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Wenn die Bedeutung des Feiertags verloren geht…


Ostern ist im Anmarsch, hat am Gründonnerstag begonnen.
Karfreitag ist im Christentum einer der höchsten Feiertage. Und weil das nun mal so ist, dürfen in den Bundesländern keine Jahrmärkte öffnen und auch keine Tanz- oder Sportveranstaltungen stattfinden. Deshalb gibt es in der Bundesliga keine Freitagsspiele.
Gegen dieses nicht mehr zeitgemässe Gesetz wurde gestern demonstriert. Begründung: Die Mehrheit der Menschen in Deutschland würde sich nicht dafür interessieren, was der Karfreitag bedeute. Für sie sei es nur ein ganz normaler Feiertag und zudem ein Ärgernis, weil es halt dieses Tanzverbot gebe. Wurde deshalb gestern Abend auch nicht „Let’s Dance“ auf RTL gezeigt? Die Möglichkeit sollte man erwägen.
Ich erinnere mich, dass vor Jahren die Diskussion war, ob Kneipen in Bayern an den stillen Feiertagen Punkt Mitternacht schliessen müssen. Die FDP wollte damals, dass auch nach Mitternacht noch die jeweiligen Lokalitäten geöffnet bleiben können. Dagegen wehrte sich die CSU vehement. Am Ende km ein Kompromiss heraus. Kneipen & Co. durften bis 2 Uhr feiern, dann erst kommt die Sperrstunde, wenn ein stiller Feiertag ansteht. Aber danach darf eben nicht mehr getanzt werden.
In der heutigen Zeit mutet es tatsächlich etwas seltsam an, dass weder getanzt oder gefeiert oder sich vergnügt werden darf. Denn im Gegensatz zu früher, sind den meisten Menschen die christlichen Feiertage bedeutungslos geworden. Einerseits weil sie sich als Atheisten sehen, gar nicht wissen, was Ostern eigentlich bedeutet oder eben einer anderen Religion angehören. Wobei ich da denke, dass diese die christlichen Feiertage tolerieren und sich nicht darüber beschweren werden.
Heutzutage freuen sich viele, dass sie einen arbeitsfreien Tag haben, warum das so ist, ist ihnen völlig egal. Nun gut, nicht alle haben an Feiertagen frei, denn der Strom soll bekanntlich dauerhaft aus der Steckdose fliessen und Rettungskräfte können auch nicht sagen, dass sie frei machen, weil Feiertag ist.
Da wurde also gegen das Tanzverbot protestiert. Gut, protestieren kann man gegen alles, nur bleibt am Ende die Frage, ob es auch was bringen wird. Ich glaube nicht, dass sich etwas daran ändern wird. Ausserdem hängt es auch davon ab, in welchem Bundesland man sich befindet. In den vornehmlich katholischen Bundesländern wie beispielsweise Bayern oder Baden-Württemberg wird das Tanzverbot strenger gehandelt als in den Stadtstaaten. Wobei dort natürlich auch keine Jahrmärkte geöffnet haben. In Bremen war in diesem Jahr allerdings eine Ausnahme ergangen wegen des stürmischen Wetters Anfang der Woche, in Hamburg hingegen nicht.

Das kleine Kuhkalb aus dem Leipziger Zoo hat es nicht geschafft. Am Mittwoch musste es eingeschläfert werden, nachdem sich seine Werte verschlechtert hatten. Das ist nun schon das zweite Drama um Elefantin Hoa und ihren Nachwuchs. Erst tritt sie bei ihrem ersten Jungtier zu fest zu, dass dieses stirbt, nun waren die anderen beiden anwesenden Elefanten zu rabiat gegenüber dem kleinen Mädchen und brachem ihm unabsichtlich den Oberschenkel. Keine Frage, dass Kuhkalb war mit 68 Kilo überaus zart. Ich würde fast von Untergewicht sprechen. Hat man da zu sehr bei Hoa darauf geachtet, dass sie nicht zuviel zunimmt? Das wurde immer mal wieder bei „Elefant, Tiger & Co.“ gezeigt. Aber eben nur Spekulation mit der Gewichtsüberwachung.
Nächstes Jahr steht dann die Geburt bei Elefantin Thura an. Gerade der Elefant, die dafür bekannt ist, dass sie ihre Jungtiere hasst wie die Pest und sie nicht trinken lassen will. Wenn das kleine Elefäntchen zu ihr kommt, um zu trinken, dann tritt sie es weg oder attackiert es noch schlimmer. Bei Ratna, ihrem ersten Jungtier, kehrte erst Ruhe ein, als eine ältere Elefantin in die Box neben sie gestellt wurde. Diese Aufgabe übernahm nach deren Tod Elefantin Shandra, die anfangs Angst vor kleinen Elefanten hatte, weil sie selbst diese nicht kannte. Heutzutage merkt man davon nichts mehr, avancierte zum Liebling von Thuras Nachwuchs. Aber Shandra ist weiterhin in Hamburg, Thura in Leipzig.
Thura ist mit ihrer besten Freundin Saida zusammen, die seit April 2006 nicht mehr mit einem Jungtier zusammengekommen ist. Gut, Rani kam letztes Jahr mit ihrer Mutter an, ist erst fünf Jahre alt. Aber Saida mochte sie nicht besonders, sodass Rani am Ende von Mutter und Tante abgetrennt werden musste. Eigentlich hätte man erwarten können, dass Saida Rani vor Thura beschützt. Doch nein, Mutter und Tante vermöbelten Rani. So ist sie nun alleine. Sie soll nun wohl in die Gruppe um Hoa integriert werden. Hoffentlich klappt das, sonst hat man in Leipzig drei Gruppen, aber immer noch keine wirklich funktionierende Herde.
Was wird sein, wenn Saida nicht die Rolle übernimmt, die Elefantin Shandra in Hamburg bei den letzten Jungtieren von Thura übernommen hat. Wird Shandra dann nach Leipzig reisen müssen. Jonas hält von dieser Idee absolut nichts. Einmal wäre Shandra der wichtigste Elefant in der Hamburger Herde und zweitens hätte sie in den letzten Monaten stark abgebaut. Sie sei immer noch hellwach und habe eine gesunden Appetit, aber sie macht dennoch einen schlechten Eindruck. So wäre ein Umzug nach Leipzig für sie nichts.
Dann bleibt nur die Dauerüberwachung durch die Pfleger, so wie es bei Ratna in den ersten acht Wochen nach ihrer Geburt war. Da wird auf Leipzig etwas zukommen.
Was ist eigentlich, wenn Rani nicht in die Gruppe von Don Chung, Trinh und Hoa integriert werden kann? Kehrt sie dann nach Hamburg zurück? Da muss man sagen, dass das EEP bei Thura und Rani lieber nicht auf das Mutter-Tochter-Gespann bestanden hätte. Hinterher ist man immer schlauer. Aber wie ich von Jonas weiss, hatte Rani in Hamburg als engere Freundin nur Shandra und wie lange die das noch machen wird, ist fraglich. Vielleicht hätte man sie mit Salvana vergesellschaften können, denn die soll laut Jonas auch allein in der Gruppe sein. Aber mit Rani hatte sie es nie so. Mal sehen, wie sich das alles entwickeln wird. Vielleicht wird mit Thura und Saida und Thuras Nachwuchs im nächsten Jahr alles gutgehen. Vielleicht aber auch nicht. Dann ist die nächste Katastrophe da.
Nein, ich sehe nicht alles schwarz, ich bin nur realistisch. Thura hätte gar nicht nach Leipzig gehen dürfen, wenn die Vermutung nahelag, dass sie ein weiteres Jungtier bekommt. Aber der Umzug nach Leipzig war schon lange beschlossene Sache und hätte auch schon im Jahr zuvor stattfinden sollen. Aber es ist so, wie es nun einmal ist. Irgendjemand wird immer die Suppe auslöffeln müssen.

Hat irgendjemand am Dienstag die neue Vorabend-Serie „Rentnercops“ in der ARD gesehen? Das ist eine der besten Serien, die ich seit langem in der ARD gesehen habe.
Die Handlung ist glaubhaft, nicht überdreht, die Witze richtig gesetzt und nicht übertrieben. Vor allem ist es mit Tilo Prückner und Wolfgang Winkler exzellent besetzt. Man nimmt den beiden ihre Rollen als pensionierte Kommissare sofort ab.
Nach dieser schrecklich überdrehten Serie „Unter Gaunern“, die hoffentlich eingestellt werden wird, wird endlich wieder eine Serie gezeigt, auf die man sich freut und nicht genervt nach fünf Minuten wegschaltet.
Aber man sieht, dass diese Folgen von Autoren geschrieben wurden, die bereits Erfahrung darin haben, wie man eine gute Serie schreibt. Denn die Drehbuchautoren zeigen sich auch für „Mord mit Aussicht“ verantwortlich. Gut, die letzte Staffel war ein wenig zu klaumaukhaft, aber immer noch besser als der Blödsinn, der sonst in der ARD gezeigt wird.
Auch die Einschaltquoten der ersten Folge lassen hoffen. 1,96 Millionen Zuschauer haben sich den Einstand angesehen. In der für die ARD so wichtigen werberelevanten Gruppe der 14 bis 49jährigen sahen allerdings weniger als erhofft zu. Vielleicht geht man bei der ARD endlich mal den Weg von RTL und setzt das Alter auf 59 herauf. Dann stimmt die Quote auch wieder.
Aber es ist doch auch so, dass die ARD bedenken muss, dass die jüngeren Zuschauer um die Zeit noch gar nicht zu Hause sind, weil sie noch arbeiten, von der Arbeit kommen oder privaten Hobbys nachgehen. Natürlich gibt es auch Zahlen für die Mediathekabrufe, aber die werden uns nicht bekannt gegeben.
Dennoch stimmt es hoffnungsfroh, dass diese Serie so gut anzukommen scheint. Kann man nur hoffen, dass die Serie es auch die nächsten sieben Folgen auch schafft, die Zuschauer vor den Fernseher zu locken.
Die Handlung ist wirklich gut. Das kann man bei „Hubert & Staller“ leider nicht mehr sagen. Da geht einem Girwidz inzwischen dermassen auf die Nerven, dass man gar nicht mehr gucken will. Inzwischen muss man sich schon fragen, wie der eigentlich Polizist werden konnte, so blöd wie der ist. So verpeilt sind nicht einmal Hubert und Staller, die fallen höchstens mit der Tür ins Haus, weil sie es nicht so mit dem Überbringen einer Todesnachricht haben. Dennoch hat die Serie in der momentan laufenden vierten Staffel sehr nachgelassen.
Das sieht man auch an den Zuschauerzahlen, die sind nicht mehr so hoch, wie sie einstmals waren. Die dümpeln unter der Zwei-Millionen-Marke. Aber irgendwann ist jede Serie vorbei. Und bevor es noch schlimmer wird, sollte man vielleicht einmal darüber nachdenken, ob man nicht einfach aufhört. Spätestens dann, wenn die blauen Uniformen eingeführt werden, die nun Bayern als letztes Bundesland einführen werden.
Aber erst einmal freue ich mich sehr über die neue ARD-Serie „Die Rentnercops“, die hoffentlich noch lange laufen wird.

Dass Toyota mit Elefantendame Mala ein neues Werbegesicht hätte, war eine zu schöne Nachricht, die ich am Mittwoch verkündet habe. Leider war alles nur ein Aprilscherz. Mala hat zwar wirklich mal Kastenwagen getestet, aber noch ist kein Autohersteller an sie herangetreten, um sie als Werbegesicht zu verpflichten.
Ausserdem hat Elefantendame Mala ab sofort nur noch wenig Zeit, denn bei ihr ist wieder geöffnet. Folglich kann sie wieder bewundert werden. Noch wird sie nicht baden gehen und die Besucher nass machen, aber gefüttert wird sie dennoch werden. Darauf freut sie sich schon sehr, denn ein Schleckermaul war sie immer schon.
Natürlich hofft sie, dass nicht alle zu den ollen Pandas, diesen Bambusfressern, stürmen werden, denn sie sei viel netter und vor allem intelligenter.
Obwohl die Elefantendame so viel zu tun hat, fand sie dennoch die Zeit, das Spiel des FC St. Pauli gegen Fortuna Düsseldorf zu tippen. Mala ist wieder höchst euphorisch und sagt einen Sieg gegen Düsseldorf voraus. Hingegen ist die Pusteblume ganz anderer Meinung und sagt, dass St. Pauli Unentschieden spielen würde.
Am Montagabend wird man sehen, ob eines der beiden Rüsselorakel recht behalten hat.

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Viel Beton für nichts – Welch eine Enttäuschung


Lange habe ich davon geredet, dass ich mir in Hamburg das neue Eismeer ansehen will. Nun habe ich das am vergangenen Wochenende getan. Fazit: Ich bin enttäuscht. Warum? Na, das werde ich nun erzählen.
Momentan sind die Romantischen Nächte im Hamburger Tierpark. Und da ich klassische Musik mag, musste ich da natürlich hin. Habe das früher schon mal miterlebt. Ist aber schon ein paar Jahre her.
Sofie, meine kleine Schwester war dabei. Es ist kaum zu glauben, dass sie schon wieder gewachsen ist. Wie die Zeit vergeht…
Jenala ist nicht mit in den Tierpark gekommen. Sie hält ihren Schwur konsequent durch, also hatte ich nur als Begleitung nehmen meiner Schwester Jenalas Cousin Jonas. Der kennt sich dort auch bestens aus, also gar kein Problem. Wenn man ihm bloss mal sagen würde, dass er nicht einen neuen Geschwindigkeitsrekord durchs Tropen-Aquarium aufstellen soll.
Im Tropen-Aquarium war’s mir ein wenig zu warm. Aber ich bin auch recht empfindlich, was Wärme betrifft. Mir war Gondwana-Land in Leipzig schon nicht für den Kreislauf förderlich.
Von den Kattas, den Lemuren aus Madagaskar habe ich keinen einzigen erblickt. Die hatten sich wohl gerade zurückgezogen, als wir ankamen. Soll öfters mal vorkommen, wie Jonas mir sagte. Da war ich schon ein wenig enttäuscht. Da zahle ich den Eintritt dafür und sehe die nicht einmal.
Bei den Fledermäusen mochte ich mich nicht lange aufhalten, weil es dort jämmerlich stank. Ja, ich verstehe, dass Tiere nicht geruchslos sind, aber deshalb muss das noch lange nicht so sein, dass man vom Gestank beinahe erschlagen wird.
Danach wurde es merklich kühler, denn nun kamen die Unterwasserwelten, wo ich mich besonders über die Igelfische freute. Seit Knurpsy aus dem Allwetterzoo Münster bin ich ein Fan von diesen Fischen, die sehr vom Aussterben bedroht sind. Einer blähte sich sogar auf, als ihn eine der Langusten zu fassen bekam. Ob die ich wohl fressen wollte? Jedenfalls war er kugelrund und seine Stacheln standen ab. Auch einige Minuten später konnte man ihn noch gut von dem anderen unterscheiden. Denn seine Stacheln standen immer noch ein wenig ab.
Im grossen Panorama-Aquarium schwamm ein Zackenbarsch, den Jonas als Fisch mit Starallüren bezeichnete. Denn immer wenn er auf ihn warte, würde dieser sich in die dunkelste Ecke des Beckens zurückziehen.
Dann in den Park, wo wir natürlich gleich zum Eismeer gingen. Gewaltig ist es ja geworden, dass muss ich schon zugeben. Aber die Eisbären finde ich dann doch etwas verloren in dem hinteren Teil des Geheges. Mag vielleicht daran liegen, dass man immer nur diesen verrückt hin- und herrennenden Eisbären Blizzard sieht. Der Bereich wirkt riesig, aber das ist ja wohl auch so gewollt.
Und dann das Innere. Da sieht man gleich weitere Mängel.
Erstens das grüne trübe Wasser im Eisbärengehege. Das soll von Mikroorganismen gereinigt werden, aber irgendwie scheinen die sich noch nicht gebildet zu haben oder sie sind überfordert.
Einen richtigen Blick aufs Eisbärengehege kann man gar nicht werfen, nur durch die Scheiben oder aber von der Walross-Anlage aus.
Apropos Walross, bisher schwimmt da nur eines umher und laut Jenala wird das auch nicht ewig bleiben, sondern nur ein paar Jahre. Aber wieso wird dann gesagt, mit dem Walross soll gezüchtet werden? Vorspielung falscher Tatsachen oder wer hat nun recht? Auf Gerüchte soll man nicht viel geben, aber manchmal enthalten sie schon ein Quentchen Wahrheit.
Weiteres Manko, die engen Gänge gleich nach der zweiten Eisbär-Scheibe. Wenn da die Leute zuhauf stehen, um einen Blick auf das Walross zu werfen, kommt man da kaum vorbei. Rollstuhlfahrer und Kinderwagen überhaupt nicht. Ich will nicht wissen, was passiert, wenn da mal Panik ausbricht. Aber solche engen Gänge gibt es im Tropen-Aquarium auch. Da kommt man an einem Rollstuhlfahrer kaum vorbei. Aber die Sicherheitsanforderungen sind wohl erfüllt worden, auch wenn ich nicht weiss, wie sich ein äusserst vollschlanker Mensch an einem Rollstuhl vorbeischlängeln will. Da hält der Rollstuhl alle auf. Bei einem überbreiten Rollstuhl kommt nicht einmal so ein Schlacks wie ich vorbei. Da hätte drüber nachgedacht werden sollen. Beim Eismeer wird der Gang dann aber bei der grossen Walross-Panoramascheibe ein wenig grösser. Dennoch sind die langen Gänge ein weiteres Manko. Sie mögen zwar grossflächige Bilder, Texte und Sprüche von bekannten Menschen wie Schriftstellern oder Forschern haben, aber die guckt man sich einmal an, liest sich den Text durch und dann vergisst man es wieder. Wer öfters kommt, wird durch diese Gänge nur lustlos gehen, so wie eben Jonas, der jedes Mal einen neuen Geschwindigkeitsrekord aufzustellen versucht. Momentan liegt er bei elf Minuten, wie er mir stolz erzählte.
Einen interessanten Einblick bekommt man, wie das Eismeer hinter den Kulissen mit der ganzen Technik funktioniert. Zwei Enten – genauen Artnamen weiss ich jetzt nicht – sollen sich auch mal ausserhalb des Pinguingeheges aufhalten. Leider habe ich sie nicht gesehen.
Dann kommt man in eine dunkle Höhle und fragt sich eigentlich, was das soll. Bis man links im Wasser mit Glück einen oder mehrere Pinguine schwimmen sieht. Nun kommt die Freiflugvoliere mit Trottellumme, Papageientauchern und weiteren Vögeln. Einen Aufpasser habe ich nicht gesehen, obwohl sich eigentlich immer einer dort aufhalten soll.
Als technik-interessierten Menschen habe ich mir gleich ein Bild davon gemacht, wie denn nun die Wellenmaschine funktioniert. Einfach gesagt: Ein Brett, dass im Wasser hin- und herschwenkt. So kommen die Wellen zustande.
Durch einen Vorhang aus Seilen verlässt man nun die Voliere und geht wieder einen Gang entlang. Beinahe läuft man an einer blauen Tür vorbei, bei der man auch noch Probleme beim Öffnen hat.
Dunkelheit und Kälte empfängt einen. Der Besucher tastet sich nach vorne vor und wird nun auch mit Fisch- und Pinguingestank umhüllt. Wer’s mag. Ich habe mir erst mal die Nase zugehalten, denn wie gesagt, meine Nase ist empfindlich.
Wie Jonas sagte, ist dieser Gestank durchaus beabsichtigt, denn man soll die Pinguine fast mit allen Sinnen erfassen, also mit den Augen und der Nase.
Sogar ein paar Pinguine entdeckt, die sich nicht in ihrem Gehege aufhielten, sondern oberhalb der Abtrennung. Jonas freute sich wahnsinnig über die „entflohenen“ Pinguine. Einer kam mir richtig nah, als ich ihn fotografierte, da bin ich aber schnell in Deckung gegangen. Meine Kamera ist mir lieb und teuer.
Dort bin ich schnell wieder raus, denn ich musste wegen der Kälte an meine Batterien denken. Nun folgte ein langer Gang mit Bildern aus der Geschichte des Tierparks und des Eismeeres. Ein paar kurze Texte gab es auch. Ganz nett gemacht, aber mehr auch nicht. Ehrlich gesagt einfallslos.
Noch eine Treppe hochgestiegen, wo man sich an den Wänden die verschiedenen Baustadien des Eismeeres ansehen kann. Mag vielleicht näher dran gewesen sein, aber Jenalas und Jonas‘ Bilder sind besser, da immer aus der gleichen Perspektive aufgenommen. Da sieht man die Veränderungen viel besser und könnte eine gute Bilderstrecke draus machen.
Oben angekommen gibt es eine kleine Aussichtsplattform, wo man zwar weit nach Hamburg reinsehen kann, aber wirklich besonders ist das nun auch wieder nicht, so dass ich mich hier gefragt habe, was das eigentlich sollte. Schliesslich sind an einer Wand noch zwei Teile des alten Eismeers befestigt. Des weiteren drei verschiedene Modell-Felsen, wo darüber entschieden wurde, welche Firma nun die künstlichen Felsen modelliert. Wer aber nun das Rennen von den drei Firmen gemacht hat, wurde nicht deutlich, oder ich habe es übersehen. Letzteres glaube ich aber nicht.
Und dann war man auch schon durch. Jonas hatte die Zeit gestoppt. So knapp eine Stunde hatten wir im Eismeer verbracht. Und dafür wird also mehr als neunzig Minuten veranschlagt. Und ich bin da wirklich nicht durchgehetzt.
Bei den Elefanten war es ganz komisch, dass leere Bullengehege zu sehen. Es war das erste Mal, dass ich weder Hussein noch Mala antraf. Traurig war’s. Darjeeling, der kleine Racker, nervte wieder seine Lieblingstante, die abgezehrt wirkt. Soll ja auch immer Ammendienste leisten, wie mir Jonas sagte.
Später am Abend, als dann die Musik überall im Tierpark ertönte, konnte man über einen Teich mit recht viel Entengrütze, sich mit einer Gondel fahren lassen. Jonas wollte anfangs ja wie die Venezianer in ihren Gondeltaxis – gibt es wirklich und soll so um 50 Cent pro Fahrt kosten – stehen, was ihm Sofie und ich ausreden konnten. Der wäre noch im Wasser gelandet. Die Fahrt war kurz aber schön. So bin ich nun endlich auch mal Gondel gefahren und musste dazu nicht extra nach Venedig.
Der Feuerwerk war schon, aber zu laut.
Fazit: Beim Eismeer kann man nur sagen: Viel Beton für nichts. Ich bin wirklich enttäuscht und habe mir etwas Grossartigeres vorgestellt. Eine Dinge sind nicht genau durchdacht, wie die engen Gänge zu Beginn, wo es dann zum Stau kommt.
Der Rest des Tierparks ist sehenswert wie immer, bloss eine alte Elefantendame wird vermisst.
Wo ich von Mala gerade spreche. Auf der Facebook-Seite des Pairi Daiza kann man sich ein sehr kurzes Video mit Mala ansehen, wo sie durch den Park geführt wird. Das erste Lebenszeichen von ihr seit dem Bild vor über einem Monat.

Zwei Tage später sind dann Sofie, Jonas, Jenala und ich zu einem anderen Tierpark in der Nähe von Hamburg gefahren: der Tierpark Krützen.
Dort sind auch einige ehemalige Hagenbeck-Bewohner zu sehen, wie die Hutaffen, die beiden adulten Kamele oder der schwarze Alpakahengst namens Machote. Diesem sieht man sofort an, dass Ocho sein Vater ist. Etwas kleiner als dieser, aber genauso verrückt.
Dieser Tierpark ist zwar in einer dreiviertel Stunde durchgangen, wenn man schnell sich jedes Tier ansehen will. Ich finde ihn nicht schlecht, denn man sieht hier Tiere, die man nicht überall sieht, wie beispielsweise Hutaffen oder weisse Pfaue. Auf Elefanten oder Giraffen muss man verzichten, aber das ist nun wirklich nicht schlimm. Was ich nicht gesehen habe, waren Kulane, nur Przewalski-Pferde.
Alle Tiere lassen sich mit dem dort gekauften Futter oder selbst mitgebrachten Äpfeln oder Mohrrüben füttern. Das ist natürlich immer was besonderes. Bloss bei den Lamas sollte man aufpassen, denn da kann es passieren, dass man als Besucher angespuckt wird anstelle des Futterkonkurrenten. Und hier lassen sich sogar Zebras füttern, was ich noch nie gemacht habe.
Da sollte man unbedingt mal hinfahren, es lohnt sich wirklich. Und der Eintritt ist mit sechs Euro für Erwachsene auch nicht sehr hoch.

Bilder werde ich nachliefern, wenn ich sie durchgesehen habe.

Arbeiten musste ich heute auch noch, und das an meinem freien Tag. In Bayern herrscht heute Feiertag, weshalb ich eigentlich nach Hause fahren wollte. Der Tag war bei mir nicht mehr als Urlaubstag eingetragen, aber eben Feiertag. Und dann bekam ich die Aufgabe, mich unter die Olympischen Sportler zu mischen, um ein paar Interviews zu machen. Habe wirklich besseres zu tun. Das einzig Gute: Mir wird die Rückfahrt erstattet und ich bekomme Überstunden angeschrieben.

 

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Hertha BSC und der Krieg


Nun ist es also endgültig entschieden worden: Hertha BSC ist abgestiegen. Es wird kein Wiederholungsspiel geben. Wer immer auch damit gehofft hat, wurde bitterlich enttäuscht. Aber es war klar, dass so entschieden würde, schliesslich ist ja nicht wirklich was passiert. So wurde in der ersten Instanz ja begründet. Wenn ein Hertha-Spieler oder sonstwer verletzt worden wäre, dann hätte es eine Wiederholung gegeben, aber nicht so.
Da frage ich mich doch wirklich, ob es wirklich immer erst zum äussersten kommen muss, bis wirklich was passiert. Aber wie sagt die Polizei doch so schön? Wenn bei Ihnen eingebrochen wird und der Einbrecher sie bedroht, müssen sie eigentlich schon fast tot sein bis sie sich gegen ihn zur Wehr setzen dürfen. Wer nun sagt, dass das Schwachsinn sei, so haben es mal mehrere Polizisten ausgedrückt.
In den USA kann man ja in einigen Bundesstaaten des Mordes verurteilt werden, wenn man beim Mord anwesend war. Ob man dazu allerdings den Täter kennen muss, weiss ich nicht.
Es war doch von Anfang an klar, dass das Relegationsspiel zwischen Hertha und Düsseldorf niemals wiederholt würde, denn sonst wäre es damals schon abgebrochen worden. Und da das nicht geschah, war klar, dass es nicht wiederholt würde. So ist es nun mal und Hertha hat sich das ganze selbst zuzuschreiben. Was entlassen sie Markus Babbel, bloss weil der seinen Vertrag nicht verlängern will? Die standen auf Platz elf. Und dann holen sie Skibbe. Damit begann doch der Abstieg. Otto Rehagel versuchte noch schlimmeres zu verhindern und schaffte es sogar noch mit der Mannschaft auf den Relegationsplatz, aber das war es dann auch schon. Am Ende hat die Mannschaft versagt und vielleicht ist ihnen wirklich eine Chance genommen worden, das weiss niemand.
Sechszehn Menschen sind gestern gehört worden. Von denen holte Otto Rehagel am weitesten aus und erzählte von den Luftangriffen auf Essen im Jahr 1943. Etwas weit hergeholt, aber wenn er sagte, dass das in seiner vierzigjährigen Trainerlaufbahn noch nie passiert ist, dann mag er damit recht haben.
Haben ziemlich lange verhandelt, bis um halb elf war jedenfalls noch kein Ergebnis bekannt. Ob es dieses Mal wieder so knapp war wie in der Instanz davor? Tja, keine Ahnung.
Was Hertha jetzt machen kann? Preetz entlassen und einen Neuanfang machen, denn Preetz ist der Stein des Anstosses für den erneuten Abstieg gewesen.

Die EM 2012 kann sich vor möglichen Fussball-Orakeln gar nicht retten. Doch einzig wahre Fussball-Rüsselorakel ist nicht in Krakau zu finden, sondern ganz woanders. Ja, in Deutschland, genauer in Hamburg. Dort hat es sich die Elefantenkuh Mala zur Aufgabe gemacht, die Fussballspiele ihres Lieblingsvereins St. Pauli zu tippen. Zu hundert Prozent lag sie nicht richtig, aber dafür lag sie beim Finale des DFB-Pokals richtig. Der BVB gewann. Die Champions League hat sie nicht getippt, dafür ist das heutige Testspiel Brasilien gegen Dänemark dran sowie Deutschland gegen die Schweiz.
Einmal sagt Mala, dass Brasilien gewinnen wird. Kurz schien sie zu schwanken, dann wählte sie zielzicher Brasilien. Und bei Deutschland? Tja, da war sie schon etwas unentschlossener bis sie sich hier nicht für Deutschland entschied, sondern tatsächlich für die Schweiz.
Nun aber die Frage? Ist sie ein Rechts- oder ein Linksrüssler? Also ein Links- oder Rechtshänder? Das hat sie nicht verraten, aber wenn sie ein Rechtsrüssler ist, wird sie sich für all die Dinge entscheiden, die auf ihrer rechten Seite liegen.
Aber warten wir erst einmal ab, was heute Abend denn rauskommt. Werden Brasilien und die Schweiz siegen?
Und zur EM 2012 in Polen und der Ukraine wird Mala die Spiele der französischen und der deutschen Nationalmannschaft tippen. So kommt sie Elefantenkuh Citta aus dem Zoo Krakau nicht wirklich in die Quere, die die Spiele der polnischen Nationalmannschaft tippen wird. Wenn man vom Eröffnungsspiel absieht.
Für die Ukraine wird ein Schwein an den Start gehen. Mal sehen, wie der Keiler namens Funtik abschneiden wird.
Und abwarten, wie sich Mala heute macht.

Es ist Pfingsten, was bedeutet, ich habe wieder einen freien Tag. Wie ich mich freue. Da kann ich mich dann weitaus wichtigeren Dingen widmen. Mal sehen, wie ich das schaffen werde, was ich mir vorgenommen habe.

 

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