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Schlagwort-Archive: Buch des Jahres 2013

Entscheidung im Vatikan!?


Wird der Limburger Bischof nun abgesetzt oder nicht? Noch verfügt er über genügend Rückhalt in der römischen Kurie, vor allem beim Präfekten der Glaubenkongregation.
Ich frage mich ohnehin, warum Papst Franziskus noch kein Machtwort gesprochen hat. Er predigt doch immer Demut und Bescheidenheit. Nun gut, er kann sich nicht überall einmischen, wo es Ärger gibt. Aber hier?
Allerdings wird auch von einer Art Verschwörung ausgegangen. Der Limburger Bischof soll zuviel Geld verschwendet haben, allein darum geht es. Die Bischofresidenz wurde für einige Millionen Euro erneuert. Vom Aussen ist davon nicht viel zu sehen. Vor allem fragen sich die Menschen, ob es das überhaupt braucht. Aber wenigstens müssen sie sich keine Sorgen machen, dass sie dafür noch zur Kasse gebeten werden. Es wurde alles aus dem Vermögen des Limburger Bistums bezahlt. Aber wenn das dort mal so aus der Portokasse bezahlt wird, wie hoch ist dann eigentlich der Kontostand?
Beim Vatikan wurde zum ersten Mal einen Bankenbericht der hauseigenen Vatikan-Bank veröffentlicht. Hätte man auch nie gedacht, dass so was mal passieren würde.
Und wie setzt sich das Vermögen eigentlich zusammen? Zwar wird gesagt, die Kirchenangehörigen haben für die Residenz nichts zahlen müssen. Nun gut, dass mag vielleicht stimmen, aber sind es nicht vielleicht Einnahmen aus der Vergangenheit gewesen? Eine Frage, die sicherlich interessant ist.
Nun wurde Strafbefehl gegen Tebartz-van Elst beantragt wegen falscher eidesstattlicher Versicherung. Der Limburger Bischof hatte versichert, dass er nicht Erster Klasse mit dem Flugzeug nach Indien geflogen sei. Wie sich nun herausstellte, war er wohl doch Erster Klasse geflogen.
Wenn Tebartz-van Elst tatsächlich in Limburg abgesetzt werden sollte, bleibt er weiterhin Bischof. Dieses Amt kann ihm nicht genommen werden, nur muss er dann eben irgendwo anders Bischof werden. Vielleicht in Timbuktu oder so, da ist gewiss noch eine Bischofsstelle frei, aber ob da auch so ein reichhaltiges Vermögen vorhanden ist? Keine Ahnung.
Warten wir ab, was sich nun in den nächsten Tagen tun wird. Haltbar scheint der Limburger Bischof nun nicht mehr zu sein.

Deutschland hat mit dem gestrigen Sieg gegen Irland sich für die WM 2014 in Brasilien qualifiziert. Ein frühes Tor in der 12. Minute sorgte erst einmal für Sicherheit. Dann zwei weitere Tore in der zweiten Halbzeit und fertig. Grossartig war das Spiel mal wieder nicht, aber auch nicht so schlecht. Österreich hingegen ist nach einer blöden Niederlage gegen Schweden ausgeschieden und ist wieder nicht bei einer WM dabei. Da habe ich gestern auf dem BR was Lustiges gehört. Katar habe die WM2022 bekommen. So ein klitzekleines Land, wo kaum Menschen leben und die Mannschaft sich nie für die WM qualifiziert. Da hätte man doch auch Österreich als Austrägerland nehmen können. War bei Grünwald, der Freitags-Comedy. Ich fand es jedenfalls lustig.
Da sich nun Österreich nicht qualifiziert hat, ist Marcel Koller seinen Trainerposten dort los, also könnte er nun theoretisch Trainer bei Nürnberg werden.
Belgien und die Schweiz haben sich auch qualifiziert. Schweiz nichts Besonderes, aber Belgien schafft es doch sonst höchstens zur EM. Aber das freut mich. Und Elefantendame Mala hat gleich mit Deutschland, Belgien und der Schweiz zu tun. Wie das kommt? Nun ja, einmal hat sie 46 Jahre in Deutschland gelebt und will wieder zurück, nun lebt sie vorübergehend in Belgien und aus der Schweiz kommt ihre Genossin old Rani.
Mala hatte übrigens einen Sieg vorhergesagt. Was hätte sie auch sonst sagen sollen? Das Rüsselorakel weiss eben, wie der Fussball rollt und das Runde ins Eckige muss.

Heute soll auf der ARD die erste Folge von einer neuen (?) „heiter bis tödlich“-Serie beginnen. Pünktlich um 18.50 Uhr wenn ich nicht falsch geguckt habe. Und dann um 20.15 Uhr ein neuer Heimatkrimi auf dem BR. Und wer sich gar nicht fürs Fernsehen interessiert, kann es ja mal mit Lesen probieren.
Wie wäre es mit dem Buch des Jahres 2013? Die Rollen des Seth von Helen Dalibor. Wohlgemerkt mein Buch des Jahres. Oder ein wenig Fantasy? Dann einfach mal auf den Button „Lesenswert!!!“ klicken.

 
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Verfasst von - 12. Oktober 2013 in Blog

 

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Das Buch des Jahres


Gleich vorweg: Dies wird kein Bericht über das Buch „Das Ungeheuer“ von Terėzia Mora. Es wurde mit dem Deutschen Buchpreis 2013 geadelt, aber ich persönlich will ein anderes Buch vorstellen.
Es handelt sich um einen Thriller, der ohnehin keine Chance auf den Deutschen Buch preis hätte. Und das nicht, weil es schlecht geschrieben ist, sondern weil es eben ein Thriller ist.
Für mich ist aber ebenjeines Buch das Buch des Jahres 2013.
Warum das so ist? Es ist klug geschrieben, die Handlung ist leicht zu verstehen und vor allem muss ich mich nicht andauernd über die Hilflosigket der Hauptperson aufregen. Sie rennt nicht sehenden Auges in ihr Unglück, versucht zu kämpfen und gibt nicht auf. Viele Bücher, die in den den bisherigen Jahren gelsen habe, wiesen leider Einige dieser Mängel auf. Zuletzt war dies „Die verlorene Bibliothek“ von A.M.Dean. Man kann nicht immer alles haben, aber dieses Buch, von dm ich schon die ganze Zeit rede, kommt meinen Vorgaben schon sehr nahe.
Natürlich ist es auch nicht perfekt, aber welcher Roman ist das schon? Bis jetzt habe ich noch keinen gefunden, wo ich sage, dass es dieser ist und fertig.
Warum habe ich mich dann für dieses Thriller als mein Buch des Jahres entschieden?
Gute Frage, die ich weiter oben schon ein wenig beantwortet habe. Vor allem liegt es auch an der Handlung. Die eine spielt in der Gegenwart, die andere hundert Jahre zuvor. Besonders letztgenannte hat mich in ihren Bann gerissen, was an den Figuren und der besonderen Beziehung zwischen Elefant und seinem Tierpfleger liegt.
Einige werden jetzt vielleicht erraten haben, welches Buch ich meine. Es handelt sich um den Thriller “ Die Rollen des Seth“ von Helen Dalibor.
Ein wirklich schönes Buch. Exzellent recherchiert, nicht langweilig, keine abstruse Handlung. Geschickt werden Gegenwart und Vergangenheit miteinander kombiniert. Das eine nimmt dem anderen nichts weg. Nichts wird vor weggenommen und wiederholt sich so in einer der Handlungen. Die Theorien über das Leben von Hatschepsut und Senenmut und ebenfalls über Echnaton und Nofretete mögen eine von vielen sein, aber sie sind in sich abgeschlossen und klingen völlig logisch, je länger darüber geredet wird.
Im Anhang wird noch einmal ausführlich auf das Semenchkare-Problem eingegangen, genauso auf die Theorie, dass Echnaton einen Zwillingsbruder gehabt haben könnte.
Zugleich ist der Thriller auch eine Familiengeschichte, denn die Hauptperson Isis Just ist auf der Suche nach ihren Vorfahren, dabei kommt sie hinter ein streng gehütetes Familiengeheimnis.
Durch Zufall gelangt sie an einen Krug, der vor knapp hundert Jahren im Eismeer des Tierpark Hagenbeck vertseckt wurde. Erst durch de Abriss des Gehegekomplexes kommt er wider ans Licht.
Und sogleich sind die Verfolger von damals wieder hinter dem Tonkrug her, denn er enthält ein Geheimnis, das nie ans Licht kommen darf. Die Hüter des wahren Horus ziehen einige blutige Spur hinter sich her und kommen Isis Just immer näher.
In der Handlung, die in der Vergangenheit spielt, erfährt der Leser, wie der Krug nach Deutschland kommt und wie er letztendlich im Eismeer landet. Dabei erfährt man einiges über den Stellinger Tierpark im Jahre 1912 und das beim Dreh eines Stummfilms, ein Bär erschossen wurde. – Dies ist wirklich geschehen und nicht ausgedacht.
Die Figuren könnten vielleicht noch ein wenig ausgeprägter gezeichnet werden, nichtsdestotrotz bleiben sie einem nicht fremd. Man fühlt mit ihnen mit und lacht über die Eigenheiten von Elefantendame Bertha.
Dieser Elefant ist etwas Besonderes und das nicht nur, weil ihm als Vorbild unter anderem Elefantendame Mala diente. Geschickt wird das Rüsseltier in die Handlung eingewoben und so dargestellt, wie ein Elefant, der in einem Zoo lebt, agieren könnte. Ein wenig übertrieben ist vielleicht, dass Bertha sprechen kann, allerdings soll es in Südkorea tatsächlich einen Elefanten geben, der sprechen kann.
Ich kann nur jedem empfehlen, sich mal in eine der vielen Leseproben im Internet reinzulesen und dann zu entscheiden, ob das Buch etwas für einen ist.
Noch ist es ein Geheimtipp und mit fünf Euro bei über fünfhundert Seiten ein wirkliches Schnäppchen.
Anfang Dezember soll es übrigens als Hardcover auf den Markt kommen. Wer bis dahin nicht warten will, holt sich eben das ebook.

 

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