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Eine unendliche Geschichte – Griechenland will noch mehr Geld


Das ist doch irgendwie seltsam. Letzte Woche schrieb ich noch, dass die streikenden Postler eher einen Kaffeeklatsch abhalten würden, als zu streiken und schon heisst es am nächsten Tag, dass der Streik beendet ist. Ver.di habe sich mit der Deutschen Post geeinigt.
Zwar werden die ausgelagerten Postler nun mehr Geld bekommen, aber die Firmen werden nicht eingestampft, dass die Mitarbeiter unter den mantel der Deutschen Post als Hauptarbeitnehmer zurückkehren werden.
Vierzig Millionen soll dieser Streik ver.di angeblich gekostet haben, dazu noch einmal 30 Millionen Euro, die der Kita-Streik kosstete, macht zusammen 70 MIllionen Euro. Trotz dieser Summe sei die Kasse von ver.di allerdings noch gut gefüllt. Was das auch immer heissen Mag. Vielleicht können sie noch einen weiteren Streik anzetteln, aber für einen weiteren grossen Langzeitstreik reicht es nicht mehr. Deshalb musste eventuell der Post-Streik auch beendet werden. Möglicherweise hat es auch Druck von Aussen gegeben von dem wir als Otto-Normalverbraucher nichts wissen. Denn wie kann es sein, dass keine Post verteilt mehr wird. Wir sind darauf angewiesen. Nicht auf irgendwelche Waren, die wir bei einem Versandhändler gekauft haben, sondern auf wichtige Briefe, dieRechnungen oder neue Bankkarten oder sonst welche wichtigen Dinge enthalten. Und dann ist da noch die Geschichte mit einer Urne, die aufgrund des Streiks verschütt ging. In irgendeinem Postzentrum blieb sie hängen und ward dann erst einmal nicht gesehen. Weiss nicht, wie es nun aussieht, aber hoffentlich ist die Urne samt Asche des Verstorbenen wieder aufgetaucht.
Was ist nun mit den ganzen Briefen und Paketen, die liegen geblieben sind? Ich habebisher nur zwei Briefe bekommen, die wirklich zwei Wochen später als gedacht gekommen sind. Von den Banken kennt man, jedenfalls von meiner, dass sie bei einer wichtigen Sache, diese erst eine Woche vor Schluss losschicken, obwohl man eigentlich drei Wochen Zeit hätte. Weiss gar nicht, warum ich bei dieser Bank überhaupt noch bin, denn die Mitarbeiter sind auch völlig inkompetent und wissen gar nichts, sondern nur das, was sie gerade zu dem Termin sich angelesen haben. Und Zinsen gibt es auch nicht mal fürs Sparkonto. Aber so sieht das überall aus. Da könnte man sein Geld wirklich irgendwo in eine Wand einmauern und es bei schlehten Zeiten herausholen. Könnte aber sein, dass es zu schimmeln anfängt. Ja, ist wirklich mal jemandem passiert. Das war ein Fussballer, der, wenn ich mich recht entsinne, beim FC St. Pauli gespielt hat. Kuriose Geschichte.
Angeblich sollen in knapp zwei Monaten alle Briefe und Pakete ausgeliefert sein, die liegen geblieben sind. Da wird man manches Mal wahrscheinlich eine böse Überraschung erleben, wenn man eine Mahnung vor einer Rechnung bekommt. Da wird man vielleicht schlechter eingestuft, bloss weil ver.di seine Streikkasse ein wenig entlüften musste. Wenn sie schon Geld ausgeben müssen, dann sollten sie sich eine Sparte suchen, wo es uns am wenigsten stört. Bei Post- und Paketzustellern geht das einfach nicht. Wie gesagt, ich mag Glück gehabt haben, da mein Postboste Beamter ist. Aber der war am Ende des Streiks auch völlig überarbeitet, weil er viel mehr Bezirke bedienen musste.
Jetzt ist es vorbei und wir d+ürfen gespannt sein, wann ver.di zum nächsten Streik aufrufen wird, bei welcher Sparte auch immer. Hauptsache, dass Geld vom Konto geht weg.

Griechenland stimmte am letzten Sonntag mit „Nein“, wie es erwartet worden war. Dennoh sind sechzig Prozent nicht so viel, wie eigentlich erwartet worden war. Trotz des Neins trat Finanzminister Varoufakis zurück. Jetzt muss man sich wieder einen neuen Namen merken, aber dieser Mann dürfte bei der EU besser bekannt sein als Varoufakis: Euklid Tsakalotos. Der Vorname ist noch gut zu merken, denn Euklid dürfte den meisten Menschen bekannt sein, aber der Nachname? Da sieht man erst einmal nur ein Buchstabengewirr bis man den namen erkennt.
Und schon ist Yania Varoufakis weg, nutzt er gleich die nächstbeste Gelegenheit, um wieder einmal Deutschland als Bösewicht darzustellen. Im „Guardian“ sagte er, dass Deutschland den Grexit forcieren würde. Ja, ja, es ist so furchtbar einfach, jemandem die Schuld in die Schuhe zu sieben. Dabei weiss man doch, dass Griechenland seit Jahrzehnten eine Misswirtschaft an den Tag geöegt hat und selbst jetzt in der Not nicht zu erkennen scheint, wie ernst die Situation ist. Es muss gespart werden, nein sagen Griechen und die von ihnen neue Regierung, die sowieso gegen alles zu sein scheint, wo nur das Wort sparen enthalten ist. Irgendwann muss man Griechenland doch klarmachen, dass sie so nicht weitermachen können. Aber da scheint Deutschland dann allein auf weiter Flur zu stehen.
Am 30. Juni liefen die EU-Hilfen aus, aber das man stattdessen sagte, jetzt ist Schluss, Griechenland hätte was tun können und hat nicht geleistet, sondern nur gmefordert, versucht man weiterhin Griechenland zu retten. Selbst nach dem Referendum, wo die Mehrheit der Griechen für „Nein“ stimmte, will man Griechenland in seiner Misere helfen. Ein neues Konzept sollte Griechenland vorlegen. Fristgemäss kam dies auch an. Nun wird diskutiert. 53 Milliarden will Tsipras haben und dass Griechenland Schulden erlassen werden. Und wie es aussieht, wird er damit sogar Erfolg haben.
Vielleicht mag das was bringen, aber es wird nicht dauerhaft zum Erfolg führen. Griechenland hat seit Jahrzehnten nicht gelernt mit Geld umzugehen, da wirnicht einmal in den letzten drei Jahren, wie soll es dann denn jetzt ausgehen? Griechenland wird der EU immer auf der Tasche liegen. Denn das scheint die Strategie zu sein. Geld von der EU einstreichen, damit nur nicht zuviel Geld gespart werden muss. Was sollen dann die baltischen Staaten sagen, die seit Jahren massiv ihre Ausgaben einschränken. Dort bekommen die Menschen viel weniger als das, was die Griechen nun laut ihrer Sparpläne bekommen sollen. Und da funktioniert es. Man muss es nur wollen. Auch wenn es schwer für die Menschen ist, die weniger Geld bekommen, sich deshalb einen Zweitjob suchen müssen und sich sehr einschränken, um ihren Lebensstandard zu halten. Aber wieso hat man dort den Willen selbst aus der Misere zu kommen, während Griechenland schamlos ein Rettungspaket nach dem anderen von der EU annimmt und doch nicht auf die Beine kommt? Vielleicht hängt das mit den Menschen selbst zusammen.
Aber Griechenland ist ein Fass ohne Boden. Die werden noch in dreissig Jahren der EU auf der Tasche liegen. Denn so ist es am Einfachsten.

Bastian Schweinsteiger wechselt von Bayern München zu Manchester United. Über die Summe wurde noch nichts gesagt, aber sie soll wohl recht hoch liegen.
Und auch aus der Zweiten Liga hört man immer mal wieder was. Hier beginnt bereits Ende des Monats die neue Saisonm, weshalb sich Elefantendame Mala sich langsam von ihrem Schlammbad loseisen muss, um das erste Spiel des FC St. Pauli zu tippen. Es geht gegen Arminia Bielefeld, den Aufsteiger, der vor zwei Jahren unglücklich abstieg, nachdem sie das Rückspiel der Relegation noch verloren und aufgrund des Torverhältnisses aus der Zweiten Liga abstiegen.
Interessant bei dieser Begegnung ist übrigens, dass der Trainer des FC St. Pauli in Bielefeld aufgewachsen ist, einige Jahre für Arminia Bielefeld spielte – manche erinnern sich vielleicht noch an den aufgeschlitzten Oberschenkel – und später den Verein auch trainierte. Der Trainer von Bielefeld nun, Norbert Meier, kommt aus einem kleinen Städtchen bei Hamburg und hat in seiner Jugend bei mehreren Hamburger Vereinen gespielt, unter anderem auch den FC St. Pauli, bevor er seine aktive Karriere beim ASV Bergedorf 85 begann. (Dieser Verein wurde mal für einige Zeit von einem ehemaligen St. Pauli-Trainer trainiert: Dietmar Demuth.) Also ein interessantes Duell.
Elefantendame Mala hat sich schon einmal informiert, freut sich über die Siege in den Testspielen des FC St. Pauli. Dennoch tendiert sie momentan eher zu einem Unentschieden. Mal sehen, ob sie sich noch für etwas anderes entscheiden wird. Aber weder heute noch morgen, vielleicht erst übermorgen oder nächste Woche, denn momentan ist das Schlammbad einfach viel schöner.

 
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Verfasst von - 11. Juli 2015 in Blog

 

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Wird Nordkorea unterschätzt?


„Der wird geliebt – von seinem Hund!“
(Kommentar über Wladimir Putin)

In der vergangenen Woche wurde bekannt, dass Sony Pictures von Unbekannten gehackt wurde. Nun weiss man, oder vermutet es, wer dahinter steckt: Nordkorea.
Grund soll eine Komödie über den grossen Führer Kim Jong-Un sein. Das gefiel Nordkorea nicht, weshalb sie Sony Pictures hackten und an geheime Informationen gelangten.
Folge war, dass daraufhin der Film zurückgezogen wurde, der eigentlich am 25. Dezember in die Kinos kommen sollte.
Wieso gibt Sony so schnell klein bei? Will man wirklich Nordkorea die Genugtuung gönnen?
Oder ist es in Wirklichkeit gar nicht Nordkorea gewesen, sondern irgendeine andere Macht? Eigentlich sollte man doch meinen, dass man jemandem nicht seinen Willen lässt, wenn er etwas angestellt hat. Vielleicht war das Hacken nicht das einzige, aber das einzige, was an die Öffentlichkeit gedrungen ist.
Hat Nordkorea noch mit einer Atombombe gedroht?
Bei dem grossen Führer weiss man wirklich nicht, was er tatsächlich ausführen lässt. Sogar China hat sich schon ab und an von Kim Jong-Un distanziert.
Vor allem nimmt ihn im Westen sowieso niemand ernst, auch wenn er in der Schweiz studiert haben mag.
Wenn wir ein Bild von Kim Jong-Un sehen, kommt uns erst einmal der Gedanke, der ist schon wieder fetter geworden. Kein Wunder, dass er ab und an nicht auftreten kann, weil er an Gicht leidet. Und das in seinem Alter. Der ist doch gerade erst über dreissig.
Er wird immer dicker, während sein Volk hungert. Aber die kennen es schon gar nicht mehr anders. Was traurig ist. Das letzte Land, dass rigoros den Kommunismus umsetzt. Selbst Vietnam oder Kuba sind nicht so extrem. Mit der Zeit haben die Länder sich geöffnet. Mussten sie auch, wenn sie nicht untergehen wollten. Aber Nordkorea hält sich weiterhin und wird sich auch bestimmt weiter halten.
Am besten, ich sage nichts mehr über Nordkorea, nicht das sie auch noch in meinen Account wollen. Mehrmals hat schon ein Server aus Nordkorea meinen Blog besucht, auch gerade in der letzten Woche. Wenn man das alles so betrachtet, kann einem schon anders werden.
Müssen wir Nordkorea jetzt fürchten?
Diese Attacke gegen Sony Pictures zeigt, dass Nordkorea ein Land ist, dass wir bislang unterschätzt haben. Zwar wissen wir, dass sie sehr wahrscheinlich im Besitz von Atomwaffen sind, aber nehmen wir das wirklich ernst? Nein, nicht wirklich. Genauso sehen wir in Kim Jong-Un auch nur eine Witzfigur, ein dickes Männchen, das grosse Reden schwingt und am liebsten in der eigenen Familie aufräumt, damit diese ihm nicht gefährlich werden können. Aber so jemand wird doch niemals gefährlich werden. Die haben doch noch nicht einmal die Technik, um sich irgendwo einzuhacken. Nun, jetzt haben wir gesehen, dass sie es können. Man sollte nie jemanden unterschätzen.
Aber der Film sollte dennoch gezeigt werden. Gerade damit kann man Nordkorea so richtig schön ärgern.

Anscheinend sind die Streiks bei der GDL vom Tisch. Da hat in der letzten Woche noch der Beamtenbund so auf den Putz gehauen, dass sie die grössten Streiks aller Zeiten unterstützen würden und dann nimmt die GDL das Angebot der Bahn einfach an. Für das Jahr 2014. Was 2015 sein wird, steht noch in den Sternen, aber solange erst einmal nicht gestreikt wird, kann mir das egal sein.
Woher kommt nun die plötzliche Einlenkung? Hat man sich doch das Ende des Stummfilms „Streik“ angesehen? Ja, das Ende ist recht blutig, zeigt aber auch, dass die Streikenden sich selbst schaden.
Allerdings frage ich mich gerade, ob die Einmalzahlung wirklich ein Vorteil ist, denn meist hat diese einen Nachteil, weshalb Einmalzahlungen sehr beliebt sind.
Will darüber nicht gross schreiben, aber es ist tatsächlich so. Eine Einmalhzahlung sieht gut aus, aber wenn man es genau betrachtet, ist eine Erhöhung um einige Prozentpunkte immer noch besser.

Elefantendame Mala freut sich schon sehr auf Weihnachten. Besonders auf ihre schmackhaften Fresspakete ist sie gespannt. Sie möchte halt mal wieder schwelgen, denn bekanntlich schmaust sie so gern.
Dennoch stellt sich ihr die Frage, ob sie sich auch wirklich auf Weihnachten freuen kann, denn bisher ihr Lieblingsverein, der FC St. Pauli, hochgradig enttäuscht. Nun haben sie einen neuen Trainer, Zettel-Ewald (Lienen), dennoch kam der Umschwung noch nicht.
Aber im letzten Spiel ging es auch gegen den Tabellenführer Ingolstadt. Man schlug sich eigentlich nicht schlecht, auch wenn es am Ende natürlich wieder einmal hiess: Der Sieger ist nicht St. Pauli.
Nun geht es gegen den VfR Aalen. Dieses Spiel muss St. Pauli unbedingt gewinnen, ansonsten kann man wirklich schwarz sehen. Dann sollte sich der Verein darauf gefasst machen, dass er absteigen wird in die Dritte Liga. Aber hat Lienen vor Jahren nicht auch Bielefeld vor dem Abstieg gerettet? Ja, aber das hat dem Verein dann doch nichts genutzt, denn später mussten sie doch absteigen.
Aber noch ist nicht alles verloren, noch hat St. Pauli es selbst in der Hand, zu gewinnen.
Aus diesem Grund ist Mala auch sehr euphorisch und glaubt daran, dass St. Pauli gegen Aalen gewinnen wird. Sie müssen doch endlich einmal das Ruder herumreissen. Aber vielleicht wollen sie ja absteigen, weil der HSV auch absteigen wird? Für den sieht es ebenfalls nicht gut aus, aber für Werder Bremen auch nicht. – Andere Stadt.
Jonas‘ Fussballorakel, die alte Pusteblume, hat die letzten beide Spiele richtig getippt. Damit hat sich ihre Quote deutlich verbessert, sieht aber immer noch schlecht aus. Schlechter als die vom Schlaubeutel oder Malas. Aber sie ist immer noch am üben, wie es ausschaut. Und wie hat sich die Pusteblume dieses Mal entschieden? Sie ist auch für einen Sieg des FC St. Pauli.
Nun gut, dann wollen wir hoffen, dass der Verein begriffen hat, worum es geht und sie ein Tor mehr schiessen als der Gegner und sich nicht in den letzten Minuten ein Tor einfangen werden.
Mala jedenfalls drückt ihren Rüssel für einen Sieg. Sie möchte sich schliesslich nicht Weihnachten versauen lassen.

 

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Geld lässt das Gewissen verschwinden


Frankreich mischt gross mit, wenn es daru geht, Putin wegen der Ost-Ukraine zu rügen und sich neue blödsinnige Sanktionen auszudenken. Aber nun ist herausgekommen, dass sie an ihrem grossen Rüstungsgeschäft mit Russland festhalten wollen – aller Kritik zum Trotz. Nun ja, es geht schliesslich auch um einige Milliarden. Die will man sich nicht so einfach durch die Lappen gehen lassen.
Widerspricht das nicht dem Kurs, den Frankreich im Ukraine-Konflikt eingeschlagen hat? Im Grunde genommen schon, denn man rät Russland zur Besonnenheit. Sie sollen die Situation in der Ost-Ukraine nicht eskalieren lassen. Aber mit den Hubschrauberträgern könnte die Situation sogar noch verschärft werden. Denn diese vom Typ Mistral können nicht nur Hubschrauber, sondern auch Panzer, weitere Fahrzeuge und knapp fünfhundert Soldaten transportieren. Also ein höchst wichtiges Gefährt für Russland.
Doch Frankreich scheint das alles völlig egal zu sein. Denn es geht nicht nur um Geld, sondern auch um die Zuverlässigkeit der französischen Rüstungsindustrie. Denn wenn die Verträge nicht eingehalten werden, nehmen sich das auch andere Länder zum Vorbild und werden sich von den französischen Rüstungsunternehmen abwenden. Und das geht nun gar nicht. All das schöne Geld, dass da den Franzosen entgehen wird. Ausserdem soll der erste Hubschrauberträger bereits um den Oktober herum ausgeliefert werden. Das wäre doch ein ziemlicher Verlust, wenn man die Auslieferung nun stoppen würde.
Zudem hat Hollande schon im vergangenen Monat klargemacht, dass das Geschäft mit Russland eingehalten wird. Zudem stammt dieses aus dem Jahr 2011. Da wusste man von der Ukraine-Krise noch nichts. Ob nun die USA und andere Druck machen, ist Frankreich völlig egal. Es geht schliesslich um den guten und verlässlichen Ruf in der Welt. Ausserdem wird gesagt, dass es ein rein privates Geschäft sei, geschlossen zwischen Industrieunternehmen. Das klingt wie eine Ausrede, man wäscht seine Hände in Unschuld wie es Pontius Pilatus tat.
Frankreich wird nicht von seinem Standpunkt abrücken, vor allem wollen sie keine Entschädigung an Russland zahlen, wenn sie die Hubschrauberträger nicht ausliefern. Zudem wollen sie weitere Aufträge an Land ziehen, denn Geld kann man immer gut gebrauchen. Da muss man das Gewissen auch einmal hintanstellen.
Aber ich sage immer: Wenn es der eine nicht macht, dann macht es halt der andere. Denn bei Geld hört die Humanität auf. So ist es immer gewesen.
Während man sich über Frankreich aufregt, sieht es in der Ukraine wieder mal nicht rosig aus. Nachdem ein ukrainischer Militärhubschrauber abgeschossen wurde, meldet Russland nun, dass angeblich ukrainische Granaten in eine russiche Zollstation eingeschlagen seien. Wie es aussieht, handle es sich hierbei um Irrläufer, die ihr Ziel verfehlt haben, als das ukranische Militär Granaten nach mehreren Zusammenstössen abfeuerte. Zudem droht der ukrainische Präsident Poroschenko mit der Aufhebung der Waffenruhe, nachdem ein ukrainischer Militärhubschrauber abgeschossen und neun Menschen bei dem Absturz ums Leben gekommen sind. Natürlich sagen die Separatisten, dass die Ukraine ihrerseits sich nicht an die Waffenruhe halten würde. Wie man sich dreht und wendet, jeder schiebt dem anderen den schwarzen Peter zu. So wird es ewig weitergehen.
Auch wenn die Ukraine nun stärker an die EU gebunden sein mag. Wenn ich ehrlich bin, halte ich das für keine gute Idee. Denn eigentlich wird es doch nur gemacht, um Putin weiter in die Enge zu treiben. Wenn es die Krim-Krise nicht gäbe, würde sich niemand in der EU für die Ukraine interessieren.

Gestern war der erste spielfreie Tag der WM. Haben wir den Fussball wirklich vermisst? Nein, ich jedenfalls nicht. Heute beginnt die k.o.-Runde und seit gestern wird in der Redaktion spekuliert, wer Weltmeister wird. Unser Vize-Chefchen ist ja schon vor Beginn der Weltmeisterschaft davon überzeugt gewesen, dass Deutschland es schaffen und zum vierten Mal den Titel gewinnen wird. Unter uns gab es einige Skeptiker, mich eingeschlossen, jetzt sind eigentlich alle überzeugt – ausser mir. Ich hoffe indirekt natürlich auch, dass Deutschland den Titel gewinnt, aber wirklich überzeugt bin ich nicht. Jedenfalls hat Vize-Chefchen nicht nur sein Büro mit Deutschland-Flaggen überdekoriert, wie ich gestern sehen konnte, ist auch sein Auto ein Opfer der Flaggen-Manie geworden. Diese blöden Autoflaggen am Fenster lasse ich mir ja noch gefallen, auch wenn ich es albern finde. Aber das sei jedem selbst überlassen, wie ich immer sage. Muss man aber nun auch noch seine Aussenspiegel, den Tankdeckel und vor allem die Radkappen schmücken? Von einem Sonnenschutz, der an die Fenster der Rückbank gepappt wird, mal ganz abgesehen. Das ist mir nun wirklich zuviel des Guten gewesen. Regina ist nun auch schon auf dem Trip, dass wir unseren Balkon mit einer Deutschland-Girlande schmücken sollen. Also, so weit kommt das noch. Ich laufe ja auch nicht mit dieser blöden Blumenkette herum. Wie sieht denn das aus?
Mir persönlich ist diese Schmückung mit Deutschland Fahnen, Flägchen und ich weiss nicht was noch alles, viel zuviel. Nun ja, bin auch eher für Frankreich, auch wenn die spätestens das Viertelfinale nicht überstehen werden. Wie ist das alles furchtbar. Wieso haben sie nur nicht zweiter werden können? Dann würden sie auf Deutschland erst im Finale treffen. Es ist schon ärgerlich. Aber so ist nun einmal Fussball.
Übrigens hat sich Joseph Blatter schon wieder was Neues ausgedacht. Nicht nur soll der Videobeweis weiter ausgebaut werden, wegen der Beissattacke von Suarez, sondern es sollen auch Einsprüche der Trainer möglich sein. Maximal einer pro Trainer und Halbzeit und auch nur, wenn das Spiel unterbrochen ist. Dann kann beispielsweise bei einer umstrittigen Entscheidung noch einmal die Szene per Video angesehen werden.
Wieder mal eine herrlich hübsche Idee von Sepp Blatter. Was er sich damit erhofft, weiss ich nicht. Aber sicherlich wird er es durchbringen können. Die Torlinientechnik gibt es schliesslich auch – und soll nun auch bei der nächsten Europameisterschaft Verwendung finden.
Was aber geschieht, wenn auch der Videobeweis nichts bringt, da hat sich Blatter noch nichts überlegt, vielleicht eine Münze werfen? Wäre auch eine Idee.
Oder wie wäre es damit: Spielunterbrechungen wie beim Handball, damit sich der Trainer mit den Spielern besprechen kann. Das stört nicht nur den Spielfluss, sondern ist recht blödsinnig. Aber Blatter würde es sicherlich toll finden. Aber da es immer mal wieder kurze Unterbrechungen gibt, wenn beispielsweise jemand verletzt ist oder gewechselt wird, ist es nicht wirklich nötig. Denn dann kann der Trainer einem seiner Spieler sagen, wie er sich die weitere Taktik vorstellt. Ansonsten kann er während des Spiels rumbrüllen und sich schlaue Notizen machen, wie es Zettel-Ewald (Lienen) begann und alle anderen es nachmachten. Jedenfalls habe ich es bei Lienen zuerst gesehen.
Keine Ahnung, was Blatter da wieder zu dieser Idee des Videobeweises getrieben hat. Na ja, ich dachte gerade noch, dass es in den letzten Tagen sehr ruhig um ihn geworden sei. Keine Debatten, weil er schon wieder kandidieren will, nichts wirklich weltbewegendes. Und nun das. Man muss schliesslich im Gespräch bleiben, gerade wenn eine Weltmeisterschaft stattfindet.
Franz Beckenbauers Suspendierung wurde aufgehoben. War ohnehin nur ein Ablenkungsmanöver, weil zu dem Zeitpunkt gross über Blatters erneute Kandidierung geredet wurde. Und diese Debatten waren nicht zugunsten des grossen FIFA-Präsidenten gewesen. Europa will ihn nicht mehr haben, aber alle Kontinente scheinen ihn erneut wählen zu wollen. Warten wir ab, was geschehen wird, wenn die Wahl wirklich ansteht und wer sein Gegenkandidat wird. Das letzte Mal wurden seinem damaligen Gegner schliesslich auch was nachgewiesen, dass er von seiner Kandidatur zurücktrat.

Vor kurzem hörte man, dass Holger Stanislawski in Verhandlungen mit dem 1. FC Nürnberg um den Trainerposten stehe. Daraus wurde schliesslich nichts. Aber still ist es nicht wieder um Stanislawski geworden, denn er wird zusammen mit dem Ex-Fussballer Alexander Laas einen Toom-Markt, jetzt Rewe-Center, in Hamburg übernehmen. Ja, das hätte nun niemand erwartet, Jonas am allerwenigsten. Ich muss sagen, dass ich die Toom-Märkte in Hamburg nicht so gut kenne, aber ausgerechnet den Laden kenne ich. Unglaublich schlecht zu erreichen. Ich erinnere mich noch an irgendwelche Strassen, die wir überqueren mussten. Ist auch schon eine halbe Ewigkeit her, dass ich in dem Laden war. Damals wurde da gerade umgebaut. Wobei nach Jonas andauernd in dem Laden umgebaut wird, aber so oft geht er da wohl auch nicht hin. Jedenfalls ist Jenalas Cousin der Meinung, dass der Laden so weitere Kunden gewinnt, die Stanislawski sehen wollen Denn angeblich will er jeden Tag da sein. Da fragt man sich doch, ob er nicht auch mal Urlaub macht. Wobei er natürlich nur mal kurz durch den Laden laufen muss und die Kunden sind zufrieden. Wann das nun geschieht, das wird man dann sehen.
Mein Onkel war auch ziemlich überrascht, aber irgendwie hat er auch nicht mehr daran geglaubt, dass Stanislawski irgendwo noch einmal einen Trainerposten übernehmen würde. Er hielt ihn ja nie für einen besodners guten Spieler und selbst als Trainer fand er ihn nicht besonders. Nun ja, ich denke, dass mein Onkel das sagen kann, kennt er Stanislawski schliesslich noch aus dessen Zeit bei Bramfeld. – Welcher Verein dort auch immer sein mag, kenne mich in Hamburg nicht so aus.

Elefantendame Mala hat sich über die letzten Spiele der deutschen, französischen und belgischen Mannschaft sehr gefreut. Denn alle Spiele hatte sie richtig getippt. Ja, so langsam macht sie sich. Aber bei Belgien hätte sie beinahe auf eine Niederlage getippt, schliesslich war es denen egal, ob sie gewännen oder verlören. Denn die roten Teufel – damit ist nicht Kaiserslautern gemeint – waren bereits qualifiziert. Am Ende gab es noch das Tor für Belgien und die alte Kuh behielt recht. Bisher fehlerfrei im Gegensatz zum Schlaubeutel. Diese hatte die Spiele Frankreich gegen die Schweiz und Deutschland gegen Ghana falsch getippt. Und auch dieses Mal soll sie wohl nicht ganz fehlerfrei gewesen sein. Jedenfalls ist Jonas ein wenig ratlos. Es geht um das Spiel Ecuador gegen Frankreich. Da hatte ihm der Schlaubeutel erst gesagt, dass Frankreich gewinnen würde und als er sie wenig später noch einmal nach dem Spiel fragte, war sie für ein Unentschieden. So ist es am Ende auch gekommen, aber Jenalas Cousin weiss nun nicht, was der Schlaubeutel ihm gesagt habe. Im Grunde genommen gilt immer das, was als letztes entschieden wird. Also ein Unentschieden. Da würde ich mal sagen, dass Jonas mit seinem Fussballorakel noch mehr üben muss oder aber er muss endlich verstehen, was sie ihm sagen will. Wobei man natürlich nie vergessen darf, dass es dem Schlaubeutel völlig egal ist, was sie da macht. Hauptsache, sie bekommt was zu futtern.
Was also sagen beide Rüsselorakel nun für die nächsten Spiele? Mala tippt drei, während der Schlaubeutel nur zwei Spiele tippen wird.
Beide Damen sind für einen Sieg Frankreichs und der Deutschen. Damit werden wohl beide Mannschaften im Viertelfinale aufeinandertreffen. Für wen ich dann sein werde? Keine Ahnung, das gefällt mir alles nicht. Für Deutschland wird es gegen Algerien schwer werden, denn die haben natürlich noch die Schande von Gijon im Hinterkopf. Aber die Deutschen müssten sich schon sehr dumm anstellen, um das Spiel zu verlieren. Solange Podolski nicht spielt, ist auch alles möglich. Wieso Löw den mitgenommen hat, frage ich mich wirklich. Der hat früher einen relativ tollen Fussball gespielt, aber das ist schon lange Vergangenheit.
Für das Spiel Belgien gegen USA sagt Mala voraus, dass die USA gewinnen werden. Damit wird ein weiteres europäisches Land die Heimreise antreten müssen.
Spannend dürfte wohl das Spiel Brasilien gegen Chile werden. Ich gönne es den Chilenen, wenn sie den WM-Gastgeber rauswerfen. Denn Chile gönne ich ein Weiterkommen viel mehr. Brasilien hat genug Titel gewonnen. Ausserdem warten sie bereits seit 2002 auf den nächsten Titel. Damals gewannen sie bloss, weil Kahn im Tor stand.

Und wer mal wieder nicht weiss, was er anstelle von Fussball machen soll, der kann ja ein wenig lesen. Die Fantasy-Kurzgeschichte „Der Platz der Wahrheit“ von Henrik Quedburg ist vor kurzem erschienen und bei allen wichtigen Online-Händlern wie beispielsweise Weltbild oder Amazon erhältlich.

 

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