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Konsequenz gezogen: Annette Schavan ist zurückgetreten


Nun also doch: Annette Schavan ist als Bundesbildungsministerin zurückgetreten. Es war nach der Aberkennung ihreres Doktortitels zu erwarten gewesen und nur eine Frage der Zeit bis wir diese Nachricht hören würden. Merkels Rückendeckung klang auch nicht gerade überzeugend. Vor allem kennen wir das ja bereits von Guttenberg. Hinter diesem stand Merkel auch erst einmal und wartete wahrscheinlich nur darauf, dass er nun endlich zurücktritt.
In Guttenbergs wie auch in Schavans Fall ist ein Rücktritt richtig. Bei Guttenberg war der Fall schwerwiegender als bei Schavan, da er viele Passagen wörtlich abgeschrieben hat. Schavan hingegen hat nicht richtig wissenschaftlich gearbeitet und schludrig gearbeitet. Dabei kam dann das raus, was der Fakultätsrat der Universität Düsseldorf entschieden hatte: Annette Schavan wurde der Doktortitel aberkannt.
Nun stellt sich allerdings immer noch die Frage, was denn nun Täuschung heisst und was schlechtes wissenschaftliches Arbeiten. Täuschung ist für mich, wenn jemand eigene Gedanken über viele Absätze hindurch immer wieder als seine eigenenes abgibt, also einfahc abschreibt. Schlechtes wissenschaftliches Arbeiten hingegen bedeutet, dass jemand Halbsätze eines Werkes übernimmt oder dessen Gedanken in eigenen Worten wiedergibt. Dabei kann es natürlich vorkommen, dass dies nicht gekennzeichnet wird. Will mich selbst nicht davon freisprechen, aber bei meiner Methode war so etwas eigentlich gar nicht denkbar. Denn ich habe immer erst die Bücher durchgearbeitet, das wichtige angestrichen und dann meine Texte geschrieben. Während des Schreibens habe ich dann etwas belegen wollen und schnell meine gekennzeichneten Stellen durchgeguckt, was denn dazu passt. Dann eine Fussnote gesetzt und die Quelle erwähnt. Manchmal habe ich auch ein lasches „vergleiche (vgl.) XYZ“ gesetzt, dazu aber immer die Seitenangabe. Und falls ich mehrere Werke des Autors hatte, wurde sein Name eben mit dem Erscheinungsjahr des jeweiligen Buches hinzugefügt. So geht das. Bloss das Zitieren von Zeitschriften war für mich immer ein Graus. Aber so was lernt man tatsächlich im ersten Semester. Meine Unterlagen dazu habe ich immer noch, auch wenn ich zugeben muss, dass ich nicht mehr wirklich weiss, wo man die Auflagenzahl aposthrophiert. Bei der Stadt, wo der Verlag seinen Sitz hat oder beim Erscheinungsjahr? Bei den Rechtswissenschaften läuft das noch einmal anders. Da wird Auflage direkt hingeschrieben und nicht apostrophiert. Aber am Ende, sind sich alle Zitierregeln ziemlich ähnlich. Ob am Ende einer Literaturangabe nun ein Punkt gesetzt wird, ist auch ein Streitpunkt. Einige fordern es, anderen ist das so ziemlich egal.
Annette Schavan hat nun also die Konsequenzen gezogen und ist zurückgetreten, um das Amt als Bundesbildungsministerin nicht zu beschädigen. Gerade bei diesem Ministeramt wiegt es doppelt schwer, dass die Plagiatsvorwürfe aufkamen und schlussendlich der Doktortitel entzogen wurde. Denn irgendwie muss Schavan auch Vorbild sein.
Und erinnern wir uns noch daran, dass sie sich im Falle Guttenberg schämen würde? Das wurde Schavan in den letzten Tagen häufig zum Vorwurf gemacht. Doch auch hier muss man wieder bedenken, wie Guttenberg seine Doktorarbeit geschrieben hat – eben abgeschrieben. Schavan hingegen… Ja, ich werde es nicht noch einmal erwähnen, dass sie nicht gewissenhaft genug gearbeitet und alles überprüft hat. Sonst wiederhole ich mich hier in einer absoluten Endlosschleife. Und das wird dann langweilig.

Das grosse Rüsselorakel hat auch in dieser Woche zweimal bewiesen, dass sie den richtigen Riecher besitzt.
Einmal tippte Mala, dass der FC St. Pauli gegen Energie Cottbus nur Unentschieden spielen würde. Haben sie getan, was mal wieder beweist, dass sie höchstmotiviert (nicht mutiert) in der Winterpause waren, aber es nicht schaffen, diese Energie in die zweite Saisonhälfte zu retten.
Und beim zweiten Spiel sagte Mala, dass ihre Lieblingsnationalmannschaft Frankreich (in Belgien darf sie das nicht so laut sagen) gegen Deutschland verlieren würde. Und so kam es schliesslich auch.
Falls Neuer gespielt hätte, wäre es vielleicht wieder für Frankreich ausgegangen oder sogar ein Unentschieden geworden. Rene Adler hat bewiesen, das er es genauso verdient als Nummer eins im Tor der Nationalmannschaft zu stehen, wie Manuel Neuer. Zudem ist er auch nicht so überheblich geworden. Neuer scheint sich inzwischen für geradezu unfehlbar zu halten. Ich erinnere da nur einmal an ein Interview, wo er gefragt wurde, wie er sich denn diesen Fehler erklären könne. Da vergriff er sich in der Wortwahl und behauptete doch tatsächlich, er hätte sich keinen Fehler geleistet, obwohl es jeder gesehen hatte. Zudem hat er sich ja auch ziemlich darüber beschwert, dass Adler im Spiel gegen Frankreich neunzig Minuten auf dem Platz stehen durfte.
Neuer sollte froh darüber sein, dass er die Nummer eins ist. Denn hätte sich Adler vor Jahren, als er noch bei Leverkusen spielte, sich nicht so schwer verletzt, wäre Neuer heute sicherlich immer noch die Nummer zwei und würde auch noch garantiert bei Schalke spielen. Ja, man muss bei Neuer wirklich bemerken, dass er sich zum negativen verändert hat. Auch macht er heute Fehler, die er bei Schalke nicht machte. Aber da vermute ich, dass das mit seinem Torwarttrainer zusammenhängt.
Aber erinnern wir uns doch mal an die WM 2006. Er stand da im Tor? Richtig, es war Jens Lehmann und nicht Oliver Kahn, an den sich alle Trainer zuvor jahrelang gehalten hatte, einfach weil er bei Bayern spielte und Kahn hiess. Am Ende wurde er dann zur Nummer zwei degradiert und dem deutschen Fussball hat es nicht geschadet.
Und Mala wird nicht müde, dass nächste Spiel von St. Pauli zu tippen. Und was sagt die Elefantendame? St. Pauli würde gegen Sandhausen leider verlieren. Also mal sehen, was sein wird. Ob sie wieder recht behält?

Ich freue mich schon wie wahnsinnig auf Mittwoch. Warum werden nun einigen fragen? Tja, dann ist Aschermittwoch und die ganzen Karnevalssendungen sind wieder aus den Programmen verschwunden. Zudem wird dann hier in der Redaktion auch wieder die Normalität – so weit sie gegeben ist – einkehren.
Bin noch nie ein Freund von Fasching, Karneval, Halloween & Co. gewesen, aber seit ich hier arbeite, erhalte ich jedes Jahr die volle Dröhnung. Das hält man nicht aus.

 
 

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Wieder Ruhe?


Lange nichts geschrieben, aber irgendwie war das auch gar nciht möglich. Wenn man von seinen ehemaligen Mitbewohnern heimgesucht wird, hat man zu nichts anderem mehr Zeit. Hatte schon Angst, dass Lei & Co. gar nicht mehr nach Hause fahren würden. Die haben mich vielleicht Nerven gekostet. Ist wirklich ein Wunder, dass ich keine grauen Haare bekommen habe. Manchmal frage ich mich wirklich, wie ich es mit denen bloss so lange ausgehalten habe?
Steve ist noch was tolles hier passiert. Ihn wird das weniger gefreut haben, eher geärgert, auch wenn er es sich nicht wirklich anmerken liess. Wir gingen draussen auf den schneeglatten Wegen spazieren und da legte sich Steve auf einmal hin. Hatte die falschen Schuhe angehabt, weshalb er auf dem Hosenboden gelandet war. Typisch für Steve, kann immer nur ihm passieren. Allerdings hatte Steve sein schönes neues Handy hinten in der Hosentasche gehabt. Und das war nun kaputt. Allerdings nicht wirklich, denn es funktionierte noch. Was kaputt war, war das schöne Display des Handys. Total gesplittert. Nun muss Steve sich auf höhere GEwalt oder sonst was berufen. Jedenfalls will er wieder ein heiles Handy haben. Aber er ist verdammt sauer, dabei habe ich ihm gleich gesagt, dass er die Schuhe nicht hätte anziehen sollen. Haben eine viel zu göatte Sohle. Mit denen hat er sich schon bei Regen hingelegt, wenn der Boden nass ist.
Habe ganz vergessen zu erzählen, dass seit etwa letzter Woche das Elefantenhaus in Hellabrunn gesperrt ist. Und das nicht wegen einer Elefantengeburt, sondern wegen Einsturzgefahr. Das Haus ist total morsch und marode. Nun muss schnellstens Bulle Gajendra (sage immer Ganesha) weg. Doch wohin mit ihm? Nach Hamburg, wo angeblich irgendwann der Zuchtbulle nach Dublin soll? Nach Hannover, wo er allerdings nciht auf die Aussenanlage kann? Oder in die Niederlande? Irgendwo wird schon Platz sein für ihn, denn er soll äussert nett und pflegeleicht sein. Aber gesagt wird ja immer viel, wenn der Tag lang ist. Und die Kühe ziehen nach draussen. Momentan ist es da eiskalt, aber im Sommer scheint das kein Problem zu sein. Die Bauarbeiten sollen mindestens zwei Jahre dauern. Doch nicht drei? In Hamburg wurde ja klammheimlich das Jahr der Fertigstellung geändert. Jenala sagte, dass erst später auf das neue Datum der Fertigstellung verwiesen wurde. Da hat der Winter allen einen Strich durch die Rechnung gemacht.
Das Jahr wird morgen um Mitternacht zu Ende sein. Was alles passiert ist in dem ganzen Jahr. Ich habe die Uni beendet und nun einen Job, der mich einfach nur anödet. Aber in diesen Zeiten ist man froh, wenn man überhaupt was hat. Aber falls ich mal was Besseres finden sollte, werde ich sofort gehen. Ich mag das einfach nicht. Gequirlten Mist zu schreiben, ist einfach nicht meine Sache. Die  Wahrheit ein wenig verdrehen, irgendwelche blöden Fotos interpretieren, saudämliche Interviews zu führen. Nein, das ist meine Sache nicht, aber momentan gibt es nichts Besseres, also bleibe ich noch ein wenig weiter dabei. Montag muss ich wieder hin. Am besten jetzt nicht schon dran denken, wie schnell der Urlaub vorbeigegangen ist.
Kommt es mir nur so vor oder ist das Jahr einfach nur so vorbeigerauscht? Mir kommt es vor, als hätten wir gerade erst Januar gehabt, und nun ist bereits wieder Silvester.
Frohes Neues Jahr und einen guten Rutsch, bei dem Wetter passiert es garantiert.

 
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Verfasst von - 30. Dezember 2010 in Real life, Winter

 

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