird auch gerne gewitzelt, dass die ehemalige DDR, also die Bundesländer, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Brandenburg und Meckelnburg-Vorpommern sowie Ost-Berlin wieder von Russland einverleibt werden. Deshalb taucht auf öfters der Witz auf, dass das Finale der WM 2018 in Ost-Berlin stattfinden würde. Kürzlich bei der Fastnacht in Franken wurde darauf wieder eingegangen, auch wenn es dann eher darum ging, dass in Bayern andauernd der Strom ausfällt, weil es von sämtlichen Stromtrassen abgeschnitten ist.
Aber zurück zum Minsker Abkommen. So schön das Ergebnis sein und klingen mag, ich glaube nicht daran, dass es allzulange halten wird. Vielleicht einen Monat, wenn überhaupt. Dann werden die Kämpfe dort weitergehen. Wahrscheinlich wird es wieder heissen, dass die Ukraine begonnen hätte. Selbst wenn das Gegenteil bewiesen wird, werden die prorussischen Separatisten bei ihrer Wahrheit bleiben.
Eine Lösung wird es in der Ostukraine bis auf weiteres nicht geben.

Heute ist also endlich der Tag der Tage: Valentinstag. Bereits seit Tagen werden verstärkt irgendwelche blödsinnigen Sachen angeboten, die man seinem/seiner Liebsten schenken sollte. Pralinen in Herzform, Bonbons, Kekse, ich weiss nicht was noch alles in Herzform angeboten wird. Der Preis ist mehr als unverschämt, denn die normalen Produkte davon kosten nur einen Bruchteil davon.
Kommerz ohne Ende. Vor allem lasse ich mir doch nicht vorschreiben, dass ich am 14.Februar unbedingt etwas für Regina kaufen soll. Das kann und mache ich an jedem anderen Tag. Ganz freiwillig.

Borussia Dortmund hat sich aus dem Keller der Ersten Liga gespielt. Bereits das zweite Spiel in Folge haben sie gewonnen. Ob sie nun doch nicht absteigen werden? Warten wir es ab.
Elefantendame Mala hingegen wartet noch auf den ersten Sieg ihrer Lieblingsmannschaft. Seit letzter Woche läuft der Spielbetrieb der Zweiten Liga wieder und der FC St. Pauli hatte es nur zu einem müden Unentschieden gebracht, weil er den Weg zum Tor nicht zu finden schien. Bis auf eine Riesenchance hat es wohl auch nichts weiter gegeben. Wenn der Verein so weiter spielt, wird er tatsächlich absteigen, denn jetzt zählen nur noch Siege. Alles andere darf es nicht mehr geben.
Am Montag wird es gegen Greuther Fürth gehen. Vor zwei Jahren spielte der Verein in der Ersten Liga, letzte Saison hätten sie aufsteigen können, wenn sie in der Relegation den HSV besiegt hätten. Nun schwächelt der fränkische Verein. Deshalb sagt Mala auch, dass St. Pauli gegen Greuther Fürth drei Punkte holen wird.
Jonas hingegen ist ratlos mit seinem Fussballorakel, denn die Pusteblume entschied sich erst für ein Unentschieden und dann für einen Sieg des FC St. Pauli. Nun weiss er wirklich nicht, was sie denn ihm hatte sagen wollen. Ich würde mal sagen, dass er sich endlich ein anderes Orakel suchen sollte. Das wohlgenährte Dickerchen ist bestimmt ganz wild darauf, sich als neues Orakel zu probieren. Ähnlich wie Mala ist sie sehr verspielt und übermütig, weiss aber genau, wo ihr Platz ist.
Jonas hat sich entschieden, dass die Pusteblume sich für einen Sieg entschlossen hätte. Damit wäre sie also einer Meinung mit Mala. Mal sehen, ob sie beide recht behalten werden. Dürfte inzeressant sein.

 

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Stürzt die USA Europa in einen Krieg?


Lange hörte man nichts mehr von der Ukraine-Krise, doch vor zwei Wochen änderte sich das, als prorussische Separatisten die ukrainische Stadt Mariupol angriffen.
Die Schuld wurde natürlich mal wieder der Ukraine in die Schuhe geschoben, die die prorussischen Separatisten provozieren wollten. Die eigentlichen Verursacher selbst, nämlich die prorussischen Separatisten, wuschen ihre Hände in Unschuld und behaupteten, sie hätten mit den Angriffen nichts zu tun. Kurz danach hiess es, dass die Offensive auf Mariupol begonnen hätte. Ja, was denn nun? Eines geht nur.
Natürlich war es das letztere. Seitdem herrscht wieder Krisenstimmung in Europa. Die Ukraine fürchtet – vielleicht berechtigt? -, dass Russland nun das übrige Land einnehmen will. Um Den Konflikt zu beenden wird es sicherlich nicht anders gehen. Nur wird sich die Restukraine nicht damit zufriedengeben.
Aber im Grunde genommen fürchtet die Ukraine von den prorussischen Separatisten und den mit ihnen verbündeten Russen überrannt zu werden. Deshalb baten sie Europa um Hilfe und baten auch um Waffen.
Daraufhin flogen Merkel und Hollande in die Ukraine und führten Gespräche, um am nächsten Tag mit Putin zu reden. Als Ergebnis kam zustande, dass nun das nie umgesetzte Minsker Friedensabkommen vom September letzten Jahres mit einigen Änderungen neu verfasst wird. Darin geht es unter anderem um eine Feuerpause, die Schaffung einer entmilitarisierten Zone und der Kontrolle der Einhaltung der Waffenruhe. Letzteres ist für die prorussischen Separatisten ja immer so ein Problem.
Des weiteren wollen sich Merkel, Hollande, Putin und Poroschenko morgen noch bei einer Telefonkonferenz über die letzten Punkte einig werden.
Heute sagte Merkel nun bei der Münchener Sicherheitskonferenz – ein Glück, dass ich gerade in Berlin bin -, dass es keine Waffenlieferungen an die Ukraine geben wird. Es würde in der Krisenregion schon genug Waffen geben und die hätten bisher nur zur Deeskalation geführt, dass es militärisch zu keiner Lösung kommen wird. Auch könne die Ukraine diesen Konflikt nie mit Waffengewalt gewinnen – denn Russland hat genug Material um die prorussischen Separatisten zu versorgen. Muss man immer im Hinterkopf behalten. Wenn beide Seiten dieselbe Waffenstärke hätte, das würde ein Blutbad ohne Ende geben. Und ob nur die Ukraine in Mitleidenschaft gezogen würde und nicht noch die umliegenden Länder ist auch eine Frage, die man nicht beantworten kann. Wenn dort ein Krieg ausbricht, dann wird dieser sich höchstwahrscheinlich nicht nur auf die Region beschränken, sondern sich auf halb Europa ausbreiten. Das mag man sich nicht vorstellen. Es ist gerade siebzig Jahre her, dass der Zweite Weltkrieg endete. Hundert Jahre, dass der Erste Weltkrieg begann. Irgendwann sollte die Menschheit doch aus all dem gelernt haben.
Der russische Aussenminister sieht als Grund für den Konflikt den Fall des Ostblocks und der Sowjetunion. Denn in den letzten fünfundzwanzig Jahren habe die USA versucht, sich in Europa als einzig grosser Verbündeter zu dienen.
Seit dem Wegfall der Sowjetunion gab es nur noch eine Supermacht, das waren die USA. Aber nun greift auch China nach der Macht und Russland will sich ein Stück vom alten Kuchen zurückholen, nur greifen sie zu Mitteln, die keiner duldet.
Frankreichs Präsident Hollande warnt vor einem Krieg, der kommen wird, wenn folgenden Gespräche mit Russlands Präsident Putin nicht zu einem zufriedenstellenden Ergebnis kommen werden.
Ex-Präsident Sakozy hingegen warnt vor einem neuen Kalten Krieg und sagt lapidar, dass die Menschen auf der Krim sich für Russland entschieden hätten. Dass die Abstimmung nicht mit rechten Dingen zugegangen ist, weiss jeder. Und wieso mischt sich Sarkozy auch noch ein? Stimmen die Gerüchte, dass er sich bei den nächsten Präsidentschaftswahlen wieder aufstellen lassen will?
Merkel hat die Lieferung von Waffen an die Ukraine abgelegt. Dafür bekommt sie Schelte aus den USA und zwar von keinem geringeren als John McCain. Ja, das ist der, der 2008 gegen Obama antrat und verlor. Man hört mal wieder was von ihm.
Er halte es für falsch, keine Waffen an die Ukrainer zu liefern, damit die sich verteidigen können und so getötet werden. Denn die Ukrainer werden getötet oder abgeschlachtet, wie es überall heisst. Ja, das stimmt sogar, doch Vergeltung auf Vergeltung bringt nichts ausser Blut und Tränen und Trauer und Wut und am Ende Tod.
Für McCain ist es, als ob die deutsche Regierung die Augen vor der Wahrheit verschliessen würde und nicht erkenne, dass die Ukrainer abgeschlachtet werden. Ganz Europa verhalte sich in den Konflikt enttäuschend, was man nicht anders habe erwarten können. Alle wissen, was los ist, aber keiner will es sehen.
Wenn man McCain so hört, haben die USA längst entschieden, was sie tun werden. Seit Anfang der Woche wird in den Vereinigten Staaten über die Frage debattiert, ob Waffen an die Ukraine geliefert werden oder nicht. Als grösster Befürworter tut sich dabei ebenjener John McCain hervor, der jetzt auf Deutschland und die EU wettert. Bleibt nur die Frage, wie gross McCains Lobby ist und die USA tatsächlich Waffen an die Ukraine liefern werden. Angeblich werden sie es tun, wenn nun keine Fortschritte mit Putin erzielt werden.
Die EU versucht es mit Reden und Sanktionen und dieUSA versuchen es eben mit Waffen.
Wie sagte schon Bismarck: Nicht durch Reden und Majoritätsbeschlüsse werden die grossen Fragen der Zeit entschieden, sondern durch Eisen und Blut.
Also durch Waffen und Krieg.
Wenn das wirklich so kommen sollte, dann gute Nacht…

Erinnert sich noch jemand, dass es vor kurzem in der Duma hiess, Deutschland hätte die DDR sich auch widerrechtlich einverleibt? Ohne jedwede Erlaubnis von anderen hätte die Bundesrepublik einfach beschlossen, dass die DDR nun wieder zur Bundesrepublik gehöre.
Da hat wohl jemand vorschnell den Finger auf ein anderes Land zeigen wollen, dass es nicht besser als Russland sei. Nur blöd, wenn man dabei den 2-plus-vier-Vertrag vergisst. Denn dieser Vertrag gewährleistete von den vier Alliierten, also den USA, Grossbritannien, Frankreich und Russland/Sowjetunion, abgesegnet, dass die Gebiete der DDR der Bundesrepublik beitreten konnten. Also nicht einfach annektiert, sondern ganz legal gewesen, noch dazu ohne Wahlbetrug oder Waffengewalt. Das hat Russland in der Ukraine nicht geschafft, weshalb sie mit dem Rücken zur Wand stehen, denn die EU und die USA sind deshalb ungehalten. Also musste Russland sich was ausdenken, um einen der grossen Wortführer zu diskreditieren. Leider fehlgeschlagen!
Aber ein Wunder, dass die Gebiete der ehemaligen DDR nicht von Russland für sich beansprucht wurden. – Kommt vielleicht auch noch, wenn mal der Ukrainekonflikt beigelegt sein sollte.

Elefantendame Mala ist seit heute wieder als Rüsselorakel aktiv, denn die Zweite Liga hat begonnen. Endlich kann Mala wieder mit ihrem Lieblingsverein mitfiebern und sich aufregen, wenn dieser erneut nicht weiss, wo sich das gegnerische Tor befindet.
St. Pauli spielte heute Mittag gegen Sandhausen. Erstes Spiel und erster Sieg? Nein, so euphorisch war die alte Elefantin dann doch nicht. Sie tippte auf ein Unentschieden.
Das Fussballorakel von Jonas, die hochgeschätzte Pusteblume, hattehingegen auf einen Sieg St. Paulis getippt. Aber wir kennen ihre Quote und die ist bekanntlich nicht die beste. Tja, so lag sie auch heute wieder daneben. Ob Jonas noch weiter an ihr festhalten wird? Es gibt noch das wohlgenährte Dickerchen, die gewiss ganz wild drauf wäre, das neue Fussballorakel zu werden.
Aber der Schlaubeutel war auch nicht besonders, erst als es wirklich wichtig wurde, waren ihre Tips auch wirklich richtig. Vielleicht wird die Pusteblume dann bei der EM dann auch machen im nächsten Jahr – falls Deutschland sich qualifiziert.

 

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Griechenland außer Rand und Band


Griechenland macht ernst und will nicht mehr sparen, sondern ausgeben, was sie gar nicht haben bzw. aus dem grossen Hilfstopf der EU bekommen. Das ist natürlich nicht das, was die restlichen EU-Länder sich von einer Sanierung der Finanzen vorstellen. Aber vielleicht treibt Tsipras den Bankrott voran, dass Griechenland am Ende sich saniert. Argentinien hat das gut getan, warum sollte es mit Griechenland nicht anders sein? Aber gerade dieser Bankrott wurde verhindert, als die Hilfsfonds kamen und Griechenland sich im Gegenzug verpflichtete, kräftig zu sparen. Gebracht hat es seitdem nicht wirklich was. Wie lange ist das nun eigentlich her? Seit drei Jahren, vier oder sogar fünf? Man hat den Überblick verloren, nur das in Griechenland schon lange die das Geld einstecken, die sowieso schon genug haben, ist heute wie damals aktuell.
Als nächstes provoziert Griechenland weiter, indem sich Tsipras auf einmal Russlands Präsident Putin verpflichtet zu sein scheint. Er, besser Griechenland, wolle keine weiteren Sanktionen gegen Russland, ja, nicht eimmal der Raketenangriff auf die ukrainische Stadt Mariupol verurteilte er. Ein Affront, der die Einigkeit der EU in Frage stellt.
Griechenland provoziert wo es nur kann. So überflog Verteidigungsminister Kammenos die unbewohnte Insel Imia mit dem Hubschrauber und warf Kränze ab. Auch wenn dort niemand leben mag, erheben Griechenland wie auch die Türkei Anspruch auf die Insel. Das ging so weit, dass Ende des letzten Jahrhunderts sogar ein Krieg drohte.
Die Türkei fühlte sich provoziert, liess Kampfflieger los. Und was macht Griechenland? Schickt keine Botschaft der Entschuldigung, sondern lässt ebenfalls Kampfflieger in die Luft.
Was ist da nur los in Griechenland?
Auf alle Fälle dürfen wir noch gespannt sein, was sich Tsipras und seine Genossen ausdenken werden, um die EU und die Türkei zu empören.

Das Dschungelcamp, das langweiligste aller Zeiten, wird sich heute Abend oder besser heute Nacht, endlich dem Ende nähern. Gestern flog noch Rolfe Scheider raus, mein Favorit. Damit verblieben Maren Gilzer, Tanja Tischewitsch und Jörn Schlönvoigt. In diesem Jahr müsste wieder ein Mann gewinnen, da es nur einer ins Finale geschafft hat, tippe ich auf Schlönvoigt. Er soll wohl auch eine ziemlich grosseFangemeinde haben, die immer fleissig für ihn anruft.
Ich jedenfalls werde mir das Finale, wie schon im letzten Jahr, nicht antun. Im letzten Jahr aus Protest, in diesem Jahr aus dem Grund, weil es bessere Möglichkeiten gibt, als sich zu langweilen.
Vor zwei Jahren, als Joey Heindle Dschungelkönig wurde, bezeichnete ich die damalige Staffel als die langweiligste überhaupt. Die diesjährige hat alles getoppt. Da will ich wirklich nicht wissen, wie so ein Sommer-Dschungelcamp sein wird. Dann lieber Promi-BigBrother. Oder der Fernseher bleibt ganz aus. Das ist wohl die beste Lösung.
Nach dem Ende dieser Staffel sollte man sich wirklich fragen, ob wir so etwas wie das Dschungelcamp überhaupt noch brauchen. Irgendwann ist jedes Format vorbei und besser wird es sowieso nicht mehr, denn irgendwann gehen die entsprechenden Kandidaten aus.
Es ist doch sehr bezeichnet für diese Staffel, dass noch viele Szenen mit Kandidaten gezeigt werden, die bereits am Vortag ausgeschieden sind. Da sehen wir Aurelio, die menschgewordene Liege, wie er auf einmal für eine mordsgefährliche Spinne schwadroniert, die er mit dem Stein todesmutig getötet hat. Ich glaube kaum, dass die Spinne ihn auch nur als Feind angesehen hätte, wo wenig, wie der sich bewegt hat.
Dann die Moderationen, die zwar lustig sind, aber weitaus länger als in den Staffeln zuvor. Man muss es wirklich sagen, in diesem Camp passierte einfach nichts. Woran das lag? Weil die Kandidaten miteinander nichts anfangen konnten, dass sie sich nicht einmal aufraffen konnten zu streiten? Im Grunde hat jemand wie Sarah Knappik, Georgina oder eben Larissa Marolt gefehlt. Walter Freiwald konnte das nicht alles wuppen. Am Ende hat er sich auch nur noch wiederholt und wurde langweilig, was auch zu seiner Rauswahl geführt haben dürfte.
Eventuell sehen wir irgendwelche Kandidaten bei Promi-BigBrother im Spätsommer wieder. Denkbar ist alles, Michael Wendler hat es schliesslich vorgemacht. Aber wenn ich ganz ehrlich bin, von den Kandidaten will ich niemanden mehr in der nächsten Zeit sehen.

Diese Nachricht kam unerwartet, aber nicht überraschend: Richard von Weizsäcker ist mit 94 Jahren gestorben.
Von 1984 bis 1994 war von Weizsäcker Bundespräsident. Der „Präsident aller Bürger“ hatte er sein wollen und ob ihm das gelungen ist, müssen die beurteilen, die ihn besser erlebt haben, als ich. Denn als von Weizsäcker gewählt wurde, war ich noch gar nicht geboren.
Auf jeden Fall war er nicht nur Bundespräsident eines geteilten, sondern auch des wiedervereinigten Deutschlands.
Unvergessen wird seine Rede bleiben, die er am 08. Mai 1985 hielt, dem 40. Jahrestag des Ende des Zweiten Weltkriegs.

Gestern begann die Rückrunde der Bundesliga. Bayern verlor gegen Wolfsburg mit 4:1. Bemerkenswert daran ist, dass Bayern in der Hinrunde kein einziges Spiel verloren hat und auch nur vier Gegentore kassierte. Dieselbe Anzahl haben sie sich nun in einem einzigen Spiel eingefangen. Schwächelt der Rekordmeister etwa oder ist das alles nur Taktik? Wollen sie so ein Anzeichen von Schwäche erzeugen, damit die nächsten Gegner denken, sie hätten leichtes Spiel? Oder muss die Mannschaft sich erst einmal wieder finden?
Ich würde es begrüssen, wenn es im Kampf um die Meisterschaft noch spannend wird. Momentan hat Bayern noch sieben, acht Punkte Vorsprung. Die können innerhalb weniger Spieler wegbrechen. Wolfsburg ist nicht gerade meine Lieblingsverein und auch eine Mannschaft, die einen starken Sponsor hinter sich stehen hat, ähnlich wie RB Leipzig. Aber immer nur Bayern als deutscher Meister ist langweilig
Elefantendame Mala hat sich extra zum Auftakt der zweiten Saisonhälfte aufgerafft und der liebsten aller Bohnenstangen zu Ehren das Spiel Werder Bremen gegen Hertha BSC getippt. Mala sagt, dass Werder gewinnen wird. Das hoffe ich natürlich auch, aber keine Ahnung, ob es so eintreffen wird.
Ansonsten wird Mala erst wieder von sich reden machen, wenn die Zweite Liga beginnt, also nächste Woche am 07. Februar. Natürlich hofft sie, dass St. Pauli den Klassenerhalt schaffen wird. Und Jonas ist schon gespannt, ob die Pusteblume ihre Quote verbessern kann.

 

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Verscheucht der Regen die Langeweile im Dschungelcamp?


Der Regen prasselt wieder unerbärmlich aufs Dschungelcamp nieder. Ein Zeichen, dass dort vielleicht endlich mal was passiert?
Nun ist die erste Person aus dem Dschungelcamp gewählt worden. Es ist nicht, wie ich gedacht habe Rebecca Simoneit-Barum, sondern Patricia Blanco. Überraschend kam das allerdings ebenfalls nicht. Umso bestürzter musste ich hören, dass Rolfe Scheider wohl die zweitwenigsten Stimmen hatte. Ich habe so sehr mit ihm als Dschungelkönig gerechnet. Aber was hat man in den letzten Tagen eigentlich von ihm gesehen? Bis auf das Auto seiner Eltern und deren Tod kurze Zeit hintereinander hat man eigentlich nie etwas von ihm gesehen. Besser gesagt, RTL hat uns nicht mehr von ihm gezeigt. So verkommen einige Camp-Bewohner zu Statisten, während andere andauernd zu sehen sind, weil sie wissen, wie sie sich ins rechte Licht rücken. Wie sie das machen, völlig egal, hauptsache man zeigt etwas von ihnen und spricht über sie. Ja, natürlich meine ich Walter Freiwald. Durch seine grosse Klappe ist er ständig in aller Munde. Wer ihn früher nicht kannte oder ihn nur als Pfannenverschenker vom „Promi-Dinner“ kannte, weiss nun, dass Walter Freiwald einmal der Co-Moderator von „Der Preis ist heiss“ neben Harry Wijnvoord war. Ehrlich gesagt, kann ich mich an ihn nur erinnern, weil ich über Wijnvoord mal einen Artikel schreiben musste. Da tauchte in dem Artikel auch ein Bild aus den alten „Der Preis ist heiss“-Zeiten auf.
In den letzten Tagen sah man entweder Walter Freiwald bei der Dschungelprüfung oder Angelina Heger, wie sie zu gar nichts mehr lust hatte oder richtiges Essen forderte.
Was war das gestern für ein hämischer Fingerzeig, als in der Schatztruhe mehrere Riegel Pick-ups zu finden waren. Genau nach dem Abtritt von Angelina.
Nun kamen auch endlich mal Personen zum Zuge, die man bisher nur im Hintergrund – halt Statisten – zu sehen gewesen waren. Benjamin Boyce musste auf Schatzsuche gehen und Maren Gilzer geigte Walter Freiwald die Meinung. Nur, das den das nicht wirklich interessiert. Dennoch taktisch klug von Maren Gilzer, dass sie damit genau anfängt, wenn es darum geht, dass der Zuschauer nun die Kandidaten rauswählen kann. Wobei es Maren Gilzer, so wird gemunkelt, gar nicht nötig hätte auf solche Taktiken zurückzugreifen, aufgrund ihrer grossen Fangemeinde von „In aller Freundschaft“ her. Aber gucken da wirklich alle der „In aller Freundschaft“-Zuschauer das Dschungelcamp? Wohl kaum, sonst wäre die Quote allabendlich weitaus höher. Schlecht ist sie halt nicht, aber auch nicht so berauschend wie im letzten Jahr.
Dennoch quält man sich durch die Staffel. Wenn es Walter Freiwald nicht gebe, könnte man die ganze Staffel getrost in die Tonne schmeissen.
Gestern konnte noch einmal die grossen Beteuerungen von Angelina Heger sehen, warum sie das Dschungelcamp auf eigenen Wunsch verliess. Sie hätte keine Kräfte mehr. Wenn man seit Tagen auch kaum was isst, dann ist das kein Wunder. Besonders, wenn man sich auf einredet, dass man das eine nicht verträgt und das andere einfach nicht essen kann, weil man es nicht mag. Da fragt man sich, ob Angelina nicht wusste, was eigentlich im Dschungel auf sie zukommt. Das hörte sich in Teilen so an, als hätte sie geglaubt, dass es ausser Reis und Bohnen noch immer anderes als Tagesration für die Kandidaten gibt. Erinnert das nicht ein wenig an Michael Wendler, der angeblich glaubte, dass man abends ins Hotel gebracht wird, um dort zu übernachten?
Jedenfalls hat Angelina Heger bewiesen, dass sie noch ziemlich unreif ist. Benahm sich wie eine verzogene Göre, die ihren Willen nicht bekam. Sie bockte rum, bekam dennoch nicht, was sie wollte. Da blieb am Ende nur selbst zu gehen. Am besten fand ich dann, wo sie sagte, dass sie noch nie weniger als fünfzig Kilo gewogen habe. Das stimmt nämlich nicht, denn als Baby wiegt man garantiert keine 50 Kilo. Ja, jetzt werde ich gehässig, aber das muss auch mal sein, denn diese Staffel Dschungelcamp hat einfach nichts zu bieten.
Da habe ich auf Rolfe Scheider als Dschungelkönig getippt und dann sieht man von ihm fast nichts. Die Aktion mit seiner Erst- und Zweitbrille war noch das amüsanteste. Aber was zeigt RTL uns auch? Man könnte bald denken im Camp gibt es nur einen Bewohner: Walter Freiwald.
Mal sehen, wer heute Abend fliegen wird. Bei Rebecca Simoneit-Barum vermute ich, dass sie die Lindenstrassen-Fans hinter sich hat. Ansonsten hätte sie als erste gehen müssen, denn bis auf das Harz auf der Kopfhaut hat man von ihr nichts gesehen, trotz des Kopftuchs, das als Farbfleck wirkt.

Vor Wochen konnte man sich über die ZDF-Serie „Der Alte“ aufregen, wo zwei langjährige Darsteller einfach rausgeschrieben wurden. Nun wurde bekannt, wer die Nachfolger sein werden. Die Serie, die lange Jahre ohne weibliches Stammmitglied ausgekommen ist, wird nach der Rechtsmedizinerin weiter verstärkt. Allerdings muss ich mich wirklich fragen, warum das ZDF so einfallslos war und Stephanie Stumpf verpflichtet hat. Es gibt so viele talentierte junge Schauspielerinnen, warum gerade sie?
In meinem grossen Bekanntenkreis war man froh, als sie nicht mehr in der Serie „Die Bergretter“ mitwirkte, genauso mied man die im Januar letzten Jahres ausgelaufene Krimi-Serie „Stubbe – Von Fall zu Fall“, weil sie einfach nicht zu ertragen war. Und nun das. „Der Alte“ wird einem auch verleidet. Na ja, es gibt ja den Ausschaltknopf an der Fernbedienung, aber vielleicht sollte das ZDF bei der Auswahl seiner Darsteller wirklich einmal mutiger sein. Aber man wollte halt eine Darstellerin haben, die aus den neuen Bundesländern kommt. Denn laut Rollenbeschreibung kommt die Kommissarin aus Dresden. Auch da gibt es talentiertere Darstellerinnen, die aus den neuen Bundesländern kommen. Ganz einfallslos vom ZDF, aber wirklich!
Mutig war die ARD und hat einen Ableger ihrer Erfolgsserie „In aller Freundschaft“ produziert. Diese läuft immer Donnerstags im ach so miesen Vorabend und nennt sich „Die jungen Ärzte“. Die erste Folge soll recht erfolgreich geworden sein mit 3,11 Millionen Zuschauern. Das war natürlich nur die erste Folge und wer weiss, wie viele es am Ende der vorläufig 42 geplanten Folgen sein werden. Ich weiss, dass einige Stammzuschauer der Hauptserie glauben, dass dort auch alle Stammschauspieler der Hauptserie immerzu mitspielen. So scheint es nicht ganz zu sein, schliesslich ist es eine andere Stadt, eine andere Klinik und eben andere Gesichter. Deshalb meine Vermutung, dass die Zuschauer sich so um zwei Millionen einpendeln werden. Vielleicht auch schlechter. Bisher konnten eigentlich keine Spin-offs wirklich überzeugen, wobei ich da nur von amerikanischen Serien spreche.
Bei deutschen Serien fallen mir die ganzen Soko-Serien ein, wo nur die „Soko Rhein-Main“ wieder eingestellt wurde. Und natürlich die ganzen „heiter bis tödlich“-Krimiserien, die alle nach und nach eingestellt werden oder einfach nicht mehr unter der Dachmarke produziert werden oder werden sollen. So ist es beispielsweise bei „Unter Gaunern“ geschehen, die im letzten Jahr noch grossartig als „heiter bis tödlich“-Serie angekündigt wurde. Nun läuft sie ohne die Dachmarke ab Dienstag auf der ARD. Darauf bin ich schon sehr gespannt, vor allem auf Peter Franke. Und dann gibt es noch eine Serie, die im Mai als „heiter bis tödlich“-Serie begann und nun nur noch auf dem BR laufen soll. Gemeint ist „Monaco 110“, die ich als locker und erfrischend fand zwischen „Hubert und Staller“ und „München 7“. Aber der ARD gefiel die Quote wohl nicht, weshalb sie die Serie nun in die bayerische Verbannung schicken. Sehr schade, denn damit erweist sich die ARD wie so oft als mutlos. Sie müssen eine Serie auch mal auf mehr als eine Staffel bringen, auch wenn sie nicht so sehr erfolgreich ist, wie sie gedacht haben. Das ZDF hat „Wetten, dass..?“ doch auch noch ewig durchgeschleppt, obwohl das keiner mehr sehen wollte. Und die Show war in der Produktion nicht gerade billig.
Heute, um 18.50 Uhr, zeigt die mal wieder eine Folge der leider eingestellten Serie „Fuchs & Gans“. An dieser Serie war gerade das Besondere, dass eine der Hauptfiguren mit Tieren sprechen kann. Natürlich nimmt das Urban Fuchs niemand ab, doch manchmal haben die anderen Figuren Beweise dafür und sind mehr als verwundert. Anfangs mochte das seltsam erscheinen, doch am Ende mochte man diese Serie sehr und war umso enttäuschter, als der SWR die Serie einfach einstellte. Es war ein tolles Format, aber der Serie wurde keine Chance gegeben.
Wann „Alles Klara“ fortgesetzt werden wird, steht auch noch in den Sternen. Gedreht werden soll eine dritte Staffel. Aber wann die nun laufen wird? Donnerstags jedenfalls nicht mehr, denn da läuft dieser furchtbare Ableger von „In aller Freundschaft“. Ich mag die Hauptserie schon nicht. Im Grunde genommen mag ich nur eine einzige Arztserie und die heisst „Trapper John, M.D.“. Stammt aus den 80ern und wurde mal eine zeitlang immer wieder auf Sat.1 gezeigt. Aber da war auf dem Privatsender das Programm auch noch besser. Heutzutage muss man auf die ganzen Digital-Sender umschwenken, wenn man noch was Tolles sehen will. Oder man besorgt sich ein paar DVDs von alten Serien wie beispielsweise „Ein Käfig voller Helden“. Kommt aber nur mit der zweiten deutschen Synchronisation an.
Heute Abend dann wieder Dschungelcamp. Mal sehen, wer heute zur Prüfung muss und wie weit der Schlagabtausch zwischen Maren Gilzer und Walter Freiwald gediehen ist. Es stimmt doch, im australischen Dschungel ist dieses Jahr absolut nichts los, ausser Walter natürlich.

 

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