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Geld-Sanierung durch Unrecht?


Horst Seehofer kann zufrieden sein, denn sein Lieblingskind, die PKW-Maut, wurde vom deutschen Bundestag beschlossen. Eher von der grossen Koalition, die unter anderem aus der CSU besteht, die das auch vorangetrieben hatte. Wie ich schon sagte, Seehofers Lieblingskind.
Ab dem nächsten Jahr soll die PKW-Maut also kommen. Aber nicht für in Deutschland zugelassene Autos, sondern für alle nicht in Deutschland zugelassenen Autos. Denn wir sollen angeblich keine PKW-Maut zahlen, dass würde bei uns mit der KFZ-Steuer vergolten. Was sich erst einmal ganz toll anhört, ist es bei näherer Betrachtung weniger. Denn die Höhe der KFZ-Steuer soll neu berechnet werden. Einige PKW-Halter werden dann weniger zahlen, aber sehr wahrscheinlich wird der Mehrheit natürlich tiefer in die Tasche gegriffen. So ist es meistens. Aber drastische Erhöhungen wird es nicht geben. Ausserdem muss man es so oder so zahlen. Wenn die Maut nicht kommt, wird die KFZ-Steuer dennoch gezahlt werden müssen. Das eine, was man will, das andere, was man muss.
Zweifel bestehen aber noch, ob die PKW-Maut dem EU-Recht entspricht. Denn praktisch werden durch die Maut nur Ausländer belastet, die mit ihren eigenen Wagen, die nicht in Deutschland zugelassen sind, über Deutschlands Autobahnen brausen. Wir selbst zahlen nichts extra. Und das ist das Problem. Denn durch diese „einseitige“ PKW-Maut werden Ausländer benachteiligt. Und das widerspricht EU-Recht, wo es heisst, dass niemand in einem Land benachteiligt werden dürfe, auch wenn er nicht dessen Staatsangehörigkeit besitzt.
Alexander Dobrindt hingegen ist davon überzeugt, dass die PKW-Maut dem Europarecht entsprechen würde. Denn während die ausländischen Fahrer Vignetten kaufen können, die für wenige Tage gelten, müssten wir Deutschen Jahresvignetten kaufen. Also KFZ-Steuer gleich Jahresgebühr.
Müssen wir dann auch so doofe Bildchen ins Fenster kleben, wie das in Österreich und weiteren europäischen Ländern der Fall ist? Hoffentlich kriegt man die wieder ab.
Es war doch mal die Debatte angefacht worden, dass die Nummernschilder überprüft werden sollen. Wie sieht das nun aus?
Man darf gespannt sein, ob die EU die beschlossene PKW-Maut billigt. Einige EU-Länder hatten bereits im Vorfeld angekündigt, zu klagen, falls eine Maut kommen sollte.
Indirekt finde ich es gerecht, dass Deutschland eine Maut für die Autobahnen verlangt. Wir müssen doch auch beispielsweise in Österreich oder Italien Gebühren für die Nutzung der Autobahnen zahlen. Aber wenn die auf einmal bei uns zahlen sollen, da ist das Geschrei natürlich gross.

Das Leipziger Elefantenmädchen hat die Operation relativ gut überstanden. Damit sie nun ihre Beine nicht zu stark belastet, hängt sie nun in einem Tragegurt, der ihre Hinterbeine entlastet.
Durch eine Magensonde bekommt sie alle paar Stunden Milch zugeführt. Ob es sich um Muttermilch oder Ersatzmilch handelt, weiss ich nicht. Theoretisch ist Muttermilch natürlich die beste Lösung und solange Hoa sich das „abmelken“ gefallen lässt, soll man das machen.
Aber ich frage mich immer noch, wie sich das Kuhkalb diesen Oberschenkelbruch zugezogen hat. Es soll wohl passiert sein, als die Tanten versucht hätten, sie aufzurichten. Wie rabiat sind Don Chung und Trinh denn vorgegangen? Und dann sagt man immer noch, dass Hoa vor zwei Jahren mit voller Absicht ihr erstes Jungtier getötet hätte. Dagegen halte ich immer noch und sage, dass sie einfach zu fest zugetreten hat. Aber nicht mehr zu ändern.
Nun geht das hoffen weiter, ob noch alles gut gehen wird.
Hoa kann Sichtkontakt zu ihrer Tochter aufnehmen. Besser als nichts. Natürlich ist Rüsselkontakt besser, nur kann da immer die Gefahr bestehen, dass Hoa ganz verwirrt ist von den Seilen und den Verbänden und diese abreisst. Vielleicht würde sie auch ihre Tochter anstupsen, eventuell ein wenig zu fest. Da kann alles mögliche passieren. Bei einem Rüsselkontakt müsste man eine Absperrung so gestalten, dass Hoa gerade einmal mit der Rüsselspitze zu ihrer Tochter gelangen kann. Aber nur bis zu deren Kopf oder aber dem Rüssel? Die Frage aller Fragen, denn da kann auch allerhand passieren. Dann lieber nur Sichtkontakt.

Gestern wurde das EM-Qualifikationsspiel Russland gegen Montenegro in der 67. Minute abgebrochen, nachdem ein Elfmeter vergeben und die Betreuer beider Mannschaften aufeinander losgingen. Bereits nach nicht einmal einer halben Minute wurde das Spiel bereits für längere Zeit unterbrochen, nachdem Igor Akinfejew, der russische Torwart, ein brennender Feuerwerkskörper – genauer eine Leuchtrakete – am Kopf traf. Mit Brandverletzungen kam Akinfejew ins Krankenhaus. Inzwischen hat er Entwarnung gegeben, es gehe ihm schon wieder besser.
Nach diesem Vorfall, das Spiel hätte eigentlich abgebrochen werden müssen, ging die Partie schliesslich 33 Minuten später weiter. Die Stimmung unter den Fans war aufgeheizt, weitere Gegenstände wurden geworfen und die Spieler trugen auch nicht gerade zur Entspannung der ganzen Situation bei. Der Spielstand betrug 0:0. Dann wurde auf Elfmeter für die entschieden, doch Schirokow verschoss. Daraufhin gab es überhaupt kein Halten mehr. Die Situation eskalierte und der deutsche Schiedsrichter Deniz Aytekin entschied diesmal das Spiel abzubrechen.
Russlands Nationaltrainer Fabio Capello hat gesagt, dass Aytekin das Spiel bereits nach dem ersten Vorfall abbrechen wollte, als Akinfejew von der Leuchtrakete getroffen worden war. Dagegen hätte der Uefa-Delegierte auf eine Fortführung bestanden. Genützt hat es schliesslich nichts und das Spiel wurde doch abgebrochen, wenn auch erst in der 67. Minute.
Nun drohen Montenegro drastische Strafen. Klar sein dürfte, dass das Spiel 3:0 für Russland gewertet wird. Das ist bei einem Spielabbruch eigentlich immer so. Allerdings müsste man hierbei auch noch beachten, wie sehr die russischen Spieler und Fans provoziert haben und letztendlich eine Mitschuld an dem Abbruch tragen. Dennoch wird an der 3:0-Wertung sicherlich nicht gerüttelt werden. Man wird nur darüber entscheiden, ob Montenegro iseine nächsten Heimspiele in einem anderen Land austragen oder unter Ausschluss der Offentlichkeit, also ein Geisterspiel, austragen muss.
Anhand dieses Spiel kann man wieder einmal sehen, dass die Spieler eigentlich Vorbilder für die Fans sein müssten. Aber auch diese bekriegten sich, heizten die Stimmung dadurch nur noch mehr an. Wie sollen denn die Fans dann reagieren?
Morgen wird die deutsche Nationalmannschaft ihr nächstes Spiel in der Em-Qualifikation bestreiten. Gegen Australien hatte es nur ein müdes Unentschieden gegeben, wobei man bedenken muss, dass das ein B- oder C-Team auf dem Rasen stand.
Gegen Georgien soll nun alles besser werden. Das ist auch nötig, denn drei Punkte sind dringend erforderlich, wenn man sich für die EM in Frankreich qualifizieren will.
Elefantendame Mala, die schon sehnsüchtig dem nächsten Samstag entgegenfiebert, hat sich für einen Sieg der deutschen Nationalmannschaft entschieden. Georgien sei zwar eine Mannschaft, die man nicht unterschätzen dürfe, aber wenn Deutschland mal wieder mehr Glück als Verstand habe, werden sie das schon schaffen.
Die Pusteblume hat sich ähnlich wie Mala entschieden. Auch sie geht davon aus, dass die deutsche Nationalmannschaft gewinnen wird. Jonas bleibt natürlich skeptisch, schliesslich kennt er ihre schlechte Quote. Aber seitdem er eine neue Methode ausprobiert, ist es schon sehr viel besser geworden, wie er findet.
Und warum fiebert Mala nun dem Samstag in einer Woche entgegen? Ja, da wird ihr Wohnort wieder geöffnet. Zwar hätte sich Mala gefreut, schon am Karfreitag bewundert zu werden, aber da muss sie sich noch ein wenig gedulden. Sie möchte halt bewundert werden. Und natürlich freut sie sich auch auf Mittwoch, denn da ist bekanntlich der erste April und auf dieser Seite erscheint immer ein Artikel mit Aprilscherzen und wahren Gegebenheiten, wo die alte Kuh auch immer vorkommt. Was es dieses Mal ist? Na, das verrate ich jetzt doch nicht.

 

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Elefantenbaby für Salvana – Bald ist es da!


Es scheint sich in Hamburg wieder was anzubahnen. Das ist doch mal eine gute Nachricht.
Jenala ist schon ganz hibbelig. Als ihr Cousin gestern in Hamburg im Tierpark war, konnte er nicht ins Elefantenhaus. Warum? Tja, bei der letzten trächtigen Elefantenkuh hatten die Wehen eingesetzt. Bis jetzt ist aber noch nichts geschehen. Habe mal kurz bei Google-News und der dortigen Internetseite des Tierparks geguckt, aber es steht nach nichts von einem neuen Elefantenbaby. Immer noch ist nur von Lai Sinhs Bullenkalb die Rede. Also macht es Salvana immer noch spannend.
Es sollen sogar zwischenzeitlich mal wieder die Wehen ausgesetzt haben. Scheint wohl normal zu sein, so lange es kein Geburtsmarathon werden wird, wie bei Lai Sinhs erstem, das dann nach 26 Stunden leider tot zur Welt kam. Seitdem ist Lai Sinh bekannt dafür, dass die eigentlich Geburt bei ihr nur eine Viertelstunde dauert. Aber Salvana ist Erstgebährende, da dauert das meist immer etwas länger.
Allein ist sie wenigstens nicht. Sie kann in der Elefantenhalle umherlaufen, sich mal hinlegen oder auf die Unterstützung der anderen Herdenmitglieder hoffen. Wobei Jenala ja sagt, dass sie mit denen, mit denen sie in der Halle zusammen ist, nicht wirklich was zu tun hat. Vor Lai Sinh würde sie gerne mal abhauen, mit Yashoda hätte sie gar nichts Zutun, höchstens mit Kandy war sie zusammen. Aber wehe, es ging um die Rangordnng, da hat Salvana der jüngeren Kandy unmissverständlich klar gemacht, wer das Sagen hat. Am liebsten würde sie an der Box von Thura stehen, die sich nicht mit in der Halle befindet, da sie sich nicht mit Yashoda und deren Nachwuchs verträgt. Keine Ahnung, wieso. Ich erinnere mich noch an Bilder, wo Klein-Kandy und Klein-Thai miteinander gespielt haben. Aber das ist lange her. Erwähnter Thai lebt seit Juni 2010 in der ersten Jungbullen-WG Deutschlands, in Heidelberg.
Jenala schilderte auch, dass Salvana letzte Woche überhaupt kein Interesse an der Gruppe oder Lai Sinhs Jungtier zeigte. Sie stand immer nur bei Thuras Box, holte sich Futter, aber beim Jungtier stand sie nicht. Also warum ist se dann nicht bei Thura? Tja, die Frage aller Fragen, was wahrscheinlich damit zusammenhängt, dass Thura recht problematisch ist. Aber Jenala glaubt, dass sie Salvana gegenüber sich normal verhalten würde, schliesslich sei Salvana die Tochter von Thuras bester Freundin Saida. Kommt einem bekannt vor? Richtig, das erzählte ich bereits das letzte Mal. Ein bisschen Wiederholung muss sein, um es besser zu verstehen.
Jenalas Cousin, Jonas war wohl sein Name, hat gesagt, dass am gestrigen Tag immer wieder lautstarkes Brüllen aus dem Elefantenhaus gekommen wäre. Und zu seiner Überraschng hätte Shahruhk darauf geantwortet. Er schien sehr daran interessiert, was in der Halle vor sich ging. Soll früher auch immer mal mit Salvana über die Anlage gestreift sein, wenn sie wieder Schwangerschaftslaufen hatte. Und sie gab ihm ständig Contra, wenn er mal wieder frech war. Nun oebt er ja mit Shanti zusammen, der aus Hannover gekommen ist. Beide sollen nach Polen übersiedeln, wenn der neue Zuchtbulle von dort nach Hamburg gekommen ist. Dazu muss aber erst einmal der jetzige Zuchtbulle Hussen nach Belgien umziehen. Und das wird immer später. Also dann wohl im Herbst der neue Bulle. Jenala freut sich jedenfalls über den Tag, an dem der neue Zuchtbulle Thisiam noch nicht da ist. Und so hofft sie auch für ihren Ersatzelefanten, dass diese de leere Anlage beziehen wird und nicht zu dem „polnischen Franzosen“ gesteckt wird. Da hört sie nämlich vrschidene Versionen: Eine besagt, dass Mala zu Thisiam kommt, die andere besagt, Mala darf in die Mutter-Kind-Anlage ziehen. Fragt sich nun bloss, was nun stimmt. Ich weiss es nämlich nicht. Und Jenala erst recht nicht, sonst wäre sie nicht so besorgt.
Na ja, erst mal abwarten, was sich nun tut. Das kann sich alles den nächsten Minuten oder Stunden entscheiden. Und dann werden wir weiter sehen.
Über Hoa gibt es auch was zu berichten. Sie hat durch de Geburt etwa 230 Kilo verloren, ist noch genauso verfressen und wasserscheu wie vor der Geburt auch. Dennoch ist nicht zu übersehen, dass sie immer noch traurig ist. Die alte Fröhlichkeit ist noch nicht zurückgekehrt.
Im Übrigen sage ich immer noch, dass Hoa nicht absichtlich He Kind getötet hat. Ihre Tritte waren nur zu kräftig, ansonsten hat se es ja richtig gemacht. Elefantenmütter tretten ihr Neugeborenes, um den Kreislauf n Schwung zu bringen und es zum Aufst zu animieren. Das mag brutal aussehen, ist es aber nicht. Auf Planetopia haben sie am Montag die Geburt von Lai Sinhs Bullenkalb gezeigt. Ganz am Ende, nach dem ganzen Geplänkel ist die Geburt zu sehen. Lai Sinh steht auf der Schräge, die dann ihr Kind heruntersaust. Bei Thura ist das genauso abgelaufen, nur Yashoda hat sich eine Sandkuhle gebaut gehabt, aber vielleicht kennt die das eben so aus Indien.
All Elefanten in der Halle waren beteiligt. Alle? Nein, Salvana hielt schon bei Thura an der Box auf Nr kam keine einzige Sekunde. Ich finde, genauso wie Jenala, dass das doch schon alles sagt. Salvana hat mit dieser Gruppe nichts am Hut.
Ihr kennt ja alle mein Problem mit meinem PC: BIOS Checksum Error und so weiter. Tja, könnte eine leere Bios-Batterie sein, aber ich versuche es jetzt ja mit einem Linux-Rettungssystem. Mal sehen, ob das was bringt. Aber ich kann wenigstens noch was tun, denn Jenalas Laptop sagt überhaupt keinen einzigen Piep mehr. Nur ein schwarzer Bildschirm und sonst nichts. Hat ihren Laptop ganz normal benutzt und am nächsten Tag schaltet sie ihn ein und nichts geht mehr. Sie dachte erst einmal an einen kaputten Bildschirm, also externen Monitor angeschlossen, aber auch da tat sich nichts.
Ihren Roman hat schon bis auf wenige Kapitel anderweitig gespeichtert. Aber ihr ganzes Tagebuch ist da drauf und natürlich ihre Notizen für den Roman, sprich Recherchen. Das ist nun ganz schön ärgerlich. Kann ich gut nachvollziehen, denn auch ich bin auf mene Daten angewiesen. Erinnert mich übrigens daran, dass ich mal wieder meine Daten speichern sollte, extern natürlich. Mein Laptop ist schliesslch auch nicht mehr der jüngste. Aber mir immer noch der liebste, wie Regina immer sagt.
Wie es aussieht, muss Regina mal den Heizlüfter reinigen und Wärmeleitpaste hinzufügen. Wusste überhaupt nicht, dass es so was wie Wärmeleitpaste überhaupt gibt. Wenn es schlimmer kommt ist die Grafikkarte Schrott. Und ganz schlimm kommt es, wenn es das Mainboard sein sollte, dann kann sich Jenala einen neuen Laptop kaufen. Ein Mainboard kostet nämlich bis zu 400 Euro. Und für das Geld gibt es heutzutage schon einen neuen Laptop von Aldi.
Mal sehen, was sie machen wird. Am Ende wohl noch die Festplatte ausbauen. Ich kann bloss hoffen, dass ihr Cousin sich dabei nicht einmischt, sonst ist das Ding schneller Schrott als Jenala das selbst tun könnte.

 

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Ist Elefant Hoa für den Tod ihres Jungtiers verantwortlich?


Samstag schrieb ich noch, dass Elefantenkuh Hoa aus Leipzig in den nächsten Tagen ihr Jungtier bekommen würde. Dies ist auch geschehen, nachdem Hoa mehr als einen Tag Wehen hatte. Doch anstatt das nun ein putzmunteres Bullenkalb durch die Halle des Leipziger Elefantenhauses trudelt, wird der Zoo mit Vorwürfen jeglicher Art überschüttet. Denn der kleine Bulle ist tot, sehr wahrscheinlich wurde er durch die eigene Mutter totgwtrampelt. Absicht oder einfach nur unglücklichen Umständen geschuldet? Das ist die Frage, die halb DeutschLand beschäftigt. Ist Elefantenkuh Hoa Schuld am Tod ihres Jungtiers?
Wer die Zeitungs- und Internetberichte liest, wird zu keinem anderen Schluss kommen, als das die unerfahrene Hoa ihr Jungtier getötet hat. So wird es uns jedenfalls vermittelt. Sollte man nicht zuallererst von der Unschuldsvermutung ausgehen? Es wird ja sogar vermutet, dass das Jungtier bereits tot geboren sein konnte bzw. kurz danach gestorben ist, ohne Hoas Zutun. Was ist beispielsweise mit dem Geburtsgewicht, das bei knapp 130kg gelegen hat? Für mich klingt das nach einem Koloss. Kurz mal Jenala gefragt, ob denn das Elefantenbaby nicht zu dick war und deshalb gestorben ist. In Hamburg ist vor über zehn Jahren auch ein Elefantenbaby mit erheblich erhöhten Körpergewicht geboren worden, das kurz nach der Geburt verstarb. Nicht einmal Mund-zu-Mund-Beatmung hatte geholfen. Also lag meine Vermutung nahe, dass Hoas Jungtier auch ein erhöhtes Geburtsgewicht vorwies und eventuell aufgrund dessen verstorben war. Hoa ist ja ein Fressbeutel und immer schon recht propper gewesen.
Jenala sagte mir, dass ein Gewicht zwischen 90 und 110 kg normal sei, ein Jungtier aber durchaus auch bis zu 140kg wiegen könnte. Also war es doch nicht zu schwer? Ich bleibe weiterhin skeptisch.
Dann ist da noch die Sache, dass Hoa ganz alleine in der Halle war und entbunden hat. Sie konnte sich frei bei der Geburt bewegen, was ja heute eigentlich zum Standard gehören sollte. Einziger Nachteil: Sie war ganz allein. Nirgends eine andere Elefantenkuh, die sie bei der Geburt hätte unterstützen können. Keine Trinh, keine Don Chung und vor allem keine Saida, die bereits Erfahrung mit Herdengeburten vorweisen kann, da sie aus Hamburg stammt. Und Hagenbeck rühmt sich ja immer mit seinen seit 2003 stattfindenden Herdengeburten.
So kann selbst ein Problemelefant vor seinem Jungtier geschützt werden, da die Tanten oder eventuell auch eine Tante eingreift und der Mutter zeigt, wo es längs geht. Das war in Leipzig nicht möglich. Dort war Hoa ganz alleine, wurde von Pflegern überwacht, die im Zweifelsfall aber auch nicht eingreifen konnten. Und so soll es eben zu dem Unglück gekommen sein.
Man muss bei Hoa auch bedenken, dass sie erstens die rangniedrigste der Gruppe ist und von den anderen nicht wirklich akzeptiert. Weder Saida noch die anderen beiden mögen sie besonders. Und Saida steht eh beim Bullen, da sie immer versuchen soll Chefin zu werden. Eigentlich will jeder Elefant außer Hoa Leitkuh sein. 2006 war Saida gekommen, um genau so eine Situation zu vermeiden, wie sie nun vorherrscht. Damals hatte Rhani noch gelebt, aber selbst diese mochte Hoa nicht besonders.
Das Verhältnis zwischen Hoa, Thrinh und Don Chung hat sich etwas gebessert und ist nicht mehr ganz so schlimm wie vor ein paar Jahren. Aber die dicksten Freunde sind die drei nicht geworden, das ist eher ein dulden.
Wenn man Hoa betrachtet, so ist sie bei allen Elefanten das fünfte Rad am Wagen. Vielleicht sollte sich der Leipziger Zoo wirklich überlegen, ob sie Hoa nicht abgeben an einen anderen Zoo, die sie besser in eine Gruppe integrieren können. Meine Vermutung, dass der Zoo Leipzig Hoa als gleichwertigen Ersatz für Salvana Hagenbeck anbot, hält sich immer noch. Aber was wollten die mit einem weiteren Problemfall? Davon haben sie schliesslich schon zwei, wobei Mala beim Bullen meist gut aufgehoben ist und Thura geniesst eben Dauerbewachung und wird in der Halle von den anderen getrennt gehalten. Hier muss man aber auch wissen – Jenala sei Dank -, dass Thura erst seit Saidas Weggang diesen schweren Stand hat. Die beiden waren dickste Freundinnen und kamen aus einer Einrichtung in Spanien, wo sie wohl schlimmes durchgemacht hatten. Thura ist nun alleine, kann eine der anderen Kühe, und folglich deren Nachwuchs, nicht ausstehen. Also nicht leicht.
Aber ich schweife ab, zurück zu den Leipziger Elefanten.
Hoa war allein in der Halle, niemand konnte eingreifen. Es wird ja kritisiert, dass der ehemalige Cheftierpfleger Tempelhoff kurz vor der Geburt wegen irgendwelcher internen Querelen abgesetzt und in ein anderes Revier versetzt wurde. Ich weiss nicht, ob er etwas hätte ändern können. Wobei Hoa ja angeblich eine enge Bindung zu ihm hatte. Wenn das stimmt, hat Hoa wirklich die Bezugsperson verloren, der sie vertraut hat. Hoa hat ja eher eine Bindung zu den Menschen um sie gehabt als zu ihren Artgenossen, vor denen sie angeblich sogar Angst hatte. Deshalb ist es mir unverständlich, dass niemand bei der Geburt eingreifen konnte. Ja, es mag gefährlich sein, gerade bei einer Geburt. Aber Hoa? Solange ich keine Aufnahmen der Geburt gesehen habe, kann ich dazu wirklich nichts sagen.
Vielleicht hätte Hoa wirklich an die Kette gelegt werden sollen. Aber wissen wir, ob es dann besser ausgegangen wäre. Die Kette kann doch keine Lösung sein. Bei allein erstgebährenden Elefanten vielleicht doch. Tja, ich weiss es nicht. Geburten an der Kette sind veraltet, da mag Leipzig schon mit einer Geburt in der Halle recht gehabt haben. Aber irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass Leipzig das nur veranstaltet hat, um nicht als veraltet zu gelten. Damit sie qeiterhin ihrem Ruf als „Zoo der Zukunft“ gerecht werden. Aber die Zukunft hat sie schon lange überholt. Wenn man hinter die Fassade schaut, wird es deutlich.
Kommen wir nun zu den Tierschützern, die sich immer dan zu Wort melden, wenn etwas schief gegangen ist. Mit denen hat nicht nur der Leipziger Zoo zu kämpfen, sondern jede Zoologische Einrichtung, ob in Deutschland oder der ganzen Welt.
Da werden einmal die Haltungsbedingungen kritisiert. Ich will ja nicht sagen, dass die Elefanten ein supertolles Leben im Zoo geniessen, aber wirklich schlecht geht es ihnen dort auch nicht. Sie kregen jeden Tag ihr Futter und müssen nicht fürchten von Wilderern getötet oder von einer Tretmine zerfetzt zu werden. Natürlich haben sie sich an die Befehle der Pflegerzu halten und können nicht tun und lassen was sie wollen. Das ist dem Schutz der Menschen gechuldet, die mit den Elefanten arbeiten. Das ist allerdings noch lange kein Freifahrtsschein, um die Elefanten zu trietzen.
Natürlich sind auch immer mal welche dazwischen, die lieber nicht mit Elefanten arbeiten sollten, aber solange den grauen Riesen kein Schaden zugefügt wird, geht es noch.
In Asien werden den Elefanten auf grausame Art und Weise der Willen gebrochen. Gefesselt stehen die Elefanten da und versuchen sich zu befreien, bis sie aufgeben und sich dem Menschen fügen. So etwas nenne ich grausam, aber dagegen scheint niemand gegen angehen zu wollen. Nein, kritisieren wir doch lieber das, was direkt vor unserer Haustür sitzt.
Da wird von den Tierschützerin die Herdenstruktur oder nicht vorhandene Homogenität kritisiert. Ja, dass in Leipzig seit spätestens Rhanis Tod nichts mehr geht, ist allgemein bekannt und nichts Neues. Daran wird sich mich ziemlocher Sicherheit auch nichts ändern.
Dass eine Erstgebährende allein in der Halle ist ohne die Unterstützung von erfahrenen Tanten, mag durchaus rechtens sein. Aber wer Hoas Stand kennt, muss sich doch fragen, welche Kuh denn wirklich geeignet dafür gewesen wäre? Mir fehlt keine ein.
Dass leichtsinnig gehandelt wurde mit einer Geburt ohne Ankettung, ich weiss nicht. Bei beiden Methoden kann durchaus was schiefgehen.
Zu guter Letzt, dass dem Leipziger Zoo verboten werden sollte zu züchten. Das ist wirklich starker Tobak, wie ich finde. Denn ist es nicht gerade das erklärte Ziel eines jeden Zoos durch Nachzuchten eine Art zu erhalten? Und gerade die asiatischen Elefanten sind vom Aussterben weitaus bedrohter als ihre afrikanischen Verwandten.
Hoa ist noch ein Wildfang und würde frisches Blut in die europäischen Gruppen bringen.
Durch diese erste Schwangetschaft von ihr, ist gewährleistet, dass sie auch weitere Kinder wird haben können. Denn bei weiblichen Elefanten ist es so, dass sie bis ungefähr zwanzig wenigstens einmal ein Kind hätten kriegen sollen, damit sich ihre Gebärmutter nicht verändert. Es gibt immer wieder Ausnahmen wie Hoa, die 24 war, oder Shandra, die 30 war, aber leider eine Fehlgeburt hatte.
Hoas Baby ist tot. Einige äussern sich darüber auch im Dinne von: Na und? War doch eh nur ein Bulle, die gibt es schon genug. Richtig, es war ein BullenkAlb, aber Naing Thein ist nun einmal bekannt dafür männlichen Nachwuchs zu zeugen. Das steht in einem Verhältnis von 4:1. Deshalb Jenalas Vermutung, der Nachwuchs von Salvana könnte auch männlich sein.
Seien wir froh, dass wenigstens Hoa die Geburt gut überstanden hat.
Und vielleicht war es wirklich besser so, dass das Jungtier nicht überlebt hat. Wer weiss, was da für ein Bulle herangewachsen wäre, der eine Mutter voller Komplexe hat.
Warten wir nun das Obduktionsergebnis ab. So lange gilt für mich die Unschuldsvermutung.

 

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