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HSV – Abstieg in die Bedeutungslosigkeit?


Das gefällt der GDL nun gar nicht. Da haben sie sich breitschlagen lassen, um mit der Bahn zu verhandeln und dann beschliesst der Bundestag doch einfach das Tarifeinheitsgesetz. Das heisst, dass nicht mehr jede Gewerkschaft zu einem Streik aufrufen kann, wenn es unzufrieden ist in einem Betrieb und die Mitglieder mehr Geld erhalten sollen. Nur noch die Gewerkschaft mit den meisten Mitgliedern des Betriebes hat was zu sagen und kann für aklle anderen Gewerkschaften mitverhandeln. Das bedeutet, dass die GDL nun nicht mehr einfach zum nächsten Streik aufrufen kann und uns verärgert, weil kaum noch ein Zug fährt.
Denn die GDL macht grosses Theater, aber in Wirklichkeit ist diese Gewerkschaft gar nicht die grösste bei der Deutschen Bahn. Wer hätte das gedacht? Na gut, es heisst auch immer, viel Lärm um nichts und die Kleinsten sind immer die Lautesten. Das scheint bei der GDL wohl auch zuzutreffen.
Aber es wird deutlich, dass sie dieses Tarifeinheitsgesetz gefürchtet haben, warum sonst zwei Streiks kurz hintereinander? Der angeblich längste Streik aller Zeiten wurde recht schnell nach drei Tagen abgebrochen. Man könnte fast sagen, dass die GDL eingeknickt ist, denn erst grossspurig etwas verkünden und das dann nicht durchhalten. Bis Mitte Juni herrscht nun die Friedenspflicht und es wird nicht gestreikt. Aber danach kann bis zum 30. Juni durchaus gestreikt werden, wenn die Bahn nur auf Zeit spielt und kein vernünftiges Angebot macht. Denn genau das hat die GDL immer gesagt, die Bahn würde die Verhandlungen verschleppen, weil sie aufs Tarifeinheitsgesetz warte.
Indirekt ist es schon eine Ungerechtigkeit, weil es das Streikrecht beschneidet. Denn nun kann nicht mehr jede Gewerkschaft streiken, wenn sie es will, sondern muss sich an die grösste Gewerkschaft des Betriebes halten. Es soll nun nicht mehr jeder sein eigenes Süppchen kochen. Auch wieder richtig, denn was soll das denn, wenn die einen zufrieden sind, sich aber die anderen übervorteilt fühlen? Da fangen die einen zu streiken an, bekommen ihr Prozente. Das führt zum Zornesausbruch der anderen, die nun auch ihr recht haben wollen.
Das kann ewig so weitergehen bis auch die letzte GEwerkschaft für ihre Mitglieder ihr Recht bekommen hat. Ob das gut für den jeweiligen Betrieb ist, interessiert dabei nicht.
Und um genau das zu verhindern, wurde nun das Tarifeinheitsgesetz beschlossen.
Das Gespenst, dass der GDL nun im Nacken sitzt und das sie und andere kleinere Gewerkschaften nicht akzeptieren wollen. Es heisst schon, dass gegen das GEsetz geklagt werden soll. Ist ihr gutes Recht. Und ich bin wirklich gespannt, was am Ende das Gericht entscheiden wird.
Denn es gibt auch Nachteile. Beispielsweise kann ein Betrieb diejenigen Mitarbeiter hofieren, die in der Gewerkschaft mit den meisten Mitgliedern des BEtriebes sind. Alle anderen müssen sehen wo sie bleiben. Und sie können keine Verhandlungen führen, weil sie nun mal eine kleinere Gewerkschaft sind. Nachteile gibt es immer.
Und genau deshalb hat die GDL den Druck auf die Bahn in den letzten Wochen erhöht. Sie wollen eine Entscheidung, bevor das Tarifeinheitsgesetz kommt. Ob sie zufrieden sein werden? Das wird man sehen.

Heute ist mal wieder der Tag, wo sich Europa zum grossen Singen trifft. Zum grossen Jubiläum ist dieses Mal auch ein Land vertreten, das mit Europa nicht viel zu tun hat. Nun gut, es gehört zum Commonwealth, also zu Grossbritannien, aber das ist auch schon die einzige Verbindung. Von welchem Land ich spreche? Na, von Australien, die sehr grosse Fans des alljährig stattfindenen Eurovision Song Contest sind. Kaum zu glauben, aber die Australier finden das toll. Und weil sie so treue Fans sind, dürfen sie dieses Jahr auch mitmachen. Das Lied soll angeblich nicht ausser Konkurrenz laufen, aber falls das australische Lied gewinnen sollte, wird der Wettbewerb im nächsten Jahr nicht in Australien stattfinden. Ist nun einmal nicht Europa.
Als Favoriten werden Schweden oder Russland genannt. Wie oft hat Schweden in den letzten Jahren jetzt gewonnen? Wissen die, wie man einfach einen Siegertitel schreibt oder ist es einfach nur Glück?
Wie wird das eigentlich aussehen, wenn Russland gewinnen sollte. Ausser den Verbündeten wird niemand mitmachen oder wie sieht das aus? Denn der Ukraine-Konflikt wird dann immer noch nicht beigelegt sein. Dürfte lustig werden. Russland macht den offiziellen ESC und im restlichen Europa findet dann eine Gegenveranstaltung statt, weil man mit Russland und vor allem Putin nichts zu tun haben will.
Aber wer sagt, dass Russland gewinnen wird? Genauso wird Ann-Sophie nicht gewinnen. Das Lied erinnert zwar in entfernter Weise an den Siegertitel von Lena Meyer-Landruth, aber ansonsten ist es nichts Besonderes. Mittelfeld, wenn nicht sogar darunter. Da sehe ich persönlich Deutschlands Platzierung.
Die Finnen, auch als Favoriten gehandelt, haben es leider nicht ins Finale geschafft. Dafür ist Belgien drin, die sollen auch nicht schlecht sein, habe ich mir sagen lassen. Aber ansehen tue ich es mir nicht. Da lese ich lieber ein Buch. Das ist besser.

So, komme ich endlich zu dem Thema, dass ich als Überschrift gewählt habe.
Der HSV steht heute vor seinem letzten grossen Spiel in dieser Saison. Sie müssen gewinnen, um noch den Hauch einer Chance zu haben, um in der Ersten Liga zu bleiben. Natürlich müssen auch alle anderen Mannschaften vor ihnen so spielen, dass der HSV drinbleibt. Das bedeutet, dass Freiburg gegen Hannover gewinnen sollte und Stuttgart Unentschieden spielt. Dann wäre der HSV ohne in die Relegation zu müssen gerettet. Aber in dem Spiel Freiburg gegen Hannover muss es einen Sieger geben, sonst ist praktisch alles vorbei, falls Suttgart mindestens einen Punkt in Paderborn holt.
Der HSV hat es letztewoche selbst versaut, als sie gegen Stuttgart verloren. Mindestens ein Unentschieden hätte ihnen besser getan. Aber wenn man nicht zum Torabschluss kommt…
Der HSV ist schon seit JAhren das Sorgenkind der Bundesliga. Stolz darauf noch nie abgestiegen zu sein, haben sie in letzter Zeit eigentlich nur in den Nachrichten gestanden, weil sie mal wieder einen Trainer entlassen haben. Damit könnte der HSV tatsächlich den Hauptgewinn erzielen.
Liegt es etwa daran, dass die Trainer nichts getaugt haben oder sie einfach nicht mit den Spielern zurechtgekommen sind? Man weiss es einfach nicht. Aber wahrscheinlich dürfte es eher daran liegen, dass die Spieler sich untereinander nicht grün sind. Wie kann es sonst sein, dass sich mannschaftskollegen in der Halbzeitpause prügeln? Das demoralisiert auch die anderen. Animositäten sollte man ausserhalb des Spielfeldes klären und zwar besser mit Worten als mit den Fäusten. Aber im Abstiegskampf liegen die NErven blank, heisst es immer. Wieso ist dann aber eine Mannschaft wie Paderborn ganz anders eingestellt? Die kämpfen bis zum Abpfiff. Mögen vielleicht dennoch verlieren, aber sie geben nicht auf. Und genau das hat der HSV in dieser Saison oft getan.
In der vergangenen Saison stand es schon auf MEssers Schneide und der HSV kam nur durch Glück in die Relegation, die sie ebenfalls durch ein glückliches Unentschieden gewannen.
Aber nun stehen sie mit dem Rücken zur Wand. Sie müssen gewinnen und ebenfalls darauf hoffen, dass die anderen Vereine vor ihnen so spielen, dass sie doch noch in der Liga bleiben. Ansonsten heisst es Abstieg und der Bundesliga-Dino war einmal.
Vor allem steht zu befürchten, dass der HSV bei einem Abstieg nicht wieder auf die Beine kommen wird. Praktisch die gesamte Mannschaft wird den Verein bei einem Absiteg verlassen. Bei einigen kann man darauf auch nur hoffen, weil sie viel Geld gekostet haben und nie wirklich etwas brachten. Zudem steht es finanziell auch nicht zum besten. BEi einem Abstieg bedeutet das noch einmal, dass es weniger Geld gibt.
Auch mit weniger Geld kann man arbeiten und auch eine gute Mannschaft zusammenkriegen. Nur daran hapert es beim HSV. In den letzten Jahren haben sie wahllos Leute eingekauft, die zwar in ihren vorherigen VEreinen Leistung brachtenund Tore erzielten, nur beim HSV waren sie dann ein Fehleinkauf. Das ist doch seltsam, denn das ist nicht nur einmal vorgekommen, sondern mehrfach.
Der HSV muss heute kämpfen und hoffen, dass sie Schützenhilfe bekommen. Wenn nicht, dann ist der Abstieg in die Zweite Liga nicht mehr aufzuhalten.
Die Pusteblume hat vorhergesagt, dass der HSV gegen Schalke gewinnen wird. Aber ob der HSV auch die Klasse halten wird, dazu wollte sie nichts sagen.
Falls sie absteigen, könnten sie in der nächsten Saison zwei Spiele gegen einen Gegner haben, dem sie schon lange nicht mehr begegnet sind. Die Anfahrt wäre sogar mit dem Fahrrad machbar. Aber dazu muss der FC St. Pauli auch erst einmal die Klasse halten. Und ob sie das schaffen, ist fraglich. Sie stehen relativ gut, aber gerettet sind sie nicht. Immer noch können sie absteigen. Sie müssen gegen Darmstadt gewinnen, um ganz sicher zu sein, in der Zweiten Liga zu verbleiben. Aber immer wenn es wichtig wurde, verlor St. Pauli. ISt immer so gewesen.
Deshalb glaubt hier die Pusteblume auch nicht, dass St. Pauli gegen Darmstadt gewinnen wird. Vor allem will Darmstadt noch aufsteigen. Also wollen sie drei Punkte.
Und während die Pusteblume an eine Niederlage glaubt, ist Elefantendame Mala mehr von einem Unentschieden überzeugt. Das hilft ihnen zwar auch nicht viel weiter, aber damit haben sie noch eine reele Chance, die Klasse zu halten.
Noch nie war der letzte Spieltag spannender. Der deutsche Meister steht seit längerem fest, aber wer absteigen wird, das wird sich erst mit dem Abpfiff entscheiden.
Elefantendame Mala ist froh, wenn diese Saison endlich vorbei ist. Zuviel hat sie mit ihrem Lieblingsverein gezittert und sich über ihn aufgeregt. Deshalb sehnt sie die Ruhe herbei.
Doch leider ist ihr das nicht vergönnt. Denn vor wenigen Tagen hat eine der Hannoveranerinnen ein Jungtier zur Welt gebracht. Es ist ein Mädchen und quietschfidel.
Ich war nur etwas überrascht, dass es schon das dritte Kind für Farina sein soll. Dabei ist die doch gerade einmal elf Jahre alt. Wenn man da nach hamburg sieht. Da bekommt Kandy nun mit 12 ihr erstes Jungtier. Das ist ein ordentliches Alter, meiner Meinung nach. Vor allem achtet man in Hamburg auch auf eine Erholung der Mutter und schickt sie nicht gleich danach wieder zum Bullen. In Hannover geht das immer Schlag auf Schlag. Furchtbar, wie ich finde. Ein Elefant ist doch keine Reproduktionsfabrik.

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Die Türkei am Abgrund oder mittelalterliches Russland


In der Türkei herrschen Wut und Trauer zu gleichen Teilen. Wut auf Ministerpräsident Erdogan und Trauer um die tödlich verunglückten Minenarbeiter. Knapp dreihundert sind tot, mehr als dreihundert fünfzig konnten lebend gerettet werden, aber immer noch werden etwa 300 vermisst. Sie noch lebend aus der Mine zu holen, dürfte kaum möglich sein.
Kritik der Überlebenden, Angehörigen und weiteren wird am Staat laut. Seit diese die Minen privatisiert hätten, würden sich die Unglücke häufen, ist noch die harmloseste Kritik. Wobei ich mich frage, ob die Bedingungen wirklich besser waren, als dem Staat noch die Minen gehörten. Wenn man zurück in die Vergangenheit sieht, verklärt man vieles. Ausserdem hätte es dann doch einen zweiten Schacht gegeben, oder nicht? Die Bedingungen können doch nicht auf einmal sich drastisch verändert haben. Das ist unmöglich.
Nun regt sich vor allem Kritik an Erdogan, die seit der Gazi-Park-Affäre – so nenne ich das mal – in Gange ist. Das Schlimme ist, dass der türkische Ministerpräsident diese Kritik auch noch mit seinem unbedachten Verhalten und unbedachten Äusserungen nährt. Zudem soll er nun auch ein Mädchen getreten haben, nachdem schon sein Berater jemanden mit Fusstritten traktierte.
Ich weiss wirklich nicht, warum Erdogan und seine Anhänger die Situation noch hochschaukeln, anstatt die Menschen zu besänftigen. Das versucht Präsident Gül, aber viel wird er nicht ausrichten können.
Bedeutend an der ganzen Situation ist, dass die Region, wo das Minenunglück geschehen ist, die Mehrheit der Menschen bei der letzten Wahl für Erdogans Partei gestimmt haben. Und nun die grosse Umkehr.
Die Wut ist seit langem in den Menschen, vor allem in den jungen, die nicht damit zufrieden sind, wie Erdogan die Türkei regiert. Der Gazi-Park war die Spitze des Eisbergs, nun ist das Fass zum überlaufen gebracht worden.
Demonstrationen werden gewaltsam aufgehoben, aber das werden die aufgebrachten Menschen irgendwann nicht mehr akzeptieren. Ob dann der Türkei ein Umsturz wie in Ägypten oder Libyen droht?
Wenn die türkische Regierung ihre Haltung nicht schnell ändert, könnte es wirklich dazu kommen.
Des weiteren wird Kritik daran laut, dass die Türkei keine Hilfe aus dem Ausland annehmen will. Länder wie Deutschland, Frankreich, natürlich die Europäische Union, die USA und sogar Israel haben ihre Hilfe angeboten, aber die Türkei scheint sie nicht zu wollen. Dabei sind noch an die dreihundert Kumpel in der Mine gefangen. Einige von ihnen könnten vielleicht noch leben, aber ohne schnelle und professionelle Hilfe werden nur noch Tote geborgen werden. Ich will den türkischen Kräften gar nicht absprechen, dass sie das nicht selbst könnten, aber manchmal ist es wirklich hilfreicher, wenn man Kräfte vor Ort hat, die mit solchen Situationen umgehen können.
Aber schon beim schweren Erdbeben von Van im Oktober 2011 hatte die Türkei jegliche Hilfe abgelehnt. Die angebliche Begründung: Zu viele Hilfskräfte würden nur für Chaos suchen. Wenn man es richtig organisiert, passiert da gar nichts und es bricht kein Chaos aus.
Wir können gar nichts tun, nur zusehen, was die Türkei macht. Das Minenunglück spaltet das Land in zwei Lager. Die Erdogan-Gegner und dessen Befürworter. Wenn man sich nicht um Besänftigung bemühen wird, kann das noch etwas Schlimmes draus erwachsen.

So, in der vergangenen Woche trafen sich Hollande und Merkel in Mecklenburg-Vorpommern und beschlossen mal wieder ein paar Sanktionen gegen Russland, weil es immer noch nicht in der Krim-Krise Vernunft angenommen hat. Allerdings geht es bei diesen Sanktionen mal wieder nur um irgendwelche Kontosperrungen und Einreiseverboten in die EU.
Also bitte, wen interessiert das denn? Putin jedenfalls nicht. Der lacht über diese Einfallslosigkeit. Deshalb empfehle ich Sanktionen, die Russland richtig wehtun, besonders jetzt, wo die russische Wirtschaft am Boden liegt.
Was man da am besten machen kann? Na, beispielsweise den Hamburger Hafen für russische Schiffe und vor allem Waren sperren und dann auch noch alle weiteren EU-Containerhäfen wie Wilhelmshaven oder Rotterdam. Das wird Russland wehtun, denn ohne die Exportmarkt wird es der russischen Wirtschaft nur noch schlechter gehen. Kontosperrungen hingegen sind doch ein Furz dagegen.
Wenn man schon was machen will, dann sollte Russland wirklich geschadet werden. Aber ob das Putin dann nicht zum Anlass nimmt, um Krieg zu machen? Denn die Wirtschaft lässt sich bekanntlich am besten ankurbeln, indem man einen Krieg macht. Aber dieser Krieg muss kurz sein, sonst kehrt sich der Erfolg – der Wirtschaft – ins Gegenteil um.
Für einiges Kopfschütteln sorgt Russland wegen des Gewinns von Conchita Wurst beim Eurovision Song Contest (ESC). Sie sehen in dem Wettbewerb nichts Seriöses mehr und wollen nun ihren eigenen ESC gründen: The voice of Eurasia.
Das Conchita Wurst überhaupt fünf Punkte aus Russland bekommen hat, wundert mich wirklich. Aber vielleicht konnte die Jury nichts gegen das Telefonvoting machen. Tja, so ist das halt. Aber Russland ist geschockt. Anscheinend ist ganz Europa schwul. Denn wahrscheinlich setzen sie einen Travestiekünstler bzw. eine Draque-Queen mit Homosexualität gleich. Das muss nicht immer nicht sein. Aber in Russland sind sie derartig engstirnig im Denken, dass ich das Gruseln bekomme.
Da haben sie in Moskau für hundert Jahre den Christopher Street-Day verboten, dann eine Demonstration der Schwulen, weil es die Jugend gefährden könne. Denn das Gesetz lautet, dass man in Gegenwart von Minderjährigen nicht über Homosexualität sprechen darf oder sonstwie darauf aufmerksam macht. Denn die arme Jugend könnte sich ja an „dieser Krankheit“ – die glauben in Russland wohl wirklich daran, dass es eine Krankheit ist – anstecken. Das ist tiefste und dunkelste Mittelalter-Denkweise. So denkt ja nicht einmal mehr die katholische Kirche – also die Mehrheit, Ausnahmen gibt es immer.
Wenn also die Russen wieder so gedanklich im Mittelalter sind, wann wird denn dann die Folter wieder eingeführt? Oh, ich vergass, im Verborgenen gibt es sie bereits, besser, war sie nie abgeschafft. Genauso wie es noch die Gulags gibt, auch wenn sie heutzutage eine andere Bezeichnung tragen.
Wenn alles nicht so traurig wäre, könnte man wirklich darüber lachen.

Morgen steht das Rückspiel in der Relegation Bundesliga gegen Zweite Bundesliga an. Also der 16. der Ersten Liga gegen den 3. der Zweiten Liga. Kurz gesagt: HSV gegen Greuther Fürth. Das Hinspiel war schon einmal nichts. Der HSV erschreckte mit Standfussball à la Skibbe, bekam nichts zustande – ausser einem Abseitstor. Kurz vor Beginn des Spiels war auch noch Stammtorhüter René Adler ausgefallen – Rücken. Also Drobny im Tor. Meiner Meinung nach hat er die Null gehalten. In letzter Zeit hat Adler viele Fehler gemacht, wobei natürlich auch die Abwehr nicht ganz fehlerlos gewesen ist. Ein Spieler, der meiner Meinung nach recht spät eingewechselt wurde, war Marcell Jansen. Einer der wenigen Spieler, die wirklich laufen können. Wenn der HSV sich morgen wieder so ein Spiel wie am Donnerstag leistet, dann wird es die Zweite Liga. Dann ist es vorbei.
Übrigens betrachte ich Jonas‘ Vermutung, dass der FC St. Pauli absichtlich in den letzten fünf Spielen so schlecht gespielt hat, weil sie in der Relegation nicht gegen den HSV antreten wollten, nun mit ganz anderen Augen. Ich glaube jetzt wirklich, dass es wahr sein könnte. Aber hätte St. Pauli sich mehr angestrengt, wären sie mindestens auf dem zweiten Platz gelandet und damit dem HSV aus dem Weg gegangen.
Elefantendame Mala und ihre Nachfolgerin Schlaubeutel tippten beide das Hinspiel der Relegation – und lagen daneben. Beide waren sehr euphorisch gewesen und hatten auf einen Sieg des HSV getippt. Angeblich hätte aber der Schlaubeutel auch ein Unentschieden getippt, beim Rückspiel, wie Jonas sagte. Ein Unentschieden würde den HSV auch weiterbringen im Rückspiel, aber sie müssten 1:1 spielen. Allerdings müssten sie dazu erst einmal das Tor treffen – und nicht das eigene.
Also, was sagen Mala und der Schlaubeutel nun zum Rückspiel? Mala tippt erneut auf einen Sieg des HSV. Sie ist einfach unbelehrbar oder ist sie etwa im Stress? Denn innerhalb einer Woche vier Spiele zu tippen, ist nun auch nicht ohne. Beim Schlaubeutel könnte man sich das auch fragen, denn sie wurde sofort mit mehreren Fragen bombardiert. Wobei Jonas vergessen hat, den Schlaubeutel nach dem DFB-Pokal-Finale zu befragen. Hat er völlig verschwitzt. Manchmal weiss er halt nicht, wo sein Kopf steht. Der Schlaubeutel hat sich beim Rückspiel des HSV gegen Greuther Fürth ein Unentschieden „vorhergesagt“, wie ich bereits erwähnte.
Mala hat auch das DFB-Pokalfinale getippt, hat schliesslich sonst nichts zu tun, wie sie zu sagen pflegt. Und was sagt die liebe Kuh? Dortmund würde gewinnen. Na, da hoffe ich wirklich, dass sie dieses Mal den richtigen Riecher bewiesen hat und Bayern wirklich verliert.
Mala hat jetzt wieder ein wenig mehr zu tun, denn ab heute gibt es wieder das beliebte Elefantenbaden vor Publikum. Mala freut sich schon darauf, schliesslich ist sie eine Wasserratte. Nichtsdestotrotz ist ihr manchmal ganz schön langweilig und sie webt. Allerdings sagt Nina, dass es sich immer noch um Einsamkeitsweben handeln würde. Also, dass Mala sich nicht wirklich wohl fühlt. Es sei ein schnelleres Weben als in ihrem Zuhause. Wer Mala kennt, wird es beurteilen können. Aber das sie nach knapp zwei Jahren immer noch trauert, sollte einem zu Denken geben.
Soll ich jetzt dem HSV die Daumen drücken? Ich bin bekanntlich kein HSV-Fan und werde es nie sein, aber irgendwie in die Zweite Liga? Ich weiss es nicht.

 

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Das heiter bis tödlich-Karussell dreht sich weiter


Wie es scheint, hat sich die „heiter bis tödlich“-Reihe in der ARD im Vorabendprogramm etabliert. Allerdings sind alle Serien der Reihe immer noch mässig erfolgreich. Ist eben eine hartumkämpfte Zeit ab 18.50 Uhr.
Die beliebteste Serie ist nach wie vor „Hubert & Staller“, die ich damals zu Beginn der ganzen „Heiter bis tödlich“-Reihe schon am besten fand. Anfang Staffel drei schwächelte die Serie leicht, fand dann aber zu alter Stärke zurück. Besonders hervorzuheben ist, dass man der Figur Riedl – die Dumpfbacke schlechthin – grösseren Raum gegeben hat. Nervig wird es aber so langsam mit der Dummheit des Polizeichefs. Das ist doch nicht mehr normal. So langsam glaubt man wirklich, Girwiz wurde aus dem Ruhrpott in die bayerische „Provinz“ versetzt, damit er bloss kein Unheil mehr anrichten kann. Genaue Gründe sind ja bis jetzt nicht genannt worden oder habe ich da mal was verpasst?
Jedenfalls wird diese Serie nun in die vierte Runde gehen, während andere bereits nach der ersten Staffel in der Versenkung verschwanden. Besonders schade ist dies bei „Fuchs & Gans“ und „Nordisch Herb“. Beide Serien waren schön gemacht, nicht zu verrückt und vor allem hatten sie Herz.
Dann gibt es Serien, die verlängert werden, wo ich mich frage, wer die eigentlich gut findet. So bei „Akte Ex“ oder „München 7“, wobei letzteres ein bayerisches Grosstadtrevier ist. Und da ich bereits die Serie nicht leiden kann…
Bei „Morden im Norden“ muss ich sagen, dass ich gegen eine Verlängerung nichts hatte, auch wenn es nicht meine Serie war. Aber die zweite Staffel war überhaupt nichts. Der wichtigste Punkt, die nervigen Tanten des Kommissars, verschwanden nach und nach ganz aus der Serie. Das ist wirklich schade, denn mit den beiden hat die Serie gelebt, jetzt gibt das nur noch den Schreibtischkollegen, der Punkt fünf den Stift fallen lässt, auch wenn er gerade etwas Wichtiges zu bearbeiten hat. Mag ja lustig sein, aber die Serie hat viel verloren. Besonders nervig ist der Chef der Truppe geworden. Weil er es zu Hause, nachdem ihn seine Frau mit den Kindern verlassen hat, in der Einsamkeit nicht mehr aushält, nervt er seine Truppe und will bei den Ermittlungen mitmischen. Das geht auch weniger penetrant, ie ich finde.
Nun wird am Dienstag die dritte Staffel beginnen. Ich bin schon gespannt, was sich dieses Mal alles geändert hat und ob sich nicht alles zum noch schlechteren wenden wird. Kann natürlich passieren. Bei „Hauptstadtrevier“ hat sich nur in so viel was geändert, dass das Haus der Familie Klug nicht mehr mitspielt und somit auch kein Einblick ins Familienleben gewährt wird, genauso ist Karlas Imbiss kaum noch zu sehen. Das ist zu verkraften. Seltsam ist nur, dass es plötzlich nicht mehr nur um Betrug geht, sondern auch um Mord und Totschlag. Hat sich da wegen der Sparmassnahmen in Berlin irgendwas geändert?

Bei der Serie „Alles Klara“ geht das Gerücht um, dass die Serie nicht um eine weitere Staffel verlängert wird. Also, wenn das stimmen sollte, ist das eine bodenlose Gemeinheit und Frechheit. Denn das ist die mit Abstand zweitbeste Serie der „Heiter bis tödlich“-Reihe. Gut, vielleicht mag die Zuschauerquote nicht stimmen. Aber hier geht es nicht immer nur um Quote, sondern darum, was die Zuschauer sehen wollen, selbst wenn es nur eine Handvoll sein mag. Wofür zahlen wir eigentlich Gebühren – auch wenn der Rundfunkbeitrag nun um einige Cent gesenkt wird -, wenn wir nur Mist präsentiert bekommen? Da kann man doch wohl erwarten, dass eine Serie wie „Alles Klara“ fortgesetzt wird. Aber mit „Fuchs & Gans“ wurde ja auch im Müllkadtenprinzip verfahren. Was nicht die richtige Quote erreicht, kommt weg. Das ist eine intelligente Serie gewesen und wird in der letzten Zeit von vielen Heiter bis tödlich-Fans auf Facebook nachgefragt, ob es noch eine weitere Staffel geben wird. Da sollte der SWR vielleicht noch einmal überlegen.
Glücklicherweise wird nach der Pilotfolge „Wenckes Verbrechen“ diese abscheuliche Serie nicht weitergeführt. Ich hatte immer gedacht, dass es nach „Zwischen den Zeilen“ nichts Schlimmeres geben würde. Ich hatte mich getäuscht. „Wenckes Verbrechen“ toppte alles. Bei der Sendung bin ich sogar zwischendurch aufgestanden und habe mich irgendwelchen blöden Arbeiten gewidmet, nur damit ich nicht durchdrehe. Das war das erste Mal, dass ich so was gemacht habe. Die Serie war noch schlimmer als grenzdebil.
Nun kommt am Donnerstag eine neue Serie in der Reihe: „Koslowski & Haferkamp“. Also der letzte Name erinnert mich an Tatort und Hansjörg Felmy. In den 70ern hat er nämlich einen Tatort-Kommissar gleichen Namens gespielt. Als das mal im WDR wiederholt wurde, habe ich einige Folgen gesehen. War gar nicht schlecht. Mal sehen, wie die neue Serie werden wird. Ich hoffe mal, dass sie gut wird.
Und ab übernächste Woche läuft anstelle von „Hubert & Staller“ dann „Monaco 110“. Tja, da muss ich dann an Helmut Fischer denken und an sein „Spatzl, schau wie i schau.“ Zu schön, aber so wird es natürlich nicht sein. Auch da bin ich recht gespannt.
Weitere neue Serien der „heiter bis tödlich“-Reihe sind bereits angekündigt. Das ist einmal „Unter Gaunern“, das von jemandem handelt, der aus einer Gaunerfamilie stammt. Und dann noch „Der Mama“, wo es um einen frühpensionierten Kommissar geht, der das ermitteln nicht lassen kann. In der Hauptrolle Hansa Czypionka, was mich insofern freut, weil man diesen Darsteller viel zu selten sieht und dann meist als Bösewicht. Die Serie klingt auch recht vielversprechend, im Gegensatz zu „Unter Gaunern“. Das wird wohl wieder so eine pleite werden. Aber ich lasse mich gerne überraschen.
Und das mit „Fuchs & Gans“ sollte sich der SWR wirklich noch einmal überlegen. Eine Super-Serie, und nicht nur ich denke so.

Der Sieger, wer nach Dänemark zum Eurovision Song Contest fahren darf, steht fest. Zu meiner grossen Freude, ist es nicht der unheilige Sänger aus der Nähe von Aachen, sondern eine völlig unbekannte Gruppe. Elaiza heisst sie.
Ungewöhnliche Musik mit osteuropäischen Anklängen. Kurz, das Lied reisst mit. Und schlechter als letztes Jahr kann es eigentlich gar nicht mehr werden, wo Cascada auf dem 21. Platz landete. Finde es immer noch schade, dass es nicht der letzte Platz wurde. War ein furchtbar schlechtes Lied.

Am Mittwoch nicht die Starkbierprobe auf dem Nockherberg verpassen. Denn das ist seit dem letzten Jahr wieder das beste, was es einmal im Jahr gibt. Eine kleine Änderung in der Besetzung gibt es: Wolfgang Krebs steht nicht mehr als Horst Seehofer zur Verfügung. Einerseits wegen Terminschwierigkeiten und andererseits gefällt ihm das Stück nicht so ganz. Nun ist es wieder der Seehofer-Darsteller von 2009. Der war auch nicht schlecht, aber bei Wolfgang Krebs war eben auch noch die Stimme genau so wie bei Seehofer.
Nicht verpassen, am Mittwoch, den 19. März fängt um 19 Uhr die Starkbierprobe auf dem Nockherberg statt. Am 21. März, dem Freitag, wird es ab 19.45 Uhr noch einmal wiederholt.

Nachdem Elefantendame letzte Woche eine Niederlage voraussagte – wir erinnern uns -, ist sie in dieser Woche wieder ein wenig optimistischer. Allerdings war sie erst einmal der Meinung, dass das Spiel bereits gestern stattfinden würde, doch Kollegin Old Rani konnte sie dann doch überzeugen, dass St. Pauli erst morgen spielen wird. Auch eine so schlaue Kuh wie Mala kann sich mal irren.
Jedenfalls geht sie davon aus, dass St. Pauli gegen Düsseldorf gewinnen wird. Drei Punkte werden es sein, die wichtig für den Aufstieg sind. Denn Hamburg will schliesslich erstklassig bleiben. Dass der HSV wirklich in der Ersten Liga verbleiben wird, steht immer noch in den Sternen. Deshalb ist in Hamburg die nächste Aktion gestartet worden, von der dort ansässigen Zeitung. Diese Aktion ist weitaus präziser formuliert, so dass man nicht sagen kann: St. Pauli steigt auf und HSV steigt ab, deshalb bleibt Hamburg erstklassig. Nein, es gibt den Slogan „Niemals 2. Liga“. Tja, das trifft dann doch nur auf den HSV zu, denn bei St. Pauli würde es heissen: „Nie mehr 2. Liga“ (Willkommen Regionalliga, wie Jonas immer anfügt).
Nun ja, wie Jonas mir heute berichtet hat, wurde sogar in Malas Zuhause (wo sich das befindet, dürfte allgemein bekannt sein. Tipp: Es handelt sich nicht um ihren momentanen Aufenthaltsort) diese Aktion gemacht. Aber zu seiner allgemeinen Überraschung nicht mit Elefant Mogli, sondern mit Eismeer und Walross. Vielleicht hat Faltenmonster Mogli keine Lust mehr, sich für einen Verein in Pose zu stellen, der sowieso nicht hinkriegt. Auch ein alter Elefant hat so seinen Stolz. Und Shandra fällt definitiv aus – als Werder-Fan. Ich vermute, dass es was mit der Kulisse zu tun hat. Da wirkt das Eismeer doch viel besser, als so eine langweilige Elefantenanlage, wo man ausser Sand, Elefanten und deren Hinterlassenschaften (Ködeln) nichts sieht. Wobei, die haben ja ihren eigenen Ködelplatz, sind also erzogen und gehen auf ihre Toilette, da kann man den gut rauslassen. Dennoch nur Weite und nichts Interessantes. Da wirkt das Eismeer gleich viel freundlicher. Und dass, wo der FC St. Pauli gleich in der Nähe seine Trainigsstätte hat. Mala würde sich wahrscheinlich schämen, aber das tut sie erst, wenn Deutschland nicht Weltmeister wird und St. Pauli auch nicht aufsteigt. Also wird sie sich definitiv in diesem Jahr noch schämen müssen. Denn das auch nur einer dieser beiden Punkte eintrifft, ist höchst unwahrscheinlich. Aber jetzt muss sie sich erst einmal auf ihren offiziellen 50. Geburtstag vorbereiten, schliesslich möchte sie nur Gäste haben, die sie auch mag. Wer nicht kommen darf, soll von Old Rani wieder rausgeworfen werden. Die hat sie bereits instruiert. Als Chefin kann sie Anweisungen geben, wie es ihr passt.

 

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Der ESC wird eine deutsche Enttäuschung


Heute Abend werden wieder einige in Europa vor den Fernsehern sitzen und sich die Lieder von verschiedenen Interpreten antun. Das nennt sich dann Eurovision Song Contest, früher bekannt als Grand Prix.
In diesem Jahr ist für Deutschland die Band Cascada am Start, die den deutschen Vorentscheid nur gewann, da die Jury für sie war. Damals wurden Stimmen laut, dass der Sieg manipuliert gewesen sei. Grund: In der Jury sassen mehrere Interpreten, deren Vertriebsfirma die gleiche wie bei Cascada ist. Und als das nichts half kamen eben die üblichen Gerüchte auf, dass das Lied abgekupfert worden sei. Hierbei sollte es sich um das Siegerlied vom Vorjahr handeln. Kruz gesagt: Eine Ähnlichkeit war nicht zu leugnen, aber war da wirklich geklaut worden? Ein Sachverständiger wurde engagiert, der am Ende sagte, dass es Ähnlichkeiten gebe, aber eindeutig keine Übereinstimmungen.
Ganz ehrlich, ob geklaut oder nicht, das Lied wird eh nicht gewinnen. Was in dem einen Jahr funktioniert, wird im anderen nicht mehr gehen.
Warum findet so etwas wie der Eurovision Song Contest überhaupt noch statt? Ist es nicht langsam an der Zeit, es zu beenden, vor allem in Zeiten, wo das Geld nicht mehr so locker sitzt? Einige Länder machen bereits nicht mehr mit, weil sie Angst haben, dass sie gewinnen könnten. – Griechenland zählt nicht dazu.
Muss man sich zwei Halbfinals antun, einen Sieger auswählen und dann ein drittes Mal sich vor dem Fernseher abfinden, um sich dann noch das Finale anzusehen und wieder all die Lieder anzutun? Muss das wirklich sein?
Ja, aus dem Text geht hervor, dass ich kein Fan dieses Gesangspektakels bin. Früher habe ich das durchaus vom Anfang bis zum Ende geguckt. Doch mit der Zeit wurde es für mich nur noch zu einem langweiligen Spektakel. Auch die Lieder waren nicht wirklich mehr was, vor allem die von Deutschland nicht.
Wie wurde Lena Meyer-Landruth mit „Satellite“ in Grund und Boden gelobt, vor allem als sie tatsächlich den Sieg errang. Ich frage mich heute noch, wie man für so ein schlechtes Lied nur anrufen konnte. Aber da habe ich scheinbar einen gänzlich anderen Musikgeschmack.
Gut, zurück zu Cascada mit ihrem Lied „Glorious“. Nicht nur ich bin davon überzeugt, dass das Lied grandios scheitern wird. Nimmt man die ganzen Umfragen, sieht es nicht anders aus. Vor allem wird es wie eine schlechte Kopie vom Vorjahressiegerlied „Euphoria“ angesehen.
Aber ich lasse mich gerne überraschen. Wenn dann der Sieger gekürt ist, werde ich schnell mal den Fernseher einschalten, ansonsten lese ich lieber ein gutes Buch.
Wobei gutes Buch stark übertrieben ist. Es handelt sich um den neuen Roman von Dan Brown. Was ich anfangs bereits befürchtet hatte, bewahrheitet sich nun. Es ist der letzte Schrott, den ich da lesen muss. Fand ich schon die drei Vorgänger schlecht recherchiert, so hat sich das nicht wirklich gebessert. In Sachen Langatmigkeit, hat sich im Gegensatz zum Vorgänger zwar einiges getan, dennoch kommt für mich wirklich keine Spannung auf. Ich weiss auch nicht, was ich dazu sagen soll. Aber kennt man einen der Robert-Langdon-Romane von Dan Brown, braucht man einen weiteren eigentlich nicht zu lesen. Grund: Alle sind nach dem gleichen Prinzip aufgebaut. Zudem ist das Ende so vorhersehbar. Ich muss noch einige Seiten lesen, weiss aber schon jetzt, wie es ausgeht. Das war beim Vorgänger schon nicht gut gelöst, aber jetzt ist es noch schlechter geworden.
Es gibt natürlich auch immer welche, die diesen Thriller in Grund und Boden loben. Ich gehöre auf alle Fälle nicht dazu. Und wenn sich nun jemand fragt, warum ich überhaupt diesen Roman lese, obwohl ich ihn zuvor schon als schlecht einstufte, dem sage ich, dass ich das beruflich machen muss. Also alles andere als freiwillig. Weiss sowieso nicht, warum wir eigentlich so ein Freiexemplar bekommen haben, bei uns passt das überhaupt nicht in die Sparte. Rosi ist so ein Roman, ob nun schlecht recherchiert oder nicht, viel zu hoch. Die denkt doch, dass die göttliche Komödie etwas mit Gotteslästerung im Theater zu tun hat.
Wer wirklich einen guten und vor allem auch gut recherchierten Thriller lesen will, der sollte sich an den Roman „Die Rollen des Seth“ von Helen Dalibor halten.
In dem Thriller geht es um einen Krug mit geheimen Inhalt, der so brisant ist, dass er bereits mehreren Menschen das Leben gekostet hat. In den Besitz des Kruges ist die Ägyptologin Isis Just gekommen, die nebenbei auf der Suche nach ihren Vorfahren ist. Dabei entdeckt sie, dass der Krug von einem jungen Ägypter namens Masut nach Stellingen gebracht wurde. Im Stellinger Tierpark ist er in der Völkerschau “Am Nil” zu sehen. Er freundet sich mit einem Elefantentierpfleger an und einem Kaufmannsenkel. Gemeinsam versuchen sie gegen die Bruderschaft des Wahren Horus zu kämpfen, die in den Besitz des Kruges zu gelangen versucht.
Isis Just kommt hinter das Geheimnis, das ihre Familie seit Generationen überschattet. Doch die Bruderschaft ist ihr dicht auf den Fersen. Schliesslich gelingt es ihnen, die junge Ägyptologin zu entführen.
Wird Isis Just wie ihr Vorfahr Masut enden und wie gelangte eigentlich der Krug ins alte Eismeer, wo er beim Abriss desseligen gefunden wird? Das muss jeder selbst lesen.
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Und wer Elefantendame Mala mag, wird den Thriller „Die Rollen des Seth“ mögen, denn sie kommt dort drin zweimal vor. Einmal als Tausendschön, also als sie selbst und dann noch als Bertha.
Und wer lieber Fantasy mag, dem sei diese Kurzgeschichte empfohlen: „Mit List und Tücke“ von Henrik Quedburg.
Es geht um den Zauberer Aenroc, der seine Zauberkräfte verloren hat. Mit einem magischen Kristall kann er sie zurückerlangen und sich an seinen Feinden rächen, die ihn zuvor verbannt haben. Er sucht nach dem Volk der Zwerge, die diesen Kristall hüten. Auf dem Weg zu ihnen verliert er seine beiden letzten Gefährten und wird auch noch von einer furchtbaren Bestie verfolgt.
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Wer nicht weiss, was er heute wegen des ESC machen soll, lädt sich einfach ein gutes ebook herunter. Bei den beiden vorgestellten lohnt sich jeder Cent.

 

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Zensus 2011 – Was sollen die ganzen Fragen?


Schade, dass es mit dem letzten Platz beim Eurovision Song Contest nichts geworden ist. Hatte eigentlich fest damit gerechnet, denn dieses Lied war absolut nichts – und die „Sängerin“ erst recht nicht. Dennoch reichte es noch für den zehnten Platz, dafür aber mit weniger als der Hälfte an Punkten, die das Siegerland bekommen hat. Und das ist: … Überraschung, Überraschung! ASERBAIDSCHAN! Tatsächlich, dieses kleine Land, dessen Namen am Samstag einige vielleicht zum ersten Mal gehört haben werden, hat den Eurovision Song Contest gewonnen. Aserbaidschan, wo zur Hölle liegt das eigentlich? Ist das überhaupt noch Europa? Es grenzt unter anderem an den Iran an und der liegt mit absoluter Sicherheit nicht in Europa, aber Israel genauso wenig, dennoch sind diese Länder dabei, wenn sie denn das Halbfinale überstehen. Aserbaidschan liegt mehr in Asien, als in Europa, auch wenn sie 2001 Mitglied des Europarats wurden. Allerdings gilt als europäische Grenze das Kaspische Meer und Aserbaidschan liegt definitiv davor, also doch noch Europa. Dennoch werden die meisten von diesem Land kaum was gehört haben. Vielleicht im Zusammenhang mit dem Bau einer Eisenbahnlinie in die Türkei, wobei Armenien ausgerenzt wird oder aber im Zusammenhang mit Erdöl. Oder etwas ganz anderes??? Moment mal, kurz nachgedacht. Ja, vielleicht: Aserbaidschan, war da nicht irgendwas mit Fussball? Richtig, Deutschland spielt in seiner EM-Quali-Gruppe gegen Aserbaidschan. Und wer ist Trainer des Teams? War auch einmal Bundestrainer und wurde 1996 Europameister. Weiss es jemand? Genau, es ist Hans-Hubert „Berti“ „Terrier“ Vogts. Trotz der lausigen Bilanzen bleibt er weiterhin Nationaltrainer. Aber Berti verfolgt auch das langfristige Ziel, den Jugendfussball dort aufzubauen.
Aber zurück zum Grand Prix, den ich furchtbar fand. Regina hatte das kurz eingeschaltet und ich bekam die Fernbedienung nicht in die Hand, um irgendwoanders hinzuschalten – wobei eh nichts Vernünftiges in der Kiste lief. Als ich anfing irgendwelche fünfziger Jahre Lieder zu gröhlen, zappte Regina endlich weg. Mehr habe ich dann davon auch nicht gesehen. Der aller erste Grandprix, den ich nicht gesehen habe, nicht einmal die Punkteverteilung. Das Finnland so schlecht abgeschnitten hat, hat mich enttäuscht, aber die zyprische Gruppe hatte das Halbfinale ja auch nicht überstanden, obwohl ich die Musik gar nicht schlecht fand. Doch ich habe einfach einen anderen Musikgeschmack als die Mehrheit der Welt. Das fängt bei Klassik an und hört bei Grunge auf.
Ich habe diese dämlichen Fragen des Zensus-Fragebogens endlich erhalten. Silvia Smallip hat es doch tatsächlich irgendwie hinbekommen, mir die Fragen in den Briefkasten zu stecken. Aber als ich an dem Tag nach Hause kam, wurde ich von meiner Nachbarin aufgehalten. Die erzählte mir, dass zu der angegeben Zeit jemand wie wild die Klingel unten benutzt hätte, um eingelassen zu werden. Dann sei sie an meiner Tür gewesen, hätte wohl geklingelt und schliesslich geklopft. Meine Nachbarin wurde dadurch aufmerksam, denn besagte Silvia Smallip soll auch irgendwelche wusten Behauptungen aufgestellt haben. À la, dass ich als Verweigerer weitergegeben werden würde und sonst noch so was. Das wurde dann meiner Nachbarin zuviel und sie machte ihre Tür auf, um die „werte Dame“ zu fragen, was sie eigentlich von mir wolle. Ausweisen konnte sie sich dann wohl gerade noch und fragte dann, ob meine Nachbarin mich heute das Haus hätte verlassen sehen. Meine Nachbarin, die wohl fürchtete, dass diese Person noch einmal wiederkommen könnte, wenn sie die Frage bejahte, gab als Antwort, dass ich seit über einer Woche verreist sei und auch erst nächste Woche wiederkommen würde. Es würde aber ab und an mal jemand nach dem Rechten sehen, so dass Silvia Smallip die Fragebögen in den Briefkasten werfen könnte. Ich würde das schon noch rechtzeitig beantworten. Die „werte Dame“ schien nicht gerade erfreut zu sein, aber ziemlich zerknirscht habe sie dann die Fragebögen in den Briefkasten geworfen, wo ich sie auch schliesslich fand. Ich bin meiner Nachbarin wirklich dankbar, vor allem, dass sie so schnell geschaltet hat. Vielleicht hat sie aber auch schon von irgendwelchen schwarzen Schafen unter den Fragestellern gehört. Einige wird es darunter sicherlich geben, die es auf die Kohle abgesehen haben, schliesslich gibt es für jeden persönlich ausgefüllten Fragebogen zwischen 5 bis 12 Euro und für einen abgegebenen nur magere zwei Euro. Was will man also? Genau, möglichst viel Geld abstauben.
Als ich diesen Fragebogen erst einmal trocken ausgefüllt habe, habe ich mich wirklich nur gefragt, was das eigentlich soll? Hätte da nicht einfach gereicht: Adresse, Alter und Beruf? Nein, dann wollten sie noch wissen, welchen Schulabschluss man hat, ob man studiert und welchen Beruf man genau ausübt. Bei der letzten Frage hatte ich ein kleines Problem, denn ich wusste nicht, in welches Feld ich das zuordnen sollte. Also habe ich erst einmal irgendwas angekreuzt. Mir völlig egal, ob das falsch ist, ich wusste es nicht besser. Da haben mir die Erklärungen auch nicht viel weiter geholfen. Oder diese Frage, ob man selbst oder die eigenen Eltern später als 1955 zugezogen sind. Konnte ich auch nicht wirklich beantworten. Ausserdem finde ich diese Frage unglaublich blödsinnig, denn es geht den Staat nichts an, ob man ein Migrant oder ein Zugezogener ist. Man arbeitet hier in Deutschland und zahlt seine Steuern, das sollte doch wohl reichen. Ausserdem wird es bei einem selbst ja wohl in den Melderegistern ersichtlich, ob man in Deutschland geboren wurde, oder nicht. Ich bin es nicht, aber dennoch Deutscher, auch wenn ich meine halbe Kindheit auch nicht in Deutschland zugebracht habe. Bin ich deshalb auch ein Zugezogener? Also genau so widersinnig, wie die Frage, welche Religion man habe. Diese Frage ist nie gefordert worden von der EU, sondern von den Kirchen. Und als Dank habe ich mich als Buddhist ausgegeben. Es gibt Fragen, die ich nicht wahrheitsgemäss beantworte, weil meine religiöse Überzeugung niemanden etwas angeht. Das mache ich allein mit mir selbst aus. Und dann noch die Frage, welchen Familienstand man habe. Das wird auch aus den Melderegistern ersichtlich.
Die meisten dieser Fragen sind einfach nur gestellt worden, damit die Bundesrepublik Deutschland besser bescheid weiss. Aber was nützt es, wenn dies nur bei einem geringen Prozentsatz gefragt wird? Dann ist es doch nicht auf alle Deutschen rückschlüssig. Oder nennen wir es eine der ‚repräsentativen‘ Umfragen, wo tausend Leute befragt werden und das dann stellvertretend für die Masse wirken soll? Entweder alle oder gar keine, ist meine Antwort dazu. Und zur Religionsfrage sage ich nur, wie ein Staat sich von den Kirchen bequatschen lassen kann, um solch eine Frage aufzunehmen. Jeder soll nach seiner eigenen Facon glücklich werden. Und da geht keine einzige Kirche das an, welchem Glauben ich angehöre. Und diese Frage muss beantwortet werden, ob katholisch oder evangelisch oder eben islamisch oder sonst was. Das geht die Kirchen nichts an. Ausserdem kann ich ja schon längst in der Zwischenzeit ausgetreten sein. Habe ja bereits erläutert, warum ich es nicht tue. Aber wann war ich das letzte Mal in einer Kirche oder in einem Gottesdienst? An Jesus glaube ich auch nicht, also dass er Gottes Sohn sei. Daran glauben nach einer Umfrage übrigens nur ein Drittel der gläubigen Christen. Jesus mag gelebt haben, aber Gottes Sohn war er definitiv nicht.
Und damit zurück zum Zensus. Es besteht eine Wahrheitspflicht. Aber ist Wahrheit nicht das, was ich als Wahrheit ansehe? Also werde ich meine Wahrheit auch ankreuzen. Und da bin ich nun einmal nicht mehr Christ und lebe mit Regina neuerdings in einer WG. Sollen die mir nur kommen. Habe ich mich eben Online verklickt.
So was ist einer Kollegin von mir übrigens bei der Vorbefragung zur Gebäudebefragung passiert. Sie hat online vergessen anzuklicken, dass sie Gebäudeinhaberin ist, aber die restlichen Fragen, die man zu beantworten hatte, hätte sie beantwortet. Doch Post hat sie nicht bekommen. Nur ihr Mann. Und so fragt sie sich nun, ob sie nun Ärger bekommen könnte und als Verweigerin gilt. Aber gleichzeitig versuchen wir sie zu beruhigen, dass eventuell nur eine der Personen von Hausbesitzern ein Schreiben bekommt, weil ja zweimal das gleiche beantwortet würde. Beruhigt ist sie nicht wirklich, aber es hat sich auch niemand gemeldet, dass es unvollständig sei. Vor allem hat sie es auch erst jetzt gemerkt, als sie noch auf ihr Schreiben wartete und nichts kam. Da hat sie noch einmal ihren Bestätigungsfragebogen angeguckt, den sie gespeichert hatte und entdeckt, dass sie die Frage, ob sie Gebäudeeigentümerin sei, unbeantwortet gelassen hatte.

 
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Verfasst von - 16. Mai 2011 in Blog, Fußball, Kultur, Musik, Real life

 

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Haben die keine richtigen Hobbies?


Guttenbergs Doktortitel ist futsch, der von Stoibers Tochter auch und der von der Koch-Merin bald sehr wahrscheinlich auch. Und dass nur, weil ein paar Leute nichts zu tun zu haben scheinen und Doktorarbeiten nach Plagiaten untersuchen. Das ist ja schön und gut, aber muss das jetzt zum neuen Volkssport werden? Denn auf der Liste stehen jetzt nicht mehr nur Guido Westerwelle und Jürgen Trittin – irgendeine Diplomarbeit – nein, auch Papst Benedikt XVI. soll jetzt dran glauben. Irgendwo hört der Spass doch wirklich auf. Warum werden nicht lieber mal noch schnell die Arbeiten von Philipp Rösler – hat der eigentlich nach seinem Studium alle erforderlichen Praktika geleistet? – oder von unserer Bundeskanzlerin untersucht? Wäre doch viel interessanter, als eine Arbeit zu durchwühlen, die vor über fünfzig Jahren geschrieben, ja sogar umgeschrieben wurde. Also bitte, aber einem hohen Katholiken ans Bein zu pinkeln hat ja schon immer wahnsinnig Spass gemacht. Und wenn dann auch noch dem Papst nachgewiesen wird, dass er geklaut hat. Da wird ein Aufschrei losgehen. Sucht euch ein anderes Hobby, und wenn es Briefmarken sammeln ist.
Heute Abend heisst es wieder Eurovision Song Contest, der ehemalige Grandprix Eurovision de la Chanson. Als Favoriten gelten die irischen Zwillinge Jedward, obwohl Google ja angeblich Lena Meyer-Landruth als erste sieht. Ich persönlich sehe sie als letzte, denn diesen Platz hat sie verdient. Das Lied ist blöd, der Gesang ist blöd und die Sängerin ist arrogant. Und selbst wenn sie nicht letzte werden sollte, in einem Jahr wird sie keiner mehr kennen, selbst die Opel-Werbung mit ihr wird der Vergangenheit angehören. Und seien wir mal ehrlich, können wir uns Lena in einem Opel vorstellen, geschweige denn überhaupt in irgendeinem Auto?
Ich werde den Grandprix nicht gucken, keine einzige Sekunde lang. Warum sollte ich mir das antun? Mir sagen nicht einmal die Moderatoren zu. Werde also ein schönes Buch zur Hand nehmen und fleissig meinen Bücherberg abstottern, denn sinnvolles läuft im Fernsehen als Gegenpart zum Grandprix nicht.
Und wo ich gerade von Fernsehen spreche. Ich war eigentlich überzeugt davon, dass Castle ab nächster Woche wiederholt würde. Doch nein, es läuft weiter die dritte Staffel. Habe ich mich jetzt vertan im Datum oder haben die in ihrer sechs Wochen-Vorschau was anderes angegeben? Werde ich nochmals überprüfen müssen. In den USA wird am Montag aber definitiv die letzte Folge der dritten Staffel laufen.
Hat jemand eigentlich gemerkt, dass gestern ein Unglückstag war? Ja, es war Freitag, der 13. und ich habe es erst am Abend bemerkt. Mein einziges Missgeschick am gestrigen Tag war, dass mir mein Schirm kaputtgegangen ist. Ansonsten lief alles bestens. Aber ich gebe auch nicht etwas auf diese Unglückszahlen. In Italien werden sie ja den Dienstag fürchten, denn dann ist der 17. und das ist bekanntlich in Italien ein Unglückstag. Vielleicht wird Berlusconi dann erfahren, dass die Italiener nicht mehr geschlossen hinter ihm stehen. Oder schlimmer: Der Ätna bricht aus. Der Vulkan ist auf alle Fälle wieder aktiv. Muss Sizilien aufpassen, dass nichts passiert.
Und morgen würde Max Frisch seinen 100. Geburtstag feiern, wenn er denn noch leben würde. Aber das tut er nicht. Und so gedenken wir dennoch seiner.

 
 

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Zensus 2011 – Wie anonym sind die Daten wirklich?


Ich habe nun von diesem ominösen Befrager ein Kärtchen im Briefkasten gefunden. Es handelt sich um eine Frau und die Uhrzeiten, die sie mir da angeboten hat, sind mir absolut nicht möglich. Schliesslich muss ich arbeiten. Und bloss wegen dieser dämlichen Haushaltsbefragung mache ich doch nicht früher Schlussl, auch wenn ich den Job hasse wie die Pest. Ach ja, solch eine Frage kommt da übrigens nicht vor. „Lieben Sie ihre Arbeit?“ Antwortmöglichkeiten: Ja, nein, ich weiss nicht. Was mir bei hinkommen würde, ist ja klar. Jedenfalls ist diese Befragung der grösste Quatsch, den es gibt. Natürlich von der EU vorgeschrieben, aber von der Bundesrepublik Deutschland auf die Spitze getrieben.
Aber zurück zu dieser Befragerin, die ich mal Sylvie Smallipp nenne. Netterweise hat sie nicht einmal auf dem schönen Infokärtchen eine Telefonnummer oder eine Emailadresse hinterlassen, wo ich mich darüber beschweren kann, dass ich zu besagten Uhrzeiten nicht zuhause bin. Regina im Übrigen auch nicht. Und am Wochenende kann sie wirklich nciht erwarten, dass ich dann eventuell da sein werde. Werde ich eben einen Zettel am Briefkasten befestigen. „Bitte Unterlagen hier reinschmeissen. Fülle es selbständig aus.“ Und fertig ist die Laube, wie es so schön heisst.
Im Übrigen frage ich mich immer noch, wie anonym die Daten wirklich sind. Gut, die Befrager sollen nicht in ihrem eigenen Wohnbezirk herumfragen, aber die brauchten doch nur einen Bekannten beauftragen, dass dieser sich melden soll. Und schon kann der dann eventuell den Nachbarn ausspionieren, von dem man schon immer wissen wollte, was er beruflich eigentlich macht, welchen Schulabschluss er hat oder ob er überhaupt berufstätig ist. Denn die Fragebögen – jedenfalls die, die nicht online oder per Post beantwortet werden – nimmt der Befrager wieder mit und sammelt sie erst einmal bei sich zuhause. Nun kann er natürlich sich heimlich Notizen machen und dann seinem Bekannten zeigen, was denn der Lieblingsnachbar so geschrieben hat. Zwar wurden alle Befrager zur Verschwiegenheit verpflichtet, aber wer prüft denn nach, ob das wirklich auch eingehalten wird? Richtig, macht niemand. Ausserdem liegen dann die Fragebögen auch noch bei dem Befrager einige Tage zuhause. Glaubt ja wohl niemand dran, dass die Fragebögen im Safe eingeschlossen werden. Da kann dann eventuell jeder ran.
Und ausserdem sind die Fragebögen überhaupt nicht anonym. Man kann genau zurückverfolgen, wer die beantwortet hat und ob die Person die Wahrheit gesagt hat. Und wenn sie nicht die Wahrheit sagt, dann droht ein Bussgeld. Und durch dieses wunderschöne Bussgeld werden wieder die Kosten reingeholt, die zuvor ausgegeben worden sind bei diesem Schwachsinnszensus.
Also ich weiss schon, wo ich ein wenig flunkern werde, denn da können die mir nichts unterstellen. Ich mag vielleicht immer noch in der Kirche sein, aber einen Gottesdienst habe ich das letzte Mal besucht, als ich getauft wurde. – Falsch, als ich konfirmiert wurde. Und das ist auch schon tausend Jahre her. Im Übrigen bin ich sowieso nur noch in der Kirche, weil ich denke, dass es für meine späteren Kinder von Vorteil ist. Also haben die nicht so viele Probleme, wenn sie getauft und eventuell auch konfirmiert werden. Ansonsten habe ich mit der Kirche einfach nichts am Hut, kann mich nicht einmal mit Jesus anfreunden. Ich sehe ihn nun einmal nicht als Gottes Sohn an. Aber die Geschichte kann ich auch ein anderes Mal erzählen.
Zensus 2011, ich weiss einfach nicht, was das bringen soll. Die haben doch schon alle Daten aus den Melderegistern, warum muss ich denen dann noch Rede und Antwort stehen? Weiss das jemand? Daten lügen doch nicht, aber Menschen schon. So einfach ist das. Und dann werden die Daten auch noch mindestens vier Jahre gespeichert. Kann ich doch gleich mich bei Google häuslich einrichten. Die Speichern doch auch alles, was sie kriegen können von einem unbescholtenen Internetnutzer. Ich hasse es, wie man die eigenen Daten, die man sorgsam zurückhält und hütet, so preisgegeben werden müssen.
Man hat aus 1987 gelernt, aber ist es das, was gewollt war? Wohl kaum. Man wird zwangsverpflichtet Auskunft zu geben. Und bei manchen Fragen bin ich ja immer noch unsicher, was ich da eigentlich beantworten soll.

Aktuell legt die Uni Bayreuth offen, wie Guttenberg denn nun seine Doktorarbeit zusammengeklaut hat. Viele sind übrigens empört, dass die Gutachter ungeschoren davonkommen sollen. Denn wie kann es sein, dass Guttenbergs Doktorvater nicht einmal gemerkt hat, dass Guttenberg aus dessen eigenen Arbeiten zitiert hat? Richtig, man könnte argumentieren, man hat doch nicht alle seine eigenen Texte im Kopf. Aber es hätte ihm doch bekannt vorkommen müssen.
Guttenberg selbst argumentiert, dass ihm durch seinen Stress als Abgeordneter die Sache über den Kopf gewachsen ist. Dann hätte er eben sich nicht so als Abgeordneter reinhängen sollen. Das eine, was man will, das andere, was man muss. Hätte ja nicht einmal eine herausragende Doktorarbeit werden müssen, hauptsache am Ende hat man den Titel vor seinem Namen stehen. Bayreuth hat in ihrer Pressekonferenz Guttenberg ziemlich auseinandergenommen. Sogar „Studenten arbeiten sorgfältiger.“ Also ich kenne ein paar, bei denen habe ich mich immer gefragt, wie die bloss weitergekommen sind.
Wer den Abschlussbericht lesen möchte: Abschlussbericht Uni Bayreuth

Übrigens hat Stoibers Tochter ihren Doktortitel auch verloren. Sie soll viele Seiten aus einem Werk wörtlich übernommen haben.
Haben die alle noch nie etwas von Exzerpten gehört? Eine blöde Sache so was, aber diese Stichwortaussagen sind so schlecht nun auch wieder nicht. Wenn man das exzerpieren (oder wie es auch immer heisst) auch beherrscht.
Nachteil an der Uni Bayreuth haben nun die Studenten der juristischen Fakultät. Sie will niemand mehr. Deshalb wollen die Studenten sich jetzt selbst mit Guttenbergs Doktorarbeit auseinandersetzen und zudem wollen sie auch, dass die Gutachter auch gerügt werden. Mitgehangen mitgefangen hat es schliesslich so schön.

Und, was ist Samstag für ein wunderschöner Tag? Tja, Wochenende könnte man sagen. Aber nein, es kommt noch viel besser. Da ist Grand Prix, also heute besser bekannt unter dem Titel „Eurovision Song Contest“. Die eingebildete Lena soll ihren Titel verteidigen. Sie singt, besser spricht, wie ein Lied, das nach nichts klingt, wie schon der Vorjahrestitel. Ich hoffe, sie wird letzte, so lernt sie auch gleich mal die Schattenseiten des Ruhms kennen, wenn man mal von nervigen Paparazzi absieht. Favoriten sollen die irischen Zwillinge sein. Mir ist es wurscht, hauptsache es gewinnt jemand, dessen Lied auch wirklich ankommt und nicht so ein Blödsinn ist wie die deutsche Beteiligung.
Ich sehe es mir nicht an. Es gibt Besseres, um die Zeit zu vetrödeln. Vielleicht gucke ich mir die Punkteverteilung an und das war’s. Ich habe noch ein paar Bücher, die ich lesen muss. Und der Stapel muss endlich mal niedriger werden.
Und was der Grand Prix alles kostet. Kann bloss froh sein, dass München nie zur Debatte stand. Aber dafür ist ja Olympia 2018 geplant. Der Volksentscheid in Garmisch-Patenkirchen hat ja für Olympia gestimmt. Glaube dennoch nicht dran, dass München das bekommt. Da finde ich ja in Seiten der globalen Erwärmung ja eher Sommerspiele realistischer. Hatte sich da nicht mal Hamburg beworben und war gegen Leipzig ausgebootet worden? Nichts gegen Leipzig, aber die Stadt ist zurecht bei der Olympiavergabe bereits in der ersten Runde gescheitert.

Nach Osama bin Ladens Tod sollen nun seine drei Ehefrauen befragt werden. Und zwar direkt von den USA. Pakistan hat seine Erlaubnis gegeben, dass sie nicht als Zwischenwirt agieren werden. Haben wohl immer noch ein schlechtes Gewissen, das bin Laden so lange bei ihnen unbehelligt leben konnte. Aber warum werden nun die Ehefrauen befragt? Hat jemand den Sinn verstanden Was sollen die sagen, was die USA interessieren könnte. Wer seine Verbündeten sind? Das werden die auch gerade wissen. Ich persönlich halte das für ein weiteres Ablenkungsmanöver. Ausserdem bin ich immer noch der Meinung, dass bin Laden lebt. Der hat 57 Brüder gehabt. Er selbst war der 50. Sohn seines Vaters. Da wird sich schon ein Doppelgänger gefunden haben.

Nach Nordafrika und Umgebung kann man immer noch nicht reisen. In Libyen gehen die Kämpfe unentwegt weiter, wobei das in den nachrichten auch weniger zu werden scheint. Dafür gab es nun wieder Unruhen in Ägypten. Ich hatte ja noch gerade zuvor überlegt, ob ich mit Regina nicht da hinfahren sollte. Aber irgendwie erscheint mir das doch zu unsicher. Aber in Ägypten war es mal wieder das ewige Streitthema: Christen gegen Moslems oder umgekehrt. Jedenfalls ging das Gerücht um, eine Frau solle daran gehindert werden zum Islam zu konvertieren. Und wie es bei einem Gerücht ist, wo es um den Glauben geht, begann die Hetze und endete mit Toten. Warum muss es so etwas in unserer heutigen Zeit noch geben? Warum gibt es immer noch Krieg auf der Welt? Genau so eine berechtigte Frage, die kaum zu beantworten ist.
Nun legt Syrien auch wieder los. Der dortige Präsident hat Dissidenten in Fussballstadien sperren lassen. Unter der Folter (sind wir wirklich noch im Mittelalter?) sollen sie Internet-Passwörter preisgeben oder die Namen ihrer Verbündeten. Viele Internetzugänge sind schon längst gesperrt. In China sind ja bestimmte Seiten auch nciht aufrufbar oder werden ab und an gesperrt.
Syrien sind Sanktionen angedroht worden, die nun auch beschlossen wurden. Dennoch hat der Präsident die Oberhand gewonnen, heisst es. Wird es da nun auch Luftangriffe geben wie in Libyen?

 
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Verfasst von - 11. Mai 2011 in Ägypten, Blog, Real life, Technik

 

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