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Die Krokodilstränen des Furzes


Da sind die Tränen gestern kurz vor Mitternacht geflossen oder besser nicht geflossen, als Helena Fürst versuchte, auf die Tränendrüse zu drücken. Wenn man schon weinerlich tut, sollte man es auch richtig beherrschen. Deshalb waren es nicht mehr als Krokodilstränen. Keine Ahnung, wer ihr das nun abgenommen hat. Ich warte einfach nur darauf, dass sie endlich das Camp verlässt, denn sie ist eine furchtbare Nervensäge, die, so scheint es, die Dinge anders wahrzunehmen scheint wie die Menschen um sie herum oder der Zuschauer. Gestern sagte sie das ganz treffend, nachdem sie wieder einmal die Prüfung vergeigt hatte. Zu Ricky Harris sagte sie etwas in der Art, dass sie das anders gesehen hätte als er. Wir Zuschauer vermuten das bereits seit Tagen. Ob man das als Wahrnehmungsstörungen bezeichnen kann oder dass Helena Fürst in einer anderen Welt lebt? Ich kann es nicht sagen. Was ich hingegen vermute ist, dass sie sich so inszeniert, weil sie so jede Menge Sendezeit für sich schindet. Was ihr das bringt, kann ich nicht sagen, denn sie bringt sich nicht gerade positiv rüber. Das konnte man auch gestern wieder sehen, wo sie behauptete, Ricky Harris hätte behauptet, es sollen doch alle für sie für die nächsten Dschungelprüfungen anrufen. Ich kann mich nur erinnern, wie sie ihren Rücken in die Kamera drehte, auf ihre Nummer deutete und sagte, dass das ihre Nummer sei und man anrufen solle, wenn man sie nicht weiter im Camp sehen will. In dem Augenblick fragte man sich als Zuschauer wieder einmal, warum ihr so viel Sendezeit gewidmet wird, denn unterhaltsam ist das nicht mehr, sondern nur noch peinlich. Vor allem frage ich mich, warum Ricky Harris nicht einfach weitergegangen ist, wo sie sich verbal an ihm abreagieren musste, weil sie allein die Prüfung vergeigt hatte und anscheinend nicht damit zurechtkam, dass jemand, der an Höhenangst leidet, über die Halterung lief und hoppste und sich freute, dass er das konnte. Damit hatte Ricky Harris Helena Fürst deklassiert.
Stattdessen kam sie damit an, dass Ricky sie nur angeschrieen hätte. So wie sie sich benommen hat, hätte jeder an seiner Stelle sie angeschrien. Thorsten Legat hätte sie höchstwahrscheinlich so zur Minna gemacht, dass sie doch als Blindfisch den Weg gegangen wäre. Aber er war nicht ausgewählt worden.
Taktisch unklug war es von Ricky Harris zu bestreiten, dass er laut geworden wäre. Eventuell hat er das auch gar nicht gemerkt, da er sich so sehr in seinen Ärger auf Helenas Kleinkindereien steigerte.
Ehrlich gesagt, hätte RTL bei dem Gespräch einschreiten und es beenden sollen.
Am Tag zuvor wurde bereits gezeigt, wie Helena Fürst auf Thorsten Legat losging und diesen verbal in Grund und Boden redete. Bewundernswert, dass der nicht ausgerastet ist. Aber er scheint die „Furzfrau“, wie er Fürst bezeichnete, nicht mehr ernst zu nehmen. Wobei er nach der Dschungelprüfung von Tag sieben sagte, dass er im weitesten Sinne positiv von ihr überrascht sei. Ich halte das für psychologisches Gerede, wo er ihr den Wind aus den Segeln nehmen wollte. Also reines Taktik-Geschwafel, meiner Meinung nach.
Denn vor der Prüfung hat sie ihn vollgelabert – ich benutze solche Begriffe eigentlich nicht, aber bei Helena Fürst sind sie passend -, wie ungerecht sie sich von ihm behandelt fühlt und es eine Frechheit sei, wie er sich ihr gegenüber benehme. Der hätte ich längst Redeverbot erteilt. Dennoch kann sie munter weiter wie eine Dampfwalze über diejenigen fahren, die ihrer Meinung nach, sie ungerecht behandeln, sie hintergehen oder ich weiss nicht was. Mir wird das alles zu viel mit ihr, weshalb ich immer wegschalte, wenn ich diese Natter – anders kann man sie nicht verzeichnen – sehe. Ich habe schon ihre Sendungen nie geguckt, weil mir ihre Art nicht gefiel, aber hier bringt sie einen um den Spass, irgendwie Gefallen am diesjährigen Dschungelcamp zu finden.
So langsam glaube ich wirklich, dass meine Vermutung stimmt, sie hat in ihrem Vertrag noch stehen, dass sie pro Folge einige Hundert oder Tausend Euro mehr an Gage bekommt, wenn sie mindestens zehn Minuten in einer Folge zu sehen ist. Das dürfte sie mit ihrem Theater, das sie täglich veranstaltet, geschafft haben.
Erschreckend finde ich hingegen, wie leicht sie die anderen manipulieren kann oder diese sich manipulieren lassen. Da kommen Helena Fürst und Ricky Harris ins Camp zurück und nachdem klar ist, dass sie keine Sterne wegen Helenas Unfähigkeit – anders kann man es nicht nennen, denn im Gegensatz zu Ricky hat sie es nicht einmal versucht – haben, versucht sie die Schuld von sich zu schieben. Als das nicht reicht, behauptet sie, dass er gesagt hätte, nun sollen alle für sie für die nächsten Prüfungen anrufen. Dass diese Aktion von ihr ausgegangen ist, verschweigt sie natürlich. Der Zuschauer weiss es besser, aber die Campbewohner sind natürlich auf das angewiesen, was ihnen gesagt wird. Jenny Elvers nimmt die Aussage für bare Münze und geht Ricky Harris an, was ihm einfällt, so etwas zu sagen. Augenblicklich kippt die Stimmung und alle sind nun nicht mehr gegen Helena, sondern gegen Ricky, der gar nichts mehr versteht. Leider hat er es nicht richtig verstanden, sich zu verteidigen, sodass er weiter als Bösewicht da stand.
Nach acht Tagen hätten die Campbewohner wissen müssen, wer dort die Wahrheit gerne ein wenig zu seinen Gunsten verdreht. Aber Jenny Elvers und Helena Fürst haben in den ersten Tagen in verschiedenen Camps gelebt. Ob das als Ausrede gilt? Nein, es zeugt eher von schlechter Menschenkenntnis, meiner Meinung nach.
Der Zuschauer weiss besser, wie es abgelaufen ist, dennoch muss man aufpassen, dass RTL einen nicht zu sehr manipuliert.
Helena Fürst wollte nicht als erste gehen. Das wäre sie sowieso nicht, denn Gunter Gabriel war der erste, der gegangen ist. Zwischenzeitlich schaffte er es noch einmal in die Schlagzeilen, weil er wegen eines Schwächeanfalls oder einem anderen Grund in eine Klinik zu weiteren Untersuchungen gebracht wurde.
Mich würde interessieren, ob die Toilette eigentlich immer noch so bespritzt ist. Im Verdacht stand immer Gunter Gabriel, aber wenn ich das Verhalten von einem anderen Campbewohner (ob Frau oder Mann sage ich nicht) sehe, frage ich mich, ob dieser Bewohner nicht auch der Übeltäter sein könnte. – Wer weiss, wen ich meine, darf es für sich behalten.
David Ortega wurde gestern überraschend herausgewählt, nachdem schon Rolf Zacher von Dr. Bob herausgenommen wurde. Den genauen Grund erfuhr man nicht, aber am Tag zuvor war er recht genervt von dem Geplapper seiner Campbewohner gewesen. Aber ausser Reden wissen die meisten nun einmal nicht, was sie dort tun sollen.
Nun ist herausgekommen, dass Rolf Zacher über Unwohlsein geklagt hätte. Es soll das Herz sein. Das Klima ist nicht leicht zu vertragen, da hätte ich wahrscheinlich auch Schwierigkeiten.
Schade, dass Rolf Zacher raus ist, denn seine Tanzeinlage war nicht schlecht, als Ricky Harris das Ameisenklavier spielte. Ausserdem sorgte er immer mal wieder für Lacher. Damit ist es jetzt vorbei.
Helena Fürst ist immer noch drin, aber wenigstens muss man sie nun nicht mehr bei einer Dschungelprüfung sehen. Wie sie nun versucht, ihre zehn Minuten Bildschirmpräsenz vollzukriegen? Man darf gespannt sein.

Die Bundesligarückrunde hat begonnen, aber Elefantendame Mala ist immer noch im Winterschlaf, denn die erste Bundesliga hat begonnen, die zweite befndet sich noch immer in der Winterpause.
Aber so ganz von der grossen Bühne will sie dann doch nicht verschwinden. So hat sie gesehen, welche zehn Namensvorschläge für den kleinen Hamburger Elefantenbullen ausgewählt wurden.
Mala hat es sich nicht leicht gemacht und sich einen Favoriten herausgesucht. Es ist KANJA, der am/im Wasser geborene. Denn er kam direkt am Wasser zur Welt, nachdem Kandy ein ausgiebiges Bad genommen hatte.
Wie sollte er da noch anders heissen? Mala ist der Meinung, dass es nur KANJA sein kann, wenn er schon nicht Helmut heissen soll. Hier in Hellabrunn hätte der kleine Bulle bestimmt den Namen bekommen, wenn der Buchstabe H gerade dran gewesen wäre. Ludwig hat seinen Namen auch nach Ludwig II., dem Märchenkönig.
Aber es sollte ein asiatischer Name sein. Dieses Mal ist auch garantiert kein bayerischer Nachname wie As(s)am dabei.
Ein Name aus den Vorschlägen schlägt vom Rufen her, doch ein wenig negativ heraus: Es ist Bodhi, was sich gut zu Blödi umändern lässt. Welcher Elefant möchte immer Blödi genannt werden? Da nützt auch die Bedeutung des Namens nichts, der Erleuchtung bedeutet. Da könnte man sagen, der Blödi ist erleuchtet. Nee, lieber nicht wählen.
KANJA ist schon die beste Wahl, die getätigt wurde. Die Bedeutung von Kumbhar beispielsweise ist ein wenig irreführend, denn es heisst Wassermann, wo man in Deutschland natürlich sofort als erstes ans Sternzeichen denkt. Und das ist der kleine Bulle nun einmal nicht, denn das beginnt erst am 21. Januar. Da ist er leider zehn Tage zu früh geboren wurden.
Ausserdem sollte man von Namen Abstand halten, die anders geschrieben als ausgesprochen werden wie eben Mengapung, das Mangapo ausgesprochen wird oder Sanum, wo man Sanam sagt. Bei Mengapung fallen mir augenblicklich Mangas ein. Ich denke kaum, dass ein Elefant einen Namen haben will, wo man an japanische Comics denkt und nicht an einen indischen Elefanten. Genauso sind Namen, wo die Bedeutung nicht bekannt ist, nicht zu empfehlen. Denn wer weiss, was Ashok bedeutet. Nicht, dass es der geheime Name eines Todesgottes ist. Zudem sind die letzten beiden Jungtiere, Assam und Anjuli, mit Namen ausgestattet worden, die beide mit dem Buchstaben A beginnen. Das muss man nicht fortführen.
Namen von Inseln oder Städten sind im Grunde nicht schlecht, allerdings nicht von einer thailändischen Insel, denn Kandys Mutter Yashoda und Vater Hussein stammten beide aus dem tiefsten Indien, genauso wie Gajendra, der Vater des kleinen Elefantenbullen. Da passt nur ein indischer Name, also fällt Bailan auch weg.
Rangan mag vielleicht eine schöne Bedeutung haben mit der Lebensfrohe, aber der Klang ist genauso schlecht wie schon bei Assam, unmelodisch.
Dann ist da noch Kumar, was Prinz oder Sohn bedeutet. Schöne Bedeutung, wo Gajendras Name König heisst. Allerdings erinnert Kumar zu sehr an das Wort Kummer und daran möchte man wirklich nicht ständig erinnert werden, da es einen eher traurig stimmt.
Bleibt als letzter Name noch Kunjar, was der im Dschungel lebende bedeutet. Wäre ein passender Name, wenn der kleine Bulle tatsächlich im Urwald lebte und nicht in einem Zoo. So ist der Name leider unpassend.
Was bleibt am Ende übrig? Der Vorschlag, den Elefantin Mala von Anfang an favorisiert hat: KANJA. Und auch ich bin für diesen Namen, denn er passt einfach. Diesen Namen kann der kleine Bulle auch im erwachsenen Alter mit Stolz und Würde tragen.
Zudem könnte man als Besucher gleich sehen, dass Kandy und KANJA zusammengehören, denn beide würden dann dieselbe Silbe tragen.
Also, abstimmen. Dies ist bis Donnerstag um 12 Uhr auf der Website vom Hamburger Abendblatt möglich.
Mala drückt ganz fest den Rüssel, dass ihr Namensfavorit KANJA auch durchkommt.
Nein, ich will hier niemanden beeinflussen, aber wenn einmal ein schöner Name dabei ist, dann sollte er auch unbedingt gewählt werden. KANJA ist nun einmal ein toller Name mit einer schönen und vor allem passenden Bedeutung, denn der kleine Elefantenbulle wurde am Wasser geboren.

Gestern wurde vor Blitzeis gewarnt, das ab dem Abend Deutschland in eine gefährliche Rutschpartie verwandeln würde. Besonders gefährdet war der Westen Deutschlands, während es in Ostdeutschland schneien sollte. Dort herrschen angeblich horrende Minustemperaturen, die im zweiständigen Bereich lägen. Allerdings geht man nun auch dort von Blitzeis aus. Kann aber auch sein, dass es einfach nur schneit.
Es kam zu zahlreichen Unfällen, Fussgänger konnten sich praktisch nur im liegen fortbewegen oder sie mussten sich Socken über die Schuhe ziehen, um draussen nicht auszurutschen und sich etwas zu brechen. Glück dort, wo es noch heftig geschneit hatte, dort wurde die Glätte durch den Schnee aufgehoben. Aber wenn der Schnee nun plattgelaufen ist, werden auch diese Flächen zu gefährlichen Rutschpartien. Und dann muss man natürlich immer aufpassen, dass man nicht irgendwo läuft, wo Salz gestreut wurde. Das ist nicht nur schlecht fürs Auto, sondern auch für die Schuhe. Ich habe mal ein paar Lederschuhe versaut, weil ich auf einem Weg lief, der mit Salz gestreut war. Aus Schaden wird man klug.
Die Blitzeis-Gefahr ist noch nicht vorüber. Immer noch muss man auf der Hut sein, da die Böden glatt sind oder es erneut zu überfrierender Nässe kommen kann.
Ich kann heute vergeblich auf Post warten, denn die Deutsche Post hat für die Weisswursthauptstadt entschieden, dass es zu gefährlich für ihre Mitarbeiter sei, Post auszutragen. Hier in München ist es schlimm. Ich habe mich jedenfalls nicht vor die Tür getraut, denn meine Knochen möchte ich mir nicht brechen.
Nachdem der Winter lange auf sich warten liess, hat er uns nun voll im Griff.
Aber alles nicht so schlimm wie das, was der Ostküste und den umliegenden Bundesstaaten bis weit zur Hauptstadt Washington bevorsteht oder bereits getroffen hat. Ein Blizzard grossen Ausmasses hat sich angekündigt, das die Menschen sich dazu veranlasst sahen, Hamsterkäufe zu tätigen.
Bei solchen Wetterkapriolen fragt man sich, ob das die Folgen der Klimaerwärmung sind. Zwangsläufig denkt man, dass die Temperaturen sich erwärmen würden, aber nicht nur das ist der Fall, sondern auch der extreme Abfall von Temperaturen, verursacht durch Blizzards und andere Wetterextreme.
Der Klimpagipfel in Paris wurde als Erfolg gefeiert, doch ob er nichts weiter als heisse Luft bleibt wie Kopenhagen, bleibt abzuwarten.

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Verfasst von - 23. Januar 2016 in Blog

 

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Paris – Die Angst bleibt


Beide Geiselnahmen in Paris wurden am gestrigen Tag beendet. Die Geiselnehmer sind tot, so wie sie es beabsichtigt hatten. Sie wollten als Märtyrer sterben. Für einige mögen sie das gewiss sein, aber für die Mehrheit sind sie verrückte Fanatiker gewesen, die sich im Namen einer Religion ihr eigenes Gesetz geschaffen haben.
Paris könnte aufatmen, dass es vorbei ist. Doch wie lange wird der Moment des Friedens dauern? Wird es zu weiteren Terroranschlägen kommen?
Mir kommen immer noch die Erinnerungen an 1995, als ich genau als der zweite Anschlag war, mich in einem Vorort von Paris aufhielt. Danach war ich mit meiner Familie Tage später selbst in Paris und bevor der dritte Anschlag geschah, waren wir schon längst wieder in Finnland.
Es könnte zu weiteren Anschlägen kommen, keine Frage. Man hat gesehen, dass Frankreich – und nicht nur Frankreich – verwundbar ist. Deshalb werden nun nach weiteren Bekannten der Terroristen gefahndet, weil weitere Anschläge vermutet werden.
Das Abendland wurde erschüttert. Nie hätte man mit so etwas gerechnet, obwohl es immer die Möglichkeit gab, dass es zu Anschlägen kommen könnte. Aber wer denkt an so was? Niemand, denn so was will man sich nicht einmal vorstellen.
Der Schock sitzt tief, weil es auf einmal Dinge infrage stellt, über die wir uns keine grossen GEdanken gemacht haben. Es stellt sich die Frage, wie weit Satire gehen darf. Dürfen Religionen satirisch verrissen oder beleidigt werden?
Im Grunde genommen schon, wenn Auslegungen der Religion verdreht werden und die Mehrheit oder auch eine Minderheit daran glaubt.
Ob man nun den Propheten Mohammed karikieren muss, ist ein zweigespaltenes Schwert. Wir im Westen machen uns das weniger gedanken, als in einem muslimisch geprägten Land. Wir haben nicht einmal Respekt vor dem Christentum. Hat sich deshalb ein Christ zum neuen Kreuzritter berufen gefühlt und einen Kreuzzug gestartet? Nein, denn auch wenn sich einige an Satire am Christentum stören, so passiert so was nicht. Damit will ich nicht sagen, dass es nie passieren würde – Fanatiker gibt es überall -, aber unsere Waffe ist das Wort und dicht ein Schnellfeuergewehr.
Paris könnte aufatmen, doch der Schock sitzt tief. Es ist noch nicht ausgestanden. Es kann noch viel passieren – leider!

Gestern wurde bekannt, dass die USA sich mit Boston um die Olympischen Sommerspiele 2024 bewerben werden. Einige Stimmen sagten daraufhin, dass das Rennen nun gelaufen sei. Allerdings stellt sich die Frage, ob Boston tatsächlich mit seinen niedrigen Kosten auskommen wird.
Damit bleibt dem deutschen NOC nur ein Bewerber, der gegen Boston antreten kann – Hamburg! Denn beide Städte liegen am Wasser!
Ein toller Grund, nicht wahr? Ja, finde ich auch.
Aber es muss Hamburg einfach werden. Ich bin mir sicher, dass Hamburg nicht so beschämend bei der Wahl für Olympia 2012 gescheitert wäre, wie es mit Leipzig war. Nichts gegen Leipzig, aber olympiareif sind die einfach nicht, genauso wenig wie Berlin. Wenn ich an Berlin und Olympia denke, fällt mir immer nur dieser Bestechungsskandal ein. Ewig her, aber ich habe es noch im Kopf.
Natürlich hätte Berlin den Vorteil, dass man nicht mehr so viele Stadien bauen müsste, man könnte auf Vergangenes zurückgreifen.
Hamburg müsste alles bauen, aber die Stadt ist mir sympathischer. Liegt vielleicht auch daran, dass in dieser Stadt für beinahe fünf Jahrzehnte Europas klügster Elefant gelebt hat.
Die Unterstützung für Olympia soll in Hamburg auch grösser sein als in Berlin. In ein paar Monaten werden wir wissen, welche Stadt Deutschland bei der Wahl zu den Olympischen Spielen 2024 vertreten wird.

Aus dem Allwetterzoo Münster gibt es traurige Nachrichten. Das Jungtier von Elefantin Corny wurde tot geboren. Um die Todesursache herauszubekommen, kam der Kadaver oder besser gesagt, das tote Elefantenbaby, ins Berliner Institut für Zoo-und Wildtierforschung. Dann wird man Klarheit erhalten, ob es an einer Herpesinfektion gestorben ist, wie anno 1999 das Jungtier von Bernhardine, das aber erst mehr als 24 Stunden nach der Geburt starb, oder ob die Geburt zu lange dauerte.
Oft, nicht immer, ist es so, dass das erste Jungtier tot zur Welt kommt. Beispiele sind Lai Sinh und Salvana aus Hamburg. Nein, Hoa zählt nicht dazu, sie hat einfach nur einmal zu fest zugetreten.
In einigen Monaten könnte Corny wieder trächtig werden. Dass sie eine gute Mutter geworden wäre, hätte sie gezeigt, als sie ihr totes Jungtier berüsselte und es anstupste, damit es sich bewegt. – Doch das tat das Kuhkalb nicht.
Ja, es war ein weiblicher Elefant gewesen. Da wirkt der Verlust oft umso grösser, als bei Bullenkälbern. Hängt damit zusammen, dass man Bullen ab ihren Flegeljahren von der Herde separieren muss und dazu einen freien Platz in einem Zoo brauchen. Es werden einfach nicht so viele Bullen gebraucht, wie es Elefantenherden gibt. Der Zoo Zürich hält nun zwei Elefantenbullen. Aber es ist auch immer eine Frage des Platzes.
Damit ist Corny schon der dritte Elefant aus der Nachkommenschaft des verstorbenen Elefantenbullen Hussein, dessen Nachwuchs nicht lebte. Elefantin Ratna verlor bereits in den ersten drei Monaten die Frucht, während es bei Salvana und Corny zu einer Totgeburt kam. Einzig das Jungtier von Elefantin Sandry aus dem Schweizer Zoo in Rapperswil kam gesund und munter zur Welt. Nun liegen die Hoffnungen bei Kandy, die etwa im Dezember dieses Jahr ihr erstes Kind zur Welt bringen soll. Was mit Salvana ist? Tja, es hiess mal, sie sei auch tragend, aber seitdem hat man davon nichts mehr gehört. Zudem fragt sich Jonas, wie das bei ihr auch werden wird. Sie sei in den letzten Wochen ziemlich seltsam geworden. Verrückt sei sie immer ein wenig gewesen, aber nun werde es immer schlimmer mit ihr. Ausserdem ist sei sie nie zusammen mit den anderen Elefanten in der Halle, sondern stehe in einer Box. Hier vermutet Jonas, dass Salvana so ihre Ruhe vor Darjeeling hätte, der sie immer ärgern würde.
Das mit Corny ist traurig, aber es geht weiter.

 

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Fracking – Gefahr für die Erde


Was für ein Skandal und welch ein Sand in die Augen streuen. Die Politik, besser gesagt Bundeswirtschafts- und -energieminister Gabriel und Bundesumweltministerin Hendricks haben einige Eckpunkte aufgestellt, was ein Fracking-Gesetz beinhalten sollte. Fracking ist unter anderem das Gewinnen von Erdgas aus Schiefergestein.
Lange wurde gestritten, ob es erlaubt werden soll. Nun ist es raus: Fracking soll nicht erlaubt werden.
Den Ausruf der Erleichterung sparen wir uns jetzt, denn ich komme nun zu den Ausnahmen. Ja, richtig gelesen, es soll nicht komplett verboten werden, sondern es gibt Ausnahmen. Anders war das natürlich nicht zu erwarten, dabei ist noch gar nicht raus, wiegefährlich Fracking eigentlich ist. Von Trinkwasserverseuchung ist die Rede und verseuchten Böden.
Es klingt alles so schön, wenn man liest, dass jegliche Gasförderung durch Fracking oberhalb von 3000 Metern durch das Wasserhaushaltsgesetz verboten ist. Man jubiliert und denkt, die Gefahr sei gebannt. Doch weit gefehlt, denn die meisten Schiefervorkommen befinden sich weit unterhalb von 3000 Metern Tiefe. Also ist das Fracking in dieser Tiefe erlaubt. Ist das nicht Sand in die Augen streuen? Einerseits wird laut gesagt, dass das Gewinnen von Erdgas durch Fracking verboten sei, andererseits gibt es eine Ausnahme, ein Schlupfloch sozusagen, dass es doch erlaubt. Besonders die Bewohner im Nordwesten Deutschlands wird es sehr freuen, denn in dieser Gegend befindet sich das Schiefergestein, dass tiefer als 3000 Meter liegt. Da habe ich hier in Bayern doch wirklich einen Vorteil. Nun gut, Häme beseite, denn es geht uns alle an.
Wer übrigens gedacht hat, dass es in Deutschland bisher kein Fracking gegeben hat, den muss ich enttäuschen. Denn bereits in Sandstein wird Fracking betrieben. Das nennt sich auf neudeutsch Tight-Gas-Fracking. Hierbei werden Chemikalien verwendet, um das gewünschte, also Erdgas zu fördern. Die Änderung, die nun das Tight-Gas betrifft, hier: Es dürfen nur noch Chemikalien verwendet werden, die schwach wassergefährdend sind.
Richtig, nicht nur das Fracking in tiefen Schichten ist umstritten, weil da irgendwelche Schichten zerstört werden können, sondern auch an den Chemikalien, die benutzt werden müssen dafür, scheiden sich die Geister. Denn die Chemikalien sind hochgiftig, also schädlich fürs Grundwasser. Was das bedeutet, wenn diese Flüssigkeiten ins Grundwasser gelangen, mag man sich gar nicht vorstellen. Aber all das nimmt man in Kauf für ein energiehungriges Land. Und das ist Deutschland. Nicht gerade reich an eigenen Rohstoffen – von Kohle einmal abgesehen – gesegnet, sucht man nach Möglichkeiten, wie man unabhängig bleibt. Gerade in Zeiten des Ukraine-Konflikts, braucht man eine andere Erdgas-Quelle. Also lieber im eigenen Land suchen, die Risiken kann man abwägen. Wird jedenfalls gedacht.
Interessant ist übrigens, dass beim Sandstein-Fracking viel gefährlichere Chemikalien und auch mehr Wasser gebraucht wird, weil die Sandsteinschichten viel tiefer liegen, als Schieferschichten. Hätte das jemand gedacht? Nein, es hörte sich doch viel harmloser an. Wie also soll es dann möglich sein, dass nur noch „harmlose“ Chemikalien genutzt werden, die kaum Schaden anrichten? Das wird wohl die Frage aller Frage bleiben, dennoch macht dies das Fracking in Schieferschichten nicht viel besser. Denn auch dort werden Chemikalien verwendet, auch wenn nun ExxonMobil Flüssigkeiten entwickelt, die nicht mehr wassergefährdend sein sollen. Ob das wirklich was bringt? Die Gefahr, was sonst noch alles beim Fracking passieren kann, wird es jedenfalls nicht eindämmen. Aber was denn für Gefahren? Das ist doch alles nicht bewiesen. Nein, sicherlich nicht. Deshalb kann in einigen Gegenden kein Trinkwasser mehr aus dem Wasserhahn verwendet werden, weil es mit Erdgas durchzogen ist. Dieses Wasser brennt, wenn man ein Feuerzeug daranhält. Im Grunde muss dauergelüftet werden, damit es nicht zu einer Explosion kommt. Ist es das, was wir wollen. Zugegeben, das ist ein Extremfall. Dennoch nicht die Ausnahme.
Anstatt immer mehr Kohle zu fördern oder nun Erdgas aus Gesteinsschichten zu holen, sollte man sich lieber mehr Gedanken über die erneuerbaren Energien machen. Ansonsten sollen doch die Kernkraftwerke weiterlaufen. Da weiss man wenigstens um die Risiken. Aber Fracking ist ein Fass ohne Boden – nicht Loch ohne Boden.
Im Grunde ist es genau wie bei der Gentechnik. Verboten wird sie nicht wirklich, aber wirklich dafür scheint man auch nicht zu sein. Es geschieht alles nur halbherzig. Man ist von Gefahren nicht wirklich überzeugt, da es noch nicht genügend getestet wurde. Dabei gibt es schwerwiegende Fälle, die aber lieber totgeschwiegen bzw. kleingeredet werden. Von Fehlern, die gemacht wurden, wird gesprochen. Bedauerlichen Vorfällen. Aber so etwas darf nicht passieren.
Ich kann nur hoffen, dass das Fracking-Gesetz, so wie es jetzt vorgesehen ist, nicht durch den Bundestag kommt. Aber was die Gentechnik betrifft, wurde auch keine Einigkeit gezeigt.

Das hat es seit dem Kalten Krieg wohl nicht mehr gegeben. Am Mittwoch wurde ein BND-Mitarbeiter festgenommen, der unter Spionageverdacht steht. Er soll nämlich auch für die NSA gearbeitet haben. Nun ist natürlich das Geschrei gross, denn wer weiss, was er alles weitergegeben hat. Besonders im Fokus steht der NSA-Ausschuss, der möglicherweise auch ein Opfer des „Doppelagenten“ (wissen wir, ob er es wirklich ist?) wurde. Jedenfalls soll diese Person einige hundert Dokumente an US-Geheimdienste weitergeleitet und im Gegenzug dafür Geld erhalten haben, wenn diese Nachricht stimmt. Unter diesen Dokumenten soll sich auch Papiere des NSA-Ausschusses befunden haben, die angeblich nichts aussagen sollen. Wollen wir es hoffen.
Aber Doppelagenten, wer hätte das in unserer heutigen Zeit noch gedacht? Der kalte Krieg ist seit über bald fünfundzwanzig Jahren vorbei. Aber man lernt nie aus. Seit der NSA-Affäre wissen wir, das überhaupt nichts mehr geheim ist. Und was doch noch geheim sein könnte, muss halt anders besorgt werden.

In Hamburg gibt es eine deutschlandweite Sensation: Es wurde ein Walrossbaby geboren. Das ist nun schon fast einen Monat her. Geboren wurde es am 15. Juni, dem zweiten Todestag von Elefantenbulle Hussein. Gesprächsthema Nummer eins in sämtlichen Zeitungen, Zeitschriften und natürlich im Fernsehen. Ich kann es schon nicht mehr sehen, obwohl ich das Walrossbaby noch nicht einmal live gesehen habe. So kann man mir wirklich etwas vergrätzen.
Namenlos ist der kleine Bulle auch nicht mehr. Auf Facebook – wer ist eigentlich auf Facebook? – konnte man sich zwischen drei Namen entscheiden. Dies waren Kuddel, Fiete und Anton. Schlimmer ging es wohl nicht. Als ich las, dass es ein nordischer Name werden sollte, dachte ich eher an Thor, wo der Vater doch Odin heisst. Nein, so weit wurde wohl nicht gedacht. Stattdessen kamen norddeutsche Namen in die Auswahl, die man im Ausland – Niederlande ausgenommen – nicht wirklich aussprechen kann. Und so wurde es schliesslich Fiete. Schiete sagt Fiete, könnte ich jetzt sagen. Jawohl, diesen Spruch gibt es wirklich.
Eigentlich wäre am passendsten der Name Nickelmann gewesen, denn so hiess das erste männliche Walross oder eben Pallas. Aber daraus wurde nichts. Schiete, sagt Fiete.
Seit der Namenswahl von Darjeeling, der im wirklichen Leben Assam heisst – ein bayerischer Nachname, wenn auch nur mit einem s, nicht nur ein indisches Teeanbaugebiet – muss man sich wirklich über gar nichts mehr wundern. Nun gut, sollen sie ihn Fiete nennen, ich bleibe dann bei Thor. Klingt viel schöner.
Da kann Mala wirklich froh sein, dass sie damals noch einen schönen Namen bekommen hat, der nicht so alltäglich ist.

 

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Happy Birthday, Mala! – Europas klügster Elefant feiert seinen offiziellen 50. Geburtstag


Endlich ist es so weit!, wird sich Europas klügster Elefant wohl denken. Denn heute feiert Elefantendame Mala ihren offiziellen fünfzigsten Geburtstag.
Ofiiziell deshalb, weil das Jahr 1964 als Malas Geburtsjahr gilt. Doch in Wirklichkeit wurde sie Ende des Jahres 1962 geboren. Den 10. November hat sich die Elefantin bloss ausgedacht, weil es so schön klang, wenn sie 50 wird: am 10., 11., 12. Das konnte sich jeder merken.
Damals hoffte Mala, gross feiern zu können, doch auf einmal ging es 2012 in die Fremde. Dort, im Pairi Daiza, im belgischen Brugelette, lebt Mala noch immer, obwohl sie stetig auf ihre Rückkehr hofft. Die Hoffnung hat sie nicht aufgegeben. Sie fühlt sich einfach nicht wohl, obwohl sie gehegt und gepflegt wird. Die Elefantendame darf ihre Tricks vorführen, die sie in ihrem langen Leben gelernt hat und in ihrem Zuhause schon lange nicht mehr vorführte. Sie wurde wieder der Star, der sie einmal gewesen war. Es heisst sogar, wenn man Mala nicht gesehen hat, war man nicht im Pairi Daiza. So ähnlich hiess es auch in Malas Zuhause. Wer sie nicht gesehen hat, verpasste das Beste. Und obwohl die Dickhäuterin wieder die Aufmerksamkeit der Massen geschenkt bekommt, die sie verdient hat, trauert sie ihrem Zuhause hinterher. Man sieht es an ihrem schnellen Weben, dem so genannten Einsamkeitsweben. Gewebt hat Mala immer, macht es seit mindestens 1986, aber es war eher ein „gemütliches“ Weben. Nie so schnell. Gut, einige Male hat die Elefantendame dann doch dieses Einsamkeits- bzw. Trauerweben gezeigt. Meist immer dann, wenn der inzwischen verstorbene Elefantenbulle Hussein sie besonders malträtiert hatte. Dann ging es Mala nicht gut.
Nun hat sie eine dauerhafte Artgenossin – Rani – und ist dennoch nicht glücklich. Eigentlich war sie mit einem weiteren Elefanten vergesellschaftet worden, doch Ani starb im März vergangenen Jahres. So blieb old Rani übrig. – Old nenne ich Rani deshalb, um sie von der Hamburger Rani (Young Rani) zu unterscheiden und von allen weiteren Elefantenkühen, die ebenfalls diesen Allerweltsnamen tragen. – Mit ihr versteht sie sich, obwohl Mala lieber für sich allein steht. Aber wenn es darum geht, zu zeigen, wer in dieser Mini-Gruppe das Sagen hat, ist Mala natürlich obenauf. Sie zeigt gerne, wer Chefin ist. Doch old Rani macht das nichts aus – hat ein unterwürfiges Wesen -, sie will den Chefposten gar nicht haben. So ist wenigstens das in Erfüllung gegangen. Was Mala wegen Mogli nicht haben konnte, hat sie nun. Aber der Preis war hoch – der Verlust ihres Zuhauses.
Geboren wurde Europas klügster Elefant in Indien – Mala gehört also zur Unterart Elephas maximus indicus – und machte dort in ihren ersten Lebenjahren die Strassen unsicher. Beliebt war sie unter der Bevölkerung nicht immer, davon zeugen die Schrotkugelnarben an ihrer Stirn. Nichtsdestotrotz überstand die Dickhäuterin diese Zeit relativ unbeschadet. Allerdings ging einmal das Gerücht um, dass sie in ihren ersten Lebensjahren angepflockt in einem dunklen Raum zugebracht hätte, weshalb sie damals mit dem Weben anfing. Ob sie tatsächlich schon in dem Alter mit dem Weben begann? Als sie für den Film „Klein Erna auf dem Jungfernstieg“ vor der Kamera stand, war davon nichts zu sehen. Beim NDR-Tatort „Tod im Elefantenhaus“ hingegen schon. Zwischen den Dreharbeiten liegen 17 Jahre.
Mala wurde in Indien von der Strasse weggeholt und nach Deutschland verschifft. Am 08. Juni 1966 kam sie schliesslich in ihrem neuen Zuhausean – dem Tierpark Hagenbeck.
Es wird gemunkelt, dass Mala bereits im Jahr zuvor im Edgar Wallace-Streifen „Neues vom Hexer“ mitgewirkt hätte. Ich habe mir den Film mal angesehen, aber beschwören kann ich nicht, dass der junge Elefant Mala gewesen ist. Die Ohren sehen so aus, als waren sie nach hinten geklappt. – Dennoch sag ich mal, sie ist es nicht.
In Hamburg angekommen, begleitete Mala, in den kommenden Jahren ihres noch jungen Lebens, ihre Tierpfleger auch ausserhalb des Tierpark-Geländes. Es war die Zeit, in der sich ihre Prägung auf den Menschen entwickelte. Mala ist zwar ein Elefant – vom Aussehen sowieso -, aber noch wichtiger als Artgenossen ist für sie menschliche Aufmerksamkeit. Da kam ihr das Elefantenfüttern durch die Besucher oder das Elefantenreiten natürlich entgegen.
Die Elefantin verlebte viele glückliche Jahre im Tierpark, lernte allerlei Tricks und stand ab und zu in der Zeitung. In besonders schneereichen Wintern zog sie einen Schlitten in dem Kinder sassen. Doch dann kam ein Elefant, der Malas Alleinstatus als Star ein Ende machte – Mogli.
Nun begann der Stern der Elefantin zu sinken. Auch Mogli wurde einiges beigebracht, auch wenn sie nie auf Kommando trompeten lernte oder Fragen mit ja oder nein zu beantworten. Das alles kann Mala, genauso wie sie auf Kommando die Besucher mit Wasser nasspritzen kann.
Elefant Yashoda macht das immer, um auf sich aufmerksam zu machen. Aber das ist eine völlig andere Geschichte.
In der ZDF-Serie“Unsere Hagenbecks“ tauchte Mala des Öfteren auf. Meist musste sie sich mal wieder als Mogli ausgeben, weil es um ja-und-nein-Fragen ging. Aber sie hat sich auch selbst gespielt. Besonders interessant sind die Szenen mit Shandra, wo es um eine graue und eine rote Kiste geht.
Dann kam der Juni 1992. Einige Wochen zuvor war Leitkuh Birka gestorben und der Posten vakant. Zwei Anwärterinnen gab es: Mala und Mogli. Beide gönnten sich nichts, aber falls es Auseinandersetzungen zwischen beiden Kühen gegeben hatt, fielen die nicht weiter ins Gewicht. Am Ende konnte Mogli den Sieg für sich entscheiden. Doch Mala wollte nicht klein beigeben. Schliesslich war sie schon viel länger da als Mogli.
Mala wartete auf eine günstige Gelegenheit, um es ihrer Konkurrentin heimzuzahlen.
Es kam die Dschungelnacht im Juni 1992. Auf dem Paradeplatz, wo heute Wohnhäuser stehen, kam es zum Eklat. Mala stand hinter Mogli. Die Elefantin sah endlich die Chance gekommen, über ihre Konkurrentin zu triumphieren. Sie biss Mogli in den Schwanz, was diese nicht auf sich sitzen lassen konnte. Blitzschnell drehte sie sich um, dabei stürzte der Tierpfleger, der in Moglis Nacken gesessen hatte, zu Boden. Die Situation konnte erst entschärft werden, als ElefantenbulleHussein zwischen die beiden Streithähne geführt wurde. Danach blieben beide noch eine zeitlang auf der Anlage zusammen, aber Mala wollte sich weiterhin nicht unterordnen. Sie piesackte Mogli weiterhin, warf sie in den Graben, wenn sie sich unbeobachtet fühlte. So konnte es nicht weitergehen. Was also mit dem intelligentesten Elefanten der ganzen Gruppe machen? Abgeben? Ja, es wäre eine Lösung gewesen, aber man brauchte Mala. Und so kam es, dass Mala als Gesellschafterin zum Elefantenbullen gestellt wurde. Das ging die ersten achtzehn Jahre auch ganz gut, doch im August 2010 kam der grosse Riss. Aus welchem Grund auch immer, begann Hussein Mala zu attackieren. Die Elefanten soll kläglich trompetet haben, damit Hilfe käme. Die kam dann auch. Mala sah man die ganze Woche über nicht, erst bei der nächsten Romantischen Nacht. Sie wirkte unglücklich, traurig, webte stark, traute sich nicht nach vorne, wollte so viel Abstand wie möglich zu Hussein halten. Danach war nichts mehr so, wie es war.
Schliesslich der Juni 2012. Hussein sollte den Tierpark verlassen und starb kurz vor dem Gang in die Box unter mysteriösen Umständen (wer den Bericht, was im Obduktionsbericht gestanden haben soll, gelesen hat, kann nur zum Wort mysteriös kommen). Mala lebte auf, war gar nicht mehr so sehr an den Leckereien der Besucher interessiert. Wahrscheinlich bekam sie von den Elefantenpflegern grössere Aufmerksamkeit als sonst. Schliesslich wurde die Elefantin sehr traurig. Der Grund: Sie sollte umziehen. Es kam der 04. Juli 2012 und Mala verliess nach 46 Jahren und knapp einem Monat ihr geliebtes Zuhause. Sie kam in den Pairi Daiza, wo sie noch immer lebt.
Aber Mala hat nur einen Wunsch: Nach Hause! Ja, es mag komisch klingen, aber genau so ist es. Denn seit Malas Weggang haben die Augen der Dickhäuterin ihren Glanz verloren. Sie hat sich arrangiert, aber mehr auch nicht.
Nun wird Mala also offiziell ihren 50. Geburtstag feiern. Ein stolzes Alter für Europas klügsten Elefanten. Diesen Titel trägt sie völlig zurecht. Denn Mala ist wahnsinnig schlau und ein tolles Fussballorakel. Bei der EM 2012 hat sie sämtliche Spiele der deutschen und französischen Nationalmannschaft fehlerfrei getippt. Sie wusste bereits vor dem Spiel gegen Griechenland, dass Deutschland im Halbfinale gegen Italien verlieren würde. Nur beim Eröffnungsspiel lag sie daneben.
Mala spielte in Film und Fernsehen mit, wie ich oben bereits erwähnte. Sogar in einem Roman wurde sie verewigt: „Die Rollen des Seth“ von Helen Dalibor. Dort taucht sie als sie selbst auf, aber auch als Bertha, einer Elefantin, die im Roman im Jahr 1912 bis 1920 in Stellingen lebte und in grossen Teilen auf der Elefantin basiert.
Was wünscht sich so ein Elefant von 50 Jahren? Natürlich Gesundheit, kein Reissen in den Gelenken und das sie steinalt wird. Mit ihrem halben Jahrhundert auf dem Buckel – den Mala nicht hat, wie sie anmerkt – ist sie noch ein wahrer Jungspund. So hat sich die Elefantendame vorgenommen, mindestens die 70 zu erreichen. Aber im Grunde genommen will sie der älteste lebende Elefant der Welt werden. Also werden die 80 von ihr angepeilt. Doch wird sie das überhaupt schaffen – in der Fremde? Wie bereits erwähnt – und nicht nur hier – fühlt sich Mala nicht wohl an ihrem Wohnort. Alle Hoffnung, dass sie sich nach knapp zwei Jahren endlich eingelebt hat, ist zunichte gemacht. Die Elefantendame hat sich arrangiert, aber wirklich glücklich ist sie nicht. Sogar für einen Laien wie mich, der sich mit dem Verhalten von Elefanten nicht so gut auskennt, ist auf einen Blick zu sehen, dass Mala noch immer trauert. Ersichtlich wird dies, wenn sie für sich allein ist. Bekommt sie menschliche Aufmerksamkeit, merkt man ihr nichts an, denn sie ist eine Meisterin der Maske. Eine gute Schauspielerin, das ist Mala immer gewesen. Nur an ihren Augen, da sieht man es wirklich.
Was ist nun Malas grösster Wunsch? Nach Hause. Tja, ob ihr dieser Wunsch eines Tages wirklich gewährt wird? Ein Gehege ist leer, aber dann wäre Mala allein und vom Futter würde sie wieder zunehmen, weil die Besucher es zu gut mit ihr meinen. Nina hat ihr immer kalorienfreie Kost gebracht, weil sie schon damals sagte, dass Mala zu dick sei. Und die Dickhäuterin in die Gruppe zu integrieren? Das hätte man schon vor zwei Jahren versuchen können. Ohne Dauerbewachung wäre es nicht gegangen. Aber unmöglich wäre es nicht gewesen. Thura, lange als Problem eingestuft, hat sich in den letzten Monaten wieder sehr gut in die Gruppe integriert. Zwar steht bei ihr immer noch jemand, aber da geht es nur darum, dass sie die anderen Elefanten wie Shila und Indra nicht verjagt, weil sie deren Futter haben will. Bei Mala hätte man es auch versuchen können, aber man hat diese Chance nicht genutzt. Das ist traurig, besonders für Europas klügsten Elefanten. Deshalb ist ihr Wunsch nach Heimkehr utopisch.
Nun ist es aber an der Zeit, Europas klügstem Elefanten zum Geburtstag zu gratulieren.
HAPPY BIRTHDAY, Mala! Alles Gute! Bon anniversaire!

 

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Nach uns die Sintflut! – Wie der Staat sich selbst ruiniert


Während im Süden die Aufräumarbeiten nach der Flut begonnen haben bzw. bereits abgeschlossen sind, haben der Osten und der Norden Deutschland noch mit den Hochwassermassen zu kämpfen. Deichbrüche sind zwar nicht die Regel, aber auch keine Ausnahme. In Fischbek wird nun versucht, durch das gezielte versenken zweier Schiffe, den Wassermassen beim gebrochenen Deich Einhalt zu gebieten.
Das Versenken von Schiffen erinnert mich an die Zeit vor der Industrialisierung, doch wir haben das 21. Jahrhundert. Schiffe wurden allerdings meist versenkt, wenn feindliche Schiffe nicht eine Bucht passieren sollten, um die dort befindliche Stadt anzugreifen. Ansonsten wurde immer bei Bränden Schadensbegrenzung betrieben, indem Häuser gesprengt wurden. Meist hat es nicht viel gebracht, aber der Versuch war es wert. Wie es mit den Schiffen ist? Vielleicht wird es was bringen, vielleicht ist es auch nur ein Tropfen auf den heissen Stein. Schlimmer kann es kaum noch werden. Überschwemmt ist bereits alles. Allerdings könnte der Deich an der Bruchstelle weiter brechen. Noch mehr Wasser sucht sich einen Ausweg und die Umgebung wird noch mehr unter Wasser gesetzt.
Was ist mit den Ausweichbecken, wo Wasser hin abgeleitet werden soll? Es wird ja nicht nur zwei geben. Anscheinend sind die vorhandenen wohl auch nicht genügend gewesen oder wieso ist das so schlimm geworden?
Erst hiess es, dass der Norden das Hochwasser nicht zu fürchten braucht, dann kommt es doch. Bei Fischbek bricht der Deich, Amt Neuhaus und Hitzacker haben wieder mit Hochwasser zu kämpfen, obwohl es zuvor Entwarnung gegeben hatte.
Momentan acht Milliarden (!) Euro sollen die Schäden der Flut betragen. Und wie will Deutschland das bezahlen? Tja, zurückgelegt worden ist nichts, also müssen wieder Schulden gemacht werden. Anleihen und ich weiss nicht was.
Was lernen wir daraus wieder? Von uns als Otto Normalverbraucher (Figur aus dem Film „Berliner Ballade“) verlangt der Staat, dass wir Rücklagen für schwere Zeiten anlegen, aber selbst wird daran überhaupt nicht gedacht. Wieso denn auch? Deutschland steht bei den Rating-Agenturen gut da, bekommt Kredite mit sehr guten Konditionen, von denen wir nur träumen können. Also wieso Rücklagen bilden? Ach so, Schuldenabbau. Ach was, das können die Generationen nach uns tun. Ganz im Sinne von „Nach uns die Sintflut“.
Einen Staatsbankrott à la Griechenland brauchen wir nicht zu fürchten – noch nicht. Aber wenn der Staat so weiter macht, werden wir uns in spätestens fünfzig Jahren darüber Gedanken machen müssen. Glück für die, die zu dem Zeitpunkt sich bereits die Radieschen von unten ansehen.

Wo ich gerade von Toten spreche, möchte ich an den alten Pappsack erinnern. Bevor jemand fragt, um wen es sich handelt: Es meine den Hamburger Elefantenbullen Hussein, der genau vor einem Jahr kurz vor dem Verladen sich hinlegte und starb.
Als Todesursache wurde Herz-Kreislauf-Versagen festgestellt. Wobei man sagen muss, dass das ein ziemlich unbefriedigendes Ergebnis ist. Denn im Grunde genommen, wo wurde es verlautbart, konnte die tatsächliche Todesursache nicht ermittelt werden. Irgendwie wurde alles ausgeschlossen, was einen Schatten werfen könnte, aber dennoch bleibt die Frage bestehen, was stand wirklich im Bericht? Diese vereinfachte Version, dass es alles und nichts gewesen sein könnte? Wenn man da den einen Zeitungsartikel des Abendblattes liest, könnte man sich schon seine eigene Meinung bilden. Das ist danach auch nirgendwo mehr erschienen, wenn ich richtig recherchiert habe.
Ein Jahr also ist es nun her, dass Elefantenbulle Hussein tot ist. Ob an ihn gedacht wird? Vielleicht. Ich weiss, dass ich an ihn denken musste, als ich Gajendra gegenüberstand und dieser sich ein Stück Holz zwischen den Stosszahn geklemmt hatte. Anderen wird es vielleicht auch so gehen oder ihnen kommt die Erinnerung, wenn sie vor dem Gehege stehen, dass er sich zwanzig Jahre lang mit Elefantendame Mala geteilt hat.
Frech war er gewesen, hat sich oft aufgedrängt, aber er war nie gemein gegenüber den Besuchern. Alles hat er sich allerdings nicht von ihnen gefallen lassen. Aber er wusste genau, wen er vor sich hatte, bei wem er was abstauben konnte und wieviel er sich erlaubten durfte.
Jonas hatte die verrückte Idee, einen Kranz vors Gehege zu legen: „In stillem Gedenken“. Gute Idee, wobei ich glaube, dass sein Mundwerk mal wieder grösser war als sein Mut. Jenalas Cousin sagt viel, wenn der Tag lang ist. Hätte auch eine Zeitungsanzeige schalten können. Wobei, da hätte er dann seinen Namen preisgeben müssen und das mag er nun gar nicht.

Gibt es eigentlich was Neues über Elefantendame Mala? Seit die Bundesligasaison vorüber ist, hat sie ja nicht mehr so viel zu tun, um als grosses Fussballorakel sich hervorzutun. So weit ich weiss, macht sie fleissig bei Vorführungen mit und würde angeblich ihrer Genossin Abends eine Banane in die Box werfen mit folgendem Kommentar: „Hier, eine Banane für dich, alte Pflaume.“ Na gut, ich geb’s zu, dass habe ich jetzt der Elefantin in den Mund gelegt. Bevor sie ihr Essen verschenkt, muss noch viel passieren.
Der Pairi Daiza sucht unterdessen nach einer Hamburgerin (?) namens Elisabeth, die Mala zu ihrem 49. Geburtstag – also eigentlich ist der 08. Juni der Ankunftstag der Elefantendame in Hamburg gewesen, dieses Jahr wär’s der 47. gewesen – eine Karte geschrieben hat.
Eins kann ich auf alle Fälle sagen: Jenala hat diese Karte nicht geschrieben! Weder ist es ihre Schrift noch hätte sie solch ein krudes Kauderwelsch (nicht beleidigend gemeint) geschrieben. Denn Jenala ist eine Poetin. Eher hätte sie Mala eine selbstgestaltete Karte geschickt mit einem schönen Gedicht drin. Ausserdem hätte sie nicht von Orangen, sondern von gekochten Kartoffeln gesprochen. Denn die Erdknollen liebt die Elefantin über alles. Kann man sogar in „Die Rollen des Seth“ nachlesen. Ausserdem hat Mala bekanntlich schon im letzten Jahr am 10., 11., 12 (10. November 2012) ihren fünfzigsten Geburtstag gefeiert. Steht auch in einem Roman mit derselben Hauptfigur, denn die Dickhäuterin hat dort eine immer wiederkehrende Rolle inne, selbst wenn nur von ihr gesprochen wird.
So ist die Elefantendame wieder einmal in aller Munde, was sie verdient hat. In letzter Zeit hat man nicht sehr viel von ihr zu sehen und zu hören bekommen. Aber was will man auch andauernd über sie schreiben? Heute wieder Vorführung mit Mala und old Rani, den beiden Webertantchen, so in etwa?
Aber man sieht, dass Mala ihre Fans hat und nicht vergessen ist. Wie mir Jonas erzählte, sollen seit Malas Weggang (oder wie man es auch immer nennen mag) einige nicht mehr wiedergekommen sein, also ist Jenala nicht die Ausnahme geblieben.
Die Mutter-Kind-Anlage ist leer und wenn ich mir aktuelle Bilder von Mala ansehe, werde ich das Gefühl nicht los, dass sie immer noch ihrem wahren Zuhause hinterher trauert. Warten wir ab, was in den nächsten Jahren passieren wird.

Zurück zu weit wichtigeren Themen.
In Istanbul wird weiter protestiert. Ich habe mich immer gefragt, wie es überhaupt zu den Protesten gekommen ist. Denn es muss schon viel passieren, dass sich dort so viele zusammenschliessen, um gemeinsam gegen etwas so lange zu protestieren und sich nicht entmutigen zu lassen. Bewunderswert ist übrigens, dass davon auch ausserhalb der Türkei Kenntnis von genommen wird. Vielleicht liegt es daran, dass es nicht mit dem umstrittenen Staudammprojekt zusammenhängt, wo Deutschland auch seine Finger drin gehabt hatte (oder noch hat?).
Begonnen hat alles mit einem Bauprojekt, das die Anwohner der Stadt Istanbul verhindern wollten. Daraus entwickelte sich am Ende eine Protestbewegung um Macht, Meinungs- und Demonstrationsfreiheit. Vor allem ist es eine Bewegung gegen die islamisch-konservative Regierung von Premier Erdogan.
Inzwischen hat Erdogan scheinbar eingelenkt, indem er bei einem Treffen mit Vertretern des Bündnisses gegen das Bauprojekt Zugeständnisse machte. So soll das Bauprojekt im Gezi-Park bis zu einem Gerichtsurteil ausgesetzt werden und danach die Istanbuler Bürger in einer Volksabstimmung befragt werden, was mit dem Bauprojekt werden soll. Irgendwie kann ich nicht glauben, dass am Ende das herauskommen wird, was sich die Mehrheit der Menschen in Istanbul wünscht. Erinnern wir uns mal an Stuttgart 21. Was ist denn da rausgekommen? Der Abstimmungszettel war so seltsam formuliert, dass viele das falsche ankreuzten und doch für den Bau des Bahnhofs stimmten. Irgend so eine Finte wird es in Istanbul auch geben. Warten wir es einfach ab.
Trotz des Einlenks von Erdogan werden die Proteste weitergehen, denn es geht um mehr als um das Bauprojekt, es geht um einen neutralen Staat, der sich vor einer schleichenden Islamisierung fürchtet. Mustafa Kemal Atatürk hatte dies bei der Staatsgründung so gewollt, den Staat und die Religion strikt getrennt. Nun sieht es so aus, als ob sein Nachfolger dies schleichend nach und nach auflösen will.

 

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Wie vergiftet sind unsere Lebensmittel?


Ein Lebensmittel-Skandal jagt den nächsten. Erst das Pferdefleisch in der Tiefkühl-Lasagne, dann der Missbrauch des Bio-Siegels und schliesslich das mit einem Schimmelpilz verunreinigte Tierfutter.
Was können wir noch essen? Was ist wirklich so angebaut bzw. aufgewachsen, dass wir es guten Gewissens verzehren können?
Das mit einem Schimmelpilz verunreinigte Tierfutter, der Krebs auslösen kann, ist für den Menschen angeblich nicht gefährlich. Milch von Tieren, die dieses Futter gefressen haben, soll für den Menschen unbedenklich sein. Stimmt das wirklich oder ist das nur so ein Spruch, damit keine Hysterie entfacht wird? Im Grunde genommen sind wir Verbraucher doch ahnungslos. Wir kaufen Dinge, von denen erwarten wir, dass sie auch so sind, wie sie sein sollen. Also wenn Bio draufsteht, muss auch Bio drin sein. Wie wir nun anhand der Eier aus Niedersachsen erfahren haben, ist das nicht immer der Fall. Aber das ist ja nicht der einzige Fall. Es gibt eine kleine regionale Bio-Siegel, die weitaus strenger sind, als die grossen. Da wird wirklich darauf geachtet, dass die vorgegebenen Massnahmen auch wirklich eingehalten werden. Da sind allerdings auch nicht hunderte oder tausende Betriebe drin. Also ist das auch weitaus leichter zu überprüfen. Und wenn zuviele in einem grossen Bio-Siegel sind, kommt eben das raus, was eben mit dem Hühnerbetrieb in Niedersachsen war. Eine Masse an Tieren auf einem Haufen, die zwar ein Bio-Siegel tragen, aber im Grunde genommen dagegen verstossen. Bloss bemerkt dies niemand. Ist also Bio wirklich die grosse Alternative? Es ist schon besser, aber auch nicht perfekt.
Sollen wir nun aufgrund der ganzen Lebensmittelskandale eigentlich Vegetarier werden? Ist das die grosse Zukunft? Nur noch Obst, Gemüse, Milch, Käse und Joghurt? Ist es das, was die Zukunft bringt? Können wir so den Lebensmittelskandalen entgehen?
Ich glaube kaum, denn anhand des neuesten Skandals mit dem kontaminierten Tierfutters, zeigt sich, dass es überall passieren kann. Nichts ist sicher. Erinnern wir uns doch an die EHEC-Epidemie vor zwei Jahren. Da wurden Bakterien auf spanischen Gurken gefunden. Auf einmal waren diese wie auch Salate und Tomaten verpönt, denn überall könnten sich die Erreger ja befinden. Am Ende war es ganz etwas anderes: Bockshornkleesamen aus Ägypten. In einem Betrieb in Bienenbüttel waren diese zum keimen gebracht worden und wurden schliesslich als Sprossen verkauft. Das war der Auslöser, der sich über ganz Deutschland ausbreitete.
Vor allem dürfen wir nicht vergessen, dass man als Vegetarier nicht automatisch ein besser umweltverträgliches Leben führt. Man hat im Gegenteil sogar festgestellt, dass es der Welt schlecht bekommen würde, wären alle Menschen auf einmal Vegetarier. Kaum zu glauben, aber wahr. Denn wenn wir Vegetarier würden, würden wir den Konsum von Milchprodukten verdoppeln. Und wie wir alle wissen, verbraucht ein Rind nicht nur viel Wasser und Tierfutter, sondern sorgt auch noch dafür, dass der Methangehalt ansteigt, was wiederum schlecht für die Atmosphäre der Erde ist.
Am besten wären noch Veganer dran, allerdings nehmen diese wiederum Sojaprodukte zu sich. Und für Soja wird bekanntlich Regenwald zerstört. Ausserdem weiss man nicht, wie sich diese genveränderten Pflanzen auf den menschlichen Körper auswirken. Bei Schweinen wurde festgestellt, dass die Vermehrungsrate stetig sinkt, also die Fruchtbarkeit kaum noch gewährleistet ist.
Das ist übrigens auch noch so etwas, was mich persönlich aufregt. Zwar müssen Produkte gekennzeichnet sein, die genveränderte Zutaten enthalten. Allerdings braucht kein Fleisch gekennzeichnet werden, wenn das Tier mit gentechnisch verändertem Futter gefüttert wurde. Genauso Milchprodukte. Also wissen wir wirklich, was wir da zu uns nehmen? Vergiften wir uns nicht selbst langsam?
Warum boomt gerade das selbst anbauen von Obst und vor allem Gemüse. Überall schiessen diese kleinen Vereinigungen aus dem Boden. Denn Bio ist nicht nur in, wenn man es selbst anbaut, weiss man wenigstens, was man getan hat, welchen Dünger man verwendete und wie man seinen Ertrag steigern kann, ohne dazu starke Chemiekeulen zu verwenden. Das einzige, was noch problematisch werden könnte, wäre die Erde, der Boden, wo man sein Gemüse anbaut. Selbst Gemüse anbauen ist die Zukunft. Da können nur noch die Samen verunreinigt sein, aber wenn man selbst Gemüse zieht und danach deren Samen aufhebt, sollte man diesem Kreislauf entfleuchen können.

Die 25 beliebtesten TV-Tiere wurden am Donnerstag in der ARD vorgestellt. An erster Stelle schaffte es natürlich Flipper, aber danach kam eine Zeichentrickfigur – Biene Maja. Und das war nicht das einzige nicht reale Tier, das auf einem der 25 Plätze landete. Da waren unter anderem noch Samson aus der Sesamstrasse, Alf oder Tom & Jerry. Das sind für mich keine TV-Tiere. Vor allem Alf ist kein Tier, sondern irgendein Ausserirdischer, der am liebsten Katzen verspeist. Die hätten bei den TV-Tieren darauf achten sollen, dass es diese auch in der Realität gibt. Also eben keine Zeichentrick oder sonst welche Figuren. Natürlich sind Flipper, Lassie & Co. genauso wenig echt, da es nur Charaktere einer Tierart sind. Aber die kann man sich eben auch in echt ansehen. Zeichentrick, bleibt einfach nur eine animierte Zeichnung. Und ich bin echt enttäuscht, dass „Mr Ed, das sprechende Pferd“ nicht unter den Top 25 war, genauso wenig habe ich Lama Horst vermisst. Stattdessen kam das kleine Nashorn aus Leipzig vor. Das ist doch wirklich kein Niedlichkeitsfaktor. Wenn ich gewusst hätte, dass die beliebtesten TV-Tiere gewählt werden können, hätte ich sofort meine Wahl abgegeben. Und die wäre weitaus anders ausgegangen. Flipper niemals an erster Stelle, eher noch Kommissar Rex, Lama Horst oder eben Mr Ed. Stattdessen kommt Fury auf den vierten Platz. Ein langweiliges Pferd, aber wohl noch immer aktuell. Wobei mich mal das Durchschnittsalter der Wähler dieser Liste interessieren würde. Denn bei denen scheint Lassie absolut unpopulär zu sein. Ausserdem kommt noch das echte Walross Antje auf Platz 22 vor. Und das ist seit knapp zehn Jahren tot, war aber jahrzehntelang das Maskottchen des NDR, bevor es dann eine Figur von Janosch wurde.
Und welche Biene Maja wurde überhaupt auf den zweiten Platz gewählt? Die Zeichentrick-Biene, die wir kennen oder die neue 3D-animierte, die zu Ostern auf dem ZDF laufen soll? An der überholten Biene scheiden sich die Geister.
Sie sei zu dünn und sehe hässlich aus, heisst es auf der einen Seite, die andere hingegen findet sie modern und den neuen Sehgewohnheiten angepasst. Selbst Kindergartenkinder wissen nicht genau, für welche Biene sie sich entscheiden sollen. Der eine findet die alte gut, der andere die neue Maja.
Meine Meinung dazu: Ich bin mit der 70er Jahre Maja aufgewachsen, auch wenn ich nur selten die Serie geguckt habe, hatte vielmehr ein Malbuch von der Biene Maja. Dadurch ist für mich die alte Maja die einzig wahre. Nur sie ist es, die ich gut finde. Die neue hingegen sieht so aus, wie nun viele Zeichentrickserien ablaufen. Sie mag modern sein, aber der Kopf wirkt zum Körper riesig und sie wirkt tot. Lebendiger war die alte Zeichentrickfigur, nicht einmal Willi mag zu überzeugen. Der sieht aus, als habe er mit einer Diät übertrieben. Gesund ist bei Willi etwas anderes, eher krank, so wirkt er. Hingegen ist Flip, der Grashüpfer der einzige, der so ist, wie er war. Vielleicht hat mich da auch nur der Ausschnitt getäuscht, aber er sah noch so aus, wie man ihn kannte.
An Ostern kann dann jeder selbst entscheiden, welche Biene Maja er bevorzugt – die Neue oder die Alte.
Gut, zurück zur Auswahl der beliebtesten TV-Tiere. Man kann nicht erwarten, dass genau die Tiere gewählt werden, die man sich selbst wünscht, aber man kann doch wenigstens erwarten, dass keine Zeichentrick- oder Puppen-Tiere in so einer Liste auftauchen. Da könnte doch bei den beliebtesten Kino-Darstellerinnen genauso gut Betty Boop auftauchen. Auch eine Zeichentrickfigur, allerdings auch eine Frau. Man sieht, wie man es dreht und wendet, der Begriff TV-Tier ist ein grosser. Er schliesst nichts aus.
Wenn es nach Jenala gegangen wäre, hätte auch Elefantendame Mala einen Platz verdient, schliesslich hatte sie eine relativ grosse Rolle in der ZDF-Serie „Unsere Hagenbecks“. Bloss wäre wahrscheinlich wieder Mogli genommen worden, allerdings mit Malas Bildern, denn Mala hat Mogli beinahe in jeder Szene gedoubelt.

Am Mittwoch lief der allseits beliebte jährliche Starkbieranstich auf dem Nockherberg auf dem Bayerischen Rundfunk. Wer’s verpasst haben sollte, findet das Stück auf youtube oder der Mediathek des BR.
Wie bekannt, inszenierte in diesem Jahr zum aller ersten Mal Marcus H. Rosenmüller das Singspiel. Bis fast zuletzt war noch nicht viel herausgekommen. Worum würde es gehen, welche Politiker würden dieses Mal auf die Schippe genommen werden?
Nach der recht deftigen Fastenrede von Mutter Bavaria, die allerdings als nicht so scharf angesehen wurde, wie ich sie fand, begann das Singspiel.
Das Stück konnte nur besser werden als die letzten zwei Jahre, obwohl es immer heisst: Schlimmer geht immer.
Doch dieses Mal wurden die Zuschauer nicht enttäuscht. Im Wald sind bekanntlich die Räuber, dieses Mal die Münchener Politiker. Allen voran Horst Seehofer mit seinem Schlattenschammes Markus Söder. Hier wurde wieder die Tradition fortgeführt, wie es am Ende bei der Konstellation Stoiber/Söder. Der eine gibt vor, der andere folgt ihm wie sein Schatten, buckelt und hofft auf die Nachfolge. Dies war in diesem Jahr aber nicht Söder, sondern Ilse Aigner, die Kronprinzessin, die 333 Dirndl zuhause hätte und der sogar ein Dirndl nachwächst, wenn sie mal gar nichts trägt.
Dann die bekannte Opposition, mit Uli Bauer als Christian Ude, der nach drei Aufführungen Abstinenz endlich wiederkehrte. Bauer ist der bessere Ude. Bei dem anderen Ude-Darsteller sah man doch zu sehr heraus, dass er mal Schröder gespielt hatte. Uli Bauer spielte auch auf seine Rückkehr an, indem er sagte, dass sich nach all den Jahren nicht viel verändert hätte. Ob wir Bauer auch im nächsten Jahr sehen werden, hängt davon ab, ob Ude mit der SPD und seinen Koalitionspartnern, die wahrscheinlich aus Grünen und eventuell den Freien Wählern besteht, Seehofer stürzen kann. Dann werden wir allerdings auf Wolfgang Krebs und Stephan Zinner verzichten müssen. Auch irgendwie schade, aber vielleicht kehren sie in kleinen Röllchen wieder. Auf Guttenberg wurde in diesem Jahr ganz verzichtet, dennoch war sein Darsteller präsent auf der Bühne, denn er spielt den Freie Wähler-Kandidaten Aiwanger. Und auch wenn das Gebiss Bayerns im Singspiel nur kurz erwähnt wurde, kann ihre Darstellerin dennoch vor, als Ilse Aigner, wo sie viel besser zur Geltung kam als wie die letzten beiden Jahre als Haderthauer.
Plötzlich tauchte noch Peer Steinbrück auf, der Darsteller hatte früher Beckstein dargestellt, der in eine Bärenfalle getreten war. Er hielt einen grossen Vortrag, der immer wieder unterbrochen wurde durch ein Piepen, wo in seine Geldbörse Bares gefüllt wurde, damit er weitersprach. Am Ende verlor er noch ein Bein, aber hauptsache er bekam sein Geld und wenn es bei einem Vortrag über Motivation war.
Interessant war auch die Szene, wo plötzlich im Zuschauerraum das Rösler-Double auftauchte. Ich hatte ihn da zuvor schon sitzen sehen und gedacht, was macht der denn da? Und kurz darauf meldete er sich zu Wort und wurde prompt aus dem Saal geführt.
Am besten war dann das plötzliche Auftauchen des Revierförsters, der sich als unehelicher Sohn von Franz Josef Strauß herausstellte. Und wie man es vom Nockherberg kennt, wurde er gleich zu einem Sozialdemokraten umgewandelt.
Am Ende schwächelte das Stück dann ein wenig, aber im Grossen und Ganzen das beste Singspiel seit eigentlich 2009. Damals hatte zum letzten Mal ein Team sich für das Singspiel verantwortlich gezeichnet, dass nach herber Kritik zurückgetreten war. Zu den Schreibern hatte unter anderem auch Uli Bauer gehört. Danach sollte etwas Neues kommen. Mit „Bavaria sucht den Super-Politiker“ war man schon angenehm überrascht, doch danach ging es nur bergab. Letztes Jahr war es wieder etwas besser, aber dennoch schwach.
Wer es ein wenig CSU-lastig fand, mag schon recht haben, aber es geht hier hauptsächlich um Bayern, da ist die Bundespolitik nur Nebensache.
Was mir noch aufgefallen ist: Es wird anscheinend mehr darauf geachtet, dass die Darsteller auch wirklich singen können. Wenn ich da an die frühere Darstellerin von Angela Merkel denke, das war furchtbar. Letztes Jahr hatte dann auch die Darstellerin gewechselt, die war besser.
Dieses Jahr war das Singspiel in der Tradition der Singspiele, die man früher kannte. Lustig, nicht langweilig und vor allem richtig auf den Punkt. Marcus H. Rosenmüller hat seine Sache gut gemacht. Hoffen wir, dass es so bleiben wird.

Eine traurige Nachricht erreicht einen aus dem Pairi Daiza, Elefantendame Malas Wohnort. Letzte Woche Freitag hatten dort bei der schwangeren Ani die Wehen eingesetzt. Am Sonntag wurde dann erst festgestellt, dass das Kind im Becken falsch liegt. Am Ende konnte nur noch der Tod des kleinen festgestellt werden. Die Wehen hatten ausgesetzt und vom Jungtier gab es keinen feststellbaren Herzschlag mehr. Ani geht es momentan den Umständen entsprechend gut. Noch ist das Jungtier in ihr, man hofft aber, dass sie es bald austreiben wird. Sollte dies nicht geschehen, könnte sich eine Steinfrucht bilden und Ani wäre damit ein für alle Mal nicht mehr für die Zucht geeignet.
Rani soll sie bei der Geburt sehr unterstützt haben. Beide waren ja auch bei den Spaziergängen immer ganz eng zusammen. Elefantendame Mala hingegen hat mit den beiden nicht viel am Hut. Sie mag zwar die Chefin der Gruppe sein, aber mehr ist das auch nicht. Die beiden wollen mit ihr nichts zu tun haben und sie nichts mit ihnen. Ein kurzes Interesse mag bestehen, aber mehr auch nicht. Mala ist genauso einsam, wie sie es schon in Hamburg war, als sie mit Hussein zusammenlebte. Das war auch mehr eine Zweckgemeinschaft, wo eigentlich jeder für sich lebte.
Deshalb bleibt es auch unverständlich, warum die Dickhäuterin nach 46 Jahren mit knapp fünfzig einfach abgegeben wurde. Gut, momentan mag kein Gehege frei sein und den neuen Bullen, diese Tbc-Bazille, wollte man Mala wirklich nicht zumuten oder umgekehrt. Aber wenn Shahruhk und Shanti gehen werden, ist die Mutter-Kind-Anlage frei. Und solange nichts frei gewesen wäre, hätte man Mala tagsüber in der Elefantenhalle lassen können, ganz allein zwar, aber mit ein wenig Beschäftigung hätte sie das nicht weiter gestört. Mala hätte in aller Ruhe abnehmen können. Und wenn die anderen Elefanten nicht hätten raus können, wäre Mala eben im alten Nashornstall geblieben. Bei Schnee und Eis kam sie doch eh nie raus. Also wäre es kein Problem gewesen. Aber die Elefantin war zu nichts mehr nütze, sie hatte mit Husseins Tod ihre Schuldigkeit als Gesellschafterin getan. Zudem webt sie auch recht stark, war zuvor niemanden gestört haben schien, obwohl sie dies schon seit mehr als 27 Jahren macht. Aber es fällt mehr auf, wenn ein Elefant allein in einem Gehege steht. Und so verschwand Mala.
Jenala hat es noch nicht aufgegeben, dass die Elefantenkuh zurückkehren wird. Man kann nur hoffen, aber vielleicht wird der Tag kommen, an dem Mala lebend zurückkehren wird.
Nichtsdestotrotz ist die Elefantendame weiterhin als Rüsselorakel aktiv. So hat sie in der letzten Woche wieder einmal bewiesen, den richtigen Riecher zu haben. Morgen wird nun der FC St. Pauli gegen den VfR Aalen spielen. Was Mala sagt, wie dieses Spiel ausgeht? Tja, sie tippt auf einen Sieg St. Paulis. Recht optimistisch, aber wichtig für die Kiezkicker. Zwar werden sie sich um keinen Platz verbessern, aber Boden gutmachen gegen den Abstieg.

 

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Das war 2012 – Ein Rückblick


Es ist Silvester, das aktuelle Jahr wird in wenigen Stunden Geschichte sein.
In diesem Jahr ist viel passiert. Woran man sich sofort erinnert? Tja, da ist einmal die Euro-Krise, Griechenland und die Wulff-Affäre. Das fällt mir spontan ein. Doch nicht nur das geschah im Jahr 2012, sondern auch noch einige andere Dinge.

Elefanten-Freunde mussten unter anderem von den Elefanten Lola aus Hellabrunn, Chumpol aus Köln und Hussein aus Hamburg Abschied nehmen. Elefantenbaby Lola starb Ende Januar kurz vor ihrer Herz-OP an einer Lungenembolie. Sie hatte eine Herzerkrankung und zuvor stark an Gewicht genommen. Es wäre die erste Herz-OP bei einem Elefanten gewesen. Chumpol wurde von ihrer Gruppe sozusagen zu Tode gemobbt, da sie sich nicht hatte einfügen wollen. Am Tag zuvor hatte sie einige erhebliche Blessuren davongetragen und wollte nicht mit in die Halle. Am nächsten Tag wurde Chumpol tot aufgefunden.
Elefantenbulle Hussein verstarb kurz bevor er in seine Tranportbox geleitet werden konnte. Sein Tod erscheint immer noch rätselhaft, da eine Todesursache laut Veröffentlichung nicht gefunden wurde. Also einen Auslöser, der letztendlich zum Herz-Kreislauf-Versagen führte. Wer einen Zeitungsartikel gelesen hat, der wenige Tage nach dem Tod des Elefantenbullen erschien und zudem Ahnung von Medizin hatte, könnte sich einen Reim darauf machen, wie es abgelaufen sein könnte. Aber das sind Vermutungen, mehr nicht. Sagen wir einfach, Hussein wollte sein Zuhause, wo er 25 Jahre gelebt hat, nicht verlassen.
Auch Elefantendame Mala musste nach 46 Jahren ihr Zuhause in Hamburg verlassen und ihr neues Heim im belgischen Brugelette, im Pairi Daiza, dem früheren Parc Paradiso, beziehen. Monatelang, von Juli bis Ende November stand sie allein und war mehr als unglücklich, was man an ihrer Art des Webens erkennen konnte. Nun lebt sie mit Ani und Rani zusammen und scheint sich als Chefin aufzuspielen. Etwas, das sie in Hamburg nicht tun durfte. Warum sie allerdings nicht bereits vor zwanzig Jahren abgegeben wurde, sondern erst jetzt, bleibt die Frage aller Fragen. Kurz gesagt, war sie noch gut genug, um während der zwei Jahrzehnte als Reitelefant und Gesellschafterin von Hussein herzuhalten. Als beides wegfiel, war sie unnütz geworden, denn in die Gruppe konnte sie angeblich wegen Mogli nicht zurück.
Keine Ahnung, ob in den letzten zwei Jahren versucht wurde, Mala wieder mit der Gruppe zu vergesellschaften. Vielleicht hätte es funktioniert. Mit Thura geht es ja auch, obwohl das angeblich immer schlimmer werden soll.
Als Fussball-Orakel hatte sich Mala bei der Fussball-EM in Polen und der Ukraine bewährt. Bis auf das Eröffnungsspiel tippte sie alle Spiele der französischen und deutschen Nationalmannschaft richtig, wie auch das zweite Halbfinale und natürlich das Finale.
Damit konnte Mala zwar nicht Wunderkrake Paul das Wasser reichen, aber sie war weitaus erfolgreicher als ihre Kolleginnen Nelly aus Hodenhagen oder Kurzzeit-Genossin Citta aus Krakau. Letztgenannte lag kein einziges Mal richtig, was wahrscheinlich auch daran lag, wie sie auf die Honigmelonen losgelassen wurde.
Als Fussball-Orakel tritt Mala weiterhin in Aktion und tippt unentwegt die Spiele des FC St. Pauli. Ihr grosser Traum ist es, einmal als Torwart auflaufen zu dürfen.
Weiter musste Abschied von zwei Jungtieren genommen werden, die beide vom Leipziger Bullen Naing Thein waren. Das Bullenkalb von Hoa starb kurz nach der Geburt, als die unerfahrene Elefantenkuh unabsichtlich etwas härter zutrat, als gut war. Ich bin immer noch überzeugt, dass sie es nicht absichtlich gemacht hat. Das andere Kalb, hier war es ein Kuhkalb, starb während des Geburtsmarathons von über fünfzig Stunden. Damit hat Salvana aus Hamburg den Rekord für eine Geburt eingestellt. Ihre Artgenossin Lai Sinh brachte es auf mehr als 24 Stunden. Auch da war ihr erstes Jungtier eine Totgeburt. Bei Salvana ist es besonders traurig, weil es eben ein Kuhkalb war und Naing Thein nun einmal meist Bullenkälber zeugt.
Aber das Zeitfenster für beide Elefantenkühe hat sich mit diesen Geburten nicht verschlossen. Das ist die Hauptsache.
In Rostock feierte in diesem Jahr Elefantkuh Sara ihren fünfzigsten Geburtstag. Sie lebt dort in Gesellschaft von Kamerunziegen und ihrem Liebling Giesbert, ohne den sie keinen Schritt macht.
Auch Elefantendame Mala wurde im Exil fünfzig Jahre alt. Sie hofft noch weitere dreissig Jahre und eine bessere Zukunft mit schönem Futter.

Anfang des Jahres machte die Wulff-Affäre grosse Runden. Ich war so empört darüber, dass ich meine Blogartikel in ähnlicher Weise wie einst Cato der Ältere am Ende seiner Reden, immer einen Satz wiederholte. Bei mir war es: Im Übrigen bin ich dafür, dass Bundespräsident Wulff wegen der Geldaffäre zurücktreten muss.
Und schliesslich trat Wulff zurück. Allerdings tat er so, als ob er völlig unschuldig wäre. Bezüge erhält er auch, obwohl er gerade einmal 595 Tage im Amt war. Eine Frechheit. Aber Merkel war einen potentiellen Konkurrenten ums Kanzleramt losgeworden, als Wulff 2010 Bundespräsident wurde.
Wenige Monate später erschien von Bettina Wulff ein Buch, bei dem man sich bis heute fragen muss, was das eigentlich sollte? Begriffen hat es niemand und aus der Spiegel-Bestsellerliste verschwand es auch recht schnell. Kurz vor Erscheinen des Buches hatte Bettina Wulff noch schnell einmal auf sich medienwirksam auf sich aufmerksam gemacht. Genutzt hat es am Ende nichts, obwohl einige Bücher über die Ladentheke gingen.
Gewählt zum Bundespräsidenten wurde dann der knapp zwei Jahre zuvor unterlegene Joachim Gauck, der beim DFB-Pokalfinale mit den BVB-Spielern ihren Titel feierte. – Das Bild davon ist einfach toll.
Gauck macht seine Sache ordentlich, redet nicht zuviel von seinem Lieblingsthema Freiheit, sondern auch von Solidarität und anderen wichtigen Dingen. Mit ihm hat Deutschland endlich wieder jemanden, der würdig ist, das Amt des Bundespräsidenten innezuhaben.

In Ägypten wurde ein neuer Präsident gewählt, der allerdings nicht beim gesamten Volk beliebt ist. Es gab Proteste gegen Präsident Mursi, dessen Wahl auch ein wenig seltsam war. In der letzten Zeit wurde gegen die neue Verfassung demonstriert, die dennoch durchgekommen ist. Unter welchen fragwürdigen Umständen auch immer.

Die Euro-Krise traf Europa in diesem Jahr besonders stark. Griechenland stand kurz vor dem Staatsbankrott, war aber nicht bereit zu sparen. Stattdessen war Deutschland der Buhmann. Wir erfuhren, wie stark Griechenland seine Bilanzen frisiert hatte, damit sie in den Euro aufgenommen werden konnten. Fassungslos mussten wir feststellen, dass ohne Bestechungsgelder in Griechenland gar nichts läuft, nicht einmal die Anmeldung eines Autos.
Aber was haben wir gelernt? Griechenland ist nicht schuld an der Krise, sondern Deutschland. Denn die haben im Zweiten Weltkrieg in Griechenland gewütet. Ah ja, welch eine schönes Erklärung. Siebzig Jahre konnten die Griechen damit nicht zurechtkommen, weshalb sie nun beinahe bankrott sind. Aus dem Euro wollten sie auch nicht aussteigen, stattdessen wurden immer noch Rettungspakete geschnürt. Perfekt, um die ohnehin gebeutelte europäische Wirtschaft weiter zu demoralisieren.
Und nicht nur Griechenland trug dazu bei, dass der Euro zu schwächeln begann, sondern auch Spanien und schliesslich Italien bekamen auch die Krise. In Spanien nichts Neues, in Italien gut verschleiert unter Berlusconi.

Aber nicht nur die Europa steckt in der Krise, sondern auch die USA. Da ist es so schlimm, da im neuen Jahr sehr wahrscheinlich die Fiskalklippe kommen wird. Der Anfang vom Ende sozusagen.
Im November wurde Präsident Obama in seinem Amt bestätigt. Anfangs schien es ein Kopf-an-Kopf-Rennen zu werden, doch letztendlich entschied souverän Obama die Wahl für sich.
Nun kann er die Dinge durch den Senat und Kongreß treiben, die er für wichtig hält. Denn wiedergewählt werden kann er nicht, also muss er sich da auch keine Mühe geben, dem Volk zu gefallen.

Gestorben sind in diesem Jahr einige bekannte Persönlichkeiten. Soviele, dass ich sie hier nicht alle aufzählen kann. Allein in den letzten Tagen sind mehr gestorben, als man sich denken kann.

Es ist natürlich noch weit mehr passiert, aber all das hat hier keinen Platz mehr gefunden. Nun muss ich Schluss machen.
Ich wünsche allen Lesern ein gutes Neues Jahr 2013!

 

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