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Die Deflation ist erst der Anfang


Das Gespenst geht wieder einmal um. Nein, nicht das Abstiegsgespenst. Das ist beim HSV schon recht heimisch geworden. Nein, es gibt ein weitaus schlimmeres Gespenst. Es nennt sich Deflation.
Was ist denn das nun? Hat es irgendwas mit der Inflation zu tun? Ja, hat es, denn es ist das Gegenteil des Geldverfalls, der Inflation. Nämlich ein Sinken der Preise. Schon seit längerem werden einige Produkte – Nahrungsmittel mal ausgenommen – immer billiger, wie Benzin oder Heizöl. Natürlich ist das auch dem Wetter geschuldet. Schliesslich hatten wir einen recht milden Winter, der nicht zu vergleichen ist mit dem vom vergangenen Jahr oder dem von 2009/10.
In Spanien ist bereits die Deflation angekommen. Seit Wochen wird dort nun alles billiger und billiger. Natürlich freut man sich erst einmal, wenn die Preise sinken. Es wird mehr eingekauft. Anfangs natürlich gut für die Wirtschaft, denn der Handel floriert. Zu Beginn natürlich, denn irgendwann denken sich die Menschen: „Wenn die Preise weiter sinken, sollte ich mit meinen Einkäufen noch warten.“ Und so beginnt der Teufelskreis. Denn nun machen die Unternehmen weniger Gewinn, sie müssen sparen, so dass Mitarbeiter entlassen werden. Die nun Arbeitslosen können sich nicht mehr alles leisten, wie zuvor, als sie noch arbeiteten. So wird ein weiterer Preisdruck ausgelöst. Was weiter? Natürlich sinken die Steuereinnahmen, wenn immer mehr Menschen entlassen werden, dadurch können die Staatsschulden nicht mehr richtig getilgt werden, während die Ausgaben der Sozialleistungen steigen.
Also nichts mit Freude, die Preise sinken. Es bringt keinen Nutzen, sondern nur Elend.
Ich würde mich freuen, wenn die Strompreise sinken würden, aber die gehen immer nur einen Weg: Steil nach oben. Und ewig auf etwas warten, dass es billiger wird, tue ich nur bei wenigen Dingen. Das betrifft dann externe Festplatten, USB-Sticks oder Speicherkarten. Nun ja, die Deflation betrifft gerade eher solche Dinge, denn Lebensmittel muss sich jeder kaufen. Da geht die Preisspirale sowieso mal nach oben oder nach unten. Ausserdem werden wir hier noch einen weiteren Preisanstieg haben, allerdings weitaus langsamer als in der letzten Zeit.
In Spanien ist nun die Deflation angekommen, ob sie noch auf weitere EU-Länder übergreifen wird, ist nicht ersichtlich. Möglich ist es natürlich, aber mal abwarten.

Elefantendame Mala ist mal wieder masslos enttäuscht. Warum? Nun ja, es hängt dieses Mal nicht mit den grossen Pandas zusammen, die ihr wahrscheinlich den Rang ablaufen werden, sondern mit dem FC St. Pauli.
So sehr hoffte sie, dass sie mit ihren Vorhersagen danebenliegen würde, doch leider, leider hatte sie mal wieder recht. Während der englischen Woche hat St. Pauli gerade einmal zwei Punkte erlangt. Das ist nicht nur mager, sondern bald schon peinlich – für einen Aufstiegsaspiranten. Aber ich ich bereits schrieb, will St. Pauli wohl gar nicht aufsteigen. Die haben was anderes zu tun, wenn sie die Mehrzahl ihrer Spieler halten wollen.
Eledantendame Mala jedenfalls ist am toben. Sie fordert mindestens den Relegationsplatz am Ende der Saison. Eigentlich hätte St. Pauli auch uneinholbar auf dem ersten Platz stehen können, wenn sie sich nicht so manchen Lapsus geleistet hätten.
Wenn der Verein besser als Platz drei stehen würde, bräuchten sie auch nicht fürchten, ausversehen in der Relegation gegen den HSV zu gewinnen. Denn das scheint wohl auch ihre grösste Angst zu sein.

Nicht vergessen, dass mal wieder heute Nacht die Sommerzeit beginnt. D.h. uns wird eine Stunde Schlaf geklaut und wir müssen alle nicht-Funkuhren manuell um eine Stunde vorstellen. Man hat ja sonst nichts zu tun.
Eingeführt wurde es 1980, weil man angeblich Strom damit sparen konnte. Natürlich alles Blödsinn, aber noch immer müssen wir laut EU die Uhren stellen. Lassen wir es doch einfach sein, Russland macht es schon seit Jahren nicht mehr. Wieso lernt Europa daraus nicht?

So, bin gerade dabei, mein Jahrbuch für 2011 zu erstellen. Tippfehler und unlogische Sätze werden ausgemerzt. Dann lässt es sich käuflich bei Amazon erwerben. Vielleicht werde ich es bis Ostern schaffen, bin mir noch nicht ganz sicher, denn momentan habe ich wirklich viel zu tun. Ausserdem hat die Schlafkrankheit mich geschlagen. Das Wetter vertrage ich momentan einfach nicht.

 

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Quo vadis, Venezuela?


Diese Nachricht kam nicht wirklich überraschend: Hugo Chavez, Venezuelas Machtinhaber ist gestern Nachmittag Ortszeit gestorben. Nach den letzten Meldungen vom Wochenende war es nur eine Frage der Zeit, wann uns diese Nachricht erreichen würde. Bis zuletzt hat Chavez versucht, seine Wähler hinters Licht zu führen. Obwohl todkrank gab er den Staatsmann, den so schnell nichts umhaut, der auch von diesen Komplikationen genesen würde. Dabei wusste doch im Grunde jeder vernünftig denke Mensch, dass Chavez nicht zurückkehren würde.
Seine Vereidigung nach dem Wahlsieg war bereits verschoben worden. Nun wird sie für seinen Nachfolger sein.
Was haben wir nun von Venezuela zu erwarten? Wird der Kurs fortgeführt werden, den Chavez seit 1999 eingeschlagen hat? Chavez wurde damals vor allem ins Amt gewählt, weil er versprach, die Benzinpreise niedrig zu halten. Noch heute kann man Benzin dort spottbillig bekommen. Natürlich geht das nicht, ohne woanders zu sparen. Stromausfälle waren an der Tagesordnung, seine Wähler, vor allem seine Familie wurde bevorzugt. Da bekamen seine Verwandten Pöstchen zu geschoben, ob sie dafür geeignet waren oder nicht, Hauptsache es blieb in der Familie. Stundenlang hielt Chavez seine Reden im hauseigenen Sender. Dann redete er meist über seinen Lieblingsfeind die USA. Von ihnen fühlte er sich bedroht, George W. Bush bezeichnete er sogar bei einer UN-Versammlung als Teufel, dessen Schwefel am Rednerpult noch zu riechen sei. Klammheimlich hat Chavez den USA allerdings sein Erdöl verkauft, wie hätte er auch sonst seine ganzen Hilfsprogramme und das subventionierte Benzin bezahlen sollen? Gelddrucken ist natürlich immer möglich, aber das hat eine Inflation zur folge und verschärft die Armut nur noch. Also wird es nicht getan. Stattdessen Krieg führen, wie es Hitler getan hat, als ihm gar keine andere Möglichkeit mehr blieb, da die Wirtschaft im Dritten Reich am Boden lag durch das ewige Aufrüsten? Nein, ebenfalls eine schlechte Idee. Also doch lieber gegen die USA wettern und sich Anti-USA-Freunde suchen wie Ahmadinedschad oder Assad und natürlich Kuba. Dort hat sich Chavez auch bei seiner Krebserkrankung behandeln lassen. Das muss schon was zu bedeuten haben. Denn dort war er besser vor der Presse geschützt und vor allem seinen Gegnern. Denn die Presse kontrollierte er genauso wie das Fernsehen bzw. Liess es von seinen Untergebenen kontrollieren. Denn seit Chavez an der Macht war, wurde die Pressefreiheit massiv eingeschränkt. Zwar gab es sie offiziell noch, aber wenn ein Sender etwas ausstrahlte, was Chavez nicht passte, dann wurde dieser Sender einfach ausgeschaltet.
Tja, was wird nun mit Venezuela werden? In 30 Tagen werden Neuwahlen sein, ob dann Chavez‘ Vize Nicolas Maduro gewählt wird? Vermutlich ja, aber die Lichtgestalt ist weg. Es kann genauso gut sein, dass es ganz anders kommen wird. Schlimmer geht bekanntlich immer. Wir müssen abwarten, was geschehen wird, ob das Land sich irgendwann wieder stabilisiert. Die zeit wird es zeigen.

Das ist nicht der einzige Todesfall, der uns heute Morgen erreichte. Der zweite betrifft die deutsche Fim- und Fernsehwelt. Denn Dieter Pfaff ist mit 65 Jahren gestorben. Mit ihm verliert Deutschland einen großen Schauspieler, einen, der durch seine Rollen wie „Bloch“ oder „Sperling“ die Fernsehwelt geprägt hat.
Wer erinnert sich nicht an Pfaffs Rolle des Polizisten Otto Schatzschneider in der Serie „Der Fahnder“, wo er in jeder Folge irgend etwas anderes zu verkaufen hat? Oder aber die ZDF-Serie „Sperling“, den ihn bekannt machte?
Dieter Pfaff füllte seinen Rollen aus (nicht wegen seines Gewichts), hauchte ihnen Leben ein und versah sie mit einem Augenzwinkern. Nicht immer spielte er den Guten, wie in der RTL-Serie „Die Cleveren“, aber meistens doch. Seine letzte Rolle war die des Balthasar Berg im ZDF mit der der Sender eine neue Reihe mit Dieter Pfaff starten wollte. Es sollte nicht mehr dazu kommen. Die erste Folge war zugleich die Letzte. Ich hatte den Anfang des Films gesehen, als dieser im Fernsehen lief, hatte dann aber recht schnell weggeschaltet, weil mir Pfaff damals schon nicht mehr ganz gesund vor kam und ich es mir deshalb nicht ansehen wollte.
Vor knapp einem halben Jahr Dieter Pfaff bekannt, dass er an Lungenkrebs erkrankt sei. Die Dreharbeiten zu „Der Dicke wurden daraufhin unterbrochen und der Schaupieler unterzog sich einer Chemotherapie. Im Februar verkündete er dann, der Krebs sei weg. In diesem Monat wollte er bereits wieder die Dreharbeiten zu „Der Dicke“ aufnehmen. Dazu kam es nicht mehr.
In der vergangenen Woche musste Dieter Pfaff erneut ins Krankenhaus. Der beginn der Dreharbeiten verschob sich auf unbestimmte Zeit. Nun haben wir leider die Gewissheit, dass der Schauspieler es leider nicht geschafft hat, den Lungenkrebs zu besiegen. Im Kreise seiner Familie schloss er für immer die Augen.
Ich erinnere mich noch gut an den Darsteller, denn er war einer der ersten, die ich Frischling interviewen durfte.
Im Zuge der Recherchen fand ich heraus, dass seine unmittelbaren Vorfahren nicht älter als 57 Jahre alt wurden. So hing diese Zahl immer über ihm bis er den 60. Geburtstag feierte. Acht Jahre mehr hat er geschafft.
Dieter Pfaff mag tot sein, aber durch seine Filme und Serien wird er weiterleben.

In Hamburgs zoologischer Einrichtung scheint sich eine Sensation anzubahnen. Denn wie es aussieht, kehrt Elefantendame Mala zurück! Wie ich darauf komme? Nun, mit Mala wird für die Ferienaktion „Gib mir fünf“ Reklame gemacht. Und das würde man doch nicht tun, wenn die Dickhäuterin weiterhin im belgischen Exil bleiben würde. Die Zeichen stehen gut, daß die Elefantin zurückkehren wird. Noch wird es ein wenig dauern, schliesslich sind Shahruhk und Shanti noch da, aber dann ist der Weg frei, damit Hamburgs schlaueste Elefantenkuh zurückkehren kann.
Interessant ist übrigens, dass Mala in Belgien einen Paten hat, also gesponsert wird. Ist bei den anderen Elefanten nicht so.

 

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