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Ein Boykott ist keine Lösung


Soll die WM in Russland nun boykottiert werden oder nicht? Die Frage geht seit Tagen um und jeder hat eine andere Meinung. Der sagt, es solle boykottiert wrden, der andere hält wiederum davon nichts.
Ich halte auch nichts von einem Boykott, denn damit bestraft man nicht das Land, das die WM austrägt, sondern die Spieler. Schon die olympischen Spiele 1980 haben mit ihrem Boykott nichts erwirkt, genauso wird es auch bei der WM 2018 in Russland sein.
Natürlich kann man die WM boykottieren, indem man die eigenen Fans bittet, dass sie nicht ins Land reisen und Karten für die Spiele kaufen. Aber wer ist dann wirklich der Geschädigte? Es ist die Zivilbevölkerung, denn die hat den Nachteil.
Putin selbst interessiert das nun überhaupt nicht, denn der wird dann nur sagen, dass es eine Ungerechtigkeit sei, aber davon werde Russland sich nicht unterkriegen lassen.
Also, ein Boykott bringt es nicht. Ausserdem ist doch momentan auch viel interessanter, was für eine Farce nach der Untersuchung der Vergabe herausgekommen ist.
Veröffentlicht worden ist der Bericht nicht und es werden in der Öffentlichkeit Verbände als Schuldige hingestellt, die aufgefordert worden waren, Geld zu überweisen. Ha, da hört es doch wirklich auf. Man wird aufgefordert etwas zu tun, fügt sich der Anweisung in gutem Glauben und steht am Ende als schuldig da. Aber so ist das, wenn man sich der Fifa fügt.
Nachdem sich am Ende die Kritiken an Fifa-Präsident Blatter mehrten, erstattete dieser Anzeige. Tja, ob da jemand nur seinen Hals aus der Schlinge ziehen wollte? Zu dem Schluss kamen viele, denn die Kritik an Blatter ist schon seit Jahren nicht gerade leise. Bloss schafft es irgendwie nie jemand, dass er Schaden nimmt. Wenn was passiert, dann wäscht der Präsident seine Hände in Unschuld, so ist es immer gewesen und wird es wohl auch immer bleiben. Wie viel Wahrheit dahinter steckt? Das weiss ich nicht, das weiss niemand.
Nur mit einem Boykott der WM 2018, egal aus welchem Grund auch immer, wird nichts bringen. Und wer weiss, was in nicht einmal vier Jahren sein wird. Vielleicht gibt es Putin dann schon gar nicht mehr.

Arte übertreibt es nun wirklich mit seinen Stummfilmen. Da wird im April der letzte grosse Stummfilm gezeigt, über den Sommer über dann ein paar Max Davidson-Comedies, die als Dick und Doof-Kurzfilme kursieren. Schliesslich der erste grosse Stummfilm am 27.Oktober. Und danach kommt jede Woche mindestens ein Film. Ganze fünf Wochen kommt jede Woche mindestens ein Stummfilm. Fünf Wochen, wo die Monate Mai bis September aufgeholt werden scheinen. Gut, dagegen habe ich nun nichts, aber wieso läuft erst überhaupt nichts und dann wird dermassen übertrieben? Bei „J’accuse“ kann ich es verstehen, denn der wurde passend zum Ende des Ersten Weltkrieges gezeigt. Ich kannte den Film zwar schon, aber Severin Mars sieht man sich immer gerne an und einen Film von Abel Gance sowieso.
Am 03. Dezember läuft als letztes „Nanook, der Eskimo“. Kommt dann noch was um die Weihnachtsfeiertage, wie es die letzten Jahre immer gewesen ist? Da gib es einen russischen Stummfilm von 1913, der „Die Nacht vor Weihnachten“ heisst. Den Originaltitel habe ich gerade nicht parat, aber das ist ein recht kurzer Film von knapp vierzig Minuten. Ja, ich weiss, das Programm für Dezember steht bereits, aber im nächsten Jahr vielleicht. Ausserdem gibt es noch einen Haufen Stummfilme, die mal gezeigt werden könnten, die es noch nicht auf DVD gibt. Momentan scheint sich Arte auf Jean Epstein-Filme festgelegt zu haben. Da könnte auch „Le Lion des Mogols“ gezeigt werden.

Die deutsche Nationalmannschaft hat sein letztes Spiel in diesem Jahr 1:0 gewonnen. Ein Testspiel gegen Spanien und noch dazu ein recht langweiliges Spiel. Die ganze Zeit über schüttete es wie aus Eimern, das Spiel plätscherte vor sich hin. Es wurde gefoult und festgehalten. Ansonsten aber nichts wirklich herausragendes zu sehen, vielleicht noch dieses nervige Geduldel in der zweiten Halbzeit. Aber da kann man auch den Ton ausmachen, wenn es zu nervig wird.
Ganz zum Schluss wurde noch das Siegtor geschossen.
Gebracht hat dieser Sieg nichts, denn es ist, wie oben erwähnt, ein Testspiel gewesen. Dennoch ein guter Abschluss zu zuletzt eher mässigen Leistungen. Der gerade einmal 4:0-Sieg gegen Gibraltar, das verlorene Spiel gegen Polen, das Unentschieden. Es kann nächstes Jahr nur besser werden, ausserdem wäre ein Testspiel gegen England doch mal wieder was. Aber das wird nur stattfinden, falls Deutschland sich zur EM in Frankreich qualifizieren wird. Momentan sieht es nicht so aus, aber das kann sich noch ändern. Aber nur 4:0 gegen Gibraltar. Ja, das ist wirklich nicht berauschend gewesen.
Elefantendame Mala hingegen war recht überrascht, dass die deutsche Nationalelf es noch geschafft hat gegen Spanien zu gewinnen. Sie hatte auf ein Unentschieden getippt, wonach es auch lange Zeit aussah. Damit lag sie näher dran als die Pusteblume, die dafür gewesen war, dass Spanien gewinnen würde. Ja, ganz recht, sie ist ein penetranter Linksrüssler, wie Jonas immer sagt. Er verzweifelt an ihr. Denn auch beim Spiel des FC St. Pauli gegen RB Leipzig hat sie auf einen Sieg Leipzigs getippt. Kein wirklicher Fortschritt. Aber wer glaubt, dass St. Pauli gegen Leipzig gewinnen oder unentschieden spielen wird? Dennoch zweifelt Jonas weiterhin an ihr. Denn erst hatte sie auf ein Unentschieden getippt. Dann war sie aber anderer Meinung. Ob sie überhaupt versteht, was Jonas von ihr will? Er hebt den Schlaubeutel in die höchsten Sphären und sagt, es hätte keine bessere gegeben als sie. Dabei hatte sie auch ihre Anlaufschwierigkeiten gehabt, wenn auch nicht so lange, wie es nun schon bei der Pusteblume andauernd.
Und was sagt Mala zu dem Spiel St. Pauli gegen Leipzig? Tja, die alte Kuh ist der gleichen Meinung und sagt, dass St. Pauli wieder einmal verlieren wird. Zwar würde auch Leipzig momentan schwächeln, aber bei St. Pauli würde momentan gar nichts funktionieren. Deshalb fahren sie wieder mit null Punkten nach Hause.
Übrigens hat Jonas einen Beweis für ein Gerücht gesehen, wo es heisst, dass Mogli bald von ihrer Stellvertreterin Shandra abgelöst werden wird. Sein Beweis für das Gerücht: Shandra würde sich nicht mehr respektvoll gegenüber der Leitkuh benehmen und auch versuchen, ihr das Futter zu klauen. Früher hätte sie nur daneben gestanden und abgewartet bis sie auch etwas in den Rüssel gesteckt bekam, heutzutage würde sie einfach frech dazwischenrüsseln. Noch würde sie Mogli nicht die Sachen aus dem Rüssel klauen, wie sie es bei anderen Elefanten mache und noch würde Mogli sich bei den anderen in der Gruppe durchsetzen können. Dennoch ist Jonas sicher, dass Moglis Tage als Leitkuh gezählt seien. Auch Nina glaubt das, obwohl sie es nicht mit eigenen Augen gesehen hat. Aber eines Tages wird der Königsmacher – das ist Shandra – selbst nach der Macht gieren. Und so scheint es wohl nun zu sein. Schleichend würde nach Jonas der Prozess vonstatten gehen. Er glaubt, in spätestens zwei Jahren sei der Wechsel vollzogen. Mal sehen, mal sehen. Nun wird es wohl erst einmal interessanter sein, wann Gajendra hierher nach Hellabrunn zurückkehrt.

 

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Es geht in die nächste Runde…


Es sollte der längste Streik der Lokführer werden. Nun wird er überraschend heute Abend um 18 Uhr beendet. Hat das nun damit zu tun, dass die Bahn geklagt hat, der Streik müsse beendet werden, kein Geld mehr in der GDL-Streikkasse ist oder die GDL in der Bevölkerung nun völlig unten durch ist?
Ja, es bleibt die Frage aller Fragen, warum die GDL auf einmal umschwenkt und den Streikt bereits am Samstag um 18 Uhr beendet anstatt am Montag um 2 Uhr.
Mir egal, hauptsache ich kann wieder problemlos von A nach B kommen, ohne dass ich ein Stück zu Fuss gehen muss. Abends mag das weniger ein Problem sein, aber morgens bedeutet es, dass ich bald eine halbe Stunde früher los muss. Nein, nicht aufstehen, denn in der halben Stunde gehe ich immer erst einmal durch, was ich noch so zu erledigen habe und packe mir meine Mittagsmahlzeit ein. Ja, ich esse nicht in der Kantine. Die haben da meist Sachen, die ich nicht mag.
Die Bahn hatte gegen den Streik geklagt, aber nicht auf eigene Initiative hin, sondern weil Verkehrsminister Dobrindt dies gesagt hatte. – Ja, das ist der, der sich diese hübsche PKW-Maut ausgedacht hat, die niemand von uns haben will.
Natürlich glaubte die Bahn nicht, dass sie Erfolg haben werde vor Gericht – denn Streik ist in Deutschland ein Grundrecht -, weshalb sie diesen Schritt auch bisher gescheut hatten. Und tatsächlich, wie nicht anders zu erwarten verlor die Bahn in erster wie auch in zweiter Instanz. Dennoch ist ein negativer Fleck auf der Weste der GDL geblieben, denn der Richter schlug einen Vergleich vor, den die Bahn sofort angenommen hätte, bloss die GDL wollte natürlich nicht.
Und je öfters gestreikt wird, desto weniger Verständnis bringt man für die Lokführer und vor allem die GDL auf.
Es mag schön und gut sein, dass die GDL für die Rechte der Lokführer kämpft, aber was haben sie denn mit den Zugbegleitern zu tun? Hier herrscht eindeutig ein Machtkampf, wer die stärkere Gewerkschaft ist: Die GDL oder die EVG.
Nun wird also der Streik heute schon beendet? Wurde ein Kassensturz bei der GDL gemacht und festgestellt, dass man nicht mehr genügend Geld auf dem Konto hat? Denn man muss bedenken, dass Gewerkschaften immer dann zum Streik aufrufen, wenn sie zuviel Geld auf dem Konto haben. Das müssen sie loswerden und deshalb wird gestreikt. Denn die Gewerkschaftsmitglieder bekommen dann Streikgeld anstelle ihres normalen Lohns.
Aber vielleicht ist noch eine kleine Reserve da, denn die GDL hat angekündigt, dass sie weiter streiken wollen. Wenn auch nicht mehr morgen, am 09. November, dem 25. Jahrestags des Mauerfalls.
So oder so ist die GDL nun so langsam unten durch bei den Menschen.

Die Situation in der Ukraine scheint wieder einmal zu eskalieren. So langsam kann man es wirklich nicht hören. Dass das russische Militär die prorussischen Separatisten ausbilden soll, ist nun wirklich nichts Neues. Jetzt sollen mal wieder russsische Panzer auf ukrainischen Boden gekommen. Angeblich war es dieses Mal kein Grenzversehen, sondern volle Absicht und sie waren auch weit hinter der Grenze und mehr als nur ein Panzer. Die nächste Provokation folgt gleich im Anschluss.
Militär-Transporter mit Ausrüstung sollen sich auf den Weg zu den pro-russischen Separatisten gemacht haben. Da folgt praktisch eine Hiobsbotschaft der nächsten und man fragt sich wirklich, was davon noch echt ist und was nicht. Damit will ich der ukrainischen Regierung nicht unterstellen, dass sie sich was ausdenken würden, um Russland als Buhmann hinzustellen. Aber wieso scheint sich erst die Situation zu entspannen und dann eskaliert sie wieder? Alles Taktik von Putin oder was?
Nein, so langsam habe ich keine Lust mehr, davon zu berichten, deshalb werde ich es nun auch endlich sein lassen. Es reicht langsam.
Dennoch ein kleiner Nachtrag: Michail Gorbatschow macht den Westen für die Ukraine-Krise verantwortlich. Hätte Russland denn nicht einfach sagen können. Schön, die Krim will zu uns, das ist ganz nett, aber sie gehört zur Ukraine. Da soll sie auch bleiben. Aber wenn da jemand an der Spitze des Staates ist, der sich als neuer Imperator sieht, der den Westen erobern bzw. zurückerobern will, dann eskaliert die Situation eben. Natürlich hätte der Westen auch einfach zusehen können und hätte geschwiegen. Wobei die ganzen Sanktionen recht lächerlich waren und die Wirtschaft des Westens auch in Mitleidenschaft gezogen hat. Aber man Opfer bringen, wenn man was durchsätzen will, das stimmt.
Gorbatschow warnt weiter vor einem neuen Kalten Krieg. Das habe ich bereits letzte Woche erwähnt, dass praktisch ein neuer Kalter Krieg drohen kann. Und so wie es momentan aussieht, könnte es tatsächlich dazu kommen, auch wenn die Politiker gerne vom Gegenteil überzeugt sind. Aber Politiker sagen viel, wenn der Tag lang ist, das kennen wir doch.

Arte weiss wohl auch nicht, was sie eigentlich wollen. Erst hiess es, dass nicht mehr jeden Montag einen Stummfilm gezeigt wird. Seit April wurde praktisch auch keiner mehr gezeigt, wenn man von den Max Davidson-Kurzfilmen absieht, die im Juni liefen und als Dick und Doof-Kurzfilme deklariert wurden. Und nun kommt bald jede Woche ein Stummfilm. Das ist nun wirklich übertrieben. Aber ein Film mit Ivan Mosjoukine ist dennoch nicht dabei. Nächstes Jahr vielleicht? Es gibt da jede Menge Filme. Es muss nicht gerade „Michel Strogoff“ sein, der beinahe drei Stunden läuft, gibt auch noch andere Filme.
Mal sehen, was an Weihnachten gezeigt wird. Bisher war das immer eine einzige Enttäuschung. Letztes Jahr die Charlie Chaplin-Kurzfilme, die schon vor einigen Jahren gezeigt wurden, oder die Max Davidson-Kurzfilme. Gut, vielleicht wollen einige diese Filme sehen, aber ich gehöre einfach nicht dazu. Ich will interessante Filme sehen. Die Stummfilm-Fassung von „Im Western nichts Neues“ wäre doch mal interessant.

Elefantendame Mala schäumt mal wieder. Der Grund? Na, es kann nur einen geben. Nein, es geht nicht darum, dass sie endlich nach Hause will und immer noch in der Ferne festhängt, auch old Rani ist nicht der Grund ihres Ärgernisses. Es ist wieder einmal der FC St. Pauli, der einfach nicht aus dem Ligakeller herausfindet. Heute verloren sie 0:3 gegen Heidenheim. Auch noch ein Heimspiel und dann so sang- und klanglos zu verlieren, ist wirklich armselig. Was ist mit dem Verein eigentlich los?
Mala steht bereits in den Startlöchern, um als Torwart oder in der Abwehr anzuheuern. Da ihr Wohnort am Montag in die Winterpause gegangen ist, hat sie jede Menge Zeit. Ausser am Montag, denn da feiert sie ihren 52. Geburtstag.
Old Rani wird ihr ein Geburtstagsständchen Trompeten, dazu werden die Hannoveraner den Takt schlagen. Die Fresspakete sind auch schon alle angekommen, die sie erwartet hat. Bloss auf das Öffnen der Pakete kann sie kaum noch warten.
Wenn sie dann am Montag die Pakete geöffnet und den Inhalt vertilgt hat, ist erst einmal BEwegung angesagt. Da wird sie sich auf den Weg zu den Pandabären machen und sich wieder einmal die Frage stellen, wenn sie diese beobachtet, wieso die so viel beliebter sind als sie selbst. Verstehen kann sie es wirklich nicht. Dann wird sie sich die neue Baustelle ansehen, wo bis nächstes Jahr eine grosse Anlage unter anderem für die Hannoveraner entstehen wird. Mala ist froh, dass sie nicht mit denen zusammensteht, die sind ihr manchmal doch ein wenig zu laut und quirlig. Sie ist schliesslich nicht mehr die Jüngste. Da will sie auch ab und an mal ihre Ruhe haben.
Was aber nicht heisst, sie wäre alt. Mitnichten! Sie ist noch so flott wie ein Jungspund namens Darjeeling. Bloss piekt sie nicht jedem ihre Stosszähnchen in den Rüssel. Kann sie auch gar nicht mehr, seitdem sie diese Anfang der 90er Jahre verloren hat. Denn wenn man so was hat, nutzt man es auch gerne, um jemand anderen zu piesacken. Da stellt Mala keine Ausnahme dar.
Aber wie hatte Mala denn nun das Spiel St. Pauli gegen Heidenheim getippt. Sie war für eine Niederlage St. Paulis gewesen, denn Heidenheim sei Anfang der Saison ziemlich gut gewesen, auch wenn sie nachgelassen haben und noch nicht auswärts gesiegt hatten.
Die Pusteblume hingegen tippte auf einen Heimsieg, also dass St. Pauli gewinnen würde. Aber Jonas nimmt sie eh nicht mehr ernst. Ein penetranter Linksrüssler sei sie, weshalb man ihre Tipps nicht für bare Münze nehmen sollte. Deshalb wird er sich wohl nach der Winterpause ein neues Orakel suchen. Bin ich nur gespannt, wer das sein wird. Zwei stehen zur Auswahl: Plattfuss oder das wohlgenährte Dickerchen.

 

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Wüstenstrom ist blöd, denn Kohle ist schöner!


Lange habe ich nicht über die Krim-Krise geschrieben. Einfach deswegen, weil es immer um die gleichen Dinge ging. Putin fordert sein Recht, während die EU und der Rest der Welt dagegen sind. Tja, das geht immer noch so weiter. Nun geht es mal wieder um das leidige Thema Gas. Das will Russland erneut der Ukraine abdrehen, was auch bedeuten würde, dass es Engpässe in Deutschland und weiteren Ländern geben würde. Hängt unter anderem mit dem Druckabfall zusammen und war vor ein paar Jahren schon einmal eingetreten. Es gibt um Gasschulden, die irgendwie nie weniger werden. Und wenn Russland nicht weiter weiss, dann drehen sie der Ukraine eben das Gas ab. Nun will RWE (E.on wars nicht) der Ukraine Gas liefern, bekommen es aber unter anderem auch aus Russland. Irgendwie ein Paradoxon, dennoch gut, wenn so Russlands Drohung wirkungslos bleibt.
Der Konflikt verschärft sich gerade wieder einmal, denn auf der Krim wurde ein weiteres Behördengebäude gestürmt. Das hat zur Folge, dass Russland im Ansehen der EU, der USA und der Nato weiter sinkt. Das Abrüstungsabkommen der Atombomben ist ebenfalls in Gefahr. Putin hatte schon damit gedroht, das Abkommen mit den USA aufzukündigen, wenn diese weitere Sanktionen gegen Russland beschliessen. Vor allem sind Wirtschaftssanktionen nun gar nicht gut für die Weltwirtschaft. Diese hat sich seit 2008 noch nicht wirklich erholt, da kommt dann gleich die nächste Krise. Russland hat schon Probleme mit seiner Wirtschaft, dass wird nun noch schlimmer. Und wenn dann weitere Sanktionen kommen, wird ein Teufelskreis begonnen, den man nicht aufhalten kann.
Tja, wie es aussieht, wird der Krim-Konflikt noch für jede MEnge Gesprächsstoff in den nächsten Wochen und vielleicht auch Monaten sorgen. Und das in Zeiten, wo vor hundert Jahren der Erste Weltkrieg begann.
Will Putin eigentlich auch die Restukraine für Russland beanspruchen? Es sieht zeitweise immer so aus, aber nichts Genaues weiss man nicht.
Ich frag mich wirklich, was eigentlich mit der Krimbesetzung bezweckt werden soll. Will Putin beweisen, welche Macht Russland besitzt und sie die EU samt den USA in die Knie zwingen können? Ich verstehe es einfach nicht, denn bisher zieht er überhaupt keinen Nutzen davon. Er ist in der Weltpolitik nicht mehr angesehen, die russische Wirtschaft erholt sich nicht und es gibt nur noch mehr Probleme.
Was macht man, wenn die Wirtschaft am Boden liegt? Richtig, man zettelt einen Krieg an. Zu Beginn wird dadurch die Wirtschaft angekurbelt, aber je länger dieser Krieg dauert, desto schlechter für die Wirtschaft.

Die Kernenergie hat in Deutschland keine Zukunft mehr seit der Fukuschima-Katastrophe im März 2011. Die erneuerbaren Energien aus Wind und Sonne wurden zum neuen Ziel erklärt. Bloss werden momentan mehr Kohlkraftwerke hochgezogen als Windräder oder Solaranlagen. Umweltschonend ist das nun wirklich nicht. Aber Merkel hat schliesslich dafür gesorgt, dass die Emissionen nicht weiter gesenkt werden müssen. Wie clever, nciht wahr?
Tja, da Deutschland nicht gerade als Sonnenland verschrien ist und auch der Wind nicht immer gerade so weht, wie er soll, hatte man sich überlegt, in ein Projekt namens Desertec zu investieren. Desertec will Strom aus Wind und Sonne in der Wüste gewinnen. Anfangs waren auch viele deutsche Unternehmen Feuer und Flamme. Das hat sich nun allerdings geändert. Nun ist E.on (nicht REW, Erklärung weiter oben im Text) raus. Wollen sich mehr auf ihre heimischen Erzeugnisse konzentrieren. Sieht also ganz so aus, als ob Dersertec ein Schuss in den Ofen wäre. Eigentlich schade, denn für die Pflege der Solarpanele hätte man doch ein paar Langzeitarbeitslose nehmen können. Die hätten diese immer vom Wüstenstaub befreien müssen. Was da die Arbeitenlosenquote gesunken wäre.
Bitte nicht ganz ernst nehmen. Wer meine Artikel nun schon länger liest, der weiss, dass ich das Thema vor drei Jahren immer gern aufgegriffen habe, da ich immer noch glaube, dass der schnelle Ausstieg aus der Kernenergie absolut unüberlegt ist.

Elefantendame Mala ist sauer, denn St. Pauli hat gestern Abend sämtliche Aufstiegschancen verspielt. Wie sagt Jonas noch immer so schön? Wer eins null führt, der stets verliert. Und genauso ist es gewesen. Da führen sie nach einer knappen Viertelstunde, um dann einen Gegentreffer zu kassieren, der wieder einmal nach einer Standardsituation gefallen ist. Aber das sei typisch St. Pauli, wie Jonas mir sagte. Genauso wie sie immer in der letzten Viertelstunde oder in der Nachspielzeit verlieren würden. War schon zu Stanislawskis Zeiten so – als er noch Spieler war – und hat sich seitdem nicht wirklich geändert. Woran es liegen mag? Die TRainer haben seitdem öfters gewechselt, nur das ist geblieben. Unkonzentriertheit? Überheblichkeit? Irgendwas muss es ja sein.
Jonas ärgert sich, dass sein Testobjekt, der Schlaubeutel versagt hat. Denn die Elefantin tippte auf einen Sieg St. Paulis. Anfangs hätte sie auf eine Niederlage getippt, aber dann habe Jonas die Auswahl geändert und Schlaubeutel tippte auf einen Sieg. Tja, nun will er sie noch einmal testen. Wenn sie wieder danebenliegen sollte, wird er sich auf Plattfuss konzentrieren. Seine Probleme möchte ich haben. Aber es ist einfach nicht zu leugnen, dass Elefantendame Mala das beste Rüsselorakel ist, das es gibt. Denn sie tippte gleich auf eine Niederlage St. Paulis. Sie weiss auch, dass St. Pauli gar nicht aufsteigen will. Die Gründe dafür habe ich bereits vor einiger Zeit ausführlich erläutert. Der Schlaubeutel muss vielleicht noch ein wenig trainieren, denn so fehlerlos ist Mala anfangs auch nicht gewesen, wenn ich daran einmal erinnern darf. Besonders an die falsche Angabe beim Eröffnungsspiel der EM 2012 erinnere ich gerne.
Neuigkeiten aus Hamburg gibt ebenfalls. Dort ist gestern erstmals der diesjährige Nachwuchs der Kamschatkabären gezeigt worden. Zwei Männchen und ein Weibchen, deren Namen alle mit dem Buchstaben I beginnen. Sie heissen Igor, Iwan und Irina. Ich sage jetzt mal, dass sie alle nach russischen Künstlern benannt wurden. Nach einer russischen Sängerin, dann nach einem Komponisten (Strawinski) und schliesslich nach einem Schauspieler (Mosjukin, hier verwende ich die deutsche Schreibvariante, weil der Vorname in der deutschen Variante geschrieben wurde). -Übrigens Arte, nicht den Themenabend im September vergessen. Es gibt einige schöne Filme mit Ivan Mosjoukine (hier die französische Variante des Namens).
Jonas war ganz überrascht, als er davon hörte, denn eigentlich hatte er gedacht, es würde in nächster Zeit kein Nachwuchs gewünscht sein, schliesslich sind die beiden Bärenbrüder von vor drei Jahren auch noch da und ein Abnehmer ist weit und breit nicht in Sicht – offiziell. Vielleicht gehen sie ja nach Moskau, schliesslich haben die ihre Walrösser abgegeben. Da wollen die auch Ersatz haben. Also abwarten, was sich da tun wird. Sonst heisst es momentan einfach Schichtbetrieb auf der alten Anlage. Wobei, so überrascht war Jonas dann doch nicht, wo er die Bärin schon seit Wochen nicht draussen auf der Anlage sah. Da musste was im Busche sein, wie er fand.

 

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Droht ein Europa-Krieg?


Da hat man gedacht, dass die Ukraine endlich zur Ruhe kommen würde, nachdem Janukowitsch abgesetzt wurde. Doch nein, es kommt immer schlimmer als gedacht. Der pro-russische Teil der Ukraine, die Krim, will sich offenbar abspalten. Der ebenfalls pro-russische Politiker Sergej Aksjonow habe dort die Macht übernommen. Das wird aus Kiew heftig kritisiert, denn es verstosse gegen die Verfassung.
Nun ist auch Russland in Alarmbereitschaft, die russische Schwarzmeer-Flotte kooperiert mit der Krim-Regierung. Es beginnt ein Säbelrasseln, wie es das bereits vor 100 Jahren gab.
Gut, damals betraf es halb Europa, ausgelöst durch ein paar Pistolenschüsse. Damals sah sich Russland auch in der Rolle des Beschützers, wie es jetzt auch ist. Das russische Militär will die Krim-Region unterstützen, was natürlich die Rest-Ukraine nicht auf sich sitzen lassen kann. Die mobilisiert nun ihr Militär, nennt nicht nur die Krim-Regierung verfassungswidrig. Falls die „falsche“ Regierung nicht freiwillig zurücktreten sollte, wird wohl das Militär eingreifen.
Und hinter der Ukraine steht dann sehr wahrscheinlich halb Europa und die USA. Allerdings machen die sich meist wichtiger als sie sind. Obama hat schon ein Machtwort gesprochen, aber nutzen wird es ihm nichts. Denn allein kann er gar nichts machen. Aber was ist mit der EU? werden sie ein Machtwort sprechen und Russland auf die Finger hauen? Putin wird sich natürlich nichts sagen lassen, hat er schliesslich noch nie. Ausserdem hat ihn gerade das Kreml-Parlament mit dem Krim-Einsatz beauftragt. Was das nur werden wird?
Kann ein Land das nicht einmal selbst lösen – und dazu noch friedlich?
Entweder verhält sich Russland nun ruhig, was ich persönlich nicht glaube, oder es wird noch einiges geschehen. Einen dritten Weltkrieg wird es nicht geben, dazu ist Europa zu vernünftig. Aber so ganz Europa ist die Ukraine nun auch wieder nicht. Aber aus dem Zeitalter der Kriege sollte man nun langsam raus sein. Alle sollen sich an einen Tisch setzen und vernünftig diskutieren bis eine Lösung gefunden ist. Allerdings wird das sehr wahrscheinlich nicht geschehen. Wieso auch, wenn mit der Hau-Drauf-Taktik auch alles möglich ist und man garantiert seine eigene Meinung durchsetzen kann, wenn man mehr Militär aufzubieten hat? Da setzt man sich doch nicht an einen runden Tisch – der nicht wirklich rund ist, aber man nennt es nun einmal so.
Da können wir nun noch einiges erwarten.
Das scheint nun einzutreten, denn Putin bittet das Parlament um Zustimmung für einen Militäreinsatz. Das Militär der Ukraine ist bereits in Alarmbereitschaft versetzt. Nun beginnt das Säbelrasseln.
Es hat begonnen. Das russische Parlament hat Putin zugestimmt. Angeblich sollen schon 2000 russische Soldaten auf der Krim gelandet sein. Tja, jetzt wird es wirklich spannend. Hoffentlich sind alle Beteiligten besonnen genug, dass es nicht zu Schlimmeren kommt.

Nächste Woche zeigt Arte einen Film und eine Dokumentation über Katharine Hepburn. Ist nicht wirklich ein Themenabend, aber ich nenne es eine willkommene Gelegenheit, um Arte mal wieder darauf aufmerksam zu machen, dass sie im September einen Themenabend über den franco-russischen Schauspieler Ivan Mosjoukine machen sollten. Nein, ich schreibe nicht könnten, denn das wäre nicht fordernd genug.
Also, Arte, im September ein schöner Themenabend. Ich warte schon darauf.

So, Elefantendame Mala hat endlich einen Blick auf die beiden neuen Staatsgäste aus China werden dürfen. Ein wenig empört ist Mala allerdings darüber, dass sie beiden Pandas sogar mit einem Staatsempfang bei ihrer Ankunft in Belgien empfangen wurden. Denn die alte Kuh hat darauf leider verzichten müssen. Und dass, wo sie doch Europas klügster Elefant ist. Das dämpfte natürlich ihre Freude darüber, endlich einmal echte grosse Pandas zu sehen. Die kleinen Pandas kannte sie schon, aber das seien nur Katzenbären und viel zu langweilig.
Zu den beiden Neuankömmlingen hat sie nach einem Blick auf schon einen Kommentar abgegeben: „Bambusfresser!“ Ja, die Elefantendame weiss wieder alles.
Mala fürchtet seit der Ankunft der Pandas nun natürlich ihren Status als Star sinken. Denn das beliebteste Tier ist in den letzten beiden anderthalb Jahren immer sie gewesen. Nun ist das Pandapärchen da und wird ihr mit ziemlicher Sicherheit den Rang ablaufen. Das gefällt der alten Kuh nun gar nicht. Da kann sie auch hübsch wieder nach Hause zurückkehren. Da kann sie sich wenigstens noch mit Mogli herumärgern und wird dennoch von allen gemocht. Ausserdem wird da ja noch genügend Werbung mit ihr gemacht. Aber erst einmal will sie ihren offiziellen 50. Geburtstag am 08. Juni abwarten. Falls sie genug hofiert wird, möchte sie noch ein paar Monate bleiben. Aber Zuhause ist es bekanntlich am schönsten. Und da will sie in den nächsten Jahren wieder hin.
Da sie nun nicht immer im Park umherläuft und die Pandas auch nicht so interessant findet, hat sie mal wieder nichts besseres zu tun, als das nächste Spiel des FC St. Pauli zu tippen. Am Montag wird es gegen Union Berlin gehen. Beim letzten Spiel, als es gegen Dresden ging, tippte Mala auf einen Sieg und hatte mal wieder recht. Passiert höchst selten, dass sie mal danebenliegt. Nun also das Spiel gegen Union Berlin. Was sagt die alte Kuh? Sie tippt zielsicher auf einen Sieg des FC St. Pauli. Tja, das ist auch nötig, wenn der Verein den Relegationsplatz schaffen will. Natürlich müssen sie dann noch aus den Relegationsspielen als gloreicher Sieger hervorgehen, damit Hamburg erstklassig bleibt. Denn das der HSV es bleibt, steht weiterhin in den Sternen. Zwar haben sie letzte Woche souverän gegen Dortmund gewonnen, aber der BVB litt auch irgendwie unter einem Blackout.
Heute geht es für den HSV gegen Werder Bremen. Es ist das 100. Nordderby und nicht nur deshalb bisant, weil beide Vereine sich nicht leiden können, denn beide Vereine kämpfen gegen den Abstieg. Werder weitaus weniger als der HSV, aber wirklich gerettet ist keiner von ihnen. Da ist das heutige Spiel ziemlich bedeutend, denn drei Punkte heissen Boden gutmachen gegen den Abstieg. Diese braucht der HSV weitaus dringender als Werder Bremen. Aber werden sie es auch schaffen? Tja, van der Vaart steht schon einmal nicht in der Startelf. Eine gute Entscheidung, wie ich meine, denn in den letzten Spielen hat er nicht wirklich was gebracht. Das sagen nicht nur die Fans – alle natürlich nicht -, sondern auch Lothar Matthäus. Aber wenn man Matthäus etwas sagt, kann man es natürlich nicht ernst nehmen. Dabei kann er von sich sagen, dass er schon die deutsche Nationalmannschaft besiegt hat. Nein, nicht 1998, sondern einige Jahre später, als er Nationaltrainer von Bulgarien war. Gut, gegen Bulgarien verliert Deutschland öfters mal. Mittwoch geht es erst einmal gegen Chile.
Falls der HSV doch noch absteigen sollte, kann St. Pauli aufsteigen, damit bleibt Hamburg dann erstklassig. Ich finde den Radiospruch einfach toll, weil er so furchtbar ungenau ist. Da hat mir Jonas wieder einen Floh ins Ohr gesetzt.
Elefantendame Mala wäre ein Unentschieden im Nordderby lieber. Aber was sie möchte, wird natürlich nicht berücksichtigt. Ihre Lieblingsfreundin Plattfuss hätte natürlich am liebsten einen Sieg. Aber dennoch wird sie sich weiterhin offiziell als HSV-Fan ausgeben. Nur damit sie von Mogli nichts auf die Mütze bekommt.

 

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Lieber TV-Sender Arte, …


… ich hätte da ein Anliegen.
Bevor gefragt wird, natürlich könnte ich mich auf anderem Wege an Arte wenden. Aber das finde ich langweilig. Zudem kann man andere daran teilnehmen lassen und vielleicht befürworten sie meinen Vorschlag ebenfalls. Eine Stimme hat keine Macht, aber viele schon.
Mein Anliegen, im Grunde trage ich es schon seit einem Monat mit mir herum.
Ich würde gerne im September einen Themenabend über Ivan Mosjoukine (auch Mosschuchin oder Mozzhukhin) – ich bleibe bei der französischen Schreibweise des Namens – haben. Warum, denn dazu muss es schliesslich einen Grund geben. Am 26. September wäre der 125. Geburtstag des franco-russischen Schauspielers. Wenn es nach seinen eigenen Angaben gehen würde, wäre es erst 2015 so weit. Aber was das Geburtsdatum von Mosjoukine betrifft, findet man andauernd was anderes. Auf seinem Grabstein steht 1887, auf seiner Certificat d’identité aus dem Jahr 1936 steht 1893, wie auch auf dem Totenschein. Allgemein gilt 1889 und das nehme ich nun zum Anlass, dass Arte doch bitte einen Themenabend über den Schauspieler im September zeigt.
Genauso gut, hätte man auch den Todestag nehmen können, der sich im nächsten Jahr zum 75. Male jährt. Der findet allerdings schon im September statt und das Programm für Januar steht bereits seit mindestens zwei Monaten fest, wenn nicht noch länger. So ungefähr ein halbes Jahr, wie ich vermute. Im Januar wird „Fantômas“ gezeigt. Eine schöne Reihe von Louis Feuillade. Der Film war eigentlich schon für September angegeben worden, nun ist es der Januar geworden. Das zeigt, dass eine Ankündigung Monate vorher, noch geändert werden kann. Deshalb hege ich die Hoffnung, dass es im September durchaus einen Themenabend über Ivan Mosjoukine geben könnte, denn bis dahin sind es noch knapp neun Monate.
Und warum gerade einen Themenabend über diesen Schauspieler? Es wird immer gesagt, er war einer der ersten männlichen Filmstars Europas. Hat gar nicht so viele Filme in Frankreich und Deutschland gespielt, dennoch ist er im Gedächtnis geblieben. Man erinnere sich an Kean oder an Casanova. Der letztgenannte Film lief 1997 zum aller ersten Mal im deutschen Fernsehen auf Arte.
Was soll an so einem Themenabend eigentlich gezeigt werden? Ein Stummfilm, ein Tonfilm und eine Dokumentation. Alles vorhanden. Nur bei dem Stummfilm würde ich nicht wieder Feu Mathias Pascal sehen wollen. Der Film wurde schon im Dezember 2010 und im Mai 2011 gezeigt. Vielleicht wirklich Casanova, Le Lion des Mogols oder Der geheime Kurier – der dauert auch nur knapp über eine Stunde. Michel Strogoff würde ich preferieren, allerdings dauert der beinahe drei Stunden. Da wäre der ganze Themenabend gelaufen. Als Tonfilm eventuell Sergent X. Davon soll es auch eine deutsche Version geben, aber ob die noch existiert, weiss ich nicht. Ansonsten die französische mit deutschen Untertiteln. Von 1999 gibt es eine russische Dokumentation über Mosjoukines Leben. Dann vielleicht noch ein russischer Stummfilm. Da gibt es einige, die nicht länger als vierzig Minuten dauern.
Natürlich weiss ich, dass es Geld kostet, diese Filme zu zeigen. Aber die Filmfreunde würden sich sicherlich darüber freuen, wenn es einen Themenabend über Ivan Mosjoukine geben würde. In diesem Jahr ist die DVD-Sammlung „French Masterworks“ erschienen, die drei Filme mit Mosjoukine enthält. Weitere Filme gibt es auf DVD, aber hier in Deutschland wird selten was im Fernsehen mit dem Schauspieler gezeigt. Schade eigentlich. Deshalb mein Anliegen. Vielleicht habe ich ja Glück und es wird wirklich einen Themenabend geben. Arte wird doch immer als Kultursender bezeichnet. Wenn es diesen Themenabend geben würde, wäre es für mich wie Weihnachten und Ostern zusammen.

 

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Weihnachtszeit ist meist nur noch Kommerz


Jetzt ist morgen bereits der 1. Dezember und ich fühle mich so was von unweihnachtlich, wie es sich niemand vorstellen kann. Ich bin ja noch nie ein wirklicher Weihnachtsfan gewesen, ausser als Kind versteht sich. Aber seit über zehn Jahren ist mir das alles zuviel. Ich kann Weihnachten wirklich nichts mehr abgewinnen. Egal ob Tannenbaum oder Geschenke. Ich könnte das sofort abschaffen und mir würde wirklich nichts fehlen.
Aber es geht ja nicht um mich. Wenn es immer nur um mich gehen würde, wäre die halbe Industrie pleite. Denn ich bin schliesslich nicht so kaufwütig. Weder Kleidung, noch Musik, noch ich weiss nicht was. Von den täglichen Dingen, die man braucht, einmal abgesehen.
Aber morgen eben wieder Weihnachten. Wir haben in der Redaktion dieses Jahr auch wieder einen Adventskalender aufgestellt. Ist nicht wirklich was Besonderes. Aber jeder von uns wird ausgelost und bekommt den Inhalt. Nicht mehr als Schokolade und ein lustiges Sprüchlein. Gut, wir sind ein paar mehr als 24, deshalb sind es zwei Adventskalender. Und dann dödelt wieder den halben Tag, kurz vor Weihnachten, irgendwelche blöden Weihnachtslieder-Versionen durch die Redaktion. Irgendwie kann ich mich bis heute nicht daran gewöhnen. Aber so muss man das wohl akzeptieren.
Na ja, es wird wieder kräftig geworben. Adventskalender werden für völlig überteuert gehalten. Na ja, was muss man auch „Edle Tropfen“ oder den Überraschungsei-Kalender kaufen? Nun ja, bei letzterem hat man garantiert alle Weihnachtsfiguren drin, womit man wahrscheinlich billiger wegkommt, als wenn man massenhaft einzelne Weihnachtseier kauft, die ja meist nicht einmal im Angebot sind. Aber ansonsten stimmt es schon, dass Adventskalender oft ihr Geld nicht wert sind. Diese für Kinder, mit einem Weihnachtsplättchen hingegen sind seit Jahren eigentlich immer für etwa einen Euro zu bekommen. Also die haben sich nicht wirklich verteuert.
Dann sind da auch noch die Weihnachtsverpackungen von einzelnen Pralinen oder was auch immer so angeboten wird. Auch natürlich völlig überteuert. Aber es wird anscheinend gekauft. Wenn man es jemandem schenken möchte, kann man es durchaus mal kaufen. Für sich selbst, reicht die normale Ausführung.
Aber so ist Weihnachten nun einmal: Es geht nicht mehr um Besinnlichkeit oder das Fest an sich, sondern um Kommerz. Sprich: Geld, Geld, Geld. Denn irgendwie muss uns das Geld aus der Tasche gezogen werden, damit die Firmen weiter das bekommen, was sie herstellen wollen. Na ja, eigentlich ein gesunder Kreislauf, was natürlich wichtig ist. Und wenn man sich nun nicht vor den Karren spannen lässt? Bei einzelnen Personen tut sich nicht viel, es geht eben um die Masse.
Und genau das ist Weihnachten doch geworden – Kommerz. Nicht mehr und nicht weniger.

Silvio Berlusconi wurde aus dem italienischen Senat ausgeschlossen. Damit endete auch seine politische Immunität. Ganz traurig für Berlusconi, der nun an der Demokratie zweifelt und den Untergang Italiens voraussagt. Eventuell sein Untergang, denn ihm droht angeblich ein weiterer Prozess, weil er Zeugen bestochen haben soll. Nun ist er nicht mehr geschützt. Also, wir werden sehen, was da rauskommt.
Ich finde es ja schon mal gut, dass der Senat überhaupt für Berlusconis Ausschluss gestimmt hat. Da waren die Stimmen doch sehr gemischt, dass man nicht wusste, was am Ende rauskommen würde.

Letzte Woche schimpfte ich auf Arte, dass sie bloss keinen weiteren Berg-Stummfilm zeigen sollten im Dezember. Nun weiss ich, was sie in dem Monat zeigen werden: Charlie Chaplin’s „Der Vagabund und das Kind“. Noch so eine grosse Enttäuschung. Mit Dick und Doof oder Charlie Chaplin braucht man mir genauso wenig als Stummfilm kommen, wie mit Buster Keaton oder Harold Lloyd. Damit kann ich persönlich nichts anfangen. Lei übrigens genauso wenig, die will lieber Filme mit Charles Farrell oder Richard Barthelmess sehen.
Aber wenigstens ist der Januar erfreulicher, was den Stummfilm auf Arte betrifft. Da kommt nämlich die bereits für den vergangenen September angekündigte Stummfilm-Verfilmung „Fantômas“ von Louis Feuillade. Lange drauf gewartet, nun kommt es endlich. Darauf freue ich mich wirklich. Und könnte Arte mir dann noch den Gefallen tun, im nächsten Jahr irgendwann „Michel Strogoff“ zu zeigen. Ausserdem bin ich ja immer noch für einen Ivan Mosjoukine-Themenabend im September 2014. Sollte sich Arte wirklich mal überlegen. Ich werde dazu garantiert noch weiter nerven.

Alle am Donnerstag den Kluftinger-Krimi „Seegrund“ geguckt? Irgendwie fehlte mir ja Kluftingers Nachbar Dr. Langhammer. Der wurde hier mal durch einen Schamanen ersetzt. Auch nicht ganz verkehrt. Keine Ahnung, wie es im Roman steht, denn das ist der einzige, den ich noch nicht gelesen habe. Nichtsdestotrotz keine schlechte Verfilmung. Wieder tauchten beide Autoren kurz auf.
Und nächste Woche kommt schon wieder ein Provinzkrimi ins Fernsehen. Dieses Mal „Dampfnudelblues“, der zweite Band der Franz Eberhofer-Reihe. Warum eigentlich erst einmal der zweite Band verfilmt wird, ist mir schleierhaft, denn bei Kluftinger war das auch so. Da hatten sie dann den Passat sogar durch einen Mercedes ersetzt. Aber ab der zweiten Verfilmung, war der Fehler behoben.
Ich kenne „Dampfnudelblues“ schon vom Münchener Filmfest. Und nein, ich werde an dieser Stelle nicht verraten, wie ich den Film gefunden habe. Soll jeder selbst herausfinden, indem er sich die Verfilmung ansieht.
Und heute dann wieder nichts im Fernsehen. Mal einen Blick auf meine Rubrik „Lesenswert!!!“ werfen, vielleicht findet man ja was. Es sind übrigens noch zwei Aneba-Kurzgeschichten für den Dezember angekündigt worden. Also mal sehen, was es wird. Ausserdem soll das Hardcover von „Die Rollen des Seth“ in der nächsten Woche rauskommen.

 

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Wollen uns die Politiker für blöd verkaufen? – Keine Einigung bei CDU und SPD


Zwei Monate sind nun seit der Bundestagswahl vergangen, aber zu einem Ergebnis ist es immer noch nicht gekommen. So langsam fühlt man sich als Wähler wirklich veralbert. Denn CDU und SPD kommen einfach auf keinen gemeinsamen Nenner.
Da heisst es einmal, man würde gut zuwege kommen, am nächsten Tag ist das schon alles überholt. Wie lange wollen uns die Politiker eigentlich noch zum Narren halten? Kann mir das irgendjemand verraten?
Wenn wir in Belgien wären, könnte ich es noch verstehen. Da bekriegen sich schliesslich die Flamen und Wallonen. Aber doch nicht hier iN Deutschland. Da versucht man auf Biegen und Brechen eine grosse Koalition, obwohl die Wahlversprechen überhaupt nicht zueinander passen. Egal, wird eben ein Treffen nach dem anderen organisiert. Irgendwann wird eine Partei schon einknicken. Oder wie darf ich mir das vorstellen?
Zudem wird schon vor einer grossen Koalition gewarnt. Es wäre das Schlimmste, was Deutschland passieren könnte.
Und eigentlich scheint die SPD auch nicht wirklich geneigt, mit der CDU zusammenzugehen. Irgendwie wollen die bloss mit der CDU zusammen, damit sie an die Macht kommen. Täusche ich mich oder ist es tatsächlich so?
Denn die nächsten Male wollen sie auch mit der Linken über eine Koalition sprechen. Das heisst doch alles.
In Hessen ist die SPD übrigens vergessen. Da will die CDU nun mit den Grünen zusammengehen. Ob das gut geht? In Hamburg ist es gescheitert. Aber die Grünen in Hessen sind jedenfalls erst einmal optimistisch. Das ist doch schon einmal was. Aber selbst dort geht es nicht weiter.
Hat es das eigentlich schon mal gegeben, dass Koalitionsverhandlungen so lange dauern?
Warum machen sie nicht einfach Neuwahlen? Weil kaum jemand hingehen wird. Weil die SPD gar nciht weiss, wen sie aufstellen sollen. Und sonst? Na ja, die FDP würde haushoch wieder in den Bundestag einziehen. Denn ohne sie geht es einfach nicht.

Heute ist der 23. November und wer wurde vor genau 125 Jahren geboren?
Ich sage es mal so. Er gehörte zu einer Gruppe, die immer gemeinsam auftrat. Er sagte bis auf eine Zeile in einem Stummfilm nichts, trug eine Perücke und sah in seiner Rolle, die er verkörperte, ein wenig dümmlich aus. Von wem ich spreche? Von Harpo Marx, einem „Mitglied“ der Marx-Brothers.
Harpo ist derjenige mit dem Lockenkopf und dem Hütchen gewesen. Nicht derjenige mit dem dunklen Schnauzbart und der Zigarre. Beim letztgenannten handelte es sich um Groucho.
Einzeln traten sie selten auf, aber gemeinsam sorgten sie für jede Menge Lacher.
Weil Harpo nie etwas in den Filmen sagte, glaubte man, dass er in Wirklichkeit auch nicht sprechen könne. Nun, ich erinnere mich an eine Art Talkshow, wo Harpo seine Biografie „Harpo speaks“ veröffentlichte. Dort hat er auch die ganze Zeit über nicht gesprochen. Wie also sollten die Leute etwas anderes denken, wenn er nicht einmal in einer Talkshow oder im Frühstücksfernsehen – was auch immer es war – gesprochen hat?
Und im nächsten Jahr gibt es noch einen 125. Geburtstag zu feiern. Nein, nicht jemand von den Marx-Brothers, sondern den Geburtstag von einem der ersten männlichen Filmstars Europas: Ivan Mosjoukine. (Benutze mal die französische Variante des Namens, weil das einfacher ist.)
Ich hoffe mal, dass sich der TV-Sender Arte im September zu einem Themenabend entschliessen wird. Da gibt es auch einige Filme, die sie zeigen könnten. Vor allem die Dokumentation über Mosjoukines Leben wäre nicht schlecht. Ich habe die zwar im Internet gefunden, aber die ist auf russisch oder ich weiss nicht was. Jedenfalls verstehe ich kein Wort.
Und nächsten Monat bitte keinen Stummfilm-Bergfilm mehr auf Arte, davon habe ich nun genug. Empfehle immer noch Michel Strogoff. Gibt es doch auf DVD, wie ich nun herausgefunden habe.

Bei Elefantendame Mala wurden schon vor wenigen Wochen die Schotten dicht gemacht. Nun wurden alle Sachen winterfest gemacht. Und was macht Mala? Sie tippt weiter fröhlich die Spiele des FC St. Pauli. Nachdem sie beide Spiele der deutschen Nationalmannschaft richtig tippte und auch ihr die Équipe Tricolore es nach Brasilien geschafft hat, kann sie sich ganz auf die zweite Liga konzentrieren.
Und was sagt Mala zum morgigen Spiel des FC St. Pauli gegen den VfR Aalen? St. Pauli wird nur Unentschieden spielen. Tja, dann wollen wir mal sehen, ob sie recht behalten wird.

Am Donnerstag läuft der dritte Kluftinger-Fall in der ARD: Seegrund. Also, nicht verpassen, sondern anschauen. Gut, mag vielleicht zuviel Dialekt gesprochen werden, aber wozu gibt es den Videotext mit seiner Untertitelung. Damit bekommt man das Allgäuische schon mit. Ich verstehe es glücklicherweise auch so. Dialekte machen mir gar nichts aus. Keine Ahnung, wieso, aber ich habe da keinerlei Schwierigkeiten mit dem Verstehen.
Und morgen alle Tatort gucken. Es läuft der zweite Fall mit Wotan Wilke Möhring. Einfach nur gucken, damit es eine gute und vor allem bessere Einschaltquote als beim nächsten Til Schweiger-Tatort gibt.
Dafür läuft heute Abend mal wieder gar nichts im Fernsehen. Jedenfalls konnte ich nichts entdecken. Und was macht man da? Entweder wie ich und man sieht sich einen Stummfilm an. Habe aber gerade keinen auf Vorrat, deshalb wird das nichts. Ansonsten lese ich mal wieder was. Mein Stapel ungelesener Bücher muss geringer werden.
Und wer nun gar nicht weiss, was er heute Abend lesen soll.
Gerade ist das dritte Kapitel des Fantasy-Romans „Aneba. Die Rückkehr“ bei Bookrix erschienen. Alle vorherigen Kapitel einschliesslich Prolog sind bei Amazon, Weltbild und weiteren Vertriebskanälen erhältlich.
Oder lieber ein Thriller? Da gibt es dann „Die Rollen des Seth“ von Helen Dalibor oder der aktuelle Fortsetzungsroman „Im Zeichen des Denkmals“. Der Prolog und das 1. Kapitel sind bereits erschienen. Nächste Woche soll dann das zweite Kapitel folgen.

 

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Eine Terrorwarnung will uns den Fußball verleiden


Heute Abend entscheidet es sich, wer nun den Pokal nach Hause bringen wird. Nach Deutschland kommt er ohnehin, aber in welche Stadt? Nach Dortmund oder nach München?
Das ist die Frage aller Fragen, die heute Abend endlich gelöst werden wird.
Um 20.45 Uhr geht es im Wembley-Stadion los.
Viele Tierorakel haben sich gemeldet, um den Gewinner vorab zu tippen. Da ist einmal ein Esel, der auf Dortmund tippt, und auch die Fischotter in Aue sagen, dass der BVB siegen wird. Nur Elefantin Nelly aus Hodenhagen ist für den FC Bayern als Sieger des Champions League-Finales. Tja, damit sind die wichtigsten Tierorakel genannt. Wirklich? Halt, nein, natürlich fehlt noch das erfolgreichste lebende Orakel unter ihnen. Elefantendame Mala möchte auch noch ihren Senf dazugeben. Und zwar tippt das grosse Fussballorakel, dass es heute Abend einen deutschen Sieg geben wird.
Ha, ha, sehr lustig, nicht wahr? Richtig, denn Mala ist bekanntlich ein Scherzkeks, weshalb sie sich erst einmal diese Antwort entlocken liess. Aber ihre Vorhersage sagte sie dann doch: Mala glaubt fest daran, dass der FC Bayern München heute Abend den Pokal gewinnen und nach Hause bringen wird. Ob ihre Entscheidung etwa daran lag, dass Dortmund in den Farben einer Banane spielt? Schliesslich stöhnt sie doch immer, dass sie Bananen nicht mehr sehen könne.
Nun gut, heute Abend werden wir sehen, welches Tierorakel Recht behalten wird.

Unterdessen ist die Terrorgefahr auf den Public Viewing-Plätzen gross. Terrorwarnungen gehen raus, machen uns Angst und verleiden uns womöglich noch die ganze schöne Fussballparty.
Wieso gerade jetzt so eine Warnung? Weil man nicht damit rechnet, dass so etwas geschieht. Aber wenn nun diese Warnung raus ist, wird dann wirklich was geschehen? Ich wage es zu bezweifeln. Vor allem wo jetzt eine erhöhte Aufmerksamkeit herrscht. Warum sollte überhaupt etwas geschehen? Weil vor einiger Zeit wieder Terrordrohungen durchgegangen sind.
Meist kommt da nichts, und wenn man gar nicht mehr damit rechnet, ist es dann so weit.
Ich lasse mir jedenfalls nicht das Spiel vermiesen, habe ohnehin einen schönen Ort, wo ich es mir ansehe.
Im Hamburger Zoo, wo heute Abend wieder Dschungelnacht ist und dazu eben auch Public Viewing. Kann nur hoffen, dass es nicht so ein furchtbarer Regentag wird, wie es letzte Woche gewesen sein soll. Jonas war da und kam sich beinahe vor, als wäre er so ganz allein dort unterwegs. Kaum eine Menschenseele zu sehen, je später es wurde. Aber so was mag Jenalas Cousin, weshalb er ausnahmsweise auch bis ganz zum Schluss blieb.
Ich will mir endlich Gajendra ansehen, der angeblich schon in Aktion getreten sein soll bei Spucktante Yashoda, wie mir Jonas berichtete. Die beiden Pappnasen Shahruhk und Shanti werde ich leider nicht mehr antreffen, da sie sich vor zwei Tagen auf den Weg nach Osnabrück gemacht haben. Schade, hätte sie gerne noch mal gesehen. Nun ist die ehemalige Mutter-Kind-Anlage wieder frei. Und was heisst das? Richtig, damit ist nun endlich der Platz gegeben, der für knapp ein Jahr nicht gegeben war.
Gut, ich rede ziemlich geschwollen, also, worum es geht: Um Elefantendame Mala, die immer noch nicht die Hoffnung aufgegeben hat, endlich nach Hause zurückzukehren. Nun ist endlich der Platz da, sie könnte sich ganz heimisch fühlen, endlich wieder auf Tuchfühlung mit den Besuchern gehen. Bloss mit dem Abstauben der Leckereien ist das so eine Sache, denn Mala kam mit Übergewicht im Pairi Daiza an. Tja, da müsste man einiges ändern. Etwa ein Plakat im Sinne von: Ich muss auf meine Figur achten und fresse nur Gemüse.
Für Malas Rückkehr spricht viel. Einerseits machte man mit ihrem Konterfei bei verschiedenen Aktionen Werbung oder tut es immer noch, andererseits ist sie als Silhouette weiterhin präsent. So auch auf dem aktuellen Dschungelnächte-Handzettel. Welcher Elefant legt da seinen Rüssel an die Stirn? Richtig, es kann nur eine geben.
Und wenn sie eben allein ist auf der Anlage, kann man sie mit Hühnern vergesellschaften oder eben etwas, was es auch in Indien gibt. Dann ist sie immer irgendwie beschäftigt und sie ist wieder in ihrem guten alten Zuhause, wo sie sich am wohlsten fühlte.

Die Terrorwarnung soll übrigens aus Russland kommen. Und wir müssen uns nun deswegen auf verstärkte Sicherheitskontrollen gefasst machen. Da wird einem das doch alles völlig verleidet. Und wer weiss, ob wirklich was geschehen wird. Das wird geschehen, wenn gar niemand daran denken wird. Nun wird erst einmal wieder die Hysterie geschürt. Das wird auch das einzige sein, was passieren wird. Also nicht aus der Ruhe bringen lassen und zum Public Viewing gehen, falls man es denn vorhaben sollte.

Nichtsdestotrotz rollt der Ball heute Abend wieder und das Fernsehprogramm ist dementsprechend schlecht. Was also tun? Mal wieder einen Roman lesen. Was gibt es da denn nur? Ich empfehle den gut recherchierten Thriller “Die Rollen des Seth” von Helen Dalibor. Noch dazu ein ebook, sodass man nicht extra in den nächsten Buchladen rennen muss, um ein Exemplar zu ergattern.
In dem Thriller geht es um einen Krug mit geheimen Inhalt, der so brisant ist, dass er bereits mehreren Menschen das Leben gekostet hat. In den Besitz des Kruges ist die Ägyptologin Isis Just gekommen, die nebenbei auf der Suche nach ihren Vorfahren ist. Dabei entdeckt sie, dass der Krug von einem jungen Ägypter namens Masut nach Stellingen gebracht wurde. Im Stellinger Tierpark ist er in der Völkerschau “Am Nil” zu sehen. Er freundet sich mit einem Elefantentierpfleger an und einem Kaufmannsenkel. Gemeinsam versuchen sie gegen die Bruderschaft des Wahren Horus zu kämpfen, die in den Besitz des Kruges zu gelangen versucht.
Isis Just kommt hinter das Geheimnis, das ihre Familie seit Generationen überschattet. Doch die Bruderschaft ist ihr dicht auf den Fersen. Schliesslich gelingt es ihnen, die junge Ägyptologin zu entführen.
Wird Isis Just wie ihr Vorfahr Masut enden und wie gelangte eigentlich der Krug ins alte Eismeer, wo er beim Abriss desselbigen gefunden wird? Das muss jeder selbst lesen.
Das ebook kann bei folgenden Anbietern gekauft und heruntergeladen werden: Amazon, neobooks, Xinxii, buch.de, buecher.de, Thalia, ciando, apple ibookstore.
Und wer Elefantendame Mala mag, wird den Thriller “Die Rollen des Seth” mögen, denn sie kommt dort drin sogar zweimal vor. Einmal als Tausendschön, also als sie selbst, und dann noch als Bertha.
Und wer lieber Fantasy mag, dem sei diese Kurzgeschichte empfohlen: “Mit List und Tücke” von Henrik Quedburg.
Es geht um den Zauberer Aenroc, der seine Zauberkräfte verloren hat. Mit einem magischen Kristall kann er sie zurückerlangen und sich an seinen Feinden rächen, die ihn zuvor verbannt haben. Er sucht nach dem Volk der Zwerge, die diesen Kristall hüten. Auf dem Weg zu ihnen verliert er seine beiden letzten Gefährten und wird auch noch von einer furchtbaren Bestie verfolgt.
Das ebook kann bei folgenden Anbietern gekauft und heruntergeladen werden: Amazon, neobooks, Weltbild, Xinxii, buch.de, buecher.de, Thalia, ciando, apple ibookstore.
Wer es nicht so mit Fussball hat und auch das restliche Fernsehprogramm nichts zu bieten hat, der kann ein gutes Buch lesen, vielleicht ist ja bei meinen Tipps etwas dabei gewesen, was gefällt. Im Zuge der Dschungelnächte, die 30jähriges Jubiläum feiern, empfehle ich natürlich „Die Rollen des Seth“.

Bin recht sauer auf Arte, die am Mittwoch einen Stummfilm zeigten. Im Videotext war angegeben, dass der Film um zehn nach zwölf beginnen sollte. Bloss als ich dann um fünf nach zwölf den Sender einschaltete, lief der Stummfilm bereits. Ich war dementsprechend sauer. Kein Wunder, schliesslich werde ich den Film wohl vorerst nicht auf DVD bekommen. Aber glücklicherweise gibt es die Mediathek. Ohne die wäre ich wirklich aufgeschmissen. Muss ich jetzt dann immer mindestens einen Puffer von einer halben Stunde einbauen, damit ich meine Filme auch wirklich herunterladen kann?
Eine freudige Nachricht gibt es hingegen von der ARD, die ab heute wieder die Serie „Fuchs und Gans“ wiederholt. Die erste Folge ist bereits vor einiger Zeit gelaufen, als die Sportschau nicht lief. Da nun wieder die bundesligafreie Zeit begonnen hat, zeigt die ARD um 18.55 Uhr nun immer die Serie „Fuchs und Gans“. Ich freue mich, da es eine wirklich gute Serie gewesen ist. Leider hat der SWR es nicht so gesehen, schliesslich war die Quote nicht gerade berauschend. Wie steht es da eigentlich mit der momentanen Heiter bis tödlich-Serie „Zwischen den Zeilen“? Grenzdebil bis zum geht nicht mehr, in dieser Serie gibt es entweder Dussel oder Schussel. Und so ganz nebenbei wird ein Mordfall gelöst. Höchst originell ist was anderes. Das war „Fuchs und Gans“, auch wenn das Sprechen mit den Tieren anfangs seltsam war.
Die ARD wird kaum meinem Rat gefolgt sein, die Serie in der fussballfreien Zeit zu wiederholen, aber doch schön, wenn man so einen Vorschlag macht und es dann tatsächlich so kommt.

 

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Stirbt der Mensch aus? – Wie gefährlich das Verfüttern von gentechnisch verändertem Futter ist


Eine berechtigte Frage, wie ich finde. Wobei es nun nichts Neues ist, dass Schweine und Geflügel mit gentechnisch veränderten Futtermitteln gefüttert werden. Aber es wird mal wieder darauf aufmerksam gemacht. Was ich nur richtig finde.
Denn völlig ahnungslos essen wir Fleisch von Tieren, die mit gentechnisch veränderten Futtermitteln, also Soja, gefüttert wurden. Es herrscht nämlich keine Kennzeichnungspflicht. Nur wenn ein Produkt direkt mit gentechnisch veränderten Produkten verarbeitet wird, muss es für den Endverbraucher gekennzeichnet werden.
Also bekommen Schweine und das Geflügel Gensoja und wir sind so blöd, weil ahnungslos, und essen dann das Fleisch von diesen Tieren.
Dabei wissen wir nicht einmal, wie gefährlich das ist. Im Fernsehen gab es auf Arte vor ein paar Jahren mal eine Dokumentation über Monsanto, die ja bekanntlich gentechnisch verändertes Saatgut vertreiben und in Indien praktisch für die Armut der indischen Bauern verantwortlich ist. Aber darum geht es nun nicht, sondern um die gesundheitlichen Schäden, die durch gentechnisch verändertes Soja entstehen.
In den USA wurden die Sauen langsam unfruchtbar. Sie bekamen immer weniger Nachkommen, was für die Betriebe dort natürlich eine Katastrophe war. So, nun einmal scharf nachgedacht. Die Schweine werden mit gentechnisch verändertem Soja gefüttert, davon werden sie mit der Zeit unfruchtbar. Nun essen wir Menschen dieses Fleisch. Eventuelle Folge davon: Auch wir werden unfruchtbar. Bewiesen ist es ja bereits. Ein Paar wünscht sich Kinder, bekommt aber keine. Beide lassen sich untersuchen, es kann aber nichts festgestellt werden. Was ist es nun? Umweltgifte ist dann oft die Antwort, was auch zutrifft. Und dann eben auch das Fleisch von Tieren, die mit gentechnisch verändertem Soja gefüttert wurden.
Nun meine Überschrift verstanden? Natürlich wird die Menschheit nicht wirklich aussterben, aber förderlich ist es auch nicht gerade.
Erinnert sich noch jemand daran, wie Horst Seehofer Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz war? Die Gentechnik hat er gefördert bis zum geht nicht mehr. Scheint ja immer noch sehr positiv davon überzeugt zu sein. Als er dann bayerischer Ministerpräsident wurde, war dann das Thema zwar nicht ganz erledigt, aber es wurde nicht mehr in dem Umfang betrieben wie vorher. Es wurden sogar Gensorten verboten. Was allerdings nicht heisst, dass es in Deutschland keine Versuchsfelder für gentechnisch veränderte Pflanzen gibt.
Ja, es gibt sie noch. Heimlich still und leise stehen sie irgendwo. Natürlich so aufgestellt, dass möglichst nichts entfleuchen kann. Bloss ist das praktisch gar nicht möglich.
Denn kann man dem Wind verbieten, dass er dort nicht wehen soll? Kann man Tieren, wie Feldmäusen oder sonstigem Getier vorschreiben, dass es nichts von den Feldern nehmen soll? Und vor allem, kann man Bienen sagen, dass sie diese Felder umfliegen und die Blüten in Ruhe lassen sollen? Nein, kann man nicht. Also sind diese Versuchsfelder alles andere als gut.
Und noch einen Haken hat die Sache. Wenn Bienen an die Blüten von gentechnisch veränderten Pflanzen geraten, kann der ganze Honig vernichtet werden. Und das wird für die Imker immer schwieriger, Stellen zu finden, wo keine gentechnisch veränderten Pflanzen wachsen.
Kanada versucht nun schon seit einigen Jahren, die ganzen Gentechnik-Pflanzen loszuwerden. Bloss ist das schwieriger als gedacht. Sie haben Deutschland sogar gewarnt, bloss nicht erst mit der Gentechnik anzufangen. Aber hören wir darauf? Wenn man an die Testfelder sieht, nein. Und welche Futtermittel bekommt man heute überhaupt noch, die nicht irgendwie verändert sind. Es sind doch alles Hochleistungszuchten, damit möglichst viel Gewinn eingestrichen wird.
Deshalb gibt es auch Vereine, die sich um die alten Saaten kümmern. Bloss handeln die in einer EU-rechtlichen Grauzone. Denn jedes alte Saatgut muss beim Bundessaatgut (oder wie es auch immer heisst) angemeldet und mit 30 Euro pro Jahr bezahlt werden. Tja, das wird natürlich teuer bei einigen tausend Sorten.
Dabei sind die alten Sorten oft geschmacklich sehr viel besser und auch robuster. Aber sie werfen eben keinen grossen Gewinn in der Ernte ab. Aber wollen wir nicht lieber Geschmack als Masse? Nein, wir wollen es vor allem billig. Ich ja auch, gebe ich frei heraus zu.
Die Nachricht des WWF, der angeblich seine Geldmittel für dieses Jahr schon komplett ausgegeben haben soll – deshalb vielleicht dieses Aufrütteln? -, sollte uns aufrütteln. Was wir dagegen tun sollten? Vegetarier werden, sich nur noch von Grünzeug ernähren. Aber selbst da können wir uns nicht sicher sein, was wir da auf den Teller kriegen. Denn selbst Bio ist nicht immer Bio.

Eine traurige Nachricht kam aus dem Berliner Zoo. Der letzte noch verbliebende Panda in Deutschland, Bao Bao, ist tot. Er wurde 34 Jahre alt und war damit der älteste Panda in einem Zoo. Ich habe ihn und seine Gefährtin, die sich aber nicht mit ihm verstand, vor Jahren gesehen. Ein Jahr später war die Pandabärin tot, hatte wohl den Knut-Hype nicht verkraftet.
Mit Bao Baos Tod endet eine Ära. Ob nun noch irgendwann neue Pandas kommen? Ich weiss es nicht. Aber wollen wir auch wirklich welche sehen? Nach Wien ist so weit der Weg nicht, jedenfalls für mich.

Gestern hat die Jubiläumssaison der Bundesliga begonnen. Dortmund hat gegen Werder Bremen glanzlos mit 2:1 gewonnen. Ein tolles Spiel war es nicht. Aber es war auch erst das erste Spiel.
Elefantendame Mala sagt, dass St. Pauli gegen Energie Cottbus leider verlieren wird. Wollen wir mal sehen, ob die Dickhäuterin recht behalten wird.

 

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