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Das ZDF hat nichts dazugelernt


Schottland bleibt ein Teil von Grossbritannien. Mit etwa 55 zu 45 Prozent der Stimmen, stimmten die Schotten gegen eine Abspaltung.
Aufatmen beim Premierminister. Nun muss er aber die Zugeständnisse einhalten, die er den Schotten gemacht hat. Und auch Wales, Nordirland und England, wollen mehr Selbstbestimmung haben.
Eine äusserst knappe Entscheidung, aber was wäre gewesen, wenn Schottland für „Ja“ gestimmt hätte?
Die Währung hätte eine andere werden müssen, die Banken wären abgesprungen, man wäre kein EU-Mitglied mehr. Das sind nur einige Punkte, aber ich glaube nicht, dass die Befürworter der Abspaltung wirklich erkannt haben, was es für Schottland bedeutet hätte, wenn es eigenständig geworden wäre.
Übrigens freut sich auch der Rest Europas, abgesehen von den Gebieten, die gerne dem Vorbild Schottlands gefolgt wären. Südtirol beispielsweise oder die Katalanen. Aber sie können es immer noch machen. Was dabei herauskommen würde? Tja, das würden wir dann sehen.
Im Grunde würde es meiner Meinung nach nur Nachteile geben. Denn bislang werden sie von dem Land getragen, zu dem sie gehören. Sie verwalten sich bis zu einem gewissen Grad selbst, aber sie sind in einem Verbund, der alles besser abpuffern kann.
Es gibt Vorteile wie Nachteile. Warten wir ab, was weiter geschehen wird.

Wieder einmal hat das ZDF seinen Verjüngungswahn ausgelebt. Dieses Mal hat es die Serie „Der Alte“ getroffen.
Genau so unpersönlich ging es auch vor vier Jahren beim „Forsthaus Falkenau“ zu, als Darsteller der ersten Stunde einfach rausgeschrieben wurden. Diese bekamen zu hören, sie bräuchten nicht mehr wiederzukommen.
Damals verlegte man sie Serie von „Küblach“ an einen anderen Ort. Zwei Jahre später, im Oktober 2012, wurde dann vom ZDF verkündet, dass die Serie nicht mehr fortgesetzt werde. Dasselbe Schicksal traf auch die langjährige Serie „Der Landarzt“.
Angeblich seien beide Serien bei den Jüngeren nicht so beliebt gewesen. Ich muss sagen, dass in meiner Familie „Der Landarzt“ und „Forsthaus Falkenau“ nach dem Wechsel der Hauptdarsteller nicht mehr geguckt wurde. Die waren übrigens freiwillig gegangen, nicht das man da dem ZDF auch noch was unterstellt. Ich fand beide Serien nie besonders toll, aber dieses heile Welt-Gefasel im Forsthaus war eh nie mein Fall.
Anfang 2010 war auch die Mutter als Soko-Serien betroffen, als Hartmut Schreier aus der Serie „Soko 5113“ rausgeschrieben würde. Seinen praktischen Rauswurf wollte er damals nicht kommentieren, wie ich von Kollegen erfahren habe. Er hätte vom ZDF noch ein paar Rollen danach bekommen. Also sägt man nicht den Ast ab, auf dem man sitzt und schweigt lieber. Aber ist das wirklich die beste Lösung?
Nun also hat es die Krimi-Serie „Der Alte“ getroffen – übrigens nicht zum ersten Mal. Begonnen hat es damit, dass Walter Kreye einfach abserviert wurde, nachdem er wegen einer Krebserkrankung pausieren musste. Kündigung am Telefon. Auch sehr schön. Irgendwann wird nur noch eine SMS verschickt.
Nach Rolf Schimpf in die Fussstapfen des Alten zu treten, war nicht leicht und ich fand Kreye auch nicht so passend. Aber ich fand und finde ihn immer noch besser als den jetzigen Hauptdarsteller Jan-Gregor Kremp. Nichts gegen Kremp, er ist ein toller Schauspieler, aber je mehr Folgen ich von „Der Alte“ mit ihm in der Hauptrolle gesehen habe, desto mehr kam ich zu der Überzeugung, dass er für die Rolle einfach nicht passt.
Der nächste Wechsel war dann der des Gerichtsmediziners. Zack, ersetzt durch eine jüngere Person, dieses Mal eine Frau. Das soll auch schon unpersönlich vonstatten gegangen sein.
Nun dann die nächste Verjüngungsaktion, die beiden Figuren Axel Richter und Werner Riedmann werden durch jüngere Darsteller ersetzt. Ich tippe mal darauf, dass mindestens eine der neuen Figuren eine Frau sein wird. Wieso? Instinkt könnte ich jetzt sagen. Nein, ich vermute es nur, weil ja bereits der Gerichtsmediziner durch eine Frau ersetzt wurde. Ausserdem herrscht jetzt Gleichberechtigung in den Serien, also muss noch eine Frau dazukommen. Finde ich allerdings nicht passend, denn das macht das ganze Gefüge der Serie kaputt.
Im übrigen weiss ich gar nicht, wieso die Serie eigentlich verjüngt werden soll. Die läuft doch super, die Einschaltquoten sagen auch ihr übriges aus. Warum also eine Veränderung? Weil das ZDF endlich von seinem „Kukident“-Image weg will? Die Freitags-Serien sind nun einmal eher für die mittelalten bis alten Semester reserviert. Selbst ich muss mich mit meinen knapp 30 Jahren schon bald zu den Älteren zählen lassen. Wenn die angestrebte Zielgruppe des ZDF – welche ist das überhaupt? Zehnjährige? – sich die Freitagsserien nicht ansieht, hängt es damit zusammen, dass eben andere Serien laufen, die sie weit mehr interessieren. „Castle“ beispielsweise oder auch „Elementary“ oder ich weiss nicht was. Ausserdem sollte das ZDF mal bedenken, dass die jungen Seher von vor zwanzig Jahren älter geworden sind. Steve und Lei haben Anfang der 1990er begonnen diese Serie zu gucken, sahen sich sogar die damaligen Wiederholungen aus den 80er Jahren an. Die kennen fast alle Folgen und sehen sich die Serie immer noch an. Aber sie sind in all den Jahren auch älter geworden. Die Teenager von damals sind nun Erwachsene, die in ihrem vierten Lebensjahrzehnt sind. Dies trifft auch auf die letzte verbliebene Daily-Soap der ARD zu. Nur hat die mit einem erheblichen Zuschauerschwund zu kämpfen gehabt in den letzten Jahren, was aber an der Uhrzeit liegt und man ab einem bestimmten Alter sich nicht mehr für die Geschichten und Intrigen der Soap interessierte. Ab nächstem Jahr soll „Verbotene Liebe“ dann wöchentlich gezeigt werden. Ob das die Lösung ist? Na ja, ich glaube nicht.
Aber „Der Alte“ hat nicht mit einem schleichenden Zuschauerschwund zu kämpfen. Da mögen die leitenden Ermittler in den letzten Jahren gewechselt haben, aber ansonsten ist alles gleich geblieben. Es gibt einen Mord und es wird ermittelt.
Ich weiss gar nicht, wieso man immer versuchen muss, für die Jüngeren attraktiv zu sein. Wir kennen alle die Studien, die besagen, dass die Älteren im Gegensatz zu den Jüngeren zunehmen werden. Warum also versucht das ZDF dann unter allen Umständen, sich verjüngen zu wollen. Sitzen an den entsprechenden Stellen Menschen, die an der Midlief-Crisis leiden und deshalb einen auf „Verjüngungskur ist das Beste“ machen? So mag es einem Vorkommen, denn die Serie läuft doch, wie ich bereits sagte. Eine Änderung der Figuren bedeutet einen Umbruch, der unter Umständen von den Zuschauern nicht akzeptiert wird. Allerdings gibt es einige wenige, denen das völlig egal ist, wer da nun spielt und worum es überhaupt geht. Die haben den Fernseher bloss laufen, damit sie eine Geräuschkulisse haben.
Bei der Krimi-Serie „Ein Fall für Zwei“ könnte man sagen, dass beide Hauptdarsteller rechtzeitig gegangen sind, bevor es ihnen nicht anders ergangen wäre und sie durch jüngere Darsteller ersetzt worden wären. Mit der Serie in neuem Format kann ich nun wirklich nichts anfangen. Ich habe mir drei der vier Folgen angesehen, die im Mai gezeigt wurden, aber überzeugt hat mich keine der Folgen. Man kann nicht immer dasselbe erwarten, das sehe ich ein. Aber was da umgesetzt wurde, mag ich persönlich nicht.
Aber das ZDF macht sowieso, was es will. Ob sich da nun einer aufregt oder nicht, das ist denen völlig egal. Markus Lanz blieb auch „Wetten, dass..?“-Moderator, obwohl die Kritiken in den ersten drei Sendungen nicht abebbten. Stattdessen wurde so lange auf Lanz gesetzt, dass die Show am Ende praktisch tot war, von einem Quotentief zum nächsten ging. Da hätte man viel früher die Reissleine ziehen müssen, im Grunde genommen hätte man Lanz gar nicht nehmen dürfen. Aber das ZDF hat manchmal Gedankengänge, die Otto Normalverbraucher nicht nachvollziehen kann.
Gut, bei der Serie „Der Alte“ könnte man nun argumentieren, dass man die Figuren Richter und Riedmann auswechseln muss, weil sie ja ungefähr so alt sind wie die Hauptfigur. Wieso bleibt dann aber die Figur Heymann? Ja, das ist die Frage aller Fragen. Ich sage mal, wenn das ZDF diese Figur einfach rausschreibt, werden viele ältere Zuschauer, die Serie nicht mehr gucken. Denn Michael Ande, der Gerd Heymann spielt, ist seit der allerersten Folge von „Der Alte“ dabei – seit 1977. Den kann man nicht so leicht rausschreiben. Da würde es einen Sturm der Entrüstung geben. Aber die anderen Figuren. Ach was, das interessiert doch keinen.
Dabei glaube nicht, dass man heute den Titel „Der Alte“ noch wörtlich nehmen sollte. Diese Serie hat zwar einen Kommissar, der das Wort führt und die Ermittlungen leitet, aber muss der nun älter als seine Kollegen sein? Ja, einen Jungspund von gerade mal dreissig Jahren sollte man vielleicht nicht zum leitenden Ermittler machen, das würde nicht passen. Aber ansonsten ist der Titel der Serie doch heutzutage nicht mehr zwingend dazu gemacht, dass es heisst, der leitende Kommissar muss älter als seine Kollegen sein. Auch wenn der Titel es einem suggerieren mag.
Im Grunde wüssten wir eigentlich noch nichts von diesem Umbruch bei „Der Alte“, wenn Pierre Sanoussi-Bliss, der Darsteller des Axel Richter, gestern nicht ein Video auf seinem Facebook-Account gestellt hätte, wo er von seinem „Rausschmiss“ berichtet.
Im Gegensatz zu anderen, die dasselbe Schicksal ereilt haben, spricht er darüber. Das kann man nun positiv wie negativ sehen. Die einen sagen, der will sich bloss wichtig machen, weil danach nie mehr ein Hahn nach ihm krähen wird, während die anderen sagen, dass es völlig richtig ist, dass er darauf aufmerksam macht und was er davon hält. Dem letzteren schliesse ich mich auch an. Denn dadurch wird uns deutlich, dass die Schauspieler einer Serie praktisch dem Sender schutzlos ausgeliefert sind. Passt jemand nicht mehr ins Konzept, muss er gehen. So ist es hier auch geschehen. Nur hat sich dieses Mal einer der Betroffenen zu Wort gemeldet.
Eine Änderung der Entscheidung des ZDF wird es sehr wahrscheinlich nicht geben. Es ist ein Kampf gegen Windmühlen, da hat Pierre Sanoussi-Bliss recht, aber man kann immer sagen, dass man es nicht schweigend hingenommen hat.

Das Oktoberfest hat heute wieder begonnen. Im Juli – oder war es August? – sagte einer der Kollegen, dass auf der Theresienwiese wieder die Zelte aufgebaut würden. Da wusste ich schon, dass es bald wieder so weit sein würde.
Ein neuer Oberbürgermeister hat dieses Mal das erste Fass Bier angeschlagen. Ganze vier Schläger brauchte OB Reiter dafür. Im Grunde drei, aber um ganz sicher zu sein, schlug er noch einmal zu. Damit schlug er sich wacker, auch wenn er doppelt so viele Schläge brauchte wie Vorgänger Ude. Aber aller Anfang ist schwer. Ude brauchte sieben oder neun Schläge. Da scheiden sich die Geister, habe beide Angaben mehrmals gefunden.
Bis 05. Oktober geht die Wiesn und ich muss mir wieder ein paar Ausreden überlegen, damit ich dort garantiert nicht hinmuss, um irgendwelche Prominenten zu interviewen. In den letzten Jahren ist es mir gut gelungen, hoffentlich auch in diesem Jahr.

Jonas ist verzweifelt wegen seinem neuen Fussballorakel. Die Pusteblume überzeugt ihn überhaupt nicht. Von fünf Spielen, die sie getippt hat, lag sie nur bei zwei Spielen richtig. Da wollen wir von der Quote lieber erst gar nicht sprechen. Aber selbst der Schlaubeutel hat bei den beiden letzten Spielen daneben gelegen. Ich erinnere noch einmal daran, sie hat noch die Spiele bis zum Gegner Düsseldorf getippt, bevor sie gegangen ist. Also soll Jonas sich gar nicht ärgern.
Das tut Elefantendame Mala – auch so ein Kampf gegen Windmühlen – schon genug, denn St. Pauli verlor auch gestern erneut. Dieses Mal gegen den Tabellenletzten. Da könnte man sich natürlich fragen, woher diese katastrophale Leistung bloss kommt. Wenn man dann allerdings hört, dass St. Pauli gegen Erzgebirge Aue und noch dazu in Aue spielte, war alles klar: Denn gegen Aue lässt St. Pauli immer Punkte – na ja, fast immer. Und so war es auch nicht verwunderlich, dass St. Pauli auch dieses Mal mit null Punkten heimfahren musste. Aber gleich 3:0 zu verlieren? Nun gut, das ist eine andere Sache.
Kein Wunder, dass sich Elefantendame Mala ärgert. Leichtfertig werden Punkte verschenkt. Will man es nun dem HSV gleichmachen und sich in den Abstiegskampf stürzen? Mala jedenfalls würde sich auf der Stelle zum Trainingsplatz aufmachen, wenn sie könnte und nicht hunderte von Kilometern dazwischen lägen. Muss sie halt auf nächste Woche warten, dass St. Pauli endlich wieder einmal drei Punkte einfährt.
Aber gegen Aue hatte sie eine Niederlage vorhergesagt, Mala kennt schliesslich ihre Pappenheimer.

 

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Sind Quizsendungen besser als Serien?


Lange wurde über das Aus gemunkelt, seit gestern ist die Befürchtung nun Wirklichkeit geworden. Die ARD stellt die seit knapp zwanzig Jahren laufende Daily-Soap „Verbotene Liebe“ ein. Anfang 2015 wird die letzte Folge zu sehen sein.
Nun ja, ich bin nicht wirklich traurig darüber, habe ich der Soap nie etwas abgewinnen können. Nun wird auch die letzte der noch überlebenden Daily-Soaps der ARD eingestellt. Vor drei Jahren musste schon die Mutter aller täglichen Seifenopern Adieu sagen: Marienhof. Nun hat auch das ehemals zweite Zugpferd der ARD ausgedient.
Die Begründung seien andere Fernsehgewohnheiten der Zuschauer. Hm, von der Quote her mag es stimmen, dennoch macht es mich nachdenklich. Denn ich frage mich, warum läuft denn „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ auf RTL immer noch? Die Daily ist auch schon mehr als zwanzig Jahre alt, läuft aber immer noch.
Man muss sich mal eines vor Augen halten. Die Zuschauer von vor zwanzig Jahren waren in etwa zwischen zehn und zwanzig Jahre alt. Zwanzig Jahre später also etwa dreissig bis vierzig. „Verbotene Liebe“ läuft immer um 18 Uhr, früher mal um 17.55 Uhr, aber zu einer Uhrzeit, wo die meisten noch arbeiten oder von der Arbeit auf den Weg nach Hause sind. Also sieht man sich diese Daily nicht mehr an. Einerseits, weil man berufstätig ist oder andererseits einfach aus dem Alter raus ist, wo man sich für die immerwährenden Intrigen und Liebesgeschichten interessiert. Denn das ist das Problem der Serie: Die Zuschauer sind älter geworden und ihre Interessen auch zwangsläufig andere. Warum allerdings noch „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ läuft? Einerseits die Uhrzeit. Um die Zeit sind die meisten, die nicht im Schichtdienst arbeiten, zu Hause. Damit können sich jüngere, aber auch die Generation von vor zehn oder zwanzig Jahren mit identifizieren. Weiss wirklich nicht, was die anders machen bei RTL, aber anscheinend läuft es da noch ein wenig besser. Vielleicht hat man auch einfach den längeren Atem.
Bloss den Ersatz, den die ARD nun ab dem nächsten Jahr bietet, ist nun wirklich überholt. Das „Quizduell“ mit Jörg Pilawa. Ich erinnere mich noch daran, wie vor etwa zehn bis fünfzehn Jahren kein einziger Sender ohne eine Quizshow im Vorabendprogramm auskam. Ganz vorneweg die ARD mit Jörg Pilawa als Moderator. Nach dem Quiz-Hype kamen die Kochsendungen. Hier ist die ARD nie auf das aufgezäumte Pferd aufgesprungen, sondern suchte lieber nach neuen Formaten. Einzig „Türkisch für Anfänger“ erwies sich als erfolgreich im Vorabendprogramm. Selbst Bruce Darnell scheiterte, obwohl Mode damals hoch en vogue war. Aber da war die ARD wohl ihrer Zeit voraus. Jetzt haben wir für so was die „Shopping-Queen“. Ein furchtbares Format wie die Sendung „Das perfekte Dinner“. Aber was einem nicht gefällt, muss man sich schliesslich nicht ansehen.
Wer sieht sich eigentlich eine Quizshow an? Mag anfangs vielleicht noch ankommen, aber danach wird die Quote sich auch stetig senken. Garantiert!
Im übrigen krankt es bei der ARD im Vorabend doch seit Jahren. Nun hat man 2011 die heiter bis tödlich-Reihe begonnen, aber wirklich überzeugen konnte keine einzige der Serien. Einige waren wirklich gut, weil sie skurril waren, wie beispielsweise „Nordisch herb“ oder „Fuchs und Gans“. Aber diese beiden gehören leider zu den Serien, die nicht fortgesetzt wurden. Man ging von der Krimi-Spur weg und widmete sich sozusagen dem Schwachsinn wie beispielsweise bei „Zwischen den Zeilen“, die nur noch von „Wenckes Verbrechen“ getoppt wurde. Selbst die altgedienten Serien, „Hubert & Staller“ ist die Ausnahme, sinken immer mehr ab. Besonders „Morden im Norden“ hat sich derart verschlechtert, wie man es nicht gedacht hat. Ich fand die Serie nie besonders, aber die dritte Staffel war nur noch eine Farce. Anscheinend bin ich allerdings wohl der einzige, der das so sieht.
Heute sollte eigentlich mal wieder eine „Fuchs & Gans“-Folge in der ARD gezeigt werden. Die gerade mal sechste in zwei Jahren nach dem Aus. Aber was ist nun? Gestern musste ich mit Erschrecken feststellen, dass man anstelle dieser schönen Serie ein WM-Extra sendet. Was interessieren mich die schönsten Szenen der WM und das Philipp Lahm aus der Nationalelf zurückgetreten ist? Das interessiert doch wirklich niemanden. Aber mit uns Gebührenzahlern kann man es ja machen und sendet einfach was anderes. Und da wundert sich die ARD, dass die Zuschauer ausbleiben?
Das Grundproblem, warum der Vorabend hakt, ist nicht nur, dass die Zuschauer von früher älter geworden sind und sich entweder nicht mehr für die Sendung interessieren oder einfach wegen ihres Berufes nicht mehr dazu kommen „Verbotene Liebe“ sich anzusehen. Meist wollen sie das dann auch nicht mit der Mediathek nachholen. Ich würde das auch nicht machen. Ausserdem läuft parallel dazu auf dem ZDF jeden Tag eine andere Soko-Serie. Momentan alles nur Konserven, aber selbst die mögen interessanter sein als die ewigen immergleichen Intrigen. Wobei, warum laufen dann eigentlich die Telenovelas auf der ARD? Da geht es doch auch immer nur um das gleiche, jedes Mal etwas anders für den Zuschauer verpackt. Doch im Grunde genommen, sieht man immer das Gleiche. Liebe und Intrigen, mal nette Nebenhandlungen, aber ansonsten immer der gleiche Schmuh. Man braucht doch bloss den Vorspann sich ansehen, wo die Darsteller vorgestellt werden, und man weiss, wie diese Jahresepisode ausgehen wird. Meine ganz persönliche Meinung. Dennoch läuft das. Das ZDF ist damit nach seiner „Wege zum Glück“-Telenovela gescheitert. Vielleicht waren die Tierdokumentationen auf der ARD einfach besser. Wobei ich die inzwischen auch ziemlich ausgelutscht finde. Irgendwann gibt es nichts mehr zu erzählen.
Ein weiteres Problem, warum der Vorabend in der ARD nicht funktioniert ist die Uhrzeit, wann die „heiter bis tödlich“-Serien beginnen. Um zehn vor sieben, wobei inzwischen wohl schon ein paar Minuten später, aber immer noch direkt vor 19 Uhr. Warum ich das anmerke? Ganz einfach, die Soko-Serien enden erst um kurz vor 19 Uhr. Und wenn man nun vom ZDF zur ARD schaltet, hat dort bereits die Serie begonnen. Man weiss nicht, wie viel man schon verpasst hat. Das ärgert einen und man sieht es sich gar nicht erst an. Oder aber die Pilotfolge einer neuen Serie beginnt derart blödsinnig, dass man sich die nächsten Folgen überhaupt nicht mehr ansieht. Auch so wird die ARD in der Reihe nie auf einen grünen Zweig kommen. Gute Bücher sind wichtig, dann ist selbst die Uhrzeit egal.

Über der Ukraine wurde vor zwei Tagen ein Passagierflugzeug abgeschossen. Wahrscheinlich sind es die pro-russischen Separatisten gewesen. Aber da scheiden sich die Geister, denn einerseits hätten diese die Möglichkeit dazu, weil sie ein Militärstützpunkt vor längerem erobert hatten, andererseits könnte sich auch die Ukraine gesagt haben, dass sie es den Separatisten in die Schuhe schieben. Also eine Pattsituation, wie so oft. Der eine schiebt dem anderen die Schuld zu.
Vor allem fragt man sich, was das eigentlich sollte. Welche Seite auch immer es nun gewesen ist, sollte damit ein internationaler Vergeltungsschlag herbeigeführt werden?
Im Grunde hat es doch nichts gebracht, ausser das beinahe 300 unschuldige Menschen ums Leben gekommen sind. Viele Aids-Experten, die auf dem Weg nach Melborune zu einem Aids-Kongress waren. Da könnte man doch die Verschwörungstheorie aufstellen, dass dieses Flugzeug aus diesem Grund abgeschossen wurde. Beweisen kann man nichts. Nun geht es erst einmal darum, aufzuklären, wer nun das Flugzeug abgeschossen hat.
Immer wenn man denkt, dass aus der Ukraine nichts mehr kommt, gibt es wieder was, wo man nur den Kopf schütteln kann. Aber das es so eskalieren muss…
Ein internationales Team soll nun Aufklärungsarbeit leisten, was mit MH17 passiert ist und wer es am Ende war. Angeblich würden die prorussischen Separatisten versuchen, die Arbeit zu behindern. Ob es das ist, was Putin sich gedacht hat, als die Krim-Region sich abspaltete? Man wird sehen, was noch kommen wird.

Heute ist das wieder ein Wetter. Ich würde am liebsten mein altes Planschbecken hervorholen, wenn ich es denn im Keller liegen hätte, und es mit Eiswürfeln füllen. Bin gerade dermassen am zerfliessen. Sommer mag schön sein, aber ich vertrage es einfach nicht. Ich brauche nur einen Fuss vor die Tür setzen und schon fange ich an zu schwitzen. Also bleibe ich lieber drin, aber selbst hier ist es nicht kühler. Und wenn ich von draussen in einen klimatisierten Raum komme, läuft der Schweiss bald eine halbe Stunde in Strömen.
Das ist doch nicht mehr normal, so zu schwitzen. Wobei, mein Arzt meint, das sei noch nicht wirklich was, das behandelt werden müsste. Ich leide doch darunter und nicht er. Aber früher habe ich das nie gehabt, ist erst seit ein paar Jahren so.
Aber morgen werde ich garantiert rausgehen, denn morgen gibt es Eis für lau. Das lasse ich mir natürlich nicht entgehen, auch wenn es angeblich regnen soll. Regen ist schön, aber bitte nur dann, wenn ich nicht gerade draußen bin.

 

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Wenn die Marktanteile vor langjährigen Serien gehen – Wie die Öffentlich-Rechtlichen mit ihren Zuschauern umspringen


Bei der ARD scheint man sich wohl nur noch um die Marktanteile des Senders zu kümmern. Bloss vor RTL stehen, das scheint wohl das neue Ziel zu sein. Oder wie erklärt es sich, dass die ARD nun zum allerersten Mal die „Lindenstrasse“ gleich zweimal wegen Olympia komplett ausfallen lässt?
Bis jetzt war ja immer noch ein Plätzchen gefunden worden, wo die Weekly-Soap eingeschoben wurde. Aber das hat die ARD wohl nun nicht mehr nötig. Man habe keinen freien Sendeplatz gefunden, heisst es. Ich habe mal nach geguckt und am Sonntag um neun Uhr wäre schon ein Plätzchen frei gewesen. Da wird nämlich am 05. August nur eine Zusammenfassung vergangener Olympiaden gezeigt. Könnte man ruhig ausfallen lassen. Aber das soll ja auf den Olympia-Tag einstimmen. Also fällt die „Lindenstrasse“ komplett aus, ein Novum in ihrer 26jährigen Geschichte.
Mich interessiert das nun überhaupt nicht, da ich diese Serie noch nie geguckt habe und mich dafür auch nicht interessiere. Ich habe noch nie eine Daily-Soap oder eine dieser dämlichen Telenovelas geguckt. Regina hatte ja mal so’n Anflug von Telenovela-Manie. Da hat sie mir dauert erzählt, was da in der Serie geschah, was sie guckte. Fand ich das nervig, denn ich wusste überhaupt nicht, von wem sie da eigentlich sprach, da ich ja keine Ahnung von der Handlung hatte. Und wehe, ich sagte ihr, dass mich das nicht interessierte, was war die beleidigt. Also habe ich den Mund gehalten und so getan, als würde ich zuhören. Inzwischen ist das auch Vergangenheit.
Dass die „Lindenstrasse“ komplett ausfällt, soll auch damit zusammenhängen, dass immer mehr Zuschauer weg bleiben. Ist das nicht bei jeder Serie so? Irgendwann wird es langweilig. Das musste auch Deutschlands erste Daily-Soap erfahren. Im letzten Jahr wurde „Marienhof“ nach beinahe 19 Jahren eingestellt, wegen sinkender Quoten. Was soll denn da das ZDF sagen? Deren neue Telenovelas sind allesamt Quotenkiller, siehe „Herzflimmer“ oder die noch aktuelle „Wege zum Glück – Spuren im Sand“. Beide wurden ins Frühprogramm verschoben und man zeigt nun wieder einmal „Die Rettungsflieger“. Kommt diese uralte Serie besser an? Billiger in der Wiederholung ist sie allemal.
Aber der ARD scheint der Sport über alles zu gehen, denn da kann der Sender immer mit Quoten punkten und sich gegen RTL und auch gegen das ZDF behaupten. Wenn da eine Serie angeblich nicht ankommt, hat das manchmal auch den Grund, dass sie wegen irgendwelcher Sport Ereignisse wochenlang ausgefallen ist. Da haben die Zuschauer dann doch schon irgendwann vergessen, dass es die Serie überhaupt noch gibt. Ich weiss jetzt nicht, wie die Zuschauerzahlen bei der Krimi-Serie „Alles Klara“ sind, aber die ist beispielsweise dreimal hintereinander ausgefallen. Und das ist eine verdammt gute Serie, wie überhaupt die ganzen „Heiter bis tödlich“-Serien mit Ausnahme von „München 7“, die war langweilig. Aber die ist dafür auch nicht konzipiert worden, sondern existierte bereits zuvor eigenständig im Bayerischen Rundfunk – wo sie meiner Meinung auch bleiben kann. Die ist genauso langweilig wie das „Großstadtrevier“, eben das bayerische Pendant.
Und nun wird es auch „Waldis Club“ nicht mehr geben. Ich hatte ja zur EM gesagt, dass die Sendung ein wenig an Witz eingebüsst hat. Damit hat es aber nichts zu tun, dass es die Reihe nicht mehr geben wird.
Waldemar Hartmann hat sich zu diesem Schritt entschlossen, da ihm nur ein Ein-Jahres-Vertrag angeboten worden war. Und da wäre mitten in der WM-Qualifikation Schluss gewesen. Deshalb hat er sich dazu entschlossen, „Waldis Club“ zu beenden. Denn er hätte immer gute Quoten gehabt, aber das scheint die ARD nicht honorieren zu wollen.
Die ARD hat sich schon einiges verbaut. Gab es nicht irgendein Konzept, dass ihnen angeboten wurde und das sie ausschlugen? Bei einem anderen Sender kam es gut an. Wenn ich bloss wüsste, was das noch mal war.
Übrigens fallen mir zu den Markt Anteilen auch gleich noch die Verjüngungsmassnahmen in einigen Krimireihen an. Jüngstes Opfer ist das Krimi-Gespann des „Polizeiruf 110“ aus Halle. Da ist nun Schluss, weil sie angeblich zu alt sind. Ich fand die Filme mit Jaecki Schwarz und Wolfgang Winkler immer als einen kleinen Pluspunkt unter den vielen Ermittlern. Aber damit wird nun auch Schluss sein.
Im ZDF übrigens wurde und wird auch auf die Verjüngungsquote gesetzt. Erst wurde vor wenigen Jahren die Sekretärin bei „Ein Fall für Zwei“ durch so eine ziegige Darstellerin ersetzt. Und nun wird bei „Der Alte“ einfach der Polizeiarzt ausgetauscht – gegen eine Frau. Soll das jetzt die Frauenquote in den Krimiserien des ZDF erhöhen? Möglichkeit zwei: Die Serie soll jünger werden. Bei „Soko 5113“ wurde das ja schon vor knapp über zwei Jahren gemacht. Da wurde die Figur des Manne Brand rausgeschrieben, obwohl es die beliebteste Figur war unter den Zuschauern. Mein Meinung nach könnten sie den Chef der Soko wieder rausschreiben. Der passt da nämlich absolut nicht hin. Aber die ganze Serie hat sich zum negativen entwickelt, zeigt nur noch so gelbliche Farben. Da denke ich jedes Mal, mein Fernseher wäre kaputt.
Aber wenn einem diese Serien nicht mehr gefallen, kann man sie ja auch einfach nicht mehr einschalten. So mache ich das.

Der HSV hat es gestern übrigens geschafft, gegen die B-Elf der B-Elf des FC Barcelona zu verlieren. War auch kein interessantes Spiel. Lionel Messi hatte sich angeblich vor dem Spiel am Vortag verletzt, also war der einzige Weltstar auch nicht dabei, den Barcelona momentan zu bieten hatte. Und was lernen wir daraus? Wenn der HSV nicht einmal gegen die C-Mannschaft gewinnt, wie wird das dann erst in der Bundesliga werden? Und wie lange wird Fink Trainer bleiben? Bis jetzt hat ja kein Trainer der letzten Jahre die ganze Saison auf der Trainerbank überdauert. Man darf also gespannt sein, wie der HSV sich in der Saison zu seinem 125jährigen Jubiläum schlägt.

 

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