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Mut kann auch bestraft werden


Die Angst vor einer Radikalisierung des Islams geht immer noch um in vielen Köpfen. Besonders in den arabischen Ländern, wo es einen Umsturz gegeben hat, wurde mit Sorge gesehen, dass diese sich mehr islamisierten als zuvor. Nur in Libyen scheint es nicht so zu sein. Dort hatten Anfang September Islamisten die Stadt Bengasi eingenommen und den US-Botschafter getötet. Die Bewohner der Stadt liessen sich das nicht länger gefallen und verjagten nun mit allen möglichen Waffen die islamische Miliz aus ihren Quartieren.
Mutig nenne ich das, zugleich stellt sich mir aber auch die Frage, ob daraus nicht ein Straßenkampf hinaufbeschworen wird, wie er immer noch iN Syrien herrscht. Gut, Syrien ist nun ganz etwas anderes, denn dort ist der Präsident immer noch am Ruder, obwohl ihn die Mehrheit (?) der Menschen nicht mehr haben wollen. So gehen dort die Kämpfe täglich weiter und es wird nicht besser.
Den Volkszorn in Libyen kann man verstehen, denn dort haben sich vielerorts Milizen gebildet, da die Regierung nicht vorankommt. Und diese Milizen scheinen meist islamistisch orientiert und gegen den Westen zu sein. Da kann man verstehen, dass die Menschen so was nicht haben wollen. Aber den Mut zu haben, dagegen vorzugehen muss man erst einmal haben. Vor allem weiss man ja nicht, wie diese Milizen sich noch rächen werden. Das ist alles noch offen.

Das Oktoberfest hat begonnen. Zwei Schläge hat Oberbürgermeister Christian Ude gebraucht, um das erste Bierfass anzustechen. Es ist das letzte Mal gewesen, dass er es gemacht hat. Er wird nun das Rentenalter für Oberbürgermeister erreichen, weshalb er nicht noch für eine weitere Amtszeit kandidieren kann. Dafür will er nun gegen Horst Seehofer bei der nächsten Landtagswahl antreten. Ob man ihm Chancen einräumen kann? Tja, ich weiss nicht. Sympatischer als Seehofer ist er mir allemal. Aber ich vertrete ja nicht die breite Masse.
Zwei Wochen nun Oktoberfest. Ich werde wieder einmal versuchen, mich dort nicht blicken zu lassen. Solche Volksfeste haben mich noch nie interessiert. Eventuell gehe ich auf diese Landwirtsschaftsausstellung. Das ist auch das einzige, was mich in die Nähe der Theresienwiese treiben wird.

So langsam frage ich mich, ob die Kinder in Deutschland so einen schlechten Geschmack haben. Denn wie sonst lässt es sich erklären, dass nur hier diese dämlichen Twistheads „Crazy Connection“ erhältlich sind, während in Österreich eine ganz andere Serie zu haben ist. Und das ist neu, denn sonst gab es in Deutschland und Österreich immer dieselben Serien. In Österreich gab es erst eine weitere Asterix-Serie, nun sind es die Simpsons. Die sind zwar schon vor zwei Jahren in Italien erschienen, aber sind die mir immer noch lieber, als diese Twistheads, die im Übrigen auch die nächste Serien bilden werden: Star Wars.
Was nur für ich wieder für eine neue Happy Hippo-Serie geben, oder den Maulwürfen oder, oder, oder… Doch nein, es kommt nichts, es kommt einfach nichts, immer nur Twistheads, Winx Club und Barbie. Nicht einmal die Weihnachtsserie ist herausragend. Das ist beinahe so etwas wie eine Neuauflage der Weihnachtshelfer, die vor ein paar Jahre erschienen ist. Bloss sind es jetzt keine Wichtel mehr, sondern die Figuren oder Gerätschaften haben neue Köpfe bekommen. Was soll man das dann noch kaufen? Ich weiss es einfach nicht. Nun gut, die Nebenserien sind nicht schlecht. Aber das kann nicht darüber hinwegtrösten, dass die Hauptserien einfach nur Blödsinn sind. Was anderes kann ich dazu wirklich nicht sagen.

St. Pauli scheint an Boden zu verlieren. Am Montag schafften sie nur ein müdes 0:0 gegen Köln, die bis jetzt noch keinen einzigen Sieg für sich verbuchen konnten. Führen oft mit einem Tor und am Ende steht es entweder Unentschieden oder sie haben verloren. Nun ist Köln endgültig im Abstiegskampf angekommen. Platz siebzehn und besser scheint es nicht zu werden.
Elefantendame Mala hatte für das Spiel gegen Köln auf einen Sieg getippt. Damit lag sie falsch, dafür hatte sie aber mit der Prognose fürs gestrige Spiel gegen den FSV Frankfurt wieder Recht. Auf eine Niederlage hatte sie getippt und genauso war es gekommen. St. Pauli verlor mit 2:1 gegen Frankfurt, steht noch im Mittelfeld, aber eher im unteren Teil. Weitere Spiele sollten sie nun nicht mehr verlieren.
Habe übrigens noch ein paar Videos gefunden, wo Mala zu sehen ist. In einem der youtube-Videos bewirft sie sich wieder mit Sand, legt sich aber sogar hin. Ist allerdings von den anderen Elefanten vollkommen getrennt. In einem anderen Video ist sie am Badeteich, wo sie das Vorführungsobjekt ist. Wie es aussieht, scheint sie sogar ihre alten Tricks wieder vorführen zu dürfen, wie Wasser mit dem Rüssel spritzen (zu sehen in „Klein Erna auf dem Jungfernstieg) oder Fragen mit Ja und Nein beantworten (ZDF-Serie „Unsere Hagenbecks“). Und danach wird sie dann von den Besuchern gefüttert und lässt sich auch streicheln. Ist eben eine gutmütige Dickhäuterin. Und wenn es was Schönes zu futtern gibt, ist Mala sowieso glücklich. Denn leckeres Obst und Gemüse geht ihr über alles. Was aber nichts anderes heissen soll, als das sie so die nötige Aufmerksamkeit erlangt, die sie verlangt. Aber mit dem Futter wird wohl aufgepasst, was Mala bekommt, schliesslich hatte die Elefantin Übergewicht als sie ankam und wurde zur Gewichtsreduzierung verdonnert.

Seit gestern wird wieder die vierte Staffel von „Castle“ auf Kabel eins gezeigt. Passend dazu fand ich gestern das Buch „Heat Wave – Hitzewelle“. Ist die deutsche Fassung des Buches, von dem in der zweiten Staffel die Rede ist. Habe mal kurz reingelesen und bin enttäuscht. Mein Fall ist es nicht. Ist ja glücklicherweise nur geliehen, also nicht so schlimm. Wer schreibt die Bücher eigentlich? Nathan Fillion als Rick Castle ist zwar hinten abgebildet, aber er schreibt das nicht, sondern stellt nur die Figur da. Wer also schreibt es nun? Muss ich mal recherchieren.

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Die sieben Säulen der Weisheit


Und schon wieder ein paar Tage Urlaub. Das ist wunderbar! Jeder Tag, den ich nicht in die verdammte Redaktion rennen muss, ist ein glücklicher Tag.
Ich mache eine Rundreise durch einzelne Museen, die schöne Ausstellungen haben, die ich unbedingt sehen muss. Und so führte mich gestern der Weg nach Oldenburg. Tja, eine ziemliche Weltreise von München aus. Man fährt eine halbe Ewigkeit, dann muss man nach Bremen und fährt dort schliesslich mit dem Bummelzug nach Oldenburg. Dort angekommen, tritt man natürlich auf der falschen Seite des Bahnhofs ins Freie und weiss erst mal gar nicht, wo man ist. Also geht man durch den ganzen Bahnhof zurück und nimmt die andere Seite, wo man sofort erkennt, dass man richtig ist.  Dann auf gut Glück, die nächstbeste Strasse genommen, die sich dann als die richtige entpuppte, und micha uf den Weg zum Museum gemacht. Es handelt sich um das Museum Natur und Mensch. Was ich da mir ansehen wollte? Tja, „Thomas Edward Lawrence. Genese eines Mythos“. Dazu muss man wissen, das ich mich vor mehreren Jahren intensiv mit Lawrence befasst habe. Und auch wenn ich es heute nicht mehr tue, so finde ich ihn doch immer noch wahnsinnig interessant. Und das war der Grund, warum ich nun dort hingefahren war.

Anfangs liefen kleine Filmabschnitte im ersten Raum, die ich für ziemlich einfach gestrickt hielt, denn es wurde nicht alles gesagt und eben eher für Kinder gehalten. Nicht alle Hintergründe wurden erörtert, weil es zu kompliziert werden würde. Darüber kann man hinwegsehen, denn manches Mal ist es wirklich seltsam, was da abgelaufen ist. Es wurden Comics und auch Bücher von oder über Lawrence gezeigt. Dabei fiel mir wieder ein, dass ich ja auch noch ein paar Bücher über oder von ihm habe, die ich vor Jahren kaufte und danach nie da rein guckte. Sollte ich mal nachholen, wenn ich Zeit dafür habe. Im zweiten Teil der Ausstellung ging es dann über seine Bachelor-Arbeit und schliesslich auch und natürlich über Arabien und sein Leben danach. Es gab einen Film, wie er so berühmt wurde, denn eigentlich war er ziemlich unbedeutend. Aber wenn man sich das alles noch einmal ansieht, dann wird man einfach das Gefühl nicht los, dass er des Lebens überdrüssig war. Hatte kaum Geld und fand irgendwie auch keine richtige Aufgabe für sich, als ob er gar nicht mehr Leben wollte. Dass er eventuell schwul war, glaube ich nicht. Der ist nie damit zurechtgekommen, dass er unehelich geboren wurde, das hat sehr an ihm genagt und ist sicherlich für sein weiteres Leben bestimmend gewesen.
Als ich das dann mir alles angesehen hatte und feststellte, dass in der Lampe des Fahrrads eine Kerze drin war, habe ich mir die restlichen Ausstellungen angesehen, die immer da sind.
Ein paar Moorleichen betrachtet. Furchtbar gruselig, könnte man sagen. Aber wer hat schon Angst vor Moorleichen? Dann gab es noch mehrere Aquarien, die Fische der heimischen, also niedersäschischen Fauna enthielten. Wusste eigentlich jemand, dass Knurrhähne Beine haben? Ich war total erstaunt, als ich die beiden gesehen habe. Jeweils links und rechts haben sie drei Beinchen. Damit bewegen sie sich auch über den Meeresboden, als würden sie wirklich damit gehen. Der Hecht, den sie hatten, fuhr immer zurück, wenn man mit dem Gesicht zu nahe kam. Aber wenn man mit dem Finger kam, ging er zwar auch zurück, aber er öffnete auch drohend das Maul. Noch ein paar lustige Käfer entdeckt, die wie wild durch das Wasser schwammen, sich mal an irgendwelchen Hindernissen stiessen. Die Molche mussten ihnen ausweichen, und wenn sie mal wieder Sauerstoff zum Atmen brauchte, liessen sie sich schwebend nach oben gleiten und nahmen dann mit dem Hintern den Sauerstoff auf. Danach ging es wieder wie wild durch die Gegend.
Mir dann die Vorgeschichte in Niedersachsen angesehen. In einem Raum hatten sie ausgestopfte Tiere. Ein sehr dünnes Opossum konnte man dort betrachten. Nun weiss man, wie dick Heidi Glubsch wirklich ist. Ein Skelett erkannte ich sofort als Orang-Utan, denn so stellen sich einfach nur die hin. Dann noch ein Marabu-ähnliches Vieh gesehen, war aber was anderes. Ging dann noch mal in die Steinzeit. Als letzte Station blieben noch die Edelsteine. Eines meiner Lieblingsgebiete. Mineralien finde ich nämlich einfach toll. Ich muss sagen, dass ich wirklich nicht wusste, wie sehr ein Diamant eigentlich im Licht strahlt. Da kommt nicht einmal der Zirkon, der Diamant-Ersatz mit. Sehr strahlend. Kann man verstehen, warum Diamanten Frauen so in den Bann ziehen. Sehr schöner Lichteinfall.
Im Shop das Buch zur Sonderausstellung gekauft. Gab noch einige tolle Dinge umsonst, vor allem der Leinenbeutel hat es mir ja angetan.
Also, ich empfehle uneingeschränkt dieses Museum. Noch nie habe ich eines gefunden, wo mir ihre Dauerausstellungen auch gefallen haben. Das ist bei diesem wirklich so. Alles ist äusserst stimmig und ich mag es.
Wer noch die Sonderausstellung zu Thomas Edward Lawrence sehen will, sollte sich schnell auf den Weg machen, denn nur noch morgen ist sie zu sehen. Danach wird sie dann Ende April in Köln aufmachen.
Jetzt fehlt mir nur noch die Tell Halaf-Ausstellung in Berlin, dann habe ich erst einmal alle Museums-Ausstellungen abgeklapptert, die ich sehen will. Berlin ist eine Reise wert, aber vor allem Hamburg. Da wartet noch ein Elefant, der gewiss mich wieder nass machen will. Kenne die Biester doch.
Was ist jetzt eigentlich in den Nachrichten angesagt, ausser das Jupp Heynckes neuer Trainer von Bayern München wird. Die Tomate kehrt zurück. Irgendwie sind es nicht mehr wirklich Libyen und Japan, wobei Japan gerade wieder die neue Oberhand gewinnt. Schliesslich ist Fukushima immer noch das GAU-Gebiet. Ich bin froh, nicht in Japan (hätte beinahe China geschrieben) zu sein. Aber bei uns herrscht immer noch eine ziemliche Panikmache. Kann man ja nicht ertragen.
Nockherberg am Mittwoch oder gestern Abend gesehen? Ich fand es recht lasch. Die Rede, wie auch das Singspiel. Wobei sich letzteres am Ende noch ein wenig steigerte. Söder wird sich gewiss geärgert haben, dass sein Feind Guttenberg noch so gewürdigt wurde, auch wenn sie es sehr auf die Spitze getrieben haben mit den Plagiatsvorwürfen. Aber bei Söder haben sie wieder einmal ganz recht erkannt, dass er unbedingt Seehofers Nachfolger werden will. Gut fand ich auch den Witz: „Wenn du mir das Wasser reichen willst, musst du Kellner werden.“ Insgesamt haben die Schauspieler wohl ein wenig Gesangsunterricht bekommen, denn sie konnten allesamt besser singen, sonst war der Guttenberg-Darsteller der einzige gewesen, der auch schwerere Gesangspassagen singen konnte, aber dieses Mal klappte sogar der halbe Operngesang. Dennoch ziemlich lasch und wo war überhaupt Guido Westerwelle?
Mal sehen, wie lange es dauert, bis auch Söders Doktorarbeit durchgesehen wird. Könnte interessant werden.
Hat gestern jemand Castle gesehen? Der Anfang war doch so ein alter Hut mit Bart, der fünfmal um die Erde reichte. Zwei Leichen in einem Sarg, ist wirklich uralt Lavendel. Oder wie es auf neudeutsch heisst: Asbach uralt. Die Serie wird auch nicht mehr besser, eher schlechter. Aber das haben die Serien so im Laufe der Zeit an sich, wenn man mal von „The Closer“ ansieht.

 

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