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2011 – Jahr der Katastrophen


Das ist vielleicht ein Jahr gewesen. Im Grunde genommen könnte man es wirklich das Jahr des Todes nennen, denn was anderes war es nicht. Wenn man nur bedenkt, wer alles dieses Jahr das Zeitliche gesegnet hat. In jüngster Erinnerung natürlich Johannes Heesters und Walter Giller, aber auch Steve Jobs, Friedrich Schoenfelder, Peter Alexander, Vicco von Bülow alias Loriot, Rosel Zech und viele andere, die mir irgendwie entfallen sind. Es ist noch schlimmer gewesen als im letzten oder vorletzten Jahr. Da fand ich das ja schon schlimm, aber dieses Jahr war es am schlimmsten.
Was sonst noch passiert ist? Tja, jede Menge würde ich sagen. Da gab es zu Beginn des Jahres gleich den Dioxin-Skandal. Doch dies war nicht das einzige, was blieb, denn danach gab es die verunreinigten Sprossen aus dem beschaulichen Ort Bienenbüttel. Wer diesen Ort noch nicht kannte, da er dort mit einem ICE noch nie gehalten hat, dann hat er nicht wirklich was verpaßt. Ich kenne auch nur den Bahnhofsplatz, denn irgendwie fuhr der Zug dann doch wieder.
EHEC-Bakterien in Sprossen und alle Welt dachte, dass sie auf Gurken zu finden gewesen wäre. Das Hamburger Gesundheitsministerium gab deshalb eine Verzehrwarnung raus. Das Ende vom Lied heute: Die Stadt wurde von einem spanischen Bauern verklagt. Der soll sich nicht so haben, denn seine Gurken waren schliesslich auch EHEC-verseucht, nur eben mit einem anderen Stamm. Deshalb weiss ich gar nicht, was der eigentlich will, denn das hat er nun wirklich nicht verdient, für verseuchte Gurken auch noch Geld zu bekommen. Soll lieber froh sein, dass seine Gurken keinen Schaden angerichtet haben.
Und als wirklich grösstes Unglück können wir wohl Fukushima bezeichnen. Durch regelrechte Unfähigkeit – anders kann ich es nicht bezeichnen – kam es zu diesem – tja – Unglück. Danach war ganz Deutschland in Aufruhr. Weg mit der Atomkraft hiess es. Denn uns könnte so was ja auch drohen. Das fand ich dann doch ziemlich lächerlich, denn wo sollte es hier schon ein Erdbeben dieses Ausmasses geben? Ich weiss es nicht, aber muss ich das auch irgendwie verstehen. Und da Merkel nun Angst hatte, es könnte sie eine Menge Stimmen kosten, machte sie eine 180-Grad-Wendung und beschloss den Ausstieg aus der Kernenergie. Ich weiss zwar nicht, wie Deutschland es bis 2022 schaffen will, auf erneuerbare Energien umzuschalten. Am besten die ganze Landschaft mit diesem hässlichen und lauten Windrädern vollmüllen. Im Übrigen haben die kaum einen wirklichen Nutzen, was die an Megawatt produzieren ist einfach lächerlich, genauso die ganzen Solarparneele. Sind auch nicht viel besser. Jetzt gibt es ja eine neue Art Windrad, allerdings noch im Versuch. Diese stehen senkrecht und sollen erstens platzsparend und zweitens effizienter sein. Mal sehen, wie das sein wird. Dennoch bin ich immer noch für Windkanäle. Das wäre wirklich mal was, aber wen interessiert das schon?
Was ist noch passiert? Viele, viele Dinge. Guttenberg trat zurück, tauchte dann wieder auf. Ja, wir werden ihn einfach nicht los.
Apropos Politik. Irgendeiner von der Niedersachsen-FDP hat gesagt, dass die Partei wieder sexy werden müsse. Also wie hat er das nun gemeint? Ich will keinen Philipp Rösler als Tarzan-Verschnitt sehen müssen. Tja bin ich wirklich mal gespannt, wie so was umgesetzt würde.
Und wo ich von Tarzan rede. Der Affe, der neben Johnny Weismüller gespielt hat, ist vor wenigen Tagen im biblischen Alter von 80 Jahren an Nierenversagen gestorben. Ein stattliches Alter für einen Schimpansen.

Und was droht uns nun 2012? Angeblich im Dezember der Weltuntergang. Gut möglich, ich glaube da nicht wirklich dran. Die Maya werden schon ihre Gründe gehabt haben, weshalb ihr Kalender nun einmal am 21. Dezember 2012 endet. Vielleicht hatten sie einfach nichts zu schreiben. Möglich ist alles.

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Die Gurke des Bösen


Da habe ich in meinem vorherigen Eintrag in der Überschrift wohl ein wenig übertrieben. Denn natürlich handelt es sich bei EHEC nicht um einen Virus, schliesslich weiss man, dass Escherichia Coli ein Bakterium ist. Aber „Killervirus“ klang nun weit besser als „Killerbakterium“. Aber genug der Panikmache, denn endlich ist der Gefahrenherd gefunden worden, der EHEC auslöst. Es handelt sich um spanische Gurken, die im Hamburger Grossmarkt umgeladen wurden. Dort sollen einige Paletten zu Boden gestürzt sein. Es sollen sich nicht nur um Gurken, sondern auch um andere Gemüsesorten handeln. Aber welche und kommen die auch, wie die Gurken, aus Spanien? Und waren die Verunreinigungen schon dran, als die Gurken aus Spanien kamen. Von den Spaniern wird das bestritten, was natürlich nicht zu verdenken ist.
Begonnen hatte es mit der Panikmache, dass man kein Gemüse aus Norddeutschland mehr essen sollte. Da fehlte nur der Vorsatz, nicht in Norddeutschland angebautes Gemüse, denn das ist nicht betroffen. Diese Nachricht hat aber dafür gesorgt, dass sämtliches norddeutsches Gemüse wieder den Heimweg aus ganz Deutschland antreten durfte, weil es nicht abgenommen wurde. Die Verluste kann man sich vorstellen. Und dann sind es spanische Gurken, wobei TOmaten auch immer noch als potentiell gefährdet gelten. Wenn ich das früher gewusst hätte, hätte ich nicht noch neue Tomaten gekauft und diese gegessen. Noch habe ich nichts, aber bis zum Ausbruch sind es sieben bis 14 Tage. Sprechen wir uns also nächste Woche wieder, um zu sehen, ob es mich nun auch erwischt hat.
Man könnte langsam damit beginnen, um von einer Epidemie zu sprechen. Denn darauf läuft es irgendwie hinaus. Mehr als dreihundert Menschen sind nun schon erkrankt und der genaue Auslöser ist immer noch nicht gefunden worden. Wenigstens hat man herausgefunden, um welchen EHEC-Erreger es sich eigentlich handelt. Und da wird es dann auch schon gruselig, denn es ist ein mutiertes Bakterium.
Regina ist in regelrechte Panik verfallen. Ich darf überhaupt kein einziges Gemüse mehr kaufen – schon gar nicht Gurken. Die kann man abwaschen und zur Not kocht man es eben. Ich will schon seit langem mal Schmorgurke essen. Die Bakterien werden dann gar nicht mehr leben.
Aber wenigstens ein Thema, dass von einem ganz anderem ablenkt. Nämlich der Tatsache, dass nur noch vier Kernkraftwerke am Netz sind und Deutschland nun den mehrheitlichen Strom aus Frankreich und Tschechien bezieht. Von einem Stromexportland, zum Stromimpoteur. So schnell kann es gehen. In Europa schüttelt die MEhrheit nur den Kopf und fragt sich, was Deutschland da eigentlich veranstaltet. Sollte uns nicht Italien als mahnendes Beispiel dienen, dass es ohne Kernkraftwerke nicht geht? Die haben nach Tschernobyl auch auf KKWs verzichtet. Und wohin hat das geführt? Sie mussten teuren Strom aus Frankreich importieren. Deshalb ist Italien jetzt wieder darauf aus, neue KKWs zu bauen. Also, Deutschland scheint isoliert zu stehen mit seinem Vorsprung, alle KKWs links liegen zu lassen und nur noch auf erneuerbare Energien zu setzen.
Wind- und Sonnenenergie werden niemals ausreichen, um Deutschland mit Strom zu versorgen. Wir sind von der SOnne nun mal nicht gerade verwöhnt. Und der Wind wird auch nicht immer so wehen, wie er soll, damit Strom produziert werden kann. Wenn es zu sehr stürmt, dann müssen die Windräder abgeschaltet werden, bei wenig Wind braucht man sie auch nicht anschalten. Ein Teufelskreis. Und die Landschaft verschandeln sie auch noch. Genauso produzieren sie gar nicht genug Strom, um ein KKW wirklich ersetzen zu können.
Aber ich bin immer noch dafür, dass in der Sahara Solarparnelle aufgestellt werden, die Arbeitslosen müssen die dann täglich vom Sandstaubt befreien und wir kriegen mit wunderbaren Unterwasser- und Überlandleitungen dann den Strom aus Afrika. Klingt das nicht wunderbar? Vor allem sind die Arbeitslosen dann auch weg aus der Statistik und in Deutschland würde praktisch Vollbeschäftigung herrschen.
Oder aber CO2-Speicherung. Die ist doch auch wunderbar. Vor allem weiss man gar nicht, was eigentlich alles passieren kann durch diese Speicherung. Aber schnell das mal machen, denn irgendwie muss das CO2 der Kohle- und Gaskraftwerke ja verschwinden. Und in die Luft sollen sie wenn möglich nicht entweichen, denn so erreicht Deutschland seine Klimaziele nicht. Aber diese Ziele werden ohnehin nicht erreicht, wenn Deutschland wirklich nicht mehr auf die Kernkraft setzt, sondern nur noch erneuere Energien bevorzugt. Solange mit den erneuerbaren Energien nur ein niedriger Prozentsatz an Strom produziert wird, ist es aussichtslos, auf Kernkraftwerke zu verzichten.
Aber es scheint so, als ob Frau Dr. Merkel (Physik) sich lieber wie das Fähnlein nach dem Winde dreht, als auf potentielle Wählerstimmen zu verzichten. Nachdem die CDU nun auch noch in Bremen an Stimmen verloren hat, muss sie weiteres Ungemach fürchten. Aber in Bremen haben die Grünen ja vor allem von den Neuwählern, den 16 und 17jährigen die Stimmen bekommen. Die sind noch leicht beeinflussbar. Also nicht alle, aber die meisten schon.

Ich soll noch mal ein wenig Werbung für den Ersatzelefanten von Jenala machen. Am 08. Juni feiert dieser sein 45jähriges Heimatjubiläum. Und da dies sehr wahrscheinlich nicht gefeiert wird, hat sich Jenala eben in den Kopf gesetzt, dass im Namen der Elefantenkuh doch gefeiert wird. Deshalb hat sie ihr mal wieder ihre Stimme geliehen und macht nun Werbung, dass auch viele nach Hamburg in den Tierpark gehen. Am 08. Juni, der Elefant steht im dritten Gehege – Bullengehege – und hört auf den Namen Mala. Nächstes Jahr feiert sie dann ihren fünfzigsten Geburtstag. Der wird aber sehr wahrscheinlich wegen der beiden neugeborenen Jungtiere untergehen. Also, wer am 08. Juni Zeit hat, sollte mal die alte Mala besuchen, wenn er will. Sie freut sich über jede gesunde Leckerei. (Gut so, Jenala? Alles weitere kannst du auf deinem Blog machen.)

 
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Verfasst von - 28. Mai 2011 in Kultur, Real life, Technik

 

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