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Präsident Janukowitsch abgesetzt – Kommt die Ukraine nun endlich zur Ruhe?


Da hat man gedacht, die Ukraine würde nach dem vorläufigen Abkommen zwischen Präsident Janukowitsch und der parlamentartischen Opposition endlich zur Ruhe kommen – weit gefehlt! Das Blutvergiessen scheint nun vorbei zu sein, aber die Krise ist noch nicht vorbei.
Es läuft drunter und drüber in der Ukraine. Präsident Janukowitsch hat Kiew verlassen und befindet sich Charkow. Angeblich sollte er schon auf dem Weg ins Ausland sein, zusammen mit seinen wertvollsten Schätzen. Auf seinem Anwesen befinden sich Demonstranten, können durch den Garten spazieren und sich die verschiedenen Gebäude von aussen ansehen, die sich auf dem Gelände befinden. Habe eine Luftaufnahme vom Grundstück gesehen und irgendwie erinnerte es mich an einen Disney-Park. Nur vom ersten Eindruck her.
Janukowitsch will nicht zurücktreten, obwohl nach und nach alle seine Verbündeten im Parlament aufgeben. Denn er sei „der gewählte Präsident“ und damit werde er bleiben bis ein anderer Präsident gewählt sein sollte. Natürlich hofft Janukowitsch, im Amt bestätigt zu werden. Aber so sieht es momentan wirklich nicht nach aus. Muss ihm das eigentlich nicht wie ein Déjà-vu vorkommen? Vor zehn Jahren erlebte er das doch schon einmal. Janukowitsch verschwand damals von der Bildfläche, um wieder aufzutauchen. Ein richtiges Stehaufmännchen, das man einfach nicht los wird.
Oppositionsführer Klitschko, übrigens nicht der einzige, aber der einzige, den wir in Deutschland und Europa kennen, will durchsetzen, dass das Parlament Janukowitsch absetzt.
Kann natürlich so kommen und schaden wird es gewiss auch nicht. Aber: Wer ist der Stellvertreter des ukrainischen Präsidenten? Ein Verbündeter von Janukowitsch und damit ebenfalls eine Marionette Russlands? Dann wird keine Ruhe einkehren. Die wird es erst geben, wenn es Neuwahlen gab und diese für die Opposition ausfallen.
Laut Verfassung übernimmt der Regierungschef das Amt des Präsidenten, aber das ist ein Vertrauter von Janukowitsch namens Arbusow. Theoretisch kann es auch ganz anders kommen – ein Machtvakuum. Ob das allerdings sinnvoll ist? Ich habe keine Ahnung, denn schlimmer geht bekanntlich immer.
Ein wenig Verwirrung gibt es ob der Freilassung von Julia Timoschenko. Von einer Seite heisst es, sie sei bereits frei, von anderer Seite sie müsse noch freigelassen werden, aber es sei nur eine Frage der Zeit. Letzteres dürfte wohl stimmen. Freigelassen wird Timoschenko aber auf alle Fälle. Denn nicht nur der Präsident kann so etwas bestimmen, sondern nun auch ein Parlamentsbeschluss.
In Kiew haben sich die Polizei und die weiteren Sicherheitsorgane, die dem Innenministerium unterstellt sind, auf die Seite der Oppsitionellen gestellt. Damit dürfte ein weiteres Blutvergiessen ausgeschlossen sein. Wenigstens etwas, denn man fragte sich in den letzten Tagen wirklich, aus welchem Land die Bilder stammen würden, die man sah. Bürgerkriegsähnliche Zustände, die man in einem aufgeklärten Europa nicht mehr erwarten würde. Aber selbst knapp ein Vierteljahrhundert nach dem Fall des eisernen Vorhangs ist noch nicht alles im Lot. So wurden nun auch wieder Leninstatuen in der Ukraine gestürzt. Einige wenige Überbleibsel des sowjetischen Systems, für das Russland heutzutage das Synonym ist.
Russland selbst versucht nun die Wogen ein wenig zu glätten und rückt erstmals öffentlich von Janukowitsch ab. Zuvor hatten sie noch das Vorgehen der Oppsition scharf kritisiert. So schnell kann es gehen, Hauptsache mit nur einem blauen Auge aus der ganzen Sache hervorgehen.
Und während ich diesen Artikel schreibe, hat das ukrainische Parlament Präsident Janukowitsch für abgesetzt erklärt. Neuwahlen sind für den 25. Mai angesetzt. Ob die Ukraine nun endlich zur Ruhe kommt? Man kann es nur hoffen. Auch dass das Land dieses Mal einen Frieden erhält, der länger dauert als das letzte Mal. Es ist Zeit für einen Neuanfang.

Jonas hat in Hamburg was Lustiges im Radio gehört. Es gehört in die Kategorie Ungenauigkeit. Im Radio wurde über das HSV-Dilemma berichtet und dass man nun hinter dem Verein stehen müsse, denn „Hamburg muss erstklassig bleiben.“ Jawohl, dachte sich da Jonas: „Der HSV steigt ab und St. Pauli steigt auf.“ Damit bleibt Hamburg erstklassig, bloss der Verein hat gewechselt.
Theoretisch könnte so was natürlich passieren. Aber ob der HSV nun absteigen wird, werden wir am erst am allerletzten Spieltag wissen. Der FC Augsburg stand beispielsweise in der letzten Saison nur ein einziges Mal auf einem Nichtabstiegsplatz. Das war am 34. Spieltag. In dieser Saison stehen sie weitaus besser, scheinen sich wohl etabliert zu haben, obwohl sie als Abstiegskandidat Nr. 1 galten. Tja, das Team hat überrascht. Der HSV natürlich auch, indem er einfach nicht aus den Sümpfen der Abstiegszone kam und nun dort festhängt. Jetzt soll es der dritte Trainer in der laufenden Saison bringen: Mirko Slomka, dessen Nachname übersetzt Strohhalm heisst. Also hat der HSV nach dem letzten Strohhalm gegriffen. Ja, das finde ich mal wieder unglaublich witzig.
Theoretisch könnte Slomka den Abstieg verhindern. Van der Vaart fällt erst einmal die nächsten drei Wochen aus, was gut für den Verein ist. Denn van der Vaart hat schon seit längerem nichts mehr gebracht, dennoch wurde er aufgestellt. Indirekt könnte man ihn auch für die erste Trainerverpflichtung des HSV verantwortlich machen, schliesslich wollte angeblich van der Vaart unbedingt van Marwijk haben. Na ja, als Bondscoach brachte es van Marwijk bis zum Vizeweltmeister, aber als Bundesligatrainer hatte er nicht wirklich was vollbracht. Vor vielen Jahren, als Skibbe und sein Nachfolger Krauss nichts brachten, kam van Marwijk, um dann auch recht schnell wieder zu gehen. Aber das war vielleicht zu lange her, um es noch im Hinterkopf zu haben. Da war dann eher noch die Vizeweltmeisterschaft 2010 in Südafrika gespeichert. Nun ja, drei Millionen hat dieser Fehler den HSV gekostet. Aber anscheinend haben sie Geld ohne Ende, wo sie doch immer sparen wollen, weil ihr Loch nicht zu stopfen ist.
Das grösste Problem ist allerdings der HSV-Vorstand, denn dieser besteht nur aus Fussball-Experten, aber niemandem, der wirklich was mit Fussball zu tun hatte. Und so kommt es da von einer Fehlentscheidung zur nächsten. So ist es kein Wunder, dass der Verein mit einem Fuss schon in der zweiten Liga steht. Auch die Mannschaft ist nichts. Wild zusammengekauft und mehr nicht. Die Mannschaft muss der Star sein, kein einzelner. Aber beim HSV ist nicht einmal ein einziger Spieler der Star. Van der Vaart hat durch sein Privatleben sehr gelitten, bringt auch nichts mehr. Fällt nun eh für drei Wochen aus, wie bereits erwähnt. Hoffentlich besinnt die Mannschaft sich.
Ansonsten wird es vielleicht wirklich so sein, dass der Bundesligadino absteigt, Hamburg dennoch erstklassig bleibt, weil der FC St. Pauli aufsteigt.
Das ist natürlich Utopie, aber eine glaubt gewiss fest daran, dass St. Pauli aufstiegt: Elefantendame Mala.
Momentan ist bei ihr viel los, denn heute haben sich endlich die beiden grossen Pandas angesagt. Schon seit Wochen hat der Pairi Daiza die Nachricht angekündigt, nun kommen sie endlich. Mala sieht ein wenig ihren Status als grosser Star gefährdet, aber das kennt sie bereits aus Hamburg.
Und weil Mala nicht gerne wartet, hat sie schon einmal das Spiel St. Pauli gegen Dresden getippt. Was sagt die alte Kuh? St. Pauli wird endlich die ersehnten drei Punkte einfahren. Zwar sieht die Statistik gegen Dresden sehr schlecht aus, aber es gibt schliesslich immer das erste Mal. Und so hat Mala auf einen Sieg St. Paulis getippt. Mal sehen, ob sie recht behält. Und bis dahin können wir sehen, wie sich der HSV schlägt. Damit Hamburg erstklassig bleibt – ob nun mit dem HSV oder dem FC St. Pauli sei mal dahingestellt.

Im Fernsehen läuft heute Abend nichts ausser der Wiederholung von „Fasching in Franken“ aus Veitshöcheim. Originell waren wieder die Kostüme der Politiker. Ex-Ministerpräsident Günther Beckstein kam als Claudia Roth, weil er gehört hatte, dass er ihr Lieblingsgegner sei. Ich fand es wirklich gelungen. Und nach seinem letztjährigen Auftritt als Marilyn Monroe kam Finanzminister Söder dieses Jahr als Shrek. Und die einfallsreichste Kostümierung hatte natürlich wieder Horst Seehofer – er kam als er selbst. Das ist schon schwer, so als man selbst zu kommen.
Wer nun die Wiederholung der Sendung nicht sehen will (ich fand sie an den meisten Stellen sehr gelungen), der kann natürlich auch gerne etwas lesen. Da gibt es zum einen den Thriller „Die Rollen des Seth“ von Helen Dalibor. Falls ihn jemand noch nicht kennen sollte. Nun endlich in der überarbeiteten Fassung bei Amazon und Neobooks erhältlich. Oder wer lieber Fantasy liest, dem ist vielleicht mit der Aneba-Reihe gedient. Da gibt es drei Kurzgeschichten oder aber den Roman „Aneba. Die Rückkehr“, wo bis jetzt die ersten sechs Kapitel und der Prolog erschienen sind. Also eine breite Auswahl.

 

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Konsequenz gezogen: Annette Schavan ist zurückgetreten


Nun also doch: Annette Schavan ist als Bundesbildungsministerin zurückgetreten. Es war nach der Aberkennung ihreres Doktortitels zu erwarten gewesen und nur eine Frage der Zeit bis wir diese Nachricht hören würden. Merkels Rückendeckung klang auch nicht gerade überzeugend. Vor allem kennen wir das ja bereits von Guttenberg. Hinter diesem stand Merkel auch erst einmal und wartete wahrscheinlich nur darauf, dass er nun endlich zurücktritt.
In Guttenbergs wie auch in Schavans Fall ist ein Rücktritt richtig. Bei Guttenberg war der Fall schwerwiegender als bei Schavan, da er viele Passagen wörtlich abgeschrieben hat. Schavan hingegen hat nicht richtig wissenschaftlich gearbeitet und schludrig gearbeitet. Dabei kam dann das raus, was der Fakultätsrat der Universität Düsseldorf entschieden hatte: Annette Schavan wurde der Doktortitel aberkannt.
Nun stellt sich allerdings immer noch die Frage, was denn nun Täuschung heisst und was schlechtes wissenschaftliches Arbeiten. Täuschung ist für mich, wenn jemand eigene Gedanken über viele Absätze hindurch immer wieder als seine eigenenes abgibt, also einfahc abschreibt. Schlechtes wissenschaftliches Arbeiten hingegen bedeutet, dass jemand Halbsätze eines Werkes übernimmt oder dessen Gedanken in eigenen Worten wiedergibt. Dabei kann es natürlich vorkommen, dass dies nicht gekennzeichnet wird. Will mich selbst nicht davon freisprechen, aber bei meiner Methode war so etwas eigentlich gar nicht denkbar. Denn ich habe immer erst die Bücher durchgearbeitet, das wichtige angestrichen und dann meine Texte geschrieben. Während des Schreibens habe ich dann etwas belegen wollen und schnell meine gekennzeichneten Stellen durchgeguckt, was denn dazu passt. Dann eine Fussnote gesetzt und die Quelle erwähnt. Manchmal habe ich auch ein lasches „vergleiche (vgl.) XYZ“ gesetzt, dazu aber immer die Seitenangabe. Und falls ich mehrere Werke des Autors hatte, wurde sein Name eben mit dem Erscheinungsjahr des jeweiligen Buches hinzugefügt. So geht das. Bloss das Zitieren von Zeitschriften war für mich immer ein Graus. Aber so was lernt man tatsächlich im ersten Semester. Meine Unterlagen dazu habe ich immer noch, auch wenn ich zugeben muss, dass ich nicht mehr wirklich weiss, wo man die Auflagenzahl aposthrophiert. Bei der Stadt, wo der Verlag seinen Sitz hat oder beim Erscheinungsjahr? Bei den Rechtswissenschaften läuft das noch einmal anders. Da wird Auflage direkt hingeschrieben und nicht apostrophiert. Aber am Ende, sind sich alle Zitierregeln ziemlich ähnlich. Ob am Ende einer Literaturangabe nun ein Punkt gesetzt wird, ist auch ein Streitpunkt. Einige fordern es, anderen ist das so ziemlich egal.
Annette Schavan hat nun also die Konsequenzen gezogen und ist zurückgetreten, um das Amt als Bundesbildungsministerin nicht zu beschädigen. Gerade bei diesem Ministeramt wiegt es doppelt schwer, dass die Plagiatsvorwürfe aufkamen und schlussendlich der Doktortitel entzogen wurde. Denn irgendwie muss Schavan auch Vorbild sein.
Und erinnern wir uns noch daran, dass sie sich im Falle Guttenberg schämen würde? Das wurde Schavan in den letzten Tagen häufig zum Vorwurf gemacht. Doch auch hier muss man wieder bedenken, wie Guttenberg seine Doktorarbeit geschrieben hat – eben abgeschrieben. Schavan hingegen… Ja, ich werde es nicht noch einmal erwähnen, dass sie nicht gewissenhaft genug gearbeitet und alles überprüft hat. Sonst wiederhole ich mich hier in einer absoluten Endlosschleife. Und das wird dann langweilig.

Das grosse Rüsselorakel hat auch in dieser Woche zweimal bewiesen, dass sie den richtigen Riecher besitzt.
Einmal tippte Mala, dass der FC St. Pauli gegen Energie Cottbus nur Unentschieden spielen würde. Haben sie getan, was mal wieder beweist, dass sie höchstmotiviert (nicht mutiert) in der Winterpause waren, aber es nicht schaffen, diese Energie in die zweite Saisonhälfte zu retten.
Und beim zweiten Spiel sagte Mala, dass ihre Lieblingsnationalmannschaft Frankreich (in Belgien darf sie das nicht so laut sagen) gegen Deutschland verlieren würde. Und so kam es schliesslich auch.
Falls Neuer gespielt hätte, wäre es vielleicht wieder für Frankreich ausgegangen oder sogar ein Unentschieden geworden. Rene Adler hat bewiesen, das er es genauso verdient als Nummer eins im Tor der Nationalmannschaft zu stehen, wie Manuel Neuer. Zudem ist er auch nicht so überheblich geworden. Neuer scheint sich inzwischen für geradezu unfehlbar zu halten. Ich erinnere da nur einmal an ein Interview, wo er gefragt wurde, wie er sich denn diesen Fehler erklären könne. Da vergriff er sich in der Wortwahl und behauptete doch tatsächlich, er hätte sich keinen Fehler geleistet, obwohl es jeder gesehen hatte. Zudem hat er sich ja auch ziemlich darüber beschwert, dass Adler im Spiel gegen Frankreich neunzig Minuten auf dem Platz stehen durfte.
Neuer sollte froh darüber sein, dass er die Nummer eins ist. Denn hätte sich Adler vor Jahren, als er noch bei Leverkusen spielte, sich nicht so schwer verletzt, wäre Neuer heute sicherlich immer noch die Nummer zwei und würde auch noch garantiert bei Schalke spielen. Ja, man muss bei Neuer wirklich bemerken, dass er sich zum negativen verändert hat. Auch macht er heute Fehler, die er bei Schalke nicht machte. Aber da vermute ich, dass das mit seinem Torwarttrainer zusammenhängt.
Aber erinnern wir uns doch mal an die WM 2006. Er stand da im Tor? Richtig, es war Jens Lehmann und nicht Oliver Kahn, an den sich alle Trainer zuvor jahrelang gehalten hatte, einfach weil er bei Bayern spielte und Kahn hiess. Am Ende wurde er dann zur Nummer zwei degradiert und dem deutschen Fussball hat es nicht geschadet.
Und Mala wird nicht müde, dass nächste Spiel von St. Pauli zu tippen. Und was sagt die Elefantendame? St. Pauli würde gegen Sandhausen leider verlieren. Also mal sehen, was sein wird. Ob sie wieder recht behält?

Ich freue mich schon wie wahnsinnig auf Mittwoch. Warum werden nun einigen fragen? Tja, dann ist Aschermittwoch und die ganzen Karnevalssendungen sind wieder aus den Programmen verschwunden. Zudem wird dann hier in der Redaktion auch wieder die Normalität – so weit sie gegeben ist – einkehren.
Bin noch nie ein Freund von Fasching, Karneval, Halloween & Co. gewesen, aber seit ich hier arbeite, erhalte ich jedes Jahr die volle Dröhnung. Das hält man nicht aus.

 
 

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Karneval


Heute ist Rosenmontag und selbst nciht einmal in Bayern werde ich von diesen Verrückten verschont. Von einer anderen Redaktion kommt immer einer der Redakteure vorbei und der ist ein echter Kölner. Kann man sich ja vorstellen, wie der besonders heute nervt. Der soll Urlaub nehmen und nach Köln fahren, aber nicht mich belästigen. Tja, man wird es wohl gemerkt haben, ich bin ein Karnevalsmuffel. Aber ich komme nun einmal weder aus NRW, noch aus Bayern. Hier heisst es ja Fasching und vor allem in Franken – was bekanntlich gar nicht Bayern ist – sind die Jecken los. Man sieht im Fernsehen auf bald jedem Sender eine Karnevalssendung und auch überhaupt scheint man diesen Treiben nicht zu entkommen. So lange nicht gefordert wird, dass ich mich verkleiden soll, kann es mir eigentlich egal sein. Aber es nervt mich, wie es einen verfolgt.
Passend zum Höhepunkt der Karnevalszeit habe ich auch den passenden Buchtitel gewählt. Das Buch ist ein Thriller von Craig Russell und spielt eben zur Karnevalszeit, hat aber auch mit dem eigentlichen Wort carne levare (Fleisch wegnehmen) zu tun. Denn es geht um Kannibalismus. Ich lese grundsetzlich nicht die Bücher von Russell, weil ich die Handlungen einfach nicht mag. Deshalb greife ich zu den Hörbüchern und kann da im Notfall vorspulen, wenn mir das einfach nicht gefällt. Soviel zum Buchtitel.
Die Pro-Guttenberg-Demos schienen wohl nicht das zu werden, was beabsichtigt war. Na ja, irgendwie habe ich mir das gleich gedacht. Deshalb bin ich ja auch nicht hingegangen. Ein Schlauchen bin ich.
Samstag war auf dem BR ein peter Alexander-Abend. Ich gucke gerade „Graf Bobby“, als meine Mutter anruft. Und wenn die eigene Mutter anruft, kann man sich ja denken, wie das ist. Jedenfalls sage ich ihr, dass sie mich doch am nächsten Tag anrufen soll, denn ich würde gerade Graf Booby mit Peter Alexander gucken. Da sagt sie dann: „Das hast du doch schon hundert Mal gesehen.“ Ich erwidere darauf: „Erinnerst du dich nicht mehr? Die Graf Booby-Reihe waren die einzigen Filme, die ich nie sehen durfte. Die liefen damals doch immer um Viertel nach acht auf Sat.1.“ Da sagte meine Mutter nichts mehr und ich durfte weitergucken. Fand den Film aber so was von fade. Der danach war dann wieder interessanter, denn den kannte ich auch noch nicht. Die beiden danach habe ich mir nicht mehr angetan, denn die finde ich langweilig. Obwohl ich ja die Lieder von „Im weissen Rössl“ mag. Guckt nicht, ich habe einen schrägen Musikgeschmack. Ist nun einmal so.
Jenala ist sauer und sie überlegt ernsthaft, ob sie nicht einfach streiken und nicht mehr hingehen soll. Aber ihrem Ersatzelefanten kann sie das ja nicht antun. Obwohl ich glaube, dass ihr schon eine Lösung einfallen wird. Ich kenne doch das Schlitzohr.
Bayern ist wohl wirklich am Ende, denn schon wieder konnten sie keinen Sieg verbuchen. Leider, leider verloren sie auch gegen Hannover. Der Tulpengeneral scheint es wohl nciht mehr lange zu machen. Wollen wir mal sehen, wer zu erst gehen muss: van Gaal oder aber Veh vom HSV. Am Samstag spielen beide Vereine auch noch gegeneinander. Ein Sieg muss her, denn ein Unentschieden bringt beide nicht weiter. Dafür hat Werder wieder einmal gewonnen. Das hat momentan in dieser Saison ja seltenheitswert und muss deshalb unbedingt erwähnt werden.

 
 

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