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Drei Jahre – Europas klügster Elefant hofft noch immer


Es ist nun drei Jahre oder 1095 Tage her, dass Elefantendame Mala ihr geliebtes Zuhause verlassen und gegen eine neue Wohnstatt im belgischen Brugelette eintauschen musste. Ja, es sind schon drei Jahre vergangen – wie schnell die Zeit doch vergeht. Für einige ist es noch wie gestern gewesen, dass sie Mala in ihrem Gehege angetroffen und ihr einen Apfel oder eine Möhre in den ausgestreckten Rüssel gelegt haben.
Doch sie ist nicht mehr da, wird immer noch schmerzlich vermisst, denn niemand der anderen Elefanten kann sie wirklich ersetzen und in ihre Fussstapfen treten.
Drei Jahre sind vergangen in denen sich Mala an ihre neue Wohnstätte gewöhnen konnte. Ja, sie hat sich eingelebt und dennoch hofft sie weiterhin, dass es irgendwann wieder nach Hause geht.
Als die Elefantin im Pairi Daiza ankam, war sie unbestritten der Star neben den anderen grauen Riesen, die bald darauf den Weg zurück in die Schweiz antraten. Ihr zur Seite gestellt wurden Rani – hier immer old Rani genannt – und Ani, die im März 2013 an den Folgen von Geburtskomplikationen starb.
Inzwischen wimmelt es in Brugelette nur so von asiatischen Elefanten. Den Anfang machte Aye Chan May mit ihrem Sohn, dann kam Ende letzten Jahres eine Gruppe aus dem Zoo Hannover. Einige Zeit später konnte die Geburt eines Elefantenjungtiers bekannt gegeben werden. Fortan dreht sich beinahe alles nur noch um Nang Faa, sodass Malas Stern langsam erneut am verblassen ist. Seitdem wird nicht mehr so häufig über sie berichtet, wie es noch am Anfang gewesen war, als sie in den Pairi Daiza kam.
Der erste Dämpfer kam, als aus China zwei große Pandas kamen. Das Hauptinteresse wurde nun auf die beiden Bambusfresser gelegt. Mala trat fortan in den Hintergrund. Schließlich die Ankunft der Hannoveraner, die ihr endgültig den Rang abliefen.
Das war für Mala nichts Neues, kannte sie es gut aus ihrem Heimatzoo, wo sie einst auch der große Star war bis ihr Mogli schleichend den Rang ablief.
Man muss sich immer noch fragen, wieso das eigentlich so gewesen ist, denn Mala ist nicht nur der weitaus hübschere Elefant, sondern auch sehr klug. Dafür hat sie mitunter ihren eigenen Kopf und wenn sie was nicht will, hat sie keine Lust dazu. Nur genauso ist Shandra ebenfalls. Wenn diese gerade in einer ihrer Total-egal-Phasen ist, lässt sie sich nur sehr schwer dazu bewegen, etwas auszuführen.
Vielleicht mag Mogli besser zu händeln sein. Vor allem liegen ihr eher Fototermine als Mala. Denn wenn der klügste Elefant Europas zu einem Foto keine Lust hat, weil derjenige, mit dem sie aufs Bild soll, ihr nicht gefällt, macht sie ein griesgrämiges Gesicht und guckt nicht besonders erfreut in die Kamera. Da ist Mogli ganz anders. Mit einem Apfel lässt sie sich für alles bestechen, sogar für den Bau der Elbphilharmonie.
Tja, Mala mag drei Jahre fort sein, aber vergessen ist sie immer noch nicht.
Da hat es Taschen gegeben, auf denen ihr Konterfrei abgebildet ist. Die erste Version erschien, bevor Mala Hamburg verlassen musste, während die überarbeitete Version lange nach ihrem Weggang herauskam. Hätte man die Elefantin nicht durch Mogli oder Shandra ersetzen können? Es gibt ähnliche Posen von den beiden. Es wäre also ein Leichtes gewesen, Mala zu ersetzen, wo man ein Walross in die überarbeitete Version hineingefügt hatte. Bei den jetzigen Leinenbeuteln erkennt man an den Umrissen Mala, aber ein Laie könnte genauso gut denken, dass es sich um Mogli handeln würde. Denn wenn man nicht genau hinsieht, sehen sich die beiden zum Verwechseln ähnlich.
Weiter verwendet man einen Ausschnitt dieses Bildes, wo es neben den Köpfen anderer Tiere steht. Ich weiss nicht, wieso man das Bild eines Tieres oder besser einer Persönlichkeit verwenden muss, dass nicht mehr da ist? Hängt es damit zusammen, dass Mala die fotogenste unter den Hamburger Elefanten war und ist? Oder hofft man darauf, dass sowieso kein Besucher erkennt, dass dieser Elefant nicht mehr da ist?
Auf alle Fälle wird immer noch nach Mala gefragt – drei Jahre nach ihrem Weggang!
So wird die Elefantin gesucht, die dem Elefantenbullen stets als Gesellschaft leistete. Wenn man sie nicht sieht, werden viele Vermutungen angestellt, die darauf hinauslaufen, dass Mala wohl gestorben sein müsse, wo sie doch die Älteste war. Mit grosser Verwunderung wird schliesslich die Nachricht aufgenommen, dass die Elefantin in einen anderen Zoo gezogen ist und dann auch noch so wit weg nach Belgien.
Mala wird schmerzlich vermisst und immer noch wird sich gefragt, ob man sie nicht trotz aller Querelen mit Mogli in diesen zusammengewürfelten Haufen namens Herde hätte integrieren können. Bei Thura hat es auch halbwegs funktioniert. Mala ist intelligent und weiss, wann sie sich etwas leisten kann und wann sie sich zurückhalten muss. So lange sie sich beobachtet fühlt, macht sie einen auf lammfromm, das sie kein Wässerchen trüben können, aber sobald sie weiss, dass niemand auf sie achtet, schlägt sie eiskalt zu oder schmeisst ihre unliebsame Konkurrenz in den Graben. Also hätte es funktionieren können. Allerdings hätte es einen deutlichen Mehraufwand bedeutet. Da war es weitaus einfacher, die Elefantin abzugeben. Dass sie praktisch ihr gesamtes Leben in Hamburg verbracht hatte, trat in den Hintergrund.
So war es kein Wunder, dass Mala sich mit ihrem neuen Wohnort arrangierte, aber nicht wirklich glücklich geworden ist. Dabei hat sie alles, was sie sich wünschen kann: Die Aufmerksamkeit der Besucher, die Position der Leitkuh und sie darf ihre alten Tricks zeigen. Doch trotz allem hofft Mala immer noch, dass sie eines Tages dorthin zurückkehren kann, wo sie die längste Zeit ihres Lebens verbrachte.
Die Augen der Elefantin glänzen nicht mehr so wie früher, das einzige Anzeichen, dass Belgien für sie nicht ihre neue Heimat geworden ist. Sie hat sich arrangiert, wie man es im Laufe der Zeit eben macht.
Nächstes Jahr kann Mala ein weiteres Jubiläum feiern. Denn am 8. Juni 2016 wird es heissen: 50 Jahre Ankunft in Europa. Höchstwahrscheinlich wird man es genauso vergessen, wie man auch ihren offiziellen 50. Geburtstag nicht gross begangen hat.
Dabei wäre es sicherlich ein Spektakel geworden und könnte es im nächsten Jahr auch werden. Denn so sehr die Hannoveraner mit Jungtier Nang Faa oder die grossen Pandas ihr den Rang abgelaufen haben, ist sie für die Menschen wichtig geblieben.
Als im Frühjahr eine Fütterung ausfallen musste, weil Mala ein paar Zipperlein plagten, wurde der der Pairi Daiza mit Anfragen überhäuft, wie es der Elefantendame gehe und sie wieder wohlauf sei. Es beruhigte sich erst, als Entwarnung gegeben wurde.
An dieser kleinen Episode kann man sehen, wie wichtig Mala den Menschen ist. Nicht umsonst heisst es, wer diese Elefantin nicht gesehen hat, der ist nicht da gewesen. Das galt für Hamburg und gilt nun für den Pairi Daiza.
Doch tief in ihrem Inneren hofft Mala auf eine Rückkehr.
1095 Tage sind bisher vergangen und es werden noch mehr Tage vergehen…

 

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Happy Birthday, Mala! – Europas klügster Elefant feiert seinen offiziellen 50. Geburtstag


Endlich ist es so weit!, wird sich Europas klügster Elefant wohl denken. Denn heute feiert Elefantendame Mala ihren offiziellen fünfzigsten Geburtstag.
Ofiiziell deshalb, weil das Jahr 1964 als Malas Geburtsjahr gilt. Doch in Wirklichkeit wurde sie Ende des Jahres 1962 geboren. Den 10. November hat sich die Elefantin bloss ausgedacht, weil es so schön klang, wenn sie 50 wird: am 10., 11., 12. Das konnte sich jeder merken.
Damals hoffte Mala, gross feiern zu können, doch auf einmal ging es 2012 in die Fremde. Dort, im Pairi Daiza, im belgischen Brugelette, lebt Mala noch immer, obwohl sie stetig auf ihre Rückkehr hofft. Die Hoffnung hat sie nicht aufgegeben. Sie fühlt sich einfach nicht wohl, obwohl sie gehegt und gepflegt wird. Die Elefantendame darf ihre Tricks vorführen, die sie in ihrem langen Leben gelernt hat und in ihrem Zuhause schon lange nicht mehr vorführte. Sie wurde wieder der Star, der sie einmal gewesen war. Es heisst sogar, wenn man Mala nicht gesehen hat, war man nicht im Pairi Daiza. So ähnlich hiess es auch in Malas Zuhause. Wer sie nicht gesehen hat, verpasste das Beste. Und obwohl die Dickhäuterin wieder die Aufmerksamkeit der Massen geschenkt bekommt, die sie verdient hat, trauert sie ihrem Zuhause hinterher. Man sieht es an ihrem schnellen Weben, dem so genannten Einsamkeitsweben. Gewebt hat Mala immer, macht es seit mindestens 1986, aber es war eher ein „gemütliches“ Weben. Nie so schnell. Gut, einige Male hat die Elefantendame dann doch dieses Einsamkeits- bzw. Trauerweben gezeigt. Meist immer dann, wenn der inzwischen verstorbene Elefantenbulle Hussein sie besonders malträtiert hatte. Dann ging es Mala nicht gut.
Nun hat sie eine dauerhafte Artgenossin – Rani – und ist dennoch nicht glücklich. Eigentlich war sie mit einem weiteren Elefanten vergesellschaftet worden, doch Ani starb im März vergangenen Jahres. So blieb old Rani übrig. – Old nenne ich Rani deshalb, um sie von der Hamburger Rani (Young Rani) zu unterscheiden und von allen weiteren Elefantenkühen, die ebenfalls diesen Allerweltsnamen tragen. – Mit ihr versteht sie sich, obwohl Mala lieber für sich allein steht. Aber wenn es darum geht, zu zeigen, wer in dieser Mini-Gruppe das Sagen hat, ist Mala natürlich obenauf. Sie zeigt gerne, wer Chefin ist. Doch old Rani macht das nichts aus – hat ein unterwürfiges Wesen -, sie will den Chefposten gar nicht haben. So ist wenigstens das in Erfüllung gegangen. Was Mala wegen Mogli nicht haben konnte, hat sie nun. Aber der Preis war hoch – der Verlust ihres Zuhauses.
Geboren wurde Europas klügster Elefant in Indien – Mala gehört also zur Unterart Elephas maximus indicus – und machte dort in ihren ersten Lebenjahren die Strassen unsicher. Beliebt war sie unter der Bevölkerung nicht immer, davon zeugen die Schrotkugelnarben an ihrer Stirn. Nichtsdestotrotz überstand die Dickhäuterin diese Zeit relativ unbeschadet. Allerdings ging einmal das Gerücht um, dass sie in ihren ersten Lebensjahren angepflockt in einem dunklen Raum zugebracht hätte, weshalb sie damals mit dem Weben anfing. Ob sie tatsächlich schon in dem Alter mit dem Weben begann? Als sie für den Film „Klein Erna auf dem Jungfernstieg“ vor der Kamera stand, war davon nichts zu sehen. Beim NDR-Tatort „Tod im Elefantenhaus“ hingegen schon. Zwischen den Dreharbeiten liegen 17 Jahre.
Mala wurde in Indien von der Strasse weggeholt und nach Deutschland verschifft. Am 08. Juni 1966 kam sie schliesslich in ihrem neuen Zuhausean – dem Tierpark Hagenbeck.
Es wird gemunkelt, dass Mala bereits im Jahr zuvor im Edgar Wallace-Streifen „Neues vom Hexer“ mitgewirkt hätte. Ich habe mir den Film mal angesehen, aber beschwören kann ich nicht, dass der junge Elefant Mala gewesen ist. Die Ohren sehen so aus, als waren sie nach hinten geklappt. – Dennoch sag ich mal, sie ist es nicht.
In Hamburg angekommen, begleitete Mala, in den kommenden Jahren ihres noch jungen Lebens, ihre Tierpfleger auch ausserhalb des Tierpark-Geländes. Es war die Zeit, in der sich ihre Prägung auf den Menschen entwickelte. Mala ist zwar ein Elefant – vom Aussehen sowieso -, aber noch wichtiger als Artgenossen ist für sie menschliche Aufmerksamkeit. Da kam ihr das Elefantenfüttern durch die Besucher oder das Elefantenreiten natürlich entgegen.
Die Elefantin verlebte viele glückliche Jahre im Tierpark, lernte allerlei Tricks und stand ab und zu in der Zeitung. In besonders schneereichen Wintern zog sie einen Schlitten in dem Kinder sassen. Doch dann kam ein Elefant, der Malas Alleinstatus als Star ein Ende machte – Mogli.
Nun begann der Stern der Elefantin zu sinken. Auch Mogli wurde einiges beigebracht, auch wenn sie nie auf Kommando trompeten lernte oder Fragen mit ja oder nein zu beantworten. Das alles kann Mala, genauso wie sie auf Kommando die Besucher mit Wasser nasspritzen kann.
Elefant Yashoda macht das immer, um auf sich aufmerksam zu machen. Aber das ist eine völlig andere Geschichte.
In der ZDF-Serie“Unsere Hagenbecks“ tauchte Mala des Öfteren auf. Meist musste sie sich mal wieder als Mogli ausgeben, weil es um ja-und-nein-Fragen ging. Aber sie hat sich auch selbst gespielt. Besonders interessant sind die Szenen mit Shandra, wo es um eine graue und eine rote Kiste geht.
Dann kam der Juni 1992. Einige Wochen zuvor war Leitkuh Birka gestorben und der Posten vakant. Zwei Anwärterinnen gab es: Mala und Mogli. Beide gönnten sich nichts, aber falls es Auseinandersetzungen zwischen beiden Kühen gegeben hatt, fielen die nicht weiter ins Gewicht. Am Ende konnte Mogli den Sieg für sich entscheiden. Doch Mala wollte nicht klein beigeben. Schliesslich war sie schon viel länger da als Mogli.
Mala wartete auf eine günstige Gelegenheit, um es ihrer Konkurrentin heimzuzahlen.
Es kam die Dschungelnacht im Juni 1992. Auf dem Paradeplatz, wo heute Wohnhäuser stehen, kam es zum Eklat. Mala stand hinter Mogli. Die Elefantin sah endlich die Chance gekommen, über ihre Konkurrentin zu triumphieren. Sie biss Mogli in den Schwanz, was diese nicht auf sich sitzen lassen konnte. Blitzschnell drehte sie sich um, dabei stürzte der Tierpfleger, der in Moglis Nacken gesessen hatte, zu Boden. Die Situation konnte erst entschärft werden, als ElefantenbulleHussein zwischen die beiden Streithähne geführt wurde. Danach blieben beide noch eine zeitlang auf der Anlage zusammen, aber Mala wollte sich weiterhin nicht unterordnen. Sie piesackte Mogli weiterhin, warf sie in den Graben, wenn sie sich unbeobachtet fühlte. So konnte es nicht weitergehen. Was also mit dem intelligentesten Elefanten der ganzen Gruppe machen? Abgeben? Ja, es wäre eine Lösung gewesen, aber man brauchte Mala. Und so kam es, dass Mala als Gesellschafterin zum Elefantenbullen gestellt wurde. Das ging die ersten achtzehn Jahre auch ganz gut, doch im August 2010 kam der grosse Riss. Aus welchem Grund auch immer, begann Hussein Mala zu attackieren. Die Elefanten soll kläglich trompetet haben, damit Hilfe käme. Die kam dann auch. Mala sah man die ganze Woche über nicht, erst bei der nächsten Romantischen Nacht. Sie wirkte unglücklich, traurig, webte stark, traute sich nicht nach vorne, wollte so viel Abstand wie möglich zu Hussein halten. Danach war nichts mehr so, wie es war.
Schliesslich der Juni 2012. Hussein sollte den Tierpark verlassen und starb kurz vor dem Gang in die Box unter mysteriösen Umständen (wer den Bericht, was im Obduktionsbericht gestanden haben soll, gelesen hat, kann nur zum Wort mysteriös kommen). Mala lebte auf, war gar nicht mehr so sehr an den Leckereien der Besucher interessiert. Wahrscheinlich bekam sie von den Elefantenpflegern grössere Aufmerksamkeit als sonst. Schliesslich wurde die Elefantin sehr traurig. Der Grund: Sie sollte umziehen. Es kam der 04. Juli 2012 und Mala verliess nach 46 Jahren und knapp einem Monat ihr geliebtes Zuhause. Sie kam in den Pairi Daiza, wo sie noch immer lebt.
Aber Mala hat nur einen Wunsch: Nach Hause! Ja, es mag komisch klingen, aber genau so ist es. Denn seit Malas Weggang haben die Augen der Dickhäuterin ihren Glanz verloren. Sie hat sich arrangiert, aber mehr auch nicht.
Nun wird Mala also offiziell ihren 50. Geburtstag feiern. Ein stolzes Alter für Europas klügsten Elefanten. Diesen Titel trägt sie völlig zurecht. Denn Mala ist wahnsinnig schlau und ein tolles Fussballorakel. Bei der EM 2012 hat sie sämtliche Spiele der deutschen und französischen Nationalmannschaft fehlerfrei getippt. Sie wusste bereits vor dem Spiel gegen Griechenland, dass Deutschland im Halbfinale gegen Italien verlieren würde. Nur beim Eröffnungsspiel lag sie daneben.
Mala spielte in Film und Fernsehen mit, wie ich oben bereits erwähnte. Sogar in einem Roman wurde sie verewigt: „Die Rollen des Seth“ von Helen Dalibor. Dort taucht sie als sie selbst auf, aber auch als Bertha, einer Elefantin, die im Roman im Jahr 1912 bis 1920 in Stellingen lebte und in grossen Teilen auf der Elefantin basiert.
Was wünscht sich so ein Elefant von 50 Jahren? Natürlich Gesundheit, kein Reissen in den Gelenken und das sie steinalt wird. Mit ihrem halben Jahrhundert auf dem Buckel – den Mala nicht hat, wie sie anmerkt – ist sie noch ein wahrer Jungspund. So hat sich die Elefantendame vorgenommen, mindestens die 70 zu erreichen. Aber im Grunde genommen will sie der älteste lebende Elefant der Welt werden. Also werden die 80 von ihr angepeilt. Doch wird sie das überhaupt schaffen – in der Fremde? Wie bereits erwähnt – und nicht nur hier – fühlt sich Mala nicht wohl an ihrem Wohnort. Alle Hoffnung, dass sie sich nach knapp zwei Jahren endlich eingelebt hat, ist zunichte gemacht. Die Elefantendame hat sich arrangiert, aber wirklich glücklich ist sie nicht. Sogar für einen Laien wie mich, der sich mit dem Verhalten von Elefanten nicht so gut auskennt, ist auf einen Blick zu sehen, dass Mala noch immer trauert. Ersichtlich wird dies, wenn sie für sich allein ist. Bekommt sie menschliche Aufmerksamkeit, merkt man ihr nichts an, denn sie ist eine Meisterin der Maske. Eine gute Schauspielerin, das ist Mala immer gewesen. Nur an ihren Augen, da sieht man es wirklich.
Was ist nun Malas grösster Wunsch? Nach Hause. Tja, ob ihr dieser Wunsch eines Tages wirklich gewährt wird? Ein Gehege ist leer, aber dann wäre Mala allein und vom Futter würde sie wieder zunehmen, weil die Besucher es zu gut mit ihr meinen. Nina hat ihr immer kalorienfreie Kost gebracht, weil sie schon damals sagte, dass Mala zu dick sei. Und die Dickhäuterin in die Gruppe zu integrieren? Das hätte man schon vor zwei Jahren versuchen können. Ohne Dauerbewachung wäre es nicht gegangen. Aber unmöglich wäre es nicht gewesen. Thura, lange als Problem eingestuft, hat sich in den letzten Monaten wieder sehr gut in die Gruppe integriert. Zwar steht bei ihr immer noch jemand, aber da geht es nur darum, dass sie die anderen Elefanten wie Shila und Indra nicht verjagt, weil sie deren Futter haben will. Bei Mala hätte man es auch versuchen können, aber man hat diese Chance nicht genutzt. Das ist traurig, besonders für Europas klügsten Elefanten. Deshalb ist ihr Wunsch nach Heimkehr utopisch.
Nun ist es aber an der Zeit, Europas klügstem Elefanten zum Geburtstag zu gratulieren.
HAPPY BIRTHDAY, Mala! Alles Gute! Bon anniversaire!

 

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Wetten, dass die Sendung heute die allerletzte sein wird?


Vergangenes Jahr lautete einer meiner Aprilscherze, dass Wetten, dass..? abgesetzt würde. Nun sieht es mehr danach aus, als ob es tatsächlich so käme. Allerdings gibt es noch das zweite Gerücht, dass Markus Lanz nicht mehr weitermachen würde. Wie auch immer es kommen wird, die Sendung braucht eine völlige Generalüberholung und einen spontanen Moderator, fall sie wirklich weitergeführt werden soll. Denn eine Umfrage hat ergeben, dass die jüngeren Befragten, also die bis 44 bzw. 49 die Sendung gerne weitersehen würden, aber mit einem anderen Moderator. In dieser Altersklasse wird auch Markus Lanz für den Niedergang verantwortlich gemacht.
Ganz ehrlich, dass habe ich von Anfang an gesagt. Ich habe Lanz bereits mehrmals live bei anderen Sachen erlebt, wo nur Journalisten anwesend waren. Wenn er mir nicht zuvor unsympathisch gewesen wäre, danach war er es mir auf jeden Fall.
Nun gut, heute wird noch mal alles aufgefahren, was es so gibt. Gespannt dürfte man auf den Auftritt von Hape Kerkeling sein, der nun Schlagerlieder aus seiner Kindheit singt. Hatte er nicht gesagt, dass er nach seinem 50. Geburtstag nichts mehr macht? Irgendwo habe ich es mal gelesen. Momentan hört man nur was von einer Dokumentation zum Geburtstag. Nun ja, wieso nicht?
Die restlichen Gäste mögen auch recht interessant sein, aber mich interessieren sie nicht. Ich finde die ganze Sendung langweilig. Wie wurde sie früher noch genannt? Die längste Kaffeeklatsch-Sendung des deutschen Fernsehens. In unserer Zeit hat sich dieses Format tot gelaufen. Keine Ahnung, was man da ändern will. Von mir aus, stellt man es ganz ein. Ich werde dem Format keine Träne nachweinen.
Bin gespannt, wie viele die Show sich heute Abend ansehen werden. Gut, es gibt mal wieder nichts passendes als Ausgleich, aber wozu gibt es Mediatheken? Ich empfehle da zwei „Heiter bis tödlich“-Serien, die vielfach gescholten werden. Dabei handelt es sich um „Monaco 110“ und „Koslowski & Haferkamp“. Bei Monaco 110 wird moniert, dass diese Serie so übertrieben sei, dass der Zuschauer diesen Polizeialltag nicht glauben könne. Ganz ehrlich: Das ist doch der Witz an dieser Serie, weil alles so überspitzt und übertrieben ist. Das macht den Reiz der Serie aus. Bloss erkennen das die meisten nicht. Ausserdem gibt es mindestens ein Polizeirevier in Deutschland, wo solche Zustände tatsächlich gegeben sind. Will mich hier nicht darüber ausbreiten, aber diese Wache gibt es. Wer zudem Ende des Jahres mal die Polizeiberichte liest – natürlich ist das nur ein Best-of -, dann ist das gar nicht so abwegig, was bei Monaco 110 gezeigt wird.
Bei „Koslowski & Haferkamp“ war ich nach der ersten Folge nicht überzeugt, habe der Serie aber eine zweite Chance gegeben. Es wurde besser. Ja, manches ist bei der Serie noch im Argen, aber die Serie entwickelt sich. Im Gegensatz zu „Morden im Norden“, die Serie wird einfach nur noch schlechter. Habe die Sendung nie gemocht, aber von Staffel zu Staffel war es einfach nur noch bergab gegangen, dennoch erfreut sich diese Serie grosser Beliebtheit. Ist das zu verstehen? Habe ich so einen seltsamen Geschmack?
Die Gerüchte, dass „Alles Klara“ abgesetzt wird, reissen leider nicht ab. Es ist noch nichts offiziell, aber es sieht nicht gut aus. Nun versucht schon die Politik, sich einzumischen, damit die Serie erhalten bleibt. Das ist wirklich eine der wenigen Serien, die gut war und auch fortgeführt wurde. Sie jetzt abzusetzen, ist meines Erachtens eine schlechte Idee. Dann soll die ARD doch gleich die ganze Heiter bis tödlich-Reihe absetzen.
Wenn ich da immer lese, wo ist Hubert & Staller, kann ich das nicht verstehen? Die Serie war gut, aber in der letzten Staffel stellte sich mir einfach nur die Frage, wie die eigentlich alle Polizisten werden konnten, wenn sie so trottelig sind. Vor allem Revierleiter Girwiz wurde nur noch als depperter Volltrottel dargestellt, der von nichts eine Ahnung hat. Wenn das realer sein soll als Monaco 110 dann weiss ich auch nicht.
Wenn die Nachfolge-Serien alle nur noch Quatsch sind, wieso macht die ARD nicht einmal einen Aufruf, dass man Ideen liefert für einen neuen Ableger der Reihe. Das wäre doch mal was. Natürlich bedeutet es Arbeit, aber vielleicht wird die Serie dann erfolgreich. Gut, vielleicht nicht ein Abklatsch von Hubert & Staller, sondern eine richtig gute und lustige Krimi-Serie. Das muss doch möglich sein.

Das Leben von Elefantendame wird nicht verfilmt, obwohl sie es laut Nina natürlich verdient hätte. Dabei wäre Shila wirklich geeignet, die junge Mala zu spielen. Aber was nicht ist, kann durchaus noch kommen.
Jonas ist übrigens auf der Suche nach einem neuen Fussballorakel. Nun hat er sich dazu den Schlaubeutel ausgesucht. Eine schon ältere, aber nicht betagte Elefantenkuh, die keinen guten Stand in der Herde hat. Er hat sie bereits vor wenigen Tagen getestet, war allerdings ein wenig enttäuscht. Er hätte gerade mal herausgefunden, dass sie ein Rechtsrüssler sei. Was er denn vom besagten Schlaubeutel wissen wollte: Wie geht das Spiel Sandhausen gegen St. Pauli aus. Der Schlaubeutel sagte jedes Mal St. Pauli, da sie sich das Futter schnappte, das für den Kiezverein stand. Damit lag sie richtig, genauso wie Elefantendame Mala. Denn auch diese hatte auf einen heutigen Sieg getippt. Mala glaubt auch weiterhin fest daran, dass St. Pauli es noch auf den Relegationsplatz schafft. Jetzt, wo der HSV sich wieder ein wenig Luft verschafft hat, wird dieser wohl nicht mehr auf dem Relegationsplatz landen, so dass St. Pauli keine Angst haben muss, gegen den HSV ausversehen zu gewinnen, damit aufsteigt und der HSV zum ersten Mal in der Bundesligageschichte absteigt.
Mal sehen, wie der FC St. Pauli sich noch machen wird. Chancen haben sie noch allemal, da Paderborn gepatzt hat. Nur irgendwie glaube ich nicht daran, dass sie aufsteigen wollen.
Jonas wird nun weiter mit den Schlaubeutel testen, ob sie als WM-Orakel geeignet ist. Falls sie dann noch in Hamburg sein sollte, denn es geht das Gerücht um, dass sie nach Leipzig umziehen soll. Jonas ist empört, denn der Schlaubeutel hätte sich in letzter Seite sehr in die Gruppe eingefügt. Nina erwidert darauf nur, dass die Kuh mal psychologisch betreut werden sollte. So könne man ergründen, warum sie so ist, wie sie ist. Soll wohl irgendwas mit der Zeit in Spanien zu tun haben, bevor sie dann nach Hamburg kam.

So, wer trotz „Wetten, dass..?“ oder den Mediatheken nicht weiss, was er heute Abend machen soll. Das Wetter ist ja reichlich gemischt. Bei den einen regnet’s, bei den anderen scheint die Sonne, der kann auch ein schönes ebook lesen. Wie wäre es mit „Die Rollen des Seth“ von Helen Dalibor. Da gibt es dann ein Wiedersehen mit Elefantendame Mala, dem klügsten Elefanten Europas. Oder einfach mal unter lesenswert gucken. Da gibt es noch ein paar Lesetipps.

 

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Wie die DFL Fouls zukünftig verhindert oder ein Tag im April


Manchmal frage ich mich wirklich, was sich die Discounter eigentlich denken. Im Grunde genommen rede ich nur von einem, nämlich Penny. Genauer gesagt geht es um meine Lieblingsjoghurtsorte: Bircher Müsli. Die gibt es bei Penny von ihrer Eigenmarke elite, die zuvor schon ganz andere Namen trug, aber immer derselbe Inhalt blieb. Leider bekomme ich kaum noch diese Sorte. Es sind in jeder Palette höchstens fünf drin und meist sind genau die weg. Bleibt mir als Ersatz nur die Banane-Birne und Blutorange-Ananas-Sorten. Oder aber ich nehme gleich die Joghurts mit den Sorten Schokoballs. Die werden hier überhaupt nicht verkauft, werden angeboten wie Sauerbier, weil die niemand mag. Aber jetzt, wo es wieder Sommer wird, kommen die Schokoballs vermehrt zurück, während die Sorte Bircher Müsli ausgesetzt wird. So habe ich das von Mitarbeitern erfahren.
Ist denn das zu verstehen? Da wird die Lieblingssorte der Kunden kaum ausgeliefert und dann im Sommer auch noch ganz eingestellt? Was soll das? Hier will niemand die Sorte Schokoballs und in all den anderen Läden, wo ich schon drin war, war das auch immer die Sorte, die übrigblieb. Warum also wird das noch angeboten?
Das schlimme ist, dass ich nirgendwo Ersatz finde. Bircher Müsli wird gar nicht mehr von anderen Joghurtherstellern angeboten. Früher gab es das wenigstens noch von Almighurt, aber selbst dort wurde irgendwann auf Schokoballs und Mohn-Marzipan umgestellt. Heutzutage kann ich froh sein, wenn Lidl mal einen Liter-Eimer Bircher Müsli anbietet. Aber das ist bisher nur einmal geschehen.
Sicher, ich kann mir den Joghurt auch selbst machen, aber dann schmeckt er nicht so, wie ich ihn kenne. Zudem wäre das auch teurer, als wenn ich die Becher bei Penny kaufe. Im übrigen sind 39 Cent auch nicht gerade billig. Also wieso gibt es diese Sorte so selten und wieso im Sommer überhaupt nicht, während da die Schokoballs Hochsaison haben? Die können doch nicht einfach meine Lieblingssorte aus dem Programm nehmen!

Über die Probleme würde Elefantendame Mala nur lachen, wenn sie davon wüsste. Zwar hätte sie gerne mal wieder ein paar gekochte Kartoffeln, aber ansonsten wird sie sehr verwöhnt, wenn auch immer auf ihr Gewicht geachtet wird.
Wie aus gut unterrichteter Quelle zu vernehmen ist, hat Mala grosse Neuigkeiten zu berichten: Ihr Leben wird verfilmt!
Erlebt hat sie in ihren 52 Lebensjahren schon allerhand. Wie sie damals in Indien die Strassen unsicher machte, ein paar Schrotkugeln verpasst bekam, dann nach Hamburg übersiedelte, ein grosser Star wurde und schliesslich in der Versenkung verschwand. Erst mit ihrem Umzug nach Belgien wurde sie wieder hofiert, um nun wieder ihren Stern sinken zu sehen, seitdem die grossen Pandas im Pairi Daiza angekommen sind.
Umso mehr freut sich die Elefantin, dass zu ihrem offiziellen fünfzigsten Geburtstag ein Film über ihr Leben erscheinen wird. Die Rollen sind bereits verteilt worden. Als junge Mala wird Shila aus Malas Zuhause brillieren, weil sie genauso schön am Grabenrand stehen könne, wie Mala in ihrem Alter Ende der 60er Jahre tat. Außerdem sei sie genauso wohlgenährt. Allerdings solle Shila nicht beigebracht werden, Menschen nasszuspritzen. Da sie ein wenig übermütig sei, würde sie das jedes Mal machen, wenn sie auf sich aufmerksam machen wollte. Ansonsten sei sie perfekt für die Rolle.
Und wer spielt die erwachsene Mala? Tja, wer wohl? Ganz recht, es ist die Jubilarin selbst, denn niemand anderes sei so hübsch. Am liebsten hätte die Elefantin sich auch in jungen Jahren gespielt, schliesslich sei sie damals zwar sehr jung gewesen, aber genauso hübsch wie heute. Bloss wer würde Mala mit ihrem 52 Jahren einen etwa sieben Jahre alten Elefanten abnehmen? Ganz recht, niemand. Deshalb wurde auch Shila dazu verpflichtet, die schon ganz wild darauf ist, Mala darstellen zu dürfen.
Die Dreharbeiten werden heute beginnen. Der Film wird exklusiv an Malas offiziellem Geburtstag am 08. Juni vor ausgewähltem Publikum gezeigt werden. Der Titel des Films ist noch nicht bekannt, wird aber rechtzeitig bekannt gegeben werden.
Unterdessen hat der Pairi Daiza bekannt gegeben, dass sie bereits zwei Tage vor der offiziellen Öffnung am 05. April ihre Pforten öffnen werden. Bereits ab Donnerstag kann nicht nur Mala bewundert werden, sondern man kann sich auch die beiden großen Pandas ansehen. Elefantendame Mala freut sich schon auf die Besucher, wurde es ihr in letzter Zeit doch arg langweilig.

In der Ligaversammlung in Frankfurt wurde letzte Woche nicht nur die Torlinientechnik abgelehnt, sondern etwas viel wichtigeres beschlossen.
Nachdem der FC St. Pauli wegen seines schadhaften Rasens zu einer drastischen Massnahme griff, um Geld zu sparen, hat diese Methode zu einem absturzartigen Rückgang von Fouls geführt. Das war dem DFB und ebenfalls der DFL nicht verborgen geblieben. Schnell wurde es besprochen, dann in der Ligaversammlung noch einmal vorgestellt und schließlich zur Abstimmung gebracht. Nur ganz knapp kam der Vorschlag durch. Aber es hat gereicht.
Ach so, worum es eigentlich geht. Tja, darüber redet der DFB nicht so gern, weshalb man den Punkt in den meisten Artikeln über die Ligaversammlung nicht findet.
Alles begann mit dem FC St. Pauli und seinem Rasen. Dieser war mal wieder in einem katastrophalen Zustand, eine komplette Neuverlegung war dem Kiezclub allerdings zu teuer. So wurde nach anderen Möglichkeiten gesucht und schliesslich auch gefunden. Der Rasen wurde einfach an den entsprechenden schadhaften Stellen gedüngt. Aber nicht mit irgendeinem Dünger, sondern mit Elefantenködeln! Zwar sind Mogli & Co. als HSV-Fans bekannt, doch dem Konkurrenz-Verein helfen sie auch gerne, hat dieser in der Nähe ihres Zuhauses seine Trainingsstätte. Und so wurde der Rasen mit einer Mischung aus Ködeln und Wasser besprengt, ähnlich wie es beim güllen auf den Feldern der Fall ist. Der Rasen erholte sich, aber nicht nur das, es stellte sich auch ein anderer Effekt ein. Die Fouls der Spieler gingen schlagartig zurück. Auf einmal wollte niemand mehr auf dem Rasen zum liegen kommen. Wer kann es den Spielern auch verdenken? Niemand möchte in der Scheisse von anderen herumrutschen, selbst wenn es die von Elefanten sein mag. Ob es auch eine Anweisung der Zeugwarte gab, weil die den Dreck aus den Trikots waschen müssen, ist nicht bekannt. Kaum noch Fouls gab es, die wenigen, die es doch noch gab, wurden von Spielern der Gastmannschaften ausgeführt, die nichts davon wussten, wie der Rasen präpariert worden war.
Natürlich blieb dem DFB nicht verborgen, dass sich die Anzahl der Fouls bei Heimspielen des FC St. Pauli drastisch reduziert hatten. Also forschten sie nach der Ursache und wurden schnell fündig: Düngung des Rasens durch natürlichen Dünger, der aus Elefantenködeln hergestellt wurde.
Der DFB dachte darüber nach, fand die Idee schliesslich ganz wunderbar und beschloss, dass die DFL sie bei der nächsten Ligaversammlung vorstellen sollte. Man wollte in Sachen Fair Play nun Vorreiter für andere Länder werden. Und so wurde in der vergangenen Woche abgestimmt. Grosse Hoffnungen machte man sich nicht, schliesslich war es ein recht unorthodoxer Vorschlag. Aber mit einer knappen Mehrheit wurde der Beschluss gefasst, dass zukünftig alle Rasen – kein Kunstrasen – der Erst und Zweitligavereine mit tierischen Exkrementen wie beispielsweise von Elefanten gedüngt werden sollen. Denn dadurch würden Fouls verhindert und Verletzungen vorgebeugt werden.
Es wird noch diskutiert, ob der Beschluss als Vorschlag bei UEFA und FIFA eingereicht werden soll, schliesslich prädigen beide schon seit langem Fair Play.
Der Rasen des FC St. Pauli hat sich jedenfalls durch die Ködel-Wasser-Mischung erholt. Nur das Problem der leichten Geruchsbelästigung muss noch überacht werden. Aber da wird sich sicherlich noch eine Lösung finden.

Lustig macht man sich in Argentinien in der letzten Zeit über das wM-Maskottchen. Es heisst Fuleco, das eine Wort Kombination aus futebol und ecologica ist. Leider war den schlauen Ideengebern nicht klar, dass Fuleco im Jugendslang „Arsch“ bedeutet. Kein Wunder also, dass Argentinien sich amüsiert und jetzt wahrscheinlich auch der Rest der Welt.
Seltsam sieht das Kugelgürteltier auch noch aus, aber da gab es schon weitaus schlimmere Maskottchen.

Wie gerade bekannt wurde, soll bei der nächsten Sitzung des IOC eine neue Sportart bei den olympischen Spielen zugelassen werden. Es handelt sich hierbei um das so genannte Stand-Up-Paddling. Einige mögen davon vielleicht noch nicht gehört haben. Dabei handelt es sich um ein Surfbrett, auf dieses stellt man sich und bewegt sich dann mithilfe eines Paddels gemächlich vorwärts. Gewinnen tut derjenige, der als schnellster durchs Ziel kam und selten bis gar nicht vom Brett gefallen ist. Denn für das ins Wasser fallen gibt es Strafpunkte.
Eine äusserst langweilige Disziplin? Ja, das dachte ich zuerst auch, bis ich dann las, dass es einen Parcours geben wird. Da wird es natürlich erheblich schwerer, außerdem soll es nicht in allzu ruhigen Gewässern stattfinden. Mal sehen, wie lange sich diese Disziplin wird halten können. Zu Beginn der olympischen Spiele der Neuzeit war sogar Boule olympisch.

So, liebe Leserinnen und Leser dieses Artikels, wer sich nun fragt, was das eigentlich für seltsames Zeug gewesen ist, der sollte einmal einen Blick auf das Datum des Artikels werfen. Richtig, genau der Tag ist heute. Nichtsdetotrotz gibt es auch wahre Begegebenheiten, über die ich berichtet habe. Welche es sein mögen? Nun ja, das mag jeder selbst herausfinden oder einfach nachfragen. Über Kommentare freue ich mich immer – so lange es kein Spam ist.

 

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Droht ein Europa-Krieg?


Da hat man gedacht, dass die Ukraine endlich zur Ruhe kommen würde, nachdem Janukowitsch abgesetzt wurde. Doch nein, es kommt immer schlimmer als gedacht. Der pro-russische Teil der Ukraine, die Krim, will sich offenbar abspalten. Der ebenfalls pro-russische Politiker Sergej Aksjonow habe dort die Macht übernommen. Das wird aus Kiew heftig kritisiert, denn es verstosse gegen die Verfassung.
Nun ist auch Russland in Alarmbereitschaft, die russische Schwarzmeer-Flotte kooperiert mit der Krim-Regierung. Es beginnt ein Säbelrasseln, wie es das bereits vor 100 Jahren gab.
Gut, damals betraf es halb Europa, ausgelöst durch ein paar Pistolenschüsse. Damals sah sich Russland auch in der Rolle des Beschützers, wie es jetzt auch ist. Das russische Militär will die Krim-Region unterstützen, was natürlich die Rest-Ukraine nicht auf sich sitzen lassen kann. Die mobilisiert nun ihr Militär, nennt nicht nur die Krim-Regierung verfassungswidrig. Falls die „falsche“ Regierung nicht freiwillig zurücktreten sollte, wird wohl das Militär eingreifen.
Und hinter der Ukraine steht dann sehr wahrscheinlich halb Europa und die USA. Allerdings machen die sich meist wichtiger als sie sind. Obama hat schon ein Machtwort gesprochen, aber nutzen wird es ihm nichts. Denn allein kann er gar nichts machen. Aber was ist mit der EU? werden sie ein Machtwort sprechen und Russland auf die Finger hauen? Putin wird sich natürlich nichts sagen lassen, hat er schliesslich noch nie. Ausserdem hat ihn gerade das Kreml-Parlament mit dem Krim-Einsatz beauftragt. Was das nur werden wird?
Kann ein Land das nicht einmal selbst lösen – und dazu noch friedlich?
Entweder verhält sich Russland nun ruhig, was ich persönlich nicht glaube, oder es wird noch einiges geschehen. Einen dritten Weltkrieg wird es nicht geben, dazu ist Europa zu vernünftig. Aber so ganz Europa ist die Ukraine nun auch wieder nicht. Aber aus dem Zeitalter der Kriege sollte man nun langsam raus sein. Alle sollen sich an einen Tisch setzen und vernünftig diskutieren bis eine Lösung gefunden ist. Allerdings wird das sehr wahrscheinlich nicht geschehen. Wieso auch, wenn mit der Hau-Drauf-Taktik auch alles möglich ist und man garantiert seine eigene Meinung durchsetzen kann, wenn man mehr Militär aufzubieten hat? Da setzt man sich doch nicht an einen runden Tisch – der nicht wirklich rund ist, aber man nennt es nun einmal so.
Da können wir nun noch einiges erwarten.
Das scheint nun einzutreten, denn Putin bittet das Parlament um Zustimmung für einen Militäreinsatz. Das Militär der Ukraine ist bereits in Alarmbereitschaft versetzt. Nun beginnt das Säbelrasseln.
Es hat begonnen. Das russische Parlament hat Putin zugestimmt. Angeblich sollen schon 2000 russische Soldaten auf der Krim gelandet sein. Tja, jetzt wird es wirklich spannend. Hoffentlich sind alle Beteiligten besonnen genug, dass es nicht zu Schlimmeren kommt.

Nächste Woche zeigt Arte einen Film und eine Dokumentation über Katharine Hepburn. Ist nicht wirklich ein Themenabend, aber ich nenne es eine willkommene Gelegenheit, um Arte mal wieder darauf aufmerksam zu machen, dass sie im September einen Themenabend über den franco-russischen Schauspieler Ivan Mosjoukine machen sollten. Nein, ich schreibe nicht könnten, denn das wäre nicht fordernd genug.
Also, Arte, im September ein schöner Themenabend. Ich warte schon darauf.

So, Elefantendame Mala hat endlich einen Blick auf die beiden neuen Staatsgäste aus China werden dürfen. Ein wenig empört ist Mala allerdings darüber, dass sie beiden Pandas sogar mit einem Staatsempfang bei ihrer Ankunft in Belgien empfangen wurden. Denn die alte Kuh hat darauf leider verzichten müssen. Und dass, wo sie doch Europas klügster Elefant ist. Das dämpfte natürlich ihre Freude darüber, endlich einmal echte grosse Pandas zu sehen. Die kleinen Pandas kannte sie schon, aber das seien nur Katzenbären und viel zu langweilig.
Zu den beiden Neuankömmlingen hat sie nach einem Blick auf schon einen Kommentar abgegeben: „Bambusfresser!“ Ja, die Elefantendame weiss wieder alles.
Mala fürchtet seit der Ankunft der Pandas nun natürlich ihren Status als Star sinken. Denn das beliebteste Tier ist in den letzten beiden anderthalb Jahren immer sie gewesen. Nun ist das Pandapärchen da und wird ihr mit ziemlicher Sicherheit den Rang ablaufen. Das gefällt der alten Kuh nun gar nicht. Da kann sie auch hübsch wieder nach Hause zurückkehren. Da kann sie sich wenigstens noch mit Mogli herumärgern und wird dennoch von allen gemocht. Ausserdem wird da ja noch genügend Werbung mit ihr gemacht. Aber erst einmal will sie ihren offiziellen 50. Geburtstag am 08. Juni abwarten. Falls sie genug hofiert wird, möchte sie noch ein paar Monate bleiben. Aber Zuhause ist es bekanntlich am schönsten. Und da will sie in den nächsten Jahren wieder hin.
Da sie nun nicht immer im Park umherläuft und die Pandas auch nicht so interessant findet, hat sie mal wieder nichts besseres zu tun, als das nächste Spiel des FC St. Pauli zu tippen. Am Montag wird es gegen Union Berlin gehen. Beim letzten Spiel, als es gegen Dresden ging, tippte Mala auf einen Sieg und hatte mal wieder recht. Passiert höchst selten, dass sie mal danebenliegt. Nun also das Spiel gegen Union Berlin. Was sagt die alte Kuh? Sie tippt zielsicher auf einen Sieg des FC St. Pauli. Tja, das ist auch nötig, wenn der Verein den Relegationsplatz schaffen will. Natürlich müssen sie dann noch aus den Relegationsspielen als gloreicher Sieger hervorgehen, damit Hamburg erstklassig bleibt. Denn das der HSV es bleibt, steht weiterhin in den Sternen. Zwar haben sie letzte Woche souverän gegen Dortmund gewonnen, aber der BVB litt auch irgendwie unter einem Blackout.
Heute geht es für den HSV gegen Werder Bremen. Es ist das 100. Nordderby und nicht nur deshalb bisant, weil beide Vereine sich nicht leiden können, denn beide Vereine kämpfen gegen den Abstieg. Werder weitaus weniger als der HSV, aber wirklich gerettet ist keiner von ihnen. Da ist das heutige Spiel ziemlich bedeutend, denn drei Punkte heissen Boden gutmachen gegen den Abstieg. Diese braucht der HSV weitaus dringender als Werder Bremen. Aber werden sie es auch schaffen? Tja, van der Vaart steht schon einmal nicht in der Startelf. Eine gute Entscheidung, wie ich meine, denn in den letzten Spielen hat er nicht wirklich was gebracht. Das sagen nicht nur die Fans – alle natürlich nicht -, sondern auch Lothar Matthäus. Aber wenn man Matthäus etwas sagt, kann man es natürlich nicht ernst nehmen. Dabei kann er von sich sagen, dass er schon die deutsche Nationalmannschaft besiegt hat. Nein, nicht 1998, sondern einige Jahre später, als er Nationaltrainer von Bulgarien war. Gut, gegen Bulgarien verliert Deutschland öfters mal. Mittwoch geht es erst einmal gegen Chile.
Falls der HSV doch noch absteigen sollte, kann St. Pauli aufsteigen, damit bleibt Hamburg dann erstklassig. Ich finde den Radiospruch einfach toll, weil er so furchtbar ungenau ist. Da hat mir Jonas wieder einen Floh ins Ohr gesetzt.
Elefantendame Mala wäre ein Unentschieden im Nordderby lieber. Aber was sie möchte, wird natürlich nicht berücksichtigt. Ihre Lieblingsfreundin Plattfuss hätte natürlich am liebsten einen Sieg. Aber dennoch wird sie sich weiterhin offiziell als HSV-Fan ausgeben. Nur damit sie von Mogli nichts auf die Mütze bekommt.

 

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Milchquote lässt den Preis steigen


Die Enthüllungen über die vergangene „Wetten, dass“-Sendung hören nicht auf. Astreine Werbung für ein absolut verbrauchtes Format, kann man nur sagen.
Jedenfalls soll Lanz anscheinend eigenmächtig die Wetteinlösungen von Halle Berry und Tom Hanks geändert haben. Und das hat deren Agenten nun gar nicht gefallen, so dass sie sogar die beiden Hollywoodstars aus der Sendung holen wollten. Zu den Wetteinsätzen kam es nicht. Aber es zeigt wieder einmal, dass der Moderator fehl am Platz ist. Das hat nicht nur mit geänderten Wetteinsätzen zu tun, wenn er es denn wirklich eigenmächtig geändert hat, was ich nicht weiss und somit auch nicht behaupte, sondern auch damit, dass er sich penetrant an seinen Kärtchen festhält. Denn spontan ist er nicht, kann nichts aus dem Stehgreif, was Lanz selbst sagt. Und kann so jemand wirklich Moderator von „Wetten, dass“ bleiben? Man sollte jemandem immer mehr als eine Chance geben, aber wenn bereits die zweite Sendung so versiebt wird, dann frage ich mich, was da noch rauskommen wird? Schlimmer geht immer, mal abwarten.

Auch schon eine Woche her, dass die Milchpreise erhöht wurden. Sechszig Cent kostet nun der Liter mit 3,5 Prozent-Fettanteil. Ein absolut humaner Preis, obwohl es mich daran erinnert, wie ich früher als Kind noch den Liter Milch für 99 Pfennig bekommen habe. Was ich mich allerdings frage, bekommen auch die Milchbauern etwas von dem neuen Geldsegen, den die Milchfabriken machen? Denn der Milchpreis ist ja nicht erhöht worden, weil die Milchbauern protestiert haben, sondern weil die Nachfrage aus dem Ausland gestiegen ist. Und da muss der Preis demzufolge natürlich steigen.
So wie sich das für mich anhört, gehen die Milchbauern dabei leer aus, während die Milchfabriken sich dumm und dämlich verdienen. Da kann man doch gleich die Milchquote fallen lassen. Es werden ja immer noch Milchbauern verurteilt, wenn sie zuviel Milch abgeben. Erinnert mich an den subventionierten Zucker. Auch so’n Blödsinn. Wo wächst bei uns eigentlich Zuckerrohr? In Französisch-Guayana? Ich entsinne mich nur an Zuckerrüben, aber daraus wird eher Rübenkraut hergestellt als Zucker.
Ich zahle gerne mehr Geld für die Milch, aber dafür müssen die Milchbauern von diesem Geld auch was sehen. Werden eh nur einstellige Centbeträge sein, aber immer noch besser als gar nichts.
Gibt es eigentlich faire Milch? In Österreich gibt es so etwas ähnliches und diese Milch wird sogar bei Hofer (das österreichische Aldi-Süd) verkauft.

Die netteste und klügste aller Elefantendamen Europas feiert heute ihren 50. Geburtstag. Kaum zu glauben, dass sie nun schon ein halbes Jahrhundert auf dieser Erde weilt.
Eine grosse Feier wird Mala nicht ausrichten, sondern ganz allein mit sich selbst feiern, schliesslich ist ihr neuer Wohnort seit letzter Woche geschlossen und macht erst Ende März nächsten Jahres wieder auf.
Nichtsdestotrotz gibt es ein neues Lied für Mala, ihr Geburtstagslied.

Als Rüsselorakel hat sich Mala auch wieder einmal betätigt. Sie ist nicht wirklich von einem Aufschwung des FC St. Pauli überzeugt. Deshalb sagt sie, dass St. Pauli gegen den VfL Bochum nur Unentschieden spielen wird.
Na, mal sehen, was am Ende wirklich herauskommen wird. Da bin ich schon sehr gespannt.

 

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