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Wahlkampf – wie wichtig ist der Kanzlerkandidat?


Nun geht der Wahlkampf in die heisse Phase. Die Strassen sind mit Wahlplakaten gepflastert, Wahlwerbespots der beiden grossen Parteien sind vorgestellt worden. Die ersten Werbefahrzeuge von der SPD sah ich auch schon durch die Strassen fahren. Ob nun die Kinderbetreuung wirklich so ein Wahlthema ist, dass jeder die Partei wählt?
Auffällig ist, dass der SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück gar nicht so präsent ist, wie man es hätte denken können. Liegt vielleicht daran, dass er nicht gerade mit Ausstrahlung und Charisma gesegnet ist. Irgendwie nimmt man ihm nicht ab, dass er Deutschland vernünftig führen kann. Selbst wenn er sein Lieblingstier vorgestellt haben mag. So ein Nashorn würde nicht mehr zu stoppen sein, käme es erst einmal in Fahrt. Können wir uns Steibrück so vorstellen? In ein Thema verbissen, dass er erst loslässt, wenn es wirklich erledigt ist? Ich kann mir einfach nicht helfen, nein.
Als den ewig Hand aufhaltenden Redner kann ich mir auch nicht vorstellen, auch wenn ich immer die Nockherbergparodie vor Augen habe. Will gar nicht wissen, was andere für einen Kurzauftritt an Gage einsacken. Aber bei Steinbrück wird es eben hochgepowert. Als ob es nichts anderes bringt, als so einen Politiker in Missgekredit zu bringen.
Was hat man nun als neuestes ausgegraben? Steinbrück war im Visier der Stasi. Eigentlich sollte er ausspioniert werden, vom Ehemann einer Cousine. Der hat es dann aber nicht gemacht. Der SPD-Kanzlerkandidat hat nun seine Stasi-Ate veröffentlicht, damit niemand auf den Gedanken kommt, dass er mit der Staatssicherheit der DDR zusammengearbeitet hat. Das ist ja nun ganz etwas anderes. Von beidem hatte ich noch nie gehört. Jetzt weiss ich es und habe es auch schnell wieder vergessen.
Schon geht der Wahlkampf in seine entscheidende Phase, werden die Wahlunterlagen verschickt. Ich habe meinen auch bekommen und gleich die Briefwahl beantragt. Früher musste man noch grossartig eine Erklärung abgeben, wenn man Briefwahl machen wollte. Heutzutage ist das nicht mehr so. Warum ich Briefwahl mache? Weil es einfach weitaus bequemer ist, als am Wahltag umständlich ins Wahllokal zu gehen. Zudem ist das hier irgendwo, wo ich gar nicht weiss, wo das ist. Ich wohne nun hier schon seit drei Jahren und habe dennoch keine Ahnung von meiner Umgebung. Dafür arbeite ich einfach zu lange. Irgendwo muss man immer Abstriche machen.
Die CDU setzt vollkommen auf die Kanzlerin. Hm, wenn ich an diese Sabberlinien an ihren runtergezogenen Mundwinkeln denke, finde ich das nun nicht wirklich positiv. Aber abwarten, denn schliesslich geht es hier nicht ums Aussehen – da würden Merkel und Steinbrück wie fast alle anderen Politiker auch, nicht gut abschneiden -, sondern um Inhalte. Also was will die Partei, was für heisse Luft verspricht sie uns Wählern wieder?
Ich erinnere mich gerne an die grossen Steuersenkungen der FDP, die diese versprachen. Prompt wurden sie gewählt, obwohl von vornherein klar war, dass es gar keine Steuersenkungen geben kann. Aber wir wollen ja verschaukelt werden, schliesslich sind wir alle Träumer. Nun ja, nicht alle. Aber es hört sich auch so schön an. Geld sparen können, mehr im eigenen Portemonnaie zu haben. Das will doch jeder.
Was hatten die Grünen noch mal versprochen? Ausser dem Veggie-Day in den Kantinen kann ich mich an nichts mehr erinnern. Muss ich das denn auch? Mir ist der Spitzenkandidat Trittin schon suspekt und die Partei sowieso. Reden immer von Atomkraftwerken, die es gar nicht gibt.
Ach doch, ich erinnere mich an was. Wie Trittin bei einer Bootstour baden ging. Das hat für Lacher gesorgt und sogar mich amüsiert. Weiss gar nicht, ob wir das sogar in der Zeitschrift später drin hatten.
Von der FDP hört man gleich gar nichts, ausser das Brüderle nur bis 88 Arbeiten möchte. Wen interessiert das bitteschön?

Am Montag bekam der HSV mal wieder die Bezeichnung, die er nun schon seit Jahren verdient hat: Sauhaufen. Die Werder-Fans würden jetzt noch von der kleinsten Brauerei Hamburgs sprechen: Elf Flaschen.
Nun hat sich Investor Kühne über Trainer Fink aufgeregt. Dass dieser nicht fähig sei, seine Spieler zu motivieren und so weiter und so fort. Er ist nicht der erste, der das macht, aber wohl derjenige, dessen Stimme es gleich in die Zeitung schafft.
Man kommt doch wirklich nur zum Schluss, das Fink die Mannschaft nicht mehr erreicht. Und dann sein System. Hoffentlich erinnere ich mich richtig: 4-2-4. Davon habe ich noch nie gehört. Kann er doch gleich das WM-System spielen. Das ist weitaus effektiver.
Bis Oktober wird Fink wohl noch da sein, dann ist er garantiert weg. Und für den hat der HSV auch noch Geld bezahlt. Aber für welchen ihrer letzten Trainer haben sie eigentlich keine Ablöse gegeben? Kann mir da jemand Namen nennen? Michael Oenning vielleicht, aber der ist nicht wirklich als Cheftrainer geeignet. Solche gibt es. Als Co-Trainer top, aber wenn sie selbst der erste sind, dann ist das nichts.
Die Vorwürfe wurden natürlich gleich zurückgewiesen vom Arnesen-Nachfolger Kreuzer. Der mag vielleicht vom KSC kommen, aber ansonsten ist der nichts. Der glaubt, dass Hagenbeck eine Keksmarke sei. Höchst komisch, denn diesen Namen kennt doch nun fast jeder.
Unbeteiligte sollten sich nicht einmischen. Irgendwer muss da doch mal auf den Putz hauen. Selbst Uwe Seeler hat da kaum noch Lust dazu.
Heute auf den Tag genau ist der HSV fünfzig Jahre in der ersten Liga. In den letzten zehn Jahren hat sich der Verein kaum mit Ruhm bekleckert. Ob sich daran noch irgendwann was ändern wird? Keine Ahnung, aber Felix Magath dürfte es wohl auch kaum richten.

Elefantendame Mala macht einen schlechten Eindruck. Inzwischen scheint sie die Elefantenshow nur noch lustlos mitzumachen. Sie macht ihre Tricks, weil sie sie machen muss – nein, gezwungen wird sie nicht – und dafür eine Belohnung erhält. Ihre Freude ist gänzlich abhanden gekommen. Jedenfalls lässt das der letzte Blick auf sie den Schluss zu. Seit über einem Jahr ist Mala nun nicht mehr in ihrem Zuhause, wo sie 46 Jahre wohnte. Wie hält ein Elefant so etwas aus? Er gibt die Hoffnung nicht auf, dass es irgendwann doch noch zurückgeht, aber wie lange wird Mala diese Hoffnung noch in sich tragen? Ihre Augen haben bereits ihren Glanz verloren, nun diese Lustlosigkeit. Fünf Jahre vielleicht oder weniger? Mala ist recht sensibel, auch wenn man das nicht glaubt.
Nichtsdestotrotz hat sie sich mal wieder als Fussball-Orakel versucht und das Montagsspiel des FC St. Pauli gegen Dynamo Dresden getippt. Was sagt sie nun? Sie ist recht euphorisch und glaubt an einen Sieg von St. Pauli. Na, da wollen wir abwarten. Bei ihrem Tipp gegen Bielefeld lag die Elefantenkuh mit ihrem Unentschieden nun völlig daneben.

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Das Runde muss ins Eckige – auch bei der FIFA ist das so


Eigentlich ist es ja eher im Norden mau mit der Sonne, aber dieses Mal scheint es uns hier im Süden auch getroffen zu haben. Allein das Wochenende war total begegnet. Da heisst es Sommer, aber die Temperaturen liegen im Keller. Kein Wunder, dass da die Gegner der Klimaerwärmung Zulauf bekommen. Schliesslich heisst es doch immer, die Temperaturen würden steigen, stattdessen sinken sie und es regnet ohne Unterlass.
Das ist es übrigens, was bei uns bei der Klimaerwärmung geschehen wird: Es wird mehr regnen als früher. Irgendwie scheinen wir also im falschen Klimabereich zu leben. Ein wenig wärmer könnte es schon werden, müssen ja keine Wüstentemperaturen werden.
Aber nur Regen? Das ist wirklich nicht das, was man sich wünscht. Ich habe nichts dagegen, aber wenn das tagelang anhält, dann denkt man schon, dass da irgendwas mit dem Klima nicht stimmt.

Momentan ist der Weltverband FIFA mit seinem Präsidenten Sepp Blätter mal wieder in aller Munde. Worum es geht? Um Fußball nicht, sondern eher um Schmiergelderm die geflossen sind.
Blätter fühlte sich angegriffen von der deutschen Seite, was ihn prompt dazu begleitete zu sagen, wenn er „gekaufte WM“ höre, müsse er an die Vergabe 2006 denken. Wieso bloss wird der Mehrheit der Menschen nun eher die WM 2018 und vor allem 2022 einfallen? Weil es da nicht mit rechten Dingen zugegangen ist. Vor allem die WM-Vergabe 2022 hängst immer noch der Hauch von Korruption und Schmiergeld an. Aber davon wollte Blätter nichts hören, sondern lenkte lieber ab. Allerdings kam er mit seinem „Ablenkungsmanöver“ nicht weit. Es wurde sogleich durchschaut, was er eigentlich damit bezweckte.
Es ist übrigens bei der Vergabe für 2006 kurz vor der letzten Abstimmung wirklich jemand aus dem Raum gegangen. Wenn man diese Person aber hört, warum sie das getan hat – hätte die Wahl nicht mit ihrem Gewissen vereinbaren können -, glaubt man, dass Blätter damals schon Druck ausgeübt hat.
Ich erinnere mich dunkel, dass Blätter für 2006 schon Südafrika vorgesehen hatte. Er wollte das Land unbedingt als Ausrichter sehen. Im letzten Wahldurchgang hätte es eine Pattsituation gegeben, also Gleichstand zwischen Deutschland und Südafrika. Das hätte dann von oberster Stelle entschiede werden müssen, wer Ausrichter der WM 2006 wird. Ich brauche wohl nicht weitet zu sagen, dass die Entscheidung dann für Südafrika gefallen wäre. Also ging einer der Wahl Männer aus dem Raum und es wurde mit einer Stimme Mehrheit für Deutschland sich entschieden.
Südafrika bekam die WM 2010 und war damit auch gut bedient. Zwischen drin wurde immer mal wieder gezwefelt, ob das was werden könne, da der Bau der Stadien im Rückstand war. Aber dasselbe haben wir auch aus Polen und der Ukraine gehört. Und für die WM 2014 in Brasilien gibt es ganz andere Probleme zu meistern. Da herrscht nämlich in einigen Stadien Alkoholverbot und das gefällt der FIFA natürlich nicht. Der brasilianisce Fussball-Verband kann da nichts machen, da das nicht in seiner Macht liegt.
Gut, jetzt bin ich abgeschweift. Zurück zur FiFA und den Korruptionsvorfällen. Konkret betrifft es Blatters Vorgänger und nicht den jetzigen Präsidenten. Da frage ich mich doch, wie der es doch immer wieder schafft, seinen Kopf aus der Schlinge zu ziehen. Kann man doch wirklich nicht fassen. Er wäscht wie Pontius Pilatus seine Hände in Unschuld.
Die Kritik an Blätter wird lauter, den scheint es nicht zu interessieren, bläst lieber zum Gegenangriff, wo er eben auch die „gekaufte WM-Vergabe 2006“ erwähnte.
Nun ist mal wieder eine Kommission gegründet worden, der unter anderem ein US-Amerikaner und ein Deutscher angehören, die alles lückenlos aufklären soll. Da bin ich wirklich gespannt, was da rauskommen mag.
Blätter jedenfalls steht nicht zur Debatte, wird vom ehemaligen DFB-Präsidenten Zwanziger auch verteidigt. Niersbach hingegen, der jetzige DFB-Präsident, sagt da schon was anderes. Aber der kommt einem eh so vor, als würde er sich mit seiner Meinung wie das Fähnlein im Winde drehen. Also immer gerade das von sich haben, was man von ihm erwartet.
Wie heisst es so schön beim Fußball: Das Runde muss ins Eckige. Dies kann man auch so sehen, dass das Eckige Geldscheine sind, und das Tun de bleibt der Fußball. Bloss geht der Ball – das Runde – nur dorthin, wo genug Schmiergelder geflossen sind.
Das bei der FIFA einiges nicht mit rechten Dingen zugeht, wissen wir seit der Doppelvergabe der WM 2018 und 2022. Stellt nun nur noch die Frage, ob es auch Ergebnisse geben wird oder man uns wieder nur Sand in die Augen streut.
Doch egal wie es ausgehen wird, ein Neuanfang ist nur möglich, wenn Blätter nicht mehr dabei ist. Da hat Bayern-Präsident Honeß ganz rechat. Bei Blätter hat man das Gefühl, dass er an seinem Stuhl klebt und erst mit den Füssen voran geht.

Um beim Fußball zu bleiben, dieses Mal dem deutschen. Bei einem Sicherheitsgipfel wurde beschlossen, das Pyrotechnik nichts im Stadion zu suchen hat – nichts Neues. Die Stehplätze werden bleiben, denn sie sind ein Stück Kultur und Zusamenhalt der Fans.
Chaoten wird es immer geben. Ob nun bei Steh- oder Sitzplätzen. Da wird sich nichts ändern.
Dafür wurden, zum allgemeinen Ärger der Fan-Vereinigungen, die Sperre von drei auf zehn Jahre erhöht, wo ein allgemeines Stadionverbot für einen raiaten „Fan“ gilt.
Sehen wir uns in der nächsten Saison an, ob diese Massnahmen fruchten werden. Denn wer die Pyrotechnik reinschmuggeln will, der bekommt die auch rein. Noch ist es relativ leicht, wenn ich mir da die Zäune vorstelle, die das Stadion von der Aussenwelt trennt.
Und wenn nicht irgendweche Fanausschreitungen für Meldungen sorgen, so tun es die Vereine selbst.
Zum einen sind da Werder Bremen und der VfL Wolfsburg. Verteidiger Naldo wollte von Bremen nach Wolfsburg wechseln. Bloss leider ist der Medizinchec nicht so verlaufe, wie gedacht. Durchgefallen oder nicht, ist hier die Frage. Momentan eher durchgefallen. Wieder einmal machen Naldo seine alten Verletzungen zu schaffen. Ob er nun wechseln wird, bleibt fraglich.
Die andere und grössere Schlagzeile dürfte der HSV machen, wo sich erst zwei Spieler beim Training prügeln und ein Unbeteiligter verletzt wird.
Slobodan Rajkovic hatte sich mit Meint Min Sonst angelegt, wobei Tolgay Arslan eine Platz wunde erhielt, die mit vier Stichen genäht werden musste. Konsequenz: Rajkovic wurde von Trainer Fink suspendiert und durfte nicht an der Südkorea-Reise teilnehmen. Im Grunde genommen, kann er sich gleich auf die Suche nach einem anderen Verein machen. Frank Arnesen hingegen versuchte noch mal zu beschwichtigen, denn Rajkovic sei schliesslich nicht billig gewesen. Aber da besagter Spieler nun auch ein unerlaubt es Interview gegeben hat, wo er sich bitterböse über Trainer Fink beklagte, dürfte wohl nicht damit zu rechnen sein, dass er wieder Fuss fassen wird in der ersten Mannschaft. Auch Arnesen rudert nun zurück.
Aber schon komisch, wie da ein Spieler systematisch ins Abseits gestellt worden scheint.

 
 

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