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Nicht hält für die Ewigkeit, vor allem keine Koalition


Und schon wieder ist eine Länder-Koalition gescheitert. Die wievielte ist das eigentlich? Es kommt mir beinahe so vor, als ob keine einzige Landesregierung es mehr schafft bis zum Ende der Legislaturperiode durchzuhalten. In Schleswig-Holstein war es so, in Hamburg, im Saarland und nun auch in Nordrhein-Westfalen. Bloss die Bundesregierung, die hält, egal worüber sie sich auch erzürnen, wie eben bei einem geeigneten Nachfolger für Wulff.
Für die FDP soll die Wahl in NRW ja zur Bewährungsprobe werden. Aber als erstes steht da wohl die Wahl im Saarland an, die nächste Woche Sonntag stattfindet. Noch ist die FDP im saarländischen Landtag vertreten. Nach dem Bundestrend dürfte dies nach der Landtagswahl nicht mehr so sein. Aber warten wir erst einmal ab, was geschehen wird.
Aber wieso halten die Koalitionen nicht mehr? Früher ist es mir nie so vorgekommen, dass es vorzeitige Wahlen gab, weil eine Koalition zerbrochen war. Eventuell trügt mich meine Erinnerung, aber ich glaube kaum, das dem so ist. Man kann sich nicht mehr zusammenraufen, wenn es eine Meinungsverschiedenheit gibt, sondern drängt gleich auf Trennung. Warum ist man dann überhaupt zusammengegangen? Alles Zweckgemeinschaften, damit man regieren kann. Aber das kennt man ja auch aus dem richtigen Leben. Da sind Leute auch nur „befreundet“, weil sie voneinander profitieren.

Am morgigen Tag wird Horst Seehofer, der derzeitige Bundespräsident oder besser gesagt die vorübergehende Vertretung, seinen Posten abgeben an den neuen Bundespräsidenten. Wer das sein wird? Nun, dieses Mal wird es kein Kopf-an-Kopf-Rennen geben wie beim letzten Mal. Im Grunde genommen gibt es praktisch nur einen Kandidaten: Joachim Gauck. Seine Gegenkandidaten Beate Klarsfeld wurde von der Linken aufgestellt, weil die mit Gauck nicht zufrieden sind – vor allem wurden sie nicht gefragt.
Jetzt wird der Bundespräsident werden, der es schon 2010 hätte werden sollen. Wenn Gauck damals gewählt worden wäre, hätten wir uns den ganzen Ärger mit Wulff sparen können und vor allem jede Menge Geld, das er dem Staat nun kostet.
Zweifel gegen Gauck gibt es dennoch zuhauf. Er hätte nur ein Thema, was aber in der heutigen Zeit ein wenig einseitig sei: Freiheit. Ich finde es immer noch wichtig, bloss auf Deutschland selbst bezogen ist es vielleicht nicht wirklich passend. Aber im Bezug auf andere Länder ist es schon passend. Also für Deutschland sollte Gauck sich was anderes suchen, vielleicht Integration, wo er ja immer noch dafür gerügt wird, dass er Thilo Sarrazin teilweise recht gab.
Und wenn man die Leute fragt, was Gauck als erstes tun sollte, dann gibt es nur eine Antwort: Sich scheiden lassen und seine langjährige Lebensgefährtin heiraten. Würde sich im Ausland besser machen. Das mag stimmen, aber ansonsten auf Deutschland bezogen ist mir das regelrecht egal. Wir sind ein modernes Land, da müsste das ja wohl niemanden wirklich interessieren.

Kennt ihr Kinder? Also nicht die kleinen menschlichen Wesen, die immer Krach machen und genau dann zu kreischen anfangen, wenn sie direkt neben einem stehen, so dass einem die Ohren klingeln. Nein, ich rede von der Schokoladen-Serie Kinder von Ferrero. Unter anderen gibt es von der ja auch die Überraschungseier, deren momentaner Inhalt nicht wirklich berauschend ist. Wie ich finde. Aber das ist eine andere Sache. Jedenfalls habe ich im Fernsehen erst die Osterreklame gesehen, einen Tag später folgten die normalen Schoko-Sachen. Also bei den Überraschungseiern könnte ich es ja noch verstehen, wenn es eine neue Serie geben würde, die aber erst im August kommen wird. Welche es sein wird? Tja, die Gerüchteküche brodelt und redet was von Happy Hippos im Dschungelcamp, aber genaues weiss man nicht. Wird ein ziemliches Geheimnis drum gemacht. Aber die normalen Schokosachen werden wohl nicht mehr gekauft, oder was ist der Grund? Wenn mal für diese Kinderriegel Reklame gemacht wurde, dass ist ja noch normal oder aber für Milchschnitte oder dieses Kinder Pingu. Aber für alle Produkte gleichzeitig? Soll damit die Palette bekannt gemacht oder der Verkauf angekurbelt werden? Vielleicht wird es wirklich nicht mehr gekauft, weil es im Geschmack viel zu süss ist. Jedenfalls finde ich das. Kann schon die Schokolade der Überraschungseier nicht essen, weil die so übertrieben süss ist, dass ich mich bald übergeben muss.
Ja, ich bin ein extremes Beispiel, mag kaum Süsskram. Selbst Eis ist mir zuwider, weil ich es meist nicht mag, weshalb ich auch nur so was wie Zitrone esse, wo die Säure grösser ist als das ich den Zuckercoleur bemerke.
Und wer isst nun diesen ganzen Süsskram? Schokoladensüchtige? Kinder? Ich weiss es beim besten Willen nicht, denn ich mag es einfach nicht. Wie ich schon mal schrieb: An mir würde die Süßkramindustrie pleite gehen. Und im Übrigen scheine ich wohl auch der einzige zu sein, der völlig ausgehungert in einen Supermarkt gehen kann und trotz nicht vorhandenem Einkaufszettel nur das kaufe, was ich auch haben will. Ich kaufe nicht mehr ein, denn dazu bin ich einfach zu geizig.
Und warum ich nun keine Süssigkeiten mag? Also ein Verbot in meiner Kindheit gab es nicht. Wir hatten auf dem Tisch immer eine Schale (nicht Schalke) mit Süssigkeiten stehen. Aber ich habe mich dafür nie interessiert.

Erinnert sich noch jemand an den Prozess gegen Demjanjuk, der als KZ-Wachmann im Vernichtungslager Sobibor im Dritten Reich tätig gewesen war? Ich hatte mich damals wirklich gefragt, warum dafür noch Steuergelder verschwendet werden, der Mann war doch schon fast scheintot. Die Frage nach den Kosten hat sich nun erledigt, denn er ist gestorben. War ja nach seiner Verurteilung eh nicht in ein Gefängnis gekommen, sondern in ein Seniorenheim, wo er nun starb.

Syrien kommt weiter nicht zur Ruhe. Der Jahrestag der Proteste wurde vor kurzem begangen, aber was hat sich in diesem ganzen Jahr getan? Menschen sind gestorben, sterben immer noch. Unschuldige werden umgebracht, Frauen und Kinder. Nun gab es in Damaskus mehrere Bombenanschläge, wo etliche Menschen verletzt und etwa 30 getötet wurden.

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598 Tage – der Rücktritt des Bundespräsidenten


Das wurde aber auch Zeit! Anders kann ich den Rücktritt des Bundespräsidenten nicht kommentieren. Eigentlich hatte man es schon für Silvester, dann für Januar erwartet, doch je mehr Vorwürfe laut wurden, desto hartnäckiger schien sich Christian Wulff zu weigern, zurückzutreten. Und nun hat er es endlich getan. Allerdings erst, nachdem bekannt wurde, dass die Hannoveraner Staatsanwaltschaft beantragt hatte, dass Wulff seine Immunität verlieren soll. Begründet hat er es in seiner Rede zum Rücktritt allerdings anders. Weil er nicht mehr den nötigen Rückhalt in der Bevölkerung sehe, trete er zurück. Ah ja, nicht wegen all der anderen Dinge, die ihm angelastet werden. Sondern allein wegen des Rückhalts in der Bevölkerung. Tja, so kann man es natürlich auch sehen, wenn man die Wahrheit weiter verschleiern möchte. Denn genau so, ist es doch die ganze Zeit gewesen. Wulff hat immer nur etwas zugegeben, wenn es nicht mehr zu leugnen war bzw. hat er es etwas anders beschrieben. Erinnern wir uns an das Interview, dass Wulff gegeben hat, als sein „Wut-Anruf“ bei dem Chefredakteur der Bild-Zeitung bekannt wurde. Das war äusserst schwammig und nicht wirklich erhellend. Man kam sich beim ansehen und zuhören vor, als ob da eine Märchenstunde abgehalten wurde. Der Anruf sei völlig harmlos gewesen. Es wäre nur darum gebeten worden, einen Artikel um einen Tag zu verschieben. Und was hätte das dann gebracht? Eventuell schnell dem Anwalt bescheid gesagt, dass er so einen Artikel verhindert, indem eine presserechtliche Information erlassen wird? Keine Ahnung, aber ich fand die Erklärung reichlich komisch. So sehr die Bild-Zeitung gerne übertreibt, bei manchen Dingen ist das nun nicht gerade der Fall.
Sogar Oliver Kalkofe hat sich dieses sagenhaften Interviews angenommen. Das habe ich erst erfahren, als Gottschalk ihn darauf ansprach.
Wer es sich mal ansehen will. Hier ist es.

Lustig, nicht wahr? Kalkofe gleich in drei Rollen.
Und zurück zum Rücktritt von Christian Wulff als Bundespräsidenten.
Bekommt er jetzt auch einen Zapfenstreich zugestanden? Verdient hat er es nun wahrlich nicht. Aber da wird wohl dann geflissentlich darüber hinweggesehen.
Weiter steht ja zur Debatte, ob Wulff den Ehrensold bekommen soll, der jährlich momentan 199.000 Euro beträgt. Wenn ein Bundespräsident aus nichtspolitischen Gründen zurücktritt, bekommt er eigentlich den Ehrensold nicht. Nun muss entschieden werden, ob Wulff den bekommt. Wenn nicht, stehen ihm zwei Jahre lang monatlich 7.000 Euro zu aus seiner Zeit als Ministerpräsident. Also lieber das, weil dies pro Jahr 84.000 Euro wären, also für beide Jahre 168.000 Euro. Das ist erheblich weniger als 199.000 Euro jährlich. Jetzt wird entschieden werden, was sein wird. Ich hoffe, Wulff bekommt den Ehrensold nicht.
Und zu guter Letzt die allerwichtigste Frage: Wer wird Nachfolger werden? Momentan ist Horst Seehofer ja der vorläufige Ersatz. Aber ihn dann bitte nicht auch noch als Kandidaten auswählen. Der soll hübsch gegen Ude bei der nächsten Landtagswahl verlieren.
Ach ja, wieso denn nicht gleich Christian Ude als Bundespräsident? Manchmal ein bisschen langweilig und konfus, aber dennoch immer auf den Punkt. Dass er SPD-Mitglied ist, dürfte auch nicht weiter schlimm sein, schliesslich hat Bundeskanzlerin Merkel ja eine grosse Beratung der Parteien veranschlagt. Allerdings ohne die Links-Partei. Was ich persönlich nicht richtig finde. Denn anhören, was die zu sagen haben, kann man sich immer. Ob man am Ende auch auf die hört, ist dann jedem selbst überlassen. Aber sie von vornerein auszuschliessen, ist falsch.
Wen haben wir denn noch als Kandidaten? Joachim Gauck, der gegen Wulff im dritten Wahlgang verlor vor anderthalb Jahren. Dann stehen noch zu Auswahl: Ursula von der Leyen, aber da sie eine Frau ist, wird sie sicherlich nicht gewählt werden. Dann noch Klaus Töpfer und Norbert Lammert, die ich absolut für nicht geeignet halte. Alleine Lammert, der nur durch seine komischen Bibelübersetzungen auf sich aufmerksam macht, finde ich nun völlig unpassend. Da kann man ja gleich bei Seehofer bleiben. Gibt noch weitere Kandidaten, aber die hier sind in der engeren Auswahl. Ausser Gauck bevorzuge ich überhaupt keinen von denen. Wenn Seehofer schlau ist, schlägt er Ude vor, dann braucht er nämlich nicht fürchten, dass er bei den nächsten Landtagswahl abgewählt werden wird. Und wen ich beinahe vergessen hätte. Der Guttenberg-Nachfolger als Verteidigungsminister Thomas de Maizière steht auch als Kandidat zur Debatte. Bitte nicht dieses Frettchen von einem Nagetier. Der soll das bleiben, was er ist. Das reicht und fertig, aber nicht als Bundespräsident. Aber wie heisst es so schön? Schlimmer geht immer.
Was für ein ellenlanger Bericht über Wulff, der nicht einmal die 600 Tage geschafft hat. Schade ist es nicht um ihn, da ich ihn ohnehin nicht mochte. Nur eins möchte ich noch hinzufügen: Wulff ist garantiert nicht der einzige, der auf Kosten gereist ist. Ich will gar nicht wissen, welche Politiker das auch noch machen. Aber auf die hat sich ja niemand eingeschossen.

Eigentlich wollte ich ja was über „Wetten, dass..?“ schreiben, da es Gerüchte gibt, dass Markus Lanz die Sendung übernehmen soll. Aber dann wurde das Thema aus aktuellem Anlass völlig verdrängt. Aber ich habe auch schon recht viel über Lanz als Moderator von „Wetten, dass..?“ geschrieben. Kurz gesagt: Es ist die grösste Katastrophe, die es geben kann. Nach Pilawa natürlich, der es anscheinend wirklich nicht machen will, wofür man ihm nur danken kann. Aber dann Markus Lanz zu nehmen, es kann einfach nicht wahr sein. Der ist nicht spontan, der ist nicht witzig. Der ist einfach nur anstrengend. Wenn der die Sendung macht, wird die nicht mehr lange machen.

Und nun ist Schluss für heute. Da Wulff nicht mehr Bundespräsident ist, fällt nun mein seit einigen Wochen immer den Blogeintrag beschliessender Satz weg. Der Satz hatte immer eine kleine Protestnote.

 
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Verfasst von - 18. Februar 2012 in Blog, Fernsehen, Kultur, Real life, Technik

 

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