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Schlagwort-Archive: 01. April

Hamburg will grüner werden und lässt die Parks bebauen – Ein Tag im April


Vor genau einem Jahr wurden die kostenlosen Plastiktüten verboten. Seitdem hat sich viel getan. So kann man bei Rewe nicht einmal mehr Plastiktüten kaufen. Penny, der Discounter gehört ebenfalls zu Rewe, hat vor einigen Wochen nachgezogen. Einige Edeka-Läden haben ebenfalls nur noch Papiertüten anstelle der Plastiktüten. Hier geht es mitunter so weit, dass man auch keine Obst- und Gemüsebeutel aus Plastik mehr bekommt, sondern welche aus Papier. Der Bioladen denn’s bietet ebenfalls keine kostenlosen Obstbeutel mehr an. Es bleibt nur noch eine Frage der Zeit bis man diese in keinem Laden mehr vorfinden wird.
Nur stellt sich jetzt die berechtigte Frage, ob Papier wirklich die Lösung ist. Denn diese sind vielleicht etwas stabiler als normales Schreibpapier, aber wenn ich damit in den Regen komme, kann ich die wegschmeissen und den Inhalt gleich mit, weil er mir durch den Boden gerutscht und Matsch ist. Tomaten möchte ich ebenfalls nicht in einem Papierbeutel transportieren, denn diese könnten auf dem Weg nach Hause zerdrückt werden und versauen mir den Rucksack. Ausserdem packe ich die Sachen in einem Obst-Beutel aus hygienischer Sicht, weil ich nicht will, dass jeder das anfässt, aber bei einem Papierbeutel muss die kassierende Person in den Beutel sehen und das finde ich nicht schön. Die haben andauernd Geld und ich weiss nicht was in der Hand. Reicht es nicht schon, wenn die erkältet sind und ich Rückgeld bekomme? Nein, Papierbeutel kommen bei mir nicht in Benutzung. Die würde ich nur einmal benutzen und dann wegwerfen. Genau das sollte nicht bezweckt werden, denn dadurch sorge ich wieder für mehr Müll. Mag nur Papier sein, mögen einige sagen, aber es ist bewiesen, dass Papier nicht die Lösung gegen Plastik sein kann.
Deshalb hat die EU nun beschlossen, dass auch Papiertüten in den nächsten Jahren verboten werden sollen. Stattdessen soll man wiederverwendbare Taschen wie Leinen- oder Jutebeutel benutzen oder diese Plastiktaschen, die auch Einwegflaschen gemacht werden und oft in dem Laden getauscht werden können, wo man sie gekauft hat, falls sie kaputt oder verdreckt sein sollten. Bei dm und Rossmann ist das allerdings nicht möglich. Alnatura hat auch schon vorgelegt und verkauft wiederverwendbare Obst- und Gemüsebeutel, die man waschen kann. Diese so genannten Veggie-Beutel können so oft benutzt werden bis sie verschmutzt sind. Danach steckt man sie einfach in die Waschmaschine und wäscht sie, um sie danach wieder zu benutzen. Eine gute Idee, aber wenn diese kleine Löcher enthalten, ist die Idee auch wieder nicht so toll. Aber weitaus besser als Papiertüten. Umweltfreundlich sind sie auch, da man die wiederverwendbaren Obstbeutel einfach mit anderen Kleidungsstücken waschen kann. Das spart Energie, Waschmittel und Wasser.
Papiertüten sollten die Plastiktüte beerben, doch noch während sie versucht, ihren Siegeszug anzutreten, wird sie bereits aussortiert und ersetzt.
Und nicht nur der Papiertüte geht es an den Kragen, sondern auch der Einwegflasche, die wieder verstärkt gegen die Mehrwegflasche ersetzt werden soll. Den Leuten soll auch besser erklärt werden, warum Mehrweg besser für die Umwelt ist.

Erinnert sich noch jemand daran, wie ich letztes Jahr davon schrieb, dass in Hamburg nur abgerissen wird, anstatt die alten Dinge zu erhalten? Ja, das hat sich leider immer noch nicht geändert. Jetzt soll das Commerzbank-Hochhaus weichen. Hamburg hat immer noch nichts gelernt. Dafür hat es aber eine Überraschung vor einiger Zeit gegeben, als beschlossen wurde, die City-Hochhäuser doch nicht abzureissen und sie zu erhalten. Man ist auch davon angerückt, dort Wohnungen und Büros zu bauen. Stattdessen soll dort das neue hamburgische Naturkunde Museum entstehen. In der Nähe des Standorts, wo heute ein grosser Elektronikmarkt steht, stand bis 1943 das grösste Naturkundemuseum Deutschlands. Dieses fiel den Luftangriffen der „Operation Gomorrha“ zum Opfer. Seitdem hat Hamburg kein Naturkundemuseum mehr. Es gibt an der Universität mehrere Standorte, wo man sich verschiedene Dinge ansehen kann, die früher in dem Naturkundemuseum alle zusammen angesehen werden konnten.
Vor Jahren hatte man kurz den Plan gehabt, ein Naturkundemuseum in die Hafen-City zu verfrachten, nur was hat dort ein Museum zu suchen? Touristen rennen lieber zur Elbphilharmonie als dorthin. Inzwischen ist mehr von einem Science-Center die Rede, obwohl es ein ähnliches bereits in Harburg gibt, worum sich die Stadt mal kümmern könnte. Aber Museen sind nicht wirklich das, was die Hansestadt interessiert. Sie will sich in der Welt profilieren. Mit Museen ist das recht schwierig, denkt man dort anscheinend.
Jedenfalls wurde nun vor kurzem beschlossen, das Naturkundemuseum in die City-Häuser zu verfrachten. In jeden dieser Türme kommt eines der heute in drei Sammlungen geteilte Museum. Der vierte soll als Lager und Arbeitsstätte dienen. Der Platz dürfte wahrlich ausreichen, wenn man mal die City-Türme gesehen hat. Mit einer Brücke soll jeder Turm mit dem anderen verbunden werden.
Mal sehen, ob das tatächlich etwas werden wird. Hamburg reisst so gerne ab und baut an Orten, wo man nicht bauen sollte.
Hamburg hat nur eine gewisse Grösse, kann sich nicht mehr weiter ausdehen, braucht aber laut Bürgermeister und anderen Politikern immer neue Wohnungen. Als nun die Flüchtlingswelle kam, wusste die Stadt nicht wohin mit ihnen, weshalb sie unter anderem in Baumärkten untergebracht wurden. Da diese nun auch Wohnungen brauchen, entschloss man sich, einfach dort zu bauen, wo es gerade passte – ins Naturschutzgebiet oder in Teilen von Parks. Was sich nun anhört, wie ein Scherz ist wahrlich keiner. Hamburg liess Flächen bebauen, weil dort noch nichts stand. Letztes Beispiel ist der Öjendorfer Park, wo einfach gebaut wird. Dagegen wird protestiert, aber was das bringt, weiss man bekanntlich. Nichts! Und nach dem Öjendorfer Park werden noch andere Hamburger Parks dran glauben müssen. Man stelle sich nur das wieder eröffnete Planetarium neben vier- oder fünfstöckigen weissen Würfeln vor. Ein Bild, das schockieren dürfte, aber Wirklichkeit werden wird. Pläne dazu liegen längst vor, werden aber noch geheim gehalten, dennoch dringt immer mal wieder etwas durch.
Um den Verlust an Grünflächen auszugleichen, sollen die Dächer Hamburgs begrünt werden. Bereits vor zwei Jahren wurde ein entsprechendes Projekt gestartet, damit bis 2019 die Fläche der grünen Dächer um etwa 100 Hektar erhöht wird. Drei Millionen Euro werden dafür zur Verfügung gestellt, um den nötigen Anreiz zu geben. Der Witz an der Sache ist, dass diese „Gründachstrategie“ sogar vom Bundesumweltministerium gefördert wird.
Man löst also die Parks auf und stattdessen müssen dafür die Dächer grün werden. Ist das nicht verrückt?

Über so etwas schüttelt Elefantendame Mala nur den Kopf, aber das tut sie immer, wenn sie hört, was da in Hamburg wieder geplant wird, um die Stadt zu verschandeln. Einzig die Idee mit dem Naturkundemuseum gefällt ihr, wo sie doch eines fernen Tages nach ihrem Tod dort stehen und die Besucher begrüssen möchte.
Die alte Kuh ärgert sich über das gestrige Spiel des FC St. Pauli, der wieder einmal gegen einen vermeintlich leichten Gegner leichtsinnig drei Punkte liegen liess. Gegen Erzgebirge Aue verloren sie mit 1:0. Das Tor fiel in der ersten halben Stunde und St. Pauli gelang es nicht, wenigstens den Aussgleichstreffer zu erzielen. Mala hatte es vorhergesehen, denn sie kennt ihren Lieblingsverein, der gegen Vereine, die unter ihnen spielen, fast immer versagt.
Die Pusteblume hingegen lag nach ihren beiden richtig getippten Spielen der deutschen Nationalmannschaft leider daneben. Anfangs hätte sie für eine Niederlage von St. Pauli plädiert, sich schliesslich für ein Unentschieden entschieden. Offensichtlich war sie zu zuversichtlich.
Trotz des Ärgers freut sich Elefantin Mala heute sehr, auch wenn sie im letzten Monat nicht für das Facebook-Titelbild genommen wurde, wo die Tage bis zum Eröffnungstag heruntergezählt wurden, denn heute am 1.April haben sich endlich wieder die Tore ihres Wohnorts geöffnet. Ab jetzt kann die alte Kuh jeden Tag bewundert werden. Baden tut sie noch nicht. Es ist zwar schon recht warm, aber so warm nun auch wieder nicht. Auf einen Schnupfen kann Mala verzichten.
Sie hofft, dass die Besucher eifrig zu ihr strömen werden und die ollen Bambusfresser links liegenlassen. Gestern hat sie sich einer grossen Dusche gewidmet und ihre Füsse sind auch pedikürt worden. Zwar findet sie, dass ihre Füsse früher besser ausgesehen haben, aber sie ist und bleibt verwöhnt, weshalb sie mit dem aktuellen Zustand nie zufrieden ist.
Mala hat sich etwas ausgedacht, wenn bei ihr nicht geöffnet ist. Dann hat sie nicht so viel zu tun und manchmal ist ihr schon langweilig. Vor allem will sie so den Hannoveranern entkommen, die ihr auf die Nerven fallen.
So hat sich die alte Kuh gedacht, ein Baumfäll-Unternehmen zu gründen. Es trägt den Namen „Ich fälle jeden Baum“. Sie sorgt dafür, dass der störende Baum entfernt wird. Damit hat sie Erfahrung und weiss genau, was sie zu tun hat. Allerdings übernimmt sie keine Haftung dafür, wo der Baum hinfällt und dass die Umgebung nach ihrer Arbeit wie ein Acker aussieht.
Mala macht dies nur in der Zeit vom 1. November bis zum 28. Februar. Wenn der Boden gefroren ist, wird sie zu Hause bleiben. Um den Abtransport kümmert sie sich nur, wenn der betreffende Baum zu ihren Leibspeisen zählen sollte. Das sind vor allem Weide, Haselnuss, Apfel. Diese Bäume fällt sie am liebsten.

Na, hat irgendjemand auf das heutige Datum geachtet? Ganz richtig, heute ist wieder einmal der Tag, wo man die Leute in den April schicken kann. In diesem Text sind wie in jedem Jahr Wahrheiten und Aprilscherze untergebracht. Was wahr ist und was nicht? Nun, das werde ich nicht verraten, sondern soll jeder selbst für sich herausfinden.

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Ein Käfig voller Helden


Was für ein schöner Tag ist heute nur, und dass, obwohl ich wieder arbeiten muss und Freitag ist. Ja, ja, heute scheint nicht nur die Sonne und es ist warm, sondern heute beginnt auch ein neues Quartal: Es ist der 01. April. Und was heisst das genau? Richtig, Leute verulken. Habe ich heute auch schon kräftig getan. Meine Scherze sind eigentlich immer schon gut angekommen, weil sie auch so harmlos klingen.
Lust zum Arbeiten habe ich heute wirklich nicht.
Die FDP ist wirklich so ein Luftnummer-Verein. Bloss keine Wählerstimmen verlieren, denn das könnte ja sonst was bedeuten. Aber darüber habe ich mich ja schon vor ein paar Tagen aufgeregt.
Wie kommt es eigentlich, dass die Bahn plötzlich den Bau von Stuttgart 21 gestoppt hat? Weiss das jemand? Die wollten das doch noch nciht mal machen, als heiner Geissler da vermittelt hat. Irgendwas ist da im Busche und ich weiss nicht, was es ist. Das ist gar nicht gut. Wie lange geben wir der Grünen-Regierung eigentlich? Ich sage mal zwei Jahre und dann gibt es Neuwahlen. Die kriegen ihre grünen Wünsche nicht durchgesetzt. Luftschlösser sind das eben, wie ich immer zu sagen pflege.
Dafür hat sich die Bundesregierung nun was ausgedacht. Wenn sie nämlich nicht nur die sieben kernkraftwerke abstellen, sondern gleich alle. Dann haben wirklich bekanntlich den Strom-Gau, weshalb in den Grossstädten so für vier Stunden etwa immer mal der Strom abgestellt wird. Und damit wir Normalbürger das nicht so sehr zu spüren bekommen, wird verordnet, dass wir so kleine Windräder uns an die Fenster oder auf den Balkon oder aufs Dach setzen. Durch diese kleinen Räder wird dann Strom gewonnen, der in einem Akku gespeichert wird. So können wir dann die stromfreien Stunden überstehen, wenn wir nciht gerade alle Geräte im Eigenheim anstellen. Na ja, ob es was bringt, ist fraglich, aber so wird es kommen. Denn wenn alle KKWs weg vom Netz sind, haben wir nicht mehr so viel Strom und die Industrie braucht ihn. Die haben Vorrang vor normalen Haushalten, weshalb wir dann dumm aus der Wäsche schauen und im Dunklen sitzen. Anleitungen, wie man seinen Hometrainer oder sein eigenes Fahrrad als Stromerzeuger umbaut, sollen auch bald verteilt werden. Damit wird dann auch die Fettleibigkeit der Deutschen bekämpft. Die Krankenkassen schicken Leute in die Häuser und überprüfen, ob auch jeder so ein schönes Gerät hat – vor allem bei den etwas sehr vollschlanken Personen wird das überprüft. Durch diese Massnahme soll dem Speck der Kampf angesagt werden.
Wenn heute Abend Schalke gegen St. Pauli spielen wird, wird es zu einer kleinen Sensation kommen. Lange ist beim DFB diskutiert worden, ob es überhaupt zulässig ist und ob irgendwelche Regeln dagegen sprechen. Selbst bei der UEFA und der FIFA sind sie vorstellig geworden, doch selbst die hatten nach langen Phasen der Überlegung nichts dagegen. Und deshalb wird heute Abend im Tor des FC St. Pauli nicht wie gewohnt Thomas Kessler im Tor stehen, sondern ein grauer Riese namens Mala. Schon lange träumte die Elefantenkuh davon, ihrem Lieblingsverein zur Seite zu stehen und im Abstiegskampf zu helfen. Sie wolle das Tor sauberhalten, so wandte sie sich an den Trainer von St. Pauli. Nachdem sie auch versprach, weder auf den Ball zu treten, keine Trikots oder den Boden zu fressen oder Elefantenködel auf dem Spielfeld zu hinterlassen, bekam sie das okay spielen zu dürfen. Und nachdem nun auch der DFB nichts dagegen hat, werden wir uns heute Abend auf ein schönes Spiel freuen dürfen. Im Tor mit der Nummer 49 wird Mala sein, ihres Zeichens grauer Riese und Elefantenkuh aus dem Hamburger Tierpark Hagenbeck. Auf die Frage, wie sie denn das Tor sauberhalte, sagte Mala nur: „Ich mache alles dicht und wenn ein Ball ankommt, dann puste ich ihn weg oder fange ihn direkt aus der Luft.“
Über die Gage wurde nichts berichtet, es wird aber gemunkelt, dass Mala nach Ende des Spiels zwei grosse Säcke mit Erdnüssen und Obst und Gemüse aus dem Angebot des Tages mit nach Hause nehmen darf. Ob die gage den Weg bis nach Hause schafft oder zuvor bereits in den Magen von Mala wandert, wollte die ballfreudige Elefantenkuh leider nciht verraten.
Falls sich Mala gut anstellen sollte, wird eventuell erwogen, sie auch beim Spiel gegen Bayern einzusetzen. Allerdings muss man Mala dann noch davon überzeugen, dass sie Bayerns Trainer van Gaal nicht das Toupet vom Kopf pusten soll. Aber seien wir erst einmal auf heute Abend gespannt. Sollten sich weitere Abwehrprobleme stellen, hat Mala versprochen, noch einen Artgenossen mitzubringen, der ein grosses Ballgefühl besitzt und seit Wochen täglich übt. Allerdings weiss sie noch nicht, ob ein etwa zweieinhalbjähriger Elefant überhaupt eine Spielerlaubnis bekomme. Zudem müsse ihm erst einmal abgewöhnt werden, mit seinen Stosszähnchen den Gegner in den Hintern zu pieken.
Die Bahnen streiken auch wieder, aber die Vertragsbahnen, nicht die deutsche Bahn. Was mich gefreut hat, denn ich hätte nicht gewusst, wie ich sonst von Berlin nach München zurückgekommen wäre.
Hoffe, ihr habt ein paar Aprilscherze entdecken können. Einen habe ich von Jenala geklaut, aber das wird sie mir verzeihen.
Heute beginnt der Monat, wo ich als Themenüberschrift TV-Serien wähle. Den heutigen Titel habe ich gewählt, weil es sich um die Comedy-Serie handelt, die wahnsinnig komisch war. Und weil mein Beitrag heute auch wahnsinnig komisch ist.

 

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