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Griechenland zahlt und schleimt


Was tut man, wenn man mit dem Rücken zur Wand steht und nicht mehr weiss, wo man nun sein Geld herbekommen? Ganz recht, man sucht sich Geldgeber. Möglichst solche, die nicht viele Fragen stellen und ihre Geldbörse öffnen.
Ich rede von Griechenland und Russland, wo sich vor einigen Tagen der griechische Ministerpräsident Tsipras und der russische Präsident Putin getroffen haben. – Ja, Putin ist wieder da, aber schon seit längerem. Wenn man ihn so sieht, verkommt sein Gesicht zu einer roboterhaften Maske.
Und was will Tsipras von Putin? Natürlich Geld – was denn sonst? Gerade musste ein Kredit fristgerecht an die IWF zurückgezahlt werden. Das Geld ist angekommen, aber nun muss man sich fragen, wo Griechenland das Geld wieder abgezeigt hat. Wo haben sie noch Geld liegen, dass sie eben mal so nehmen können? Ich habe keine Ahnung, bin aber davon überzeugt, dass es irgendwo immer etwas gibt. Denn wie heisst es so schön: Geld hat man zu haben – egal aus welcher Quelle.
Tsipras hätte es gern, dass Russland sich an verschiedenen Unternehmen beteiligt. So sollen russische Firmen an der griechischen Eisenbahn interessiert sein, aber auch am umsatzstärksten Hafen Griechenlands – Thessaloniki. Russland selbst kann sich eigentlich nicht beteiligen, schliesslich hat das Land auch kaum Geld. Vor kurzem wurde verkündet, dass die Bauten für die WM 2018 in Russland drastisch zurückgefahren werden müssen. Einiges wird gar nicht erst gebaut, anderes nur so, dass es was gibt. Mindestanforderungen werden erfüllt, alles darüber hinaus ist nicht mehr möglich. Da fragt man sich wirklich, was das für eine WM werden wird? Wird da überhaupt jemand hinfahren? Wer weiss, was bis dahin noch alles auf der Krim und sonstwo passieren wird.
Griechenland besitzt sogar ein Gasvorkommen. Anstatt aber selbst damit den grossen Reibach zu machen – zugegeben, momentan gibt es dafür nicht viel -, wollen sie das lieber Russland machen lassen und lieber hohe Summen für die Ausbeutung der Gasvorkommen verlangen. In gewisserweise auch schlau, denn der Festpreis kann höher sein als das Gas am Ende tatsächlich wert ist.
Ob das nun momentan was wird, dürfte allerdings fraglich sein, schliesslich gibt es die ganzen Sanktionen gegen Russland, die weder zulassen, dass russische Firmen irgendwo einsteigen dürfen, noch das die EU-Staaten Geschäfte mit Russland machen können.
Aber selbst der deutsche Wirtschaftsminister Gabriel redet schon wieder davon, dass man wieder Geschäfte mit Russland machen sollte. Natürlich, die deutschen Firmen haben Einbussen zu vermelden, da der russische Sektor komplett wegfällt, aber daran ist bisher noch niemand Pleite gegangen. Russland selbst hat mit erheblichen Wirtschaftsproblemen zu kämpfen. Der Rubel fällt unaufhörlich.
Wenn mans ich den Besuch von Tsipras in Russland ansieht, dann war das wirklich ein Versuch, um von Russland Geld zu bekommen. So redete Tsipras auch über das Importverbot von EU-Lebensmitteln, das die griechischen Bauern besonders hart getroffen habe. Da scheint sich eventuell eine Lösung anzubahnen und Tsipras gibt sich zuversichtlich, dass griechische Waren bald wieder nach Russland exportiert werden dürfen. Das bringt Geld und das freut die Griechen.
In einem Punkt hat Taipras sogar recht, wenn er sagt, dass die EU-Sanktionen gegen Russland nichts bringen. Frieden in der Ukraine würde es durch Sanktionen nicht geben, das sage ich auch seit langem. Diese Sanktionen sind vielmehr der hilflose Versuch, Russland klarzumachen, dass sie ihren Weg so nicht weitergehen können. Bloss wen in Russland interessiert das? Putin sowieso nicht. Der hat immer schon gemacht, was er wollte.
Tsipras schleimt sich ein wenig bei Putin ein, damit wieder griechische Lebensmittel importiert werden. Das mit den Firmenbeteiligungen ist schln geplant, aber momentan wegen der Sanktionen gar nicht möglich. Auch ein Grund, warum Tsipras sich gegen die EU-Sanktionen aussprach. Man muss immer alle Seiten einer Medaille betrachten, wie es so schön heisst.

Einen historischen Handschlag hat es heute Morgen europäischer Zeit in Panama zum Auftakt des Amerika Gipfels gegeben. US-Präsident Barack Obama und Kubas Staatschef Raúl Castro haben sich zur Begrüssung die Hand gereicht. Was wie ein völlig normales Begrüssungsritual erscheint, ist ein grosser Meilenstein in der Geschichte Kubas und den USA.
Schon seit längerem deutete sich eine Annäherung der beiden Länder an, nachdem zwischen ihnen jahrzehntelange Feindschaft herrschte. Seit Fidel Castro nicht mehr an der Macht ist, sondern sein Bruder, nähert sich Kuba langsam dem Westen an. Hätte es so etwas nicht auch unter Fidel geben können? Nein, eher nicht. Da hat Fidel jahrzehntelang gegen die USA gewettert und auf einmal ist er auf Versöhnung bemüht. Das hätte sehr komisch gewirkt und vor allem wäre Castro nicht mehr glaubhaft gewesen. Es musste erst zu einem Machtwechsel kommen, um diesen Schritt zur Aussöhnung einzuleiten.
Wie lange nun aber die Sanktionen gegen Kuba noch aufrecht erhalten werden, ist fraglich. Zwar wurden sie Mitte Januar gelockert, aber bis auf weiteres werden sie nicht aufgehoben werden. Denn es gibt noch eineDifferenze zwischen beiden Ländern, die erst einmal bereinigt werden müssen. Seien es die Menschenrechtsverletzungen in Kuba oder Guantanamo-Bay. Es muss noch einiges geschehen, bevor die USA und Kuba sich restlos akzeptieren, aber ein kleiner Schritt ist getan.

Elefantendame Mala lässt es sich wieder gutgehen. Sie wird zu bestimmten Zeiten von den Besuchern mit Möhren gefüttert. Im Gegensatz zu der Bohnenstange, ist sie keine Kostverächterin und futtert beinahe alles, was ihr vor den Rüssel kommt.
Aber ihr Lieblingsverein, der FC St. Pauli kann ihr wirklich den Appetit verderben. Da verlieren sie gestern sang- und klanglos mit 3:0 gegen den Karlsruher SC, nachdem sie am Montag sensationell mit 4:0 gegen Düsseldorf gewonnen hatten. Woran es gelegen hat? Zu wenig Zeit gehabt, um sich zu regenerieren? Na, daran dürfte es weniger gelegen haben, eher an dem altbekannten Problem, dass St. Pauli mal wieder nicht ins Spiel fand und alle Chancen versiebte. Nach einem Sieg tritt das besonders häufgi auf. Man könnte auch glauben, sie spielen extra so, damit sie die Chance gewahren, dass sie doch noch absteigen, falls der HSV das erste Mal in der Geschichte der Bundesliga absteigen würde. Zu einem anderen Schluss kann man gar nicht mehr kommen. Oder werden wir heute erleben, dass der HSV 3:0 gegen den Vfl Wolfsburg gewinnen wird? Wunder gibt es bekanntlich öfters, aber ob sie auch geschehen?
Beim FC St. Pauli ist jedenfalls wieder alles offen, ob sie nun absteigen werden oder nicht. Doch mit jedem Spiel, wo sie keine drei Punkte holen, wird die Chance geringer, dass sie den Klassenerhalt schaffen. Dann heisst es: „Nie mehr zweite Liga! Lieber dritte!“
Mala ärgert sich über die gestrige Niederlage, obwohl sie genau wie die Pusteblume auf eine Niederlage getippt hatte. Aber manchmal möchte man eben auch danebenlegen. Jonas hingegen kümmert die Niederlage weniger, stattdessen freut er sich, dass die Pusteblume mal wieder ein Spiel richtig getippt hat. Momentan liegt sie bei jedem zweiten Spiel richtig. Da kann man noch Hoffnung haben, dass sie irgendwann ihre Quote verbessern wird.

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Mein lieber Freund – Nicht einmal Merkel ist vor der NSA sicher


Nun sind nicht nur wir es, die von der NSA abgehört wurden, sondern auch unsere Bundeskanzlerin. Was sich zunächst anhört wie ein schlechter Scherz ist tatsächlich passiert. Angela Merkel ist dafür bekannt, dass sie gerne mit ihrem Handy Kurznachrichten verschickt. Zwar soll das mobile Gerät speziell geschützt sein, aber dazu sollte man es auch nutzen. Denn angeblich nutzt Merkel meist ihr parteiinternes Handy. Kommuniziert damit auch über die CDU hinweg mit anderen. Dieses ist nicht so geschützt, weshalb die NSA die Möglichkeit der Ausspähung besass.
Angeblich soll sie aus dem Gebäude der US-Botschaft abgehört worden sein. Bewiesen ist es nicht und so mehr eine Vermutung.
Dennoch ein starkes Stück, dass die NSA das getan hat. Aber je mehr Daten man hat, desto mehr kann man dann gegen jemanden zusammentragen und schliesslich gegen ihn verwenden. Wer weiss, was die NSA alles erfahren hat. Wahrscheinlich wussten die schon vor uns Bundesbürgern von einer neuen CDU-Idee, bevor wir davon etwas erfuhren.
Natürlich hat sich Merkel gleich beschwert. Ganz weit oben in der Wichtigkeitsliste der USA: Barack Obama. Es sei nicht schön, dass so was gemacht wurde. Tja, was soll denn Obama dazu sagen? Der hat momentan wirklich ganz andere Probleme. Die Staatspleite gerade erfolgreich abgewendet, ist dort immer noch nicht alles eitel Sonnenschein. Denn immer noch fehlt Geld in der Kasse. Das ist wirklich wichtiger, als das kleine Problem mit der NSA, die Merkels Handy abgehört hat.
Im übrigen, hat Merkel nicht selbst Schuld, wenn sie statt ihres abhörsicheren, wirklich nur ihr nicht so stark gesichertes Handy benutzt hat. Im Grunde genommen muss jeder mit einer Abhörung rechnen. Auch dieser Artikel wird sicherlich durch irgendwelche Programme laufen, ob da nicht irgend etwas spezielles steht, was auf irgendwas Schlimmes deuten könnte. Ich habe ja immer schon die speziellen Schlüsselwörter erwähnt, die besondere Aufmerksamkeit erregen. Erwähnen werde ich jetzt mal keines.
Interessanter hingegen finde ich, dass Frankreich die NSA noch unterstützt haben soll, Europa abzuhören. Erst ist es der britische Geheimdienst gewesen, von dem man dann nichts mehr hörte, obwohl er angeblich noch schlimmer als die NSA gewesen sei. Nun auch noch Frankreich. Im übrigen nicht sehr neu, denn schon vor Monaten wurde diese Vermutung laut. Und nun haben sie die USA und die Briten mit Daten beliefert. Ich will gar nicht wissen, was noch alles rauskommt. Werden nicht schon genug Daten über uns gesammelt – ich meine die, die wir nicht freiwillig ausgeben? Aber man muss mit allem rechnen. Am besten durchsuche ich mal meine ganze Wohnung nach Wanzen. Vielleicht finde ich ja welche. Wobei, die Stasi gibt es ja nicht mehr, aber das heisst noch lange nicht, dass Wohnungen und Häuser nicht verwanzt werden. Denn manchmal will jemand einfach zu gerne wissen, was der Nachbar so treibt.
Ja, ja, nun übertreibe ich, aber was wissen wir denn schon, wer alles wirklich unsere Daten hat und was damit gemacht wird?

Der Papst hat sich des Limburger Bischofs angenommen. Seines Amtes enthoben wurde er nicht, wie ich bereits vermutet hatte. Geht indirekt auch gar nicht. Dafür muss er aber seine Amtsgeschäfte ruhen lassen bis die Untersuchungskommission einen bericht geschrieben hat. Was rauskommen wird? Keine Ahnung. Aber ich sag mal so. Die Kosten für den neuen Bischofssitz sind nicht gerade niedrig, aber dafür für die halbe Ewigkeit gebaut. Denn dann muss erst einmal nichts gemacht werden. Woanders explodieren die Kosten für irgendwelche Bauten und niemand fordert, dass der Verantwortliche gehen muss. Es wird gemurrt, mehr auch nicht.
Wir werden sehen, was das rauskommen wird.

Gestern lief der lang erwartete Zweikampf Boris Becker gegen Oliver Pocher. Viel Werbung wurde dafür gemacht, aber genutzt hat es nichts. Der Quotensieger des Tages war ein ZDF-Krimi „Der Alte“. Und ich habe mir die Folge gar nicht angesehen! Das will schon was heissen. Ich habe lieber gelesen. Manchmal muss man das auch machen.
Heute Abend läuft wieder absolut nichts im Fernsehen. Kann ich mir den Wilsberg von letzter Woche ansehen – im Schnelldurchlauf. Soll nicht so besonders gewesen sein. Jedenfalls war die Beschreibung nicht so besonders.
Und wer nicht weiss, was er machen soll, dem empfehle ich ein schönes ebook. Frisch rausgekommen ist das zweite Kapitel von „Aneba. Die Rückkehr“. Noch nur auf bookrix erhältlich, aber schon nächste Woche bei all den anderen Vetriebskanälen. Alle ebooks, die bei Neobooks rausgekommen sind, sind auf Weltbild, Hugendubel und derclub aus unbekannten Gründen nicht mehr erhältlich. Da sollte man zu Thalia.de oder Amazon ausweichen. Ausserdem gibt es auch noch Helen Dalibors Prolog „Im Zeichen des Denkmals“ und natürlich Isis Justs grösstes Abenteuer „Die Rollen des Seth“. Natürlich kann man auch was anderes lesen. Material ist schliesslich genug vorhanden. Und wenn ich mit der Wilsberg-Folge durch bin, gucke ich mir einen alten Stummfilm an: Le brasier ardent.

 

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Brennpunkt Syrien: Wie lange ist noch Frieden?


Letzte Woche drängte US-Präsident Barack Obama massiv auf einen Militärschlag gegen Syrien, nachdem vermutet wurde, dass Assad das syrische Volk Giftgas ausgesetzt hätte.
Geschehen ist bis jetzt noch nichts, denn Obama fehlen schlichtweg die Verbündeten. Nicht einmal Grossbritannien steht ihm zur Seite. Premierminister David Cameron hätte ihn gerne unterstützt, allerdings fand er selbst keine Unterstützung und wurde zurückgepfiffen. Peinlich für Cameron!
Nun findet der G20-Gipfel in Russland statt. Mit Spannung wurde das erste Treffen von Obama und Putin erwartet. Vor den Kameras verlief es relativ neutral. Herzlich will man es nicht wirklich nennen, aber unterkühlt war es auch nicht. Wobei Obama ziemlich schnell aus dem Blitzlichtgewitter verschwunden war und sich ins Gebäude zurückzog.
Putin drängt seit letzter Woche darauf, dass Obama genau belegt, dass es sich um einen Giftgasanschlag handelte. Er will Beweise haben, ansonsten sei es nicht ein gerechtfertigter Militärschlag. Was ist schon gerechtfertigt? Obamas Vorgänger genügte die Vermutung, dass der Irak chemische Waffen habe. Es kam zum Militärputsch, der bis heute anhält. Und wozu das Ganze? Dem Irak geht es schlechter als unter Saddam Hussein. Die verschiedenen Religionsgemeinschaften sind heilos zerstritten. Früher konnten Christen und Moslems friedlich nebeneinander leben, heutzutage müssen die Christen sich in einer eigenen Stadt verbarrikadieren. Was ist also besser geworden? Man kann Saddam Hussein kritisieren, wie man will, er war weiss Gott kein Heiliger, aber die Lebensbedingungen, diejetzt im Irak herrschen, hat es in diesem Ausmass nicht gegeben.
Wie es mit Syrien werden wird, ist völlig unklar. Man redet von dem Militärschlag, als wäre es ein Spaziergang. In etwa sechzig Tagen wolle man Syrien befreien.
Das wird genauso ein Desaster werden, wie der Irak oder Vietnam. Aber die USA brauchen Geld, und ein Krieg ist immer gut, um die Wirtschaft anzukurbeln. Momentan ist das sehr günstig, denn die US-Wirtschaft geht wieder nach oben, aber je länger so ein Krieg dauert, desto mehr kehrt es sich um. Warum sind denn die USA so verschuldet? Wenn Lehman Brothers gewiss nicht, sondern wegen des Irak-Krieges. Anfangs gut für die Wirtschaft, kostete und kostet er am Ende Milliarden. Die USA ist verschuldet wie seit langem nicht.
Das Putin Syrien verteidigt, hat natürlich auch seine Gründe, denn Russland liefert Waffen nach Syrien. Ausserdem kann man sich nun wirklich nicht vorstellen, dass Putin so ein Friedensrichter ist.
In der Zwischenzeit haben sich Putin und Obama getroffen, allerdings ist da nicht wirklich was rausgekommen. Hat man was anderes erwartet? Wenn zwei Politiker sich treffen, kommt oft nur heisse Luft raus.
Dafür hat Deutschland nun doch noch eine Erklärung unterzeichnet, die eine starke internationale Antwort auf den Giftgasanschlag. Dabei ist noch gar nicht sicher, ob es überhaupt ein Giftgasanschlag war. Die Antwort wird erst in den nächsten Tagen bis Ende der Woche kommen.
Und was heisst überhaupt starke Antwort? Bedeutet das einen Militärschlag? Und wieso hat es Deutschland unterschrieben? Muss die Bundeswehr sich dann ebenfalls daran beteiligen? Damals, bei der Irak-Frage, war die CDU ebenfalls für eine Unterstützung der USA, allerdings hatte sie damals nichts zu sagen, denn Bundeskanzler war Gerhard Schröder. Und der war absolut dagegen. Was auch richtig war, wie sich in den letzten Jahren gezeigt hat. Im Grunde genommen sollte Deutschland sich ganz da raushalten. Das Land ist weit weg. Manchmal ist Enthaltung nicht so schlimm.

Hat schon jemand das neue Riesenplakat der SPD gesehen? Zum Gruseln!
Warum? Na ja, Peer Steinbrück eignet sich nun einmal nicht als Uncle Sam. Ja, genauso ist dieses Plakat gestaltet. Zwar trägt Steinbrück keinen Anzug in den schwarz-rot-goldenen Farben, aber er zeigt mit dem Finger auf einen und der Slogan ist ähnlich: „Du hast es in der Hand!“ Allerdings grinst Steinbrück so in die Kamera, dass man hinter seinem Rücken ein Schlachtermesser erwartet. Der SPD-Kanzlerkandidat ist nun einmal nicht besonders fotogen und wenn er in die Kamera grinst, hat er irgendetwas hinterhältiges an sich. Da kann er gar nichts für, man nimmt es so wahr.
Jedenfalls gruselt man sich anfangs vor dem Plakat und wenn man es mehrmals gesehen hat, dann lacht man nur noch schallend darüber. Tja, so ist es. Genau so.
Übrigens kommt Steinbrück nicht zur Ruhe. Jetzt wurde bekannt, dass ihn jemand erpresst hat, weil er eine Putzfrau illegal beschäftigt haben soll. Das ist ewig und drei Tage her und nur wieder etwas, um Steinbrück schlechtzumachen. Dabei wird er doch sowieso nicht gewählt werden. Sagen jedenfalls die Umfragen. Auch die Grünen sind auf einem Umfragetief, wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Tut mir jetzt wirklich nicht leid, denn wer von Atomkraftwerken redet, sollte nicht regieren.

Die deutsche Nationalmannschaft befindet sich auf direktem Kurs zur WM 2014 in Brasilien. 3:0 gegen Österreich gewannen sie gestern. Einen Sieg prophezeite auch Elefantendame Mala, genauso wie für Dienstag gegen die Färöer. Nicht wirklich ernstzunehmende Gegner, auch wenn die Färöer sich schon gemausert haben. Wobei Frankreich da wohl einen ziemliches Tief hatte, als sie nur mit 1:0 gewannen. Wird Deutschland wohl nicht passieren, aber ein zweistelliges Ergebnis erwarte ich nicht.

Und wenn wieder Fussball läuft, gibt es nichts Schönes im Fernsehen. Kennen wir schon. Und was tun? Lesen! Schon den Prolog von Aneba. Die Rückkehr gelesen? Es ist der Auftakt einer Tetralogie (umfasst vier Bände), wo die Auserwählte Ackhare gegen das Böse auf Aneba kämpfen muss, um ihre Welt zu retten. Natürlich Fantasy, wer es noch nicht bemerkt hat. Wer mehr Aneba-Geschichten oder einen Thriller lesen möchte, klickt mal auf der rechten Leiste auf „Lesenswert!!!“, da steht auch, wo es den Prolog als ebook zu kaufen gibt.

 

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Bewegung in Syrien – Ist Obama seines Friedensnobelpreises noch würdig?


Seit knapp zwei Jahren tobt nun ein Bürgerkrieg in Syrien. Man könnte es so formulieren: Assad gegen den Rest der Welt. Noch immer hat er keinen Millimeter seiner Macht abgeben müssen, obwohl viele Syrer ihn nicht mehr haben wollen. Versucht wurde alles, doch Assad blieb wo er war, im Amt.
Nun wurde vergangene Woche bekannt gegeben, dass Assads Leute einen Giftgasanschlag verübt hätten. Bisher hat nur die USA diese Behauptung aufgestellt. Und da liegt nun auch der Hund begraben.
UN-Inspektoren wurden ins Land gelassen, die prüfen sollten, ob denn nun wirklich Giftgas freigesetzt wurde oder es sich nur um ein böswilliges Gerücht handelte.
Inzwischen sind die Inspektoren ausgeflogen worden – von der Bundesregierung – und sind am Schreiben ihres Berichtes. Ergebnis ist also noch offen. In frühestens zehn Tagen werden wir wohl erfahren, ob es wirklich Giftgas war oder nicht.
Nun scharren die USA bereits mit den Hufen, weil sie keine Lust mehr haben, sich von Syrien veralbern zu lassen.
Es sieht ganz so aus, als würde es einen Militärschlag der USA gegen Syrien geben. Nur wie passt das mit Präsident Obama zusammen?
Erinnern wir uns daran, dass er für keinen Krieg einstehen wollte, bekam sogar den Friedensnobelpreis. Nun die Kehrwendung: Er will gegen Syrien vorgehen.
Irgendwie nicht verwunderlich, denn als Präsident der USA muss er für sein Land das beste wollen. Ausserdem könnte so ein Krieg die Wirtschaft ankurbeln und das ist für das hochverschuldete Land doch immer gut. So ein Krieg bringt manchmal Vorteile. Anfangs jedenfalls, am Ende kostet er nicht nur Leben, sondern auch jede Menge Geld. Denn diese geldliche Misere ist dem Irakkrieg zu verdanken und dem damaligen Präsidenten George W. Bush. Wegen Erdöl wurde der Krieg begonnen und hält immer noch an. So langsam ziehen die Truppen nach und nach ab. Doch zurück bleibt ein Trümmerfeld. Unter Saddam Hussein war nicht alles gut. Menschen verschwanden und dennoch haben die verschiedenen Konfessionen friedlich nebeneinander gelebt. Heutzutage ist das nicht mehr möglich. Viele Christen sind aus dem Irak geflüchtet, die verbliebenen leben in einer abgesicherten Stadt, um sich zu schützen.
Da stellt sich die Frage, war ein Militärschlag wirklich nötig?
Wie ist das nun mit Syrien? Die Mehrheit der Menschen möchte Assad nicht mehr, sehen in ihm einen Tyrannen und Diktator. Sie wollen ihn loswerden, aber Assad geht nicht. Ein Bürgerkrieg entwickelte sich, lange wurde darüber gerätselt, warum die Welt nur zusieht.
Eigentlich ist es ganz einfach. Es wurde versucht, Sanktionen gegen Syrien zu erlassen, allerdings scheiterte das vor allem an Russland. Die haben einen ständigen Sitz in der UNO, wie auch China oder die USA. Und wenn einer von denen ein Veto einlegt, dann hat eigentlich die Vorlage schon keine Chance mehr.
Nun ist es auch wieder Russland bzw. Putin, der anzweifelt, dass es wirklich einen Giftgasanschlag in Syrien gegeben hat und die USA dies nur nutzt, um endlich im Land einmarschieren zu können. Ja, es könnte so sein, wie Putin es vermutet. Bloss weil es Putin vermutet, werden die meisten eh nicht seine Kritik ernst nehmen. Ausserdem muss man sich die Frage stellen, warum er Assad schützt. Weil er dessen Regime Waffen liefert? Oder hat er plötzlich den Frieden für sich entdeckt?
Unterdessen sucht die USA noch nach Verbündeten, die mit ihnen gemeinsame Sache gegen Syrien machen. Mal abwarten, ob Grossbritannien wieder an deren Seite stehen wird.
Werden die USA nun zwei Wochen durchhalten, um das Ergebnis der UN-Inspektoren sich anzuhören? Oder werden sie einfach ins Land einmarschieren, weil sie unmittelbare Beweise haben, dass Assad sich gegen sein Volk wendet?
Ersteres wie letzteres ist möglich. Momentan deutet alles auf einen Einmarsch in wenigen Tagen hin. Aber noch zögert Obama. Dabei sollte er bleiben.

Papst Franziskus hat einen neuen Kardinalstaatssekretär benannt. Damit wird nun endlich der von allen Seiten kritisierte Tarcisio Bertone abgesetzt. Neuer Staatssekretär und Nummer zwei im Vatikan wird Pietro Parolin.
Wir erinnern uns noch einmal an Bertone, dem nachgesagt wird, dass er nur Italienisch und Latein beherrschen würde. Nach seinen eigenen Worten, seien es noch ein paar mehr Sprachen, aber ob das wirklich stimmt? Beliebt war er nie und im Grunde genommen auch nie wirklich geeignet für das Amt. Bertone wurde hinter vorgehaltener Hand für den Rücktritt von Benedikt XVI. verantwortlich genannt. Aber der hatte ihn 2006 selbst ernannt. Nun ja, die Gründe bleiben im Dunklen.
Nun ist Bertone also bald Geschichte, was ohnehin nur eine Frage der Zeit war, denn er wurde unter Vorbehalt nach Franziskus Wahl im Amt bestätigt.
Bertones Rücktrittsgesuch sei vom Papst angenommen worden. Der Amtswechsel soll um den 15. Oktober stattfinden.
Ein zwanzig Jahre jüngerer wird der zweite Mann im Vatikan. Mal sehen, wie er sich machen wird.

Und noch etwas Interessantes: Von Henrik Quedburg ist der Prolog des ersten Aneba-Romans erschienen. In wenigen Tagen wird er neben Bookrix auch auf anderen Vertriebskanälen wie Amazon erhältlich sein.

 
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Verfasst von - 31. August 2013 in Bücher, Blog, Kultur, Real life, Sommer, Wetter

 

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Osama bin Laden und die Folgen


Osama bin Laden ist tot, aber die Bilder von der Leiche bekommt man nciht zu sehen. Angeblich viel zu verunstaltet. Und angeblich sei er auch schon eingeäschert worden. Glaubt das jemand? Aber Blutproben und DNA hätten sie entnommen, um damit einwandfrei feststellen zu können, dass der Tote auch wirklich bin Laden ist und nicht ein Doppelgänger. Und was ist, wenn bin Laden einen Zwillingsbruder hatte, von dem keiner wusste? Wie jeder gute Molekulargenetiker (heisst das so?) weiss, haben eineiige Zwillinge dieselbe DNA, weshalb sich da nicht feststellen lassen kann, um wen der beiden Zwillinge es sich genau handelt. Wenn sie eventuell verschiedene Blutgruppen hatten, ist das natürlich was anderes. Aber wir als ganz normale Bürger werden eh nie hinter die Wahrheit blicken und erfahren, was es mit dem Leichnam wirklich auf sich hat. Wir wissen nur, Osama bin Laden ist tot.
Übrigens heisst es Osama und nicht Obama, wie einige vermeldeten. Ich hatte auch am Montag meine Schwierigkeiten gehabt, es nicht falsch zu schreiben. Und meines Wissens dürfte ich das auch geschafft haben. Jedenfalls steht bei mir nicht einmal in der Überschrift, dass Obama tot sei, obwohl es ja Osama heissen muss. Merkels Regierungssprecher Steffen Seibert – ehemals Nachrichtensprecher des ZDF – hat es geschafft, in seiner Twitternachricht von Obama zu schreiben, anstelle von Osama bin Laden. Den Fehler merkte er schnell, doch andere merkten es eher. Peinlich, peinlich, kann man da nur sagen, obwohl er nicht der einzige ist, dem das passiert ist. Aber so einem „wichtigen“ Menschen sollte das nicht passieren.
Wobei sich ja Angela Merkel auch nicht gerade mit Ruhm bekleckert hat. Sagte sie doch angesichts der Nachricht, dass Osama bin Laden tot sei: „Ich freue mich darüber, dass es gelungen ist, bin Laden zu töten.“ Wie bitte? So geht das doch wirklich nicht! Kann man als Bundeskanzlerin wirklich sich so darüber freuen und es genauso formulieren? Darf man sich an dem Tod eines der meistgesuchten Terroristen erfreuen? Gerade weil dessen Tod in langer Hand vorbereitet worden war? Darf man sich freuen, so als wäre die Rache endlich geglückt? Ich bin nicht, dass man es genau so ausdrücken sollte. Etwas weniger heftig wäre besser gewesen. Aber Merkel kann die Worte nun nicht mehr zurücknehmen. Und ehrlich gesagt hätte ich so einen Satz eher Westerwelle als Merkel zugetraut. So kann man sich täuschen.
Am Wochenende war ja Rom von halb Polen heimgesucht worden, weil der verstorbene Papst Johannes Paul II. selig gesprochen wurde von seinem Nachfolger. Eines der kürzesten Seligsprechungsverfahren der Neuzeit. Aber die Gläubigen hatten ja nach dem Tode von Johannes Paul II. bereits „Sancto subito“ (Heilig, sofort!) gefordert. Und nun wurde die erste Hürde genommen. Nachdem eine angeblich geheilte Parkinsonerkrankung als Wunder angesehen wird, konnte der verstorbene Papst selig gesprochen werden. Und das nächste Wunder soll er auch gleich gewirkt haben. So behauptet es jedenfalls Perus Präsident Alan García. Johannes Paul II. sei für den Tod von Osama bin Laden verantwortlich. Hat man solch einen Blödsinn schon mal gehört? Aber erklärbar ist ja alles und sei es noch so schwachsinnig. Die klerikalen in den USA werden sich sicherlich auch darauf stürzen. Und nun ist doch auch endlich eine Funktion für den seligen Johannes Paul II. gefunden: Man kann ihn anrufen – also zu ihm beten -, wenn man wieder einen Terroristen loswerden möchte. Schon kommt die selige Hand aus dem Himmel und der Terrorist ist hinüber. Gut, bevor ich noch blasphemischer werde, höre ich davon auf zu schwafeln.
Pakistan ist ja irgendwie in Erklärungsnot geraten, wie sich bin Laden so lange bei ihnen verstecken konnte. Aber dazu muss man auch erst einmal wissen, dass Pakistan das Lager von islamischen Terroristen schlechthin ist. Bsonders die Provinz Peschawar. Und getan wird nichts, obwohl Pakistan ja angeblich immer so USA-freundlich war. Aber das ist wohl vergangen.

 
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Verfasst von - 4. Mai 2011 in Blog, Fernsehen, Real life, Wetter

 

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