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Viel Beton für nichts – Welch eine Enttäuschung


Lange habe ich davon geredet, dass ich mir in Hamburg das neue Eismeer ansehen will. Nun habe ich das am vergangenen Wochenende getan. Fazit: Ich bin enttäuscht. Warum? Na, das werde ich nun erzählen.
Momentan sind die Romantischen Nächte im Hamburger Tierpark. Und da ich klassische Musik mag, musste ich da natürlich hin. Habe das früher schon mal miterlebt. Ist aber schon ein paar Jahre her.
Sofie, meine kleine Schwester war dabei. Es ist kaum zu glauben, dass sie schon wieder gewachsen ist. Wie die Zeit vergeht…
Jenala ist nicht mit in den Tierpark gekommen. Sie hält ihren Schwur konsequent durch, also hatte ich nur als Begleitung nehmen meiner Schwester Jenalas Cousin Jonas. Der kennt sich dort auch bestens aus, also gar kein Problem. Wenn man ihm bloss mal sagen würde, dass er nicht einen neuen Geschwindigkeitsrekord durchs Tropen-Aquarium aufstellen soll.
Im Tropen-Aquarium war’s mir ein wenig zu warm. Aber ich bin auch recht empfindlich, was Wärme betrifft. Mir war Gondwana-Land in Leipzig schon nicht für den Kreislauf förderlich.
Von den Kattas, den Lemuren aus Madagaskar habe ich keinen einzigen erblickt. Die hatten sich wohl gerade zurückgezogen, als wir ankamen. Soll öfters mal vorkommen, wie Jonas mir sagte. Da war ich schon ein wenig enttäuscht. Da zahle ich den Eintritt dafür und sehe die nicht einmal.
Bei den Fledermäusen mochte ich mich nicht lange aufhalten, weil es dort jämmerlich stank. Ja, ich verstehe, dass Tiere nicht geruchslos sind, aber deshalb muss das noch lange nicht so sein, dass man vom Gestank beinahe erschlagen wird.
Danach wurde es merklich kühler, denn nun kamen die Unterwasserwelten, wo ich mich besonders über die Igelfische freute. Seit Knurpsy aus dem Allwetterzoo Münster bin ich ein Fan von diesen Fischen, die sehr vom Aussterben bedroht sind. Einer blähte sich sogar auf, als ihn eine der Langusten zu fassen bekam. Ob die ich wohl fressen wollte? Jedenfalls war er kugelrund und seine Stacheln standen ab. Auch einige Minuten später konnte man ihn noch gut von dem anderen unterscheiden. Denn seine Stacheln standen immer noch ein wenig ab.
Im grossen Panorama-Aquarium schwamm ein Zackenbarsch, den Jonas als Fisch mit Starallüren bezeichnete. Denn immer wenn er auf ihn warte, würde dieser sich in die dunkelste Ecke des Beckens zurückziehen.
Dann in den Park, wo wir natürlich gleich zum Eismeer gingen. Gewaltig ist es ja geworden, dass muss ich schon zugeben. Aber die Eisbären finde ich dann doch etwas verloren in dem hinteren Teil des Geheges. Mag vielleicht daran liegen, dass man immer nur diesen verrückt hin- und herrennenden Eisbären Blizzard sieht. Der Bereich wirkt riesig, aber das ist ja wohl auch so gewollt.
Und dann das Innere. Da sieht man gleich weitere Mängel.
Erstens das grüne trübe Wasser im Eisbärengehege. Das soll von Mikroorganismen gereinigt werden, aber irgendwie scheinen die sich noch nicht gebildet zu haben oder sie sind überfordert.
Einen richtigen Blick aufs Eisbärengehege kann man gar nicht werfen, nur durch die Scheiben oder aber von der Walross-Anlage aus.
Apropos Walross, bisher schwimmt da nur eines umher und laut Jenala wird das auch nicht ewig bleiben, sondern nur ein paar Jahre. Aber wieso wird dann gesagt, mit dem Walross soll gezüchtet werden? Vorspielung falscher Tatsachen oder wer hat nun recht? Auf Gerüchte soll man nicht viel geben, aber manchmal enthalten sie schon ein Quentchen Wahrheit.
Weiteres Manko, die engen Gänge gleich nach der zweiten Eisbär-Scheibe. Wenn da die Leute zuhauf stehen, um einen Blick auf das Walross zu werfen, kommt man da kaum vorbei. Rollstuhlfahrer und Kinderwagen überhaupt nicht. Ich will nicht wissen, was passiert, wenn da mal Panik ausbricht. Aber solche engen Gänge gibt es im Tropen-Aquarium auch. Da kommt man an einem Rollstuhlfahrer kaum vorbei. Aber die Sicherheitsanforderungen sind wohl erfüllt worden, auch wenn ich nicht weiss, wie sich ein äusserst vollschlanker Mensch an einem Rollstuhl vorbeischlängeln will. Da hält der Rollstuhl alle auf. Bei einem überbreiten Rollstuhl kommt nicht einmal so ein Schlacks wie ich vorbei. Da hätte drüber nachgedacht werden sollen. Beim Eismeer wird der Gang dann aber bei der grossen Walross-Panoramascheibe ein wenig grösser. Dennoch sind die langen Gänge ein weiteres Manko. Sie mögen zwar grossflächige Bilder, Texte und Sprüche von bekannten Menschen wie Schriftstellern oder Forschern haben, aber die guckt man sich einmal an, liest sich den Text durch und dann vergisst man es wieder. Wer öfters kommt, wird durch diese Gänge nur lustlos gehen, so wie eben Jonas, der jedes Mal einen neuen Geschwindigkeitsrekord aufzustellen versucht. Momentan liegt er bei elf Minuten, wie er mir stolz erzählte.
Einen interessanten Einblick bekommt man, wie das Eismeer hinter den Kulissen mit der ganzen Technik funktioniert. Zwei Enten – genauen Artnamen weiss ich jetzt nicht – sollen sich auch mal ausserhalb des Pinguingeheges aufhalten. Leider habe ich sie nicht gesehen.
Dann kommt man in eine dunkle Höhle und fragt sich eigentlich, was das soll. Bis man links im Wasser mit Glück einen oder mehrere Pinguine schwimmen sieht. Nun kommt die Freiflugvoliere mit Trottellumme, Papageientauchern und weiteren Vögeln. Einen Aufpasser habe ich nicht gesehen, obwohl sich eigentlich immer einer dort aufhalten soll.
Als technik-interessierten Menschen habe ich mir gleich ein Bild davon gemacht, wie denn nun die Wellenmaschine funktioniert. Einfach gesagt: Ein Brett, dass im Wasser hin- und herschwenkt. So kommen die Wellen zustande.
Durch einen Vorhang aus Seilen verlässt man nun die Voliere und geht wieder einen Gang entlang. Beinahe läuft man an einer blauen Tür vorbei, bei der man auch noch Probleme beim Öffnen hat.
Dunkelheit und Kälte empfängt einen. Der Besucher tastet sich nach vorne vor und wird nun auch mit Fisch- und Pinguingestank umhüllt. Wer’s mag. Ich habe mir erst mal die Nase zugehalten, denn wie gesagt, meine Nase ist empfindlich.
Wie Jonas sagte, ist dieser Gestank durchaus beabsichtigt, denn man soll die Pinguine fast mit allen Sinnen erfassen, also mit den Augen und der Nase.
Sogar ein paar Pinguine entdeckt, die sich nicht in ihrem Gehege aufhielten, sondern oberhalb der Abtrennung. Jonas freute sich wahnsinnig über die „entflohenen“ Pinguine. Einer kam mir richtig nah, als ich ihn fotografierte, da bin ich aber schnell in Deckung gegangen. Meine Kamera ist mir lieb und teuer.
Dort bin ich schnell wieder raus, denn ich musste wegen der Kälte an meine Batterien denken. Nun folgte ein langer Gang mit Bildern aus der Geschichte des Tierparks und des Eismeeres. Ein paar kurze Texte gab es auch. Ganz nett gemacht, aber mehr auch nicht. Ehrlich gesagt einfallslos.
Noch eine Treppe hochgestiegen, wo man sich an den Wänden die verschiedenen Baustadien des Eismeeres ansehen kann. Mag vielleicht näher dran gewesen sein, aber Jenalas und Jonas‘ Bilder sind besser, da immer aus der gleichen Perspektive aufgenommen. Da sieht man die Veränderungen viel besser und könnte eine gute Bilderstrecke draus machen.
Oben angekommen gibt es eine kleine Aussichtsplattform, wo man zwar weit nach Hamburg reinsehen kann, aber wirklich besonders ist das nun auch wieder nicht, so dass ich mich hier gefragt habe, was das eigentlich sollte. Schliesslich sind an einer Wand noch zwei Teile des alten Eismeers befestigt. Des weiteren drei verschiedene Modell-Felsen, wo darüber entschieden wurde, welche Firma nun die künstlichen Felsen modelliert. Wer aber nun das Rennen von den drei Firmen gemacht hat, wurde nicht deutlich, oder ich habe es übersehen. Letzteres glaube ich aber nicht.
Und dann war man auch schon durch. Jonas hatte die Zeit gestoppt. So knapp eine Stunde hatten wir im Eismeer verbracht. Und dafür wird also mehr als neunzig Minuten veranschlagt. Und ich bin da wirklich nicht durchgehetzt.
Bei den Elefanten war es ganz komisch, dass leere Bullengehege zu sehen. Es war das erste Mal, dass ich weder Hussein noch Mala antraf. Traurig war’s. Darjeeling, der kleine Racker, nervte wieder seine Lieblingstante, die abgezehrt wirkt. Soll ja auch immer Ammendienste leisten, wie mir Jonas sagte.
Später am Abend, als dann die Musik überall im Tierpark ertönte, konnte man über einen Teich mit recht viel Entengrütze, sich mit einer Gondel fahren lassen. Jonas wollte anfangs ja wie die Venezianer in ihren Gondeltaxis – gibt es wirklich und soll so um 50 Cent pro Fahrt kosten – stehen, was ihm Sofie und ich ausreden konnten. Der wäre noch im Wasser gelandet. Die Fahrt war kurz aber schön. So bin ich nun endlich auch mal Gondel gefahren und musste dazu nicht extra nach Venedig.
Der Feuerwerk war schon, aber zu laut.
Fazit: Beim Eismeer kann man nur sagen: Viel Beton für nichts. Ich bin wirklich enttäuscht und habe mir etwas Grossartigeres vorgestellt. Eine Dinge sind nicht genau durchdacht, wie die engen Gänge zu Beginn, wo es dann zum Stau kommt.
Der Rest des Tierparks ist sehenswert wie immer, bloss eine alte Elefantendame wird vermisst.
Wo ich von Mala gerade spreche. Auf der Facebook-Seite des Pairi Daiza kann man sich ein sehr kurzes Video mit Mala ansehen, wo sie durch den Park geführt wird. Das erste Lebenszeichen von ihr seit dem Bild vor über einem Monat.

Zwei Tage später sind dann Sofie, Jonas, Jenala und ich zu einem anderen Tierpark in der Nähe von Hamburg gefahren: der Tierpark Krützen.
Dort sind auch einige ehemalige Hagenbeck-Bewohner zu sehen, wie die Hutaffen, die beiden adulten Kamele oder der schwarze Alpakahengst namens Machote. Diesem sieht man sofort an, dass Ocho sein Vater ist. Etwas kleiner als dieser, aber genauso verrückt.
Dieser Tierpark ist zwar in einer dreiviertel Stunde durchgangen, wenn man schnell sich jedes Tier ansehen will. Ich finde ihn nicht schlecht, denn man sieht hier Tiere, die man nicht überall sieht, wie beispielsweise Hutaffen oder weisse Pfaue. Auf Elefanten oder Giraffen muss man verzichten, aber das ist nun wirklich nicht schlimm. Was ich nicht gesehen habe, waren Kulane, nur Przewalski-Pferde.
Alle Tiere lassen sich mit dem dort gekauften Futter oder selbst mitgebrachten Äpfeln oder Mohrrüben füttern. Das ist natürlich immer was besonderes. Bloss bei den Lamas sollte man aufpassen, denn da kann es passieren, dass man als Besucher angespuckt wird anstelle des Futterkonkurrenten. Und hier lassen sich sogar Zebras füttern, was ich noch nie gemacht habe.
Da sollte man unbedingt mal hinfahren, es lohnt sich wirklich. Und der Eintritt ist mit sechs Euro für Erwachsene auch nicht sehr hoch.

Bilder werde ich nachliefern, wenn ich sie durchgesehen habe.

Arbeiten musste ich heute auch noch, und das an meinem freien Tag. In Bayern herrscht heute Feiertag, weshalb ich eigentlich nach Hause fahren wollte. Der Tag war bei mir nicht mehr als Urlaubstag eingetragen, aber eben Feiertag. Und dann bekam ich die Aufgabe, mich unter die Olympischen Sportler zu mischen, um ein paar Interviews zu machen. Habe wirklich besseres zu tun. Das einzig Gute: Mir wird die Rückfahrt erstattet und ich bekomme Überstunden angeschrieben.

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Bye-bye Elefant Hussein – Ruhe in Frieden, alter Pappsack!


Ich bin nicht tot, ich tausche nur die Räume. Ich leb‘ in euch und geh‘ durch eure Träume.
Michelangelo Buonarotti

Diese Nachricht habe ich wirklich nicht erwartet. Ich musste es zweimal lesen, um es wirklich zu glauben. Elefantenbulle Hussein ist tot!
Gestern, kurz vor dem Verladen legte er sich in seiner Box hin, litt wahrscheinlich unter Atemnot. Sofort eingeleitete Rettungsmassnahmen konnten ihm nicht mehr helfen. Wenige Minuten später, war dieser liebenswerte Bulle tot.
In einer Todesanzeige würde nun stehen, er hinterlässt seine trauernde Mitbwohnerin Mala sowie seine Haremsdamen und seine Kinder.
Nina jedenfalls ist total geschockt, was ich ihr nicht verdenken kann. Am Donnerstag noch hat sie ihn besucht, um von ihm Abschied zu nehmen. Nichts deutete darauf hin, dass er am nächsten Tag um die Zeit schon nicht mehr leben würde. Wie immer war er bei Nina recht anhänglich. Auch konnte sie beobachten, wie er sich von einem Kind bereitwillig den Rüssel streicheln liess, obwohl er das eigentlich total verabscheute. Vielleicht wusste er da schon, dass er nicht mehr lange leben würde.
Er war ein imposanter, ruhiger, liebenswerter Bulle. Zu Mala war er in den letzten zwei Jahren nicht immer nett gewesen, aber die Gesellschaft der beiden ist zwanzig Jahre eigentlich recht gut gewesen.
Nach Belgien hätte er gehen sollen, nach Planckendael, einer Aussenstelle des Zoo Antwerpen. Er hätte noch viele glückliche Jahre verleben können. Doch nun ist er tot. Vierzig Jahre ist er alt geworden. Kein Alter für einen Elefanten, für einen Zooelefanten sehr wohl. Der Schnitt, wie alt Zooelefanten werden, liegt bei gerade mal 35 Jahren.
So ein imposanter Kerl. Nicht immer nett zu Mala, aber äusserst liebenswert, ruhig und verständig. Nina ist der Meinung, dass er sie genau verstanden hat, dass er nachvollziehen konnte, warum sie manchmal wütend auf ihn war. Hussein hat sie respektiert, dass habe ich gesehen, wenn ich sie begleitet habe, so wie sie ihn respektiert hat.
Manchmal war er recht schüchtern, blieb in einiger Entfernung stehen, wenn Mala gefüttert wurde und guckte immer, ob er nicht auf was bekommt. Dann stand er neben Mala und suchte auf der Mauer, ob da nicht was für ihn liegt. Es war aber auch das Zeichen dafür, dass er etwas haben wollte.
Nina hat sich oft über ihn aufgeregt, war zornig auf ihn, weil er sich so frech gegenüber Mala benommen hat, aber sie hat ihn doch im tiefsten Inneren ihres Herzens immer gemocht.
Der Titel für diesen Eintrag spukte mir seit zwei Wochen im Kopf herum. Bloss der Zusatz mit dem „Ruhe in Frieden“ ist neu, da hätte eigentlich etwas anderes stehen sollen. Makaber, dass man den Titel auf zweierlei Weise benutzen kann.
Nina hat bis heute morgen nichts gewusst, dann lass sie in der Zeitung „Trauer um Hussein“. Erst dachte sie, es würde getrauert werden, weil er gegangen war. Doch dann las sie den Artikel weiter und es wurde klar, dass er gestorben war.
Wahrscheinlich ein anaphylaktischer Schock durch das Narkosemittel. Nina glaubt nicht, dass sie ihn nicht sediert haben, obwohl von Hussein wirklich keine Gefahr ausgegangen sein dürfte. Aber wenn der Pfleger nicht mehr da ist, der die engste Bindung hatte, wird es schwierig. Dennoch war er ein ganz ruhiger und lieber Bulle.
In Indien war er Arbeits- und Tempelelefant gewesen, bevor er den Weg nach Hamburg fand und dort erfolgreich züchtete. Sein jüngster Nachwuchs rennt gerade durch das grosse Gehege und sorgt für allerlei Unruhe. Ein kleiner Wirbelwind, der am liebsten bei Tante Yashoda am „Rockzipfel“ hängt und von Schwester Shila bewacht wird, wenn er schläft.
Er wird nicht vergessen werden, sondern in seinen Nachkommen weiterleben. In Ratna, Corny, Kandy, Shila, Assam (alias Darjeeling), Thai, Shahruhk, Sandry, Salvana (Indra) und Rani.
Ruhe in Frieden, Hussein. Schade, dass es so gekommen ist. Mach’s gut, alter Pappsack!


Hussein, ein Tag vor seinem Tod

Was wird nun aus Mala werden? Wie wird es ihr gehen, einen Tag nachdem Hussein gestorben ist? Durfte sie sich von ihm verabschieden? Wie geht es der restlichen Herde? Alles Fragen, die ich nicht beantworten kann, da ich über 800 Kilometer entfernt bin. Nina wird es sagen können, aber seit heute morgen schweigt sie.

Deutschland hat gegen die Niederlande gewonnen, wie es Elefantenkuh Nelly gesagt hat. Shahruhk und Shanti lagen mit ihrem Unentschieden daneben, dafür hat Elefantendame Mala ebenfalls mit ihrer Voraussage richtig gelegen. Wie sie auch sagte, dass Frankreich gegen die Ukraine gewinnen wird.
Etwas skeptisch war ich bis zum Beginn der zweiten Halbzeit schon, ob Mala sich da nicht geirrt hätte.
Aber erst einmal war nach vier Minuten Schluss. Der Schiedsrichter unterbrach die Partie, da es nicht nur goss wie aus Kübeln, sondern auch blitzte. Und die Sicherheit der Spieler geht immer vor. Das schüttete so sehr, wie man es nicht für möglich gehalten hat. Vor allem konnte man wegen des Regenteppichs die Hand vor Augen nicht mehr sehen. Und dann schien noch die Drainage des Rasens das Wasser nicht aufnehmen zu können, dass dort nachgeholfen werden musste. Das erinnerte doch ein wenig an die Bilder der WM 1974. Damals in Frankfurt beim Spiel Deutschland gegen Polen hatte es vor dem Spiel einen wahren Regenschauer gegeben. Das Wasser stand auf dem Rasen. Am Ende wurde dieser platt gewalzt, damit das Wasser endlich nicht mehr auf der Spielfläche stand. Denoch ging das Spiel als Wasserschlacht in die Geschichte ein.
Nach einer Stunde ging das Spiel endlich weiter. Wegen der Verzögerung wurde England-Schweden eine Viertelstunde später angepfiffen.
Frankreich schien erst nicht recht ins Spiel zu finden, dann in der zweiten Halbzeit innerhalb von drei Minuten, schossen die Blauen zwei Tore und die Ukraine konnte dem nichts entgegensetzen. Es schien, als würden sie sich in der Schicksal ergeben, die Niederlage abkzeptieren. Dabei sahen die in der ersten Halbzeit doch beinahe wie der klare Sieger aus.
Mala hatte Recht, als sie auf Sieg entschied.

Deutschland hat die Niederlande nass gemacht, die überhaupt nicht ins Spiel zu finden schienen. Kein Wunder, wenn sie sich alle selbst Spinne Feind zu sein scheinen.
Beste Szene, wo Robben bei der Auswechslung einfach über die Bande sprang. Es wurde als kürzester Weg bezeichnet, aber im Grunde genommen dürfte er sauer gewesen sein. Er hat ja nichts gebracht, kein Tor geschossen, gar nichts. Philipp Lahm stand da, wartete und nahm Robben dann den Ball ab. Denn Robben spielt immer das gleiche. Das wissen allerdings wohl noch nicht alle.
Lustig fand ich ein Transparent: „Welche Tiere schiessen keine Tore?“ „Robben!“
Natürlich eine Verhöhnung, aber ich finde es lustig. Wird er ja wohl wahrscheinlich auch nicht gesehen haben.

Das nächste Spiel von Deutschland hat Mala übrigens auch schon entschieden. Sie tippt auf einen Sieg für Deutschland.
Sie sollten auch besser gewinnen, denn sie können trotz sechs Punkten immer noch ausscheiden.
Bei Frankreich gegen Schweden ist sie noch ein wenig Unentschlossen, Sie tendiert zwischen Sieg für Frankreich und Unentschieden hin und her.

Wer übrigens mal sehen möchte, wie Thisiam aussieht. Hier gibt es ein paar Bilder.

 

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Tod des Elefanten Chumpol – Wenn die Elefantengruppe einen Ruhestörer verstößt


„Die sieht aus wie Monki.“
„Wie was?“ (Ich musste an Monk denken und verstand nicht, wie Carla Bruni wie der aussehen könnte, nach ihrer Gesichtserneuerung.)
„Wie Monki. Du weisst schon, der wie ein Schwein aussah.“
„Ach, du meinst Pigsy.“ (Regina sprach vom Monkey King. Ein Wunder, dass sie sich an so was erinnert.)

Eigentlich habe ich gedacht, dass mit dem Eintrag vom 28. April mein Elefanten-Themen wirklich erschöpft wären. Doch nein, in Köln ereignete sich am Mittwoch ein wahres Elefantendrama. Gegen Mittag ging die bereits schwer angeschlagene Elefantendame Chumpol Richtung Badeteich, wo sie zur Seite sackte und reglos liegen blieb. Erschütternde Besucher bekam mit, wie die Elefantenkuh starb.
In der Nacht war Chumpol von den anderen Elefanten rüde attacktiert worden. Sie hatte unter anderem mehre Zehen verloren (abgerissen), trug Muskelverletzungen und Abschürfungen davon. Dazu eine Auskugelung des Hüftgelenks, was nicht wieder hätte eingerenkt werden können. Die Gruppe hatte sich gegen sie aufgelehnt. Seit Chumpol mit den anderen Thais im Jahr 2006 gekommen war, hatte sie nur herumgestänkert. Sie akzeptierte die Rangordnung nicht, legte der Leitkuh öfters den Rüssel auf den Rücken, wollte mit den Jungtieren nichts zutun haben. Folglich: Eine Krawallmacherin ohnegleichen. Ansonsten war sie aber recht ruhig und friedfertig. Auch eine Krawallmacherin stänkert nicht 24 Stunden am Tag herum.
Nun hatten die anderen Elefanten anscheinend die Schnauze voll von Chumpol, statuierten an ihr Exempel und schlossen sie aus der Gruppe aus.
Warum ich sage, dass sie aus der Gruppe ausgeschlossen wurde? Als am Morgen die Elefanten von der Halle in ihre Boxen geführt wurden, wollte die Dickhäuterin nicht reinkommen. Erst da sahen sie, was geschehen war. Chumpol wurde behandelt, dann aber wieder zu den anderen Elefanten auf die Aussenanlage gelassen.
Gegen Mittag dann das „Drama“. Chumpol geht zum Wasser, sackte zur Seite und ist tot. Sie ist nicht im Wasser ertrunken, sondern, wie eine Obduktion ergeben hat, an Herz-Kreislauf-Versagen infolge eines posttraumatischen Schocks mit extremer Adrenalinausschüttung gestorben. Eigentlich für einen Elefanten Mitte dreissig kein Grund, um sein Leben auszuhauchen. Tja, wenn es da nicht die Vermutung gegeben hätte, dass sie wesentlich älter sei. Grund dafür einmal die Haut. Aber genau hätte man das Alter feststellen können, wenn man Chumpols Zähne betrachtet hätte. Problem: Chumpol liess sich nicht ins Maul gucken. Warum auch immer, jedenfalls machte sie nicht das Maul auf, damit sich ihre Zähne ansehen liessen.
Es gab immer die Vermutung, dass die Elefantenkuh aus einer schlechten Haltung käme. Vielleicht ein grund, dass sie ihr Maul verschlossen hielt und gegenüber den anderen Elefanten recht oft am stänkern war.
Die Obduktion brachte nun ans Licht, dass Chumpol in etwa 55 Jahre alt war. Also eine recht betagte Seniorin. Es gibt Elefanten, die zehn Jahre jünger und schon gebrechlich sind, oder auch Elefanten die fast zehn jahre älter und immer noch recht fit wie ein Turnschuh sind. Aber das ist wie beim Menschen, die Gene machen es aus. Nicht jeder ist mit sechzig noch so flott unterwegs, wie mit zwanzig.
Chumpol war eine „alte Kuh“ (so würde sich jetzt Jenala ausdrücken und meint es gar nicht beleidigend) und so war die Stresssituation für sie nicht zu verkraften. Schade, dass es so gekommen ist, aber so traten auch nicht weitere Probleme auf. Die da wären: Was wäre aus Chumpol geworden, nachdem sie aus der Gruppe ausgeschlossen und verstossen wurde? Sie konnte nicht woanders hingehen, sondern hätte sich irgendwo auf der Anlage in eine Ecke verdrücken müssen.
Wir dürfen allerdings bei aller Trauer nicht vergessen, dass es auch noch andere Tierarten gibt, wo es zu Rangeleien wegen Unverträglichkeit kommt. In Zürich (müsste dort gewesen sein), ist eine Tigerin ihren Verletzungen erlegen, nachdem sie mit dem Tigermännchen zusammengeführt wurde. Beide konnten sich nicht leiden. Oder aber bei Degus, deren Schwänze aussehen, als hätten sie die Milben. Das ist Folge von Stress und Unverträglichkeit der Gruppe. Das kann überall vorkommen, aber gerade bei den Elefanten wird so etwas schnell publik, denn die grauen Riesen sind nun einmal Publikums-Lieblinge.
In anderen Zoos wird der betreffende Elefant zum Bullen abgeschoben (siehe Hamburg mit Mala oder Leipzig mit Saida) oder er bekommt eine Dauerbewachung (siehe Hamburg).
Was mit Chumpol passiert ist, ist traurig, aber nicht zu ändern. Sie hat sich nicht in die Gruppe eingefügt, so dass es irgendwann dazu kommen musste. Sechs Jahre sind es nun gewesen, die relativ friedlich verlaufen sind. Vielleicht hätte was geändert werden können, wenn die Pfleger eher reagiert hätten. Aber wohin mit Chumpol? Das wäre ein Problem gewesen, denn ich denke nicht, dass irgendjemand diesen „Problemelefanten“ aufnehmen wollte.
Interessant finde ich ja noch die Tatsache, dass Elefanten in Zoos zum Badeteich geben, um dort ihr Leben auszuhauchen. Chumpol ist nicht die einzige gewesen, da gibt es noch andere, wo mir jetzt gerade aber nur die Elefantenkuh aus Heidelberg einfällt, die mit Illona vergesellschaftet war und aus einer schlechten Zirkushaltung kam. Die müssen wohl irgendeine Verbindung zum Wasser herstellen, anders kann ich es mir jedenfalls nicht erklären.
Chumpol wäre so oder so in den Elefantenhimmel gekommen. Das ausgekugelte Hüftgelenk hätte nicht ins Gelenk zurückgebracht werden können. Folglich hätte sie eingeschläfert werden müssen. Bevor das geschah, hörte ihr Herz einfach auf zu schlagen. Chumpol wusste es und ging zum Wasserbecken. Warum auch immer, aber es muss etwas zu bedeuten haben.

Wer übrigens nun endlich wissen möchte, welches Geschlecht das tote Jungtier von Salvana hatte: Es war ein Mädchen. Das ist wirklich traurig, wo Naing Thein doch fast nur Bullen zeugt. Schade, aber es lässt sich nicht ändern. Vielleicht wäre die Sache anders verlaufen, wenn Salvana mit den Elefanten zusammen gewesen wäre, denen sie vertraut. Aber das ist Spekulation und kann auch nichts mehr ändern.
Darjeeling läuft durchs Gehege, immer verfolgt von Kandy oder Shila. Tante Yashoda ist auch oft mit von der Partie. Mutter Lai Sinh kümmert sich mehr als bei Shila. Jedenfalls empfindet Jenala dies so. Ich kann dazu nichts sagen, war noch nicht da. Habe nur einige Bilder von dem kleinen Racker gesehen. Der wesentlich bessere Namen hätte kriegen können, als nach einer indischen Teesorte benannt zu werden, die zudem auch noch recht bayerisch anmutet.

Morgen die grosse Stichwahl in Frankreich zwischen dem Amtsinhaber Sarkozy und seinem Herausforder Hollande. Merkel favorisiert natürlich ihren Liebling Sarkozy, denn alles andere würde viel zu viele Umwälzungen bedeuten.
Ich vermute, dass Sarkozy wohl wirklich aus dem Elysée Palast ausziehen muss. Frankreich hat die Schnauze voll von ihn, da nützt nicht einmal seine Frau etwas. Die soll sich ja einer Gesichts-OP unterzogen haben. Völlig aufgequollen und ich weiss nicht was. Ist ihr Gesicht, nicht meins. Also soll sie machen, was sie für richtig hält.

Jenala hat sich einen neuen Laptop gekauft und ist nur am motzen. Kommt mit der Bedienoberfläche überhaupt nicht klar. Na ja, von Windows XP zu Windows 7 ist auch ein extremer Übergang. Aber da wird es doch wohl auch eine klassische Ansicht geben. Ausserdem findet sie, dass es das grösste Billigding ist, was es je gegeben hat. Nun ja, wenn sie findet. Kann ich nicht ändern. Allerdings frage ich mich, warum sie sich diesen Laptop dann überhaupt gekauft hat? Wahrscheinlich hofft sie immer noch, ihr alter Laptop würde sich in einer Art Selbstheilungsprozess selbst reparieren. Daran glaube ich nicht. Wenigstens hat sie ihn nun mal aufgeschraubt bekommen, um festzustellen, dass er völlig verstaubt ist. Allerdings kommt sie nicht an den Lüfter heran. Also zur Reparatur. Aber das wird bei ihr wohl noch dauern. Kann ich verstehen, aber mein PC war wirklich ein anderer Fall.

Bei den aktuellen KinderJoy mit der Hauptserie Ice Age 4 soll es beinahe eine Ausbeute von 100 Prozent geben, wenn man weiss, wie man die Figuren denn heraushören kann. Ich habe mal die Probe aufs Exempel gemacht und tatsächlich hatte ich eine Ice Age-Figur drin, wenn auch nicht eine der Hauptfiguren. Aber den Preis finde ich äusserst happig: 89 Cent soll man dafür berappen. Ich habe mich schon 2006 über die enormen Preise beschwert, aber das ist einfach ungeheurlich.

Wie lange noch bis der Roman „Die Rollen des Seth“ erscheint? Anderthalb Wochen noch, wenn ich richtig gerechnet habe, nicht wahr? Müsste so sein. Also nicht vergessen, denn das ist der Roman des Frühjahrs und Sommers. „Die Rollen des Seth“ von Helen Dalibor. Wer diesen Roman – Sparte Thriller – nicht liest, hat wirklich was verpasst.

 

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Wie originell! – Ein hamburgischer Elefant bekommt einen bayerischen Namen


Der kleine Bulle in Hamburg ist nicht mehr namenlos, sondern heisst jetzt Assam. Absolut unoriginell? Ja, toll finde ich den Namen auch nicht, und wenn ich den schon nicht toll finde, wie wird ihn da erst Jenala finden. Grauenhaft, scheusslich, völlig unpassend. Das sind ihre Worte gewesen. Vor allem schäumt sie, dass nicht das Herkunftsland von Mutter Lai Sinh berücksichtigt wurde, die bekanntlich aus Vietnam stammt und nicht aus Indien. Anscheinend wird aber mit asiatischer Name immer gleich indischer Name gleichgesetzt. Nun ein Tee-Name. Wer Shahruhk schon bescheuert fand, wird diesen Namen noch weniger mögen. Ich frage mich, wie der sich eigentlich gut rufen lassen soll. As-saam! Nicht besonders, eher gewöhnungsbedürftig. Aber wenn die da so entschieden haben, sollen sie damit glücklich werde. Mainstream nennt sich das wohl, nach dem sie gehen, war ja bei Rani nicht anders. Auch ein Allerweltsname. Da finde ich wirklich, dass der kleine Bulle lieber einen vietnamesischen Namen hätte bekommen sollen. Hätte ja nicht Dung Hung sein müssen. Jenala hat Thao favorisiert, was meiner Meinung nach reichlich chinesisch klingt. Vielleicht bin ich da aber auch einfach „The Closer“ behaftet, wo einer der Hauptnebencharaktere Tao heisst.
Vietnamesisch wäre wirklich besser gewesen, vor allem kenne ich das auch so, dass die Kinder nach dem Herkunftsland der Mutter benannt werden. Deshalb habe ich ja auch einen finnischen Vornamen, der in der Schule immer für allerlei Verwirrung gesorgt hat. Anfangs jedenfalls.
Für mich steht der Name Assam ja nicht nur für eine Tee-Sorte, sondern auch für ein bayerisches Brüderpaar. Die werden zwar nur mit einem S geschrieben, aber ausgesprochen wird’s genauso. Deshalb ist der Name für mich bayerisch. Das wird die ganz schön wurmen, dass sie sich da so einen vieldeutigen Namen ausgesucht haben. Zurück können sie es nicht mehr nehmen, aber eventuell mal darüber nachdenken, wenn sich irgendwann mal wieder Nachwuchs bei den Elefanten ankündigen sollte. Falls da überhaupt noch was kommen wird. Der neue Elefantnbulle Thisiam soll schliesslich seit mehreren Jahren schon keinen Artgenossen mehr gesehen haben, weshalb er auch ziemlich unleidlich sein soll. Mit dem jetzigen Zuchtbullen Hussein haben sie grosses Glück gehabt, der benutzte bloss Mala mal als seinen Punchingball. Aber wie das mit Thisiam werden wird? Das könnte noch was werden. Hoffentlich dann ohne besagte Mala als seine Gesellschafterin, dazu ist sie wirklich zu alt. Und alt meine ich nun wörtlich. Jenala hat mir Bilder von letzter Woche geschickt, da war ich schon etwas geschockt. Mala wird alt, bekommt rosa Stellen und Altersflecken. Niemand ist davor gefeiht, auch ein Elefant nicht.
Zu Salvana noch kurz: Ihr geht es augenscheinlich gut. Jenala konnte keine grosse Traurigkeit an ihr entdecken. Hat einen gesunden Appetit und steht nun nicht nur bei Thura an der Box in der Elefantenhalle, sondern auch bei Shandra. Dennoch will sie mit ihrer eigenen Gruppe immer noch nichts zu tun haben.
Und der kleine Darjeeling hält sich oft bei Tante Yashoda auf, liegt unter Schwester Shilas Bauch und ruht sich aus oder rennt unter dem Bauch von Mutter Lai Sinh hindurch. Noch kann der kleine Racker das, aber schon bald wird er zu gross dafür sein.
Ein bayerischer Name für einen hamburgischen Elefanten. Ich amüsiere mich darüber immer noch.
Gestern titelte die Bild-Zeitung, die wir ja alle kennen und lieben, dass Dieter Bohlen die Bundesrepuboik Deutschland wegen Verletzung der Menschenrechte verklagt hat – vor dem Europäischen Gerichtshof in Strassburg. Worum es eigentlich geht?
Um eine alte Werbung von Lucky Strike aus dem Jahr 2008. Ich habe die damals auch gesehen, mir aber nichts weiter dabei gedacht, weil ich eh nicht rauche und auch noch nie geraucht habe. Dieter Bohlen war damals nicht der einzige, der von dieser Werbung „betroffe“ war, sondern auch Ernst-August von Hannover, der mit einer zerknüllten Zigarettenschachtel und dem Spruch „War das Ernst oder August?“ dargestellt wurde. Wir sollten uns daran erinnern, dass Ernst August als „Prügelprinz“ Einzug in die Medien gehalten hat, da er unter anderem auf einen Kameramann oder Fotografen mit einem Schirm losgegangen ist. Aber das lässt sich alles im Internet nachlese, weshalb ich darauf verzichte ausführlicher zu werden.
Dieter Bohlen und Ernst August von Hannover fühlten sich durch die Zigarettenreklame verunglimpft und verlangten Schadensersatz. Da haben sie noch nicht genug Geld, mag man sich da fragen. Der Bundesgerichtshof wies die Klagen ab, das war 2008, nachdem das Oberlandesgericht Hamburg beiden eine fiktive Lizengebühr zugesprochen hatte. Ein Jahr später, also 2009, zogen beide vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte.
In der Zwischenzeit sind drei Jahre fast vergangen. Nun aber soll es zu einer Entscheidung kommen. Hat der Bundesgerichtshof richtig entschieden, als er beider Klagen abwies? Die Begründung war, dass der Name Prominenter benutzt werden darf, wenn es satirisch gemeint ist. Und das war die Werbng eindeutig, obwohl ich damals schon dachte, dass Ernst August sich das sicherlich nicht gefallen lässt. Hörte nur nie was davon.
Nun hat die Bild-Zeitung, eventuell in Ermangelung grossartiger Schlagzeilen, einen langweiligen Fall herausgekramt, der eigentlich niemanden zu interessieren hat.
Egal wie entschiden werden wird, was lernen wir daraus? Nehmt nie ungefragt einen Prominenten für irgendeine Werbung, selbst wenn sie ironisch gemeint ist.

 

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