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Die NSA hat nicht genug – Die Totalüberwachung kommt


Den ersten Schock haben wir so langsam verdaut, dass wir und andere von dem amerikanischen Geheimdienst NSA ausspioniert worden sind. Nun kommen neue Schreckensnachrichten hinzu. Mit einem Super-Computer will die NSA nun noch mehr ausspähen als zuvor, selbst hochgradig verschlüsselte Dinge.
Gerade haben wir uns beruhigt, haben die neuen Verschlüsselungen der Email-Anbieter angenommen, wo es hiess, dass man damit nicht mehr ausgespäht werden könnte. Tja, das hat nicht lange gewirkt. Nun wird also dieser Super-Rechner kommen und wieder unser ganzes Geplänkel, dass wir nicht bei Facebook, Google+ oder in unseren Blogs kundtun, herausfischen. Wie kann man sich nun eigentlich noch austauschen? Mit der guten alten Post oder doch lieber ein Fax? Letzteres wohl auch nicht, wenn selbst das Telefon überwacht wird. Da gibt es doch gar nichts mehr. Selbst das gute alte Postgeheimnis wird doch nicht eingehalten. Ich sage nur Postboten, die zu blöd sind, um den Brief auch in den richtigen Briefkasten zu werfen und Nachbarn, die diese Briefe dann öffnen und behaupten, es sei versehentlich geschehen. Besonders unauffällig nicht wahr? Gerade dann, wenn man weiss, was diese Personen vor der Wende so alles getrieben haben. Gut, das ist inzwischen Vergangenheit, anderer Ort, andere Zeit – Vergangenheit.
Brisant an dem Super-Computer der NSA ist ja, dass er selbst die bestverschlüsselten Dinge ausspähen kann. Das trifft also uns Otto Normalverbraucher weniger als streng geheime Objekte. Woran man zuerst denkt? Natürlich an das Militär.
Die müssen nun zittern, dass ihre geheimen Projekte ausgespäht werden. Die Agenten und Spione scheinen ausgedient zu haben. Werden wohl nicht mehr gebraucht, denn jetzt hat man die NSA und ihren Super-Rechner. Der wird alles in Erfahrung bringen, was er wissen will und was er schon gar nicht wissen soll. Interessant wird es nur, was dann mit dem Wissen angefangen wird. Nun erst einmal abwarten.
Und noch etwas aus der so genannten Spähaffäre. Ein Bundesgericht hatte das millionenfache Abspeichern von Telefondaten als wahrscheinlich verfassungswidrig erklärt. Das Wörtchen wahrscheinlich gefällt mir ziemlich, denn es sagt nicht wirklich was aus. Mehr so in der Art, ja, könnte sein, vielleicht aber auch nicht. Wischiwaschi, wie es so schön heisst.
Dagegen hat allerdings nun die amerikanische Regierung Berufung eingelegt.
Vergangene Woche hatte übrigens ein Bundesgericht in New York das Abspeichern von Telefondaten für legal erklärt. Dagegen hatte die Bürgerrechtsorganisation ACLU Berufung eingelegt.
Also wie man sieht, ein Richter hat eine andere Sicht der Dinge wie ein anderer Richter. Und so ist das Abspeichern der Telefondaten mal legal und dann wahrscheinlich verfassungswidrig. Ja, was denn nun? Da muss es doch eine einheitliche Entscheidung geben, schliesslich ist das ein sehr wichtiges Thema.
Im Übrigen sind die Geheimdienste nicht damit durchgekommen, dass sie durch ihr Ausspähen Terroranschläge verhindert hätten. Denn sonst wäre das wohl auch nicht während des Boston-Marathons passiert, oder?
Aber wieso jetzt dieser Super-Computer? Wollen sie unbedingt die geheimen Daten von Nordkorea ausspähen, damit sie endlich wissen, was dort Sache ist? Ausserdem frage ich mich wirklich, wer alles die ganzen gesammelten Daten auswerten will? Da müssen doch Millionen Menschen beschäftigt sein. Oder sind es nur einige Hundert, die auf spezielle Schlüsselwörter schauen. Ist ihnen deshalb der Boston-Marathon durch die Lappen gegangen?
Nun wird also die Total-Überwachung kommen. Das ist ja noch schöner als bei George Orwells „1984“. Da gab es den Bildschirm, der alles wahrnahm, was man tat. In der Realität ist es eben die NSA. Da sollte man wirklich überlegen, ob man das Internet nicht verbannen sollte. Und da bietet mir meine Bank gerade mal wieder an auf Online-Banking umzusteigen. Ich weiss schon, warum ich so wenig wie möglich meine wirklich persönlichen Daten über den Äther schicke.
Facebook hat übrigens gerade eine Sammelklage am Hals, weil sie angeblich Private Nachrichten ausgespäht haben sollen. Ich begreife immer mehr, wieso ich dort nicht angemeldet bin. Ist auch einfach nicht mein Fall. Ich verstehe den Sinn von Facebook einfach nicht, konnte mich schon nicht mit StudiVZ anfreunden. So was liegt mir einfach nicht.
Die Daten späht die NSA auch aus. Ist ein Klacks für den amerikanischen Geheimdienst. Aber ob sie nun wirklich interessiert, wann man sich wo treffen will? Halt, könnte ja ein versteckter Plan drin versteckt sein, was Schlimmes auszuhecken.
Man darf gespannt bleiben, was noch alles ausgespäht werden wird. Da war die Stasi ja bald noch ein harmloser Verein dagegen. Nein, war sie natürlich nicht, darf man nie vergessen.

Im vergangenen Monat überraschte uns der russische Präsident Wladimir Putin damit, dass er eine Amnestie erliess und unter anderem die Mitglieder von Pussy Riot und der Kreml-Kritiker Chodorkowski freikamen. Damals wurde schon spekuliert, dass es mit Sotschi und somit Olympia zu tun habe. Das scheint sich nun zu bestätigen, denn Putin hat das generelle Demonstrationsverbot in Sotschi zur Olympiazeit aufgehoben. Warum dieser Umschwung? Nun ja, ganz freiwillig hat Putin das nicht getan, wie man sich denken kann. Ausserdem kann man nicht einfach spontan demponstrieren gehen. Nun gut, dass geht hier auch nicht. Eine Demonstration muss immer angemeldet werden. In Sotschi ebenfalls. Schön und gut, wird man nun sagen, geht doch alles seinen gewohnten Gang, wieso sich dagegen aufregen? Tja, die Frage aller Fragen. Denn so schön es klingt, dass das generelle Demonstrationsverbot aufgehoben wurde, so unschön geht es weiter. Man muss sich bei der Behörde anmelden. Und ebendiese Behörde entscheidet dann über Anzahl der Demonstrierenden sowie über Ort und Strecke. Klingt immer noch recht harmlos. Aber was Putin nicht passt, wird halt nicht genehmigt, so wird es aussehen.
Ausserdem ist es ebenfalls ein Zugeständnis – an die Olympische Charta. Das hat der Inlandsgeheimdienst FSB betont. Und so ist es nicht mehr ein Tropfen auf den heissen Stein.
Und bei den Anschlägen in Wolgograd, bei denen 34 Menschen getötet wurden, gibt es immer noch nichts Neues. Mit weiteren Anschlägen während der Olympischen Spiele muss gerechnet werden. Irgendwie finde ich, dass die beiden Anschläge auch fingiert sein könnten. Aber dabei Menschenleben aufs Spiel setzen? Keine Ahnung, ich weiß es wirklich nicht.

Das Urteil im Wulff-Prozess scheint wirklich noch in diesem Monat zu kommen. Eine Einstellung des VErfahrens war von Wulffs Anwälten nicht gewünscht worden, da sie einen Freispruch erreichen wollen – was sie wohl auch kriegen werden.
Der Richter hat angeblich schon lange keinen Durchblick mehr, dass er nur einfach das Verfahren beenden will. Im Grunde fragt man sich, worum es eigentlich geht. Nun ja, es sollte ein Exempel statuiert werden. Man wollte dafür Sorgen, dass Wulffs weisseWeste nicht mehr so blütenrein ist, wie sie anscheinend war.
Ich kann nur hoffen, dass wir nie wieder von ihm hören werden.

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Die Gerechtigkeit siegt


Eine Nachricht, die mich wahrlich erfreut hat: Die Staatsanwalt Hannover hat gegen Christian Wulff Anklage wegen Bestechlichkeit erhoben. Nun leider die Ernüchterung. Bis es so weit ist, werden noch einige Monate vergehen und es bleibt fraglich, ob es überhaupt zu einer Verhandlung kommen wird. Denn erst einmal haben nun Wulffs Anwälte/Anwalt die Chance, ein Verteidigungschreiben, wie ich es mal so nenne, zu verfassen. Dann wird man sehen.
Wir erinnern uns, dass die Staatsanwaltschaft Hannover Wulff und David Groenewold einen Vergleich angeboten hat, damit es zu keinem Verfahren kommt. Da sollten beide eine fünfstellige Geldsumme zahlen. Im Grunde nicht schlecht, aber beide streben einen Freispruch an und nicht einen Freikauf. Also sind nun die Verfahren erhoben worden. Ob es dann wirklich zum Freispruch kommen wird? Wir werden es sehen. Ich glaube nicht so ganz daran, denn an Wulff soll ein Exempel statuiert werden. Da ich ihn nicht mag, finde ich das ganz in Ordnung.

Im Fall Nordkorea scheint sich endlich was zu tun. Aussenminister Kerry bat China um Mithilfe und diese reagierten prompt, indem sie zur nuklearen Abrüstung aufriefen. Bloss wird sich Nordkorea daran halten?
Im Grunde kann ich gar nicht verstehen, dass sich die Bevölkerung in Nordkorea sich das alles gefallen lässt. Die nagen da am Hungertuch, Kinder verhungern, aber die Regierung ist grössenwahnsinnig. Es erinnert mich wirklich an George Orwells Roman „1984“.
Abwarten, was geschehen wird.

Eine gute Nachricht für alle Stummfilmfreunde gibt es nicht nur am Dienstag auf Arte, wenn „Der Student von Prag“ aus dem Jahr 1913 läuft, sondern auch auf der Berlinale 2014. Dort wird die restaurierte Fassung von „Das Cabinet des Dr. Caligari“ laufen. Für mich kein interessanter Stummfilm, aber der Film schlechthin, wenn es um Expressionismus im Film geht. Da kann man genauso gut auch noch den Film „Von Morgens bis Mitternacht“ nennen. Auch einer der ersten ganz in schwarz-weiss gehaltenen Stummfilme. Denn die meisten Filme wurden zur damaligen Zeit noch viragiert, um Tag oder Nacht anzuzeigen.
Ich würde mich viel eher freuen, wenn endlich mal der Fritz Lang-Film „Harakiri“ auf DVD erscheint oder im Fernsehen gezeigt wird. Im Internet gibt es zwar eine Version zum herunterladen, allerdings ist die nicht nur grottig, sondern hat auch noch niederländische Zwischentitel. Also nix, was ich wirklich verstehe.

Und wo ich gerade vom Film „Harakiri“ geschrieben habe. Der ist bekanntlich im Tierpark Hagenbeck gedreht worden. Da gibt es nun einen Thriller, der in besagter zoologischer Einrichtung spielt. Der Name lautet „Die Rollen des Seth“. Es beginnt im Jahr 1912, wo ein junger Ägypter mit einem Familiengeheimnis und zwei mysteriösen Gegenständen in Hamburg ankommt. Er ist Mitglied der Völkerschau „Am Nil“, die im Stellinger Tierpark stattfindet. Dort befreundet er sich mit einem Tierpfleger und dem Enkel eines Kaufmanns. Gemeinsam versuchen sie gegen die bösen Mächte zu kämpfen, die in den Besitz der Gegenstände kommen wollen. Die Gegenstände bergen ein Geheimnis, dass die Weltordnung erschüttert, wenn es ans Licht kommt.
Knapp hundert Jahre später tauchen die Gegenstände dann wieder beim Abriss des Eismeeres im Tierpark auf. Eine junge Ägyptologin ersteigert diese und versucht hinter das Geheimnis des Inhalts zu kommen. Dabei stösst sie nicht nur auf ein Rätsel ihrer Familie, sondern auch auf eine Mumie, die einen Brief bei sich trägt, der in Hieroglyphen verfasst wurde. Als die Ägyptologin das Geheimnis der Rollen entschlüsselt, wird eine alte Bruderschaft auf sie aufmerksam. Als Isis Just die Gefahr erkennt, ist es beinahe zu spät…
So, war das nun spannend geschildert? Nicht, dann sollte man vielleicht eine andere lesen. Und das geht am besten auf neobooks.de und xinxii.de. Amazon wird nächste Woche folgen. Derweil bei neobooks oder xinxii einfach „Die Rollen des Seth“ in die Suchmaske eingeben. Der Preis beträgt 4,99 Euro, ist aber jeden Cent wert. Denn es geht nicht nur um Hatschepsut, Senenmut, Nofretete und Echnaton, sondern auch um die Geschichte des Stellinger Tierparks im Zeitraum von 1912 bis 1922.
Ein spannendes Stück Geschichte, das durch einen schlitzohrigen Elefanten aufgewertet wird. Welche Züge dieser Elefant unter anderem trägt? Ja, Elefantendame findet sich in der Dickhäuterin aus dem Roman wieder. Aber sie taucht auch höchstselbst mit ihrem nunmehr verstorbenen Artgenossen Hussein auf.
Wer es also nicht liest, ist selbst Schuld. Ich habe es probegelesen und kann sagen, dass es einer der besten Romane ist, die ich in den letzten Monaten gelesen habe. Und das waren nicht wenige.
Bleibe ich noch einmal beim Stellinger Tierpark. Morgen vor 100 Jahren starb der Gründer des ersten gitterlosen Zoos der Welt: Carl Hagenbeck. Es blieb nicht der einzige Zoo, der so konzipiert wurde. Bereits zu seinen Lebzeiten hatte Carl Hagenbeck unter anderem den Zoo in Rom mit seinen künstlichen Felsbauten aufgebaut.
Kurz nach Eröffnung des Tierparks wurde Hagenbeck von anderen Zoo-Direktoren verlacht und als Tierhändler boykottiert. Denn der Tierpark diente immer noch dazu, Tiere unterzustellen und danach weiterzuverkaufen. Deshalb gab es bis 1937 auch noch kein Elefantengehege, sondern nur ein Haus, das sich bei der Dressurhalle befand. Denn die Dickhäuter wurden kurz nach ihrer Ankunft gleich weiter vermittelt. Ob dies bei allen Elefanten gemacht wurde, entzieht sich meiner Kenntnis. Denn schon damals wurden die grauen Riesen fürs Elefantenreiten genutzt.
Als Carl Hagenbeck starb, verfügte er, dass jeweils einer aus den Linien seiner beiden Söhne an der Doppelspitze steht. Auch ein Grund, weshalb es die heutigen Streitgkeiten und Kleinkindereien gibt, die momentan die Zeitungen beschäftigt.
Noch etwas Aktuelles: Es gibt Gerüchte, dass angeblich ein neuer Elefantenbulle ankommen würde. Allerdings handelt es sich nicht um TBC-Bazille Thisiam, sondern um den Hellabrunner Bullen Gajendra, der momentan in Leipzig untergestellt ist. Wenn das der Wahrheit entspricht, wäre das eine Sensation. Und wie ich Jenala kenne, wäre sie unglaublich erleichtert, denn Gajendra ist ein rundherum gesunder Bulle. Zwar gibt es Gerüche, dass der Hellabrunner Bestand unter Herpes-Verdacht steht, allerdings stimmt das nicht. Es gibt zwar eine Kuh, die aus einem Herpes-Zoo kommt, Zürich, allerdings traten dort erst Jahre später Herpes-Fälle auf. Und die Dickhäuterin, die dafür verantwortlich angesehen wird, kam, nachdem Panang ging. Also kein Grund zur Sorge. Zudem weiss man ja bis heute nicht genau, was nun genau Elefanten-Herpes auslöst. Es wird immer noch gesagt, dass die afrikanischen Elefanten diesen Erreger in sich tragen, daran allerdings nicht erkranken. Wenn sie nun mit asiatischen Elefanten gehalten werden, bekommen diese Herpes – auch nicht immer, Elefantendame Mala ist ein gutes Beispiel -, weil sie keine Immunabwehr dagegen haben. Deshalb rückte man von der gemischten Haltung ab.
Wenn nun tatsächlich Gajendra kommt, wird er wohl bis etwa 2015 bleiben können. Denn bis Ende nächsten Jahres soll das Elefantenhaus in Hellabrunn saniert werden. Momentan leben die Elefantenkühe samt Klein-Ludwig in einem Provisorium. Ein Zelt für Elefanten, wie ich es nenne.
Mal abwarten, was sich tut und wie das EEP entschieden hat. Und was wird aus Thisiam? Den soll jemand anderes nehmen, jemand, der sich an einem ehemals positiv auf TBC getesteten Elefanten nicht stört.

Hat jeder letzten Samstag den Tatort von 1986 – gezeigt 1987 – gesehen? Elefantendame Mala in einer grossen kleinen Rolle. Ganz am Ende tauchte sie auf und identifizierte den Mörder in einer Gegenüberstellung. Bloss der Elefant, der dann mit dem Kopf schüttelte, das war dann wieder Mogli. Sieht man ja schon an den Falten, aber nicht am Ohr. Das war damals beim Faltenmonster noch ganz.
Um beim Fernsehen zu bleiben. Ich habe vor einigen Wochen mich bereits über die neueste Staffel von Caslte beschwert. Heute tue ich das noch einmal, denn die gestrige Folge war so was von schwach. Schön, dass Esposito auch einmal im Vordergrund steht, aber die Handlung selbst war richtig lasch. Und das ist fast die gesamte fünfte Staffel. Es gibt zwei Folgen, die herausstechen, aber ansonsten ist es einfach langweilig geworden.
Stelle ich zu hohe Ansprüche oder geht es anderen genauso?

 

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Ein Papst der Armen und dennoch umstritten


Nachdem man sich tagelang fragte, ob sich Papst Franziskus wirklich nach dem heiligen Franz von Assisi benannt hat, haben wir nun Gewissheit. Bei einem ersten Treffen des Papstes mit Medienvertretern erklärte der Pontifex, wie er sich im Laufe des Konklaves für den Namen Franziskus entschied, der Franz von Assisi seine Reverenz erweise.
Zuvor hatten bereits die Kardinäle Dolan, Marx und Woelki dazu etwas gesagt.
Morgen wird der neue Papst sein erstes Angelusgebet halten und am Dienstag wird seine Amtseinführung sein.
Seinen Schwerpunkt wird der neue Papst auf die Armen in der Welt legen. Nicht wirklich verwunderlich, da er bereits den Spitznamen „Engel der Armen“ trägt. Armut wichtiges Thema, aber ob es auch passend für Europa ist, bleibt ein grosses Fragezeichen. Denn hier herrschen ganz andere Probleme. Hier geht es darum, ob der Zölibat noch zeitgemäss ist oder die veralteten Ansichten der Kirche zu Verhütung und gleichgeschlechtlichen Ehen. Gerade hier muss die katholische Kirche mit der Zeit gehen.
Doch auch den Menschen den Glauben an Gott wieder näherzubringen, ist wichtig. Und da dürfte Franziskus, wie es momentan den Anschein hat, der richtige sein. Seine bodenständige, herzliche Art ist es, die die Menschen für ihn einnehmen.
Da fuhr er am Donnerstag mit einem VW Phaeton zur Kirche Maria Maggiore zum beten, anstatt ein luxoriöseres Auto zu nehmen. Prompt brachte ihm das Kritik aus den eigenen Reihen ein, da ein Papst doch nicht mit so einem einfachen Auto fahren könne. Er kann doch, wie man sieht. Allerdings stellt sich die Frage, wie lange er die Dinge durchsetzen kann, die er für richtig hält.
Papst Johannes Paul I. starb nach nur 33 Tagen unter mysteriösen Umständen. Es wird vermutet, dass er vergiftet wurde, weil er die Kurie umkrempeln wollte. Indirekt macht das Franziskus auch, indem er auf soviel Prunk und Pomp wie möglich verzichtet. Bereits die Messe zum Abschluss des Konklaves machte dies deutlich. Seine Mitra (hatte er mitgebracht) war sehr schlicht, auch der Umhang mit den aufgestickten Muscheln.
Wir werden uns an eine neue Schlichtheit gewöhnen müssen. Wie sagte noch jemand beim TV-Sender Phoenix? „Das Amt des Zeremonienmeisters scheint überflüssig zu werden.“ Ganz so schlimm ist es auch wieder nicht. Wir werden Guido Marini und eventuell einen Nachfolger von ihm sicherlich weiterhin sehen. Denn der Zeremonienmeister ist auch für den Ablauf der Messe zuständig und nicht für Prunk und Pomp.
Seien wir gespannt, wie sich das Pontifikat von Franziskus entwickeln wird.

Und dann sind da noch die Vorwürfe, die gegen den Pontifex erhoben werden. Wie nun soll man seine Rolle in Argentinien während der Militärdiktatur deuten? Hat er Dreck am stecken, wie die Mehrheit der Stimmen sagt oder hat er sein grösstmögliches getan, um seinen Mitbrüdern zu helfen und nicht selbst in den Foltergefängnissen zu laden?
Der Vatikan weist die Anschuldigungen zurück. Verständlich, denn wie es momentan aussieht, wird versucht, den Papst durch die Vorwürfe gleich wieder zum Rücktritt zu zwingen. Wenn das geschieht, ist die katholische Kirche nicht mehr glaubwürdig. – Das ist sie heute schon an einigen Stellen nicht, aber dann hat sie alles verspielt.

Interessant ist übrigens, dass niemand mehr von der Prophezeiung des Malachias spricht. – Deshalb tue ich an dieser Stelle das einmal. – Nicht, dass ich daran glaube, denn wie so viele Prophezeiungen wird sich auch diese nicht erfüllen. Erinnern wir uns noch an die Weltuntergangsstimmung Ende Dezember letzten Jahres? Und das nur, weil ein Kalender der Maya endete.
Die Prophezeiung des Malachias ist, was die Namen betrifft, nachweislich eine Fälschung. Die Namen wurden erst in Ende des 16. Jahrhunderts hinzugefügt. Und so kam man nun darauf, wenn man weiterzählte, dass Papst Benedikt XVI. der vorletzte Papst vor dem letzten und damit 112. auf der Liste sei. Dass nun dieser nicht dran ist, sieht man schon daran, dass wir keinen Petrus II. aus Rom als Papst haben.

Das Verfahren gegen Bestechlichkeit gegen Christian Wulff und David Groenewold wird mit ziemlicher Sicherheit eingestellt. Die Staatsanwaltschaft Hannover will das Verfahren einstellen, wenn Wulff und Groenewold diese im Gegenzug einen Geldauflage in fünfstelliger Höhe bezahlen.
Damit dürfte das schon einmal vom Ex-Bundespräsidenten abgewendet sein. Fragt sich nur, ob das auch uns Bürgern gefällt? Mir ist das recht egal, denn Wulffs Ruf ist eh nicht mehr zu retten, da macht dieses eingestellte Verfahren den Kohl auch nicht mehr fett.
Stattdessen warten wir gespannt darauf, was beim Prozess gegen Wulffs ehemaligen Sprecher Olaf Glaeseker herauskommen wird.

Die ARD kann sich mal wieder im eigenen Schatten sonnen. – Ja, ich weiss, das passt nicht zusammen, aber gerade so ist es auch gedacht. – Erst sehen sich mehr als 12 Millionen Zuschauer den ersten Einsatz von Til Schweiger im Tatort an und dann gibt es auch noch einen Rekordabruf in der Mediathek für diesen.
Beim Fernsehen erkläre ich es mir so, dass genug Werbung gemacht wurde, damit auch wirklich der letzte Fernsehverweigerer mitbekommt, wer da am Sonntag sein Debüt geben würde. Und die Mediathek erkläre ich mir so, dass nun all jene sich den Tatort ansehen, um irgendwie nachvollziehen zu können, warum gerade diese Folge so frenetisch gefeiert wurde. Ich empfehle dazu den Ton auszuschalten, eventuell die Folge gleich herunterzuladen, um sie dann im Schnelldurchgang zu gucken. Ausser viel Geballer und einigen Humoreinlagen bezüglich des Kollegen wird man nicht viel zu sehen bekommen.
Ton aus deshalb, weil Til Schweiger sich immer anhört, als hätte er schon wieder ein paar Weinflaschen zuviel getrunken. Ist mir früher nie so aufgefallen, aber seit seinem denkwürdigen Auftritt, empfinde ich das so.
Kann bloss hoffen, dass der nach zwei Folgen aufhören wird. Ich möchte viel lieber Wotan Wilke Möhring sehen, das ist ein weitaus besserer Schauspieler. Wieso ist Schweiger bloss für die Lindenstrasse entdeckt worden? Wenn man das doch nur rückgängig machen könnte.

 

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Nach dem Pferdefleisch kommt der Gammelfleisch-Skandal


Es scheint eng zu werden für Christian Wulff, Bundespräsident a.D. Wurde von der Staatsanwaltschaft Hannover anfangs noch geprüft, ob er sich der Vorteilsnahme im Amt als Ministerpräsident schuldig gemacht hat, wird ihm nun auch noch Bestechlichkeit und Bestechung vorgeworfen. Wulff ist sich keiner Schuld bewusst und forderte über seine Anwälte eine Einstellung des Verfahrens. Das wird natürlich nicht geschehen und wenn es am Ende nur darum geht, an ihm ein Exempel zu statuieren.
Tiefer kann ein Politiker nicht mehr sinken.
Aber im Grunde genommen hat er sich das irgendwie auch selbst zuzuschreiben. Denn der allseits Politiker war er nie. Bundespräsident wurde er auch nicht, weil er dieser Aufgabe gewachsen war, sondern weil Angela Merkel ihn loswerden wollte. Schliesslich hätte er ihr ja gefährlich werden können. So hat sie ihn ins Amt des Bundespräsidenten gelobt. Man kann es doch schon als Blamage ansehen, dass er erst im dritten Wahlgang ins höchste deutsche Amt gewählt wurde. Wenn die Linke sich nicht der Stimmen enthalten, sondern diese Joachim Gauck gegeben hätte, wäre uns einiges erspart geblieben und Christian Wulff erst recht. All die ganzen Dinge, die da vor über einem Jahr rauskamen, wären sicherlich nie publik geworden.
Interessant wird es jetzt, da gegen Wulffs ehemaligen Sprecher Olaf Glaeseker und den Partyveranstalter Manfred Schmidt Anklage erhoben wurde. Das wird Christian Wulff noch einmal ins Rampenlicht bringen. Man wird noch einmal alles schön ausschlachten und ganz tief im Dreck wühlen. Und dann wird der ehemalige Bundespräsident für immer in der Versenkung verschwinden. Bloss das Geld in Höhe von knapp 200.000 Euro, weil er mal Bundespräsident war, bekommt er weiterhin. Irgendwie ungerecht.

Noch etwas zum Pferdefleisch-Skandal. In Island wurden Fertiggerichte nach Pferdefleisch untersucht. Es handelte sich allesamt um Produkte mit Rindfleisch wie etwa Tortellini. Und was stellten nun die Kontrolleure fest? Also erst einmal, es war keinerlei Pferdefleisch enthalten. Allerdings auch nicht das deklarierte Rindfleisch.
Ironie von der Geschichte: Der Pferdefleisch-Skandal hat einen Etikettenschwindel aufgedeckt. Nun könnte man sagen, dass auch Vegetarierer in Island ganz beruhigt Fertigprodukte mit Rindfleisch essen können, denn Fleisch ist in den Produkten garantiert nicht vorhanden.
Der nächste Fall ist schon etwas schlimmer. In Polen war man ebenfalls auf der Suche nach Pferdefleisch. Und was fand man dort? Es war Gammelfleisch. Dieses wurde einfach weiterverarbeitet. Allerdings nicht nur in Polen, sondern höchstwahrscheinlich auch bei uns. Damit haben wir dann gleich den nächsten Skandal. Immer kommt es schlimmer. Und langsam aber sicher, können wir nur noch Vegetarier werden. Oder eben nur noch Insekten. Das ist der neueste Trend. Mehlwürmer und Heuschrecken sollen angeblich auch gar nicht so schlecht schmecken. Ausprobieren muss ich das jetzt nicht gerade.
Interessant ist übrigens, dass seit den letzten Lebensmittelskandalen, die Wochenmärkte einen ernormen Zulauf verzeichnen können. Verstehen kann man das, aber nachvollziehen kann ich es nicht. Denn viele Stände kaufen ihr Obst und Gemüse auf dem Grossmarkt ein und produzieren nur einen kleinen Teil selbst, wenn überhaupt. Wie kann ich mir also sicher sein, dass die Produkte vom Wochenmarkt wirklich direkt vom Erzeuger sind? Eine Frage, die man sich wirklich stellen sollte.
Also doch eher den nächsten Hofladen aufsuchen oder weiterhin beim Discounter einkaufen? Die Frage aller Fragen, die sich jeder selbst beantworten muss. Qualität bekommt man auch schon beim Discounter um die Ecke. Genauso gut kann auch das schöne biologisch erzeugte Produkt nichts sein.
Am besten, man baut sich sein eigenes Obst und Gemüse an. Aber dafür braucht man mindestens einen Balkon.

Hier in München ist gerade bewiesen worden, dass nicht immer ein Neubau sein muss, wenn das bestehende Gebäude angeblich marode ist und eine Sanierung angeblich viel zu teuer ist. Unter anderem Mehmet Scholl, die Sportfreunde Stiller, Marcus H. Rosenmüller, Luise Kinseher, Dieter Hildebrand und andere haben gezeigt, dass sich eine Sanierung lohnt und auch nicht teuer sein muss. Um die 3100 Euro kostete die Generalüberholung einer Wohnung in einem Gebäude im beliebten Glockenbachviertel. Das ist natürlich keine feste Summe und kann bei den anderen Wohnungen variieren. Aber zeigt dies nicht, dass Dinge möglich sind, die andere nicht sehen wollen?
Eine wunderbare Aktion, wie ich finde. Gerade in Zeiten, wo bezahlbare Wohnungen, vor allem in Grossstädten wie München kaum zu haben sind. In New York übrigens kann die Miete nur erhöht werden, wenn ein Mieter auszieht und der nächste kommt. Wohnt jemand schon seit Jahrzehnten da drin und überschreibt diese jemand anderem, bleibt der Preis der gleiche. So kann es sein, dass eine Wohnung nur wenige hundert Dollar pro Monat kostet, während der Nachbar mehrere tausend zahlen muss.

Im Pairi Daiza, Malas Wohnort, hat sich Grosses ereignet. Wie ich bereits berichtete, war bei Elefantin Ani das Jungtier im Mutterleib gestorben, als die Geburt zu lange dauerte. Es kam nicht heraus, so dass man sich nun entschloss, das Kind rauszuholen, da Anis Zustand sich verschlecherte und sie unter Schwindelanfällen litt. Es musste operativ sein, da beim Elefanten das Kind tief liegt. Man kann also nicht wie bei einer Kuh oder einer Giraffe agieren. Allerdings ist ein Kaiserschnitt bei einem Elefanten nicht möglich, aufgrund des Eigengewichts der Organe.
Ein deutsch-belgisch-tschechisches Team operierte Ani vor wenigen Tagen am Fuße des Ganesha-Tempels in Sichtweite von Rani und Mala. Ein kleiner Schnitt wurde gemacht. Die Operation verlief gut, nur Ani wollte nicht aufstehen. Als schließlich sich auch noch Rani einmischte – inwieweit war Mala nun am ganzen Geschehen interessiert? – wurde Ani aufgerichtet. Sie frass ordentlich und bis jetzt hat es keine Komplikationen gegeben.
Mit dieser Operation hat eine Weltpremiere stattgefunden und Jenalas Traum wurde Wirklichkeit. Denn sie glaubte immer daran, dass es möglich ist einen Elefanten mit minimalen Schnitten zu operieren.
Bei Mala werde ich auch bleiben, denn man wird sie wieder im Fernsehen bewundern können.
Am 25. und 26. April wird man sehen können, wie Elefantendame Mala nach Belgien kommt. Wenn ich mir so den Pressetext ansehe, wird mir jetzt schon schlecht. Denn das ist pures Gedöns was da steht. Und wenn da schon so was zu lesen ist, mag man sich gar nicht vorstellen, was dann kommt. Aber schlimmer geht immer. Bin bloss gespannt, was sie sich hier für Erklärungen bereitgelegt haben. Bis jetzt haben sie sich bei den letzten abgegebenen Erklärungen widersprochen.
Jenala werde ich davon nichts sagen, sonst regt sie sich wieder auf.
Und mal sehen, wann sie von Malas Rückkehr berichten werden.

Zu guter letzt: Am Dienstag wird das Konklave beginnen. Dann werden alle 115 Kardinäle den neuen Papst wählen, der eventuell nicht aus Europa kommen wird. Aber das werden wir sehen, wenn der weisse Rauch aufgestiegen und der Name des neuen Papstes verkündet ist. 26 Stunden wie beim letzten Mal wird es nun wahrscheinlich nicht dauern. Es gibt so viele Namen, die durch die Medien kusieren, dass man sich nur fragt, wer nur wird es werden. Es gibt keinen wirklichen Kandidaten so wie beim letzten Mal.

 

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Das war 2012 – Ein Rückblick


Es ist Silvester, das aktuelle Jahr wird in wenigen Stunden Geschichte sein.
In diesem Jahr ist viel passiert. Woran man sich sofort erinnert? Tja, da ist einmal die Euro-Krise, Griechenland und die Wulff-Affäre. Das fällt mir spontan ein. Doch nicht nur das geschah im Jahr 2012, sondern auch noch einige andere Dinge.

Elefanten-Freunde mussten unter anderem von den Elefanten Lola aus Hellabrunn, Chumpol aus Köln und Hussein aus Hamburg Abschied nehmen. Elefantenbaby Lola starb Ende Januar kurz vor ihrer Herz-OP an einer Lungenembolie. Sie hatte eine Herzerkrankung und zuvor stark an Gewicht genommen. Es wäre die erste Herz-OP bei einem Elefanten gewesen. Chumpol wurde von ihrer Gruppe sozusagen zu Tode gemobbt, da sie sich nicht hatte einfügen wollen. Am Tag zuvor hatte sie einige erhebliche Blessuren davongetragen und wollte nicht mit in die Halle. Am nächsten Tag wurde Chumpol tot aufgefunden.
Elefantenbulle Hussein verstarb kurz bevor er in seine Tranportbox geleitet werden konnte. Sein Tod erscheint immer noch rätselhaft, da eine Todesursache laut Veröffentlichung nicht gefunden wurde. Also einen Auslöser, der letztendlich zum Herz-Kreislauf-Versagen führte. Wer einen Zeitungsartikel gelesen hat, der wenige Tage nach dem Tod des Elefantenbullen erschien und zudem Ahnung von Medizin hatte, könnte sich einen Reim darauf machen, wie es abgelaufen sein könnte. Aber das sind Vermutungen, mehr nicht. Sagen wir einfach, Hussein wollte sein Zuhause, wo er 25 Jahre gelebt hat, nicht verlassen.
Auch Elefantendame Mala musste nach 46 Jahren ihr Zuhause in Hamburg verlassen und ihr neues Heim im belgischen Brugelette, im Pairi Daiza, dem früheren Parc Paradiso, beziehen. Monatelang, von Juli bis Ende November stand sie allein und war mehr als unglücklich, was man an ihrer Art des Webens erkennen konnte. Nun lebt sie mit Ani und Rani zusammen und scheint sich als Chefin aufzuspielen. Etwas, das sie in Hamburg nicht tun durfte. Warum sie allerdings nicht bereits vor zwanzig Jahren abgegeben wurde, sondern erst jetzt, bleibt die Frage aller Fragen. Kurz gesagt, war sie noch gut genug, um während der zwei Jahrzehnte als Reitelefant und Gesellschafterin von Hussein herzuhalten. Als beides wegfiel, war sie unnütz geworden, denn in die Gruppe konnte sie angeblich wegen Mogli nicht zurück.
Keine Ahnung, ob in den letzten zwei Jahren versucht wurde, Mala wieder mit der Gruppe zu vergesellschaften. Vielleicht hätte es funktioniert. Mit Thura geht es ja auch, obwohl das angeblich immer schlimmer werden soll.
Als Fussball-Orakel hatte sich Mala bei der Fussball-EM in Polen und der Ukraine bewährt. Bis auf das Eröffnungsspiel tippte sie alle Spiele der französischen und deutschen Nationalmannschaft richtig, wie auch das zweite Halbfinale und natürlich das Finale.
Damit konnte Mala zwar nicht Wunderkrake Paul das Wasser reichen, aber sie war weitaus erfolgreicher als ihre Kolleginnen Nelly aus Hodenhagen oder Kurzzeit-Genossin Citta aus Krakau. Letztgenannte lag kein einziges Mal richtig, was wahrscheinlich auch daran lag, wie sie auf die Honigmelonen losgelassen wurde.
Als Fussball-Orakel tritt Mala weiterhin in Aktion und tippt unentwegt die Spiele des FC St. Pauli. Ihr grosser Traum ist es, einmal als Torwart auflaufen zu dürfen.
Weiter musste Abschied von zwei Jungtieren genommen werden, die beide vom Leipziger Bullen Naing Thein waren. Das Bullenkalb von Hoa starb kurz nach der Geburt, als die unerfahrene Elefantenkuh unabsichtlich etwas härter zutrat, als gut war. Ich bin immer noch überzeugt, dass sie es nicht absichtlich gemacht hat. Das andere Kalb, hier war es ein Kuhkalb, starb während des Geburtsmarathons von über fünfzig Stunden. Damit hat Salvana aus Hamburg den Rekord für eine Geburt eingestellt. Ihre Artgenossin Lai Sinh brachte es auf mehr als 24 Stunden. Auch da war ihr erstes Jungtier eine Totgeburt. Bei Salvana ist es besonders traurig, weil es eben ein Kuhkalb war und Naing Thein nun einmal meist Bullenkälber zeugt.
Aber das Zeitfenster für beide Elefantenkühe hat sich mit diesen Geburten nicht verschlossen. Das ist die Hauptsache.
In Rostock feierte in diesem Jahr Elefantkuh Sara ihren fünfzigsten Geburtstag. Sie lebt dort in Gesellschaft von Kamerunziegen und ihrem Liebling Giesbert, ohne den sie keinen Schritt macht.
Auch Elefantendame Mala wurde im Exil fünfzig Jahre alt. Sie hofft noch weitere dreissig Jahre und eine bessere Zukunft mit schönem Futter.

Anfang des Jahres machte die Wulff-Affäre grosse Runden. Ich war so empört darüber, dass ich meine Blogartikel in ähnlicher Weise wie einst Cato der Ältere am Ende seiner Reden, immer einen Satz wiederholte. Bei mir war es: Im Übrigen bin ich dafür, dass Bundespräsident Wulff wegen der Geldaffäre zurücktreten muss.
Und schliesslich trat Wulff zurück. Allerdings tat er so, als ob er völlig unschuldig wäre. Bezüge erhält er auch, obwohl er gerade einmal 595 Tage im Amt war. Eine Frechheit. Aber Merkel war einen potentiellen Konkurrenten ums Kanzleramt losgeworden, als Wulff 2010 Bundespräsident wurde.
Wenige Monate später erschien von Bettina Wulff ein Buch, bei dem man sich bis heute fragen muss, was das eigentlich sollte? Begriffen hat es niemand und aus der Spiegel-Bestsellerliste verschwand es auch recht schnell. Kurz vor Erscheinen des Buches hatte Bettina Wulff noch schnell einmal auf sich medienwirksam auf sich aufmerksam gemacht. Genutzt hat es am Ende nichts, obwohl einige Bücher über die Ladentheke gingen.
Gewählt zum Bundespräsidenten wurde dann der knapp zwei Jahre zuvor unterlegene Joachim Gauck, der beim DFB-Pokalfinale mit den BVB-Spielern ihren Titel feierte. – Das Bild davon ist einfach toll.
Gauck macht seine Sache ordentlich, redet nicht zuviel von seinem Lieblingsthema Freiheit, sondern auch von Solidarität und anderen wichtigen Dingen. Mit ihm hat Deutschland endlich wieder jemanden, der würdig ist, das Amt des Bundespräsidenten innezuhaben.

In Ägypten wurde ein neuer Präsident gewählt, der allerdings nicht beim gesamten Volk beliebt ist. Es gab Proteste gegen Präsident Mursi, dessen Wahl auch ein wenig seltsam war. In der letzten Zeit wurde gegen die neue Verfassung demonstriert, die dennoch durchgekommen ist. Unter welchen fragwürdigen Umständen auch immer.

Die Euro-Krise traf Europa in diesem Jahr besonders stark. Griechenland stand kurz vor dem Staatsbankrott, war aber nicht bereit zu sparen. Stattdessen war Deutschland der Buhmann. Wir erfuhren, wie stark Griechenland seine Bilanzen frisiert hatte, damit sie in den Euro aufgenommen werden konnten. Fassungslos mussten wir feststellen, dass ohne Bestechungsgelder in Griechenland gar nichts läuft, nicht einmal die Anmeldung eines Autos.
Aber was haben wir gelernt? Griechenland ist nicht schuld an der Krise, sondern Deutschland. Denn die haben im Zweiten Weltkrieg in Griechenland gewütet. Ah ja, welch eine schönes Erklärung. Siebzig Jahre konnten die Griechen damit nicht zurechtkommen, weshalb sie nun beinahe bankrott sind. Aus dem Euro wollten sie auch nicht aussteigen, stattdessen wurden immer noch Rettungspakete geschnürt. Perfekt, um die ohnehin gebeutelte europäische Wirtschaft weiter zu demoralisieren.
Und nicht nur Griechenland trug dazu bei, dass der Euro zu schwächeln begann, sondern auch Spanien und schliesslich Italien bekamen auch die Krise. In Spanien nichts Neues, in Italien gut verschleiert unter Berlusconi.

Aber nicht nur die Europa steckt in der Krise, sondern auch die USA. Da ist es so schlimm, da im neuen Jahr sehr wahrscheinlich die Fiskalklippe kommen wird. Der Anfang vom Ende sozusagen.
Im November wurde Präsident Obama in seinem Amt bestätigt. Anfangs schien es ein Kopf-an-Kopf-Rennen zu werden, doch letztendlich entschied souverän Obama die Wahl für sich.
Nun kann er die Dinge durch den Senat und Kongreß treiben, die er für wichtig hält. Denn wiedergewählt werden kann er nicht, also muss er sich da auch keine Mühe geben, dem Volk zu gefallen.

Gestorben sind in diesem Jahr einige bekannte Persönlichkeiten. Soviele, dass ich sie hier nicht alle aufzählen kann. Allein in den letzten Tagen sind mehr gestorben, als man sich denken kann.

Es ist natürlich noch weit mehr passiert, aber all das hat hier keinen Platz mehr gefunden. Nun muss ich Schluss machen.
Ich wünsche allen Lesern ein gutes Neues Jahr 2013!

 

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Kurt Felix ist tot – Eine Fernsehlegende ist abgetreten


Ach ja, das Jahr läuft an mir wieder vorüber, als würde es darum gehen, dass es nur ja als erstes zu Ende geht. Kommt mir das jetzt nur so vor oder ist es wirklich so?
Und wo ich gerade mir Gedanken mache, was ich heute eigentlich schreiben will, da erreicht mich die Nachricht, dass Kurt Felix, der Erfinder von „Verstehen Sie Spaß?“ gestorben ist.
So ganz überraschend kam es nicht, schliesslich litt er seit 2003 an Krebs. Zwischenzeitlich hiess es mal, es wäre überstanden, aber dann kam es wieder.
Lei sagt, wenn der Krebs zurückkehrt, ist er meist schlimmer als zuvor. Ob es stimmt, weiss ich nicht. Lei ist vom Fach.
Ich bin zu jung, um Kurt Felix noch bei „Verstehen Sie Spaß?“ gesehen zu haben. Ich erinnere mich nur an Cherno Jobatey, Dieter Hallervorden, Frank Elsner und jetzt eben Guido Cantz. Der macht das ja erst seit 2010, aber soll angeblich seine Sache nicht schlecht machen. Ich kann dazu nichts sagen, da ich die Sendung nicht gucke, weil sie mich einfach nicht interessiert.
Eine weitere Fernsehlegende, die abgetreten ist. Wobei, Fernsehlegende? Kann man Kurt Felix so bezeichnen? Ich denke schon, schliesslich hat er eine Sendung aus der Taufe gehoben, die sich immer noch recht grosser Beliebtheit erfreut. Wir können in seinem Fall von einer Fernsehlegende sprechen, denn auch nach seinem Ausstieg aus „Verstehen Sie Spaß?“ als Moderator, blieb er den Menschen präsent.
Gegen Ende weniger und man begann sich schon zu fragen, wie lange er denn noch machen würde. Ich finde solche Fragen und Diskussionen äusserst makaber. Aber ganz entziehen kann man sich dem nicht, vor allem wenn man in einem Beruf wie dem meinen arbeitet.

Gestern sollte eigentlich entschieden werden, ob das Spiel Düsseldorf gegen Hertha nun wiederholt wird oder nicht. Tja, das war denen vom DFB wohl ein wenig zu heikel, denn erst am Montag soll nun das Urteil kommen. Zwei Tage mehr Zeit, um zu einem abschliessenden Urteil zu kommen.
Meine Meinung ist nach wie vor dieselbe: Das Spiel muss wiederholt werden.
Bereits als die ganzen Bengalos gezündet wurden, war das Spiel doch nicht mehr sicher. Und dann der verfrühte Freundentaumel der Fortuna-Fans. Wenn das Spiel wirklich wiederholt wird und Hertha gewinnt das Spiel, dann ist der Teufel los. Vor allem natürlich bei den Fortuna-Fans.
Ich habe auch gar nichts dagegen, wenn Düsseldorf nicht in die erste Liga aufsteigt. Dafür mag ich den Verein einfach nicht, dabei bin ich nicht einmal Köln-Fan.
Jonas sagt ja, dass das alles nicht passiert wäre, wenn St. Pauli sich den Relegationsplatz erkämpft hätte. Dann würde es keinen Ärger geben und St. Pauli auch in der nächsten Saison in der zweiten Liga spielen.

Norbert Röttgen ist gegangen worden. Was haben wir auch anderes erwartet? Merkel war er lästig, also durfte er gehen. Und als er es nicht freiwillig machen wollte, zog die Kanzlerin eben die Reissleine. So hat sie es doch bis jetzt noch mit jedem gemacht, der ihr im Amt gefährlich werden könnte. Als erstes Friedrich Merz, schliesslich folgte Christian Wulff, den sie als Bundespräsidenten weglobte, und am Ende Norbert Röttgen.
Das er Ministerpräsident werden würde, glaubte Merkel wahrscheinlich selbst nicht. Dafür hat Röttgen einfach keine Ausstrahlung und mit der Brille wirkte er nicht einmal seriös, sondern wie ein potenzieller Amokläufer.

 

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2030 Minus 18 Jahre gleich 2012 – Guttenbergs Comeback?


Na, auch zu denen gehört, die den Zapfenstreich bewusst nicht geguckt oder zu den Demonstranten gehört haben? Ich gehöre zu ersterer Sorte, denn da in der Kälte zu stehen und mit einer Vuvuzela oder einer Trillerpfeife meinem Unmut Luft zu machen, wäre mir definitiv zu kalt gewesen. Zudem hätte ich ja auch nach Berlin fahren müssen, was nun wieder eine halbe Ewigkeit mit dem Zug dauert. Und am nächsten Tag mußte ich auch noch arbeiten.
Habe nichts vom Zapfenstreich gesehen, bewusst die ARD um die Zeit ignoriert. Aber gewiss wird der Zapfenstreich doch von einigen geguckt worden sein, und sei es nur, weil sie neugierig waren, wie Wulff nun aussieht. Ich habe gestern Bilder von ihm gesehen. Ich sag’s mal so: Wulff sah um zwanzig Jahre gealtert aus. Steckt er wohl doch nicht so ganz weg, dass fast das gesamte deutsche Volk gegen ihn ist. Die Türken würden angeblich traurig sein, dass er nicht mehr Bundespräsident ist, da er so etwas Ähnliches gesagt haben soll, dass auch der Islam zu Deutschland gehört. Da kann Wulff dann doch in die Türkei auswandern, irgendjemand seiner Zweckbündnisse wird schon dort ein Ferienhaus haben. Interessant war ja auch die neue Frisur seiner Frau. Hat sich die Haare kürzen lassen. Das gab bei uns in der Redaktion wieder Anlass für Spekulation. Denn es heisst, dass eine Frau sich eine neue Frisur zulegt, wenn sich in ihrem Privatleben etwas ändert. Deshalb wurden bei uns schon Wetten abgeschlossen, wann denn nun die Trennung der Wulffs bekannt gegeben wird. An was wir schon alles denken, man glaubt es nicht. Und das nur anhand von ein paar Bildern, die wir analysieren.
Der Zapfenstreich war ja eine reichlich unbedeutende Veranstaltung, schliesslich fehlten alle noch lebenden Bundespräsidenten, alle wichtigen Politiker der Opposition und es wollten nicht einmal die hingehen, die nicht eingeladen waren. Tja, das ist mal was Neues und zeigt auch, wie wenig von Wulff von gehalten wird.
Dafür demonstrierten hunderte vor dem Schloss Bellevue. Es war sogar im Hof noch zu hören, wenn da gerade keine Musik ertönte. Das hat es bis jetzt noch nie gegeben. Aber auch noch nie sind die Deutschen von einem Bundespräsidenten so enttäuscht worden, wie von Wulff. In Berlin seien ja sogar die ganzen Vuvuzelas ausverkauft gewesen. Ein paar hatte ich auch gehört, aber vornehmlich Trillerpfeifen. Das sollte Wulff doch wirklich zu denken geben. Er hätte den Zapfenstreich absagen und somit darauf verzichten sollen. Aber er ist jemand, der auf so was nicht verzichtet, dass sieht man daran, dass er auch das Ehrensold und alle weiteren Ansprüche haben will, die ihm als Bundespräsident zustehen. Dabei war er gerade mal 598 Tage im Amt, nicht einmal zwei Jahre. Hat so jemand es verdient, dem deutschen Staat auf der Tasche zu liegen? Nein, hat er nicht. Und genau so sieht es auch die Mehrheit der Deutschen. Deshalb haben hunderte vor dem Schluss Bellevue gestanden und demonstriert. Aber wir können nichts ändern, das ist ja das Schlimme an der ganzen Sache. Wir gönnen nur hoffen, dass Wulff der Himmel auf den Kopf fällt. Dann sind wir die leidigen Zahlungen los. Oder kriegt dann seine Frau das Geld weiter? Aber die ist ja eh bald weg, wenn man nach der Frisur geht.
Es sollen aus dem Fall Wulff Konsequenzen gezogen werden, das beispielsweise ein Bundespräsident nur die vollen Bezüge erhält, wenn er nicht die volle Amtszeit abgeleistet hat. Leider wird das auf Wulff nicht mehr zutreffen, ausser es würde rückwirkend greifen. Sonst gilt es erst ab Joachim Gauck.
Wie grossspurig tat Wulff doch, als er bezüglich des Ehrensolds befragt wurde und es für überholt hielt. Aer selbst wollte er wohl nicht darauf verzichten, wie es bereits bei seiner schwammigen Antwort zu verstehen war.
Und nun will er alles haben, was ihm auch zusteht. Ihm ist ja eine Blankovollmacht erstellte worden, nachdem das Bundespräsidinalamt verkündete, ihm stehe der Ehrensold zu, da er aus politischenGründen zurückgetreten sei. Dass er das tat, weil ihm drohte, die Immunität genommen zu werden, wird schlichtweg vergessen. Denn damit ist es eindeutig kein politischer Grund. Wenn Wulff noch einen Hauch Ehre im Leib hätte, würde er auf all das verzichten. Aber die hat er wohl schon lange nicht mehr – seine Ehre.
Kritisiert wurde Wulff ja auch dafür, dass er sich vier Stücke wünschte. Wieviele Stücke sich jemand wünschen darf, ist nirgends vorgeschrieben. Doch bei Wulff wird alles kritisiert, sogar seine Musikwünsche. Wie eben bei „Over the Rainbow“. Judy Garland sang es im Film „The wizard of Oz“, wo ein Mädchen in Roten Schuhen in ein Märchenland gelangt. Paul Kuhn kritisierte dieses Lied, da es recht realitätsfern sei und von Wünschen handle. Tja, da passt es doch wie die Faust aufs Auge. Wünscht sich Wulff doch nichts weiter, als wieder Everybodies Darling zu sein. Aber das hat er ein für allemal versaut.

Am Mittwoch gab es das alljährliche Derbleckn auf dem Nockherberg. Ich muss sagen, ich bin enttäuscht. Ich habe viel erwartet und doch nicht wirklich was gesehen.
Für mich war dies das schwächste Singspiel, seitdem ich das gucke. Also seit Stoibers Abschiedsvorstellung, wo er als weinender Clown auftrat. 2007 oder wann war das? Jedenfalls fand ich es ja letztes Jahr schon schwach mit Rösker, der deutschen Aische und dem Wutbürger. Dieses Jahr waren diese seltsamen Figuren verschwunden, dafür gab es den Baden-Württembergischen Ministerpräsidenten, der sich freute, dass er durch Fukushima an die Macht gekommen ist. Das hat Claudia Roth später kritisiert, weil man nicht auf Kosten von Menschen Witze machen sollte. Aber es ist die Wahrheit gewesen. Wenn Fukushima nicht stattgefunden hätte, wären die Grünen niemals zweitstärkste Macht in Baden-Württemberg geworden. Das muss man einmal bedenken, und so sehe ich diesen Witz auch nicht als allzu ernst an.
Ein Wiedersehen gab es auch mit Guttenberg, der sogar ein Vierfach-Comeback versuchte, aber immer wieder scheiterte. Obwohl er ja alles hat, was man als CSU-Politiker braucht, wie Seehofer zugab. Also die Doubles natürlich.
Die Lieder waren recht müde und nicht so, wie man es sonst kannte. Allerdings verstand man nun, warum die Merkel-Darstellerin ausgetauscht worden war. Die vorherige Darstellerin sieht zwar ähnlicher aus, aber dafür kann sie nicht besonders singen und gerade hier wäre sie beim diesjährigen Singspiel grandios gescheitert.
Erwartet hatte man irgendwie Christian Wulff, doch von dem war höchstens mal die Rede, aber höchstselbst tauchte er nicht auf. Tja, war wohl irgendwie nicht in der Handlung unterzukriegen gewesen.
Recht schwach, dafür war dann schon Mama Bavarias Rede besser, auch wenn sie an einigen Stellen doch schwächelte. Mutig war ja, dass auf Seehofers uneheliches Kind angespielt wurde. Viele empfanden das unter der Gürtellinie. Aber ich finde, dass sich darüber ruhig Witze lassen machen, denn schliesslich kann man nicht leugnen, dass dieses Kind existiert. Ob nun einige daran erinnert werden möchten, ist eine andere Sache.
Nach dem Singspiel wurde Seehofer bezüglich eines Comebacks von Guttenberg angesprochen, ob das noch vor 2030 stattfinden würde. Daraufhin sagte Seehofer, dass es 2030-18 sein würde. Und jeder, der rechnen kann, kam auf das Jahr 2012. Also noch in diesem Jahr? Das wäre wahrlich eine Sensation. Allerdings sollte man es eher skeptisch sehen, denn Seehofer redet schliesslich viel, wenn der Tag lang ist. Bei ihm weiss man ihn, ob er es nun ernst meint, oder doch eher als Witz sieht.

Griechenland, das Land in dem das Geld in den Olivenpressen verschwindet, gibt es auch noch. Das zweite Hilfspaketist beschlossen worden, das Griechenland wieder jede Menge Geld in den Hintern schiebt. Und nun heisst es, dass Land soll seinen Schuldenschnitt geschafft haben. Soll man das nun positiv oder eher negaitiv sehen? So ganz schlau, scheint niemand daraus zu werden. Und vom IWF gibt es auch noch einmal Geld. Zwar weniger als erhofft, aber immer noch zuviel, wie ich finde. Mein Rat: Lasst Griechenland endlich pleitegehen! Das Geld, dass Griechenland bekommt, wird niemand jemals wiedersehen. Das ist ein Fass ohne Boden, aber das wird man wohl erst sehen, wenn es zu spät ist. Griechenland wird noch ganz Europa in den Abgrund stürzen. Auch wenn es noch nicht so aussieht, es wird so passieren, dessen bin ich mir sicher.

Morgen ist der Jahrestag des grossen Erdbebens von Japan. Im Gedächtnis geblieben ist uns eigentlich nur das Nuklearkraftwerk Fukushima, wo eine Kernschmelze stattfand und wir hilflos zusehen mussten, wie die Japaner leugneten, was da eigentlich vor sich ging. Die Folge war in Deutschland, dass sofort der konsequente Ausstieg aus der Kernenergie beschlossen wurde. Als Termin wurde 2022 genannt, inzwischen ist das aber schon längst überholt. Nun gilt 2030 schon als realistisch, weshalb die Grünen ja auch sagen, die Bundesregierung würden den Ausstieg aus der Kernenergie verschleppen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass es noch den Rücktritt vom Rücktritt geben wird. Und da nun auch nicht mehr die Solarenergie wirklich gefördert und vergütet wird, dürfte es wohl wirklich schwierig werden. Im Übrigen möchte ich auch keine Solarparnele auf dem Dach haben. Denn in Oberstdorf brannte ein Haus aus, weil es aufgrund der Solardinger auf dem Dach nur schwer zu löschen war. Daran hat wohl niemand gedacht. Aber ich war ja nie wirklich von der Solarenergie überzeugt, der Wirkungsgrad ist zu niedrig und dazu dann auch noch lebensgefährlich.

 

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