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Ist schon wieder Weihnachten?


Schon wieder Weihnachten?, werden sich einige fragen. Hatten wir das nicht erst? Nein, es ist bereits wieder ein Jahr rum. Nur wegen der ganzen Weihnachtsartikel in Kaufhäusern und sonstigen Läden ist bereits seit September gefühlte Weihnachten. Nur der Heilige Abend ist tatsächlich erst heute.
Möglich, dass es einem in diesem Jahr so plötzlich vorkommt, denn sieht es draussen nach Weihnachten aus? Liegt Schnee, muss man seine dicke Winterkleidung tragen? Nein, man kommt sich vor, als wäre Herbst. Deshalb ist manchen unweihnachtlich zumute. Zu denen zähle ich mich auch. Ich erwarte gar nicht Schnee und Eis, aber vielleicht niedrigere Temperaturen, als wir es jetzt haben.
Ich kann mich nicht wirklich an ein Weihnachten erinnern, wo es so warm gewesen ist. Ich hatte immer eine dicke Mütze und Handschuhe an. Doch dieses Mal kann man einfach so an der frischen Luft herumlaufen, ohne dass man sich verkühlt und eine Erkältung einfängt.
Wegen des Wetters fällt Weihnachten allerdings nicht aus. Denn was am 24. Dezember stattfindet, wird auch dann sein, selbst wenn der Hochsommer ausbrechen sollte. Und so kommen wir uns bald wie jene Menschen vor, die auf der Südhalbkugel leben. Wir schwitzen allerdings nicht in der Hitze. Kann allerdings in den nächsten Jahren auch noch kommen, wenn man an die globale Erwärmung denkt. Wobei ich immer gedacht habe, dass die Schlechtwetterpeiroden zunehmen würden. In Nordengland ist das mal wieder so weit. Dort kommt es beinahe in jedem Jahr um diese Zeit zu Überschwemmungen.
Trotz des herbstlichen Wetters werden Vorbereitungen für Weihnachten getroffen. Durch die zwei Weihnachtsfeiertage, die auf einen Freitag und Samstag fallen, sind auch am Sonntag die Geschäfte nicht geöffnet. Für insgesamt vier Tage muss man also vorsorgen, dazu noch einplanen, dass Freunde oder Verwandte unangemeldet eintreffen könnten. Und so kauft man und kauft und kauft, als wären Kühlschrank und Speisekammer total leer. Wer jetzt oder in den drei letzten Tagen in einen Laden gegangen ist, weil er nur schnell mal was kaufen wollte, der stand mehr als zehn Minuten an den Kassen, weil die Leute vor ihm den Einkaufswagen bis zum Rand gefüllt hatten. – Mit Dingen, die die Welt nicht braucht. So denkt man selbst. Was braucht man fünf Kisten mit Whisky oder anderem Alkohol? Kann man Weihnachten nur alkoholisiert überstehen, weil die Schwiegermutter wieder total nervt oder Tante Elfriede immer am rummäkeln ist, dass früher alles besser war und vor allem besser geschmeckt hat?
Ich werde es nie verstehen. Wobei ich meine halbe Verwandtschaft auch nicht verköstigen muss. Das würde ich wahrscheinlich auch nicht ohne entsprechende Beruhigsmittel durchstehen.
Es ist schon wieder Weihnachten. Der Christbaum ist aufgestellt, wurde geschmückt, die letzten Geschenke sind gekauft und verpackt. Nun kann es losgehen.

Ich wünsche allen Lesern dieses Blogs FROHE WEIHNACHTEN!

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Geld und Gerüchte lenken ab von Problemen


Geld her, Geld her oder wir pfänden euch!
Ja, ja, der griechischen Regierung ist momentan kein Mittel zu unverschämt, um an Geld zu kommen. Jetzt kommen sie wieder damit an, dass Deutschland Reparationen zahlen muss, obwohl nicht nur die deutsche Regierung der Meinung ist, dass das abgegolten ist, sondern sogar der europäische Gerichtshof. Dennoch will die griechische Regierung nun deutsche Einrichtungen in Grichenland pfänden lassen vornehmlich das Goethe-Institut. Auch das dürfen sie eigentlich nicht, aber wenn es darum geht, Deutschland um Geld zu erpressen, ist Griechenland jedes Mittel recht, hat man das Gefühl.
Vor allem ist es doch sehr auffällig, dass Griechenland gerade dann Reparationen fordert, wo sie wieder absolut pletite sind und dringende Gespräche mit der EU führen, weil sie Geld brauchen.
Was macht man, um sich zu sanieren? Man nimmt das Land, das sich am meisten gegen weitere Geldspritzen stellt und fordert es auf, dass es Geld zahlen muss. Die Geschichte mag Griechenland vielleicht recht geben, nur leider ist das inzwischen abgegolten und es gibt auch nichts mehr, auch wenn Griechenland pleite sein mag.
Mehr als 300 Milliarden Euro sollen es sein, die Deutschland angeblich an Griechenland zu zahlen hat, wie eine griechische Studie im Jahr 2013 feststellte. Damals wurden diese Zahlen noch geheim gehalten, aber wo man nun mit dem Rücken zur Wand steht und dringend Geld braucht, da kann man die Zahlen ruhig veröffentlichen.
Griechenland will sich auf Deutschlands Kosten sanieren, wenn es nicht so traurig wäre, könnte man darüber eigentlich lachen.
Vor allem frage ich mich, wofür denn die Reparationen verwendet würden? Irgendwelche Löcher stopfen, die seit hundert Jahren nicht geflickt werden können? Da ist das Geld schneller weg als man es in Händen halten konnte.
Aber deutsche Einrichtungen zu pfänden, die Griechen sind ideenreich. Was kommt als nächstes? Deutsche Urlauber bis auf den letzten Euro pfänden, weil deren Vorfahren an den Gräueln des Zweiten Weltkriegs mitgewirkt haben könnten in Griechenland? Dann wird niemand mehr aus Deutschland in Griechenland noch Urlaub machen wollen. Und das nur, weil die griechische Regierung einfach nicht mit Geld umgehen kann und nicht weiss, woher sie die nächsten Euros nehmen sollen.
Aber das ist noch nicht alles, was sich Griechenland momentan leistet.
Da gibt es noch den griechischen Finanzminister, der eine Homestory machen lässt. Dafür muss er einige Häme einstecken, denn das ist nun wirklich nicht das, was die gebeutelte griechische Bevölkerung sehen will. Bescheidenheit ist halt eine Zier, nur die steht nicht mir, mag sich Varoufakis denken. Allerdings kommt man so nicht weit.
Zudem macht er von sich Reden, indem er behauptet, dass Schäuble ihn beleidigt habe. Nun wissen wir zwar nicht genau, was Schäuble zu ihn gesagt hat, aber irgendwie können wir uns denken, dass er masslos übertreibt. Es passt ihm nicht, dass nicht alle blind das tun, was er haben will. Vor allem will er Geld und das am liebsten sofort und auf der Stelle.
Das grösste Feindbild der Griechen scheint momentan Finanzminister Schäuble zu sein, der jetzt vom griechischen Verteidigungsminister Kammenos daran erinnert wird, was er für eine Rolle in der CDU-Spendenaffäre gespielt hat. Wie sagte Schäuble damals noch im Sinne von Sokrates? Ich weiss, das ich nichts weiss. So oder so ähnlich ist es gewesen. Aber das Griechenland nun damit ankommt, muss doch heissen, dass sie Schäuble ziemlich zu fürchten scheinen. Anscheinend befürchtet die griechische Regierung, dass Schäuble die anderen EU-Länder beeinflussen könnte. Denn Griechenlands schlimmster Alptraum ist, dass ihnen der Geldhahn zugedreht wird.
Aber vorher werden noch mal schnell ein paar deutsche Einrichtungen gepfändet. Die eigenen Reservetöpfe geben kaum noch was her.

Alle Welt scheint sich seit Tagen nur noch die Frage zu stellen, wo denn Wladimir Putin sei. Der Kreml behauptet zwar fleissig, dass Putin den Amtsgeschäften nachgehen würde und eifrig Akten wälzen würde. Nur sehen tun wir nichts. Dafür werden Bilder vom Kreml als aktuell veröffentlicht, die bereits in der Woche für Putins Abtauchen aufgenommen wurden und auch veröffentlicht wurden. Zwar nicht in Russland, aber so ganz hinterm Mond sind dann doch nicht alle, dass sie glauben, was ihnen der Kreml weismachen will.
Schon weiss man nicht, was mit Putin los ist, gehen die Gerüchte los. Das harmloseste ist, er ist Skifahren in Sotschi. Was der spanische König im eigenen Land macht, kann sich der russische Präsident erst recht erlauben.
Zweites Gerücht: Seine Gspusi, also Freundin, hätte in der Schweiz ein Kind zur Welt gebracht. So weit die Schweizer Medien.
Neben dem Skifahren heisst er auch noch, dass er irgendwo in der Wildnis angeln sei oder wahlweise auf Bärenjagd gehen würde. Vielleicht guckt er sich aber auch nur irgendwo Tigerbabys an. Wobei, das würde er dann sicherlich per Kameras festhalten, damit alle Welt sieht, dass er auch vor Raubkatzen keine Angst hat.
Dann gibt es noch die Gerüchte, dass Putin tot sei oder totkrank ist. Letzteres habe ich ja schon mal vor einiger Zeit erwähnt, wo ich gelesen hatte, dass er angeblich an Bauchspeicheldrüsenkrebs leiden würde. Danach sieht er nun nicht aus, aber wer weiss, was daran wahr ist.
Und da ich nun auch nicht einfach danebenstehen möchte, will ich hier ebenfalls ein Gerücht streuen: Putin hat sich mal wieder im Gesicht generalüberholen lassen und weil das Gesicht nun noch ein wenig blau und verquollen ist, kann er sich nicht in der Öffentlichkeit sehen lassen. Folglich ist er im Kreml und studiert Akten und bereitet seinen nächsten Coup vor, aber er tritt halt nicht öffentlich auf.
Das er sich schon einmal hat liften lassen, konnte man in der ZDF-Dokumentation über ihn sehen. Also warum soll es nicht stimmen.
Aber ist es nicht komisch, dass sich plötzlich die ganze Welt Sorgen zu machen scheint, wo Russlands Präsident abgeblieben ist?
Nun ja, was muss der Kreml auch Bilder veröffentlichen, die nachweislich schon eine Woche zuvor aufgenommen wurden? Hat da jemand in der Stelle für Öffentlichkeit gepennt? Ich jedenfalls würde mir schon mal Gedanken über eine Namensänderung und einen neuen Job machen, wenn ich die Meldungen rausgegeben hätte.
Der grosse Selbstdarsteller taucht nicht auf und die Welt weiss nicht, was los ist und versinkt in Gerüchten. Kann man sich das bei Fidel Castro oder Kim Jong-Un vorstellen. Bei letzterem gab es auch schon Gerüchte, aber das beschäftigte nicht gleich tagelang die Welt. Da wurde spekuliert und fertig. Aber Putin ist natürlich etwas anderes.
Dem muss das doch runtergehen wie Öl, dass man sich so um seine Person kümmert – nein, nicht sorgt.
Im Grunde ist dieses Nichtauftauchen doch ein toller neuer Schachzug des russischen Präsidenten, um von ganz anderen Dingen abzulenken. Beispielsweise die Ermittlungen im Mord an Boris Nemzow. Seitdem die angeblichen Täter gefasst wurden und einer von ihnen gestanden haben soll, rissen die Vermutungen nicht ab, dass der Verdächtige gefoltert worden ist. Das der Verdächtige und angeblich geständige Täter nicht ganz in Ordnung war, konnte man deutlich sehen. Aber wenn nun ein schnelles Ergebnis gefordert wird, müssen eben Unschuldige über die Klinge springen.
Am Montag wird man spätestens sehen, dass Putin nur grosses Gerede von sich machen wollte. Denn trotz der grossen Ermittlungsergebnisse im Mordfall Nemzow reissen die Gerüchte einfach nicht ab, dass Putin selbst für den Mord verantwortlich ist. Die ganzen Satiresendungen haben sich an Putin festgebissen.
Und was macht man da, wenn man von allem ablenken will? Genau, man taucht unter, lässt Gerüchte streuen und lacht sich ins Fäustchen, weil keiner durchblickt.

Elefantendame Mala freut sich über das schöne Wetter. Der Frühling hat wieder Einzug gehalten, nicht nur in Belgien, sondern auch hier in Deutschland. Es ist komisch, aber immer so um den 10. März herum beginnt auf einmal die Sonne zu scheinen. Als ob der Frühling nun weiss, dass er dran ist und das Wetter zu bestimmen hat.
Mala lässt sich die Sonne auf den Rücken scheinen, nimmt ein schönes Sandbad und ruft die Hannoveraner zur Ordnung auf, wenn die ihr zu laut sind. Mit denen zusammen ist sie nicht, ihre Gesellschafterin ist immer noch old Rani. Der zeigt sie auch immer noch ab und an, wer von beiden denn das Sagen hätte.
Nichts kann momentan Mala Fröhlichkeit trüben. Der FC St. Pauli hat vergangene Woche gegen Braunschweig gewonnen, wie Mala es vorhergesehen hatte. Sie erinnerte sich noch daran, dass St. Pauli bereits im Hinspiel drei Punkte geholt hatte. Ausserdem war Braunschweig dieses Mal angeschlagen, da sie Tage zuvor im DFB-Pokal gegen den FC Bayern hatten spielen müssen.
Die drei Punkte waren gut für St. Pauli, die immer noch auf den Abstiegsrängen stehen, aber die rote Laterne abgegeben haben. Das kann sich natürlich alles ändern, falls St. Pauli wieder vergisst, wie man denn nun Tore schiesst. Und da letzte Woche alle direkten Konkurrenten des Vereins selbst keine Punkte holten, war das ebenfalls etwas, dass bedeuten könnte, dass St. Pauli noch in der Zweiten Liga verbleiben wird.
Wie bekannt sollte man nicht den Tag vor dem Abend loben und so zeigte St. Pauli heute mal wieder, dass sie zwar wissen, wie man ein Tor schiesst, aber nicht wie man mehr als ein Tor schiesst. Deshalb spielten sie auch nur Unentschieden gegen den FSV Frankfurt. So ganz hat ihnen das jetzt nicht geschadet. Heute haben sie mit dem einen Punkt die direkten Abstiegsränge verlassen und stehen auf dem Relegationsplatz. Aber den werden sie morgen garantiert wieder verlieren, weil der letzte gegen den vorletzten spielen wird: Aalen gegen Aue. Selbst wenn beide Vereine unentschieden spielen werden, wird St. Pauli wieder auf dem 17. Platz landen. Hätten sie heute mal drei Punkte geholt.
Elefantendame Mala ärgert sich auch darüber, wo sie doch so euphorisch war. Aber sie kennt halt ihren Verein und weiss, dass dieser nach einem Sieg meist nicht einen zweiten Sieg holt. So tippte sie denn auch ein Unentschieden. Damit lag sie richtig, im Gegensatz zur Pusteblume. Diese war wohl mal für ein Unentschieden gewesen, aber Jonas musste sie alle Spiele noch einmal neu tippen lassen, weil sie vorher nicht wahllos etwas gewählt hatte. Aber wie es aussieht, bringen selbst die neuen Vorausetzungen nicht das, was er sich erwartet hat. Und auch das wohlgenährte Dickerchen hätte ihn enttäuscht. Da hat er sie zum ersten Mal ein Spiel tippen lassen und gleich liegt sie falsch. Sie war nämlich auch für einen Sieg von St. Pauli gewesen.
Wenn der Verein sich auch nicht so blöd anstellen würde, würde die Pusteblume auch einmal richtig liegen. Und vor allem würde St. Pauli wenigstens den Relegationsplatz festigen können. Ob sie dann nach dem Relegationsspiel dennoch in Liga Zwei verbleiben, ist eine ganz andere Frage.
Aber Mala hofft weiter, dass St. Pauli noch die Kurve kriegen wird. Es ist Frühling, da ist sie immer ein wenig besser gestimmt.

 

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Eures kann nur Unseres sein – Russland gibt Beutekunst nicht her


Erst kommt die Flut, dann die unerträgliche Hitze, besser Schwüle, und nun wieder das Wasser, sogar in Form von Hagel.
So langsam fragt man sich, was das dieses Jahr wettertechnisch eigentlich werden soll.
Erst ein Winter, der nicht aufhören will, dann kommt der Frühling viel zu früh, um nur wieder in Kälte zu verschwinden, das man glaubt, es wird wohl dieses Jahr gar nichts mehr mit angenehmeren Temperaturen werden. Schliesslich wird es doch noch wärmer, aber nun kommt der Regen und es hört gar nicht mehr auf zu regnen. Wasser noch und nöcher. Wie bei Goethes Zauberlehrling kann man sich die Fluten vorstellen, die da ankamen, alles unter Wasser setzten und am Ende eine Spur der Verwüstung hinterliessen.
Der Schaden durch die Flut geht in die Milliardenhöhe – zweistellig wohlgemerkt. Wirklich verhindern konnte man das wohl nicht. Denn das Wetter macht einem immer einen Strich durch die Rechnung.
Dennoch ist es in diesem Jahr wirklich extrem. Das hat hier vor wenigen Tagen nicht nur einfach geregnet, sondern auch gehagelt. Ich glaube das einfach nicht. Hagel im Juni habe ich noch nie erlebt.
Ist allerdings alles logisch erklärbar. Schuld hat die Erderwärmung, die dafür sorgt, dass wir unter diesem Wetterchaos leiden müssen. Und wer ist an der globalen Erwärmung schuld? Tja, da versuchen alle Länder dieser Erde sich gegenseitig den schwarzen Peter zuzuschieben. Am besten geben wir diesen doch den USA und China zu beiden Teilen. Beide wollen auch nicht sich vorschreiben lassen, dass sie ihre CO2-Emissionen verringern wollen. In China werden weiter munter Kohlekraftwerke gebaut, in Peking kann man an einigen Tagen kaum noch seine Hand vor Augen sehen. Das ist der Smog, schlimmer als in den USA. Wir selbst können daran nichts ändern, nicht einmal Obama kann das. Er kann grossartig sagen, wir werden was ändern, aber wenn es nicht im Kongress durchkommt, weil dort die Mehrheit aus Republikanern besteht, ist es eben so. Das rigorose Sparprogramm haben die Republikaner auch zu verantworten, weil sie sich mit den Demokraten nicht einigen konnten.

Bundeskanzlerin Merkel ist in Russland und hat Puntin aufgefordert, Beutekunst zurückzugeben. Ein aussichtsloses Unterfangen, denn Putin interessiert so was überhaupt nicht. Vor allem, weil Russland seit 1998 ein Gesetz hat, wo es heisst, dass Beutekunst russisches Staatseigentum ist. Unter Bundeskanzler Schröder wurde dies dann akzeptiert, was mich damals masslos aufgeregt hat. In Deutschland wird selbst jetzt noch alles zurückgegeben, wo sich herausstellt, dass es Beutekunst ist bzw. unrechtmässig beschlagnahmt wurde. Aber Russland hat so was nicht nötig, obwohl sie Massen gehortet haben.
Putin hat versucht elegant zu kontern. Man solle endlich aufhören, die Rückgabe der Kunstschätze zu fordern, ansonsten könnte die Türkei die Rückgabe des Troja-Schatzes fordern. Machen sie wahrscheinlich schon in Russland.
Diese „elenden“ Rückgabeforderungen begannen mit Ägypten und enden mit der Türkei. Die fordert inzwischen zurück was sie in die Hände kriegen kann. Weiss es jetzt nicht genau, aber der Pergamon-Altar dürfte auch darunter sein. Dabei wurde dieser damals vor der Zerstörung gerettet, denn die Anwohner zermahlten den Marmor. Und überhaupt: Was macht die Türkei denn mit ihren Staudämmen? Da wird nicht nur ein erheblicher Teil der Landschaft unter Wasser gesetzt, sondern auch antike Stätten unter den Fluten begraben. Aber das scheint die Türkei nicht zu interessieren. Gegenstände in Museen zu bunkern ist doch viel schöner. Was da war, kann man in Ägypten sehen. Wobei der Überfall auf das Ägyptische Museum mit ziemlicher Sicherheit geplant war. Denn die Demonstranten hatten das nie im Sinn. Warum sollten sie das auch tun? Sie waren gegen Mubarak gewesen und wollten nicht die Touristen vergraulen oder sogar ihr eigenes ägyptisches Erbe klauen und zerstören. Einige Gegenstände sind weiterhin verschollen, vielleicht werden sie wieder auftauchen, vielleicht nie mehr, weil sie in den Händen obskurer Sammler gelandet sind.
Ich bin vollkommen abgeschweift. Die deutsche Beutekunst in russischer Hand ist anders gelagert. Denn diese wurde damals bewusst mitgenommen und hätte zurückgegeben werden müssen. Sollte irgendein Vertrag von der DDR unterzeichnet worden sein, so ist fraglich, ob dieser gültig ist.
Die USA haben auch einige Dinge mitgenommen. Das beste Beispiel ist der Schatz des Quedlingburger Doms. In den 1990er Jahren kamen bis auf wenige Stücke alles an den früheren Standort zurück. Bloss die Bibel wurde für teures Geld gekauft, obwohl es diese auch für lau gegeben hätte. Da war Deutschland etwas zu forsch gewesen.
Die Frage, ob Deutschland seine Schätze von Russland zurückerhalten wird, bleibt eine spannende Frage. Ich persönlich finde es gut, dass Merkel es angesprochen hat. Nicht nur, weil momentan Beutekunst in der Eremitage gezeigt wird. Es ist etwas, das endlich geklärt werden sollte. Es kann nicht sein, dass Russland sich wie der letzte Staat benimmt und alles für sich beansprucht.
In der nächsten Zeit wird Deutschland seine Schätze nicht zurückbekommen. So lange Putin an der Macht ist, sowieso nicht. Und wann der abtreten wird, ist eine unendliche Geschichte. Der wird wohl noch aus seinem Grab regieren.

Nachdem bekannt wurde, dass der US-Geheimdienst NSA systematisch Internetnutzer ausspioniert hat, wurde nun bekannt, dass Grossbritannien weitaus schlimmer ist. Das perfide hierbei: Der britische Geheimdienst GCHQ zapft die Transatlantikkabel an. Also weltweit werden die Telefon- und Internetnutzer ausspioniert. Damit nicht genug. Die Erkenntnisse werden munter mit den US-Kollegen geteilt. Na, da freut man sich doch, wenn man das nächste Mal zum Telefon greift oder aber ins Internet geht.
Sogar den Verlauf des Webbrowsers speichert der GCHQ, selbst wenn man in völlig unbescholtener Bürger ist. Ich will gar nicht wissen, wo überall meine Daten gespeichert sind, bloss weil ich im Internet war oder telefoniert habe. Geht doch wirklich niemanden etwas an, was ich mache und wieso. Vor allem geht niemanden etwas an, was ich in meine Emails schreibe. Das geht nur Sender und Empfänger etwas an. Allerdings scheint das nicht einmal den deutschen Staat zu interessieren, der die Emails nach verdächtigen Worten überwacht. Also wenn ein bestimmtes Signalwort erscheint, wird gleich die ganze Nachricht durchwühlt und dann wahrscheinlich auch noch der Sender und natürlich der Empfänger.
Warum wird sich eigentlich darüber beschwert? Wir leben in einem Überwachungsstaat, auch wenn das immer bestritten wird. Die Videoüberwachung ist gang und gebe, selbst im Fussballstadion.
Natürlich ist es empörend, wie da Daten gesammelt werden, doch viel können wir dagegen kaum verrichten. Entweder wir nehmen es hin oder wir telefonieren nicht mehr und mit dem Internet ist auch Schluss. Kehren wir lieber zurück zum guten alten Briefe schreiben. Aber vielleicht wird das auch durchleuchtet. Also nur noch treffen und dann reden? Hoffentlich sind da keinewanzen versteckt, die die eigenen Gespräche aufnehmen.
Also vor Lauschangriffen und Daten abgreifen ist man nicht wirklich sicher. Ausser man geht auf eine einsame Insel, da dürfte dann nichts mehr passieren. Allerdings nur so lange wie man völlig auf Internet und Telefon verzichtet.
Edward Snowden, der den Stein ins Rollen brachte, wird von den USA wegen Spionage mit Haftbefehl gesucht. Noch können sie seiner nicht habhaft werden, aber das ist nur eine Frage der Zeit. Und wenn sie sein Hotelzimmer in Hongkong stürmen und ihn in einer Nacht-und-Nebel-Aktion in die USA verschleppen. Wäre nicht das erste Mal, Hilfe können sie sich vom israelischen Geheimdienst holen, der hat mit so was Erfahrung.

Da an diesem Wochenende mal wieder gar nichts Gescheit es im Fernsehen läuft (Sommerpause), empfehle ich einen kleinen Blick auf meine Rubrik LESENSWERT zu werfen.

 
Ein Kommentar

Verfasst von - 22. Juni 2013 in Ägypten, Bücher, Blog, Kultur, Real life, Sommer, Technik, Wetter

 

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Wie originell! – Ein hamburgischer Elefant bekommt einen bayerischen Namen


Der kleine Bulle in Hamburg ist nicht mehr namenlos, sondern heisst jetzt Assam. Absolut unoriginell? Ja, toll finde ich den Namen auch nicht, und wenn ich den schon nicht toll finde, wie wird ihn da erst Jenala finden. Grauenhaft, scheusslich, völlig unpassend. Das sind ihre Worte gewesen. Vor allem schäumt sie, dass nicht das Herkunftsland von Mutter Lai Sinh berücksichtigt wurde, die bekanntlich aus Vietnam stammt und nicht aus Indien. Anscheinend wird aber mit asiatischer Name immer gleich indischer Name gleichgesetzt. Nun ein Tee-Name. Wer Shahruhk schon bescheuert fand, wird diesen Namen noch weniger mögen. Ich frage mich, wie der sich eigentlich gut rufen lassen soll. As-saam! Nicht besonders, eher gewöhnungsbedürftig. Aber wenn die da so entschieden haben, sollen sie damit glücklich werde. Mainstream nennt sich das wohl, nach dem sie gehen, war ja bei Rani nicht anders. Auch ein Allerweltsname. Da finde ich wirklich, dass der kleine Bulle lieber einen vietnamesischen Namen hätte bekommen sollen. Hätte ja nicht Dung Hung sein müssen. Jenala hat Thao favorisiert, was meiner Meinung nach reichlich chinesisch klingt. Vielleicht bin ich da aber auch einfach „The Closer“ behaftet, wo einer der Hauptnebencharaktere Tao heisst.
Vietnamesisch wäre wirklich besser gewesen, vor allem kenne ich das auch so, dass die Kinder nach dem Herkunftsland der Mutter benannt werden. Deshalb habe ich ja auch einen finnischen Vornamen, der in der Schule immer für allerlei Verwirrung gesorgt hat. Anfangs jedenfalls.
Für mich steht der Name Assam ja nicht nur für eine Tee-Sorte, sondern auch für ein bayerisches Brüderpaar. Die werden zwar nur mit einem S geschrieben, aber ausgesprochen wird’s genauso. Deshalb ist der Name für mich bayerisch. Das wird die ganz schön wurmen, dass sie sich da so einen vieldeutigen Namen ausgesucht haben. Zurück können sie es nicht mehr nehmen, aber eventuell mal darüber nachdenken, wenn sich irgendwann mal wieder Nachwuchs bei den Elefanten ankündigen sollte. Falls da überhaupt noch was kommen wird. Der neue Elefantnbulle Thisiam soll schliesslich seit mehreren Jahren schon keinen Artgenossen mehr gesehen haben, weshalb er auch ziemlich unleidlich sein soll. Mit dem jetzigen Zuchtbullen Hussein haben sie grosses Glück gehabt, der benutzte bloss Mala mal als seinen Punchingball. Aber wie das mit Thisiam werden wird? Das könnte noch was werden. Hoffentlich dann ohne besagte Mala als seine Gesellschafterin, dazu ist sie wirklich zu alt. Und alt meine ich nun wörtlich. Jenala hat mir Bilder von letzter Woche geschickt, da war ich schon etwas geschockt. Mala wird alt, bekommt rosa Stellen und Altersflecken. Niemand ist davor gefeiht, auch ein Elefant nicht.
Zu Salvana noch kurz: Ihr geht es augenscheinlich gut. Jenala konnte keine grosse Traurigkeit an ihr entdecken. Hat einen gesunden Appetit und steht nun nicht nur bei Thura an der Box in der Elefantenhalle, sondern auch bei Shandra. Dennoch will sie mit ihrer eigenen Gruppe immer noch nichts zu tun haben.
Und der kleine Darjeeling hält sich oft bei Tante Yashoda auf, liegt unter Schwester Shilas Bauch und ruht sich aus oder rennt unter dem Bauch von Mutter Lai Sinh hindurch. Noch kann der kleine Racker das, aber schon bald wird er zu gross dafür sein.
Ein bayerischer Name für einen hamburgischen Elefanten. Ich amüsiere mich darüber immer noch.
Gestern titelte die Bild-Zeitung, die wir ja alle kennen und lieben, dass Dieter Bohlen die Bundesrepuboik Deutschland wegen Verletzung der Menschenrechte verklagt hat – vor dem Europäischen Gerichtshof in Strassburg. Worum es eigentlich geht?
Um eine alte Werbung von Lucky Strike aus dem Jahr 2008. Ich habe die damals auch gesehen, mir aber nichts weiter dabei gedacht, weil ich eh nicht rauche und auch noch nie geraucht habe. Dieter Bohlen war damals nicht der einzige, der von dieser Werbung „betroffe“ war, sondern auch Ernst-August von Hannover, der mit einer zerknüllten Zigarettenschachtel und dem Spruch „War das Ernst oder August?“ dargestellt wurde. Wir sollten uns daran erinnern, dass Ernst August als „Prügelprinz“ Einzug in die Medien gehalten hat, da er unter anderem auf einen Kameramann oder Fotografen mit einem Schirm losgegangen ist. Aber das lässt sich alles im Internet nachlese, weshalb ich darauf verzichte ausführlicher zu werden.
Dieter Bohlen und Ernst August von Hannover fühlten sich durch die Zigarettenreklame verunglimpft und verlangten Schadensersatz. Da haben sie noch nicht genug Geld, mag man sich da fragen. Der Bundesgerichtshof wies die Klagen ab, das war 2008, nachdem das Oberlandesgericht Hamburg beiden eine fiktive Lizengebühr zugesprochen hatte. Ein Jahr später, also 2009, zogen beide vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte.
In der Zwischenzeit sind drei Jahre fast vergangen. Nun aber soll es zu einer Entscheidung kommen. Hat der Bundesgerichtshof richtig entschieden, als er beider Klagen abwies? Die Begründung war, dass der Name Prominenter benutzt werden darf, wenn es satirisch gemeint ist. Und das war die Werbng eindeutig, obwohl ich damals schon dachte, dass Ernst August sich das sicherlich nicht gefallen lässt. Hörte nur nie was davon.
Nun hat die Bild-Zeitung, eventuell in Ermangelung grossartiger Schlagzeilen, einen langweiligen Fall herausgekramt, der eigentlich niemanden zu interessieren hat.
Egal wie entschiden werden wird, was lernen wir daraus? Nehmt nie ungefragt einen Prominenten für irgendeine Werbung, selbst wenn sie ironisch gemeint ist.

 

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