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Wahlkampf – wie wichtig ist der Kanzlerkandidat?


Nun geht der Wahlkampf in die heisse Phase. Die Strassen sind mit Wahlplakaten gepflastert, Wahlwerbespots der beiden grossen Parteien sind vorgestellt worden. Die ersten Werbefahrzeuge von der SPD sah ich auch schon durch die Strassen fahren. Ob nun die Kinderbetreuung wirklich so ein Wahlthema ist, dass jeder die Partei wählt?
Auffällig ist, dass der SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück gar nicht so präsent ist, wie man es hätte denken können. Liegt vielleicht daran, dass er nicht gerade mit Ausstrahlung und Charisma gesegnet ist. Irgendwie nimmt man ihm nicht ab, dass er Deutschland vernünftig führen kann. Selbst wenn er sein Lieblingstier vorgestellt haben mag. So ein Nashorn würde nicht mehr zu stoppen sein, käme es erst einmal in Fahrt. Können wir uns Steibrück so vorstellen? In ein Thema verbissen, dass er erst loslässt, wenn es wirklich erledigt ist? Ich kann mir einfach nicht helfen, nein.
Als den ewig Hand aufhaltenden Redner kann ich mir auch nicht vorstellen, auch wenn ich immer die Nockherbergparodie vor Augen habe. Will gar nicht wissen, was andere für einen Kurzauftritt an Gage einsacken. Aber bei Steinbrück wird es eben hochgepowert. Als ob es nichts anderes bringt, als so einen Politiker in Missgekredit zu bringen.
Was hat man nun als neuestes ausgegraben? Steinbrück war im Visier der Stasi. Eigentlich sollte er ausspioniert werden, vom Ehemann einer Cousine. Der hat es dann aber nicht gemacht. Der SPD-Kanzlerkandidat hat nun seine Stasi-Ate veröffentlicht, damit niemand auf den Gedanken kommt, dass er mit der Staatssicherheit der DDR zusammengearbeitet hat. Das ist ja nun ganz etwas anderes. Von beidem hatte ich noch nie gehört. Jetzt weiss ich es und habe es auch schnell wieder vergessen.
Schon geht der Wahlkampf in seine entscheidende Phase, werden die Wahlunterlagen verschickt. Ich habe meinen auch bekommen und gleich die Briefwahl beantragt. Früher musste man noch grossartig eine Erklärung abgeben, wenn man Briefwahl machen wollte. Heutzutage ist das nicht mehr so. Warum ich Briefwahl mache? Weil es einfach weitaus bequemer ist, als am Wahltag umständlich ins Wahllokal zu gehen. Zudem ist das hier irgendwo, wo ich gar nicht weiss, wo das ist. Ich wohne nun hier schon seit drei Jahren und habe dennoch keine Ahnung von meiner Umgebung. Dafür arbeite ich einfach zu lange. Irgendwo muss man immer Abstriche machen.
Die CDU setzt vollkommen auf die Kanzlerin. Hm, wenn ich an diese Sabberlinien an ihren runtergezogenen Mundwinkeln denke, finde ich das nun nicht wirklich positiv. Aber abwarten, denn schliesslich geht es hier nicht ums Aussehen – da würden Merkel und Steinbrück wie fast alle anderen Politiker auch, nicht gut abschneiden -, sondern um Inhalte. Also was will die Partei, was für heisse Luft verspricht sie uns Wählern wieder?
Ich erinnere mich gerne an die grossen Steuersenkungen der FDP, die diese versprachen. Prompt wurden sie gewählt, obwohl von vornherein klar war, dass es gar keine Steuersenkungen geben kann. Aber wir wollen ja verschaukelt werden, schliesslich sind wir alle Träumer. Nun ja, nicht alle. Aber es hört sich auch so schön an. Geld sparen können, mehr im eigenen Portemonnaie zu haben. Das will doch jeder.
Was hatten die Grünen noch mal versprochen? Ausser dem Veggie-Day in den Kantinen kann ich mich an nichts mehr erinnern. Muss ich das denn auch? Mir ist der Spitzenkandidat Trittin schon suspekt und die Partei sowieso. Reden immer von Atomkraftwerken, die es gar nicht gibt.
Ach doch, ich erinnere mich an was. Wie Trittin bei einer Bootstour baden ging. Das hat für Lacher gesorgt und sogar mich amüsiert. Weiss gar nicht, ob wir das sogar in der Zeitschrift später drin hatten.
Von der FDP hört man gleich gar nichts, ausser das Brüderle nur bis 88 Arbeiten möchte. Wen interessiert das bitteschön?

Am Montag bekam der HSV mal wieder die Bezeichnung, die er nun schon seit Jahren verdient hat: Sauhaufen. Die Werder-Fans würden jetzt noch von der kleinsten Brauerei Hamburgs sprechen: Elf Flaschen.
Nun hat sich Investor Kühne über Trainer Fink aufgeregt. Dass dieser nicht fähig sei, seine Spieler zu motivieren und so weiter und so fort. Er ist nicht der erste, der das macht, aber wohl derjenige, dessen Stimme es gleich in die Zeitung schafft.
Man kommt doch wirklich nur zum Schluss, das Fink die Mannschaft nicht mehr erreicht. Und dann sein System. Hoffentlich erinnere ich mich richtig: 4-2-4. Davon habe ich noch nie gehört. Kann er doch gleich das WM-System spielen. Das ist weitaus effektiver.
Bis Oktober wird Fink wohl noch da sein, dann ist er garantiert weg. Und für den hat der HSV auch noch Geld bezahlt. Aber für welchen ihrer letzten Trainer haben sie eigentlich keine Ablöse gegeben? Kann mir da jemand Namen nennen? Michael Oenning vielleicht, aber der ist nicht wirklich als Cheftrainer geeignet. Solche gibt es. Als Co-Trainer top, aber wenn sie selbst der erste sind, dann ist das nichts.
Die Vorwürfe wurden natürlich gleich zurückgewiesen vom Arnesen-Nachfolger Kreuzer. Der mag vielleicht vom KSC kommen, aber ansonsten ist der nichts. Der glaubt, dass Hagenbeck eine Keksmarke sei. Höchst komisch, denn diesen Namen kennt doch nun fast jeder.
Unbeteiligte sollten sich nicht einmischen. Irgendwer muss da doch mal auf den Putz hauen. Selbst Uwe Seeler hat da kaum noch Lust dazu.
Heute auf den Tag genau ist der HSV fünfzig Jahre in der ersten Liga. In den letzten zehn Jahren hat sich der Verein kaum mit Ruhm bekleckert. Ob sich daran noch irgendwann was ändern wird? Keine Ahnung, aber Felix Magath dürfte es wohl auch kaum richten.

Elefantendame Mala macht einen schlechten Eindruck. Inzwischen scheint sie die Elefantenshow nur noch lustlos mitzumachen. Sie macht ihre Tricks, weil sie sie machen muss – nein, gezwungen wird sie nicht – und dafür eine Belohnung erhält. Ihre Freude ist gänzlich abhanden gekommen. Jedenfalls lässt das der letzte Blick auf sie den Schluss zu. Seit über einem Jahr ist Mala nun nicht mehr in ihrem Zuhause, wo sie 46 Jahre wohnte. Wie hält ein Elefant so etwas aus? Er gibt die Hoffnung nicht auf, dass es irgendwann doch noch zurückgeht, aber wie lange wird Mala diese Hoffnung noch in sich tragen? Ihre Augen haben bereits ihren Glanz verloren, nun diese Lustlosigkeit. Fünf Jahre vielleicht oder weniger? Mala ist recht sensibel, auch wenn man das nicht glaubt.
Nichtsdestotrotz hat sie sich mal wieder als Fussball-Orakel versucht und das Montagsspiel des FC St. Pauli gegen Dynamo Dresden getippt. Was sagt sie nun? Sie ist recht euphorisch und glaubt an einen Sieg von St. Pauli. Na, da wollen wir abwarten. Bei ihrem Tipp gegen Bielefeld lag die Elefantenkuh mit ihrem Unentschieden nun völlig daneben.

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Wie ein Tierpark seinen größten Star abschob und damit eine Ära endete – Elefantendame Mala ist fort!


Ausnahmsweise beginne ich den Blog direkt mit einem Bild.


Dieses verwaiste Bild bietet seit Mittwoch das Bullengehege im Hamburger Tierpark. Fast hat es den Anschein, als würde Mala gleich von hinten kommen und die Anlage betreten. Doch sie wird nie mehr kommen, denn der klügste Elefant, den dieser Tierpark jemals hatte, ist fort – für immer.

Eigentlich wollte ich jetzt hier gross und breit über die langersehnte Eröffnung des Eismeeres berichten, doch die Geschehnisse dort haben sich verschoben, denn es ist etwas eingetreten, womit alle rechnen mussten und dennoch hofften, es würde nie kommen.

Nina ist wirklich zu bedauern. Erst muss sie damit zurechtkommen, dass der Elefantenbulle kurz vor dem Transport in sein neues Zuhause tot umfällt. Und nun ist ihre schlimmste Befürchtung eingetreten: Elefantenkuh Mala hat den Tierpark für immer verlassen. Nach sechsundvierzig Jahren in Hamburg, musste sie am Mittwoch den Weg nach Belgien antreten, wo sie ein Platz im Pairi Daiza, vormals Parc Paradiso, erwartete.
Klammheimlich ging sie am Mittwoch auf die Reise. Nirgendwo wurde es berichtet, stattdessen bereitete man sich auf die grosse Eröffnung des Eismeeres vor. (erst Donnerstagnachmittag wurde die Neuigkeit ins Internet gestellt. Und wie Hohn klingt es, wenn da steht, dass sie dort hoffentlich Leitkuh werden darf.) Zeitung und Fernsehen war da und berichtete gross und breit über das Spektakel des Jahres. Mala hingegen wurde mit keinem einzigen Buchstaben erwähnt. Sie ist ja auch so unbedeutend, eben das fünfte Rad am Wagen.
Durch Zufall erfuhr Nina davon. Ihr Cousin erwartete sie bereits am Donnerstag am Eismeer und teilte ihr die Hiobsbotschaft mit. Danach war für Nina alles gelaufen, was man verstehen kann, denn sie hing an Mala wie sie nicht einmal an Jenny gehangen hat. Und dann so mir nichts dir nichts zu erfahren, dass der Elefant, der einem so viel bedeutet, nicht mehr da ist, ist besonders traurig.
Ich kann es in dem Sinne nur nachempfinden, dass ich mal einen Hund namens Ajax hatte. Und als der starb, glaubte ich, eine Welt würde zusammenbrechen. Mehr als eine Woche war ich neben der Spur. Auch wenn ich nicht weinte wie ein Schlosshund, so war ich doch irgendwie am Ende. Es fehlte etwas, ein Teil von mir war plötzlich verschwunden und würde nie mehr wiederkehren.
Mala hingegen lebt noch, aber sie ist weit weg, in Belgien, in Brugelette, im Pairi Daiza.
Ich weiss nicht, warum sie so weit weggehen musste. Wahrscheinlich deshalb, damit es auch garantiert nicht die Möglichkeit gibt, sie zurückzuholen.
Nina hat letzte Woche noch gesagt, sie würde sich irgendwelche Aktionen einfallen lassen, wenn es sein müsste, nur damit sie bleiben kann. Ernst meinte sie es, wusste nur nicht, was sie tun sollte. Ihrem Cousin wäre sicherlich was eingefallen, wobei ich da so meine Bedenken hätte, was das geworden wäre.
Nina und Mala, das war etwas Besonderes, das konnte man sehen. Wenn Mala hinten stand und Nina ging zum Gehege, stellte sich dort hin, machte weiter nichts, sondern stand einfach da, dann kam Mala. Sie sah, besser roch, Nina und kam, in ihrem typischen flotten Schritt.
Insgeheim macht Nina sich auch Vorwürfe. Denn wenn sie am Dienstag hingegangen wäre, hätte sie die Dickhäuterin noch einmal gesehen. Aber sie ging nicht hin, obwohl Rani ihren dritten Geburtstag feierte. Ninas Schwester hatte auch Geburstag, weshalb sie sich für diese entschied. Und nun nagt es an ihr, dass sie Mala an dem Tag noch hätte sehen können.
Mit Mala verliert Hagenbeck seinen grössten und beliebtesten Star. Ich sage bewusst, dass Mala ein grosser Star ist, denn sie hat die meisten Tricks beherrscht, war die gelehrtigste unter ihnen. Und vor allem die Stammbesucher haben sie gemocht. Und selbst wer sie nicht kannte, war gleich von ihrem freundlichen Wesen eingenommen.
Malas einziger Fehler war, wenn man von ihrem Weben absieht, dass sie sich nicht mit der Leitkuh Mogli verstand. Damals, 1992, starb die damalige Leitkuh und beide Kühe wollten diesen Posten haben. Kann man ja auch verstehen. Seit Mogli da war, begann Malas Stern langsam zu sinken, also wollte sie der nicht auch noch den wichtigsten Posten in der Herde überlassen.
Während einer Dschungelnacht kam es zu einem Unfall, wo ein Elefantenpfleger verletzt wurde. Auslöser war Mala, die ihrer Konkurrentin Mogli in den Schwanz gebissen hatte. Sie hatte eben die Chance gesehen, sich an ihr zu rächen. Wer sollte es ihr verdenken? Wir machen so was bei unserem Feind doch auch, wenn die Gelegenheit günstig ist. Aber ein Elefant in Menschenobhut darf so etwas nicht tun. Und so wurde später entschieden, dass Mala aus der Herde genommen und zu Hussein ins Bullengehege
Diese Anlage war anfangs als Mutter-Kind-Anlage genutzt worden, wo auch Mala als „Tante“ bei den Jungtieren stand. Dann wurden die Nashörner abgeschafft, dort kam die Mutter-Kind-Anlage hin und die ehemalige Anlage wurde zu dem, was sie eigentlich war, das Bullengehege. Hussein zog ein und mit ihm Mala als seine Gesellschafterin oder Mitbewohnerin, ganz so, wie man es auch immer sehen will.
Achtzehn Jahre ging es gut, es gab mal immer wieder Höhen und Tiefen, doch sie kamen gut miteinander aus. Dies änderte sich im August 2010, wo Hussein Mala arg malträtierte, dass sie verzweifelt um Hilfe rief. Danach war in der Beziehung der beiden nichts mehr, wie es vorher war. Mala fürchtete Hussein anfangs geradezu. Dann ging es wieder einigermassen, doch irgendetwas zwischen den beiden war zerbrochen. Für den Laien war dies nicht zu sehen, aber Nina sah es. So wie sie auch eine letzte von Husseins Attacken Anfang April diesen Jahres sah. Kandy, Tochter von Spucktante Yashoda, kam ihr zu Hilfe. Und dann kam der 15. Juni: Hussein sollte gehen und starb kurz vor dem Gang in die Transportbox. (Das Obduktionsergebnis steht immer noch aus, obwohl die zehn Tage lange genug rum sind.)
Mala nahm das ganz locker hin, wirkte richtig gehend befreit am nächsten Tag. Sie wurde zu Königin Mala, die Audienz gab. Auf einmal war das Futter ihr nicht mehr so wichtig, dass die Besucher ihr reichten.
Aber eine Woche vor ihrer Abreise wirkte die Elefantendame verändert. Sie hätte traurig gewirkt, bedrückt, niedergeschlagen. Nina deutete es als Trauer, doch nun weiss sie, dass es ganz etwas anderes war.
Nach Russland ist Mala nicht gekommen, wie Ninas Cousin geunkt hatte. Aber weit weg ist sie dennoch. Nach Belgien sind es mit dem Zug mindestens sechs bis acht Stunden.
Wer hätte gedacht, dass es so schnell gehen würde? Eben noch da, am nächsten Tag schon weg.
Nun muss man sich Sorgen um Malas Gesundheit machen, denn in Pairi Daiza wird auch ein afrikanischer Elefant gehalten. Und wie es aussieht, haben die asiatischen Elefanten nahen Kontakt. Das ist gar nicht gut, denn die afrikanischen können Elefanten-Herpes übertragen. Mala könnte es kriegen. Damals, als in Hagenbeck noch asiatische und afrikanische Elefanten gehalten wurden, hat sie es nicht bekommen. Aber damals war sie ein junger Elefant. Sie ist in einer neuen Umgebung, bei Menschen und Elefanten, die sie nicht kennt. Da kann das Immunsystem in den Keller gehen und Mala hat es wirklich nicht verdient, so von dieser Welt zu gehen. – Weil sie das fünfte Rad am Wagen ist.
Ich hätte sie gerne wieder besucht, die alte Tauschgeschäftemacherin, wenn ich mir das Eismeer angesehen hätte. Sie war der grösste Star von allen und wie in diesem Lied aus dem Musical „Sunset Boulevard“, das auf dem gleichnamigen Kinofilm beruht, sank auch ihr Stern bis sie ins Abseits geriet.
In dem Thriller „Die Rollen des Seth“ von Helen Dalibor ist Mala als sie selbst und als Elefantenkuh Bertha ein Denkmal gesetzt worden. Das ebook ist beispielsweise bei Amazon oder Weltbild erhältlich. Und nicht nur Mala hat ihren Platz in dem Thriller gefunden, sondern auch das alte Eismeer. Die Dickhäuterin wird in den folgenden Romanen der Isis Just-Reihe eine weitere bedeutende Nebenrolle spielen.
Tschüß, Mala, vielleicht finden sich ja einige Menschen zusammen, die dich wieder zurückhaben wollen. Vielleicht kannst du dann wiederkehren – wenn du darfst.


Tschüß ihr alle! Vielleicht komme ich wieder! Bleibt mir treu und vergesst mich nicht – niemals!

Weitere Berichte über Mala:
Quo vadis, Mala
1. Jahrestag
50. Geburtstag
2. Jahrestag
3. Jahrestag
4. Jahrestag

Und dann doch noch zum Eismeer. Am Donnerstag ist es feierlich eröffnet worden, mit Zeitung, Fernsehen und allem drum und dran. Die Besucher haben nun die Möglichkeit, auch das Innere des Baus zu begutachten.
Hierzu darf ich Jonas erwähnen, der so nett war und mir seine Eindrücke überlassen hat. Nina kann dazu gar nichts sagen, hat alles nur durch einen Schleier wahrgenommen.
Man kommt in einen Gang, sieht das Wasserbecken der Eisbären, wo sich allerdings keiner der beiden tummelte. Das Männchen soll recht ramdösig sein und sieht auch nicht gerade wie eine wahre Eisbärenschönheit aus, soll heissen: Es ist das hässlichste Exemplar, das Jonas je gesehen hat. – Wie viele Eisbärenmännchen hat er denn bis jetzt in seinem Leben schon gesehen?
Dann weiter und man kommt zum Becken, wo sich das Walross mit zwei Kegelrobben drin tummelt. (Ganz ehrlich, wenn ich Kegelrobben sehen will, fahre ich nach Helgoland, das gleiche gilt für Papageientaucher) Der Clou hier sind die beheizten Sitzsteine, so dass man sich als nierenkranker Mensch und garantiert keine Blasenentzündung holt.
Weiter durch lange, zum Teil dustere Gänge, die geradezu dazu einladen, dass sich da ein paar Erschrecker hinstellen. Ganz ehrlich, Jonas ist der festen Überzeugung, dass das die perfekte Geisterbahn wäre. Phantasie hat er, das kann man wirklich nicht leugnen. An den Wänden würde passend zur jeweiligen Landschaft auch was stehen. Weitere Becken kommen, dann auch die Pinguine, deren hintere Anlage man auch begutachten kann. Schliesslich der Raum für die Freiflieger mit Trottellummen und Papageientauchern. Dann übersieht man beinahe die Tür für die Königs- und Eselspinguine. Dort ist es nicht nur eiskalt – Jonas benutzte ein anderes, ähnliches Wort -, sondern stinkt auch ziemlich nach Fisch und Pinguin. Nunkommt man auf einen langen Gang, der mit der Geschichte des Eismeeres von damals bis heute geschmückt ist. Schliesslich betritt man eine Treppe und sieht an den Wänden die bedeutenden Daten fürs neue Eismeer. Noch schnell ein Blick über den Rand der Fläche geworfen und man hat es dann auch schon fast geschafft.
Jonas‘ Meinung: So toll ist das gar nicht. Der Vorgänger war besser.
Uriger wird er wohl gemeint haben. Die Bilder, die ich hier gesehen habe, sprechen für sich. Es mag alles grösser sein, aber schöner ist es bei weitem nicht. Viel zu eckig. zu steril, zu kalt. Das ist nicht das, was es war. Aber es war klar, dass das alte niemals wiederkommen würde. Und dennoch, man trauert dem Original-Eismeer hinterher. Denn dies war der Ort, wo „Die Spinnen“ gedreht wurde und noch andere Stummfilme.
Ach ja, Vorsicht vor dem Walross bei der Vorführung: Es spuckt auf Kommando. Da sollte man als Zuschauer nicht in den ersten Reihen stehen, sonst wird man unter Garantie nass.
Unter den „Gesammelten Werken“ gibt es ein paar Bilder vom neuen Eismeer. (Nicht mehr, vielleicht stelle ich sie irgendwann wieder ein.)

 
 

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Das Gottesteilchen ist gefunden oder war bloss ein Kabel lose?


Eine Sensationsnachricht geht um die Welt. Das Gottesteilchen ist so gut wie entdeckt. Was im Teilchenbeschleuniger des Cern entdeckt wurde, ist zwar nicht das Higgs-Boson-Teilchen, nach dem schon seit Jahren gesucht wird, sondern etwas Ähnliches, nämlich ein Boson. Zu 4,9 Sigma könne man aber sagen, dass die Sensation greifbar ist. Also scheint das mysteriöse Higgs-Teilchen doch zu existieren. Man hatte ja die Hoffnung fast schon aufgegeben, da in den letzten Versuchen, die mit dem LHC gemacht wurden, nichts gefunden wurde. Und nun das.
Die Forscher am Cern müssen sich sehr sicher sein, wenn sie nun bereits an die Öffentlichkeit gehen. Mag vielleict auch damit Zutun gehabt haben, dass in Australien gerade eine Konferenz zum Thema Teilchenphysik stattfindet.
Die Sensation ist da, aber wird es auch wirklich dabei bleiben. Ich erinnere mich noch gut daran, wie bei eine Experiment, das nicht am Cern stattfand, festgestellt wurde, dass Neutrinos schneller als das Licht sind. Es wurde veröffentlicht, wenn auch unter Vorbehalt, dennoch eine Sensation. Und am Ende stellte sicher heraus: Ein Messfehler war es gewesen. Weil ein Kabel nicht richtig fest in der Apparatur steckte, kam man auf dieses ominöse Ergebnis. Inzwischen ist das Ergebnis revidiert und die Messung soll noch einmal gemacht werden.
Aber beim Gottesteilchen wird das vielleicht nicht so sein.
Vor über vierzig Jahren wurde es von dem Physiker Higgs erstmals erwähnt. Problem dabei: Es konnte nicht neachgewiesen werden. Dafür braucht man einen Teilchenbeschleuniger. Vor dem LHC stand der größte in den USA. Inzwischen ist dieser abgeschaltet worden, aber die Ergebnisse werden immer noch ausgewertet, was wohl auch noch einige Jahre oder Jahrzehnte dauern dürfte. Dort wurde ebenfalls das Higgs-Teilchen noch nicht entdeckt. Umso grössere Hoffnungen legte man in den LHC, der nach einen größeren Pannen nun endlich läuft. Aber auch hier fand man nichts, war schon am Verzweufeln und freundete sich mit dem Gedanken an, dass das Higgs-Teilchen vielleicht doch nicht existiert.
Jetzt die Sensation, das Gottesteilchen ist so gut wie entdeckt.

Vor 58 Jahren war ein ganz besonderer Tag in Deutschland. Erinnert sich jemand daran?
Deutschland stand im Finale der Fussball-Weltmeisterschaft in der Schweiz. Im Berner Wankdorfstadion spielten sie gegen die Ungarn, die damals als unbesiegbar galten.
Das Vorrundenspiel hatte die deutsche Mannschaft unter ihrem Trainer Sepp Herberger 8:3 verloren. Keine Glanzleistung, doch die Hoffnung aller Deutschen ruhte auf ihrer Mannschaft, die zum ersten Mal nach dem Zweiten Weltkrieg an einem sportlichen Wettbewerb teilnehmen durfte.
Dann die Enttäuschung: Bereits nach acht Minuten stand es 2:0 für die Ungarn, die Hoffnung war dahin. Aber die Mannschaft gab nicht auf, kämpfte sich durch das Regenwetter. Bereits zwei Minuten nach dem zweiten Gegentreffer kam es zum Anschluss Tor durch Max Morlock und ebenfalls acht Minuten später erfolgte der Ausgleich durch Helmut Rahn.
Die Ungarn kämpften verbissen, versuchten ein weiteres Tor zu erzielen, doch immer wieder stand ihnen Ton Turek, der Torwart der Deutschen, im Weg. Nicht umsonst ging Herbert Zimmermannss Ausruf: „Ton, du bist ein Fussballgott!“ in die Geschichte ein. Zimmermann musste sich später dafür übrigens entschuldigen, da die Kirchen sich beschwert hatten. Heute würde so etwas niemanden mehr interessieren.
Dann, sechs Minuten vor Schluss, noch einmal Helmut Rahn. „Aus dem Hintergrund musste Rahn schiessen!“, wer erinnert sich nicht an die Wirte, auch wenn er gar nicht dabei gewesen ist? Rahn schoss und erzielte den Siegtreffer. Deutschland war Weltmeister.
Das Spiel ging als Wunder von Bern in die Geschichte ein. Damit begann Deutschlands Aufstieg nach dem Zweiten Weltkrieg. Die Deutschen waren wieder wer. Und selbst heute noch, ist es dieses Spiel, das die größte Bedeutung unter all den Endspielen hat. Vom Wembley-Tor einmal abgesehen, aber das ist eine andere Geschichte.

Wie ich bereits berichtete, ist im Hamburger Tierpark die Scheibe im Eisbären-Gehege vor wenigen Tagen eingesetzt worden. Die Polarbären sind bereits auf der Anlage zu sehen, bloss der Besucher kann noch nicht durch die Innengänge. Nur der Aussenbereich ist frei, wo man ein Walross beobachten kann, dass auch die Besucher gerne nassspritzt.
Am Donnerstag nun soll die Presse den Vorzug erhalten. Und wann sind die Besucher dran? Tja, ich weiss es nicht, aber ich werde es berichten.
So wie ich auch berichten werde, was das Ergebnis des Obduktionsberichtes sagt, woran Elefantenbulle Hussein nun gestorben ist.
Ach ja, erwähnenswert ist noch, dass am gestrigen Tag Elefanten Kind Rani ihren dritten Geburtstag feierte. Interessant nur deshalb, weil Jenala damals vorhergesagt hatte, dass Thuras Kind am dem Tag geboren würde und es ein Kuhkalb werde. Beide Male lag sie richtig. Ob sie damit Rüsselorakel Mala Konkurrenz machen wollte?
Die alte Elefantendame erfreut sich immer noch grosser Beliebtheit, auch wenn sie nun den yspitznamen „Wackelelefant“ bekommen hat. Das kommt eben davon, wenn man so Ost am Weben ist, wie das Kopfnicken heisst. Aber Mala geht es gut, besser denn je als in den letzten zwanzig Jahren. Wenn Jenala das sagt, muss ich stimmen. Und wenn das Eismeer eröffnet, werde ich mir nicht nur das Gebilde ansehen, sondern auch dem einzig waren Fussball-Orakel einen Besuch abstatten.

Eine traurige Nachricht erreichte mich gestern übers Internet. Andy Griffith, vielen als „Matlock“ bekannt, starb am gestrigen Tag mit 86 Jahren in seinem Haus.
Ich wußte bis 2010 ja nicht einmal, dass er überhaupt noch lebte. Dann musste ich mit Lei den Film „Jennas Kuchen“ (Waitress) angucken und da kam ein älterer Herr vor. Ich überlegte immer, woher ich den denn kenne bis ich dann im Abspann sah, wie er hiess. Und da fiel mir sofort wieder „Matlock“ ein. Ich habe diese Serie gemocht. Lief früher auf Kabel eins, genauso wie „Diagnose: Mord“. Von der Serie lebt der Hauptdarsteller auch noch, ebenfalls schon über 80. Machte vor kurzem von such Reden, da er mal wieder geheiratet hat.
Ich kannte Andy Griffith nur als Matlock, dabei hat er früher seine eigene Show gehabt. Sänger ist er auch gewesen. Schade, dass er tot ist.
Gibt es „Matlock“ eigentlich auf DVD?

 

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Geplatzte Titelträume – Warum die Niederlage der Deutschen geplant war


Der grosse Traum vom EM-Titel ist ausgeträumt. Donnerstagabend hat Deutschland sang- und klanglos gegen den ewigen Angstgegner Italien verloren. Viele sind masslos enttäuscht, dabei ist es doch wirklich nicht überraschend gekommen. Ich wusste bereits, dass Italien verlieren würde, denn Elefantenkuh Mala hatte das bereits letzte Woche entschieden, als noch gar nicht feststand, dass Deutschland und Italien sich im Halbfinale begegnen würden. Die Dickhäuterin ist eben eine ganz schlaue, was sie wieder einmal bewiesen haben dürfte. Aber so wie Deutschland gespielt hat, war es wirklich kein Wunder, dass sie bereits in der ersten Halbzeit mit 2:0 zurücklagen. Die haben gespielt wie die letzten Stehgeiger. Gelähmt, trifft den richtigen Ausdruck. Und es mag nun wirklich nicht daran gelegen haben, dass es sich um den alten Angstgegner Italien handelte. Man hätte die Squadra Azzura besiegen können, doch sie wollten einfach nicht. Ja, dieser Schluss drängt sich mir auf, denn der Finalgegner von Spanien ist für den Confed-Cup in Brasilien qualifiziert. Wir erinnern uns, der Confed-Cup das ungeliebte Kind. Wenn möglich, versucht Deutschland sich davor zu drücken, schliesslich findet der immer ein Jahr vor der Weltmeisterschaft in dem jeweiligen Austragungsland statt. Tja, deshalb ist Deutschland 2008 mit Berechnung zweiter geworden im Finale der Europameisterschaft, denn 2009 wäre es nach Südafrika gegangen. Und wenn es nicht sein muss, fährt man in so ein entferntes Land nun wirklich nicht. Und so sind sie nun einfach im Halbfinale ausgeschieden, denn sie wären ja für den Confed-Cup qualifiziert gewesen, wenn sie ins Finale gekommen wären. Denn Spanien ist als Weltmeister bereits qualifiziert. Und nach Brasilien wollte die deutsche Mannschaft nun wirklich nicht. Also einfach mal verlieren, ist doch eh der Angstgegner, da fällt das nicht so sehr auf. Aber es gibt noch einen viel erheblicheren als den eben genannten. Angela Merkel hatte nach dem Viertelfinal-Spiel gegen Griechenland gesagt, dass sie zum Finale wiederkommen würde, wenn Deutschland denn tatsächlich das schafft. Klitzekleines Problem dabei: Das Finale findet nicht in Polen, sondern in der Ukraine, in Kiew, statt. Und was hatte Merkel noch mal gesagt: Richtig, in die Ukraine werde sie nicht gehen, wie auch andere Politiker nicht, um ein Spiel der deutschen Nationalmannschaft zu sehen. Was also hatte sie getan? Ein Versprechen gemacht, dass sie nicht halten konnte. Wie es aussah, hatte Merkel nicht bedacht, wo nun eigentlich das Endspiel stattfindet. Man sollte eben erst überlegen und dann sprechen. Wäre bei vielen Dingen wirklich besser, wenn es so ist. Und hier scheint Merkel wirklich erst gesprochen und dann gemerkt haben, was eigentlich Sache ist. Kiew ist die Hauptstadt der Ukraine und genau dort findet am morgigen Tag (01. Juli) das Finale statt. Spanien oder Italien, eine der beiden Mannschaften wird am Ende der Sieger sein. Wenn es nach Elefantenkuh Nelly aus dem Serengetipark Hodenhagen geht, wird Italien der neue Europameister sein. Wenn man mal auf 2006 zurückblickt, dann muss es wohl so sein. Denn da verlor Deutschland ja auch im Halbfinale gegen Italien. Bis jetzt lag Nelly ja immer richtig, wenn man mal vom Halbfinalspiel absieht. Elefantenkuh Mala, das inoffizielle Fussball-Orakel, hingegen ist schon ein alter Hase, was den Fussball betrifft. Auf vierzig Jahre Erfahrung mit dem runden Leder kann sie zurückweisen. Ja, die alte Dame weiss, wer das Spiel machen wird. So wusste sie auch, dass Deutschland gegen Italien verlieren würde. Ihre bisherige Ausbeute bei ihren Vorhersagen der EM kann sich sehen lassen. Bis auf ein Spiel – das Eröffnungsspiel – hat Mala immer richtig gelegen. Die alte Kuh weiss, wie der Ball rollt. Und so sagt sie auch, dass Italien gegen Spanien verlieren wird.
Ich persönlich glaube, dass Deutschland erst frühestens 2014 den nächsten Titel gewinnen wird. Denn von 1930 bis 1954 sind es genau 24 Jahre. Im Jahr 1990 wurde Deutschland das letzte Mal Weltmeister. 2014 ist es genau 24 Jahre her. Richtig, ich habe wieder meine seltsamen mathematischen Theorien hervorgekramt. Die ich bei jeder Weltmeisterschaft hervorhole. Bis jetzt hat es ja nie gestimmt, aber dieses Mal bin ich zuversichtlich, dass es doch mal stimmen könnte. Schliesslich findet sie WM 2018 ja in Russland statt. Und da kann man ruhig den WM-Titel gewinnen. Die Reise dorthin ist bekanntlich nicht so weit, aber die Demokratie ist in dem Land mehr als fraglich. Also, nach Nelly wird Italien morgen Europameister werden. Ist doch auch mal was, wo die ja im eigenen Land mal wieder durch irgendwelche Wettbetrügereien gebeutelt sind.
Elefantendame Mala hingegen hat sich für die Spanier entschieden. Ihnen würde damit nicht nur die Titel Verteidigung gelingen, sondern sie würden auch Sportgeschichte schreiben, da sie dann drei Titel hintereinander gewonnen hätten.

Bei Schlecker sollen angeblich am Donnerstag die allerletzten Artikel für 20 Cent verramscht worden sein. So geht eine Drogeriekette ihrem Ende zu. Besser gesagt ist sie jetzt nur noch Geschichte. So wie es auch die SchleckerXL-Märkte sein werden. Nur Ihr Platz hat noch eine reelle Chance weiter zu bestehen. Aber das hat man anfangs von Schlecker auch gedacht. Und nun gibt es die Läden nicht mehr. Ich komme mehrmals im Monat an Räumen vorbei, wo mal Schlecker drin gewesen ist. Sind da aber schon vor anderthalb Jahren raus. Seitdem stehen die Räume leer. Ist auch nicht besonders gross, aber wie wird es nun mit den jetzigen Läden sein? Werden sie wieder belegt werden? Und wenn ja, was kommt da rein?

Wann kommt denn jetzt eigentlich das Obduktionsergebnis vom Elefantenbullen Hussein? Sind die zehn Tage nun schon um oder nicht? Vielleicht bin ich einfach nur ungeduldig, aber ich will endlich wissen, ob meine Vermutung nun stimmt oder ich mich getäuscht habe. Allerdings frage ich mich, ob wirklich das wahre Ergebnis verkündet werden wird.

 

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Leichenfledderei geht über Schnäppchenjagd


Mit dem heutigen Tag hört die Drogerie-Kette Schlecker auf zu existieren. Die aller letzten Läden, wo es noch Restposten zu kaufen gab, machen heute dicht. Damit gibt es nun im hart umkämpften Geschäft einen Konkurrenten weniger.
Zuletzt hat es in den Läden, die noch Waren anzubieten hatten, 90 Prozent Rabatt gegeben. Ich bin nicht hin gegangen, obwohl ich sonst eigentlich kein einziges Schnäppchen auslasse. Hier allerdings wäre ich mir wie ein Leichenfledderer vorgekommen. Da sollten andere hingehen, um wirklich noch das letzte Laden zu holen. Kann man sich überhaupt darüber freuen, was man da günstig erstanden hat? Das müssen die beantworten, die dort für fast umsonst eingekauft haben.
Man kann nur hoffen, dass die Schlecker-Mitarbeiter möglichst bald eine neue Arbeitsstätte finden. Sie sind schliesslich schuldlos an der ganzen Misere. Ein Teil wird wohl von Rossmann und den anderen Drogerie-Ketten wie dm-Drogeriemarkt übernommen werden. Aber der größte Te dem il wird wohl keine neue Arbeit finden.
Machen wir uns doch nichts vor, die meisten werden arbeitslos bleiben, selbst wenn ihnen versprochen werden sollte, alle würden etwas Neues finden. Solch ein Versprechen gibt es nicht. Im Himmel findet kein Jahrmarkt statt.
Nun stellt sich die Frage, was aus der Schlecker-Tochter „Ihr Platz“ werden wird. Ich muss sagen, dass ich den Laden eigentlich nur in meinem Ski-Utlaub aufgesucht habe. Liegt aber auch daran, dass ich sonst an dem Laden gar nicht vorbeikomme, eher an dm oder Rossmann. Doch selbst in den Läden halte ich mich kaum auf. Die Hygieneartikel finde ich allesamt beim Discounter. Von der Zahnpasta über den Deoroller zu den Dingen, die Regina lieber selbst einkaufen sollte, als mich damit zu beauftragen. Ich finde es mehr als peinlich ihre Monatsartikel besorgen zu müssen. Wie sieht denn das aus?
Schlecker existiert nicht mehr, ist nur noch ein verblassender Fussabdruck in der Geschichte.

Und damit komme ich zu der bekanntesten Schildkröte der Welt: Lonesame (Einsamer) George.
Mit bedauern erfuhr ich am Montag, dass die letzte Schildkröte ihrer Art gestorben ist und damit ausgestorben. Alle Versuche, George zur Fortpflanzung zu bewegen, haben nicht gefruchtet. Der betagte Schildkröten Mann starb im besten Schildkröten-Mannesalter von hundert Jahren an Altersschwäche, genauer an Herzversagen. Er hinterlässt einige Weibchen, einer nah verwandten Unterart, die ihm Gesellschaft geleistet hatten. Mit innen hatte er auch züchten sollen. Was, wie bereits erwähnt, leider fehlschlug.
Lonesome George wird nicht vergessen. Er soll ausgestopft werden. Und zwar der gesamte Körper und nicht nur der Panzer. Das ist eine Anspielung auf den Hamburger Elefantenbullen Hussein, bei dem nur der Kopf präpariert werden wird. Vom Obduktionsergebnis hat man auch noch nichts gehört. So langsam fragt man sich, ob da auch noch was kommen wird.

Die Fussball-Europameisterschaft in Polen und der Ukraine nähert sich ihrem ultimativen Ende. Die Begegnungen stehen fest.
Spanien wird gegen Portugal spielen und Deutschland gegen Italien.
Ja, unser geliebtes Italien, gegen die wir in einem Wettbewerb noch nie gewinnen konnten. Nun treffen wir sie wieder. Erneut im fHalbfinale, wie anno 2006 bei der WM im eigenen Land. Revance wird gefordert, aber werden die Deutschen es wirklich schaffen, gegen Italien endlich den historischen Siegt zu machen?
Torakel Nelly aus dem Serengetipark Hhndodenhagen ist überzeugt, dass Deutschland es packen wird und versenkte den Ball im gegnerischen Tor. Elefantendame Mala, das inoffizielle Rüsselorakel, hingegen ist da weniger opitimistisch. Gegen England traute sie den Deutschen einen Sieg zu, aber gegen Italien sieht sie schwarz. Mala glaubt, dass Italien weiterkommen wird. Und bis jetzt hat sich noch jede ihrer Prognosen als richtig erwiesen – wenn man vom Eröffnungsspiel einmal absieht.
Auch beim Viertelfinal-Spiel Frankreich gegen Spanien lag die Elefantenkuh richtig, als sie für Spanien war. Aber das hätte auch jeder Blinde getippt, schliesslich waren sich die Franzosen untereinander ja wieder einmal nicht grün. Mala wusste von den Streitereien allerdings nichts, hat nämlich keinen Fernseher in ihrer Box stehen, obwohl sie angeblich schon lange mit dieser Wunderkiste liebäugelt.
Nelly sagt, Deutschland gewinnt, Mala sagt, Italien gewinnt. Einer von beiden wird gewinnen, am Ende wird sich zeigen, wer recht hatte. Spätestens um halb zwölf morgen Nacht werden wir den Sieger kennen. Vielleicht ist es Deutschland, aber vielleicht schon wieder Italien. Wir wissen es nicht.
Das einzige, was man mit Sicherheit sagen kann: Die Engländer werden ihren Elfmeter-Fluch einfach nicht los. Seit 1990 haben sie noch jedes Elfmeterschiessen verloren, meist gegen die Deutschen. Dieses Mal gegen Italien. Da kann man so viel üben, wie man will, es wird einfach nichts.
Beim Halbfinal-Spiel Spanien gegen Portugal sieht Mala übrigens die Portugiesen vorn. Die haben C. Ronaldo, der gut Fußball spielen kann, ansonsten aber nicht weiter erwähnenswert ist, außer bei „Waldis Club“.
Eine traurige Meldung hat mich aus Hellabrunn erreicht. Gestern starb die 53 Jahre alte Tina. Schon seit Monaten ging es ihr nicht gut, hatte extrem abgenommen und war auch sonst nicht ganz auf der Höhe. Ihre beste Freundin Steffi, die mit der Rüsselschwäche, stand ihr bei. Tina hatte sich hingelegt, Steffi stand neben ihr. So fand man sie am Morgen und entschied sich, die betagte Elefantendame einzuschläfern. Tina war die Leitkuh der Damenriege in Hellabrunn. Wer nun ihren Job machen wird? Ich weiss es nicht. Steffi hat eine Freundin verloren, ihre beste und engste Freundin, die sie seit 44 Jahren kannte. Niemand wird ihr diese ersetzen können, doch möge sie ihre Trauer bald überwinden. Das Leben geht weiter, auch wenn nun ein teil fehlen wird, der das eigene Leben bereichert hat.
Ruhe in Frieden, liebe Tina. Du wirst nicht vergessen werden.

 

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