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Terrorziel Deutschland?


Gestern habe ich mich wirklich gefragt, was eigentlich in der Welt los ist. Ein wütender Mob stürmte in der sudanesischen Hauptstadt Khartum gestern die deutsche Botschaft. Anlass war ein Video über den Propheten Mohammed, wo dieser übelst verunglimpft wird. Unter anderem wird er als Mädchenschänder und Homosexueller gezeigt. Also ein richtig schöner Film, um die Muslime auf die Palme zu bringen, wie damals bei den Mohammed-Karikaturen.
Dieses Mal allerdings nicht aus Dänemark, sondern aus den USA. Wirklich passend, wo da doch vor ein paar Tagen wieder der Jahrestag der Anschläge des 11.September 2001 war.
Irgendwie habe ich das Gefühl, dass gar nicht darüber nachgedacht wird, was mit solchen Filmen angerichtet wird. In frühereren Zeiten kam es zu Hexenverbrennungen, heutzutage werden Anschläge verübt. Und die Hexenverbrennungen haben in der Mehrzahl auch nicht im finstersten Mittelalter stattgefunden, sondern erst viel später. Zu Beginn der Neuzeit und nach dem 30jährigen Krieg.
Warum jetzt gerade eine deutsche Botschaft gestürmt wurde, ist leicht erklärt. Deutschland wird vorgeworfen, Demonstrationen von Rechtsextremisten mit Mohammed-Karikaturen erlaubt zu haben. Ausserdem hat Bundeskanzlerin Merkel vor zwei Jahren den Zeichner geehrt, der für die Mohammed-Karikaturen verantwortlich war, die 2005 für einen ziemlichen Ärger in den islamischen Ländern gesorgt haben.
Und so geriet auch Deutschland ins Ziel der verärgerten Muslime. Im Übrigen kam vor einigen Wochen eine Warnung, dass Deutschland Terrorziel sei. Gut möglich.
Jonas will in Hamburg schon ein an den grösseren Bahnhöfen ein verstärktes Auftreten von Bahnsicherheit und Bundespolizei gesehen haben.
Hier ist mir das entgangen, aber eher würde ich es momentan hier vermuten, da ja das Oktoberfest kurz vor der Tür steht. – Oder hat das jetzt schon angefangen? Ich bekomme das immer irgendwie als letzter mit, wenn ich mal wieder gezwungen werden soll, dort auf Interview-Jagd zu gehen.
Bloss vor den Palästinensern brauchen wir uns nicht fürchten, denn da soll es ein geheimes Abkommen geben, dass Deutschland als Terrorziel von ihnen verschont bleibt. Wie ich darauf komme? Nun ja, im Zuge des 40. Jahrestags des Olympia-Attentats in München kam mal wieder das Gespräch darauf, dass die überlebenden Geiselnehmer wenige Monate nach der Geiselnahme und Tötung der israelischen Sportler und sportlichen Begleiter wieder freigelassen wurden. Anlass dafür war ein entführtes Lufthansa-Flugzeug – nicht die Landshut, dass war erst 1977. Diese angebliche Flugzeug-Entführung soll gestellt gewesen sein. Und als Gegenzug dafür, dass die Palätinenser freikamen, gab es die Verpflichtung, dass Deutschland fortan als Terrorziel von der Liste gestrichen wird. 1977 handelte es sich bei den Enführern der Lufthansamaschine „Landshut“ auch um Palästinenser, aber das Flugzeug befand sich zu keinem Zeitpunkt auf deutschem Boden. Kam aus Mallorca, wenn ich mich nicht täusche und endete nach einer wahren Irrfahrt und einer toten Geisel – dem Piloten – in Mogadischu. Die GSG9 stürmte das Flugzeug. Die war übrigens nach dem desatrösen Einsatz 1972 gegründet worden.
Nun sind die islamischen Fanatiker am Werk, die möglicherweise überall das Böse sehen und deshalb gegen die heidnischen Länder vorgehen müssen. Dass sie dazu auch immer einen Grund finden, ist die Ironie des Ganzen. Der Film über Mohammed aus den USA ist doch wieder ein gutes Beispiel dafür, wie man sich unbeliebt in der Welt machen kann. Gerade, wo die USA in vielen islamischen Ländern scheel angesehen wird.
Müssen wir nun auf der Hut sein? Jeden einsam stehenden Koffer melden? Zuviel Hysterie ist auch nicht gut. Bis jetzt ist nichts passiert, da wird in der nächsten Zeit auch nicht mehr passieren.

Ab nächste Woche Dienstag laufen neue Serien der „Heiter bis Tödlich“-Reihe im Ersten. Mit Bedauern musste ich lesen, dass die Serie „Nordisch herb“ nicht fortgesetzt werden wird. Das war eine meiner Lieblingsserien, kam gleich auf Platz nach hinter „Hubert & Staller“ und „Alles Klara“. Abgeschlagen für mich sind „Morden im Norden“, „Henker & Richter“ und ganz furchtbar fand ich „München sieben“. In meiner Beliebtheitsskala ist „München 7“ durchgefallen, bei den Zuschauern scheinbar nicht. Für mich unverständlich, aber es soll ja auch noch immer genügend Zuschauer des „Grossstadtreviers“ geben. Beide Serien sind absolut schrecklich, wobei ich „München 7“ am schlimmsten finde. Liegt daran, dass Christine Neubauer dort mitspielt. Für mich das roteste Tuch, was es gibt. Und dann auch noch Monika Gruber. Letztgenannte lässt sich bei „Hubert & Staller“ noch ertragen, aber bei „München 7“ absolut nicht auszuhalten. Diese Serie ist also bereits abgedreht worden. Von „Hubert & Staller“ gibt es bereits die zweite Staffel. Am Mittwoch geht es damit weiter. Und auch „Alles Klara“ wird fortgesetzt. Das mag viele überrascht haben, da die Serie unterdurchschnittlich beliebt war. Aber wenn man mal bedenkt, dass diese Serie bis zu drei Wochen hintereinander ausfiel, ist das nicht verwunderlich. Deshalb ein Lob an die ARD, dass diese Serie dennoch fortgesetzt wird. Ich mag Wolke Hegenbarth eigentlich nicht, aber in „Alles Klara“ finde ich sie toll.
Umso enttäuschter bin ich, dass „Nordisch herb“ nicht fortgesetzt wird. Die Serie war super. Gut, der Polizeianwärter Ryk – oder wie man den Namen auch immer schreibt – nervte ein wenig, aber ansonsten waren das gute Geschichten. Weitaus schlechter fand ich den Nachfolger „Morden im Norden“. Auch ganz lustig, aber mit der Serie konnte ich nie warm werden.
„Henker & Richter“ wird ebenfalls nicht fortgesetzt. Das ist nicht schade, denn die Serie fand ich von Anfang an recht schwach. Fragt sich nun, wie die nächsten neuen Serien „Akte Ex“, „Hauptstadtrevier“ und „Fuchs & Gans“ sich behaupten werden. Von mir aus könnte es bei „Hubert & Staller“, „Alles Klara“ und „Nordisch herb“ bleiben. Letztgenannte wird aber, wie erwähnt, nicht fortgesetzt. Das sollte sich die ARD wirklich noch einmal überlegen, da die Wiederholungen ja ein wenig besser liefen als bei der Erstausstrahlung. Ich vermute, dass die Zuschauer sich erst einmal daran gewöhnen mussten, dass wieder eine Serie um 18.50 Uhr im Ersten läuft. Und so was braucht seine Zeit, manchmal mehr als 16 Wochen. Ausserdem wurde die „Heiter bis Tödlich“-Serien ab Januar auch auf 18.30 Uhr vorverschoben. Kein guter Startpunkt, wo um die Zeit doch im ZDF die „Soko“-Serien laufen.
Es wird ja auch gesagt, dass Gottschalks Sendung den „Heiter bis Tödlich“-Serien geschadet habe. Bei Gottschalk frage ich mich ja immer noch, was seine Sendung eigentlich darstellen sollte. Nichts gegen Gottschalk selbst, ein guter Moderator, weit besser als Lanz oder Pilawa, aber das passte nicht zu ihm. Nun wird er ab heute im „Super-Talent“ als Juror zu sehen sein. Werden die Zuschauerzahlen sich nun erhöhen? Keine Ahnung, denn ich glaube kaum, dass sich die 60 plus-Generation – meine Tante mal abgesehen – sich das ansehen werden. Aber vielleicht täusche ich mich ja auch nur und es interessiert mehr ältere Menschen als gedacht.
Hat jemand gestern den Einstand von Jan-Gregor Kremp als der Neue von „Der Alte“ im ZDF gesehen. Gelungen, sage ich dazu nur. Habe ja seit einiger Zeit schon keine Folge mehr von der Serie geguckt. Jetzt war ich natürlich neugierig und bin nicht enttäuscht worden. Nächste Woche die Folge erinnert mich ein wenig an diese ganzen Klosterkrimis, wo es von „Pfarrer Braun“ auch eine Folge gab, die vor kurzem erst wieder gezeigt wurde.
Walter Kreye wird nicht als Rolf Herzog zurückkehren. Zwar ist ihm ein Hintertürchen aufgelassen worden, indem in der gestrigen Folge geschrieben wurde, dass Herzog aus persönlichen Gründen nach Südamerika müsse. Aber es wird keine Rückkehr geben. Wie bei der Bild und bei Wikipedia geschrieben steht, ist Kreye gekündigt worden. Finde ich jetzt schade, aber vielleicht mag es nicht nur an seiner Krebserkrankung gelegen haben, sondern auch daran, dass er nun schon siebzig ist. Und in den Serien geht ja der Jugendwahn um, auch bei „Der Alte“. Schrieb ja bereits, dass der Polizeiarzt ausgetauscht wurde, obwohl er jetzt noch zu sehen ist. Und wenn ihr mich fragt, ist Michael Ande auch bald dran. Gestern klang es schon fast so, als würde er auch bald rausgeschrieben werden. Fände ich sehr schade, wenn die Serie noch weiter verjüngt wird.
Nächste Woche weiss ich jetzt nicht, ob ich wieder „Der Alte“ gucken werde, da auf Kabel 1 die vierte Staffel von „Castle“ fortgesetzt wird. Und da werde ich wohl eher zu „Castle“ tendieren.

Habe aktuelle Bilder von Elefantendame Mala auf youtube (einfach „Pairi Daiza“ eingeben. Das Video wurde am 13.09. hochgeladen und wurde dort selbst am 08.09. aufgenommen) gefunden und natürlich gleich Jenala mitgeteilt. Ich war ja schon ein wenig erstaunt, wie furchtbar die Dickhäuterin gewebt hat, aber Jenala war richtig schockiert. So stark gewebt hätte Mala nur, wenn Hussein sie arg malträtiert hätte. Sie muss es wissen, kennt die alte Dame besser als ich. Aber selbst mir fiel dieses verstärkte Weben auf.
Wie es ihr da wirklich geht? Ich weiss es nicht, aber wenn man sieht, wie sie am Weben ist, ist das kein gutes Zeichen. Meine persönliche Meinung. Soll sich jeder sein eigenes Bild von machen.
Als Rüsselorakel war Mala übrigens wieder in Aktion. Sie hat das Bundestagsspiel der 2. Liga getippt. Da spielt Köln gegen St. Pauli. Und was sagt das alte Rüsselorakel? Es tippt auf einen Sieg für St. Pauli.
Dabei sieht Stanislawski sein Team spielerisch doch in der ersten Liga, bloss das Tor treffen sie nicht. Daran wird es wohl auch liegen, dass Köln auf einem Abstiegsplatz dahindümpelt und noch keinen Sieg für sich in dieser Saison verbuchen kann.
Warten wir ab. Am Montag werden wir schlauer sein.

 

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Einmal ist es zuviel! – Mit dem Papst ist nicht zu spaßen


Über die Nachricht habe ich mich wirklich sehr gefreut. Der Hamburger Tatort bekommt noch einen weiteren Kommissar hinzu. Dargestellt wird dieser durch Wotan Wilke Möhring.
Das mag vielleicht kein Weltstar sein wie Til Schweiger, dafür hat er aber hundertmal mehr Klasse. Leider wird nur der erste Tatort direkt in Hamburg spielen, die anwderen werden im Umland stattfinden. So soll dann die Konkurrenz zu Schweiger verhindert werden. Eigentlich schade, denn es dürfte doch schon jetzt klar sein, wen die Zuschauer lieber sehen wollen. Und das ist nicht der Nuschelpott vom Dienst.
Warum dem die Rolle eines Tatort-Kommissars eigentlich angeboten wurde, frage ich mich jetzt noch. Der hat weder Ausstrahlung, Charisma noch kann er die Leute wirklich begeistern. Ja, seine Erfolge mögen vielleicht für ihn sprechen, aber dennoch muss es einem doch irgendwie komisch vorkommen, wenn sich ein Schauspieler in mehreren Filmen, wo er als Regisseur tätig ist und noch dazu das Drehbuch geschrieben hat, selbst als Hauptdarsteller auftritt. Entweder bedeutet das ein überdimensionales Ego oder aber derjenige bekommt nicht die großen Hauptrollen für andere Filme angeboten. Was mag denn nun stimmen? Vielleicht gibt es sogar noch eine dritte Möglichkeit.
Irgendwie könnte man zu ersterem tendieren, aus dem Grund, weil Schweiger nach seinem Engagement beim Tatort die Sprache auf den vierzig Jahre alten Vorspann der Sende-Reihe brachte. Er hielt ihn für angestaubt und wollte was Neues, also für seine Tatort-Filme. Glücklicherweise wurde sich dagegen entschieden. Denn auch wenn der Vorspann angestaubt sein mag – ich persönlich finde ihn zeitlos -, so ist er doch das Erkennungszeichen. Gut, der Vorspann des Polizeiruf 110 mag in den letzten zwanzig Jahren mindestens dreimal verändert worden sein, aber da fällt das irgendwie nicht auf. Zudem ist es auch eine andere Sende-Reihe.
Es gibt einen Disney-Film, den hat meine kleine Schwester gehasst wie die Pest: Hercules. Gegen die Handlung hatte sie nichts, aber sie mochte die Stimme von Hercules nicht. Und wer hat diese Figur gesprochen? Richtig, Til Schweiger. Und damit komme ich auch schon dazu, was der grösste Kritikpunkt an diesem Darsteller ist, seine Stimme. Nicht nur, dass er beinahe sämtliche Worte durch sein nuscheln undeutlich ausspricht, dass man sich fragen muss, was der denn genommen haben könnte, nein, diese Stimme ist auch absolut nicht für die Ohren geeignet. Ich weiss, warum ich sofort wegschalte, wenn er irgendwo auftaucht, denn diese Stimme ist die reinste Folter. Ein Grund weshalb ich ihn auch niemals interviewen will. Das würde ich einfach nicht durch stehen.
Wie ich schon vor Monaten erwähnte, werde ich den Schweiger-Tatort boykottieren. Weiss nicht, was es bringen wird, aber wenn das wirklich ein Flopp mit dem werden sollte, kann ich sagen, ich hab’s auch nicht gesehen.
Wotan Wilke Möhring ist die weitaus bessere Wahl. In seinen Tatorten, die leider auch nur einmal im Jahr gezeigt werden, wird Wert auf die Polizei Arbeit gelegt und nicht auf das Geplänkel dazwischen. Ddenn in vielen Krimis wird dem Privatleben des Ermittlers beinahe ein höherer Stellenwert eingeräumt als dem eigentlichen Fall. Bei der ZDF-Krimireihe „Stolberg“ ist das etwas anders. Da wird mehr Wert auf den Fall gelegt. Allerdings hat die Serie nun schon ihren dritten Sendeplatz. Von Freitag 20.15 Uhr auf Samstag 22 Uhr irgendwas auf nun Dienstag 20.15 Uhr. Und gerade der Dienstag ist ein toter Tag, da auf der ARD um die Zeit recht erfolgreiche Serien laufen, wie momentan „Der Dicke“ mit Dieter Pfaff.
Zurück zum Tatort. Die Dreharbeiten mit Möhring als Kommissar haben am Dienstag, also gestern, begonnen. Wir dürfen gespannt sein, was für ein Krimi es werden wird. Besser als der mit Schweiger auf jeden Fall. Das macht allein schon der Hauptdarsteller aus.
Möhring ist weder affektiert, noch will er sich im Scheinwerferlicht sonnen. Ihm nimmt man die Rollen ab, die er darstellt.
Ich hoffe, dass die Zuschauer es auch so sehen und seine Tatort-Fälle mehr gucken, auch in der Wiederholung, als die von Schweiger. Dessen Tatorte sollte man einfach nur boykottieren. Jedenfalls werde ich das machen und ich weiss, dass aus meiem Freundes- und Bekanntenkreis mehr als zwei Dutzend das auch machen werden.

Gestern hatte ich mal wieder in einem Zeitschriftenladen gestöbert. Dabei fiel mir die aktuelle „Titanic“-Ausgabe ins Auge, wo der Papst mal wieder übel „veralbert“ (man kann passendere Wörter nehmen, aber die nehme ich nicht mal so in den Mund) wird. Es geht um die Vati-Leaks-Affäre, wo der Kammerdiener des Papstes die Inhalte geheimer Dokumente weitergegeben hat. Bloss weiss man immer noch nicht, wer denn nun der eigentliche Auftraggeber ist. Die Satire-Zeitschrift Titanic titelte dazu: Eilmeldung Leck gefunden!
Auf dem Titel war Benedikt XVI. abgebildet und auf seiner wissen Soutane zeichnete sich ein grosser gelber Urinfleck ab. Betrachtete man nun die Rückseite, war laut Titanic ein weiteres Leck gefunden worden. Nun zierte die weisse Soutane am Gesäss einen braunen Fleck. Nicht wirklich nett, sondern bitterböse, wie sich die Zeitschrift immer wieder gibt. Es ist ja nicht das erste Mal, dass der Papst als Witzfigur für den Titel hin halten musste.
Ich erinnere mich eine recht harmlose Variante, wo der Papst, damals noch Kardinal Ratzinger, auf der Rückseite der Zeitschrift abgebildet war. Es war eine Anti-Ebay-Werbung. Ratzinger war mit Mitra abgebildet und daneben stand im Begleittext, dass man bei Ebay Mohren, Hirtenstäbe und noch mehr Artikel bekommen könne. Das war die März Ausgabe 2005 gewesen. Kann mich noch gut daran erinnern, weil ich diese Ausgabe der Zeitschrift in die Hände bekam, als Ratzinger kurz zuvor zum Papst gewählt worden war.
Danach machte sich Titanic immer mal wieder über den Papst lustig. Höhepunkt des ganzen nun dieses Inkontinenz-Cover.
Dieses Mal allerdings reichte es Benedikt und ließ das Cover durch eine einstweilige Verfügung des Landgerichts Hamburg verbieten. – Frage: Wieso ist das Landgericht Hamburg für solche Sachen eigentlich immer zuständig?
Der Titel der akutellen Juli-Ausgabe der Titanic darf nicht mehr gedruckt oder auf der Internetseite gezeigt werden. Alle bereits ausgelieferten Exemplare dürften aber noch weiter verkauft werden. Das erfuhr ich noch während der Arbeit, sodass ich auf de Nachhauseweg erst einmal den nächsten Zeitschriftenladen stürmte. Leider hat der aber keine Exemplare mehr oder wollte sie mir nicht verkaufe. Wir wissen ja, wie sehr die Bayern katholisch sind. Also ab in eine Bahnhofsfiliale. Dort hatten sie auch noch wenige Exemplare. Ich mir das beste geschnappt und dann gleich gekauft. Erhoffe mir von der Ausgabe jetzt nicht den großen Wert, aber man sollte so was haben. Erinnert mich ein wenig an den Roman „Esra“, der bis heute nicht verkauft werden darf, da zwei der Figuren nur allzu deutlich von ihren realen Vorbildern als diese erkannt wurden. Vor einigen Monaten – oder war’s im letzten Jahr? – wurde erneut entschieden, dass der Roman weiterhin verboten bleibt. Wer da ein Exemplar hat, darf sich freuen, wobei die Handlung nun wirklich nichts ist.
Die Titanic hat reagiert und das Cover von ihrer Internetseite genommen, dennoch wollen sie nicht kampflos aufgeben.
Ich weiss jetzt nicht, warum sie das noch weiter breittreten, aber so schnellen die Verkaufszahlen dieser Ausgabe wahrscheinlich ähnlich in die Höhe wie damals bei der Ausgabe, wo Kurt Beck als Problembär bezeichnet wurde, hatte dieser auch eine einstweilige Verfügung erwirkt. Das Heft entwickelte sich zum Verkaufsschlager. Denn anfangs schienen die Titanic-Leute das gar nicht so ernst zu nehmen. Es war übrigens die Juli-Ausgabe vor sechs Jahren. Ausserdem auch nicht das erste Mal, dass eine einstwilige Verfügung erwirkt wurde. Schon Björn Engholm gefiel nicht, was die Titanic da mit seinem Bild veranstaltet hatte. Bloss Helmut Kohl schien es nicht zu interessieren, obwohl er jahrzehntelange der Häme des Titanic-Magazins ausgesetzt war. Auch Angela Merkel scheint es nicht zu stören. Aber wie heisst es so schön, irgendwann ist der Punkt erreicht, der das Fass zum überlaufen bringt.
Ich besitze jetzt ein Exemplar, wo ich noch meinen Enkeln erzählen kann: Seht her, damals ist dieses Cover verboten worden, aber euer Opa hat sich noch schnell ein Exemplar gesichert.
Titanic jedenfalls kann sich freuen, denn ihr Heft ist in aller Munde. Alle Welt berichtet davon, und jeder der sich darüber aufregt, macht doch nur Reklame dafür.

Wie ich durch einen Zufall gesehen habe, ist mein Artikel von Samstag, der über Elefantenkuh Mala, verlinkt worden. Dagegen habe ich nichts, aber eine klitzekleine Mitteilung wäre nett gewesen. Ich weiss, dass ich weder eine Impressum-Seite noch meine Email-Adresse hier stehen habe. Dennoch hätte man mir einen Kommentar schicken können, wo mir das mitgeteilt werden.
Ich überlege ja immer noch, wie der Abgang mit Elefantendame Mala gelaufen ist. Es kommt mir bald wie eine Nacht-und-Nebel-Aktion vor. Vor allem das dann auch noch das Eismeer eröffnet wurde und so die Aufmerksamkeit darauf lag. Plötzlich war das Gehege leer und die Elefantin einfach nicht mehr da. Wenn das vorher durchgesickert wäre, ich weiss nicht, ob das jedem Stammbesucher gefallen hätte.
Gut, vielleicht mag es Mala in Belgien wirklich besser gehen, aber wenn man bedenkt, dass sie da in direkter Nähe einer afrikanischen Elefantenkuh ist. Gesundheitlich eine schlechte Lösung.
Es ging wohl nicht nur darum, dass Mala nicht allein stehen sollte, sondern auch, dass die Pfleger nucht mehr andauernd gefragt wurden, was Mala denn da mache, wenn sie mal wieder webte. Dass sei in den letzten zwei Monaten extrem geworden. Vorher fragten vereinzelt mal ein paar Besucher, aber in dem Zeitraum wurde beinahe stündlich mehrmals nachgefragt. Und als Mala dann eben alleine war, fiel es ja noch mehr auf, wie ich bereits geschrieben habe. Das dürfte für mich der Hauptgrund gewesen sein, warum Mala gehen musste.
Als ich mir vorhin einen alten Artikel ansah, sprang mir ins Auge, dass ich Mala damals schon als „greatest Star of all“ bezeichnet hatte. Hatte ich am Samstag ja auch getan, da aber im Zusammenhang mit dem Film „Sunset Boulevard“ und das der Stern der Dickhäuterin im Laufe der Jahre stetig gesunken ist.
Eine der grössten Herden Europas lichtet sich langsam. Als nächstes dürfte Thura gehen, frühestens nächstes Jahr spätestens 2014. Warum? Sie ist ein weiterer Problem Elefant, unter Dauerbewachung. Ihre Tochter ist drei Jahre alt geworden letzte Woche. Noch trinkt sie Milch bei Mutter Thura, was sich im nächsten oder übernächsten Jahr erledigt haben dürfte. Dann endet Thuras Schonfrist und man darf Sucher sein, dass auch sie den Tierpark verlassen wird. Ob sie dann zu Freundin Saida nach Leipzig darf? Die würden sich sicherlich freuen, ein weiteres Problem-Tier zu bekommen. Aber für Saida wäre es gut, denn das Modell Mala ist bei ihr gescheitert. Auch wenn sie noch beim Bullen in der Anlage steht, sieht man, dass das keine Dauerlösung ist. Das ist ein Ignoriere, dass es bei Mala und Hussein so nie gegeben hat. Saida mag Naing Thein nicht und das sieht man. Falls Thura kommen würde, hätte sie wieder jemanden nach dem Weggang ihrer Tochter Salvana.
„Hagenbeck hat an Bedeutung verloren. Da könnten sie hundert Mal das Eismeer abreissen und wieder aufbauen, es ändert nichts an der Tatsache.“ Verbitterte Worte, aber irgendwie hat Nina recht. Denn der Tierpark war Mala. Sie war eine Institution.
Nina jedenfalls ist konsequent. Sie geht überhaupt nicht mehr hin. Aber das sagte sie bereits schon vor einem Jahr: Ab dem Tag, wo Mala nicht mehr da ist, wird sie den Hamburger Tierpark ignorieren.
Was mit dem Ergebnis des Obduktionsberichtes von Elefantenbulle Hussein ist, kann ich nicht sagen. Im Internet ist dazu nichts zu finden. Das bedeutet, dass das Ergebnis noch nicht bekannt ist oder aber nie bekannt gegeben werden soll. Nach zehn Tagen hätte man das obduktionsergebnis vorliegen, hiess es. Also hätte es spätestens am 30. Juni bekannt sein müssen. Aber wir wissen immer noch nichts. In der Zwischenzeit sind in Hamburg weitere Dinge geschehen, die davon ablenken, die Eröffnung des Eismeeres. Für das soll man angeblich anderthalb Stunden brauchen, um es zu durchqueren. Ninas Cousin hätte nur eine halbe Stunde gebraucht. Ist er da durch gerannt, aber das Tropen-Aquarium schafft man auch in gut zwanzig Minuten.

 

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Wie ein Tierpark seinen größten Star abschob und damit eine Ära endete – Elefantendame Mala ist fort!


Ausnahmsweise beginne ich den Blog direkt mit einem Bild.


Dieses verwaiste Bild bietet seit Mittwoch das Bullengehege im Hamburger Tierpark. Fast hat es den Anschein, als würde Mala gleich von hinten kommen und die Anlage betreten. Doch sie wird nie mehr kommen, denn der klügste Elefant, den dieser Tierpark jemals hatte, ist fort – für immer.

Eigentlich wollte ich jetzt hier gross und breit über die langersehnte Eröffnung des Eismeeres berichten, doch die Geschehnisse dort haben sich verschoben, denn es ist etwas eingetreten, womit alle rechnen mussten und dennoch hofften, es würde nie kommen.

Nina ist wirklich zu bedauern. Erst muss sie damit zurechtkommen, dass der Elefantenbulle kurz vor dem Transport in sein neues Zuhause tot umfällt. Und nun ist ihre schlimmste Befürchtung eingetreten: Elefantenkuh Mala hat den Tierpark für immer verlassen. Nach sechsundvierzig Jahren in Hamburg, musste sie am Mittwoch den Weg nach Belgien antreten, wo sie ein Platz im Pairi Daiza, vormals Parc Paradiso, erwartete.
Klammheimlich ging sie am Mittwoch auf die Reise. Nirgendwo wurde es berichtet, stattdessen bereitete man sich auf die grosse Eröffnung des Eismeeres vor. (erst Donnerstagnachmittag wurde die Neuigkeit ins Internet gestellt. Und wie Hohn klingt es, wenn da steht, dass sie dort hoffentlich Leitkuh werden darf.) Zeitung und Fernsehen war da und berichtete gross und breit über das Spektakel des Jahres. Mala hingegen wurde mit keinem einzigen Buchstaben erwähnt. Sie ist ja auch so unbedeutend, eben das fünfte Rad am Wagen.
Durch Zufall erfuhr Nina davon. Ihr Cousin erwartete sie bereits am Donnerstag am Eismeer und teilte ihr die Hiobsbotschaft mit. Danach war für Nina alles gelaufen, was man verstehen kann, denn sie hing an Mala wie sie nicht einmal an Jenny gehangen hat. Und dann so mir nichts dir nichts zu erfahren, dass der Elefant, der einem so viel bedeutet, nicht mehr da ist, ist besonders traurig.
Ich kann es in dem Sinne nur nachempfinden, dass ich mal einen Hund namens Ajax hatte. Und als der starb, glaubte ich, eine Welt würde zusammenbrechen. Mehr als eine Woche war ich neben der Spur. Auch wenn ich nicht weinte wie ein Schlosshund, so war ich doch irgendwie am Ende. Es fehlte etwas, ein Teil von mir war plötzlich verschwunden und würde nie mehr wiederkehren.
Mala hingegen lebt noch, aber sie ist weit weg, in Belgien, in Brugelette, im Pairi Daiza.
Ich weiss nicht, warum sie so weit weggehen musste. Wahrscheinlich deshalb, damit es auch garantiert nicht die Möglichkeit gibt, sie zurückzuholen.
Nina hat letzte Woche noch gesagt, sie würde sich irgendwelche Aktionen einfallen lassen, wenn es sein müsste, nur damit sie bleiben kann. Ernst meinte sie es, wusste nur nicht, was sie tun sollte. Ihrem Cousin wäre sicherlich was eingefallen, wobei ich da so meine Bedenken hätte, was das geworden wäre.
Nina und Mala, das war etwas Besonderes, das konnte man sehen. Wenn Mala hinten stand und Nina ging zum Gehege, stellte sich dort hin, machte weiter nichts, sondern stand einfach da, dann kam Mala. Sie sah, besser roch, Nina und kam, in ihrem typischen flotten Schritt.
Insgeheim macht Nina sich auch Vorwürfe. Denn wenn sie am Dienstag hingegangen wäre, hätte sie die Dickhäuterin noch einmal gesehen. Aber sie ging nicht hin, obwohl Rani ihren dritten Geburtstag feierte. Ninas Schwester hatte auch Geburstag, weshalb sie sich für diese entschied. Und nun nagt es an ihr, dass sie Mala an dem Tag noch hätte sehen können.
Mit Mala verliert Hagenbeck seinen grössten und beliebtesten Star. Ich sage bewusst, dass Mala ein grosser Star ist, denn sie hat die meisten Tricks beherrscht, war die gelehrtigste unter ihnen. Und vor allem die Stammbesucher haben sie gemocht. Und selbst wer sie nicht kannte, war gleich von ihrem freundlichen Wesen eingenommen.
Malas einziger Fehler war, wenn man von ihrem Weben absieht, dass sie sich nicht mit der Leitkuh Mogli verstand. Damals, 1992, starb die damalige Leitkuh und beide Kühe wollten diesen Posten haben. Kann man ja auch verstehen. Seit Mogli da war, begann Malas Stern langsam zu sinken, also wollte sie der nicht auch noch den wichtigsten Posten in der Herde überlassen.
Während einer Dschungelnacht kam es zu einem Unfall, wo ein Elefantenpfleger verletzt wurde. Auslöser war Mala, die ihrer Konkurrentin Mogli in den Schwanz gebissen hatte. Sie hatte eben die Chance gesehen, sich an ihr zu rächen. Wer sollte es ihr verdenken? Wir machen so was bei unserem Feind doch auch, wenn die Gelegenheit günstig ist. Aber ein Elefant in Menschenobhut darf so etwas nicht tun. Und so wurde später entschieden, dass Mala aus der Herde genommen und zu Hussein ins Bullengehege
Diese Anlage war anfangs als Mutter-Kind-Anlage genutzt worden, wo auch Mala als „Tante“ bei den Jungtieren stand. Dann wurden die Nashörner abgeschafft, dort kam die Mutter-Kind-Anlage hin und die ehemalige Anlage wurde zu dem, was sie eigentlich war, das Bullengehege. Hussein zog ein und mit ihm Mala als seine Gesellschafterin oder Mitbewohnerin, ganz so, wie man es auch immer sehen will.
Achtzehn Jahre ging es gut, es gab mal immer wieder Höhen und Tiefen, doch sie kamen gut miteinander aus. Dies änderte sich im August 2010, wo Hussein Mala arg malträtierte, dass sie verzweifelt um Hilfe rief. Danach war in der Beziehung der beiden nichts mehr, wie es vorher war. Mala fürchtete Hussein anfangs geradezu. Dann ging es wieder einigermassen, doch irgendetwas zwischen den beiden war zerbrochen. Für den Laien war dies nicht zu sehen, aber Nina sah es. So wie sie auch eine letzte von Husseins Attacken Anfang April diesen Jahres sah. Kandy, Tochter von Spucktante Yashoda, kam ihr zu Hilfe. Und dann kam der 15. Juni: Hussein sollte gehen und starb kurz vor dem Gang in die Transportbox. (Das Obduktionsergebnis steht immer noch aus, obwohl die zehn Tage lange genug rum sind.)
Mala nahm das ganz locker hin, wirkte richtig gehend befreit am nächsten Tag. Sie wurde zu Königin Mala, die Audienz gab. Auf einmal war das Futter ihr nicht mehr so wichtig, dass die Besucher ihr reichten.
Aber eine Woche vor ihrer Abreise wirkte die Elefantendame verändert. Sie hätte traurig gewirkt, bedrückt, niedergeschlagen. Nina deutete es als Trauer, doch nun weiss sie, dass es ganz etwas anderes war.
Nach Russland ist Mala nicht gekommen, wie Ninas Cousin geunkt hatte. Aber weit weg ist sie dennoch. Nach Belgien sind es mit dem Zug mindestens sechs bis acht Stunden.
Wer hätte gedacht, dass es so schnell gehen würde? Eben noch da, am nächsten Tag schon weg.
Nun muss man sich Sorgen um Malas Gesundheit machen, denn in Pairi Daiza wird auch ein afrikanischer Elefant gehalten. Und wie es aussieht, haben die asiatischen Elefanten nahen Kontakt. Das ist gar nicht gut, denn die afrikanischen können Elefanten-Herpes übertragen. Mala könnte es kriegen. Damals, als in Hagenbeck noch asiatische und afrikanische Elefanten gehalten wurden, hat sie es nicht bekommen. Aber damals war sie ein junger Elefant. Sie ist in einer neuen Umgebung, bei Menschen und Elefanten, die sie nicht kennt. Da kann das Immunsystem in den Keller gehen und Mala hat es wirklich nicht verdient, so von dieser Welt zu gehen. – Weil sie das fünfte Rad am Wagen ist.
Ich hätte sie gerne wieder besucht, die alte Tauschgeschäftemacherin, wenn ich mir das Eismeer angesehen hätte. Sie war der grösste Star von allen und wie in diesem Lied aus dem Musical „Sunset Boulevard“, das auf dem gleichnamigen Kinofilm beruht, sank auch ihr Stern bis sie ins Abseits geriet.
In dem Thriller „Die Rollen des Seth“ von Helen Dalibor ist Mala als sie selbst und als Elefantenkuh Bertha ein Denkmal gesetzt worden. Das ebook ist beispielsweise bei Amazon oder Weltbild erhältlich. Und nicht nur Mala hat ihren Platz in dem Thriller gefunden, sondern auch das alte Eismeer. Die Dickhäuterin wird in den folgenden Romanen der Isis Just-Reihe eine weitere bedeutende Nebenrolle spielen.
Tschüß, Mala, vielleicht finden sich ja einige Menschen zusammen, die dich wieder zurückhaben wollen. Vielleicht kannst du dann wiederkehren – wenn du darfst.


Tschüß ihr alle! Vielleicht komme ich wieder! Bleibt mir treu und vergesst mich nicht – niemals!

Weitere Berichte über Mala:
Quo vadis, Mala
1. Jahrestag
50. Geburtstag
2. Jahrestag
3. Jahrestag
4. Jahrestag

Und dann doch noch zum Eismeer. Am Donnerstag ist es feierlich eröffnet worden, mit Zeitung, Fernsehen und allem drum und dran. Die Besucher haben nun die Möglichkeit, auch das Innere des Baus zu begutachten.
Hierzu darf ich Jonas erwähnen, der so nett war und mir seine Eindrücke überlassen hat. Nina kann dazu gar nichts sagen, hat alles nur durch einen Schleier wahrgenommen.
Man kommt in einen Gang, sieht das Wasserbecken der Eisbären, wo sich allerdings keiner der beiden tummelte. Das Männchen soll recht ramdösig sein und sieht auch nicht gerade wie eine wahre Eisbärenschönheit aus, soll heissen: Es ist das hässlichste Exemplar, das Jonas je gesehen hat. – Wie viele Eisbärenmännchen hat er denn bis jetzt in seinem Leben schon gesehen?
Dann weiter und man kommt zum Becken, wo sich das Walross mit zwei Kegelrobben drin tummelt. (Ganz ehrlich, wenn ich Kegelrobben sehen will, fahre ich nach Helgoland, das gleiche gilt für Papageientaucher) Der Clou hier sind die beheizten Sitzsteine, so dass man sich als nierenkranker Mensch und garantiert keine Blasenentzündung holt.
Weiter durch lange, zum Teil dustere Gänge, die geradezu dazu einladen, dass sich da ein paar Erschrecker hinstellen. Ganz ehrlich, Jonas ist der festen Überzeugung, dass das die perfekte Geisterbahn wäre. Phantasie hat er, das kann man wirklich nicht leugnen. An den Wänden würde passend zur jeweiligen Landschaft auch was stehen. Weitere Becken kommen, dann auch die Pinguine, deren hintere Anlage man auch begutachten kann. Schliesslich der Raum für die Freiflieger mit Trottellummen und Papageientauchern. Dann übersieht man beinahe die Tür für die Königs- und Eselspinguine. Dort ist es nicht nur eiskalt – Jonas benutzte ein anderes, ähnliches Wort -, sondern stinkt auch ziemlich nach Fisch und Pinguin. Nunkommt man auf einen langen Gang, der mit der Geschichte des Eismeeres von damals bis heute geschmückt ist. Schliesslich betritt man eine Treppe und sieht an den Wänden die bedeutenden Daten fürs neue Eismeer. Noch schnell ein Blick über den Rand der Fläche geworfen und man hat es dann auch schon fast geschafft.
Jonas‘ Meinung: So toll ist das gar nicht. Der Vorgänger war besser.
Uriger wird er wohl gemeint haben. Die Bilder, die ich hier gesehen habe, sprechen für sich. Es mag alles grösser sein, aber schöner ist es bei weitem nicht. Viel zu eckig. zu steril, zu kalt. Das ist nicht das, was es war. Aber es war klar, dass das alte niemals wiederkommen würde. Und dennoch, man trauert dem Original-Eismeer hinterher. Denn dies war der Ort, wo „Die Spinnen“ gedreht wurde und noch andere Stummfilme.
Ach ja, Vorsicht vor dem Walross bei der Vorführung: Es spuckt auf Kommando. Da sollte man als Zuschauer nicht in den ersten Reihen stehen, sonst wird man unter Garantie nass.
Unter den „Gesammelten Werken“ gibt es ein paar Bilder vom neuen Eismeer. (Nicht mehr, vielleicht stelle ich sie irgendwann wieder ein.)

 
 

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Viva España – Wie Italien sich blamierte


Das ist gestern vielleicht ein Spiel gewesen. Wer hätte vorher gedacht, dass Italien so untergehen würde. 4:0 haben sie gegen Spanien gewonnen, damit ist den Iberern die Titelverteidigung gelungen. Drei Titel hintereinander zu gewinnen ist die neue Spitzenleistung.
Elefantenkuh Nelly aus dem Seregetipark Hodenhagen hat damit zum zweiten Mal daneben gelegen. Elefantenkuh Mala hingegen, ja, die alte Dame hat den richtigen Riecher besessen.
Erst war sie dafür, dass Italien im Habfinale gegen Deutschland gewinnt, obwohl beide Mannschaften sich noch nicht qualifiziert hatten. Tja, und dann sah sie Spanien als erneuten Europameister. Ein Hoch auf das inoffizielle Fussball-Orakel aus Hamburg. Den beiden Pappnasen Shahruhk und Shanti hat sie es gezeigt, die selbst nur zwei Spiele getippt haben. Mala hingegen tippte zwölf Spiele und lag nur ein einziges Mal daneben. Tja, so gehört sich das. Ihre Trefferquote lag bei über 95 Prozent. Das muss ihr natürlich erst mal einer nachmachen. Aber mit über vierzig Jahren Fussballerfahrung, weiss man auch, wie der Ball gespielt wird. Eine wirklich schlaue Kuh, die laut Jenala einen neuen unschönen Spitznamen von den Besuchern verpasst bekommen hat: Wackelelefant.
Klingt wirklich nicht schön, vor allem soll Mala das ja auch nun viel weniger machen als früher, obwohl es nun mehr auffällt, da sie allein im Gehege steht.
Jenala verweist dann gerne auf den Tatort „Tod im Elefantenhaus“. In einer der ersten Szenen, die im Elefantenhaus spielen, sieht man im Hintergrund einen Elefanten weben (Laien nehmen dies als Nicken wahr). Dieser Elefant ist Mala und sie steht da nicht allein, sondern neben weiteren Kühen.
Also hat es nichts damit zu tun, dass sie allein ist, sondern es ist einfach in ihr drin. Sie muss es tun, wenn sie nichts zu tun hat. Es ist aber erheblich weniger geworden, wie Jenala betont. Seit Hussein tot ist, ist es nicht mehr so extrem. Außerdem würde die Dickhäuterin auch nicht immer nur am Grabenrand stehen und auf Futter warten. Oft hält sie sich jetzt im hinteren Teil des Geheges auf, um ein Schlamm- oder San Bad zu nehmen. Und sie kommt nicht bei jedem Besucher, der sie füttern will. Vor allem Möhrenfitzel will sie nicht haben. Sie ist eben verwöhnt, seitdem sie alleine lebt. Und es bekommt ihr gut, wird Jenala nicht müde zu betonen.
Es wird ja immer nach dem Ergebnis des Obduktionsberichtes von Hussein gefragt. Leider ist da immer noch nichts bekannt oder es ist noch nicht an die Öffentlichkeit geraten. Wenn ich was weiss, wird es hier sofort stehen. Macht euch mal da keine Gedanken, wir wollen ja alle wissen, woran dieser Prachtbursche wirklich gestorben ist.

Ich bin doch jetzt wirklich ein wenig eingeschnappt. Da will ich meinen Blog in so einen Verzeichnis anmelden, und dann wollen die mich nicht. Dabei habe ich alle Forderungen erfüllt, und dennoch schmeissen die mich wieder raus. Nun gut, werde ich es nochmal versuchen, aber nicht heute. Nächte Woche ist auch noch ein Tag. Aber es ist doch wirklich frech. Wie können die so was machen? Ich gebe mir alle Mühe, schreibe nicht nur alle hundert Jahre etwas und dann kommt so was. Da bin ich wirklich beleidigt.

Ach so, noch etwas zum Hamburger Tierpark: Das Eismeer wird wohl innerhalb der nävhsten Tage komplett geöffnet. Warum ich das sage? Jenala hat die Eisbären auf ihrer Anlage gesehen und das bedeutet, dass die Scheibe eingesetzt worden ist. Damit dürfte einer Komplettöffnung nichts mehr im Wege stehen.

 

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Geplatzte Titelträume – Warum die Niederlage der Deutschen geplant war


Der grosse Traum vom EM-Titel ist ausgeträumt. Donnerstagabend hat Deutschland sang- und klanglos gegen den ewigen Angstgegner Italien verloren. Viele sind masslos enttäuscht, dabei ist es doch wirklich nicht überraschend gekommen. Ich wusste bereits, dass Italien verlieren würde, denn Elefantenkuh Mala hatte das bereits letzte Woche entschieden, als noch gar nicht feststand, dass Deutschland und Italien sich im Halbfinale begegnen würden. Die Dickhäuterin ist eben eine ganz schlaue, was sie wieder einmal bewiesen haben dürfte. Aber so wie Deutschland gespielt hat, war es wirklich kein Wunder, dass sie bereits in der ersten Halbzeit mit 2:0 zurücklagen. Die haben gespielt wie die letzten Stehgeiger. Gelähmt, trifft den richtigen Ausdruck. Und es mag nun wirklich nicht daran gelegen haben, dass es sich um den alten Angstgegner Italien handelte. Man hätte die Squadra Azzura besiegen können, doch sie wollten einfach nicht. Ja, dieser Schluss drängt sich mir auf, denn der Finalgegner von Spanien ist für den Confed-Cup in Brasilien qualifiziert. Wir erinnern uns, der Confed-Cup das ungeliebte Kind. Wenn möglich, versucht Deutschland sich davor zu drücken, schliesslich findet der immer ein Jahr vor der Weltmeisterschaft in dem jeweiligen Austragungsland statt. Tja, deshalb ist Deutschland 2008 mit Berechnung zweiter geworden im Finale der Europameisterschaft, denn 2009 wäre es nach Südafrika gegangen. Und wenn es nicht sein muss, fährt man in so ein entferntes Land nun wirklich nicht. Und so sind sie nun einfach im Halbfinale ausgeschieden, denn sie wären ja für den Confed-Cup qualifiziert gewesen, wenn sie ins Finale gekommen wären. Denn Spanien ist als Weltmeister bereits qualifiziert. Und nach Brasilien wollte die deutsche Mannschaft nun wirklich nicht. Also einfach mal verlieren, ist doch eh der Angstgegner, da fällt das nicht so sehr auf. Aber es gibt noch einen viel erheblicheren als den eben genannten. Angela Merkel hatte nach dem Viertelfinal-Spiel gegen Griechenland gesagt, dass sie zum Finale wiederkommen würde, wenn Deutschland denn tatsächlich das schafft. Klitzekleines Problem dabei: Das Finale findet nicht in Polen, sondern in der Ukraine, in Kiew, statt. Und was hatte Merkel noch mal gesagt: Richtig, in die Ukraine werde sie nicht gehen, wie auch andere Politiker nicht, um ein Spiel der deutschen Nationalmannschaft zu sehen. Was also hatte sie getan? Ein Versprechen gemacht, dass sie nicht halten konnte. Wie es aussah, hatte Merkel nicht bedacht, wo nun eigentlich das Endspiel stattfindet. Man sollte eben erst überlegen und dann sprechen. Wäre bei vielen Dingen wirklich besser, wenn es so ist. Und hier scheint Merkel wirklich erst gesprochen und dann gemerkt haben, was eigentlich Sache ist. Kiew ist die Hauptstadt der Ukraine und genau dort findet am morgigen Tag (01. Juli) das Finale statt. Spanien oder Italien, eine der beiden Mannschaften wird am Ende der Sieger sein. Wenn es nach Elefantenkuh Nelly aus dem Serengetipark Hodenhagen geht, wird Italien der neue Europameister sein. Wenn man mal auf 2006 zurückblickt, dann muss es wohl so sein. Denn da verlor Deutschland ja auch im Halbfinale gegen Italien. Bis jetzt lag Nelly ja immer richtig, wenn man mal vom Halbfinalspiel absieht. Elefantenkuh Mala, das inoffizielle Fussball-Orakel, hingegen ist schon ein alter Hase, was den Fussball betrifft. Auf vierzig Jahre Erfahrung mit dem runden Leder kann sie zurückweisen. Ja, die alte Dame weiss, wer das Spiel machen wird. So wusste sie auch, dass Deutschland gegen Italien verlieren würde. Ihre bisherige Ausbeute bei ihren Vorhersagen der EM kann sich sehen lassen. Bis auf ein Spiel – das Eröffnungsspiel – hat Mala immer richtig gelegen. Die alte Kuh weiss, wie der Ball rollt. Und so sagt sie auch, dass Italien gegen Spanien verlieren wird.
Ich persönlich glaube, dass Deutschland erst frühestens 2014 den nächsten Titel gewinnen wird. Denn von 1930 bis 1954 sind es genau 24 Jahre. Im Jahr 1990 wurde Deutschland das letzte Mal Weltmeister. 2014 ist es genau 24 Jahre her. Richtig, ich habe wieder meine seltsamen mathematischen Theorien hervorgekramt. Die ich bei jeder Weltmeisterschaft hervorhole. Bis jetzt hat es ja nie gestimmt, aber dieses Mal bin ich zuversichtlich, dass es doch mal stimmen könnte. Schliesslich findet sie WM 2018 ja in Russland statt. Und da kann man ruhig den WM-Titel gewinnen. Die Reise dorthin ist bekanntlich nicht so weit, aber die Demokratie ist in dem Land mehr als fraglich. Also, nach Nelly wird Italien morgen Europameister werden. Ist doch auch mal was, wo die ja im eigenen Land mal wieder durch irgendwelche Wettbetrügereien gebeutelt sind.
Elefantendame Mala hingegen hat sich für die Spanier entschieden. Ihnen würde damit nicht nur die Titel Verteidigung gelingen, sondern sie würden auch Sportgeschichte schreiben, da sie dann drei Titel hintereinander gewonnen hätten.

Bei Schlecker sollen angeblich am Donnerstag die allerletzten Artikel für 20 Cent verramscht worden sein. So geht eine Drogeriekette ihrem Ende zu. Besser gesagt ist sie jetzt nur noch Geschichte. So wie es auch die SchleckerXL-Märkte sein werden. Nur Ihr Platz hat noch eine reelle Chance weiter zu bestehen. Aber das hat man anfangs von Schlecker auch gedacht. Und nun gibt es die Läden nicht mehr. Ich komme mehrmals im Monat an Räumen vorbei, wo mal Schlecker drin gewesen ist. Sind da aber schon vor anderthalb Jahren raus. Seitdem stehen die Räume leer. Ist auch nicht besonders gross, aber wie wird es nun mit den jetzigen Läden sein? Werden sie wieder belegt werden? Und wenn ja, was kommt da rein?

Wann kommt denn jetzt eigentlich das Obduktionsergebnis vom Elefantenbullen Hussein? Sind die zehn Tage nun schon um oder nicht? Vielleicht bin ich einfach nur ungeduldig, aber ich will endlich wissen, ob meine Vermutung nun stimmt oder ich mich getäuscht habe. Allerdings frage ich mich, ob wirklich das wahre Ergebnis verkündet werden wird.

 

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Leichenfledderei geht über Schnäppchenjagd


Mit dem heutigen Tag hört die Drogerie-Kette Schlecker auf zu existieren. Die aller letzten Läden, wo es noch Restposten zu kaufen gab, machen heute dicht. Damit gibt es nun im hart umkämpften Geschäft einen Konkurrenten weniger.
Zuletzt hat es in den Läden, die noch Waren anzubieten hatten, 90 Prozent Rabatt gegeben. Ich bin nicht hin gegangen, obwohl ich sonst eigentlich kein einziges Schnäppchen auslasse. Hier allerdings wäre ich mir wie ein Leichenfledderer vorgekommen. Da sollten andere hingehen, um wirklich noch das letzte Laden zu holen. Kann man sich überhaupt darüber freuen, was man da günstig erstanden hat? Das müssen die beantworten, die dort für fast umsonst eingekauft haben.
Man kann nur hoffen, dass die Schlecker-Mitarbeiter möglichst bald eine neue Arbeitsstätte finden. Sie sind schliesslich schuldlos an der ganzen Misere. Ein Teil wird wohl von Rossmann und den anderen Drogerie-Ketten wie dm-Drogeriemarkt übernommen werden. Aber der größte Te dem il wird wohl keine neue Arbeit finden.
Machen wir uns doch nichts vor, die meisten werden arbeitslos bleiben, selbst wenn ihnen versprochen werden sollte, alle würden etwas Neues finden. Solch ein Versprechen gibt es nicht. Im Himmel findet kein Jahrmarkt statt.
Nun stellt sich die Frage, was aus der Schlecker-Tochter „Ihr Platz“ werden wird. Ich muss sagen, dass ich den Laden eigentlich nur in meinem Ski-Utlaub aufgesucht habe. Liegt aber auch daran, dass ich sonst an dem Laden gar nicht vorbeikomme, eher an dm oder Rossmann. Doch selbst in den Läden halte ich mich kaum auf. Die Hygieneartikel finde ich allesamt beim Discounter. Von der Zahnpasta über den Deoroller zu den Dingen, die Regina lieber selbst einkaufen sollte, als mich damit zu beauftragen. Ich finde es mehr als peinlich ihre Monatsartikel besorgen zu müssen. Wie sieht denn das aus?
Schlecker existiert nicht mehr, ist nur noch ein verblassender Fussabdruck in der Geschichte.

Und damit komme ich zu der bekanntesten Schildkröte der Welt: Lonesame (Einsamer) George.
Mit bedauern erfuhr ich am Montag, dass die letzte Schildkröte ihrer Art gestorben ist und damit ausgestorben. Alle Versuche, George zur Fortpflanzung zu bewegen, haben nicht gefruchtet. Der betagte Schildkröten Mann starb im besten Schildkröten-Mannesalter von hundert Jahren an Altersschwäche, genauer an Herzversagen. Er hinterlässt einige Weibchen, einer nah verwandten Unterart, die ihm Gesellschaft geleistet hatten. Mit innen hatte er auch züchten sollen. Was, wie bereits erwähnt, leider fehlschlug.
Lonesome George wird nicht vergessen. Er soll ausgestopft werden. Und zwar der gesamte Körper und nicht nur der Panzer. Das ist eine Anspielung auf den Hamburger Elefantenbullen Hussein, bei dem nur der Kopf präpariert werden wird. Vom Obduktionsergebnis hat man auch noch nichts gehört. So langsam fragt man sich, ob da auch noch was kommen wird.

Die Fussball-Europameisterschaft in Polen und der Ukraine nähert sich ihrem ultimativen Ende. Die Begegnungen stehen fest.
Spanien wird gegen Portugal spielen und Deutschland gegen Italien.
Ja, unser geliebtes Italien, gegen die wir in einem Wettbewerb noch nie gewinnen konnten. Nun treffen wir sie wieder. Erneut im fHalbfinale, wie anno 2006 bei der WM im eigenen Land. Revance wird gefordert, aber werden die Deutschen es wirklich schaffen, gegen Italien endlich den historischen Siegt zu machen?
Torakel Nelly aus dem Serengetipark Hhndodenhagen ist überzeugt, dass Deutschland es packen wird und versenkte den Ball im gegnerischen Tor. Elefantendame Mala, das inoffizielle Rüsselorakel, hingegen ist da weniger opitimistisch. Gegen England traute sie den Deutschen einen Sieg zu, aber gegen Italien sieht sie schwarz. Mala glaubt, dass Italien weiterkommen wird. Und bis jetzt hat sich noch jede ihrer Prognosen als richtig erwiesen – wenn man vom Eröffnungsspiel einmal absieht.
Auch beim Viertelfinal-Spiel Frankreich gegen Spanien lag die Elefantenkuh richtig, als sie für Spanien war. Aber das hätte auch jeder Blinde getippt, schliesslich waren sich die Franzosen untereinander ja wieder einmal nicht grün. Mala wusste von den Streitereien allerdings nichts, hat nämlich keinen Fernseher in ihrer Box stehen, obwohl sie angeblich schon lange mit dieser Wunderkiste liebäugelt.
Nelly sagt, Deutschland gewinnt, Mala sagt, Italien gewinnt. Einer von beiden wird gewinnen, am Ende wird sich zeigen, wer recht hatte. Spätestens um halb zwölf morgen Nacht werden wir den Sieger kennen. Vielleicht ist es Deutschland, aber vielleicht schon wieder Italien. Wir wissen es nicht.
Das einzige, was man mit Sicherheit sagen kann: Die Engländer werden ihren Elfmeter-Fluch einfach nicht los. Seit 1990 haben sie noch jedes Elfmeterschiessen verloren, meist gegen die Deutschen. Dieses Mal gegen Italien. Da kann man so viel üben, wie man will, es wird einfach nichts.
Beim Halbfinal-Spiel Spanien gegen Portugal sieht Mala übrigens die Portugiesen vorn. Die haben C. Ronaldo, der gut Fußball spielen kann, ansonsten aber nicht weiter erwähnenswert ist, außer bei „Waldis Club“.
Eine traurige Meldung hat mich aus Hellabrunn erreicht. Gestern starb die 53 Jahre alte Tina. Schon seit Monaten ging es ihr nicht gut, hatte extrem abgenommen und war auch sonst nicht ganz auf der Höhe. Ihre beste Freundin Steffi, die mit der Rüsselschwäche, stand ihr bei. Tina hatte sich hingelegt, Steffi stand neben ihr. So fand man sie am Morgen und entschied sich, die betagte Elefantendame einzuschläfern. Tina war die Leitkuh der Damenriege in Hellabrunn. Wer nun ihren Job machen wird? Ich weiss es nicht. Steffi hat eine Freundin verloren, ihre beste und engste Freundin, die sie seit 44 Jahren kannte. Niemand wird ihr diese ersetzen können, doch möge sie ihre Trauer bald überwinden. Das Leben geht weiter, auch wenn nun ein teil fehlen wird, der das eigene Leben bereichert hat.
Ruhe in Frieden, liebe Tina. Du wirst nicht vergessen werden.

 

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Wenn ein Elefant auf Reisen geht


Ich komme einfach von dem Thema Elefanten nicht weg. So sehr ich auch versuche, irgendetwas anderes zu finden, immer gibt es etwas, was ich über die grauen Riesen schreiben muss.
Dieses Mal geht es um den Elefanten, dem Jenalas Ersatzelefant seit zwanzig Jahren Gesellschaft leistet. Der besagte Dickhäuter feiert dieses Jahr seines Vierzigsten Geburtstag und ist ein erfolgreicher Zuchtbulle. Von wem die Rede ist? Von Elefantenbulle Hussein aus Hamburg.
Ein sehr ruhiger und liebenswerter Zeitgenosse, wie ihn Jenala beizeiten mal beschrieben hat, auch wenn sie ihn gerne auch mal als Arschloch bezeichnet. Das hat dann allerdings auch seine guten Gründe: Er benimmt sich Mala äusserst rüde gegenüber. Da könnte sie ihn am liebsten anbrüllen, wie sie mir mal verraten hat. Sie tut es bloss nicht, weil sie nicht wirklich glaubt, dass es ihn interessieren würde. Ausserdem will sie sich nicht lächerlich machen, glaube ich.
Aber er würde schon recht gut auf sie hören, ist sie überzeugt. Ich weiss nicht so recht. Mit Futter kann man beinahe jedes Tier gefügig machen.
Warum ich nun von Hussein rede? Tja, das hat damit zutun, dass er Hamburg schon bald in Richtung Belgien verlassen wird. Schon in der ersten Juni-Woche wird er seine Reise antreten. Jenala ist traurig, denn sie dachte, dass er ihr noch bis August erhalten bliebe. Nun geht es schneller, als alle gedacht haben. Plankendael, dort kommt er hin, hat die Daten veröffentlicht, seitdem ist klar, dass er noch vor den Kühen aus Antwerpen in seinem neuen Zuhause ankommen wird.
Mit Hussein wird in Hamburg eine erfolgreiche Ära der Elefantenzucht enden. Was man an ihm hatte, weiss jeder, was man haben wird, wenn der neue kommt, weiss niemand. Jenala will den neuen namens Thisiam alias der polnische Franzose nicht haben. Aber sie entscheidet nicht, also wird er kommen, ob sie nun will oder nicht. Genauso will sie nicht, dass Mala mit ihm ein Gehege teilen muss, wie sie es mit Hussein gemacht hat. Sie wird fünfzig und ist lieber alleine, als mit so einem Jungspund zusammen, von dem man nicht einmal sagen kann, wie er auf Mala reagieren würde. Für Hussein war sie in den letzten jahren sein Punchingball.
Mala soll auch schon ganz bedrückt wirken. Nicht mehr so fröhlich wie sonst, ausserdem würde sie andauernd Schutz bei Hussein suchen. Ich denke, was auch Jenala denkt, dass sie weiss, was passieren wird. Mit Hussein wird sicherlich irgendwie schon geübt, dass er problemlos in die Kiste gehen wird. Und was das heisst, wird Mala garantiert wissen. So ein Elefant, vor allem so ein alter wie Mala, ist schliesslich nicht blöd. Traurig und bedrückt soll sie wirken, sagt Jenala. Sie muss es wissen, schliesslich versteht sie mehr von der Psyche der Elefanten als ich. Auch wenn es heisst, man solle den grauen Riesen keine menschlichen Gefühle zugestehen, so denke ich schon, dass es nicht verkehrt ist, wenn man die Behauptung aufstellt, dass sie trauern oder sich freuen können. Man darf natürlich einen Elefanten nicht völlig vermenschlichen, aber die Dickhäuter sind den Menschen schon ähnlicher als wir bislang geglaubt haben. So Jenalas Überzeugung, die ich zu gewissen Graden auch teile.
Hussein war ein recht schöner Bulle und ist es immer noch. Sehr ruhig, wirft nicht mit Gegenständen um sich. Im Vergleich zu diesem Thisiam scheint er lammfromm zu sein. Denn der polnische Franzose hat seit Jahren keine Artgenossen gehabt, schmeisst mit Gegenständen um sich und hat noch einen weiteren Makel, den Jenala als äussert bedrohlich empfindet. Besonders im Hinblick auf ihren Ersatz-Elefanten.
Und was wird aus Mala werden? Das ist die Frage aller Fragen, die nicht nur Jenala beschäftigt. Die „alte Kuh“ würde sogar versuchen, Kontakt mit Mogli aufzunehmen, ihrer größten Konkurrentin. Jenala glaubt zwar nicht, dass Mala immer noch auf den Posten der Leitkuh auswäre, aber dennoch ist sie auch nicht dafür, dass sie in die Herde zurückkehrt. Der Umzug in eine Rentner-WG wäre eine Überlegung wert. Erscheint allerdings völlig abstruss, wenn man es näher betrachtet. Seit knapp 46 Jahren lebt Mala nun in Hamburg, kennt nichts anderes. Und dann soll sie plötzlich umziehen, sich an eine neue Umgebung gewöhnen und auch noch in eine ihr völlig fremde Gruppe einfügen. Jenala fürchtet, dass dies im schlimmsten Fall zum Tode führen könnte. Im übrigen ist sie dafür, dass Mala genug gebüsst habe. Zwanzig Jahre seien genug. Nun fordert sie Freiheit für Mala, was nichts anderes bedeutet, als das besagte Kuh in das Gehege kommen soll, wo die beiden Junggesellen Schahruhk und Shanti momentan leben, bevor sie nach Polen übersiedeln werden. So wäre sie sehr weit weg von diesem Thisiam. Jenala will nicht rausrücken, was es ist, warum sie ihn nicht in Hamburg haben will. Aber es scheint es schwerwiegendes zu sein. Man wird es noch herausfinden.

Die Bundesliga ist vorbei. Die Relegations-Hinspiele haben stattgefunden und heute wird entschieden, wer den DFB-Pokal bekommen wird. Tja, ich sage mal, es wird zum Elfmeterschiessen kommen. Alles andere wäre irgendwie langweilig. Und vor allem gönne ich Bayern nun überhaupt nicht den Titel, obwohl ich in derselben Stadt wohne, aus der der Verein kommt.
Verwirrung stiftete zu Beginn der Woche der FC St. Pauli, als er eine Pressekonferenz anberaumte, wo verkündet werden sollte, dass sie sich von Trainer Andre Schubert trennen würden. Die Pressekonferenz gab es, allerdings fiel sie anders aus, als erwartet. Schubert blieb.
Das liess Boden für Spekulationen zu. Hier meine: Sie wollten Stanislawski wieder haben, aber der wollte nicht, da er mit Köln liebäugelte.
Tja, mit denen ist er sich nun handelseinig geworden. Er wird neuer Trainer und soll Köln zurück in die erste Liga führen. Also eher gewinnt St. Pauli den DFB-Pokal, als dass Stanislawski mit Köln aufsteigt. Selbst wenn er seinen Co-Trainer dabei hat. Jonas hat da ja immer noch seine Theorie, wie er Jahrgangsbester im Fussballlehrer-Lehrgang wurde. Aber das wiederhole ich jetzt nicht noch einmal.
Warum er nicht zu St. pauli zurückwollte? Tja, er will doch irgendwann einmal den HSV trainieren, da kann er doch nicht einfach wieder an seine alte Wirkungsstätte zurückkehren. Aber Köln ist auch nicht wirklich besser.
Hier die wahrscheinlichste Theorie, warum Schubert bei St. Pauli nicht entlassen wurde: Der Verein hat nicht das Geld, um ihm eine Abfindung zu zahlen.

Und wen es noch interessiert. Castle ist um eine fünfte Staffel verlängert worden. Wurde vor zwei Tagen entschieden. Von Bones wird es auch eine achte Staffel geben. Da laufen ja gerade die letzten Folgen der sechsten Staffel. Den Episodenhauptdarsteller hätte ich gar nicht erkannt, wenn ich nicht die Besetzungsliste gesehen hätte. Der hat in der Neuverfilmung von „Die Mumie“ Imhotep gespielt. Ist auch schon über zehn Jahre her. Dreizehn Jahre, oder?

 

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