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Schlagwort-Archive: 2013

Geld und Gerüchte lenken ab von Problemen


Geld her, Geld her oder wir pfänden euch!
Ja, ja, der griechischen Regierung ist momentan kein Mittel zu unverschämt, um an Geld zu kommen. Jetzt kommen sie wieder damit an, dass Deutschland Reparationen zahlen muss, obwohl nicht nur die deutsche Regierung der Meinung ist, dass das abgegolten ist, sondern sogar der europäische Gerichtshof. Dennoch will die griechische Regierung nun deutsche Einrichtungen in Grichenland pfänden lassen vornehmlich das Goethe-Institut. Auch das dürfen sie eigentlich nicht, aber wenn es darum geht, Deutschland um Geld zu erpressen, ist Griechenland jedes Mittel recht, hat man das Gefühl.
Vor allem ist es doch sehr auffällig, dass Griechenland gerade dann Reparationen fordert, wo sie wieder absolut pletite sind und dringende Gespräche mit der EU führen, weil sie Geld brauchen.
Was macht man, um sich zu sanieren? Man nimmt das Land, das sich am meisten gegen weitere Geldspritzen stellt und fordert es auf, dass es Geld zahlen muss. Die Geschichte mag Griechenland vielleicht recht geben, nur leider ist das inzwischen abgegolten und es gibt auch nichts mehr, auch wenn Griechenland pleite sein mag.
Mehr als 300 Milliarden Euro sollen es sein, die Deutschland angeblich an Griechenland zu zahlen hat, wie eine griechische Studie im Jahr 2013 feststellte. Damals wurden diese Zahlen noch geheim gehalten, aber wo man nun mit dem Rücken zur Wand steht und dringend Geld braucht, da kann man die Zahlen ruhig veröffentlichen.
Griechenland will sich auf Deutschlands Kosten sanieren, wenn es nicht so traurig wäre, könnte man darüber eigentlich lachen.
Vor allem frage ich mich, wofür denn die Reparationen verwendet würden? Irgendwelche Löcher stopfen, die seit hundert Jahren nicht geflickt werden können? Da ist das Geld schneller weg als man es in Händen halten konnte.
Aber deutsche Einrichtungen zu pfänden, die Griechen sind ideenreich. Was kommt als nächstes? Deutsche Urlauber bis auf den letzten Euro pfänden, weil deren Vorfahren an den Gräueln des Zweiten Weltkriegs mitgewirkt haben könnten in Griechenland? Dann wird niemand mehr aus Deutschland in Griechenland noch Urlaub machen wollen. Und das nur, weil die griechische Regierung einfach nicht mit Geld umgehen kann und nicht weiss, woher sie die nächsten Euros nehmen sollen.
Aber das ist noch nicht alles, was sich Griechenland momentan leistet.
Da gibt es noch den griechischen Finanzminister, der eine Homestory machen lässt. Dafür muss er einige Häme einstecken, denn das ist nun wirklich nicht das, was die gebeutelte griechische Bevölkerung sehen will. Bescheidenheit ist halt eine Zier, nur die steht nicht mir, mag sich Varoufakis denken. Allerdings kommt man so nicht weit.
Zudem macht er von sich Reden, indem er behauptet, dass Schäuble ihn beleidigt habe. Nun wissen wir zwar nicht genau, was Schäuble zu ihn gesagt hat, aber irgendwie können wir uns denken, dass er masslos übertreibt. Es passt ihm nicht, dass nicht alle blind das tun, was er haben will. Vor allem will er Geld und das am liebsten sofort und auf der Stelle.
Das grösste Feindbild der Griechen scheint momentan Finanzminister Schäuble zu sein, der jetzt vom griechischen Verteidigungsminister Kammenos daran erinnert wird, was er für eine Rolle in der CDU-Spendenaffäre gespielt hat. Wie sagte Schäuble damals noch im Sinne von Sokrates? Ich weiss, das ich nichts weiss. So oder so ähnlich ist es gewesen. Aber das Griechenland nun damit ankommt, muss doch heissen, dass sie Schäuble ziemlich zu fürchten scheinen. Anscheinend befürchtet die griechische Regierung, dass Schäuble die anderen EU-Länder beeinflussen könnte. Denn Griechenlands schlimmster Alptraum ist, dass ihnen der Geldhahn zugedreht wird.
Aber vorher werden noch mal schnell ein paar deutsche Einrichtungen gepfändet. Die eigenen Reservetöpfe geben kaum noch was her.

Alle Welt scheint sich seit Tagen nur noch die Frage zu stellen, wo denn Wladimir Putin sei. Der Kreml behauptet zwar fleissig, dass Putin den Amtsgeschäften nachgehen würde und eifrig Akten wälzen würde. Nur sehen tun wir nichts. Dafür werden Bilder vom Kreml als aktuell veröffentlicht, die bereits in der Woche für Putins Abtauchen aufgenommen wurden und auch veröffentlicht wurden. Zwar nicht in Russland, aber so ganz hinterm Mond sind dann doch nicht alle, dass sie glauben, was ihnen der Kreml weismachen will.
Schon weiss man nicht, was mit Putin los ist, gehen die Gerüchte los. Das harmloseste ist, er ist Skifahren in Sotschi. Was der spanische König im eigenen Land macht, kann sich der russische Präsident erst recht erlauben.
Zweites Gerücht: Seine Gspusi, also Freundin, hätte in der Schweiz ein Kind zur Welt gebracht. So weit die Schweizer Medien.
Neben dem Skifahren heisst er auch noch, dass er irgendwo in der Wildnis angeln sei oder wahlweise auf Bärenjagd gehen würde. Vielleicht guckt er sich aber auch nur irgendwo Tigerbabys an. Wobei, das würde er dann sicherlich per Kameras festhalten, damit alle Welt sieht, dass er auch vor Raubkatzen keine Angst hat.
Dann gibt es noch die Gerüchte, dass Putin tot sei oder totkrank ist. Letzteres habe ich ja schon mal vor einiger Zeit erwähnt, wo ich gelesen hatte, dass er angeblich an Bauchspeicheldrüsenkrebs leiden würde. Danach sieht er nun nicht aus, aber wer weiss, was daran wahr ist.
Und da ich nun auch nicht einfach danebenstehen möchte, will ich hier ebenfalls ein Gerücht streuen: Putin hat sich mal wieder im Gesicht generalüberholen lassen und weil das Gesicht nun noch ein wenig blau und verquollen ist, kann er sich nicht in der Öffentlichkeit sehen lassen. Folglich ist er im Kreml und studiert Akten und bereitet seinen nächsten Coup vor, aber er tritt halt nicht öffentlich auf.
Das er sich schon einmal hat liften lassen, konnte man in der ZDF-Dokumentation über ihn sehen. Also warum soll es nicht stimmen.
Aber ist es nicht komisch, dass sich plötzlich die ganze Welt Sorgen zu machen scheint, wo Russlands Präsident abgeblieben ist?
Nun ja, was muss der Kreml auch Bilder veröffentlichen, die nachweislich schon eine Woche zuvor aufgenommen wurden? Hat da jemand in der Stelle für Öffentlichkeit gepennt? Ich jedenfalls würde mir schon mal Gedanken über eine Namensänderung und einen neuen Job machen, wenn ich die Meldungen rausgegeben hätte.
Der grosse Selbstdarsteller taucht nicht auf und die Welt weiss nicht, was los ist und versinkt in Gerüchten. Kann man sich das bei Fidel Castro oder Kim Jong-Un vorstellen. Bei letzterem gab es auch schon Gerüchte, aber das beschäftigte nicht gleich tagelang die Welt. Da wurde spekuliert und fertig. Aber Putin ist natürlich etwas anderes.
Dem muss das doch runtergehen wie Öl, dass man sich so um seine Person kümmert – nein, nicht sorgt.
Im Grunde ist dieses Nichtauftauchen doch ein toller neuer Schachzug des russischen Präsidenten, um von ganz anderen Dingen abzulenken. Beispielsweise die Ermittlungen im Mord an Boris Nemzow. Seitdem die angeblichen Täter gefasst wurden und einer von ihnen gestanden haben soll, rissen die Vermutungen nicht ab, dass der Verdächtige gefoltert worden ist. Das der Verdächtige und angeblich geständige Täter nicht ganz in Ordnung war, konnte man deutlich sehen. Aber wenn nun ein schnelles Ergebnis gefordert wird, müssen eben Unschuldige über die Klinge springen.
Am Montag wird man spätestens sehen, dass Putin nur grosses Gerede von sich machen wollte. Denn trotz der grossen Ermittlungsergebnisse im Mordfall Nemzow reissen die Gerüchte einfach nicht ab, dass Putin selbst für den Mord verantwortlich ist. Die ganzen Satiresendungen haben sich an Putin festgebissen.
Und was macht man da, wenn man von allem ablenken will? Genau, man taucht unter, lässt Gerüchte streuen und lacht sich ins Fäustchen, weil keiner durchblickt.

Elefantendame Mala freut sich über das schöne Wetter. Der Frühling hat wieder Einzug gehalten, nicht nur in Belgien, sondern auch hier in Deutschland. Es ist komisch, aber immer so um den 10. März herum beginnt auf einmal die Sonne zu scheinen. Als ob der Frühling nun weiss, dass er dran ist und das Wetter zu bestimmen hat.
Mala lässt sich die Sonne auf den Rücken scheinen, nimmt ein schönes Sandbad und ruft die Hannoveraner zur Ordnung auf, wenn die ihr zu laut sind. Mit denen zusammen ist sie nicht, ihre Gesellschafterin ist immer noch old Rani. Der zeigt sie auch immer noch ab und an, wer von beiden denn das Sagen hätte.
Nichts kann momentan Mala Fröhlichkeit trüben. Der FC St. Pauli hat vergangene Woche gegen Braunschweig gewonnen, wie Mala es vorhergesehen hatte. Sie erinnerte sich noch daran, dass St. Pauli bereits im Hinspiel drei Punkte geholt hatte. Ausserdem war Braunschweig dieses Mal angeschlagen, da sie Tage zuvor im DFB-Pokal gegen den FC Bayern hatten spielen müssen.
Die drei Punkte waren gut für St. Pauli, die immer noch auf den Abstiegsrängen stehen, aber die rote Laterne abgegeben haben. Das kann sich natürlich alles ändern, falls St. Pauli wieder vergisst, wie man denn nun Tore schiesst. Und da letzte Woche alle direkten Konkurrenten des Vereins selbst keine Punkte holten, war das ebenfalls etwas, dass bedeuten könnte, dass St. Pauli noch in der Zweiten Liga verbleiben wird.
Wie bekannt sollte man nicht den Tag vor dem Abend loben und so zeigte St. Pauli heute mal wieder, dass sie zwar wissen, wie man ein Tor schiesst, aber nicht wie man mehr als ein Tor schiesst. Deshalb spielten sie auch nur Unentschieden gegen den FSV Frankfurt. So ganz hat ihnen das jetzt nicht geschadet. Heute haben sie mit dem einen Punkt die direkten Abstiegsränge verlassen und stehen auf dem Relegationsplatz. Aber den werden sie morgen garantiert wieder verlieren, weil der letzte gegen den vorletzten spielen wird: Aalen gegen Aue. Selbst wenn beide Vereine unentschieden spielen werden, wird St. Pauli wieder auf dem 17. Platz landen. Hätten sie heute mal drei Punkte geholt.
Elefantendame Mala ärgert sich auch darüber, wo sie doch so euphorisch war. Aber sie kennt halt ihren Verein und weiss, dass dieser nach einem Sieg meist nicht einen zweiten Sieg holt. So tippte sie denn auch ein Unentschieden. Damit lag sie richtig, im Gegensatz zur Pusteblume. Diese war wohl mal für ein Unentschieden gewesen, aber Jonas musste sie alle Spiele noch einmal neu tippen lassen, weil sie vorher nicht wahllos etwas gewählt hatte. Aber wie es aussieht, bringen selbst die neuen Vorausetzungen nicht das, was er sich erwartet hat. Und auch das wohlgenährte Dickerchen hätte ihn enttäuscht. Da hat er sie zum ersten Mal ein Spiel tippen lassen und gleich liegt sie falsch. Sie war nämlich auch für einen Sieg von St. Pauli gewesen.
Wenn der Verein sich auch nicht so blöd anstellen würde, würde die Pusteblume auch einmal richtig liegen. Und vor allem würde St. Pauli wenigstens den Relegationsplatz festigen können. Ob sie dann nach dem Relegationsspiel dennoch in Liga Zwei verbleiben, ist eine ganz andere Frage.
Aber Mala hofft weiter, dass St. Pauli noch die Kurve kriegen wird. Es ist Frühling, da ist sie immer ein wenig besser gestimmt.

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Gute Nachrichten aus dem Dschungelcamp – Michael Wendler schmeißt hin


Zuerst einmal die gute Nachricht: Ich werde endlich vom Dschungelcamp berichten, denn Michael Wendler hat in den Sack gehauen und ist endlich raus. Die schlechte Nachricht: In den nächsten Tagen werden wir wohl noch einigen Senf von ihm hören, warum er gegangen ist.
Ärgerlich, dass ich die gute Nachricht erst heute Morgen erfuhr, als ich die ganzen Zeitungen aus meinem Fach in der Redaktion nahm und mir der Titel der Bild-Zeitung sofort ins Auge sprang: Michael Wendler hat das Dschungelcamp freiwillig verlassen.
Die Sensation des Tages und damit natürlich eine Schlagzeile wert. Jedenfalls laut Bild-Zeitung. Die meisten anderen Zeitungen erwähnten die freiwillige Aufgabe Wendlers überhaupt nicht. Damit haben sie auch kein Weltereignis verpasst.
Aber ich finde es erwähnenswert, denn ich habe nicht wirklich daran geglaubt, dass Wendler es lange im Camp aushält. Was mögen aber nun die Gründe für seine freiwillige Aufgabe sein?
Dass er angeblich nur gehungert hat und sich vor Verkeimungen fürchtete?
Also wenn die Toilette regelmässig gesäubert wird und er sich genügend wäscht, vor allem die Hände nach dem Toilettengang und vor dem Essen, dürfte man so was nicht fürchten. Allerdings sind es im Dschungelcamp häufig die Männer, die sich plötzlich nicht mehr waschen und dementsprechend riechen. Wie es in diesem Camp aussieht, weiss ich nun nicht. Aber in den vorherigen Staffeln ist das öfters vorgekommen.
Und wenn einer dermassen gestunken hätte, dass es keiner mehr aushielt, hatte Michael Wendler doch sein eigenes Eau de Parfum dabei. Ob das nun noch mehr stinkt als ein ungewaschenes Wesen, mag mal dahingestellt sein, schliesslich sind Geschmäcker mehr als verschieden.
Dann wollen wir mal über die Fragen Gründe über Wendlers Aufgabe spekulieren, denn bis heute Abend sind es noch ein paar Stunden.
Wendler – auf das schöne Wörtchen „der“ verzichten wir mal, denn er kann es ja nicht mehr für sich allein beanspruchen – war nicht wirklich der Mittelpunkt des Camps. Da lief ihm seit Tagen das „Model“ Larissa den Rang ab. Des Weiteren nahm ihm niemand ab, das man den wirklichen Wendler sah. Selbst von den anderen Camp-Bewohnern nahm ihm das niemand ab. Er wurde von Melanie sogar direkt darauf angesprochen. Und die angeblichen Tränchen, die Wendler verdrückte, habe ich auch nicht gesehen. Aber vielleicht ist mein Fernseher nicht in Ordnung, dass ich es übersehen habe.
Man kann es so sehen: Weil Michael Wendler nicht die grosse Rolle spielte, die er spielen wollte und hinter seinen Erwartungen zurückblieb, haute er in den Sack. Da er das nicht als wahren Grund zugeben wollte, kam er damit, dass er fertig war.
Ich bin nicht wirklich traurig, dass er fort ist. Mit dieser Aktion des freiwilligen Rückzugs hat mir Michael Wendler nur gezeigt, dass er genau das ist, für was ich ihn halte. Ein Schwätzer, der sich selbst als seinen grössten Fan bezeichnet. Wenn er sich solche weiteren Aktionen leistet, wird er irgendwann auch nur als sein einziger Fan übrigbleiben.
Schon das er überhaupt ins Dschungelcamp ging, war so unglaubwürdig. Denn erinnern wir uns nicht noch daran, wie gesagt wurde, dass ein Michael Wendler so was nicht nötig hätte? Tja, irgendwann kommt einmal die Zeit, wo sich jeder zu diesem Schritt genötigt sieht, und wenn er sich nur haushoch blamieren will, um zum Gespött der Nation zu werden.
Man kann sich ja auch fragen, warum Wendler nun wirklich ins Camp gegangen ist. Um seine Gegner noch mehr gegen sich aufzubringen, um dem Dschungelcamp Zuschauer zu kosten, damit sich seine CDs wieder/besser verkaufen? Ach ja, bringt er jetzt nicht eine Best of-CD raus? Da muss er natürlich Werbung für machen, aber doch nicht so. Damit vergrault er doch noch seine allerletzten Fans. Vor allem tat Wendler so, als wäre er völlig überrascht davon, was er im Dschungel vorfand. Das ist doch nicht die erste Staffel, wo man nicht genau wusste, was einen erwartete. Da hätte man noch Unwissenheit vortäuschen können, nicht aber bei der bereits achten Staffel. So bleibt nur alles ein grosser Witz, dem man keine Glaubwürdigkeit schenken kann.
Das ist dort eben nicht so wie in einem Vier-Sterne-Hotel, sondern alles ein wenig primitiver. Camping mit Mehlwürmern. Verhungern muss im Camp übrigens niemand. Die Sterne dienen zwar dazu, Essensrationen zu verdienen, aber wenn es eben keine gibt, dann bleiben immer noch Reis und Bohnen. Nicht nur eine minimale Dosis, dass man am Hungertuch nagt. Natürlich bringen Reis und Bohnen nicht genug Energie, aber bevor man gar nichts hat, genügt es vollauf. Ausserdem ist es ja nicht so, als dass sich alle Camp-Bewohner übermässig anstrengen müssen. Am meisten derjenige, der eine Prüfung absolvieren muss, wenn sie körperliche Anstrengung bedeutet, ansonsten diejenigen, die auf Schatzsuche gehen. Alle anderen können sich in gewisser Weise einen faulen Lenz machen. Nein, stimmt natürlich nicht so ganz. Denn es muss die Toilette gesäubert werden, jemand muss aufs Feuer aufpassen, Holz muss besorgt werden, es muss gekocht werden und es muss natürlich gelästert werden. Und letzteres ist auch anstrengend, denn lachen verbrennt Kalorien und die gibt es natürlich kaum, wenn es nur Reis und Bohnen gibt.
Ach ja, einen wichtigen Grund könnte ich noch nennen, warum Michael Wendler gegangen ist: Sein Haar musste nachgefärbt werden. Vor zwei Tagen fiel mir das auf, als ich mal kurz am Ende einschaltete. Da leuchtete sein Haar so seltsam lilafarben. Und das tut Haar nur, wenn es dunkel gefärbt ist. Als Norbert Schramm im Dschungel-Camp war, haben sich Dirk Bach und Sonja Zietlow darüber mehrfach lustig gemacht. Es leuchtete genauso mit einem lila Stich wie das von Wendler.
Aber egal, warum Wendler gegangen ist, Hauptsache er ist weg und kommt nicht wieder zurück ins Camp. Das ist das wichtigste.

Larissa hingegen entwickelt sich zur Rekordanwärterin auf die meisten Dschungelprüfungen. Bisher soll sie sich auch nicht gerade mit Ruhm bekleckert haben. Aber so jemanden wie sie gibt es in jeder Staffel.
Ein wenig erinnert sie wirklich an Sarah Knappik, allerdings wie eine schlechte Kopie. Sie hat sich von dieser die Sachen angesehen und versucht es nun nachzumachen. Bloss kommt es nicht rüber. Ausserdem kommt sie nun wirklich nicht sympathisch rüber. Mir geht sie jedenfalls auf die Nerven. Ich habe bisher nur wenig gesehen, aber immer wenn sie kam, habe ich gleich weggeschaltet, weil ich ihre Art nicht abkann.
Die Zuschauer haben sich jedenfalls auf sie eingeschossen und wählen sie fleissig in jede weitere Prüfung. Und wie weit sie wirklich kommen wird? Tja, warten wir mal ab.
Aber nun ist erst einmal Michael Wendler raus. Die erste Hürde ist geschafft.

 

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Lieber TV-Sender Arte, …


… ich hätte da ein Anliegen.
Bevor gefragt wird, natürlich könnte ich mich auf anderem Wege an Arte wenden. Aber das finde ich langweilig. Zudem kann man andere daran teilnehmen lassen und vielleicht befürworten sie meinen Vorschlag ebenfalls. Eine Stimme hat keine Macht, aber viele schon.
Mein Anliegen, im Grunde trage ich es schon seit einem Monat mit mir herum.
Ich würde gerne im September einen Themenabend über Ivan Mosjoukine (auch Mosschuchin oder Mozzhukhin) – ich bleibe bei der französischen Schreibweise des Namens – haben. Warum, denn dazu muss es schliesslich einen Grund geben. Am 26. September wäre der 125. Geburtstag des franco-russischen Schauspielers. Wenn es nach seinen eigenen Angaben gehen würde, wäre es erst 2015 so weit. Aber was das Geburtsdatum von Mosjoukine betrifft, findet man andauernd was anderes. Auf seinem Grabstein steht 1887, auf seiner Certificat d’identité aus dem Jahr 1936 steht 1893, wie auch auf dem Totenschein. Allgemein gilt 1889 und das nehme ich nun zum Anlass, dass Arte doch bitte einen Themenabend über den Schauspieler im September zeigt.
Genauso gut, hätte man auch den Todestag nehmen können, der sich im nächsten Jahr zum 75. Male jährt. Der findet allerdings schon im September statt und das Programm für Januar steht bereits seit mindestens zwei Monaten fest, wenn nicht noch länger. So ungefähr ein halbes Jahr, wie ich vermute. Im Januar wird „Fantômas“ gezeigt. Eine schöne Reihe von Louis Feuillade. Der Film war eigentlich schon für September angegeben worden, nun ist es der Januar geworden. Das zeigt, dass eine Ankündigung Monate vorher, noch geändert werden kann. Deshalb hege ich die Hoffnung, dass es im September durchaus einen Themenabend über Ivan Mosjoukine geben könnte, denn bis dahin sind es noch knapp neun Monate.
Und warum gerade einen Themenabend über diesen Schauspieler? Es wird immer gesagt, er war einer der ersten männlichen Filmstars Europas. Hat gar nicht so viele Filme in Frankreich und Deutschland gespielt, dennoch ist er im Gedächtnis geblieben. Man erinnere sich an Kean oder an Casanova. Der letztgenannte Film lief 1997 zum aller ersten Mal im deutschen Fernsehen auf Arte.
Was soll an so einem Themenabend eigentlich gezeigt werden? Ein Stummfilm, ein Tonfilm und eine Dokumentation. Alles vorhanden. Nur bei dem Stummfilm würde ich nicht wieder Feu Mathias Pascal sehen wollen. Der Film wurde schon im Dezember 2010 und im Mai 2011 gezeigt. Vielleicht wirklich Casanova, Le Lion des Mogols oder Der geheime Kurier – der dauert auch nur knapp über eine Stunde. Michel Strogoff würde ich preferieren, allerdings dauert der beinahe drei Stunden. Da wäre der ganze Themenabend gelaufen. Als Tonfilm eventuell Sergent X. Davon soll es auch eine deutsche Version geben, aber ob die noch existiert, weiss ich nicht. Ansonsten die französische mit deutschen Untertiteln. Von 1999 gibt es eine russische Dokumentation über Mosjoukines Leben. Dann vielleicht noch ein russischer Stummfilm. Da gibt es einige, die nicht länger als vierzig Minuten dauern.
Natürlich weiss ich, dass es Geld kostet, diese Filme zu zeigen. Aber die Filmfreunde würden sich sicherlich darüber freuen, wenn es einen Themenabend über Ivan Mosjoukine geben würde. In diesem Jahr ist die DVD-Sammlung „French Masterworks“ erschienen, die drei Filme mit Mosjoukine enthält. Weitere Filme gibt es auf DVD, aber hier in Deutschland wird selten was im Fernsehen mit dem Schauspieler gezeigt. Schade eigentlich. Deshalb mein Anliegen. Vielleicht habe ich ja Glück und es wird wirklich einen Themenabend geben. Arte wird doch immer als Kultursender bezeichnet. Wenn es diesen Themenabend geben würde, wäre es für mich wie Weihnachten und Ostern zusammen.

 

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Ist die globale Erwärmung an grünen Weihnachten schuld?


Auch Weihnachten überstanden? Nicht die falschen Sachen verschenkt? Kein Weihnachtsbaum, der in Flammen aufgegangen ist?
Alles nicht geschehen, dann hat man wohl Glück gehabt.
Bei den Geschenken muss man einfach die Dinge verschenken, die jemand sich nie selbst kaufen würde. Dazu muss man aber das richtige Ohr haben. Ansonsten rennt man noch an Heiligabend umher und findet am Ende nur einen Dampfkochtopf.
Ich wurde wieder von meinen ehemaligen Mitbewohnern heimgesucht, aber auch das ging vorüber. Wobei Heimsuchung mehr als Witz gemeint ist. Es ist schön, die drei mal wiederzusehen.

Das Wetter war weniger weihnachtlich. Eigentlich stellt man sich Schnee und Eis vor an Heiligabend. Doch was war dieses Jahr? Von Schnee nichts zu sehen. Nicht einmal ein Hauch von Schnee war zu sehen. Ab einer Höhe von 800 Metern vielleicht, aber alles darunter gab es nur Grün und Regen. Wind natürlich auch, denn gerade an Heiligabend zog ein Unwetter über Europa, das besonders Grossbritannien und Frankreich traf. In NRW kamen die Ausläufer auch noch an, war dann aber nicht mehr so schlimm.
Land unter hiess es in Grossbritannien. Die schwersten Überschwemmungen seit Jahren im Dezember. Gerechnet hatte damit niemand. Züge blieben stecken, fielen aus. Es ging nichts mehr. Hilflos musste man den Naturgewalten zusehen.
In Frankreich hingegen wehte es stark. Hatte auch niemand mit gerechnet.
Und bei uns? Tja, ein wenig Wind, ein wenig Regen und vor allem kein Schnee. Ob dieses Weihnachten das letztjährige als wärmstes Weihnachten noch getoppt hat? Ich glaube nicht. Ich erinnere mich daran, dass es letztes Jahr noch ein wenig wärmer war. Aber dann kam der Winter doch noch. So lange es nicht so ein langanhaltender Winter wird wie 2009/10 kann es mir egal sein.
Aber es ist doch die Frage, was mit dem Wetter eigentlich los ist. Ist das die globale Erwärmung oder nur Einbildung?
Es wird immer gesagt, dass sich das Wetter alle zehn jahre wiederholen würde, wie sich eben die Mode alle Jahrzehnte wiederholt. Bloss kann ich mich gerade nicht an Weihnachten 2003 erinnern. Damals war ich voll im Abi-Stress, das einzige, woran ich mich erinnern kann. Aber in den letzten Jahren habe ich eigentlich schon Schnee gehabt. Manchmal mehr, manchmal weniger. Also kann es nicht an der globalen Erwärmung liegen. Irgendwie wird das ohnehin unterschätzt.
Ich will nicht leugnen, dass es die Erderwärmung gibt, aber sie kommt nicht so, wie das von den Wissenschaftlern gesagt wird. Nun ja, es wird wärmer, aber in unseren Breitengraden wird es mehr regnen. Das konnte man besonders in diesem Jahr sehen, wo es Landunter in Bayern, Sachsen und Sachsen-Anhalt hiess. Diese Naturkatastrophen kehrten früher nur alle Jahrzehnte bis Jahrhunderte wieder. Inzwischen werden sie alle paar Jahre wiederkommen. Da muss man sich natürlich vorbereiten. Die Deiche gehören verstärkt, Hochwassertore müssen gebaut und natürlich rechtzeitig fertig werden.
Dann kann eigentlich fast nichts passieren. Aber das Wetter können wir nicht steuern. Zwar Raketen – ich nenne es mal so – in Regen- oder Schneewolken schiessen, damit sie abregnen. Aber ganz verschwinden können sie nicht und das Wasser kommt auf alle Fälle runter.
Weihnachten ohne Schnee ist gar nicht so trostlos, wie es scheint. Auf alle Fälle kenne ich jemanden, der sich immer freut, wenn kein Schnee liegt. Ja, ganz richtig, ich spreche von mir. Denn Schnee mag ich nur, wenn ich Skifahre, dann kann es nicht genug davon geben. Nur schneien sollte es nicht.
Die globale Erwärmung dient immer gern als Sündenbock genommen, wenn das Wetter nicht so ist, wie man es gerade haben will. Mal ist es zu warm, dann wieder zu kalt. Zu viel Schnee, zu viel Regen oder einfach zu viel Sonne. Aber ist die globale Erwärmung wirklich immer schuld an allem? Meines Erachtens nicht. Es wird wärmer werden, aber wenn ein Wetterphänomen kommt, ist nicht automatisch die globale Erwärmung schuld. Nur wenn es beinahe jedes Jahr kommt, dann sollte man sich fragen, was das zu bedeuten hat.

 

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Frohe Weihnachten 2013!


Wer jetzt immer noch keine GEschenke oder keinen Weihnachtsbaum hat, ist entweder der totaleWeihnachtsmuffel, -verweigerer oder dieser Person ist einfach nicht zu helfen. Denn jetzt haben die Geschäfte zu, auch die Post wird keine Pakete mehr ausliefern.
Ich habe das ganze Jahr über immer mal was gefunden, was als Weihnachtsgeschenk dienen könnte. So stehe ich nie mit leeren Händen da. Das musste ich auch erst mit der Zeit lernen, aber noch ist so was möglich.
Der Weihnachtsbaum steht auch, der Stamm war nicht zu dick, wie im letzten Jahr, wo ich noch mit der Säge in Gange war, damit der Baum auch in den Weihnachtsbaumstände passte. Dieses Jahr habe ich auch endlich diesen tollen neuen, wo diedicke des Stammes recht egal ist und der Baum dennoch festsitzt.
Morgen werden mich mal wieder meine ehemaligen Mitbewohner aus Leipzig heimsuchen. Anscheinend haben sie nichts Besseres zu tun. Nun ja, ist mir egal, denn mit ihnen ist es immer lustig.
Weisse Weihnachten gibt es dieses Jahr nicht, wogegen ich gar nichts habe. So muss man sich nicht fragen, wann man für die Räumung des Grundstücks und des Weges davor zuständig ist. Wer sich weisse Weihnachten wünscht, sollte sich auf in die Berge machen oder nach Österreich, da liegt auf alle Fälle Schnee.
Hier in München muss sogar ein Skiwettbewerb – kann mir den Namen davon einfach nicht merken – ausfallen, wegen Schneemangels. Da hat das Wetter allen einen Strich durch die Rechnung gemacht.
Nun gut, ich muss mich jetzt um wichtigere Dinge kümmern. Politik und was so in der Welt geschieht, ist mir grad egal.
Auf dem BR laufen alte Augsburger Puppenkisten-Geschichten. Das ist ein schönes Programm. Und auf Arte laufen alte Chaplin-Kurzfilme. Nicht das, was ich mir gewünscht habe. Aber so lange es nicht die hunderste Wiederholung eines Bergfilms ist.

Nun gut, auf diesem Wege wünsche ich allen Lesern dieses Blogs schöne Weihnachten!

 

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Hektik ohne Ende – Es weihnachtet sehr…


In der Stadt ein Geschäft aufzusuchen, ist in diesen Tagen ein äusserst schlechter Gedanke. Warum? Alles ist überfüllt. Menschen hetzen durch die Gänge auf der Suche nach Weihnachtsgeschenken. Es ist nichts Schlimmeres, als Geschenke noch in letzter Minute kaufen zu wollen. Das artet nur in Stress aus. Und dennoch jedes Jahr das gleiche Bild: In den letzten zwei Wochen vor Weihnachten stürmen die Menschen geradezu die Kaufhäuser und Spielwarengeschäfte, um irgendetwas für ihre Lieben zu besorgen.
Warum fällt es ihnen immer erst in letzter Sekunde ein? Tja, das ist die Frage aller Fragen, denn Weihnachten findet schliesslich immer am 24. Dezember statt, genauso wie man immer am selben Tag Geburtstag hat. Dennoch kommt Weihnachten für viele überraschend. Dann geht es los. Was nur schenken? Da gibt es natürlich die klassichen Geschenke, die man garantiert nicht schenken sollte. Man(n) sollte nie Kochtöpfe oder sonstige Küchen- oder Haushaltsutensilien wie Staubsauger verschenken. Und was sollte frau nicht tun? Keine Krawatten – wir erinnern uns noch an die Weihnachtsepisode bei den Hoppenstedts, wo Vater Hoppenstedt jede Menge Krawatten bekommt – und auch keine Socken.
Beliebt weiterhin bleiben Bücher, bei denen kann man eigentlich kaum etwas verkehrt machen. Ausser man verschenkt ein Buch an jemanden, der grundsätzlich nicht liest, oder er hat es an dem Tag bereits dreimal bekommen. Tja, soll es alles schon gegeben haben.
Am besten, man schenkt einen Ebook-Reader, da kann man gar nichts verkehrt machen. Ausser, jemand kommt überhaupt nicht damit zurecht. Ich wäre so jemand. Ich kann weder am Computer noch an einem Ebook-Reader ein Buch lesen. Das ermüdet meine Augen und ich lese nur noch ganz langsam und kann mich kaum konzentrieren. Glaubt man vielleicht nicht, ist allerdings so.
Die Geschäfte sind voll, es ist ein Drängeln und durchkämpfen. Man traut sich gar nicht mehr in die Einkaufsmeilen, bloss um der Masse zu entgehen.
Warum lernen die Menschen nicht dazu und kaufen über das Jahr verteilt Geschenke? Glauben sie etwa, dass Ende des Jahres was anderes gewünscht wird als zu Beginn des Jahres? Ich gehörte früher auch immer zur Kategorie „Ich habe keine Ahnung, was ich schenken soll“, gehöre immer noch irgendwie dazu, aber wenn ich mal was finde, wenn ich unterwegs bin, wird es eben gekauft. Irgendjemand kann es garantiert gebrauchen und freut sich darüber. Und es handelt sich garantiert nicht um Waschmaschinen, Staubsauger oder Kochtöpfe. Regina könnte mit letzterem eh nichts anfangen. Die würde es sogar fertigbringen, Wasser anbrennen zu lassen, falls es möglich wäre.
Jedenfalls kann ich nur den Kopf schütteln, wenn ich sehe, wie die Menschen durch die Gegend hetzen, mit massenhaft Tüten oder Paketen bepackt wie Esel, und immer noch nicht alles gefunden haben.

In Russland hat Putin eine Massen-Amnestie erlassen. Darunter sind auch die inhaftierten Pussy Riot-Mitglieder und der langjährig inhaftierte Putin-Gegner Michail Chodorkowski. Bei letzterem hatte man sich lange gefragt, ob auch er freikommen würde. Tja, er ist auch unter denjenigen, wie wir nun wissen.
In Freiheit ging es für Chodorkowski nach Deutschland. Die Freilassung von Chodorkowski ist übrigens nicht so überraschend, sondern wurde seit zwei Jahren von Ex-Aussenminister Genscher angestrebt. Nach Deutschland kam er, weil hier seine Mutter sich einer Krebsbehandlung unterzieht, bloss war sie zu dem Zeitpunkt kurz zuvor nach Russland zurückgekehrt. Deshalb konnte Russland auch behaupten, dass sich Chodorkowskis Mutter nicht in Deutschland befinden würde. Nun soll sie wieder in Deutschland sein.
Ob Chodorkowski nun in Deutschland bleibt oder nach Russland zurückkehrt, bleibt abzuwarten. Morgen wird er sich in einer Pressekonferenz dazu äussern.
Und warum hat Putin nun diese Amnestie erlassen und Chodorkowski ist ein Nutzniesser davon? Tja, natürlich hängt es einerseits mit Sotchi zusammen. Andererseits wohl auch damit, dass er weiterhin die guten Beziehungen zu Deutschland pflegen will. Also immer mit Hintergedanken. Aber wann wird mal eine Entscheidung getätigt, die einfach nur so getätigt wird.

 

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Wie Nordkorea George Orwells 1984 wahrmacht


Die Welt schaut auf Nordkorea. Dieses Mal hat es nichts mit Atombomben zu tun oder einer verheerenden Hungersnot im Land. Nein, es geht um die Machtpolitik des Diktators Kim Jong Un.
Vor wenigen Tagen liess er seinen Onkel verhaften und diesen anschliessend mittels Schnellgericht zum Tode verurteilen. Damit erledigte sich Kim Jong Un der Nummer zwei im Staate. Sein Onkel war damit einer der letzten aus der alten Riege um seinen Vater. Zuvor hatte der Diktator bereits etliche Generäle entmachtet.
Mit der Absetzung und Hinrichtung seines Onkels, hat Kim Jong Un deutliche Zeichen gesetzt. Niemand kann ihm nun noch wirklich gefährlich werden, sich in seine Politik einmischen. Alles geht nun ausschliesslich über ihn.
Jang Song Thaek war der erste Ansprechpartner, wenn beispielsweise die Chinesen oder auch andere Länder ein Anliegen hatten. Es ging stets alles über ihn. Auch wurde er als Reformer bezeichnet. Inwieweit das nun zu deuten ist, entzieht sich meiner Kenntnis.
Auf alle Fälle war er seinem Neffen ein ziemliches Dorn im Auge, das kurzer Prozess mit ihm gemacht wurde.
Der Vorwurf: Jang Song Thaek habe durch mehrere Intrigen einen Umsturz, schöneres Wort: Putsch, geplant und nach kapitalistischem Vorbild gelebt.
Besonders den letzten Punkt finde ich wirklich komisch. Denn dann müsste die gesamte oberste Riege einschliesslich Kim Jong Un verhaftet und abgeurteilt werden. Oder will mir jemand erzählen, dass die genauso wie das einfache nordkoreanische Volk leben? Spartanisch, ohne irgendwelchen Schnickschnack, und dieselben einfachen Speisen – falls vorhanden? Und wieso sehen dann die Funktionäre allesamt recht wohlgenährt aus? Sind das alles Hungerödeme? Kann ja auch sein, was natürlich Quatsch ist. Die lassen es sich gutgehen, während das Volk sich von dem ernähren muss, was da ist.
Mit der Absetzung und Hinrichtung Jang Song Thaek ist es allerdings noch nicht getan gewesen. In der staatseigenen Zeitung wird er als grosser Verräter beschrieben und zudem aus allen Filmen und Fotos getilgt. Damit nicht genug, werden auch sämtliche Artikel gelöscht, die über ihn geschrieben worden waren. Der letzte Punkt erinnert mich sehr an George Orwells „1984“, wo der Protagonist Winston im Ministerium für Wahrheit arbeitet und tagtäglich damit beschäftigt ist, Zeitungsartikel neu zu schreiben, Artikel über angebliche Regimegegner zu entfernen und, und, und… Genau das ist nun in Nordkorea passiert und liefert ein gutes Beispiel dafür, dass Orwells Werk aus dem Jahr 1948 genau 65 Jahre später von einem Staat wahrgemacht wird. Ganz aus der Luft gegriffen, hat diese Tilgung Orwell nicht. Denn bereits mit Trotzki wurde es gemacht und Stalin hat es zur Perfektion damit gebracht.
Vor Gericht habe Jang Song Thaek laut staatlicher KCNA alle seine Taten gestanden. Wer weiß, was ihm angedroht wurde, wenn er es nicht tut. Da war der Tod gewiss noch eine Erlösung.
Besorgt äussert sich Südkorea über das Vorgehen im Nachbarstaat. Denn was heisst das nun?
Kim Jong Un duldet niemanden neben oder über sich. Er ist der alleinige Herrscher und entscheidet, was er für das Land am besten hält.
Auch seinen Mentor Ri hat er aus dem Weg geräumt. Kim Jong Un ist denjenigen, die seinen Weg geebnet und ihn beraten haben, überdrüssig geworden. Nun ist er es, der das Wort führt. Er ganz allein.
Haben wir es nun mit einem rücksichtslosen und unberechenbaren Menschen zu tun? Diese Frage kann man nur bejahen, denn um zu zeigen, welche Stärke er besitzt, schreckt Kim Jong Un vor nichts zurück. Die Verhaftung und Hinrichtung seines Onkels ist das beste Beispiel. Dazu kommen die Drohungen gegen die USA, die in letzter Zeit nachgelassen haben, aber nicht vergessen werden dürfen. Der Besitz oder angebliche Besitz von Atomwaffen spielt ebenfalls eine grosse Rolle. Damit ist Nordkorea gefährlich geworden, für die gesamte Welt. Das Säbelrasseln erklang bereits vor einiger Zeit, doch selbst China war das unheimlich und sie versuchten Nordkorea zu Raison zu bringen. Damals mit Erfolg, aber was wird noch kommen?

Der Abschlussbericht über eventuelle Chemiewaffeneinsätze in Syrien ist nun veröffentlicht worden. Wie zu erwarten, kam die Untersuchungskommission zum Ergebnis, dass Anschläge mit Hilfe von Chemiewaffen verübt wurden. Unklar sei allerdings, von welcher Seite aus dies geschehen sei. Ob nun vom Assad-Regime oder von den Rebellen, könne man nicht sagen.
Fakt hingegen bleibt, dass viele unschuldige Menschen bei den Anschlägen ums Leben gekommen sind. Da stellt sich eher die Frage, ob so was hätte verhindert werden können, anstatt nach den Tätern zu suchen. Die werden sowieso nicht gefunden werden und wenn werden sich beide Seiten das gegenseitig in die Schuhe schieben bzw. behaupten, der Gegner habe damit begonnen und da hätten sie eben nachziehen müssen. Um ein einfaches Menschenleben geht es da doch gar nicht, sondern nur um Macht.
Die gefundenen Chemiewaffen sollen ja jetzt auf dem Meer zerstört werden. Warten wir ab, ob nicht doch noch was gefunden wird.

Elefantendame Mala geht bei schönem Wetter wieder einmal auf dem Gelände des in der Winterzeit geschlossenen Pairi Daiza spazieren. Dennoch findet sie weiterhin die Zeit, die Spiele des FC St. Pauli zu tippen. Damit wird auch bald Schluss sein, weil dann Winterpause ist. Nichtsdestotrotz hat sie das Montagsspiel des FC St. Pauli gegen 1860 München getippt. Nach Malas Meinung wird St. Pauli nicht über ein Unentschieden hinauskommen.
Mal abwarten, ob sie damit richtig liegt. Bis jetzt hat die Elefantendame bis auf wenige Ausnahmen immer richtig gelegen.

Heute Abend gibt es mal wieder absolut nichts im Fernsehen. Das ist doch ein guter Grund, um mal wieder etwas zu lesen. Wie wäre es mit der überarbeiteten Fassung von „Die Rollen des Seth“ von Helen Dalibor. Die letzten Tippfehler wurden beseitigt und dazu noch einige kleiner Erweitertungen hineingeschrieben.
Oder aber etwas aus der Fantasy-Sparte. Da gibt es einerseits die Aneba-Kurzgeschichten oder ganz neu den Roman „Aneba. Die Rückkehr“ von Henrik Quedburg. Der Roman erscheint Kapitel für Kapitel. Bisher sind drei Kapitel plus Prolog erschienen. Also jede Menge, was man lesen kann.

 

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