RSS

Schlagwort-Archive: Baumarkt

Vegan – Das neue Vegetarisch


Ich geb’s zu, dass ist wahrlich eine komische Überschrift. Aber irgendwie stimmt es. Denn nicht mehr vegetarisch ist in, sondern vegan. Früher verzichtete man nur auf Fleisch, jetzt wird auch noch gleich auf alle tierischen Produkte wie Milch oder Eier verzichtet. Kleidung aus echtem Leder ist dann natürlich auch tabu.
Wo soll die vegane Bewegung hinführen?
Einerseits ist es natürlich nicht verkehrt, sich nur von rein pflanzlichen Produkten zu ernähren. Wenn man allein bedenkt, was für CO2 produziert in der Milchwirtschaft produziert wird. Da hat man doch gleich die Hauptverantwortlichen für die globale Erwärmung gefunden – die Milchkuh! Zudem brauchen sie auch noch massenhaft Futter, was wiederum gewässert werden muss. Und Wasser ist kostbar. Wenn also kaum noch jemand Milchprodukte zu sich nimmt, wird der Wasserverbrauch wie auch die CO2-Produktion gesenkt. Das ist schon einmal ein grosser Vorteil.
Aber man muss weiterdenken. Nur noch pflanzliche Nahrung, die zu sich genommen werden kann. Milchprodukte werden durch Soja- oder Reismilch ersetzt. Besonders Soja hat dabei allerdings einen eher zwiespältigen Ruf, was durch die genveränderten Pflanzen von Monsanto kommt. Inzwischen ist man zu dem Ergebnis gekommen, dass genmanipuliertes Soja für Unfruchtbarkeit verantwortlich ist. Wird zwar immer noch dementiert, aber selbst Bauern haben dieBeobachtung gemacht, die ihre Tiere mit diesem speziellen Soja fütterten.
Ob es Soja aus gentechnisch veränderten Pflanzen ist, kann man anhand der Zutatenliste recht schnell erkennen, da dies in der EU gekennzeichnet werden muss. Wenn allerdings Kühe oder Schweine gentechnisch verändertes Soja gefüttert wird, muss dies nicht gekennzeichnet werden, genauso wenig Schokolade oder Milch.
Also ein indirekter Vorteil für Sojaprodukte.
Dann ist da allerdings die Sache mit den Vitaminen und weiteren Nährstoffen, die wir tagtäglich aufnehmen müssen. Vitamine werden wohl noch aufnehmen können mit veganer Ernährung, aber wie sieht es mit Nährstoffen wie Eisen oder Calcium aus?
Da wird es schon schwieriger, denn nicht überall ist es so reichhaltig enthalten, wie wir pro Tag benötigen. Natürlich können wir Ersatzprodukte zu uns nehmen, in Form von Tabletten, aber wer sagt uns, dass die auch vegan sind? Und vor allem, helfen sie wirklich? Hauptsache, ich habe meine Tabletten, da kann ich ruhig vegan leben. Etwa nach dieser Devise? Nein, lieber nicht. Deshalb wird Schwangeren auch geraten, sich nicht vegan zu ernähren. Kinder sollten in den ersten Lebensjahren ebenfalls auch nicht vegan ernährt werden. Bleibende Schäden können die Folgen sein.
Viele schrecken ja vor einer veganen Ernährung zurück, weil sie davon überzeugt sind, dass sie sich nur von rohem oder gekochten Obst und Gemüse ernähren müssten. Natürlich ist das so. Aber man wirft die Sachen nicht einfach in einen Topf und kocht sie. So wird das Essen wirklich eintönig und langweilig. Nein, man kocht raffinierte Gerichte, die auch noch schmecken.
Was wurde früher die Vegetarier schief angesehen, wenn sie erklärten, kein Fleisch zu essen. Sie wurden als Kühe oder Grasfresser bezeichnet, Grünzeugfresser und ich weiss nicht was. Das hat sich inzwischen gelegt. Dennoch möchte man sich nicht einen vegetarischen Tag in der Kantine aufdrängen lassen, wie es die Grünen vorgeschlagen – oder gefordert? – hatten. Denn dazu sind wir einfach zu sehr Fleischesser. Ein schönes Steak muss auf den Tisch oder ein Schweinebraten. Bei letzterem wird mir persönlich schlecht, aber das hängt bloss damit zusammen, dass ich es einfach nicht vertrage.
Ich ernähre mich zwar weder vegan noch rein vegetarisch, aber Fleisch kommt bei mir höchst selten auf den Tisch. Ich mag es nicht besonders und ein schöner Linseneintopf ist auch nicht zu verachten.
Aber rein vegan mich ernähren? Nein, dazu esse ich viel zu gerne Käse und Mozzarella. Da bleibe ich lieber ein halber Vegetarierer.
Dennoch schon komisch, dass vegan nun so in ist. Die Supermärkte schiessen aus dem Boden und Kochbücher überschwemmen den Buchmarkt. Es wird so weitergehen, jedenfalls die nächste Zeit lang.

Wenn ich momentan im Fernsehen Werbung sehe, kommt immer genau dann, dass bei Max Bahr alles rausgeschmissen wird. Ich will das gar nicht sehen und dort hingehen werde ich auch nicht. Ich bin kein Leichenfledderer. Wobei ich noch dringend ein Foto von einem Max Bahr-Baumarkt machen muss, die ich dann in mein Erinnerungsalbum der verlorenen Marken packe. Muss auch noch schnell zu Toom deswegen, denn die heissen auch bald Rewe Center.

 
2 Kommentare

Verfasst von - 11. Januar 2014 in Blog, Fernsehen, Kultur, Musik, Real life, Sport, Technik, Wetter, Winter

 

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Das Ende von Max Bahr – Komplott einer anderen Baumarktkette?


Nun ist also eingetreten, was man nicht einmal im entferntesten befürchtet hatte. Max Bahr kann nicht gerettet werden und wird zerschlagen.
Eine Nachricht, die gestern Nachmittag einschlug wie eine Bombe. Denn irgendwie sah doch alles noch ganz gut aus. Niemand hätte mit so etwas gerechnet.
Nun ist es leider dazu gekommen. Nach mehr als Hundert Jahren wird Max Bahr aufhören zu existieren. Eine weitere Marke, die vom Markt verschwinden wird.
Traurig, wie ich finde, denn das war der Baumarkt meiner Kindheit. Immer wenn ich in Deutschland war, bin ich mit meinem Grossvater in den nächsten Laden, der nur eine Viertelstunde zu Fuss von seinem Haus entfernt lag. Dort haben wir dann alles Mögliche geholt: Holz, um irgendwas zu bauen, Leuchtstoffröhren, Werkzeug, Armaturen und ich weiss nicht was noch alles. Ich kannte überhaupt keinen anderen Baumarkt. Nun gut, irgendwann kam Bauhaus hinzu, aber sonst war da nichts mehr.
Nun sollen die Märkte einzeln verkauft werden, wofür es auch Interessenten gebe. Aber wenn man sich einmal ansieht, wie die Rettung von Max Bahr gescheitert ist, kommt man nicht umhin, an eine Verschwörung zu denken.
Denn eigentlich sah alles ganz gut aus. Die Hellweg-Gruppe wollte die 73 Märkte übernehmen, alles war genehmigt, es ging nur noch ums Geld. Genau daran scheiterte es schliesslich. Es ging um eine völlig überzogende Forderung der Royal Bank of Scotland, die Hauptgläubigerin des ebenfalls insolventen Vermieters der Märkte – Moor Park. Eine Mietbürgschaft von 700 Millionen Euro wollte die Royal Bank of Scotland haben, womit sich Hellweg auf Gedeih und Verderb ausgliefert hätte. Und so hält sich das Gerücht, dass die Royal Bank of Scotland diese überzogene Forderung stellte, damit die Gespräche garantiert scheiterten. Und das bringt mich wieder auf den Punkt zurück, dass das alles eine grossangelegte Verschwörung ist.
Denn wer profitiert denn davon, dass Max Bahr für immer und ewig verschwinden wird? Die anderen Baumärkte natürlich, aber wer von denen genau? Ich habe da schon eine Kette im Auge, werde den Namen aber nicht verraten. Nur so viel: In einigen Grossstädten eröffnet die Kette gerade reihenweise noch Läden. Auch mal in direkter Konkurrenz zu Max Bahr. Und gerade das ist verdächtig, wie ich finde.
Im Norden war Max Bahr immer die Nummer eins, nun wird es ein anderer werden. Deshalb bin ich so von einer Verschwörung überzeugt.
Ich finde es traurig, dass es Max Bahr nicht mehr geben wird. Der Lieblingsladen meiner Kindheit und bis heute mein Lieblingsbaumarkt. Nun gut, werde ich eben zu Bauhaus oder Toom Baumarkt wechseln. Ja, ich habe einen vergessen, aber die Kette mit dem falschen Eichhörnchen mag ich einfach nicht.

Die deutsche Nationalmannschaft hat es doch tatsächlich geschafft und Italien ein Unentschieden abgetrotzt. Wurde auch endlich einmal Zeit, dass sie diesen Angstgegner mal bezwingen. Gut, gewonnen haben sie nicht und Italien trat auch nicht in Bestbesetzung an, aber das 1:1 ist ein Hoffnungsschimmer am Horizont. Im Übrigen hat Elefantendame Mala auch auf ein Unentschieden getippt. Dass allerdings Frankreich so schlecht abschneiden würde, hätte sie nie gedacht. 2:0 verlor die Équipe tricolore gegen die Ukraine. Man glaubt es einfach nicht, aber irgendwie hatte ich es geahnt. Nun müssen sie sich ziemlich anstrengen, um doch noch die WM-Endrunde in Brasilien zu erreichen. Werden sie es schaffen? Möglich ist alles. Mala drückt jedenfalls Frankreich ganz fest den Rüssel, auch wenn sie in Belgien lebt.

Die SPD scheint nicht wirklich zufrieden zu sein mit den Koalitionsverhandlungen mit der CDU. Warum sonst strecken sie auf einmal die Fühler nach den Linken aus? Gut, CDU und SPD kommen einfach auf keinen grünen Zweig. Zudem warnen die Wirtschaftsweisen bereits vor einer grossen Koalition. Es sei das Schlimmste, was Deutschland passieren könnte. Also doch Neuwahlen? Ich empfehle es jetzt einmal. Aber CDU und SPD werden gnadenlos abgestraft werden. Aber wenn die FDP wieder reinkommt, dürfte es für die CDU nicht so schlimm werden. Also abwarten? Das wird noch ein munteres hin und her werden. Am Ende kommt eh nichts raus ausser heisser Luft.

Heute Abend um 18.50 Uhr gibt es ein Wiedersehen mit der Serie „Fuchs & Gans“ auf der ARD. Welch eine Freude. Hatte mich im Sommer schon sehr auf die Wiederholungen gefreut, die dann leider ausblieben. Nun wird heute Abend die vierte Folge gezeigt.
Leider wird auch die Serie „Wenckes Verbrecher“ weitergedreht. Das war der letzte Schrott. Bei der Serie bin ich öfters aus dem Raum gegangen, weil ich das einfach nicht ertragen habe. Und so was wird nun auch noch fortgesetzt. Ich kann es einfach nicht fassen. Im übrigen hat leider auch „Hubert & Staller“ gelitten. Ist zwar immer noch lustig, aber irgendwie ist was verloren gegangen. Besonders schlimm fand ich den 90-Minüter, wo alles künstlich in die Länge gezogen wurde. Eine Dreiviertelstunde ist in Ordnung, aber nicht neunzig Minuten. Da hat alles gelitten. Manchmal fragte man sich wirklich, was das noch war. Klamauk oder ein halbwegs guter Film. Kann nur besser werden, die dritte Staffel.

Gibt es eigentlich den Stummfilm „Michel Strogoff“ von 1926 auf DVD? Ich finde hierzu keinerlei Informationen, genauso wenig wie von Harakiri aus dem Jahr 1919. Gut, muss ich halt weitersuchen. Und wenn es mal „Michel Strogoff“ im Internet anzugucken ist, dann nur die ersten neunzig Minuten. Nun ja, vielleicht erbarmt sich Arte einmal und zeigt den Film, auch wenn er mit 168 Minuten recht lang ist. Aber dafür ist die Verfilmung, die am nächsten am Roman von Jules Verne dran ist. Und wenn im Dezember schon wieder ein Bergfilm-Stummfilm läuft, kriege ich wirklich die Krise. Es gibt wirklich interessantere Filme. Wie eben die beiden erwähnten oder „Manolescu“.

Und habe ich eigentlich schon erwähnt, dass nun der Nachfolgeband der Isis Just-Serie von Helen Dalibor so Kapitel für Kapitel erscheint? Nein, dann habe ich es hiermit nachgeholt. Gerade ist das erste Kapitel veröffentlicht worden. Weitere werden natürlich folgen, genauso wie vom Fantasy-Roman „Aneba. Die Rückkehr“. Hier wird nächste Woche das dritte Kapitel erscheinen.

 

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Deutschland hat Fieber – Droht uns der Hitzekollaps?


Deutschland stöhnt unter der Hitze, selbst in der Nacht scheint es nicht abzukühlen. Europa scheint unter Fieber zu leiden, denn die Temperaturen steigen und steigen. An diesem Wochenende soll es in Teilen Deutschlands bis zu vierzig Grad warm werden.
Mit dem Blick auf die aktuelle Temperaturanzeige könnte man durchaus denken, dass nun die globale Erwärmung ihre Nachteile zeigt. Aber ist es wirklich so? Sind das die Folgen? Eine Sommerhitze hat es immer mal wieder im Sommer gegeben, auch wenn ich mich an solche extremen Temperaturen nicht erinnern kann. Vor allem ist es so schlimm, dass ich lüften kann wie ich will und es ist dennoch brütend warm in der Wohnung. Jetzt müsste man einen Deckenventilator haben oder eine schöne Klimaanlage. Aber das kostet nun wieder Strom.
Am Abend soll es angeblich Gewitter und richtige Unwetter mit Hagel und allem möglichen geben. Dann morgen noch einmal solch eine Fieberhitze und dann ist es angeblich vorbei? Wieso nur glaube ich das nicht? Es kann doch nicht urplötzlich wieder kälter werden, als wäre nichts geschehen. Als wäre es immer schon so kurz vor dreissig Grad warm gewesen.
Für meinen Geschmack könnte die Temperatur dennoch ein wenig runtergehen. Hat mir schon meinen Geburtstag versaut und nun das ganze Wochenende. Das ist doch wirklich nicht das, was ich mir von Sommer vorstelle. Aber was bedeutet Sommer eigentlich? Sonne, Hitze, Strand, Baden, Durst? Ach, den Urlaub habe ich noch vergessen und für alle Schüler natürlich die Ferien.
Inzwischen ist es so unerträglich schwül, dass ich mir schon überlege, ins nächste Schwimmbad zu gehen. Das ist wahrscheinlich total überfüllt, aber was soll ich sonst machen? Mir ein viel zu grosses Plantschbecken auf den viel zu kleinen Balkon stellen? Wieso habe ich nur keine Dachterrasse, da würde so was ohne Probleme draufpassen. Habe ich leider nicht. Aber ein Plantschbecken wäre schön. Da gehe ich dann den ganzen Tag nicht mehr raus. Anders lässt sich das Wetter wirklich nicht ertragen.
Was machen eigentlich die Zootiere bei so einem Wetter? Von Jonas habe ich gehört, dass sich sogar Elefanten ins Wasser trauen, die sonst eigentlich immer nur nachts baden gehen, wenn es ihnen möglich ist. Gemeint ist Malas Lieblingsfeindin Mogli, die in dieser Woche so richtig schön geplantscht haben soll. So was lässt sich dann ihre Stellvertreterin nicht zweimal sagen und geht auch ins Badebecken, so dass dann neben Mogli schon Shandra drin war. Und da Shandra eine Bohnenstange ist, passten auch noch mehr Elefanten rein. Aber irgendwie wollten die nicht. Kühler Schlamm war ihnen lieber.
So was lässt sich Mala nie zweimal sagen, wenn es ums Baden oder Schlammbaden geht, ist sie immer vorneweg mit dabei. Da wird sie wieder zu einem kleinen Elefanten und plantscht vergnügt im kühlen Nass.
Zwischendrin sagt sie dann noch, wie St. Pauli gegen den KSC spielen wird. Da ist sie überzeugt, dass St. Pauli nur zu einem Unentschieden kommen wird. Das alte Rüsselorakel hat gesprochen.

In Ägypten ist wieder der Teufel los. Ex-Präsident Mursi befindet sich in Untersuchungshaft. Folglich kam es erneut zu Demonstrationen von seinen Anhängern. Und weil solche Unruhen nie friedlich verlaufen, hat es auch Tote gegeben. Warum kann nicht endlich Ruhe und Frieden im Land einkehren? Die Menschen sind müde, wollen einfach nur, dass alles aushört.
Es muss weitergehen, Touristen wollen nicht mehr ins Land. Die Haupteinnahmequelle der Mehrheit der Ägypter fällt weg. Derweil schlagen sich die Menschen in Kairo die Köpfe ein. Natürlich ist es nicht in Ordnung, dass Mursi einfach durchs Militär abgesetzt wurde. Aber was hätte denn getan werden sollen, als ihn auf diesen Weg zu stürzen? Ja, ein Attentat hätte auch ihn verübt werden können. Das ist dann also die Lösung aller Lösungen? Ein Tyrannenmord? Damit würde Mursi zum Märtyrer werden, was er nicht verdient hat. Aber bereits jetzt, ist er auf gutem Weg dahin, seine Anhänger sorgen schon dafür.
Selbst Tunesien macht nun Schlagzeilen. Dabei sah es da eigentlich ganz gut aus. Gut, eine Islamisierung war auch da nicht zu leugnen, aber ganz so schlimm, als wie in Ägypten schien es nicht zu sein. Ich betone das Wort „schien“, denn wirkliche Nachrichten haben wir doch nach dem arabischen Frühling aus Tunesien nicht erhalten. Einen Bericht aus dem Geo, mehr dürfte es nicht gewesen sein.

Nun hat es auch Max Bahr erwischt. Und das nur, weil ein Warenkreditversicherer einen Rückzieher gemacht hat. Ist das nicht eine Frechheit? Die Baumarktkette läuft doch, aber eben auch nicht perfekt. – Was ist heute schon perfekt? – Und dieser Warenkreditversicherer hat nun alles versaut. Da muss man doch zwangsläufig denken, dass das ein abgekartertes Spiel ist. Schliesslich profitieren einige andere Baumärkte von einer Praktiker- und Bahr-Insolvenz. Will jetzt keine Namen nennen, aber ich finde ich recht komisch.
Das Geschäft bei Max Bahr läuft weiter. Was sollen sie auch anderes machen? Alle Mitarbeiter stellen sich in eine Ecke und gehen eine Runde heulen? Das hilft ihnen auch nicht. Ich kann bloss hoffen, dass Max Bahr noch glimpflich aus der ganzen Sache herauskommen und nicht eingestampft wird. Die Baumarktkette ist ein Traditionsunternehmen. Ich habe so viele schöne Kindheitserinnerungen an den Laden. Da dürfen die nicht einfach verschwinden. Gut, schnell noch in einen Laden und den Umsatz ankurbeln. Ich bräuchte da noch ein paar Schrauben. Nichts Besonderes, aber Kleinvieh macht auch Mist. Und Lei braucht noch Batterien für ihren Fotoapparat. Die gibt es bei Max Bahr für die Hälfte weniger als in anderen Geschäften. Und die Qualität ist nicht schlechter, sie halten genauso lange wie auch die anderen Batterien.
Aber es kann doch nicht sein, dass es an einzigen Stelle hängt und eine ganze Baumarktkette in die Insolvenz gehen muss, wenn diese Stelle verschwindet. Hat man so was schon erlebt? Sicherlich, bloss kann ich mich gerade an nichts dergleichen erinnern.
Für mich klingt das nach einem abgekarterten Spiel, von dieser Meinung rücke ich auch nicht ab.

Auf der Arbeit habe ich gleich zwei Wetten auf einmal gewonnen. Die erste war nicht so besonders, da mehr als die Hälfte der Kollegen auch darauf getippt hatte, dass der royale Nachwuchs in England männlich sein würde. Dass er den Namen George bekommt, wusste ich dann ganz allein. War doch irgendwie klar, dass es nur dieser Name sein konnte. Zum einen ist dieser Name gerade sehr beliebt in Grossbritannien und zum anderen hiess der Urgrossvater von Prinz William George. Genau genommen war es einer seiner weiteren Namen, denn sein eigentlicher Name war Albert. Wer „The King’s Speech“ gesehen hat, dem wird vielleicht aufgefallen sein, dass immer der Namen „Bertie“ fiel.
Das nur so am Rande, damit habe ich diese Information auch hinter mich gebracht. Wochenlang gab es in der Presse kein anderes Thema, als wann denn nun endlich der royale Nachwuchs geboren würde. Recht nervig, als ob es nichts Wichtigeres gebe. Aber wenn man beruflich in Yellow macht, geht es leider nicht anders.

Und noch was für alle Lindenstraße-Fans. In der letzten Woche wurde die Folge einfach auf Mitternacht verlegen wegen des Viertelfinals mit der deutschen Frauen-Nationalmannschaft. Nächste Woche kommt es noch besser: Wegen des DFB-Pokals lässt die ARD die älteste Soap Deutschlands (wenn auch nicht Daily) ausfallen. Jawohl, richtig gelesen. Lindenstraße fällt nächste Woche aus wegen des blöden Fussballs, den sowieso niemand interessiert. Aber seit ARD und ZDF den Zuschlag für die WM-Quali 2018 folgende verpasst haben, müssen sie sich war anderes einfallen lassen. So sieht es nun also aus.
Also, wer nicht weiss, was er in der Hitze dieses Wochenendes tun soll, weil er keinen Fuss vor die Tür setzen möchte, und wer in der nächsten Woche wegen des Fussballwochenendes nicht weiss, was es sonst an Wiederholungen im Fernsehen gibt, dem empfehle ich ein Ebook von Helen Dalibor oder Henrik Quedburg. Nächste Woche soll auch eine neue Fantasy-Kurzgeschichte von Henrik Quedburg erscheinen.

 

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Wenn Versprechen nichts als heiße Luft sind – Wie sich ein Innenminister blamiert


Wie mache ich mich als Politiker lächerlich? Ich verspreche das Blaue vom Himmel, also die USA zur Aufklärung zwingen zu wollen, was sie denn nun alles durch ihren Geheimdienst NSA abgehört haben, und am Ende kehre ich mit leeren Händen zurück.
Solch eine Nullnummer hat Innenminister Friedrich hingelegt. Grossspurig ankündigen, mit neuem Wissen heimzukehren, denn man werde auf den Tisch hauen, dann mit Nichts zurückkehren. So was nennt sich Politik.
Die Häme muss Friedrich sich nun gefallen lassen. Die Opposition lacht sich ins Fäustchen, können es eventuell noch für ihren Wahlkampf nutzen.
Das Thema Abhörung wird uns wohl noch bis Weihnachten beschäftigen. Dann wird man dann das ultimative Geschenk für seine Liebsten finden: Der perfekte Abwehrschirm. Hält nicht nur den Regen fern, sondern auch unerwünschte Späher.
Gut, der Witz ist ziemlich lahm, aber wenn einem was Originelles einfallen soll, fällt einem nichts ein.
Jedenfalls gibt es doch kein Besseres Thema als dieses für den Wahlkampf, neben dem Super-Versprechen neue Arbeitsplätze zu schaffen.
Und jetzt ist herausgekommen, dass Microsoft aktiv beim spähen mitgeholfen haben soll. Wird natürlich geleugnet und gesagt, dass man nur auf richterlichen Beschluss so was erlaubt hat. Aber Microsoft späht seine eigenen Kunden auch aus. Erinnere mich da an ein Programm, dass bei Vista-Kunden für ziemliches Aufsehen gesorgt hat, da es eben Daten an Microsoft sandte und man das Programm nicht abstellen konnte. XP-Kunden brauchten es nicht installieren, wenn sie nicht wollten. Und wie ist das bei 7 und 8? Gibt es das dort nun auch, oder nicht? Habe den Namen vergessen, sonst würde ich diesen erwähnen. Wenn man ewig mit XP gearbeitet hat, interessiert es einen irgendwann nicht mehr.
Aber wie gut, dass ich bei Microsoft nicht irgendwie angemeldet bin. Weiss gar nicht, was ich da soll. Weder die Cloud interessiert mich, noch skype ich oder nutze das Emailprogramm. Halt, falsch, ich nutze es doch, wenn auch nur beruflich. Privat würde das sofort in der Ecke landen. Was macht eigentlich Apple? Mein berufliches Betriebsystem, ansonsten wird es geschmäht.
Ach, warum schreibe ich überhaupt noch über den NSA-Skandal? Das Ausspähen beginnt bei uns doch gleich vor der Haustür. Entweder sind es die Nachbarn oder die Überwachungskameras in Bus und Bahn oder auf öffentlichen Plätzen. Wir werden überalls aufgenommen, gespeichert und ich will gar nicht wissen, ob da nicht noch irgendwelche Profile draus erstellt werden. Darüber könnte man einen guten Roman schreiben, aber es gibt ja bereits 1984 von George Orwell. Einfach nicht zu übertreffen.

Nun ist es also geschehen: Praktiker hat Insolvenz angemeldet. So überraschend ist es nicht gewesen, denn schon seit Wochen, besser Monaten, hörte man vom schwer angeschlagenen Baumarktriesen.
Warum es so weit gekommen ist? Nun ja, die Meinung steht eindeutig fest: Es sind die ewigen 20 Prozent auf alles, ausser auf Tiernahrung-Aktionen. Ich erinnere mich noch, wie vor Jahren die erste Aktion war. War interessant, dann allerdings wurde es extrem und bald jede Woche kam so ein Werbespot im Fernsehen. Da nahm den Laden doch niemand mehr ernst bzw. ging nur noch hin, wenn es die zwanzig Prozent gab. Und überhaupt: Sind zuvor nicht die Preise hochgesetzt worden?
MediaMarkt hat auch einige Male die Aktion gemacht, dass die Preise um die Mehrwertsteuer gesenkt seien. Da waren, wenn ich mich recht entsinne, die Preise hochgesetzt worden. Nur eine dunkle Erinnerung, kann mich auch täuschen. Jedenfalls hat MediaMarkt es nicht übertrieben und die gibt es immer noch. Haben auch noch andere Aktionen gemacht. Erinnere mich da an die Glückszahlenaktion, wo man den Einkauf umsonst bekam, wenn man die richtige Entziffer auf dem Kassenbon hatte. Ich gehörte damals zu den Glücklichen. Bloß Peanuts, aber besser als nichts.
Die Auslandsmärkte und die Tochterfirmen, zu denen unter anderem die Hamburger Traditionsfirma Max Bahr gehört, sollen nicht vom Insolvenzverfahren betroffen sein. Noch! Kann sich alles ändern.
Praktiker hatte im letzten Jahr bereits versucht, das Ruder herumzureissen. Da wurden die noch erfolgreichen PRaktiker-Märkte in Max Bahr umgewandelt. Diese Baumarktkette ist hochpreisiger, kommt aber viel besser an. Ich erinnere mich an die lustige Werbung, so sie mit dem schiefen Turm von Pisa warben und dem Spruch: „Mit uns wäre das nicht passiert“. Und dann noch, seit wann es Max Bahr geben würde. Da liefen nie Rabattaktionen und der Laden mit seinen Filialen behauptet sich. Nun gut, als in diesem Jahr das Wetter so schlecht war, gab es dort auch Rabattaktionen. Jonas hat nämlich erzählt, dass sein Nachbar die halbe Blumenabteilung geräubert hätte, um vor seinen Gästen zu brillieren. Bei dem gehen die Pflänzchen immer nach einer Woche ein. Vielleicht liegt es am illegal angezapften Grundwasser.
Na ja, zurück zum Thema. Praktiker betont, dass sie die Wende geschafft hätten, wenn das Wetter in diesem Jahr nicht so schlecht gewesen wäre, wenn der Winter nicht noch im April geherrscht hätte. Ja, ja, Ausreden gibt es immer und wenn nur das Wetter schuld ist. Zugegeben, der Winter war noch im April, weisse Ostern hiess es und selbst danach wurde es nur mässig besser. Aber Praktiker verkauft doch nicht nur Blumen, sondern auch Sanitär und weitere Handwerkerträume. Bloss bleibt die Frage, wie gut denn die Erreichbarkeit der einzelnen Filialen ist. Ich kenne nur Praktiker-Filialen, die in der Walachei liegen, ausserhalb der Stadt, während andere wie Bauhaus oder eben Max Bahr in der Stadt anzufinden sind. Bei Obi kann ich es nicht sagen, aber liegt für mich auch eher ausserhalb. Toom Baumarkt gibt es schliesslich auch noch, genauso wie Hornbach und Hagebaumarkt. Vorletzter ist für seine seltsame Werbung bekannt, während letzterer mit Mike Krüger Reklame gemacht hat bzw. das letzte Mal mit einem Dauerreim.
Obi, Rewe (Toom Baumarkt), Hornbach und Hagebaumarkt haben nun Interesse an einzelnen Filialen bekundet. Wie es aussieht, wird Praktiker zerschlagen werden, nur Auslandsgeschäft und die Tochterfirmen überleben. Traurig, denn Praktiker war mal der führende Baumarkt Deutschlands. Für mich war es zwar immer Max Bahr, weil ich mal als kleiner Junge in einem drin war und mir das gelb-blau so gut gefiel.
Praktiker hat seine noch gutgehenden Filialen in Max Bahr umgewandelt. Nun kann es allerdings sein, dass gerade diese wieder in Praktiker umgewandelt werden müssen, da sie ja der Insolvenzmasse entzogen sind und die Gläubiger soviel Geld haben möchten, wie eben herausspringen kann. Letztendlich geht es immer nur ums Geld. Und Praktiker ist genau daran gescheitert. Indem sie mit ihrer Rabattaktion warben, haben sie sich ihr eigenes Grab geschaufelt.

Elefantendame Mala bekommt weiteren Zuwachs – aus Köln. Aya Chun May ist angekommen mit ihren dreijährigen männlichen Nachwuchs. Eigentlich sollten beide in geschütztem Kontakt gehalten werden, wie ich den Text auf der Facebook-Seite des Pairi Daiza interpretiere, soll May – wie sie genannt wird – zu Mala und Rani. Dabei hofft man, dass sie die Leitkuh wird. Wieso ist denn Mala da nun hingekommen, wenn sie ihren Posten abgeben soll? Was Mala einmal hat, gibt sie nicht wieder her.
Jenala hofft nun, dass May sich so mit Mala angelegt, dass beide nicht zusammengehalten werden können, weshalb Mala wieder nach Hause zurückkehren kann. Sie gibt die Hoffnung einfach nicht auf, das die Dickhäuterin zurückkehrt. Wer Malas Augen gesehen hat, weiss, wie es ihr wirklich geht. Sie ist immer noch am trauern, hat Heimweh. Der Glanz aus ihren Augen ist verschwunden.

Wie ich in Erfahrung bringen konnte, kann man im September mit dem nächsten Abenteuer von Isis Just rechnen. Tja, dann mal schnell noch „Die Rollen des Seth“ lesen, bevor der neue Thriller herauskommt. Wieder mit ElefantendameMala in einer bedeutenden Nebenrolle.

 

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,