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Schlagwort-Archive: Fußballorakel

Feindschaften eskalieren und drohende Kriegsgefahr


Die Gefechte in Israel werden mit Besorgnis beobachtet. Anlass dafür ware die Entführung und Ermordung von drei jugendlichen Israelis und im Gegenzug die Ermordung eines jungen Palästinensers.
Diese Eskalation nutzte Israel, um sich wieder einmal von der Hamas angegriffen zu fühlen und Raketen in den Gazastreifen loszuschicken. Diese wurden natürlich postwendend beantwortet. Schon ist der schönste Konflikt in Gange, der noch zu einem Krieg ausarten kann. Israelische Reservisten wurden bereits reaktiviert.
Manchmal frage ich mich wirklich, in welchem Zeitalter wir noch leben, dass zwei Länder sich nicht zivilisiert einigen können. Aber wenn man die Ukraine und Russland betrachtet, sieht es da nicht besser aus. Andauernd wird ein neuer Angriff gemeldet, dann der tot von mehreren Hundert Separatisten, schliesslich sind auf ukrainischer Seite Menschen gestorben. So geht das hin und her und zu einem Endergebnis kommt man doch nicht.
In Israel sieht es da schon anders aus. Da schickt man gleich Raketen. Als ob alle Palästinenser für das Handeln einzelner schuldig wären. Doch beim israelischen Staat zählt wohl die Kollektivschuld. Wer zu dem Volk gehört, ist schuld, auch wenn er gar nichts getan hat. Von der Denkweise sollte man sich schnellstens distanzieren, sie macht alles nur noch schlimmer, als es so schon ist.
Indirekt hat Israel schuld daran, wie es gekommen ist, denn seit Jahren treiben sie ihren Siedlerbau voran. Israelis siedeln sich in eigentlich palästinensischem Gebiet an und annektieren es sozusagen. Proteste helfen da wenig.
So manchmal habe ich das Gefühl, dass Israel sich das alles rausnimmt, weil es seit der Diaspora im Jahr 70 nach Christus in den meisten Ländern nur geknechtet wurde. Wenn das jedes Land machen würde, ich weiss nicht, was dann los wäre. Man stelle sich nur mal vor, Polen würde jetzt russisches Gebiet annektieren. Niemand würde das akzeptieren. Aber wenn Israel so was macht, dann gibt es zwar Kritik, aber mehr auch nicht. Stillschweigend nimmt man diese Ungerechtigkeit hin.
Natürlich ist es nicht richtig, was mit der Ermordung der Jugendlichen passiert ist. Aber es ist doch genau das nun eingetreten, was sich diejenigen, die das getan haben, erhofft haben. Die Situation ist eskaliert. Der ohnehin brüchige Friede ist zerbrochen und vergessen. Die Feindschaft hat alles wieder übernommen. Ein Krieg könnte kurz bevor stehen. In der Ukraine geht es auch nicht vor und zurück. Wieso eskalieren Feindschaften irgendwann auf diese drastische Weise? Und warum erkennt niemand, dass es genau darauf hinauslaufen sollte?

Heute Abend findet das Spiel um den dritten Platz statt oder wie es neuerdings genannt wird: Das Duell der Looser.
Die Niederlande, allen voran Trainer Louis van Gaal, haben überhaupt keine Lust auf dieses Spiel. Man würde doppelt bestraft werden. Erst verliert man die Aussicht darauf, Weltmeister zu werden. Und dann kann man sich auch noch zum Volldeppen machen, indem man auch noch das kleine Finale um den Dritten Platz verliert.
So wieda argumentiert wird, werden die Niederlande garantiert das Spiel verlieren. Aber egal. Wenn van Gaal nicht den Fehler begannen hätte, sein Wechsel-Kontingent aufzubrauchen, hätten die Niederlande im Finale stehen können. Doch nein, in der 96. Minute brachte van Gaal Huntelaar. Erstens viel zu spät und zweitens konnte er so nicht mehr den Torwart austauschen. Da hat der Bondscoach kein glückliches Händchen bewiesen. War wohl zu sehr von sich überzeugt.
2012 schied Oranje sang- und klanglos bei der EM aus, weil sie alle zerstritten waren, nun hatten sie kein Tor zustande gebracht und waren von Überheblichkeit gezeichnet.
Aber wo ich von Überheblichkeit spreche. Deutschland hat den WM-Titel noch nicht. Noch stehen diesem mindestens 90 Minuten plus Nachspielzeit entgegen. Danach können sie den Titel in den Himmel von Rio heben, falls sie mindestens ein Tor mehr als der Gegner geschossen haben.
Wer zweifelt schon noch daran, dass Deutschland zum vierten Mal Weltmeister wird? Eigentlich niemand mehr. Selbst ich bin inzwischen überzeugt, dass die DFB-Elf Weltmeister werden wird. Bereits nach dem Frankreich-Spiel sagte ich, dass Deutschland Weltmeister würde. Und gestern hatte ich ein seltsames Erlebnis. Ich sah auf die Uhr: Es war 20.21 Uhr. Und ich dachte, Deutschland ist Weltmeister. Auf einmal wusste ich, dass sie den Titel gewinnen würden. Absolut komisch, aber es war real. Sogar Regina, die jedem anderen Land, ausser Deutschland, die Daumen drückte, ist nun überzeugt, dass Deutschland den vierten Stern erringt. Ich wollte es gar nciht glauben, als ich das aus ihrem Mund hörte.
Also muss Deutschland doch Weltmeister werden, oder nicht? Morgen Nacht werden wir es wissen. Bis dahin drücken wir die Daumen und hoffen, dass es wahr wird und Deutschland Weltmeister wird.
Ausserdem glauben sämtliche ernstzunehmenden Fussballorakel, allen voran natürlich Elefantendame Mala und ihre Nachfolgerin Schlaubeutel, an einen Sieg der DFB-Elf.

Und wem das alles zuviel Fussball ist. Dem empfehle ich, doch mal unter meiner Rubrik „Lesenswert!!!“ zu gucken.

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Happy Birthday, Mala! – Europas klügster Elefant feiert seinen offiziellen 50. Geburtstag


Endlich ist es so weit!, wird sich Europas klügster Elefant wohl denken. Denn heute feiert Elefantendame Mala ihren offiziellen fünfzigsten Geburtstag.
Ofiiziell deshalb, weil das Jahr 1964 als Malas Geburtsjahr gilt. Doch in Wirklichkeit wurde sie Ende des Jahres 1962 geboren. Den 10. November hat sich die Elefantin bloss ausgedacht, weil es so schön klang, wenn sie 50 wird: am 10., 11., 12. Das konnte sich jeder merken.
Damals hoffte Mala, gross feiern zu können, doch auf einmal ging es 2012 in die Fremde. Dort, im Pairi Daiza, im belgischen Brugelette, lebt Mala noch immer, obwohl sie stetig auf ihre Rückkehr hofft. Die Hoffnung hat sie nicht aufgegeben. Sie fühlt sich einfach nicht wohl, obwohl sie gehegt und gepflegt wird. Die Elefantendame darf ihre Tricks vorführen, die sie in ihrem langen Leben gelernt hat und in ihrem Zuhause schon lange nicht mehr vorführte. Sie wurde wieder der Star, der sie einmal gewesen war. Es heisst sogar, wenn man Mala nicht gesehen hat, war man nicht im Pairi Daiza. So ähnlich hiess es auch in Malas Zuhause. Wer sie nicht gesehen hat, verpasste das Beste. Und obwohl die Dickhäuterin wieder die Aufmerksamkeit der Massen geschenkt bekommt, die sie verdient hat, trauert sie ihrem Zuhause hinterher. Man sieht es an ihrem schnellen Weben, dem so genannten Einsamkeitsweben. Gewebt hat Mala immer, macht es seit mindestens 1986, aber es war eher ein „gemütliches“ Weben. Nie so schnell. Gut, einige Male hat die Elefantendame dann doch dieses Einsamkeits- bzw. Trauerweben gezeigt. Meist immer dann, wenn der inzwischen verstorbene Elefantenbulle Hussein sie besonders malträtiert hatte. Dann ging es Mala nicht gut.
Nun hat sie eine dauerhafte Artgenossin – Rani – und ist dennoch nicht glücklich. Eigentlich war sie mit einem weiteren Elefanten vergesellschaftet worden, doch Ani starb im März vergangenen Jahres. So blieb old Rani übrig. – Old nenne ich Rani deshalb, um sie von der Hamburger Rani (Young Rani) zu unterscheiden und von allen weiteren Elefantenkühen, die ebenfalls diesen Allerweltsnamen tragen. – Mit ihr versteht sie sich, obwohl Mala lieber für sich allein steht. Aber wenn es darum geht, zu zeigen, wer in dieser Mini-Gruppe das Sagen hat, ist Mala natürlich obenauf. Sie zeigt gerne, wer Chefin ist. Doch old Rani macht das nichts aus – hat ein unterwürfiges Wesen -, sie will den Chefposten gar nicht haben. So ist wenigstens das in Erfüllung gegangen. Was Mala wegen Mogli nicht haben konnte, hat sie nun. Aber der Preis war hoch – der Verlust ihres Zuhauses.
Geboren wurde Europas klügster Elefant in Indien – Mala gehört also zur Unterart Elephas maximus indicus – und machte dort in ihren ersten Lebenjahren die Strassen unsicher. Beliebt war sie unter der Bevölkerung nicht immer, davon zeugen die Schrotkugelnarben an ihrer Stirn. Nichtsdestotrotz überstand die Dickhäuterin diese Zeit relativ unbeschadet. Allerdings ging einmal das Gerücht um, dass sie in ihren ersten Lebensjahren angepflockt in einem dunklen Raum zugebracht hätte, weshalb sie damals mit dem Weben anfing. Ob sie tatsächlich schon in dem Alter mit dem Weben begann? Als sie für den Film „Klein Erna auf dem Jungfernstieg“ vor der Kamera stand, war davon nichts zu sehen. Beim NDR-Tatort „Tod im Elefantenhaus“ hingegen schon. Zwischen den Dreharbeiten liegen 17 Jahre.
Mala wurde in Indien von der Strasse weggeholt und nach Deutschland verschifft. Am 08. Juni 1966 kam sie schliesslich in ihrem neuen Zuhausean – dem Tierpark Hagenbeck.
Es wird gemunkelt, dass Mala bereits im Jahr zuvor im Edgar Wallace-Streifen „Neues vom Hexer“ mitgewirkt hätte. Ich habe mir den Film mal angesehen, aber beschwören kann ich nicht, dass der junge Elefant Mala gewesen ist. Die Ohren sehen so aus, als waren sie nach hinten geklappt. – Dennoch sag ich mal, sie ist es nicht.
In Hamburg angekommen, begleitete Mala, in den kommenden Jahren ihres noch jungen Lebens, ihre Tierpfleger auch ausserhalb des Tierpark-Geländes. Es war die Zeit, in der sich ihre Prägung auf den Menschen entwickelte. Mala ist zwar ein Elefant – vom Aussehen sowieso -, aber noch wichtiger als Artgenossen ist für sie menschliche Aufmerksamkeit. Da kam ihr das Elefantenfüttern durch die Besucher oder das Elefantenreiten natürlich entgegen.
Die Elefantin verlebte viele glückliche Jahre im Tierpark, lernte allerlei Tricks und stand ab und zu in der Zeitung. In besonders schneereichen Wintern zog sie einen Schlitten in dem Kinder sassen. Doch dann kam ein Elefant, der Malas Alleinstatus als Star ein Ende machte – Mogli.
Nun begann der Stern der Elefantin zu sinken. Auch Mogli wurde einiges beigebracht, auch wenn sie nie auf Kommando trompeten lernte oder Fragen mit ja oder nein zu beantworten. Das alles kann Mala, genauso wie sie auf Kommando die Besucher mit Wasser nasspritzen kann.
Elefant Yashoda macht das immer, um auf sich aufmerksam zu machen. Aber das ist eine völlig andere Geschichte.
In der ZDF-Serie“Unsere Hagenbecks“ tauchte Mala des Öfteren auf. Meist musste sie sich mal wieder als Mogli ausgeben, weil es um ja-und-nein-Fragen ging. Aber sie hat sich auch selbst gespielt. Besonders interessant sind die Szenen mit Shandra, wo es um eine graue und eine rote Kiste geht.
Dann kam der Juni 1992. Einige Wochen zuvor war Leitkuh Birka gestorben und der Posten vakant. Zwei Anwärterinnen gab es: Mala und Mogli. Beide gönnten sich nichts, aber falls es Auseinandersetzungen zwischen beiden Kühen gegeben hatt, fielen die nicht weiter ins Gewicht. Am Ende konnte Mogli den Sieg für sich entscheiden. Doch Mala wollte nicht klein beigeben. Schliesslich war sie schon viel länger da als Mogli.
Mala wartete auf eine günstige Gelegenheit, um es ihrer Konkurrentin heimzuzahlen.
Es kam die Dschungelnacht im Juni 1992. Auf dem Paradeplatz, wo heute Wohnhäuser stehen, kam es zum Eklat. Mala stand hinter Mogli. Die Elefantin sah endlich die Chance gekommen, über ihre Konkurrentin zu triumphieren. Sie biss Mogli in den Schwanz, was diese nicht auf sich sitzen lassen konnte. Blitzschnell drehte sie sich um, dabei stürzte der Tierpfleger, der in Moglis Nacken gesessen hatte, zu Boden. Die Situation konnte erst entschärft werden, als ElefantenbulleHussein zwischen die beiden Streithähne geführt wurde. Danach blieben beide noch eine zeitlang auf der Anlage zusammen, aber Mala wollte sich weiterhin nicht unterordnen. Sie piesackte Mogli weiterhin, warf sie in den Graben, wenn sie sich unbeobachtet fühlte. So konnte es nicht weitergehen. Was also mit dem intelligentesten Elefanten der ganzen Gruppe machen? Abgeben? Ja, es wäre eine Lösung gewesen, aber man brauchte Mala. Und so kam es, dass Mala als Gesellschafterin zum Elefantenbullen gestellt wurde. Das ging die ersten achtzehn Jahre auch ganz gut, doch im August 2010 kam der grosse Riss. Aus welchem Grund auch immer, begann Hussein Mala zu attackieren. Die Elefanten soll kläglich trompetet haben, damit Hilfe käme. Die kam dann auch. Mala sah man die ganze Woche über nicht, erst bei der nächsten Romantischen Nacht. Sie wirkte unglücklich, traurig, webte stark, traute sich nicht nach vorne, wollte so viel Abstand wie möglich zu Hussein halten. Danach war nichts mehr so, wie es war.
Schliesslich der Juni 2012. Hussein sollte den Tierpark verlassen und starb kurz vor dem Gang in die Box unter mysteriösen Umständen (wer den Bericht, was im Obduktionsbericht gestanden haben soll, gelesen hat, kann nur zum Wort mysteriös kommen). Mala lebte auf, war gar nicht mehr so sehr an den Leckereien der Besucher interessiert. Wahrscheinlich bekam sie von den Elefantenpflegern grössere Aufmerksamkeit als sonst. Schliesslich wurde die Elefantin sehr traurig. Der Grund: Sie sollte umziehen. Es kam der 04. Juli 2012 und Mala verliess nach 46 Jahren und knapp einem Monat ihr geliebtes Zuhause. Sie kam in den Pairi Daiza, wo sie noch immer lebt.
Aber Mala hat nur einen Wunsch: Nach Hause! Ja, es mag komisch klingen, aber genau so ist es. Denn seit Malas Weggang haben die Augen der Dickhäuterin ihren Glanz verloren. Sie hat sich arrangiert, aber mehr auch nicht.
Nun wird Mala also offiziell ihren 50. Geburtstag feiern. Ein stolzes Alter für Europas klügsten Elefanten. Diesen Titel trägt sie völlig zurecht. Denn Mala ist wahnsinnig schlau und ein tolles Fussballorakel. Bei der EM 2012 hat sie sämtliche Spiele der deutschen und französischen Nationalmannschaft fehlerfrei getippt. Sie wusste bereits vor dem Spiel gegen Griechenland, dass Deutschland im Halbfinale gegen Italien verlieren würde. Nur beim Eröffnungsspiel lag sie daneben.
Mala spielte in Film und Fernsehen mit, wie ich oben bereits erwähnte. Sogar in einem Roman wurde sie verewigt: „Die Rollen des Seth“ von Helen Dalibor. Dort taucht sie als sie selbst auf, aber auch als Bertha, einer Elefantin, die im Roman im Jahr 1912 bis 1920 in Stellingen lebte und in grossen Teilen auf der Elefantin basiert.
Was wünscht sich so ein Elefant von 50 Jahren? Natürlich Gesundheit, kein Reissen in den Gelenken und das sie steinalt wird. Mit ihrem halben Jahrhundert auf dem Buckel – den Mala nicht hat, wie sie anmerkt – ist sie noch ein wahrer Jungspund. So hat sich die Elefantendame vorgenommen, mindestens die 70 zu erreichen. Aber im Grunde genommen will sie der älteste lebende Elefant der Welt werden. Also werden die 80 von ihr angepeilt. Doch wird sie das überhaupt schaffen – in der Fremde? Wie bereits erwähnt – und nicht nur hier – fühlt sich Mala nicht wohl an ihrem Wohnort. Alle Hoffnung, dass sie sich nach knapp zwei Jahren endlich eingelebt hat, ist zunichte gemacht. Die Elefantendame hat sich arrangiert, aber wirklich glücklich ist sie nicht. Sogar für einen Laien wie mich, der sich mit dem Verhalten von Elefanten nicht so gut auskennt, ist auf einen Blick zu sehen, dass Mala noch immer trauert. Ersichtlich wird dies, wenn sie für sich allein ist. Bekommt sie menschliche Aufmerksamkeit, merkt man ihr nichts an, denn sie ist eine Meisterin der Maske. Eine gute Schauspielerin, das ist Mala immer gewesen. Nur an ihren Augen, da sieht man es wirklich.
Was ist nun Malas grösster Wunsch? Nach Hause. Tja, ob ihr dieser Wunsch eines Tages wirklich gewährt wird? Ein Gehege ist leer, aber dann wäre Mala allein und vom Futter würde sie wieder zunehmen, weil die Besucher es zu gut mit ihr meinen. Nina hat ihr immer kalorienfreie Kost gebracht, weil sie schon damals sagte, dass Mala zu dick sei. Und die Dickhäuterin in die Gruppe zu integrieren? Das hätte man schon vor zwei Jahren versuchen können. Ohne Dauerbewachung wäre es nicht gegangen. Aber unmöglich wäre es nicht gewesen. Thura, lange als Problem eingestuft, hat sich in den letzten Monaten wieder sehr gut in die Gruppe integriert. Zwar steht bei ihr immer noch jemand, aber da geht es nur darum, dass sie die anderen Elefanten wie Shila und Indra nicht verjagt, weil sie deren Futter haben will. Bei Mala hätte man es auch versuchen können, aber man hat diese Chance nicht genutzt. Das ist traurig, besonders für Europas klügsten Elefanten. Deshalb ist ihr Wunsch nach Heimkehr utopisch.
Nun ist es aber an der Zeit, Europas klügstem Elefanten zum Geburtstag zu gratulieren.
HAPPY BIRTHDAY, Mala! Alles Gute! Bon anniversaire!

 

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Das Geld ist nichts mehr wert


Ich spare, damit ich Geld verliere? Ist es das, was ich eigentlich damit bezweckt habe? Nein, aber genau so ist es schon seit einiger Zeit. Egal, ob ich Geld spare oder nicht, davon habe ich nichts. Die Zinsen sind ein Witz. Selbst ein Tagesgeldkonto ist nichts. Egal, welche Art des Geld sparens ich mir vornehme, wirklich Geld verdiene ich damit nicht.
Und nun geht das Gespenst um, fürs Sparen auch noch Geld zahlen zu müssen. Der Grund: Die EZB hat die Leitzinsen wieder einmal gesenkt, dieses Mal auf ein historisches Tief: von 0,25 auf 0,15 Prozent.
Aber warum befürchtet wird, dass fürs Geld sparen Gebühren auf einen zukommen: Der Einlagezins ist erstmals auf MINUS 0,1 Prozent reduziert worden.
Der eigentliche Grund, warum die EZB dies getan hat, ist nicht nur, um einer Deflation zu entgehen, sondern auch die Banken „zwangszuverpflichten“, dass sie Kredite vergeben und damit den Konsum wieder antreiben. Denn die Banken vergeben kaum Kredite, legen ihr Geld lieber bei der EZB an. Und so ist das nicht gedacht.
Um diese Unart zu verbieten, ist die EZB zu drastischen Mitteln übergegangen, die den Banken nicht sehr schmecken dürfte. Und da sie ihre Kunden eh behandeln, als sollten die froh sein, dass sie Kunden sein dürfen, wird es früher oder später an dieselben weitergegeben. Denn wir Kunden sind immer die Dummen.
Aber was sollen wir machen, um unser Geld zu behalten und es nicht noch zu verlieren? Es unter der Matratze liegen lassen? Da mag es vielleicht sicher sein, aber vermehren tut es sich dort nicht. Und durch Deflation bzw. Inflation, was eben gerade angesagt ist, kann das Geld mal mehr oder weniger wert sein. Geld sparen auf dem Sparbuch bringt es bei den niedrigen Zinsen auch nicht, vor allem wenn man nun eine Gebühr erwarten darf. In Aktien anlegen, das geht natürlich, dann kann das Geld erst einmal für einen arbeiten. Der DAX steht auch ganz erfreulich, es geht stetig aufwärts mit ihm. Die 10.000er-Marke wurde gerade geknackt. Allerdings können wir den Gewinn, den wir aus den Aktien beim Verkauf machen, leider nicht komplett behalten. Das hat das Finanzamt seit einiger Zeit auch was mitzureden. Also auch wieder nichts mit sattem Gewinn. Was gibt es noch? Alles auf den Kopf hauen, was man hat, denn es wird sowieso nicht mehr wert werden.
Also lieber das Geld durch sparen verlieren oder aber alles ausgeben für die Sachen, die man schon immer haben wollte? Tja, eine schwere Frage.

Hiobsbotschaft für die deutsche Nationalmannschaft. Marco Reus kann nicht mit zur WM! Beim gestrigen Spiel zog er sich einen Riss des Syndesmosebandes zu. Damit fällt er definitiv für die WM in Brasilien aus und wird durch Mustafi ersetzt.
Bedeutet das nun, dass der WM-Titel in Gefahr ist? Welcher Titel eigentlich? Glaubt hier irgendjemand, dass Deutschland es wirklich ins Finale schafft? Nun ja, wenn man sich die anderen Mannschaften ansieht, könnte man es annehmen, denn niemand konnte bisher in seinen Testspielen wirklich überzeugen. Spanien wurde vor vier Jahren meist mit einem 1:0-Sieg Weltmeister. Das war Rekord wenigstens Tore und auch Gegentore. Ich möchte hhier noch einmal dran erinnern, dass Spanien die Vorrundenicht überstanden hätte, wenn die Schweiz nicht so einen Aussetzer gehabt hätte. Denn die waren recht gut gestartet, um dann zu versagen.
Aber ist Deutschland wirklich ernstzunehmen? Guido Cantz brachte es letzte Woche auf den Punkt: Ein Torwart mit Armschlinge und ein Stürmer, der einen Treppenlifta braucht, um einen Kopfball zu machen. Da müssen wir doch Weltmeister werden, da uns die anderen Mannschaften nicht ernst nehmen.
Die Vorrunde könnten wir überstehen, was danach kommt, ist einfach nur Glück. Nun ja, vielleicht schafft es Deutschland wirklich ins Finale und gewinnen auch das Endspiel. Dann sind sie Weltmeister.
Theoretisch wäre es möglich, denn der nächste Confed-Cup wird in Russland stattfinden. Das ist nicht so weit entfernt, wie Brasilien, Südafrika oder Katar. Also, mal abwarten.
Wie heisst es immer noch so schön? Der Ball ist rund und das Spiel dauert neunzig Minuten. Wir werden sehen, was am Ende ist. Donnerstag geht es jedenfalls los. Wieder einmal zu Uhrzeiten, wo ich nun wirklich keinen Fussball mehr gucke.

Wie ich letzte Woche anmerkte, habe ich mir selbst ein Bild von Jonas‘ neuestem Rüsselorakel gemacht. Erst sagte sie ein Unentschieden gegen Kamerun voraus. Habe sie das persönlich gefragt und sofort schnappte sie sich alles, was ich in der Hand hielt. Eindeutig ein Unentschieden. Dann noch die Frage, wie denn wohl Deutschland gegen Armenien spielen würde. Natürlich tippte der Schlaubeutel da auf einen Sieg. Hätte sie sich aber blamiert, wenn sie was anderes gesagt hätte.
Jedenfalls hat sie sich nun bewährt und scheint eine würdige Nachfolgerin für das einzig wahre Fussballorakel Mala zu sein. Die tippte ünrigens genauso wie der Schlaubeutel. Nun fürchtet sie deren Konkurrenz. Ihre Quote kann Mala niemand streitig machen, aber jede neue WM oder EM bedeutet, dass es einen neuen Star geben kann.

Morgen feiert Europas klügster Elefant seinen offiziellen fünfzigsten Geburtstag. Am liebsten hätte Mala diesen Ehrentag woanders gefeiert. Aber bekanntlich ist das nicht möglich. Nun hofft auf ein paar Aufmerksamkeiten und nette Geschenke. Am liebsten hätte sie noch ein Lied, aber das steht in den Sternen.
Und natürlich hofft Mala darauf, dass ihr grösster Wunsch endlich in Erfüllung geht. Wie dieser aussieht? Dazu morgen mehr.

Und wer nicht weiss, was er über die Pfingsttage tun soll. Gerade ist eine neue Kurzgeschichte von Henrik Quedburg herausgekommen. Die Fantasy-Kurzgeschichte von Henrik Quedburg heisst „Der Platz der Wahrheit“ und ist unter anderem bei ebay, Amazon und Weltbild erhältlich.

 

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Wollen uns die Politiker für blöd verkaufen? – Keine Einigung bei CDU und SPD


Zwei Monate sind nun seit der Bundestagswahl vergangen, aber zu einem Ergebnis ist es immer noch nicht gekommen. So langsam fühlt man sich als Wähler wirklich veralbert. Denn CDU und SPD kommen einfach auf keinen gemeinsamen Nenner.
Da heisst es einmal, man würde gut zuwege kommen, am nächsten Tag ist das schon alles überholt. Wie lange wollen uns die Politiker eigentlich noch zum Narren halten? Kann mir das irgendjemand verraten?
Wenn wir in Belgien wären, könnte ich es noch verstehen. Da bekriegen sich schliesslich die Flamen und Wallonen. Aber doch nicht hier iN Deutschland. Da versucht man auf Biegen und Brechen eine grosse Koalition, obwohl die Wahlversprechen überhaupt nicht zueinander passen. Egal, wird eben ein Treffen nach dem anderen organisiert. Irgendwann wird eine Partei schon einknicken. Oder wie darf ich mir das vorstellen?
Zudem wird schon vor einer grossen Koalition gewarnt. Es wäre das Schlimmste, was Deutschland passieren könnte.
Und eigentlich scheint die SPD auch nicht wirklich geneigt, mit der CDU zusammenzugehen. Irgendwie wollen die bloss mit der CDU zusammen, damit sie an die Macht kommen. Täusche ich mich oder ist es tatsächlich so?
Denn die nächsten Male wollen sie auch mit der Linken über eine Koalition sprechen. Das heisst doch alles.
In Hessen ist die SPD übrigens vergessen. Da will die CDU nun mit den Grünen zusammengehen. Ob das gut geht? In Hamburg ist es gescheitert. Aber die Grünen in Hessen sind jedenfalls erst einmal optimistisch. Das ist doch schon einmal was. Aber selbst dort geht es nicht weiter.
Hat es das eigentlich schon mal gegeben, dass Koalitionsverhandlungen so lange dauern?
Warum machen sie nicht einfach Neuwahlen? Weil kaum jemand hingehen wird. Weil die SPD gar nciht weiss, wen sie aufstellen sollen. Und sonst? Na ja, die FDP würde haushoch wieder in den Bundestag einziehen. Denn ohne sie geht es einfach nicht.

Heute ist der 23. November und wer wurde vor genau 125 Jahren geboren?
Ich sage es mal so. Er gehörte zu einer Gruppe, die immer gemeinsam auftrat. Er sagte bis auf eine Zeile in einem Stummfilm nichts, trug eine Perücke und sah in seiner Rolle, die er verkörperte, ein wenig dümmlich aus. Von wem ich spreche? Von Harpo Marx, einem „Mitglied“ der Marx-Brothers.
Harpo ist derjenige mit dem Lockenkopf und dem Hütchen gewesen. Nicht derjenige mit dem dunklen Schnauzbart und der Zigarre. Beim letztgenannten handelte es sich um Groucho.
Einzeln traten sie selten auf, aber gemeinsam sorgten sie für jede Menge Lacher.
Weil Harpo nie etwas in den Filmen sagte, glaubte man, dass er in Wirklichkeit auch nicht sprechen könne. Nun, ich erinnere mich an eine Art Talkshow, wo Harpo seine Biografie „Harpo speaks“ veröffentlichte. Dort hat er auch die ganze Zeit über nicht gesprochen. Wie also sollten die Leute etwas anderes denken, wenn er nicht einmal in einer Talkshow oder im Frühstücksfernsehen – was auch immer es war – gesprochen hat?
Und im nächsten Jahr gibt es noch einen 125. Geburtstag zu feiern. Nein, nicht jemand von den Marx-Brothers, sondern den Geburtstag von einem der ersten männlichen Filmstars Europas: Ivan Mosjoukine. (Benutze mal die französische Variante des Namens, weil das einfacher ist.)
Ich hoffe mal, dass sich der TV-Sender Arte im September zu einem Themenabend entschliessen wird. Da gibt es auch einige Filme, die sie zeigen könnten. Vor allem die Dokumentation über Mosjoukines Leben wäre nicht schlecht. Ich habe die zwar im Internet gefunden, aber die ist auf russisch oder ich weiss nicht was. Jedenfalls verstehe ich kein Wort.
Und nächsten Monat bitte keinen Stummfilm-Bergfilm mehr auf Arte, davon habe ich nun genug. Empfehle immer noch Michel Strogoff. Gibt es doch auf DVD, wie ich nun herausgefunden habe.

Bei Elefantendame Mala wurden schon vor wenigen Wochen die Schotten dicht gemacht. Nun wurden alle Sachen winterfest gemacht. Und was macht Mala? Sie tippt weiter fröhlich die Spiele des FC St. Pauli. Nachdem sie beide Spiele der deutschen Nationalmannschaft richtig tippte und auch ihr die Équipe Tricolore es nach Brasilien geschafft hat, kann sie sich ganz auf die zweite Liga konzentrieren.
Und was sagt Mala zum morgigen Spiel des FC St. Pauli gegen den VfR Aalen? St. Pauli wird nur Unentschieden spielen. Tja, dann wollen wir mal sehen, ob sie recht behalten wird.

Am Donnerstag läuft der dritte Kluftinger-Fall in der ARD: Seegrund. Also, nicht verpassen, sondern anschauen. Gut, mag vielleicht zuviel Dialekt gesprochen werden, aber wozu gibt es den Videotext mit seiner Untertitelung. Damit bekommt man das Allgäuische schon mit. Ich verstehe es glücklicherweise auch so. Dialekte machen mir gar nichts aus. Keine Ahnung, wieso, aber ich habe da keinerlei Schwierigkeiten mit dem Verstehen.
Und morgen alle Tatort gucken. Es läuft der zweite Fall mit Wotan Wilke Möhring. Einfach nur gucken, damit es eine gute und vor allem bessere Einschaltquote als beim nächsten Til Schweiger-Tatort gibt.
Dafür läuft heute Abend mal wieder gar nichts im Fernsehen. Jedenfalls konnte ich nichts entdecken. Und was macht man da? Entweder wie ich und man sieht sich einen Stummfilm an. Habe aber gerade keinen auf Vorrat, deshalb wird das nichts. Ansonsten lese ich mal wieder was. Mein Stapel ungelesener Bücher muss geringer werden.
Und wer nun gar nicht weiss, was er heute Abend lesen soll.
Gerade ist das dritte Kapitel des Fantasy-Romans „Aneba. Die Rückkehr“ bei Bookrix erschienen. Alle vorherigen Kapitel einschliesslich Prolog sind bei Amazon, Weltbild und weiteren Vertriebskanälen erhältlich.
Oder lieber ein Thriller? Da gibt es dann „Die Rollen des Seth“ von Helen Dalibor oder der aktuelle Fortsetzungsroman „Im Zeichen des Denkmals“. Der Prolog und das 1. Kapitel sind bereits erschienen. Nächste Woche soll dann das zweite Kapitel folgen.

 

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Nach uns die Sintflut! – Wie der Staat sich selbst ruiniert


Während im Süden die Aufräumarbeiten nach der Flut begonnen haben bzw. bereits abgeschlossen sind, haben der Osten und der Norden Deutschland noch mit den Hochwassermassen zu kämpfen. Deichbrüche sind zwar nicht die Regel, aber auch keine Ausnahme. In Fischbek wird nun versucht, durch das gezielte versenken zweier Schiffe, den Wassermassen beim gebrochenen Deich Einhalt zu gebieten.
Das Versenken von Schiffen erinnert mich an die Zeit vor der Industrialisierung, doch wir haben das 21. Jahrhundert. Schiffe wurden allerdings meist versenkt, wenn feindliche Schiffe nicht eine Bucht passieren sollten, um die dort befindliche Stadt anzugreifen. Ansonsten wurde immer bei Bränden Schadensbegrenzung betrieben, indem Häuser gesprengt wurden. Meist hat es nicht viel gebracht, aber der Versuch war es wert. Wie es mit den Schiffen ist? Vielleicht wird es was bringen, vielleicht ist es auch nur ein Tropfen auf den heissen Stein. Schlimmer kann es kaum noch werden. Überschwemmt ist bereits alles. Allerdings könnte der Deich an der Bruchstelle weiter brechen. Noch mehr Wasser sucht sich einen Ausweg und die Umgebung wird noch mehr unter Wasser gesetzt.
Was ist mit den Ausweichbecken, wo Wasser hin abgeleitet werden soll? Es wird ja nicht nur zwei geben. Anscheinend sind die vorhandenen wohl auch nicht genügend gewesen oder wieso ist das so schlimm geworden?
Erst hiess es, dass der Norden das Hochwasser nicht zu fürchten braucht, dann kommt es doch. Bei Fischbek bricht der Deich, Amt Neuhaus und Hitzacker haben wieder mit Hochwasser zu kämpfen, obwohl es zuvor Entwarnung gegeben hatte.
Momentan acht Milliarden (!) Euro sollen die Schäden der Flut betragen. Und wie will Deutschland das bezahlen? Tja, zurückgelegt worden ist nichts, also müssen wieder Schulden gemacht werden. Anleihen und ich weiss nicht was.
Was lernen wir daraus wieder? Von uns als Otto Normalverbraucher (Figur aus dem Film „Berliner Ballade“) verlangt der Staat, dass wir Rücklagen für schwere Zeiten anlegen, aber selbst wird daran überhaupt nicht gedacht. Wieso denn auch? Deutschland steht bei den Rating-Agenturen gut da, bekommt Kredite mit sehr guten Konditionen, von denen wir nur träumen können. Also wieso Rücklagen bilden? Ach so, Schuldenabbau. Ach was, das können die Generationen nach uns tun. Ganz im Sinne von „Nach uns die Sintflut“.
Einen Staatsbankrott à la Griechenland brauchen wir nicht zu fürchten – noch nicht. Aber wenn der Staat so weiter macht, werden wir uns in spätestens fünfzig Jahren darüber Gedanken machen müssen. Glück für die, die zu dem Zeitpunkt sich bereits die Radieschen von unten ansehen.

Wo ich gerade von Toten spreche, möchte ich an den alten Pappsack erinnern. Bevor jemand fragt, um wen es sich handelt: Es meine den Hamburger Elefantenbullen Hussein, der genau vor einem Jahr kurz vor dem Verladen sich hinlegte und starb.
Als Todesursache wurde Herz-Kreislauf-Versagen festgestellt. Wobei man sagen muss, dass das ein ziemlich unbefriedigendes Ergebnis ist. Denn im Grunde genommen, wo wurde es verlautbart, konnte die tatsächliche Todesursache nicht ermittelt werden. Irgendwie wurde alles ausgeschlossen, was einen Schatten werfen könnte, aber dennoch bleibt die Frage bestehen, was stand wirklich im Bericht? Diese vereinfachte Version, dass es alles und nichts gewesen sein könnte? Wenn man da den einen Zeitungsartikel des Abendblattes liest, könnte man sich schon seine eigene Meinung bilden. Das ist danach auch nirgendwo mehr erschienen, wenn ich richtig recherchiert habe.
Ein Jahr also ist es nun her, dass Elefantenbulle Hussein tot ist. Ob an ihn gedacht wird? Vielleicht. Ich weiss, dass ich an ihn denken musste, als ich Gajendra gegenüberstand und dieser sich ein Stück Holz zwischen den Stosszahn geklemmt hatte. Anderen wird es vielleicht auch so gehen oder ihnen kommt die Erinnerung, wenn sie vor dem Gehege stehen, dass er sich zwanzig Jahre lang mit Elefantendame Mala geteilt hat.
Frech war er gewesen, hat sich oft aufgedrängt, aber er war nie gemein gegenüber den Besuchern. Alles hat er sich allerdings nicht von ihnen gefallen lassen. Aber er wusste genau, wen er vor sich hatte, bei wem er was abstauben konnte und wieviel er sich erlaubten durfte.
Jonas hatte die verrückte Idee, einen Kranz vors Gehege zu legen: „In stillem Gedenken“. Gute Idee, wobei ich glaube, dass sein Mundwerk mal wieder grösser war als sein Mut. Jenalas Cousin sagt viel, wenn der Tag lang ist. Hätte auch eine Zeitungsanzeige schalten können. Wobei, da hätte er dann seinen Namen preisgeben müssen und das mag er nun gar nicht.

Gibt es eigentlich was Neues über Elefantendame Mala? Seit die Bundesligasaison vorüber ist, hat sie ja nicht mehr so viel zu tun, um als grosses Fussballorakel sich hervorzutun. So weit ich weiss, macht sie fleissig bei Vorführungen mit und würde angeblich ihrer Genossin Abends eine Banane in die Box werfen mit folgendem Kommentar: „Hier, eine Banane für dich, alte Pflaume.“ Na gut, ich geb’s zu, dass habe ich jetzt der Elefantin in den Mund gelegt. Bevor sie ihr Essen verschenkt, muss noch viel passieren.
Der Pairi Daiza sucht unterdessen nach einer Hamburgerin (?) namens Elisabeth, die Mala zu ihrem 49. Geburtstag – also eigentlich ist der 08. Juni der Ankunftstag der Elefantendame in Hamburg gewesen, dieses Jahr wär’s der 47. gewesen – eine Karte geschrieben hat.
Eins kann ich auf alle Fälle sagen: Jenala hat diese Karte nicht geschrieben! Weder ist es ihre Schrift noch hätte sie solch ein krudes Kauderwelsch (nicht beleidigend gemeint) geschrieben. Denn Jenala ist eine Poetin. Eher hätte sie Mala eine selbstgestaltete Karte geschickt mit einem schönen Gedicht drin. Ausserdem hätte sie nicht von Orangen, sondern von gekochten Kartoffeln gesprochen. Denn die Erdknollen liebt die Elefantin über alles. Kann man sogar in „Die Rollen des Seth“ nachlesen. Ausserdem hat Mala bekanntlich schon im letzten Jahr am 10., 11., 12 (10. November 2012) ihren fünfzigsten Geburtstag gefeiert. Steht auch in einem Roman mit derselben Hauptfigur, denn die Dickhäuterin hat dort eine immer wiederkehrende Rolle inne, selbst wenn nur von ihr gesprochen wird.
So ist die Elefantendame wieder einmal in aller Munde, was sie verdient hat. In letzter Zeit hat man nicht sehr viel von ihr zu sehen und zu hören bekommen. Aber was will man auch andauernd über sie schreiben? Heute wieder Vorführung mit Mala und old Rani, den beiden Webertantchen, so in etwa?
Aber man sieht, dass Mala ihre Fans hat und nicht vergessen ist. Wie mir Jonas erzählte, sollen seit Malas Weggang (oder wie man es auch immer nennen mag) einige nicht mehr wiedergekommen sein, also ist Jenala nicht die Ausnahme geblieben.
Die Mutter-Kind-Anlage ist leer und wenn ich mir aktuelle Bilder von Mala ansehe, werde ich das Gefühl nicht los, dass sie immer noch ihrem wahren Zuhause hinterher trauert. Warten wir ab, was in den nächsten Jahren passieren wird.

Zurück zu weit wichtigeren Themen.
In Istanbul wird weiter protestiert. Ich habe mich immer gefragt, wie es überhaupt zu den Protesten gekommen ist. Denn es muss schon viel passieren, dass sich dort so viele zusammenschliessen, um gemeinsam gegen etwas so lange zu protestieren und sich nicht entmutigen zu lassen. Bewunderswert ist übrigens, dass davon auch ausserhalb der Türkei Kenntnis von genommen wird. Vielleicht liegt es daran, dass es nicht mit dem umstrittenen Staudammprojekt zusammenhängt, wo Deutschland auch seine Finger drin gehabt hatte (oder noch hat?).
Begonnen hat alles mit einem Bauprojekt, das die Anwohner der Stadt Istanbul verhindern wollten. Daraus entwickelte sich am Ende eine Protestbewegung um Macht, Meinungs- und Demonstrationsfreiheit. Vor allem ist es eine Bewegung gegen die islamisch-konservative Regierung von Premier Erdogan.
Inzwischen hat Erdogan scheinbar eingelenkt, indem er bei einem Treffen mit Vertretern des Bündnisses gegen das Bauprojekt Zugeständnisse machte. So soll das Bauprojekt im Gezi-Park bis zu einem Gerichtsurteil ausgesetzt werden und danach die Istanbuler Bürger in einer Volksabstimmung befragt werden, was mit dem Bauprojekt werden soll. Irgendwie kann ich nicht glauben, dass am Ende das herauskommen wird, was sich die Mehrheit der Menschen in Istanbul wünscht. Erinnern wir uns mal an Stuttgart 21. Was ist denn da rausgekommen? Der Abstimmungszettel war so seltsam formuliert, dass viele das falsche ankreuzten und doch für den Bau des Bahnhofs stimmten. Irgend so eine Finte wird es in Istanbul auch geben. Warten wir es einfach ab.
Trotz des Einlenks von Erdogan werden die Proteste weitergehen, denn es geht um mehr als um das Bauprojekt, es geht um einen neutralen Staat, der sich vor einer schleichenden Islamisierung fürchtet. Mustafa Kemal Atatürk hatte dies bei der Staatsgründung so gewollt, den Staat und die Religion strikt getrennt. Nun sieht es so aus, als ob sein Nachfolger dies schleichend nach und nach auflösen will.

 

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Viva España – Wie Italien sich blamierte


Das ist gestern vielleicht ein Spiel gewesen. Wer hätte vorher gedacht, dass Italien so untergehen würde. 4:0 haben sie gegen Spanien gewonnen, damit ist den Iberern die Titelverteidigung gelungen. Drei Titel hintereinander zu gewinnen ist die neue Spitzenleistung.
Elefantenkuh Nelly aus dem Seregetipark Hodenhagen hat damit zum zweiten Mal daneben gelegen. Elefantenkuh Mala hingegen, ja, die alte Dame hat den richtigen Riecher besessen.
Erst war sie dafür, dass Italien im Habfinale gegen Deutschland gewinnt, obwohl beide Mannschaften sich noch nicht qualifiziert hatten. Tja, und dann sah sie Spanien als erneuten Europameister. Ein Hoch auf das inoffizielle Fussball-Orakel aus Hamburg. Den beiden Pappnasen Shahruhk und Shanti hat sie es gezeigt, die selbst nur zwei Spiele getippt haben. Mala hingegen tippte zwölf Spiele und lag nur ein einziges Mal daneben. Tja, so gehört sich das. Ihre Trefferquote lag bei über 95 Prozent. Das muss ihr natürlich erst mal einer nachmachen. Aber mit über vierzig Jahren Fussballerfahrung, weiss man auch, wie der Ball gespielt wird. Eine wirklich schlaue Kuh, die laut Jenala einen neuen unschönen Spitznamen von den Besuchern verpasst bekommen hat: Wackelelefant.
Klingt wirklich nicht schön, vor allem soll Mala das ja auch nun viel weniger machen als früher, obwohl es nun mehr auffällt, da sie allein im Gehege steht.
Jenala verweist dann gerne auf den Tatort „Tod im Elefantenhaus“. In einer der ersten Szenen, die im Elefantenhaus spielen, sieht man im Hintergrund einen Elefanten weben (Laien nehmen dies als Nicken wahr). Dieser Elefant ist Mala und sie steht da nicht allein, sondern neben weiteren Kühen.
Also hat es nichts damit zu tun, dass sie allein ist, sondern es ist einfach in ihr drin. Sie muss es tun, wenn sie nichts zu tun hat. Es ist aber erheblich weniger geworden, wie Jenala betont. Seit Hussein tot ist, ist es nicht mehr so extrem. Außerdem würde die Dickhäuterin auch nicht immer nur am Grabenrand stehen und auf Futter warten. Oft hält sie sich jetzt im hinteren Teil des Geheges auf, um ein Schlamm- oder San Bad zu nehmen. Und sie kommt nicht bei jedem Besucher, der sie füttern will. Vor allem Möhrenfitzel will sie nicht haben. Sie ist eben verwöhnt, seitdem sie alleine lebt. Und es bekommt ihr gut, wird Jenala nicht müde zu betonen.
Es wird ja immer nach dem Ergebnis des Obduktionsberichtes von Hussein gefragt. Leider ist da immer noch nichts bekannt oder es ist noch nicht an die Öffentlichkeit geraten. Wenn ich was weiss, wird es hier sofort stehen. Macht euch mal da keine Gedanken, wir wollen ja alle wissen, woran dieser Prachtbursche wirklich gestorben ist.

Ich bin doch jetzt wirklich ein wenig eingeschnappt. Da will ich meinen Blog in so einen Verzeichnis anmelden, und dann wollen die mich nicht. Dabei habe ich alle Forderungen erfüllt, und dennoch schmeissen die mich wieder raus. Nun gut, werde ich es nochmal versuchen, aber nicht heute. Nächte Woche ist auch noch ein Tag. Aber es ist doch wirklich frech. Wie können die so was machen? Ich gebe mir alle Mühe, schreibe nicht nur alle hundert Jahre etwas und dann kommt so was. Da bin ich wirklich beleidigt.

Ach so, noch etwas zum Hamburger Tierpark: Das Eismeer wird wohl innerhalb der nävhsten Tage komplett geöffnet. Warum ich das sage? Jenala hat die Eisbären auf ihrer Anlage gesehen und das bedeutet, dass die Scheibe eingesetzt worden ist. Damit dürfte einer Komplettöffnung nichts mehr im Wege stehen.

 

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Geplatzte Titelträume – Warum die Niederlage der Deutschen geplant war


Der grosse Traum vom EM-Titel ist ausgeträumt. Donnerstagabend hat Deutschland sang- und klanglos gegen den ewigen Angstgegner Italien verloren. Viele sind masslos enttäuscht, dabei ist es doch wirklich nicht überraschend gekommen. Ich wusste bereits, dass Italien verlieren würde, denn Elefantenkuh Mala hatte das bereits letzte Woche entschieden, als noch gar nicht feststand, dass Deutschland und Italien sich im Halbfinale begegnen würden. Die Dickhäuterin ist eben eine ganz schlaue, was sie wieder einmal bewiesen haben dürfte. Aber so wie Deutschland gespielt hat, war es wirklich kein Wunder, dass sie bereits in der ersten Halbzeit mit 2:0 zurücklagen. Die haben gespielt wie die letzten Stehgeiger. Gelähmt, trifft den richtigen Ausdruck. Und es mag nun wirklich nicht daran gelegen haben, dass es sich um den alten Angstgegner Italien handelte. Man hätte die Squadra Azzura besiegen können, doch sie wollten einfach nicht. Ja, dieser Schluss drängt sich mir auf, denn der Finalgegner von Spanien ist für den Confed-Cup in Brasilien qualifiziert. Wir erinnern uns, der Confed-Cup das ungeliebte Kind. Wenn möglich, versucht Deutschland sich davor zu drücken, schliesslich findet der immer ein Jahr vor der Weltmeisterschaft in dem jeweiligen Austragungsland statt. Tja, deshalb ist Deutschland 2008 mit Berechnung zweiter geworden im Finale der Europameisterschaft, denn 2009 wäre es nach Südafrika gegangen. Und wenn es nicht sein muss, fährt man in so ein entferntes Land nun wirklich nicht. Und so sind sie nun einfach im Halbfinale ausgeschieden, denn sie wären ja für den Confed-Cup qualifiziert gewesen, wenn sie ins Finale gekommen wären. Denn Spanien ist als Weltmeister bereits qualifiziert. Und nach Brasilien wollte die deutsche Mannschaft nun wirklich nicht. Also einfach mal verlieren, ist doch eh der Angstgegner, da fällt das nicht so sehr auf. Aber es gibt noch einen viel erheblicheren als den eben genannten. Angela Merkel hatte nach dem Viertelfinal-Spiel gegen Griechenland gesagt, dass sie zum Finale wiederkommen würde, wenn Deutschland denn tatsächlich das schafft. Klitzekleines Problem dabei: Das Finale findet nicht in Polen, sondern in der Ukraine, in Kiew, statt. Und was hatte Merkel noch mal gesagt: Richtig, in die Ukraine werde sie nicht gehen, wie auch andere Politiker nicht, um ein Spiel der deutschen Nationalmannschaft zu sehen. Was also hatte sie getan? Ein Versprechen gemacht, dass sie nicht halten konnte. Wie es aussah, hatte Merkel nicht bedacht, wo nun eigentlich das Endspiel stattfindet. Man sollte eben erst überlegen und dann sprechen. Wäre bei vielen Dingen wirklich besser, wenn es so ist. Und hier scheint Merkel wirklich erst gesprochen und dann gemerkt haben, was eigentlich Sache ist. Kiew ist die Hauptstadt der Ukraine und genau dort findet am morgigen Tag (01. Juli) das Finale statt. Spanien oder Italien, eine der beiden Mannschaften wird am Ende der Sieger sein. Wenn es nach Elefantenkuh Nelly aus dem Serengetipark Hodenhagen geht, wird Italien der neue Europameister sein. Wenn man mal auf 2006 zurückblickt, dann muss es wohl so sein. Denn da verlor Deutschland ja auch im Halbfinale gegen Italien. Bis jetzt lag Nelly ja immer richtig, wenn man mal vom Halbfinalspiel absieht. Elefantenkuh Mala, das inoffizielle Fussball-Orakel, hingegen ist schon ein alter Hase, was den Fussball betrifft. Auf vierzig Jahre Erfahrung mit dem runden Leder kann sie zurückweisen. Ja, die alte Dame weiss, wer das Spiel machen wird. So wusste sie auch, dass Deutschland gegen Italien verlieren würde. Ihre bisherige Ausbeute bei ihren Vorhersagen der EM kann sich sehen lassen. Bis auf ein Spiel – das Eröffnungsspiel – hat Mala immer richtig gelegen. Die alte Kuh weiss, wie der Ball rollt. Und so sagt sie auch, dass Italien gegen Spanien verlieren wird.
Ich persönlich glaube, dass Deutschland erst frühestens 2014 den nächsten Titel gewinnen wird. Denn von 1930 bis 1954 sind es genau 24 Jahre. Im Jahr 1990 wurde Deutschland das letzte Mal Weltmeister. 2014 ist es genau 24 Jahre her. Richtig, ich habe wieder meine seltsamen mathematischen Theorien hervorgekramt. Die ich bei jeder Weltmeisterschaft hervorhole. Bis jetzt hat es ja nie gestimmt, aber dieses Mal bin ich zuversichtlich, dass es doch mal stimmen könnte. Schliesslich findet sie WM 2018 ja in Russland statt. Und da kann man ruhig den WM-Titel gewinnen. Die Reise dorthin ist bekanntlich nicht so weit, aber die Demokratie ist in dem Land mehr als fraglich. Also, nach Nelly wird Italien morgen Europameister werden. Ist doch auch mal was, wo die ja im eigenen Land mal wieder durch irgendwelche Wettbetrügereien gebeutelt sind.
Elefantendame Mala hingegen hat sich für die Spanier entschieden. Ihnen würde damit nicht nur die Titel Verteidigung gelingen, sondern sie würden auch Sportgeschichte schreiben, da sie dann drei Titel hintereinander gewonnen hätten.

Bei Schlecker sollen angeblich am Donnerstag die allerletzten Artikel für 20 Cent verramscht worden sein. So geht eine Drogeriekette ihrem Ende zu. Besser gesagt ist sie jetzt nur noch Geschichte. So wie es auch die SchleckerXL-Märkte sein werden. Nur Ihr Platz hat noch eine reelle Chance weiter zu bestehen. Aber das hat man anfangs von Schlecker auch gedacht. Und nun gibt es die Läden nicht mehr. Ich komme mehrmals im Monat an Räumen vorbei, wo mal Schlecker drin gewesen ist. Sind da aber schon vor anderthalb Jahren raus. Seitdem stehen die Räume leer. Ist auch nicht besonders gross, aber wie wird es nun mit den jetzigen Läden sein? Werden sie wieder belegt werden? Und wenn ja, was kommt da rein?

Wann kommt denn jetzt eigentlich das Obduktionsergebnis vom Elefantenbullen Hussein? Sind die zehn Tage nun schon um oder nicht? Vielleicht bin ich einfach nur ungeduldig, aber ich will endlich wissen, ob meine Vermutung nun stimmt oder ich mich getäuscht habe. Allerdings frage ich mich, ob wirklich das wahre Ergebnis verkündet werden wird.

 

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