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Vegan – Das neue Vegetarisch


Ich geb’s zu, dass ist wahrlich eine komische Überschrift. Aber irgendwie stimmt es. Denn nicht mehr vegetarisch ist in, sondern vegan. Früher verzichtete man nur auf Fleisch, jetzt wird auch noch gleich auf alle tierischen Produkte wie Milch oder Eier verzichtet. Kleidung aus echtem Leder ist dann natürlich auch tabu.
Wo soll die vegane Bewegung hinführen?
Einerseits ist es natürlich nicht verkehrt, sich nur von rein pflanzlichen Produkten zu ernähren. Wenn man allein bedenkt, was für CO2 produziert in der Milchwirtschaft produziert wird. Da hat man doch gleich die Hauptverantwortlichen für die globale Erwärmung gefunden – die Milchkuh! Zudem brauchen sie auch noch massenhaft Futter, was wiederum gewässert werden muss. Und Wasser ist kostbar. Wenn also kaum noch jemand Milchprodukte zu sich nimmt, wird der Wasserverbrauch wie auch die CO2-Produktion gesenkt. Das ist schon einmal ein grosser Vorteil.
Aber man muss weiterdenken. Nur noch pflanzliche Nahrung, die zu sich genommen werden kann. Milchprodukte werden durch Soja- oder Reismilch ersetzt. Besonders Soja hat dabei allerdings einen eher zwiespältigen Ruf, was durch die genveränderten Pflanzen von Monsanto kommt. Inzwischen ist man zu dem Ergebnis gekommen, dass genmanipuliertes Soja für Unfruchtbarkeit verantwortlich ist. Wird zwar immer noch dementiert, aber selbst Bauern haben dieBeobachtung gemacht, die ihre Tiere mit diesem speziellen Soja fütterten.
Ob es Soja aus gentechnisch veränderten Pflanzen ist, kann man anhand der Zutatenliste recht schnell erkennen, da dies in der EU gekennzeichnet werden muss. Wenn allerdings Kühe oder Schweine gentechnisch verändertes Soja gefüttert wird, muss dies nicht gekennzeichnet werden, genauso wenig Schokolade oder Milch.
Also ein indirekter Vorteil für Sojaprodukte.
Dann ist da allerdings die Sache mit den Vitaminen und weiteren Nährstoffen, die wir tagtäglich aufnehmen müssen. Vitamine werden wohl noch aufnehmen können mit veganer Ernährung, aber wie sieht es mit Nährstoffen wie Eisen oder Calcium aus?
Da wird es schon schwieriger, denn nicht überall ist es so reichhaltig enthalten, wie wir pro Tag benötigen. Natürlich können wir Ersatzprodukte zu uns nehmen, in Form von Tabletten, aber wer sagt uns, dass die auch vegan sind? Und vor allem, helfen sie wirklich? Hauptsache, ich habe meine Tabletten, da kann ich ruhig vegan leben. Etwa nach dieser Devise? Nein, lieber nicht. Deshalb wird Schwangeren auch geraten, sich nicht vegan zu ernähren. Kinder sollten in den ersten Lebensjahren ebenfalls auch nicht vegan ernährt werden. Bleibende Schäden können die Folgen sein.
Viele schrecken ja vor einer veganen Ernährung zurück, weil sie davon überzeugt sind, dass sie sich nur von rohem oder gekochten Obst und Gemüse ernähren müssten. Natürlich ist das so. Aber man wirft die Sachen nicht einfach in einen Topf und kocht sie. So wird das Essen wirklich eintönig und langweilig. Nein, man kocht raffinierte Gerichte, die auch noch schmecken.
Was wurde früher die Vegetarier schief angesehen, wenn sie erklärten, kein Fleisch zu essen. Sie wurden als Kühe oder Grasfresser bezeichnet, Grünzeugfresser und ich weiss nicht was. Das hat sich inzwischen gelegt. Dennoch möchte man sich nicht einen vegetarischen Tag in der Kantine aufdrängen lassen, wie es die Grünen vorgeschlagen – oder gefordert? – hatten. Denn dazu sind wir einfach zu sehr Fleischesser. Ein schönes Steak muss auf den Tisch oder ein Schweinebraten. Bei letzterem wird mir persönlich schlecht, aber das hängt bloss damit zusammen, dass ich es einfach nicht vertrage.
Ich ernähre mich zwar weder vegan noch rein vegetarisch, aber Fleisch kommt bei mir höchst selten auf den Tisch. Ich mag es nicht besonders und ein schöner Linseneintopf ist auch nicht zu verachten.
Aber rein vegan mich ernähren? Nein, dazu esse ich viel zu gerne Käse und Mozzarella. Da bleibe ich lieber ein halber Vegetarierer.
Dennoch schon komisch, dass vegan nun so in ist. Die Supermärkte schiessen aus dem Boden und Kochbücher überschwemmen den Buchmarkt. Es wird so weitergehen, jedenfalls die nächste Zeit lang.

Wenn ich momentan im Fernsehen Werbung sehe, kommt immer genau dann, dass bei Max Bahr alles rausgeschmissen wird. Ich will das gar nicht sehen und dort hingehen werde ich auch nicht. Ich bin kein Leichenfledderer. Wobei ich noch dringend ein Foto von einem Max Bahr-Baumarkt machen muss, die ich dann in mein Erinnerungsalbum der verlorenen Marken packe. Muss auch noch schnell zu Toom deswegen, denn die heissen auch bald Rewe Center.

 
2 Kommentare

Verfasst von - 11. Januar 2014 in Blog, Fernsehen, Kultur, Musik, Real life, Sport, Technik, Wetter, Winter

 

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Wasser für die Elefanten


Im Grunde genommen sollte ich gar nichts schreiben, denn irgendwie ist mir die Lust dazu vergangen. Heute morgen war ich noch voller Tatendrang, aber das kommt mir nun wie Tage vor.
Dass die Überschriften diesen Monat von TV-Serien geziert werden, hat sich seit dem vorletzten Eintrag auch irgendwie erledigt, wo ich einen Buch-Titel nahm, weil ich dachte, es sei der Monat mit den Buch-Titeln. Und heute dann wieder ein Titel, der nichts mit einer TV-Serie zu tun hat. Hierbei handelt es sich um ein Buch und auch um einen Film. Der Film wird morgen in den Kinos anlaufen, aber ob der Film empfehlenswert ist, kann ich nicht sagen. Die Kritiken widersprechen sich alle. Die einen halten ihn für sehenswert, bloss die Musik sei nervig, die anderen haben am ganzen Film etwas auszusetzen. „Wasser für die Elefanten“ soll zu seicht sein, der Plot zu abgeflacht und eben einfach nur eine Herz-Schmerz-Kitsch-Schnulze. Wenn das wirklich stimmt – ich werde mich davon überzeugen, wenn der Film auf DVD erhältlich ist -, dann sollte man sich lieber an das Buch halten. Das ist um einiges besser geraten. Vor allem Jenala lobt es, wie gut das Verhalten des Elefanten beschrieben sei. Ganz überzeugend fand ich dann das Buch doch nicht, aber mich stört einfach die Liebesgeschichte da drin. Aber so was hat ja irgendwie in jedem Buch drin sein zu müssen, wie mir scheint. Noch besser sei allerdings das Buch „Hannahs Traum“ von Diane Hammond. Da geht es um einen Elefantenpfleger, der sich seit über 40 Jahren um seinen Schützling Hannah kümmert, nun aber selbst gesundheitliche Probleme hat. Er möchte seiner Elefantenkuh ein neues artgerechtes Zuhause bieten. Eine wirklich rührende Geschichte, nur das Ende ist dann ein wenig zu abrupt gekommen, als sei der Autorin nichts mehr eingefallen. Jenala findet diesen Roman weit besser als „Wasser für die Elefanten“, auch wenn sie das Nachwort sehr Interessant findet.
Wie bekannt ist, war ich in Leipzig und konnte mich mal wieder von der Dreistigkeit der Nachbarn überzeugen. Lei ist inzwischen so sauer auf die, dass sie einen Roman über die schreiben will. Da sie sich aber mit dem Schreiben herzlich schwer tut, soll das Steve übernehmen. Und wenn Steve etwas anfässt, wird das bekanntlich zum Fiasko. Aber mal sehen. Die Kapitel sollen auf einem Blog veröffentlicht werden. Wenn es so weit ist, werde ich bescheid geben. Vielleicht schreiben dann noch andere, was sie mit ihren Nachbarn so alles schon erlebt haben. Ich bin jedenfalls froh, dass ich da weg bin.
Gestern vor 25 Jahren passierte die Reaktorkatastrophe im damals noch sowjetischen, heute ukrainischen Tschernobyl. Wenn man heute nochmals sich ansieht, wie die Menschen damals nach dem Super-GAU dort gearbeitet haben, bekommt man wirklich das Grausen. Die Spätfolgen sind immer noch sichtbar. Und auch wenn es eine Sperrzone gibt, so bringt sie doch nicht wirklich etwas. In der unmittelbaren Umgebung ist alles kontaminiert, aber selbst noch weiter vom Kernkraftwerk entfernt, sieht es nicht besser aus. Das schlimme dort, ist, dass die Menschen Gemüse anbauen und dieses natürlich auch verzehren. Aber der Boden ist noch völlig kontaminiert. Das ist genauso, wie es immer noch bei uns heisst, bloss kein Wild oder Pilze aus Bayern essen. Die Strahlendosis ist eindeutig erhöht, braucht man gar nicht zu leugnen und wird es ja auch nicht -, aber man müsste schon so viel essen, noch dazu jeden Tag, bevor das wirklich schädlich ist. Ausserdem will ich gar nicht wissen, was wir mit der täglichen Nahrung alles für Mist zu uns nehmen. Argentinisches Rindfleisch ist schon seit Jahrzehnten geklont, heisst es. Jedenfalls seit Jahren, das Klonschaf Dolly gibt es ja erst seit 1997. Ausserdem genmanipuliertes Getreide. Da kann man doch gleich sein eigenes Gewächshaus anlegen und weiss dann immer noch nicht, ob das wirklich öko ist. Wir Verbraucher werden wirklich für dumm verkauft. Genfutter, das Tieren verfüttert wird, braucht am Ende nicht gekennzeichnet zu werden auf den Etiketten, denn die Tiere selbst nehmen es ja nur auf. Erinnert mich an Seehofer, der so für Genfood war. Hat sich dann unter der Aigner ein wenig gebessert, aber vielmehr auch nicht. Monsanto ist immer noch die Genfood-Mafia und beherrscht den Weltmarkt. Dabei ist erwiesen, dass Tiere, die genmaipuliertes Futter bekommen, unfruchtbar wird. Und nun stellen wir mal einen Zusammenhang zu der wachsenden Kinderlosigkeit der Menschheit in den Indrustrieländern. Und zwar zu denen, die auch ein Kind wollen, aber keines bekommen, obwohl sie klinisch gesehen völlig gesund sind. Woher mag das bloss kommen? Ja, woher bloss. Gut, eine gewagte Vermutung, aber mit Tierversuchen werden doch auch Krankheiten von Menschen erforscht. Also passt das doch auch zusammen.
Jetzt bin ich wieder vom hundersten ins Tausendste geraten. Aber es musste sein.
Schalke hat verloren, ob sie es noch schaffen werden? Wir werden es sehen, denn die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.

 

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