RSS

Schlagwort-Archive: Doku

Ist Elefant Hoa für den Tod ihres Jungtiers verantwortlich?


Samstag schrieb ich noch, dass Elefantenkuh Hoa aus Leipzig in den nächsten Tagen ihr Jungtier bekommen würde. Dies ist auch geschehen, nachdem Hoa mehr als einen Tag Wehen hatte. Doch anstatt das nun ein putzmunteres Bullenkalb durch die Halle des Leipziger Elefantenhauses trudelt, wird der Zoo mit Vorwürfen jeglicher Art überschüttet. Denn der kleine Bulle ist tot, sehr wahrscheinlich wurde er durch die eigene Mutter totgwtrampelt. Absicht oder einfach nur unglücklichen Umständen geschuldet? Das ist die Frage, die halb DeutschLand beschäftigt. Ist Elefantenkuh Hoa Schuld am Tod ihres Jungtiers?
Wer die Zeitungs- und Internetberichte liest, wird zu keinem anderen Schluss kommen, als das die unerfahrene Hoa ihr Jungtier getötet hat. So wird es uns jedenfalls vermittelt. Sollte man nicht zuallererst von der Unschuldsvermutung ausgehen? Es wird ja sogar vermutet, dass das Jungtier bereits tot geboren sein konnte bzw. kurz danach gestorben ist, ohne Hoas Zutun. Was ist beispielsweise mit dem Geburtsgewicht, das bei knapp 130kg gelegen hat? Für mich klingt das nach einem Koloss. Kurz mal Jenala gefragt, ob denn das Elefantenbaby nicht zu dick war und deshalb gestorben ist. In Hamburg ist vor über zehn Jahren auch ein Elefantenbaby mit erheblich erhöhten Körpergewicht geboren worden, das kurz nach der Geburt verstarb. Nicht einmal Mund-zu-Mund-Beatmung hatte geholfen. Also lag meine Vermutung nahe, dass Hoas Jungtier auch ein erhöhtes Geburtsgewicht vorwies und eventuell aufgrund dessen verstorben war. Hoa ist ja ein Fressbeutel und immer schon recht propper gewesen.
Jenala sagte mir, dass ein Gewicht zwischen 90 und 110 kg normal sei, ein Jungtier aber durchaus auch bis zu 140kg wiegen könnte. Also war es doch nicht zu schwer? Ich bleibe weiterhin skeptisch.
Dann ist da noch die Sache, dass Hoa ganz alleine in der Halle war und entbunden hat. Sie konnte sich frei bei der Geburt bewegen, was ja heute eigentlich zum Standard gehören sollte. Einziger Nachteil: Sie war ganz allein. Nirgends eine andere Elefantenkuh, die sie bei der Geburt hätte unterstützen können. Keine Trinh, keine Don Chung und vor allem keine Saida, die bereits Erfahrung mit Herdengeburten vorweisen kann, da sie aus Hamburg stammt. Und Hagenbeck rühmt sich ja immer mit seinen seit 2003 stattfindenden Herdengeburten.
So kann selbst ein Problemelefant vor seinem Jungtier geschützt werden, da die Tanten oder eventuell auch eine Tante eingreift und der Mutter zeigt, wo es längs geht. Das war in Leipzig nicht möglich. Dort war Hoa ganz alleine, wurde von Pflegern überwacht, die im Zweifelsfall aber auch nicht eingreifen konnten. Und so soll es eben zu dem Unglück gekommen sein.
Man muss bei Hoa auch bedenken, dass sie erstens die rangniedrigste der Gruppe ist und von den anderen nicht wirklich akzeptiert. Weder Saida noch die anderen beiden mögen sie besonders. Und Saida steht eh beim Bullen, da sie immer versuchen soll Chefin zu werden. Eigentlich will jeder Elefant außer Hoa Leitkuh sein. 2006 war Saida gekommen, um genau so eine Situation zu vermeiden, wie sie nun vorherrscht. Damals hatte Rhani noch gelebt, aber selbst diese mochte Hoa nicht besonders.
Das Verhältnis zwischen Hoa, Thrinh und Don Chung hat sich etwas gebessert und ist nicht mehr ganz so schlimm wie vor ein paar Jahren. Aber die dicksten Freunde sind die drei nicht geworden, das ist eher ein dulden.
Wenn man Hoa betrachtet, so ist sie bei allen Elefanten das fünfte Rad am Wagen. Vielleicht sollte sich der Leipziger Zoo wirklich überlegen, ob sie Hoa nicht abgeben an einen anderen Zoo, die sie besser in eine Gruppe integrieren können. Meine Vermutung, dass der Zoo Leipzig Hoa als gleichwertigen Ersatz für Salvana Hagenbeck anbot, hält sich immer noch. Aber was wollten die mit einem weiteren Problemfall? Davon haben sie schliesslich schon zwei, wobei Mala beim Bullen meist gut aufgehoben ist und Thura geniesst eben Dauerbewachung und wird in der Halle von den anderen getrennt gehalten. Hier muss man aber auch wissen – Jenala sei Dank -, dass Thura erst seit Saidas Weggang diesen schweren Stand hat. Die beiden waren dickste Freundinnen und kamen aus einer Einrichtung in Spanien, wo sie wohl schlimmes durchgemacht hatten. Thura ist nun alleine, kann eine der anderen Kühe, und folglich deren Nachwuchs, nicht ausstehen. Also nicht leicht.
Aber ich schweife ab, zurück zu den Leipziger Elefanten.
Hoa war allein in der Halle, niemand konnte eingreifen. Es wird ja kritisiert, dass der ehemalige Cheftierpfleger Tempelhoff kurz vor der Geburt wegen irgendwelcher internen Querelen abgesetzt und in ein anderes Revier versetzt wurde. Ich weiss nicht, ob er etwas hätte ändern können. Wobei Hoa ja angeblich eine enge Bindung zu ihm hatte. Wenn das stimmt, hat Hoa wirklich die Bezugsperson verloren, der sie vertraut hat. Hoa hat ja eher eine Bindung zu den Menschen um sie gehabt als zu ihren Artgenossen, vor denen sie angeblich sogar Angst hatte. Deshalb ist es mir unverständlich, dass niemand bei der Geburt eingreifen konnte. Ja, es mag gefährlich sein, gerade bei einer Geburt. Aber Hoa? Solange ich keine Aufnahmen der Geburt gesehen habe, kann ich dazu wirklich nichts sagen.
Vielleicht hätte Hoa wirklich an die Kette gelegt werden sollen. Aber wissen wir, ob es dann besser ausgegangen wäre. Die Kette kann doch keine Lösung sein. Bei allein erstgebährenden Elefanten vielleicht doch. Tja, ich weiss es nicht. Geburten an der Kette sind veraltet, da mag Leipzig schon mit einer Geburt in der Halle recht gehabt haben. Aber irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass Leipzig das nur veranstaltet hat, um nicht als veraltet zu gelten. Damit sie qeiterhin ihrem Ruf als „Zoo der Zukunft“ gerecht werden. Aber die Zukunft hat sie schon lange überholt. Wenn man hinter die Fassade schaut, wird es deutlich.
Kommen wir nun zu den Tierschützern, die sich immer dan zu Wort melden, wenn etwas schief gegangen ist. Mit denen hat nicht nur der Leipziger Zoo zu kämpfen, sondern jede Zoologische Einrichtung, ob in Deutschland oder der ganzen Welt.
Da werden einmal die Haltungsbedingungen kritisiert. Ich will ja nicht sagen, dass die Elefanten ein supertolles Leben im Zoo geniessen, aber wirklich schlecht geht es ihnen dort auch nicht. Sie kregen jeden Tag ihr Futter und müssen nicht fürchten von Wilderern getötet oder von einer Tretmine zerfetzt zu werden. Natürlich haben sie sich an die Befehle der Pflegerzu halten und können nicht tun und lassen was sie wollen. Das ist dem Schutz der Menschen gechuldet, die mit den Elefanten arbeiten. Das ist allerdings noch lange kein Freifahrtsschein, um die Elefanten zu trietzen.
Natürlich sind auch immer mal welche dazwischen, die lieber nicht mit Elefanten arbeiten sollten, aber solange den grauen Riesen kein Schaden zugefügt wird, geht es noch.
In Asien werden den Elefanten auf grausame Art und Weise der Willen gebrochen. Gefesselt stehen die Elefanten da und versuchen sich zu befreien, bis sie aufgeben und sich dem Menschen fügen. So etwas nenne ich grausam, aber dagegen scheint niemand gegen angehen zu wollen. Nein, kritisieren wir doch lieber das, was direkt vor unserer Haustür sitzt.
Da wird von den Tierschützerin die Herdenstruktur oder nicht vorhandene Homogenität kritisiert. Ja, dass in Leipzig seit spätestens Rhanis Tod nichts mehr geht, ist allgemein bekannt und nichts Neues. Daran wird sich mich ziemlocher Sicherheit auch nichts ändern.
Dass eine Erstgebährende allein in der Halle ist ohne die Unterstützung von erfahrenen Tanten, mag durchaus rechtens sein. Aber wer Hoas Stand kennt, muss sich doch fragen, welche Kuh denn wirklich geeignet dafür gewesen wäre? Mir fehlt keine ein.
Dass leichtsinnig gehandelt wurde mit einer Geburt ohne Ankettung, ich weiss nicht. Bei beiden Methoden kann durchaus was schiefgehen.
Zu guter Letzt, dass dem Leipziger Zoo verboten werden sollte zu züchten. Das ist wirklich starker Tobak, wie ich finde. Denn ist es nicht gerade das erklärte Ziel eines jeden Zoos durch Nachzuchten eine Art zu erhalten? Und gerade die asiatischen Elefanten sind vom Aussterben weitaus bedrohter als ihre afrikanischen Verwandten.
Hoa ist noch ein Wildfang und würde frisches Blut in die europäischen Gruppen bringen.
Durch diese erste Schwangetschaft von ihr, ist gewährleistet, dass sie auch weitere Kinder wird haben können. Denn bei weiblichen Elefanten ist es so, dass sie bis ungefähr zwanzig wenigstens einmal ein Kind hätten kriegen sollen, damit sich ihre Gebärmutter nicht verändert. Es gibt immer wieder Ausnahmen wie Hoa, die 24 war, oder Shandra, die 30 war, aber leider eine Fehlgeburt hatte.
Hoas Baby ist tot. Einige äussern sich darüber auch im Dinne von: Na und? War doch eh nur ein Bulle, die gibt es schon genug. Richtig, es war ein BullenkAlb, aber Naing Thein ist nun einmal bekannt dafür männlichen Nachwuchs zu zeugen. Das steht in einem Verhältnis von 4:1. Deshalb Jenalas Vermutung, der Nachwuchs von Salvana könnte auch männlich sein.
Seien wir froh, dass wenigstens Hoa die Geburt gut überstanden hat.
Und vielleicht war es wirklich besser so, dass das Jungtier nicht überlebt hat. Wer weiss, was da für ein Bulle herangewachsen wäre, der eine Mutter voller Komplexe hat.
Warten wir nun das Obduktionsergebnis ab. So lange gilt für mich die Unschuldsvermutung.

 

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Interpretierte Fotos und die Folgen


Ich weiss wirklich nicht, was ddas ZDF sich eigentlich dabei denkt. Am 18.02. fiel die Terra X-Folge über Georg Forster aus, weil es eine einstündige Sondersendung von Maybritt Illner gab. schön und gut, konnte man aus dem gegebenen Anlass ja noch verstehen, schliesslich war das Bundespräsidentenamt zu diesem Zeitpunkt noch vakant. Wir erinnern uns: Merkel wollte partout nich Joachim Gauck als Kandidaten akzeptieren, obwohl bereits die FDP umgeschwenkt war. Später war sie dann doch einverstanden, zähneknirschend zwar, aber immer noch besser als der Bruch der Koalition. Wer hätte ihr da die Wiederwahl garantieren können? Niemand, und so fügte sie sich in ihr Schicksal.
Zurück zum ZDF, dass eben eine TerraX-Folge einfach aus demdem Programm nahm. So weit ich weiss, wurde sie nachts auch nicht wiederholt, was früher immer der Fall war. Da laufwn jetzt stattdessen uralt TerraX-Folgen bzw. Sendungen die heute unter dem Label TerraX fungieren, denn das wirklich TerraX gibt es seit seinem 25jährigen Jubiläum nicht mehr.
Ich hoffte noch darauf, dass die ausgefallene Folge am kpmmenden Sonntag, also gestern gezeigt würde, doch ddies war nicht der Fall. Stattdessen musste ich da diesen blöden Dirk Steffens sehen, der bald überall beliebt ist, aber für Interviews irgendwie nie zu erreichen ist – nicht mal per Mail. Also ich mag ihn nicht und Tier-Dokus noch weniger. aber um Antipathien soll es jjetzt hhier nnicht gehen, ssondern um die Art und Weise, wie das ZDF mit seinen Zuschauern umgeht. Es ist ja nicht das erste Mal, dass das ZDF eine Doku-Folge ausfallen lässt und sie in der darauf folgenden Woche nicht zeigt. das ist schon vor dem Digitalkanal-Ableger ZDFneo geschehen und wird sich auch nicht ändern. Bloss wenn mman ssich heute beachweren würde, bekäme man sehr wwahrscheinlich zur Antwort, dass die Folge auf neo lief und zudem im Internet sich jederzeit angeschaut werden könne. erstens, nicht jeder hat DVB-T, nutzt seinen digitalen Kabelanschluss, seinen Digitalen Sat-Anschluss ( da wird es aber höchste Zeit, schliessloch wird das bbald aabgestellt, also der analoge Empfang) oder guckt ZDFneo. Zweitens, nicht jeder mag sich eeine Sendung im Internet ansehen, zu den Leuten ich gehöre, ausserdem interessiert mich dieser neo-Kanal nicht. Also werde iich die Folge nicht ssehen können. Und damit hänge ich sehr wajrscheinlich nicht alleine da. Aber was interessiert das ZDF das schon? Richtig, überhaupt nicht. Dennoch musste ddas jetzt mal gesagt werden.

Heute Nacht wurden die Oscars vergeben. Sacha Baron Cohen hatte ja Oscar-Verbot bekommen, wenn er als Diktator verkleidet kommen würde. Hat er nnun doch getan. Dabei verstreute eer auch „Asche“ von Kim Jong-Il. Ob ihm nun der Gang ins ehemalige Kodak-Theatre verweigert wurde ist mir nicht bekannt. Wie heisst das Kodak-Theatre überhaupt jetzt oder ist es noch immer namenlos? Vielleicht habe ich das überlesen.
Der grosse Oscar-Favorit „The Artist“ bekam von zehn Oscars fünf, davon die iin den wichtigsten Kategorien, also Bester Film, beste Regie, Bester Hauptdarsteller. Damit zeigt sich, dass der Stummfilm noch lange nicht tot ist, obwohl seit spätestens 1930 nicht mehr oder kaum noch (Charlie Chaplin) verwendet. Ob nun ein paar Klassiker auf DVD erscheonen werden? wenn der Stummfilm boomt, kann man jja hoffen.
„Hugo Capret“, der andere Oscar-Favorit bekam auch fünf Oscars, diese vor allem in den technischen Kategorien. Der Film handelt ja indirekt auch vom Stummfilm, denn hier geht es nicht nur um einen kleien Waisenjungen, sondern auch um den Altmeister der Stummfilm-Kurzfilme: Georges Mėliės. Über diesen Film Meister gibt es zwei wunderbare DVD-Boxen, dies sich wirklich lohnen angesehen zu werden. Gut, viele der Kurzfilme behandeln das Gleiche, dennoch sind auch „Le voyage dans la lune“ (Die Reise zum Mond) und die Reise mit der Eisenbahn ethalten. Beides Meisterwerke, die zur damaligen Zeit konkurrenzlos waren.

Ich habe wirklich ggedacht, meine Tastatur sei ausgetauscht worden. Aber nein, sie macht immer noch ddiese entsetzlichen Buchstabendopplungen. Kann doch nicht sein! Und Haken tut dieser Mac auch immer. Ich brauche einen neuen Computer, denn sso kann ich wirklich nicht arbeiten.

Zu Kronprinzessin Victoria habe ich mal im Digitalarchiv gewühlt (Kosten über Kosten). Hochgradig interessant.
Ich habe jetzt übrigens eine Vermutung, warum Victoria ein Junge angedichtet wurde: Sie hatte einen Spitzbauch und das deutet auf einen Jungen, allerdings nicht immer, sonst hätte ich heute nämlich keine Schwester, sondern noch einen Bruder. Damals sagten alle zu meiner Mutter, es würde ein Junge. Damit kann man meine Schwester immer noch mit aufheitern. Wir hatten auch einen Experten zurate gegezogen, der zu dem Ergebnis kam, es würde ein Junge, aber da ich intervenierte, und nicht nur ich, wurde das Thema fallengelassen. War ja richtig, wie man heute ssieht.
Aber das kommt davon, wewenn man sich zu sehr aufs interpretieren von Fotos verlässt, mitunter ist man dann verlassen.

 

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Die Talfahrt für Spekulanten


Kennt eigentlich noch jemand Werner Lorant? Das ist der, der damals auf Sat.1 die Mannschaft von Oliver Pocher trainiert hat, als es gegen den FC Bayern München ging. Der etwas ältere Herr mit dieser schlohweissen Perücke.
Ich habe ja mal im selben Flugzeug wie er gesessen. Damals war er noch Trainer von 1860 München.
Na ja, wieso ich jetzt gerade auf Lorant komme, hat schon seinen Grund. Denn er macht bei so einem Dschungel-Camp-Ableger von Pro7 mit. Nennt sich „Die Alm“. Freuen dürfen sich auf Sarah Knappik-Fans, denn ihre ehemalige beste Freundin ist auch dabei. Und bei denen merkt man nicht sofort, wer nun wer ist. Obwohl, Gina-Lisa sonst wie hat Schlauch-Lippen, weil sie sich die hat aufspritzen lassen.
Ich gucke es nicht, denn Pro7 ist genau so ein Sender, den ich nie gucke. Da gucke ich ja eher noch Sat.1 oder Tele5, aber doch nicht Pro7. Die zeigen nun wirklich nicht das, was mich interessiert. Aber was interessiert mich eigentlich? Eine gute Frage. Ich sage mal: Alte Filme, Dokumentationen. Das war’s dann eigentlich auch schon. Bin wirklich jemand, der total aus dem Raster fällt. Pro7, RTL II und Co. würden an mir pleite gehen, wenn es noch mehr von meiner Sorte geben würde.

Diese Woche gibt es einen weiteren prominenten Toten zu beklagen. Gemeint ist Friedrich Schoenfelder, der im hohen Alter von 94 Jahren seine Augen für immer schloss. Bekannt ist er vor allem als Synchronstimme der Serie „Im Reich der wilden Tiere“, dass früher immer sonntags auf Pro7 oder Kabel1 lief. Also so Ende der 80er Jahre. Wir haben es über Sat empfangen, denn sonst hätten wir gar kein deutsches Fernsehen gehabt. Ich habe die Serie geliebt. War irgendwie immer spannend. Und irgendwann lief sie dann nicht mehr. Aber es gibt noch andere schöne Serien, die ich toll fand, wie beispielsweise „Das Spielhaus“ oder „Brummkreisel“. Die endeten, nachdem sich die DDR auflöste und es den Sender DFF nicht mehr gab.

Die Börsen sind auf der ganzen Welt einer Talfahrt ausgesetzt, dass man sich doch beinahe an den schwarzen Freitag erinnert wird. Panik entsteht, Aktien werden verkauft und damit fallen die Kurse. Gut für die, die spekulieren wollen und nun anlegen. (Dazu zähle ich, und bis jetzt hatte ich auch immer Glück)
Meine Uhr ist vielleicht eine Nervensäge. Erst gehen mir andauernd die Armbänder kaputt, nun piept sie zu jeder vollen Stunde bzw. alle zwei Stunden. Jedenfalls kriege ich es nicht stumm geschaltet. Und das nervt mich wahnsinnig. Ich will meine Ruhe haben und habe nun wirklich keine Lust, mitten in der Nacht davon auch noch geweckt zu werden. Irgendwann muss das doch einmal enden.

Ich bin immer noch der Oberleser der Redaktion. Das ich gar nicht so vorankomme, wie ich eigentlich sollte, scheint momentan wohl irgendwie nicht zu interessieren. Ich liege schliesslich schon zehn Bücher zurück und immer kommen wieder neue hinzu. Wer liest diesen Schund bloss – ausser mir natürlich? Ich will mal wieder ein paar meiner eigenen Bücher lesen, aber dazu komme ich überhaupt nicht. Ärgerlich so was. Und was mache ich nur mit diesen ganzen Rezensionsexemplaren? Verkaufen ist wohl das einzig wahre. Verstopfen nämlich schon ein Regal.

 

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Vom Himmel hoch, da komm ich her


Kürzlich in der Tram:
„Bald ist Weihnachten, ich muss noch Geschenke besorgen.“
„Oh Mann, hör bloss auf!“

Es schneit immer noch und ich will endlich, dass dieses Zeug verschwindet. Jenala ist der gleichen Meinung, aber wegen etwas anderem. Sie will nämlich wieder ihren Ersatzelefanten sehen. Der bei Schnee nicht rauskommt, weil die Fläche da drunter ja glatt sein könnte und sie dann eventuell ausrutscht – der Elefant natürlich. Könnte aber natürlich auch zuviel Schnee fressen. Das machen Elefanten auch gerne. Machen sich einen dicken Schneeball und werfen den sich dann ins Maul. Habe ich alles schon gesehen.

Die Deutschen II ist endlich zu Ende. Die Folge war ein guter Abschluss. Vor allem war nun auch endlich einmal der Darsteller dem Original ähnlich. Bei Karl dem Grossen oder Friedrich II. ist das so eine Sache, weil man da nicht weiss, wie die nun eigentlich aussahen. Aber Ulrich Gebauer als Gustav Stresemann, das passte wirklich. Allerdings muss ich bei dieser Folge auch wieder sagen, dass sie ein wenig vereinfacht war. Es wurde bei Locarno nur Aristide Briand erwähnt, Chamberlain hingegen überhaupt nicht. Dabei waren es die drei (Stresemann eingeschlossen), die Deutschland wieder zurück ins weltpolitische Geschehen brachten. Und so bekamen auch alle drei den Friedensnobelpreis. Nicht nur Stresemann und Briand.
Auf der ZDF-Seite im Internet gibt es so einen lustigen Test, welcher Deutsche man denn sei. Wisst ihr, was bei mir herausgekommen ist? Nein, nicht Ludwig II., obwohl ich einige Sachen angeklickt habe, die auf ihn zutrafen. Nein, es war Karl der Grosse, was sehr wahrscheinlich daran lag, dass ich bei der Frage, was ich auf eine einsame Insel mitnehmen würde, nicht Ipod, Bücher oder sonst was angeklickt habe, sondern eine Waffe. Denn irgendwie muss ich mich dort ja verteidigen und auch Essen herbeischaffen. Ohne Waffe geht das nicht. Ist übrigens auch eine sehr bekannte Frage bei irgendwelchen Manager-Trainings.
Nächste Woche Urlaub, kann es kaum erwarten.
Die Diskussionen um Guttenberg reissen immer noch nicht ab. War es nun richtig, was er da in Afghanistan veranstaltet hat, oder nicht? Nichts genaues, weiss man nicht. Und so gehen die Diskussionen munter weiter.
Ich muss Lei noch ihre Stummfilme aufbereiten, sonst ist sie sauer, weil sie die nicht abspielen kann. Das will ich ja auch nicht. Also dass sie sauer ist, denn dann ist sie einfach unerträglich.
Fühle mich wieder beobachtet. Und brauche dringend Urlaub. Aber dann nur lesen? Das kann auch nciht das richtige sein.

 

Schlagwörter: , , , , ,

Auf dem Berge, da wehet der Wind


Es schneit, dann schneit es wieder nicht, sondern taut wie verrückt, dass überall Hochwassergefahr herrscht. Und dann friert es wieder und fängt erneut zu schneien an. Aber wenigstens kommt es hier nicht so zu einem Chaos, wie es vor einigen Tagen in Leipzig passiert ist, als dort wegen Kälte die Oberleitungen der Tram Schaden nahmen. Lei und Steve mussten mit dem Bus zur Arbeit bzw. zur Uni. Und das, wo dort die nächste Bushaltestelle mindestens zehn Minuten entfernt ist. Na ja, die Strassenbahn ist auch nicht besser erreichbar, aber mit der kommt man dann schneller voran.
Regina und ich haben uns am Sonntag nach einem passenden Tannenbaum umgesehen. Dauerte ewig bis wir auch einen fanden, der nicht aussah wie die hinterletzte Krücke oder aber, als hätte er bereits ein Feuer überlebt und hätte gerade neu ausgeschlagen. Von letzter Sorte Bäume habe ich mindestens fünf gesehen, wo ich immer dachte, dass es solche gar nicht geben würde. Sonst haben die doch immer nur diese Krücken, die so viele Löcher haben, dass man sie gar nicht kaufen will. Jedenfalls habe ich mich mal wieder breitschlagen lassen und wir haben einen Baum gekauft. Haben Lei & Co. dann auch etwas, was sie bestaunen können. Nicht, dass die noch mit ihrem hier ankommen. Die haben auch einen gekauft, wie ich erfahren habe. Und dieses Mal sei die Fahrt das totale Fiasko gewesen. Denn erst einmal mussten sie ein Auto organisieren und dann hatten sie so eine 20 Jahre alte Schrottkiste – jedenfalls drückte Lei sich so aus – wo nach mehreren Kilometern es plötzlich nach verbranntem Gummi stank. Melinoh wird total hysterisch und glaubt, das Auto würde in nächster Zeit explodieren. Also an den Seitenstreifen fahren und erst einmal nach der Ursache suchen und nichts finden. Schliesslich sich wieder verfahren und dann doch über eine Stunde zu früh da sein. Da habe ich dieses Mal wirklich was verpasst. Aber eigentlich wäre es nur eine Fortführung der vorherigen Katastrophen gewesen.
Für Regina habe ich mir etwas ziemlich einfallsreiches einfallen lassen zu Weihnachten. Ich weiss bloss nicht, ob sie das Geschenk auch zu schätzen weiss. Jedenfalls handelt es sich um ein selbstkomponiertes Stück. Habe mit mehreren Pattern experimentiert. Eines klang wie ein Weihnachtslied. Das grösste Meisterwerk seit Beethoven ist es jetzt nicht, aber ich kann zufrieden sein. Bin ja nie wirklich der grosse Komponist gewesen. Aber es klingt schon besser, als die Sachen, die ich früher einmal veranstaltet habe.
Sonntag hat es bei uns Käsefondue gegeben und ich habe mir beim Käseschneiden bald den halben Finger abgesäbelt. Was muss man auch so doof sein und zum Körper hinschneiden. Da hätte sonst was passieren können. Aber vor allem merke ich nciht einmal, dass ich mich verletzt habe. Gehe von einem kleinen Ratscher aus, aber später dann merke ich, wie das wehtut. Ist jetzt eine ganz hässliche Wunde, auf die mich alle Kollegen ansprechen. Am liebsten würde ich mir ein Schild umhängen: „Kleiner Haushaltsunfall.“
Heute kommt übrigens die letzte Folge von „Die Deutschen II“. Es geht um Gustav Stresemann. Das war von 1923 bis zu seinem Tod 1929 der Aussenminister der Weimarer Republik. Wenn er nicht 1929 gestorben wäre, vielleicht wäre der Lauf der Geschichte dann anders ausgegangen und wir würden immer noch die Weimarer Republik haben oder aber auch nicht. Jedenfalls ist Stresemann definitiv zu früh gestorben. Der hätte viel noch verändern können. Eine dritte Staffel wird es eventuell auch noch geben. Um wen soll es denn dann gehen? Friedrich Ebert oder vielleicht Walter Rathenau? Ich habe was von Liselotte von der Pfalz gehört. Die hat in Frankreich gelebt, am Hofe von Ludwog XIV. (Der Staat bin ich). Aber das wäre doch mal was: Welche Figuren sollen in der dritten Staffel auftauchen, also welche historischen Figuren?

 

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , ,

Was ist eigentlich deutsch?


Es ist nicht immer leicht zu verstehen, was das Schicksal mit uns vorhat. Manches Mal geht es seltsame Wege.
Unbekannt

„Mann, hat der eiskalte Augen“.
(Regina, die eigentlich nur sagen wollte, dass die Augen eisblau seien. Also blau, aber irgendwie ein ganz helles, beinahe durchsichtiges Blau, wo die Augen dann als eisig auch bezeichnet werden oder stahlblau. Ich glaube, so wie ich es erklärt habe, versteht es nun gar niemand mehr.)
Hat sich gestern irgendjemand die zweite Staffel von „Die Deutschen“ angetan? Wenn nicht, dann wird er nichts verpasst haben, ausser das es eigentlich fast nur um ein Thema ging: Karl der Große und die Sachsen. Kein einziges Mal wurde erwähnt, dass Karl seinen Bruder ermordet haben soll. Denn wäre sein Bruder Karlmann – origineller Name, nicht wahr? – nicht gestorben, dann wäre karl der Große nie der Herrscher geworden, als der er nun bekannt ist. Des weiteren muss man bedenken, dass Karl kein Deutscher war, sondern ein Franke. Deutsch gab es damals nicht, nicht einmal in der Sprache. Das kam erst bei Otto dem Großen auf, der am Ende übrigens auch wieder gezeigt wurde und bei mir genauso einen Lachkrampf erzeugte, wie schon zuvor der Darsteller Karls des Großen. Jeder kennt ja die Darstellungen, wo Karl auf einem Pferd sitzt oder eben die goldene Büste. Und dann Jens Schäfer als Karl der Große, der nicht einmal als Nick Knatterton überzeugen konnte, was aber vielleicht auch an der Handlung lag, dass der Film nie die Preview überlebte. Bei der Besetzung konnte man sich nur wieder drüber amüsieren. Warum das so ist, hier zwei Bilder. Eines von der Karl-Büste und dann eben ein Snapshot aus einer der Spielszenen.

Karl der Große-Büste


Und dann Jens Schäfer als Karl der Große. Große Ähnlichkeit, nicht wahr? Na ja, sollte nicht so pendantisch sein, denn wir wissen ja gar nicht, wie Charlemagne wirklich ausgesehen hat.

Und nun mein nunplusultra-Bild, wo ich vor lachen kaum noch atmen konnte. Der Darsteller von Otto dem Großen

Der Schwachsinn ging ja noch weiter, dass Karl der Große nun angeblich sogar lesen und schreiben konnte, wenn auch nur mühsam. Ich habe gelernt, dass Karl weder des Schreibens noch des Lesens mächtig war. Deshalb hat er ja auch nur immer unter die Dokumente in dieses grosse Siegel so ein paar Strichlein gemacht, wenn es denn mehr als einer war.
Komme ich zum Titel zurück, was ist eigentlich deutsch? Ordnung, Pünktlichkeit und Disziplin. Und das deutsche Urlauber mit Handtüchern Hotelliegen besetzen. Tennissocken in Sandalen. Ich kenne da auch ein paar, die das machen. Da ich selbst Sandalen verabscheue, wird man mich eh nie so antreffen. Weiteres fällt mir gerade nicht ein.
Dafür zurück zur Serie. wer von den jetzigen Hauptfiguren ist eigentlich wirklich deutsch? Ich komme höchstens auf drei und das auch nur, wenn ich ganz milde bin. Denn zu Zeiten von Hildegard von Bingen und Thomas Münzer gab es das Heilige Römische Reich (deutscher Nation) und noch nicht wirklich Deutschland. Das gab es dann aber zu Gustav Stresemanns Zeiten, den ich wirklich als Deutschen bezeichnen kann. Und vielleicht noch Karl Marx. Gut, den könnte man auch noch dazu zählen. Aber weder Friedrich II., der höchstens insgesamt fünf Jahre in Deutschland verbracht hat, noch Rosa Luxemburg, die in Polen geboren wurde und nur durch die Heirat mit einem Deutschen bleiben durfte, kann man als Deutsche bezeichnen. Und bei den Mittelalter-Königen ist das eh ein wenig schwierig zu sehen. Da fällt mir dann wieder ein, wo gestern gesagt wurde, dass Napoleon sich auf Karl den Großen berief und selbst das Kaisertum 1806 abgesetzt hatte. Aber der Kaiser war kein Deutscher gewesen, sondern ein Österreicher.
Nun habe ich mich genug ausgelassen über diese Serie, die mich entweder in Wut versetzt, wegen irgendwelchen Details, die nicht stimmen. (Geb’s zu, ich bin pedantisch.) Und andererseits amüsiere ich mich wahnsinnig über die Darsteller der historischen Figuren. Da kriege ich mich manchmal gar nicht wieder ein.
Zu einem weniger schönen Thema. Am Samstag morgen sind im Karlsruher Zoo durch einen Brand jämmerlich 26 Tiere umgekommen. Ich kann bloss hoffen, dass die Zwergziegen, Alpakas, Zwergesel und vor allem die seltenen Walachenschafe zuvor an einer Rauchvergiftung bereits eingegangen waren.
Mir fiel, als ich das las, sofort ein, dass dort ja Jenalas Lieblingselefant Jenny seit Ende letzten Jahres wohnt. Ich hoffte, dass den Elefanten nichts passiert sei, und dann las ich, dass in einer spektakulären Rettungsaktion die vier Elefanten und zwei Flusspferde ins Freie gebracht worden waren, da das Dach des Elefantenhauses auch Feuer gefangen hatte. Also meldete ich mich umgehend bei Jenala, denn ich konnte mir vorstellen, das sie unheimlich aufgeregt war wegen dieser Nachricht. Und ja, es stimmte. Sie machte sich grosse Sorgen, dass Jenny vielleicht noch Tage später sterben könnte, weil sie zuviel Rauch eingeatmet hat. Aber andererseits war sie auch unheimlich erleichtert, dass der Elefantenkuh nichts passiert war. – Da wusste sie wohl nopch nicht, dass Jenny der einzige Elefant war, der Brandverletzungen davongetragen hat. Schlimm scheinen sie aber nicht zu sein, denn ich habe ein Bild von ihr gesehen und konnte von Brandwunden nicht wirklich etwas entdecken. Aber das muss nichts heissen. Obwohl sie sie seit über vier Jahren schon nicht mehr gesehen hat, bedeutet Jenny ihr immer noch alles. Und nun hofft sie, nicht gerade nett, dass das Elefantenhaus so unstabil sei, dass die Elefanten umziehen müssen. Und da sie ja auch als Gruppe verbleiben sollen, bleibt nur Hamburg übrig, die noch ein paar freie Plätze haben und zudem ein leeres Gehege, wo vier Elefanten auch drauf passen. Ausserdem soll Jenny immer noch dem Hamburger Zoo gehören. So würde Jennyli (O-Ton Jenala) wieder in der Heimat sein.
Und hier ein Bild von Jenny, das schon einige jahre alt ist. Genau gesagt ist es knapp über fünf Jahre alt:

 

Schlagwörter: , , , , , ,