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Ist der HSV der erste Abstiegskandidat?


Das sind ja Temperaturen am Wochenende gewesen. Habe mich nur in der Wohnung aufgehalten, anders liess es sich einfach nicht aushalten. War sogar am überlegen, ob ich nicht feuchte Tücher an den geöffneten Fenstern aufspannen soll, um kühle Luft hinein zu lassen. Da ich aber durch die Feuchtigkeit Schimmel fürchtete, habe ich es gelassen.
Heute scheint es von den Temperaturen zwar kühler zu sein, allerdings mert man das aufgrund der Luftfeuchtigkeit nicht. Es ist schwül draussen, dass man es kaum aus halt. selbst in geschlossenen Räumen ist es nicht besser.
Als ich heute morgen zur Arbeit ging, wehte mir sogar ein kühler Wind um die Nase. Geschwitzt habe ich nicht. Das kam erst, als ich das Redaktionsgebäude betreten habe. Auf einmal öffneten sich sämtliche Schweissporen. Ich kam mir vor, als hätte ich einen Marathon-Lauf hinter mir.
Nun gut, kann nur besser werden. Die Kühlmaschinen, die bei uns die Luftfeuchtigkeit regulieren, sind recht hoch eingestellt. Immer noch besser als eine Klimaanlage, aber auch das verträgt nicht jeder.

Na, auch über die Spielergebnisse des DFB-Pokals gestaunt? Tja, bei Hoffenheim habe ich mich beinahe nicht mehr ein gekriegt, wie die gegen einen Viertligisten verloren haben. Das ist denen ja nicht einmal unter Stanislawski passiert. Aber Werder Bremen, Eintracht Frankfurt und Greuther Fürth waren auch nicht besser, auch wenn sie nicht solch eine Klatsche bekommen haben. Freiburg hingegen hatte Glück, dass sie weitergekommen sind. Hätte der schon Victoria Hamburg nicht einen Elfmeter gleich zu beginn verschossen, wer weiss, wie das am Ende ausgegangen wäre.
Rüsselorakel Mala hatte getippt, dass St. Pauli es dieses Mal schaffen würde, in die zweite Runde des DFB-Pokals einzuziehen. Und ja, sie hat recht behalten. Mit 3:0 besiegte St. Pauli den Offenburger FV. Und was passiert meistens, wenn St. Pauli gewinnt? richtig, der Stadtrivale HSV verliert oder spielt höchstens Unentschieden. Letzteres gibt es beim DFB-Pokal allerdings nicht. Also blieb nur eine Option übrig: Niederlage für den HSV.
Auch das hatte Elefantendame Mala getippt, denn der HSV spielte den den Karlsruher SC. Und für den hegt Mala Sympathien, da im Karlsruher Zoo Jenny lebt mit der sie sich solidarisch verschwestert hat. (Von ab geschobener Elefant zu abgeschobener Elefant sozusagen.) Und so tippt Mala, dass der KSC siegt. Das trat auch ein. Mit 4:2 gewann Karlsruhe, obwohl der HSV zweimal in Führung gegangen war. Doch wie heisst es so schön? Wer eins-null führt, der stets verliert. Beim HSV und Werder trifft es zu.
Diese erste Runde hat einige überraschungen gebracht. Und genau so was will man als Fan doch auch sehen. Wenn immer der Bundesliga Verein gewinnt, das ist doch langweilig. Gönnen wir Vereinen wie dem Berliner AK den Sieg. So lange sie sich nicht ums Geld streiten wie im letzten Jahr der Eimsbütteler TV ist doch alles in Ordnung.

Beim HSV muss man sich echt Gedanken machen, wie der in der Jubiläums-Bundesliga-Saison abschneiden wird. Zur Erinnerung: Der HSV ist der einzige Verein, der noch nie abgestiegen ist. Wenn man aber sieht, welch eine Leistung der HSV beim Spiel gegen Barcelona oder gestern gegen den KSC an den Tag gelegt hat, muss man sich ehrlicherweise fragen, ob der HSV auch in der nächsten Saison in der Ersten Liga spielen wird. Wenn die so weitermachen wie bisher, sicherlich nicht. Herrscht da keine Einheit im Team, mögen die Spieler den Trainer nicht? Was ist da los? Wenn man an die Prügelei vor einigen Wochen zurück denkt, scheint keine Harmonie im Team zu herrschen. Jeder will selbst erfolgreich sein. Doch so gewinnt man kein Spiel. Ein einzelner hat noch nie ein Spiel entschieden, der hatte mindestens einen, der ihm die Bälle zu spielte.
Und noch so ein Armutszeugnis für den HSV ist, dass sie ihre Frauen-Mannschaft aus der Bundesliga zurückgezogen haben, weil denen 100.000 Euro fehlten. Für die Herrenmannschaft sind das Peanuts. Doch eine Profimannschaft müsse sich selbst tragen, begründete Jarchow den Schritt. Da regt sich der Trainer von Turbine Potsdam völlig zurecht auf.
Marcell Jansen wollte ja noch in seinem Team sammeln, um das fehlende Geld zusammenzubekommen, aber da war die Frauen-Mannschaft schon aus der ersten Liga zurückgezogen worden.
Da kann man einfach nur mit dem Kopf schütteln.

Und ich hoffe jetzt mal, dass die Temperaturen noch etwas fallen werden und die Sonne auch noch verschwindet. Ich mag’s eben kühler.

 

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Bye-bye Elefant Hussein – Ruhe in Frieden, alter Pappsack!


Ich bin nicht tot, ich tausche nur die Räume. Ich leb‘ in euch und geh‘ durch eure Träume.
Michelangelo Buonarotti

Diese Nachricht habe ich wirklich nicht erwartet. Ich musste es zweimal lesen, um es wirklich zu glauben. Elefantenbulle Hussein ist tot!
Gestern, kurz vor dem Verladen legte er sich in seiner Box hin, litt wahrscheinlich unter Atemnot. Sofort eingeleitete Rettungsmassnahmen konnten ihm nicht mehr helfen. Wenige Minuten später, war dieser liebenswerte Bulle tot.
In einer Todesanzeige würde nun stehen, er hinterlässt seine trauernde Mitbwohnerin Mala sowie seine Haremsdamen und seine Kinder.
Nina jedenfalls ist total geschockt, was ich ihr nicht verdenken kann. Am Donnerstag noch hat sie ihn besucht, um von ihm Abschied zu nehmen. Nichts deutete darauf hin, dass er am nächsten Tag um die Zeit schon nicht mehr leben würde. Wie immer war er bei Nina recht anhänglich. Auch konnte sie beobachten, wie er sich von einem Kind bereitwillig den Rüssel streicheln liess, obwohl er das eigentlich total verabscheute. Vielleicht wusste er da schon, dass er nicht mehr lange leben würde.
Er war ein imposanter, ruhiger, liebenswerter Bulle. Zu Mala war er in den letzten zwei Jahren nicht immer nett gewesen, aber die Gesellschaft der beiden ist zwanzig Jahre eigentlich recht gut gewesen.
Nach Belgien hätte er gehen sollen, nach Planckendael, einer Aussenstelle des Zoo Antwerpen. Er hätte noch viele glückliche Jahre verleben können. Doch nun ist er tot. Vierzig Jahre ist er alt geworden. Kein Alter für einen Elefanten, für einen Zooelefanten sehr wohl. Der Schnitt, wie alt Zooelefanten werden, liegt bei gerade mal 35 Jahren.
So ein imposanter Kerl. Nicht immer nett zu Mala, aber äusserst liebenswert, ruhig und verständig. Nina ist der Meinung, dass er sie genau verstanden hat, dass er nachvollziehen konnte, warum sie manchmal wütend auf ihn war. Hussein hat sie respektiert, dass habe ich gesehen, wenn ich sie begleitet habe, so wie sie ihn respektiert hat.
Manchmal war er recht schüchtern, blieb in einiger Entfernung stehen, wenn Mala gefüttert wurde und guckte immer, ob er nicht auf was bekommt. Dann stand er neben Mala und suchte auf der Mauer, ob da nicht was für ihn liegt. Es war aber auch das Zeichen dafür, dass er etwas haben wollte.
Nina hat sich oft über ihn aufgeregt, war zornig auf ihn, weil er sich so frech gegenüber Mala benommen hat, aber sie hat ihn doch im tiefsten Inneren ihres Herzens immer gemocht.
Der Titel für diesen Eintrag spukte mir seit zwei Wochen im Kopf herum. Bloss der Zusatz mit dem „Ruhe in Frieden“ ist neu, da hätte eigentlich etwas anderes stehen sollen. Makaber, dass man den Titel auf zweierlei Weise benutzen kann.
Nina hat bis heute morgen nichts gewusst, dann lass sie in der Zeitung „Trauer um Hussein“. Erst dachte sie, es würde getrauert werden, weil er gegangen war. Doch dann las sie den Artikel weiter und es wurde klar, dass er gestorben war.
Wahrscheinlich ein anaphylaktischer Schock durch das Narkosemittel. Nina glaubt nicht, dass sie ihn nicht sediert haben, obwohl von Hussein wirklich keine Gefahr ausgegangen sein dürfte. Aber wenn der Pfleger nicht mehr da ist, der die engste Bindung hatte, wird es schwierig. Dennoch war er ein ganz ruhiger und lieber Bulle.
In Indien war er Arbeits- und Tempelelefant gewesen, bevor er den Weg nach Hamburg fand und dort erfolgreich züchtete. Sein jüngster Nachwuchs rennt gerade durch das grosse Gehege und sorgt für allerlei Unruhe. Ein kleiner Wirbelwind, der am liebsten bei Tante Yashoda am „Rockzipfel“ hängt und von Schwester Shila bewacht wird, wenn er schläft.
Er wird nicht vergessen werden, sondern in seinen Nachkommen weiterleben. In Ratna, Corny, Kandy, Shila, Assam (alias Darjeeling), Thai, Shahruhk, Sandry, Salvana (Indra) und Rani.
Ruhe in Frieden, Hussein. Schade, dass es so gekommen ist. Mach’s gut, alter Pappsack!


Hussein, ein Tag vor seinem Tod

Was wird nun aus Mala werden? Wie wird es ihr gehen, einen Tag nachdem Hussein gestorben ist? Durfte sie sich von ihm verabschieden? Wie geht es der restlichen Herde? Alles Fragen, die ich nicht beantworten kann, da ich über 800 Kilometer entfernt bin. Nina wird es sagen können, aber seit heute morgen schweigt sie.

Deutschland hat gegen die Niederlande gewonnen, wie es Elefantenkuh Nelly gesagt hat. Shahruhk und Shanti lagen mit ihrem Unentschieden daneben, dafür hat Elefantendame Mala ebenfalls mit ihrer Voraussage richtig gelegen. Wie sie auch sagte, dass Frankreich gegen die Ukraine gewinnen wird.
Etwas skeptisch war ich bis zum Beginn der zweiten Halbzeit schon, ob Mala sich da nicht geirrt hätte.
Aber erst einmal war nach vier Minuten Schluss. Der Schiedsrichter unterbrach die Partie, da es nicht nur goss wie aus Kübeln, sondern auch blitzte. Und die Sicherheit der Spieler geht immer vor. Das schüttete so sehr, wie man es nicht für möglich gehalten hat. Vor allem konnte man wegen des Regenteppichs die Hand vor Augen nicht mehr sehen. Und dann schien noch die Drainage des Rasens das Wasser nicht aufnehmen zu können, dass dort nachgeholfen werden musste. Das erinnerte doch ein wenig an die Bilder der WM 1974. Damals in Frankfurt beim Spiel Deutschland gegen Polen hatte es vor dem Spiel einen wahren Regenschauer gegeben. Das Wasser stand auf dem Rasen. Am Ende wurde dieser platt gewalzt, damit das Wasser endlich nicht mehr auf der Spielfläche stand. Denoch ging das Spiel als Wasserschlacht in die Geschichte ein.
Nach einer Stunde ging das Spiel endlich weiter. Wegen der Verzögerung wurde England-Schweden eine Viertelstunde später angepfiffen.
Frankreich schien erst nicht recht ins Spiel zu finden, dann in der zweiten Halbzeit innerhalb von drei Minuten, schossen die Blauen zwei Tore und die Ukraine konnte dem nichts entgegensetzen. Es schien, als würden sie sich in der Schicksal ergeben, die Niederlage abkzeptieren. Dabei sahen die in der ersten Halbzeit doch beinahe wie der klare Sieger aus.
Mala hatte Recht, als sie auf Sieg entschied.

Deutschland hat die Niederlande nass gemacht, die überhaupt nicht ins Spiel zu finden schienen. Kein Wunder, wenn sie sich alle selbst Spinne Feind zu sein scheinen.
Beste Szene, wo Robben bei der Auswechslung einfach über die Bande sprang. Es wurde als kürzester Weg bezeichnet, aber im Grunde genommen dürfte er sauer gewesen sein. Er hat ja nichts gebracht, kein Tor geschossen, gar nichts. Philipp Lahm stand da, wartete und nahm Robben dann den Ball ab. Denn Robben spielt immer das gleiche. Das wissen allerdings wohl noch nicht alle.
Lustig fand ich ein Transparent: „Welche Tiere schiessen keine Tore?“ „Robben!“
Natürlich eine Verhöhnung, aber ich finde es lustig. Wird er ja wohl wahrscheinlich auch nicht gesehen haben.

Das nächste Spiel von Deutschland hat Mala übrigens auch schon entschieden. Sie tippt auf einen Sieg für Deutschland.
Sie sollten auch besser gewinnen, denn sie können trotz sechs Punkten immer noch ausscheiden.
Bei Frankreich gegen Schweden ist sie noch ein wenig Unentschlossen, Sie tendiert zwischen Sieg für Frankreich und Unentschieden hin und her.

Wer übrigens mal sehen möchte, wie Thisiam aussieht. Hier gibt es ein paar Bilder.

 

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Komplott oder Wahrheit?


Wusste gar nicht, dass WordPress auch fünf Sekunden-Umfragen macht. Und im Gegensatz zu gewissen Umfragen von Leuten auf der Strasse oder am Kontoauszugsdrucker an der Bank, habe ich das hier mal nicht weggeklickt. Vielleicht auch deshalb, weil einem ein wenig weisgemacht wird, es sei irgendwie eine Ehre, dass man bei dieser kleinen Umfrage mitmachen darf. Empfehle ich WordPress weiter? Ja, durchaus.

Dann bin ich erfreut darüber, dass mein vorheriger Post sogar jemandem gefällt. Ist die erste Bewertung und von mir aus können gerne noch mehr folgen. Dagegen habe ich wirklich nichts. Im Übrigen ist der Mai sowieso ein sehr schöner Monat. So viele Besucher wie sonst seit November nicht mehr. So könnte es weitergehen. Vor allem gibt es mir ein wenig Bestätigung, dass es besser ist, sich seine eigenen Gedanken über das Weltgeschehen zu machen, als immer nur von sich und seinem Leben zu reden. Da kann man dann auch Tagebuch für sich alleine führen.

Gestern morgen hiess es noch, der IWF-Chef Strauss-Kahn habe ein Alibi. Doch jetzt scheint das ganz anders auszusehen. Denn auf einmal will sein Anwalt darauf plädieren, dass es einvernehmlich geschehen wäre und sich nicht um sexuelle Belästigung und eine Vergewaltigung handle. Also entweder man ist tatsächlich unschuldig oder man ist schuldig. Und wenn man schuldig ist, sollte man auch die Konsequenzen tragen, denn man wusste ja, was dass das, was man getan hat, nicht rechtens war.
In Frankreich glauben sie immer noch an ein Komplott. Ich war auch bis gestern Abend felsenfest davon überzeugt, bis ich davon gehört habe, wie die Strategie des Anwalts lautet.
Strauss-Kahn wird besonders streng überwacht wegen verstärkter Selbstmordgefahr. Schikane oder stimmt es wirklich? Man wird da einfach nicht schlau draus. Deshalb kann ich auch verstehen, dass die Mehrheit der Franzosen an einen Komplott glaubt, vor allem im Zusammenhang mit den Präsidentschaftswahlen im nächsten Jahr. Strauss-Kahn soll ein ernstzunehmender Gegner gewesen sein. Und Sarkozy gibt seine erlangte Macht bekanntlich nicht gerne ab, da geht es ihm nicht anders als Berlusconi. Also, warum sollte Sarkozy daran nicht gedreht haben? Wobei er es irgendwie wohl auch nciht nötig zu haben scheint, aber vielleicht will er jetzt auch nur ablenken. Warum sonst wird gerade jetzt verkündet, dass seine Frau schwanger sei? Kluger Schachzug, nenne ich das.
Warten wir aber erst einmal die DNA-Analyse ab, ob sich dann herausstellt, dass es wirklich die von Strauss-Kahn ist.
Und wenden wir uns dem Prozess Kachelmann zu. Ihm können bis zu fünf Jahre drohen. Soll man da auch an eine Verschwörung glauben? Nein, ich glaube nicht dran, dafür ist der mir einfach zu suspekt. Was auch immer herauskommen mag, im deutschen Fernsehen kann er in den nächsten jahren erst einmal nicht auftreten. Will er aber auch gar nicht. Lou van Burg ist ja auch nicht mehr als Moderator genommen worden.

Mit den Kernkraftwerken sind die die Politiker auch nicht einige. Markus Söder will Isar 1 ausgeschaltet lassen. Norbert Röttgen redet von irgendwelchen sieben KKWs, die nicht mehr wieder ans Netz sollen. Aber welche sind das denn nun genau und wie wird dann der ganze Strom gewonnen? Mit Windenergie? Diese schönen Windparks, die die Menschen in ihrer näheren Umgebung gar nicht haben wollen und dagegen protestieren? Aber wie dann den Strom herstellen? Ach ja, kaufen wir ihn aus Tschechien und Frankreich doch einfach zu. Öko ist der Strom aber garantiert nicht. Genauso wie ich nicht weiss, was vor Strom aus meiner Steckdose kommt, auch wenn ich bei einem Öko-Stromanbieter bin. Das kann konventioneller Strom sein, denn es wird das in die Leitungen gespeist, was gerade da ist. So sieht es nun mal aus.

Meine Arbeitskollegin ist wegen der Gebäudebefragung des Zensus nun beruhigt. Sie braucht keine Geldstrafe fürchten. Das wollte ihr ja eine der gerade soeben gewordenen Redakteurinnen weismachen. Aber die besagte übertreibt mit ihren Sachen auch immer. Jedenfalls bekommt wirklich nur einer so eine Aufforderung, falls dann doch ein zweiter Fragebogen kommen sollte, muss da nur eine Frage beantwortet werden und fertig. Kann man auf der Homepage des Zensus2011 auch nachlesen, weshalb ich es hier nicht ausführlich erklären werde.

Dafür eine wunderbare Nachricht von Lei. Sie ist ganz aus dem Häuschen, wie ich sie am Telefon noch nie erlebt habe. Sie ist überglücklich. Aber worüber eigentlich, werden nun einige fragen? Ach ja, ich vergass es zu erwähnen. Leis Sorgenkind, die Birne im Garten, trägt endlich Früchte. Das sei seit zwanzig Jahren das erste Mal, wie Lei mir sagte. Sie habe bei dem Hausbesitzer nachgefragt, und der bestätigte ihr, dass eigentlich seit Mauerfall die Birne keine Früchte mehr getragen hat. Acht Früchte sollen es sein. Und zu Leis aller Freude hat die Birne auch noch keinen Gitterrost. Das ist, glaube ich, Leis größte Freude, denn das ärgerte sie immer. Und es zeigt sich, dass sie Recht gehabt hatte, als sie vor ein paar Jahren eine zweite Birne gekauft hat. Denn eine Birne kann nur Früchte tragen, wenn noch eine andere Birne in der Nähe steht. Muss man nicht verstehen, aber anscheinend stimmt das dennoch. Lei träumt schon von schönen Birnen. Ich frage mich hingegen, ob die überhaupt heranreifen werden, denn wie ich den netten Nachbarn kenne, wird er vor lauter Neid wieder die Früchte vom Baum schlagen. Aber der schreckt ja nicht einmal davor zurück, Vogelnester zu zerstören. Finde es ganz richtig, dass Lei ihm nun einen Blog widmet. Denn nur so kann man darauf aufmerksam machen, was das für ein Heerführer ist. Vermutlich macht er so was ähnliches gewiss auch über Steve, Lei & Co. Ich habe es damals nicht gefunden, aber wenn ich länger und ausführlicher suchen würde, würde ich gewiss fündig werden. Aber dafür suche ich im Internet gerade meine Vorfahren. Habe ja sonst nichts zu tun, wenn mal wieder tote Hose in der Redaktion herrscht und niemand weiss, was er machen soll.

Hat irgend jemand gelesen, was der neue Trainer von Hoffenheim, Holger Stanislawski, von sich gegeben hat? Ich wurde das Gefühl nicht los, dass der total betrunken gewesen sei. Wie der geredet hat, man glaubt es nicht.
Aber Jonas, Jenalas Cousin, gibt ihm ja höchstens bis Weihnachten bei Hoffenheim, dann ist er wieder weg und verschwindet in der Versenkung. Aus derselbigen ist übrigens ein anderer gekommen, mit dem ich gar nicht mehr gerechnet hatte: Thomas Doll. Ihn gibt es also doch noch. Und nun soll er Frankfurt wieder in die erste Liga führen. Ob er das schafft? Ehrlich gesagt ist Thomas Doll so jemand wie Holger Stanislawski. Wobei Stanislawski nur noch schlimmer ist. Jonas kann ja immer noch nicht verstehen, warum St. Pauli um ihn so ein Theater gemacht hat. Ihn bald beim letzten Heimspiel huldigte wie einen Gott. Dabei sei er doch Schuld daran, dass der Verein wieder abgestiegen ist. Denn nur durch seine „Unfähigkeit“ (O-Ton Jonas) ist St. Pauli abgestiegen. Wie er als aktiver Spieler es zu nichts gebracht hatte, so brachte er es auch zu nichts als Trainer, ausser Jahrgangsbester beim Trainerschein, aber da hat Jonas auch seine eigene Meinung, wie es dazu gekommen ist. Deshalb auch nur eine Frist von Jonas für knapp ein halbes Jahr bei Hoffenheim.
Ich glaube übrigens auch nicht, dass Stanislawski dort länger machen wird. Der wird dort regelrecht untergehen, da gebe ich Jonas recht. Mit einem, eigentlich sogar zwei Dingen, hatte Jonas recht: Erstens, dass St. Pauli genau so eine Saison hinlegt wie 2001/02. Damals wurden sie auch letzter und stiegen schnurstraks in die damalige Regionalliga – heute Dritte Liga – ab. Und zweites, dass sie nach dem Sieg gegen den HSV kein einziges Spiel mehr gewinnen konnten. In der Saison 2001/02 war es übrigens der Bayern-Fluch. Denn es soll laut Jonas nur zwei Vereine geben, wo sich der Fluch des ewigen Verlierers erfüllt, wenn gegen Bayern oder den HSV gewonnen wird. Ja, ja, mal sehen, wann St. Pauli wieder aufsteigen wird. Und jetzt ist erst einmal Augsburg in der ersten Liga. Das wird was werden, obwohl ich nicht daran glaube, dass sie mehr als eine Saison überstehen werden. Aber mal sehen…

Jenalas Ersatzelefant lädt nächsten Monat zur grossen Feier ein. Denn am 08. Juni wird sie 45 Jahre im Hamburger Zoo leben. Und so was muss schliesslich gefeiert werden, wo doch ihr fünfzigster Geburtstag im nächsten Jahr wegen der beiden neuen Jungtiere untergehen wird.
Jenalas Ersatzelefant namens Mala wünscht sich ein paar schöne Leckereien (Obst, Gemüse und leckere Erdnüsse), ausserdem hofft sie, dass sie auch eine schöne Quarksahnetorte bekommt, wie Kandy (eine Halbstarke) sie immer an ihren Geburtstagen erhält. Kommen darf wer will, um ihr zu gratulieren. Nur „Faltenmonster“ Mogli ist eine elephas non grata – ein unerwünschter Elefant – sie soll bleiben, wo der Ködelhaufen steht.
Es ist doch immer wieder köstlich, was Jenala so in den Mund ihres Ersatzelefanten legt. Zu komisch aber auch. Besonders immer diese Feindschaft zwischen Mala und Mogli. Da gibt es vielleicht Schimpfworte, das glaubt man gar nicht.

 
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Verfasst von - 18. Mai 2011 in Blog, Elefant, Fußball, Real life, Sport, Technik, Tiere, Zoo

 

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