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Linkshänder können auch im Traum Lesen und Schreiben – Ein Tag im April


Amerikanische Hirnforscher haben in einer Studie herausgefunden, dass Linkshänder im Gegensatz zu Rechtshändern während sie träumen, Lesen und Schreiben können. Noch sind nicht alle Ergebnisse der Studie veröffentlicht, aber es lässt sich schon so viel sagen, dass die Bereiche des Lesens und Schreibens, die wir im Alltag nutzen, auch bei Linkshändern im Traum aktiviert ist. Momentan vermutet man, dass dies damit zusammenhängt, weil dieser Bereich bei Linkshändern durch das Schreiben mit der linken Hand andere vernetzt ist. Weitere Studien dazu müssen noch erfolgen.
Wie ich auf diese Studie aufmerksam geworden bin?
Kürzlich in der Redaktion, als wir mal wieder nicht Sigi
ich was zu tun hatten, sagte unser Text Chef, dass er heute Nacht wieder einmal geträumt habe, er solle einen Artikel schreiben. Unser Chef, das Frettchen, würde ihm im Nacken sitzen und andauernd fragen, wo denn der Artikel bliebe. Als er dann das bisher Geschriebene sehen wollte, ist das Dokument leer, denn unser Text Chef hatte bisher noch nichts zu Papier gebracht.
„Es war, als sei ich auf einmal Analphabet geworden. Ich konnte die Uchstaben meiner Nptizen erkennen, aber nicht, was sie für Wörter bildeten. Nicht einmal Schreiben konnte ich mehr. Ein Alptraum! Ich hatte die Fähigkeiten verloren mit denen ich mein Geld verdiene.“
„Ich kann in meinen Träumen auch nie was Lesen. Wenn ich irgendwo Wörter stehen habe, weiss ich nicht, was da steht. Nur Bilder kann ich erkennen“, Daten eine Kollegin.
„Darauf habe ich noch nie geachtet“, sagte eine weitere Kollegin, „aber ich glaube, ich kann’s auch nicht.“
„Ich lese dauernde irgendwelche Zeitungsartikel oder Buchrücken, wenn ich träume. Das geht ohne Probleme“, mischte ich mich ein.
„Natürlich!“, sagte meine Lieblingsfeindin. „Du kannst das. Was kannst du eigentlich nicht?“
„Ich kann auch Lesen und Schreiben, wenn ich träume“, rief unsere Fotoredakteurin dazwischen, die unser Gespräch verfolgt hatte. Hier hört jeder alles.
„Und wieso könnt ihr beide das und wir nicht?“, fragte unser Text Chef in die Runde.
Es herrschte Schweigen, denn niemand wusste darauf eine Antwort. Nur das Klappern einer Computertastatur war zu hören.
Ich selbst hatte mir darüber auch noch die Gedanken gemacht. Für mich war es immer selbstverständlich im Traum Lesen und Schreiben zu könne, dass ich davon ausging, jeder könne das.
„Du bist doch Linkshänder, oder, Spasco?, wollte die indische Perle wissen.
„Ja, wieso?“
„Tja, damit ist klar, warum du im Traum Lesen und Schreiben kannst und wir nicht. Das können nämlich nur Linkshänder.“
„Aber ich bin Rechtshänder“, protestierte die Foto Redakteurin.
„Dann bist du eigentlich Lonkshänder, hast dich aber auf die rechte Hand umpolen lassen.“
„Kann gar nicht sein, ich war immer schon Rechtshänder.“
Unsere Fotoredakteurtin wollte es nicht glauben.
Ich war zu Anfang auch Rechtshänder, habe aber immer wieder Buchstaben seitenverkehrt geschrieben, sodass man irgendwann zu dem Schluss kam, dass müsse mit meiner Schrei Hand zu tun haben. So würde ich Linkshänder.
Und nun erfuhr ich, dass ich tatsächlich Linkshänder war, denn diese Studie, die ich daraufhin im Internet bei meiner Recherche fand, sagte es eindeutig.
Ist das nicht eine gute Sache? Nun können vermeintliche Rechtshänder ganz leicht herausfinden, ob sie nicht in Wirklichkeit Linkshänder sind. Dafür muss man sich allerdings erst einmal an seine Träume erinnern.

Der Autohersteller Toyota hat ein neues Werbegesicht. In der Vergangenheit sangen Affen den Slogan „Nichts ist unmöglich“. Damit war Toyota in aller Munde, blieb im Gedächtnis. Dann wurde die Werbestrategie geändert und auf einmal gab es keine singenenden Affen mehr. Stattdessen wurden langweilige, aber aufwendig produzierte Werbespots gedreht. Leider nicht mit dem gewünschten Ergebnis. Die Kosten für die Spots waren höher als der Gewinn durch verkaufte Autos. Zum vierzigsten Jubiläum gab es dann ein Comeback der singenden Affen. Ein Stück Nostalgie war zurückgekehrt. Aber dann wurde es wieder langweilig. Ich weiss nicht einmal, ob Toyota überhaupt noch Werbung macht.
Nun hat sich der japanische Autohersteller etwas Neues überlegt. Die Affen werden nicht zurückkehren, aber dafür ein anderes Tier, das grosse Sympathien weckt. Ein asiatischer Elefant. Aber es ist nicht ein x-beliebiger asiatischer Elefant, der das neue Werbegesicht von Toyota wird. Nein, es ist Elefantendame Mala. Europas klügster Elefant wurde nach einer großen Vorauswahl zur Siegerin bestimmt. Fortan wird Toyota mit ihr für seine Autos Reklame machen.
Von Vorteil war, dass die Elefantendame keine Angst vor Kameras hat, sich gerne in Szene setzt und vor allem bereits Erfahrung im Testen von Autos hat.
Ja, vor zwölf Jahren testete Mala im Auftrag der Zeitschrift Auto-Bild Kastenwagen von verschiedenen Firmen.
Auch nun soll sie Autos testen, allerdings nicht selbst fahren, denn dazu bräuchte sie erstens einen Führerschein und zweitens ein Auto, wo sie auch wirklich rein passt. Aber vielleicht baut Toyota ihr ein Auto, dass genau auf sie zugeschnitten ist. Dann könnte Mala durch die Gegend brausen oder sie überlässt das Fahrzeug mal zeitweise der lieben Indra, denn die soll Autofahren angeblich auch ganz toll finden.
Mala soll das ideale Werbegesicht für Toyota sein, denn mit ihr kann der Autohersteller werben, dass die Autos sehr robust seien und sogar einen Elefanten aushalten. Und Mala freut sich, dass sie wieder einmal über ihre Lieblngsfeindin Mogli triumphieren kann. Die hätte es bisher nur geschafft, für das teuerste Objekt Hamburgs Werbung zu machen – der Elbphilharmonie.
Bezahlt wird Mala für ihren Job natürlich auch. Aber nicht in Naturalien, sondern in Euro. Das Geld wird für Mala verwaltet und dann für einen großen Wunsch von ihr verwendet werden. Nein, nicht um die Schiedsrichter zu bestechen, damit St. Pauli in der Zweite Liga bleibt, sondern für einen ganz großen Wunsch, den sie seit Jahre hegt.

So, liebe Leser, was ist nun wahr und was falsch? Oder ist vielleicht beides wahr oder etwa beides nur ein Aprilscherz? Findet es heraus.

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Geld-Sanierung durch Unrecht?


Horst Seehofer kann zufrieden sein, denn sein Lieblingskind, die PKW-Maut, wurde vom deutschen Bundestag beschlossen. Eher von der grossen Koalition, die unter anderem aus der CSU besteht, die das auch vorangetrieben hatte. Wie ich schon sagte, Seehofers Lieblingskind.
Ab dem nächsten Jahr soll die PKW-Maut also kommen. Aber nicht für in Deutschland zugelassene Autos, sondern für alle nicht in Deutschland zugelassenen Autos. Denn wir sollen angeblich keine PKW-Maut zahlen, dass würde bei uns mit der KFZ-Steuer vergolten. Was sich erst einmal ganz toll anhört, ist es bei näherer Betrachtung weniger. Denn die Höhe der KFZ-Steuer soll neu berechnet werden. Einige PKW-Halter werden dann weniger zahlen, aber sehr wahrscheinlich wird der Mehrheit natürlich tiefer in die Tasche gegriffen. So ist es meistens. Aber drastische Erhöhungen wird es nicht geben. Ausserdem muss man es so oder so zahlen. Wenn die Maut nicht kommt, wird die KFZ-Steuer dennoch gezahlt werden müssen. Das eine, was man will, das andere, was man muss.
Zweifel bestehen aber noch, ob die PKW-Maut dem EU-Recht entspricht. Denn praktisch werden durch die Maut nur Ausländer belastet, die mit ihren eigenen Wagen, die nicht in Deutschland zugelassen sind, über Deutschlands Autobahnen brausen. Wir selbst zahlen nichts extra. Und das ist das Problem. Denn durch diese „einseitige“ PKW-Maut werden Ausländer benachteiligt. Und das widerspricht EU-Recht, wo es heisst, dass niemand in einem Land benachteiligt werden dürfe, auch wenn er nicht dessen Staatsangehörigkeit besitzt.
Alexander Dobrindt hingegen ist davon überzeugt, dass die PKW-Maut dem Europarecht entsprechen würde. Denn während die ausländischen Fahrer Vignetten kaufen können, die für wenige Tage gelten, müssten wir Deutschen Jahresvignetten kaufen. Also KFZ-Steuer gleich Jahresgebühr.
Müssen wir dann auch so doofe Bildchen ins Fenster kleben, wie das in Österreich und weiteren europäischen Ländern der Fall ist? Hoffentlich kriegt man die wieder ab.
Es war doch mal die Debatte angefacht worden, dass die Nummernschilder überprüft werden sollen. Wie sieht das nun aus?
Man darf gespannt sein, ob die EU die beschlossene PKW-Maut billigt. Einige EU-Länder hatten bereits im Vorfeld angekündigt, zu klagen, falls eine Maut kommen sollte.
Indirekt finde ich es gerecht, dass Deutschland eine Maut für die Autobahnen verlangt. Wir müssen doch auch beispielsweise in Österreich oder Italien Gebühren für die Nutzung der Autobahnen zahlen. Aber wenn die auf einmal bei uns zahlen sollen, da ist das Geschrei natürlich gross.

Das Leipziger Elefantenmädchen hat die Operation relativ gut überstanden. Damit sie nun ihre Beine nicht zu stark belastet, hängt sie nun in einem Tragegurt, der ihre Hinterbeine entlastet.
Durch eine Magensonde bekommt sie alle paar Stunden Milch zugeführt. Ob es sich um Muttermilch oder Ersatzmilch handelt, weiss ich nicht. Theoretisch ist Muttermilch natürlich die beste Lösung und solange Hoa sich das „abmelken“ gefallen lässt, soll man das machen.
Aber ich frage mich immer noch, wie sich das Kuhkalb diesen Oberschenkelbruch zugezogen hat. Es soll wohl passiert sein, als die Tanten versucht hätten, sie aufzurichten. Wie rabiat sind Don Chung und Trinh denn vorgegangen? Und dann sagt man immer noch, dass Hoa vor zwei Jahren mit voller Absicht ihr erstes Jungtier getötet hätte. Dagegen halte ich immer noch und sage, dass sie einfach zu fest zugetreten hat. Aber nicht mehr zu ändern.
Nun geht das hoffen weiter, ob noch alles gut gehen wird.
Hoa kann Sichtkontakt zu ihrer Tochter aufnehmen. Besser als nichts. Natürlich ist Rüsselkontakt besser, nur kann da immer die Gefahr bestehen, dass Hoa ganz verwirrt ist von den Seilen und den Verbänden und diese abreisst. Vielleicht würde sie auch ihre Tochter anstupsen, eventuell ein wenig zu fest. Da kann alles mögliche passieren. Bei einem Rüsselkontakt müsste man eine Absperrung so gestalten, dass Hoa gerade einmal mit der Rüsselspitze zu ihrer Tochter gelangen kann. Aber nur bis zu deren Kopf oder aber dem Rüssel? Die Frage aller Fragen, denn da kann auch allerhand passieren. Dann lieber nur Sichtkontakt.

Gestern wurde das EM-Qualifikationsspiel Russland gegen Montenegro in der 67. Minute abgebrochen, nachdem ein Elfmeter vergeben und die Betreuer beider Mannschaften aufeinander losgingen. Bereits nach nicht einmal einer halben Minute wurde das Spiel bereits für längere Zeit unterbrochen, nachdem Igor Akinfejew, der russische Torwart, ein brennender Feuerwerkskörper – genauer eine Leuchtrakete – am Kopf traf. Mit Brandverletzungen kam Akinfejew ins Krankenhaus. Inzwischen hat er Entwarnung gegeben, es gehe ihm schon wieder besser.
Nach diesem Vorfall, das Spiel hätte eigentlich abgebrochen werden müssen, ging die Partie schliesslich 33 Minuten später weiter. Die Stimmung unter den Fans war aufgeheizt, weitere Gegenstände wurden geworfen und die Spieler trugen auch nicht gerade zur Entspannung der ganzen Situation bei. Der Spielstand betrug 0:0. Dann wurde auf Elfmeter für die entschieden, doch Schirokow verschoss. Daraufhin gab es überhaupt kein Halten mehr. Die Situation eskalierte und der deutsche Schiedsrichter Deniz Aytekin entschied diesmal das Spiel abzubrechen.
Russlands Nationaltrainer Fabio Capello hat gesagt, dass Aytekin das Spiel bereits nach dem ersten Vorfall abbrechen wollte, als Akinfejew von der Leuchtrakete getroffen worden war. Dagegen hätte der Uefa-Delegierte auf eine Fortführung bestanden. Genützt hat es schliesslich nichts und das Spiel wurde doch abgebrochen, wenn auch erst in der 67. Minute.
Nun drohen Montenegro drastische Strafen. Klar sein dürfte, dass das Spiel 3:0 für Russland gewertet wird. Das ist bei einem Spielabbruch eigentlich immer so. Allerdings müsste man hierbei auch noch beachten, wie sehr die russischen Spieler und Fans provoziert haben und letztendlich eine Mitschuld an dem Abbruch tragen. Dennoch wird an der 3:0-Wertung sicherlich nicht gerüttelt werden. Man wird nur darüber entscheiden, ob Montenegro iseine nächsten Heimspiele in einem anderen Land austragen oder unter Ausschluss der Offentlichkeit, also ein Geisterspiel, austragen muss.
Anhand dieses Spiel kann man wieder einmal sehen, dass die Spieler eigentlich Vorbilder für die Fans sein müssten. Aber auch diese bekriegten sich, heizten die Stimmung dadurch nur noch mehr an. Wie sollen denn die Fans dann reagieren?
Morgen wird die deutsche Nationalmannschaft ihr nächstes Spiel in der Em-Qualifikation bestreiten. Gegen Australien hatte es nur ein müdes Unentschieden gegeben, wobei man bedenken muss, dass das ein B- oder C-Team auf dem Rasen stand.
Gegen Georgien soll nun alles besser werden. Das ist auch nötig, denn drei Punkte sind dringend erforderlich, wenn man sich für die EM in Frankreich qualifizieren will.
Elefantendame Mala, die schon sehnsüchtig dem nächsten Samstag entgegenfiebert, hat sich für einen Sieg der deutschen Nationalmannschaft entschieden. Georgien sei zwar eine Mannschaft, die man nicht unterschätzen dürfe, aber wenn Deutschland mal wieder mehr Glück als Verstand habe, werden sie das schon schaffen.
Die Pusteblume hat sich ähnlich wie Mala entschieden. Auch sie geht davon aus, dass die deutsche Nationalmannschaft gewinnen wird. Jonas bleibt natürlich skeptisch, schliesslich kennt er ihre schlechte Quote. Aber seitdem er eine neue Methode ausprobiert, ist es schon sehr viel besser geworden, wie er findet.
Und warum fiebert Mala nun dem Samstag in einer Woche entgegen? Ja, da wird ihr Wohnort wieder geöffnet. Zwar hätte sich Mala gefreut, schon am Karfreitag bewundert zu werden, aber da muss sie sich noch ein wenig gedulden. Sie möchte halt bewundert werden. Und natürlich freut sie sich auch auf Mittwoch, denn da ist bekanntlich der erste April und auf dieser Seite erscheint immer ein Artikel mit Aprilscherzen und wahren Gegebenheiten, wo die alte Kuh auch immer vorkommt. Was es dieses Mal ist? Na, das verrate ich jetzt doch nicht.

 

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Die EU – Nur heiße Luft?


Das fragt man sich momentan wirklich. Denn einerseits zwingt uns die EU die blödsinnigsten Sachen auf, wie nun die BIC und IBAN oder die maximale Lautstärke in einem Orchestergraben. Die Krümmung einer Gurke haben sie wenigstens zurückgenommen.
Ansonsten sorgt die EU auch nur für Ärger, jedenfalls bei uns Europäern.
Wenn irgendwo etwas passiert, kann die EU sich nicht einig werden, was sie tun. Nur nicht zuviel, vielleicht was anmerken, aber mehr auch nicht. So auch in der Ukraine. Beobachtet wird, was dort geschieht, kommentiert, aber wirklich getan wird nichts. Keine Sanktionen, überhaupt nichts. Nun gut, ich erwarte und verlange gar nicht, dass die EU geschlossen Militär in die Ukraine schickt, damit es dort wieder halbwegs normal zugeht. Aber was genau macht die EU eigentlich?
Das fragte sich wohl auch die US-Europabeauftragte Victoria Nuland. Jedenfalls sagte sie in einem Gespräch mit dem US-Botschafter in Kiew den Satz „Fuck the EU!“
Dieser Satz wird nun heftigst diskutiert. Aber wieso eigentlich? Das Gespräch hätte gar nicht in die Öffentlichkeit gelangen dürfen. Aber wie es nun einmal so ist. Jeder hört jeden ab, nicht nur der Nachbarn seinen Lieblingsfeind, weil er noch an die Stasi glaubt, sondern auch ein Geheimdienst den anderen oder ein Land das andere. Hier soll der russische Geheimdienst das Gespräch abgehört und dann veröffentlicht haben.
Was das bringen sollte? Nun ja, ich vermute, dass damit ein Keil zwischen die EU oder deren einzelne Länder und die USA getrieben werden soll. Bei Deutschland scheint es bereits zu wirken. Bundeskanzlerin Angela Merkel ist sehr empört, wie sich über die EU geäussert wurde. „Absolut inakzeptabel“ sei dies.
Ach was! Es gibt Schlimmeres, denn was ist denn schon die EU? Welche Macht hat sie? Sie denkt sich mit ihren ganzen Zusammenschlüssen aus Ländern die blödsinnigsten Gesetze aus, aber mehr passiert doch nicht. Jedes einzelne Land hat immer noch mehr Macht, als die EU. Wer wird eher wahrgenommen? Deutschland, Frankreich oder die EU? Richtig, das einzelne Land. Und so wird es auch ewig bleiben. Man kann die EU keinesfalls mit den USA vergleichen. Denn die EU ist kein Staatenbund, sondern ein Zusammenschluss von Staaten, die alle ihre Oberhoheit behalten. Es gibt keine einheitlichen Gesetze, die in jedem Land gelten. Jedes Land hat andere.
Um noch einmal zu dem Satz von Victoria Nuland zu kommen. Wenn man sich den Mitschnitt vor dem Satz anhört, wird deutlich, dass der Satz so gemeint ist, dass man die EU vergesse könne. Das kann man netter ausdrücken oder eben so wie es Victoria Nuland getan hat.
Steht der Satz allein, wird es natürlich als Beleidigung aufgefasst. Aber wenn man den Zusammenhang versteckt, versteht man den wahren Sinn des Satzes.
Nun ist die Aufregung erst einmal gross. Victoria Nuland musste sich entschuldigen. Das nächste Mal sollte sie sich vielleicht harmloser ausdrücken oder auf ein abhörsicheres Telefon zurückgreifen.
Denn nicht nur die NSA kann deutsche Politiker aushorchen, sondern auch der russische Geheimdienst die Amerikaner. Ha, ha, vom Abhörer zum Abgehörten.
Aber so lustig ist das auch wieder nicht. Denn wo hört denn jemand nicht mit? Dieser Artikel wird mitgelesen und auf verdächtige Schlüsselwörter überprüft, genauso Emails oder Handy- und Telefongespräche. Wahrscheinlich sind unsere Wohnungen noch verwanzt, dass wir wie zu ‚guten‘ alten Sowjetzeiten in die Badezimmer gehen und die Wasserhähne aufdrehen müssen.
Aber im Grunde hat Victoria Nuland recht. Was macht die EU denn schon? Spielt sich gross auf, aber wenn es hart auf hart kommt, macht sie nichts. Auch in der Ukraine beobachtet die EU nur, wie ich bereits oben erwähnte. So ist das nun einmal.
Und mal ganz ehrlich, so ein Staatenbund die die USA wird die EU nie werden. Da kann Merkel noch so sehr beleidigt sein. Es ist einfach so. Denn die europäische Geschichte ist eine völlig andere. Es wird nie ein vereinigtes Europa geben. Das merkt man schon daran, dass man sich nicht auf eine gemeinsame Sprache einigen kann, aber das ist eine andere Geschichte, die ich in nächster Zeit aufgreifen werde.

Hat sich jemand gestern die Eröffnungsfeier der 22. olympischen Winterspiele angesehen? Ich habe erst eingeschaltet, als das russische Alphabet irgendwelche russichen Errungenschaften, Schriftsteller oder Komponisten zeigte. Wir wissen jetzt also, dass das Fernsehen eine russische Erfindung ist und es nicht die Amerikaner erfunden haben, wie wir immer gedacht haben.
Tja, ganz rund lief die Eröffnungsfeier dann doch nicht. Von den fünf Schneeflocken öffnete sich eine nicht zu einem der olympischen Ringe, sondern blieb eine Flocke. Es war der rote Ring, der für Amerika steht. Da wurden gleich wieder Verschwörungstheorien aufgebracht, aber weder die Russen noch die Amerikaner werden davon etwas mitbekommen haben. Denn in beiden Ländern lief die Veranstaltung nicht live, sondern zeitversetzt. In Russland sind Livesendungen sogar verboten. Wenn es das Fernsehen zur Zarenzeit gegeben hätte, wäre eine Livesendung sicherlich schon damals verboten gewesen. Und in den USA ist alles um wenige Sekunden verschoben, seitdem es beim Super-Bowl einmal einen Busenblitzer gab. Alle mit zeitversetzter Übertragung sahen die Bilder der Generalprobe, wo sich alle Flocken zu den olympischen Ringen geöffnet hatten.
Bei einigen menschlichen Figuren, wie der wehenden Flagge oder dem grossen Kreis bei den Rollschuhfahrern, war auch nicht alles gleichmässig. Da standen sie alle dicht aufeinander und es gab Lücken. Aber so was gibt es nun einmal. Da ich aber gerne überall herumkrittele, musste ich es einfach mal erwähnen. Vor allem, da ja die reine Perfektion angekündigt worden war. Aber was ist schon perfekt?
Spekulationen gab es bis zum Ende, wer wohl das olympische Feuer entzünden würde. Ich hatte immer scherzhaft Putin gesagt, was tatsächlich spekuliert worden war. Dafür soll seine angebliche Geliebte, unter anderem die Fackel getragen haben. Davon hatte ich bisher noch nichts gehört, aber man lernt nie aus.
Bei manchen Ländern, die mitmachen, ist man ein wenig verwundert, wie dem Libanon oder auch Pakistan, aber die meisten dieser Atlethen sind entweder eingebürgert oder besitzen das nötige Kleingeld, um sich das leisten zu können.
Die deutsche Olympia-Kleidung ist meiner Meinung nach ein wenig zu bunt. Die Sportler sehen darin beinahe aus wie Kakadus. Ja, ich weiss, Kakadus sind nicht so bunt, meist eher weiss. Dann sind sie eben so bunt wie Paradiesvögel. Und da fällt mir wieder die Augsburger Puppenkiste bei ein. In der Serie „Die drei Dschungeldetektive“ sang ein gelber Paradiesvogel in jeder Folge sein Lied. Nun gut, ich schweife ab.
Als Favoriten auf die Goldmedaillen gelten die Amerikaner und die Russen. Die Deutschen wären angeblich schon froh, wenn sie nur in die Nähe der Medaillenränge kämen. Also mal keine Medaillenvorgabe. Bisher wurde diese auch immer verfehlt. Da sagt man lieber nichts und ist am Ende überrascht.

Die Zweite Bundesliga hat gestern begonnen und Elefantendame Mala meldet sich pünktlich aus der Winterpause zurück. Während an ihrem Wohnort noch alles geschlossen hat, wird Mala mit neuem Elan und grosser Freude, wie an jedem Spieltag der 2. Liga die Spiele des FC St. Pauli tippen. Und was sagt die alte Kuh zum Spiel St. Pauli gegen Arminia Bielefeld? Sie tippt auf ein Unentschieden. Wenn sie das sagt, wird es wohl so kommen. Bisher hat Mala kaum bei einem Spiel danebengelegen.

Und ich habe mir überlegt, aus meinen besten Blogartikeln ein Buch zu machen. Damit sie jeder immerzu und ständig lesen kann, ohne dazu ins Internet gehen zu müssen. Wird noch ein wenig dauern, aber das Heraussuchen der Artikel will wohlüberlegt sein.

 

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Eures kann nur Unseres sein – Russland gibt Beutekunst nicht her


Erst kommt die Flut, dann die unerträgliche Hitze, besser Schwüle, und nun wieder das Wasser, sogar in Form von Hagel.
So langsam fragt man sich, was das dieses Jahr wettertechnisch eigentlich werden soll.
Erst ein Winter, der nicht aufhören will, dann kommt der Frühling viel zu früh, um nur wieder in Kälte zu verschwinden, das man glaubt, es wird wohl dieses Jahr gar nichts mehr mit angenehmeren Temperaturen werden. Schliesslich wird es doch noch wärmer, aber nun kommt der Regen und es hört gar nicht mehr auf zu regnen. Wasser noch und nöcher. Wie bei Goethes Zauberlehrling kann man sich die Fluten vorstellen, die da ankamen, alles unter Wasser setzten und am Ende eine Spur der Verwüstung hinterliessen.
Der Schaden durch die Flut geht in die Milliardenhöhe – zweistellig wohlgemerkt. Wirklich verhindern konnte man das wohl nicht. Denn das Wetter macht einem immer einen Strich durch die Rechnung.
Dennoch ist es in diesem Jahr wirklich extrem. Das hat hier vor wenigen Tagen nicht nur einfach geregnet, sondern auch gehagelt. Ich glaube das einfach nicht. Hagel im Juni habe ich noch nie erlebt.
Ist allerdings alles logisch erklärbar. Schuld hat die Erderwärmung, die dafür sorgt, dass wir unter diesem Wetterchaos leiden müssen. Und wer ist an der globalen Erwärmung schuld? Tja, da versuchen alle Länder dieser Erde sich gegenseitig den schwarzen Peter zuzuschieben. Am besten geben wir diesen doch den USA und China zu beiden Teilen. Beide wollen auch nicht sich vorschreiben lassen, dass sie ihre CO2-Emissionen verringern wollen. In China werden weiter munter Kohlekraftwerke gebaut, in Peking kann man an einigen Tagen kaum noch seine Hand vor Augen sehen. Das ist der Smog, schlimmer als in den USA. Wir selbst können daran nichts ändern, nicht einmal Obama kann das. Er kann grossartig sagen, wir werden was ändern, aber wenn es nicht im Kongress durchkommt, weil dort die Mehrheit aus Republikanern besteht, ist es eben so. Das rigorose Sparprogramm haben die Republikaner auch zu verantworten, weil sie sich mit den Demokraten nicht einigen konnten.

Bundeskanzlerin Merkel ist in Russland und hat Puntin aufgefordert, Beutekunst zurückzugeben. Ein aussichtsloses Unterfangen, denn Putin interessiert so was überhaupt nicht. Vor allem, weil Russland seit 1998 ein Gesetz hat, wo es heisst, dass Beutekunst russisches Staatseigentum ist. Unter Bundeskanzler Schröder wurde dies dann akzeptiert, was mich damals masslos aufgeregt hat. In Deutschland wird selbst jetzt noch alles zurückgegeben, wo sich herausstellt, dass es Beutekunst ist bzw. unrechtmässig beschlagnahmt wurde. Aber Russland hat so was nicht nötig, obwohl sie Massen gehortet haben.
Putin hat versucht elegant zu kontern. Man solle endlich aufhören, die Rückgabe der Kunstschätze zu fordern, ansonsten könnte die Türkei die Rückgabe des Troja-Schatzes fordern. Machen sie wahrscheinlich schon in Russland.
Diese „elenden“ Rückgabeforderungen begannen mit Ägypten und enden mit der Türkei. Die fordert inzwischen zurück was sie in die Hände kriegen kann. Weiss es jetzt nicht genau, aber der Pergamon-Altar dürfte auch darunter sein. Dabei wurde dieser damals vor der Zerstörung gerettet, denn die Anwohner zermahlten den Marmor. Und überhaupt: Was macht die Türkei denn mit ihren Staudämmen? Da wird nicht nur ein erheblicher Teil der Landschaft unter Wasser gesetzt, sondern auch antike Stätten unter den Fluten begraben. Aber das scheint die Türkei nicht zu interessieren. Gegenstände in Museen zu bunkern ist doch viel schöner. Was da war, kann man in Ägypten sehen. Wobei der Überfall auf das Ägyptische Museum mit ziemlicher Sicherheit geplant war. Denn die Demonstranten hatten das nie im Sinn. Warum sollten sie das auch tun? Sie waren gegen Mubarak gewesen und wollten nicht die Touristen vergraulen oder sogar ihr eigenes ägyptisches Erbe klauen und zerstören. Einige Gegenstände sind weiterhin verschollen, vielleicht werden sie wieder auftauchen, vielleicht nie mehr, weil sie in den Händen obskurer Sammler gelandet sind.
Ich bin vollkommen abgeschweift. Die deutsche Beutekunst in russischer Hand ist anders gelagert. Denn diese wurde damals bewusst mitgenommen und hätte zurückgegeben werden müssen. Sollte irgendein Vertrag von der DDR unterzeichnet worden sein, so ist fraglich, ob dieser gültig ist.
Die USA haben auch einige Dinge mitgenommen. Das beste Beispiel ist der Schatz des Quedlingburger Doms. In den 1990er Jahren kamen bis auf wenige Stücke alles an den früheren Standort zurück. Bloss die Bibel wurde für teures Geld gekauft, obwohl es diese auch für lau gegeben hätte. Da war Deutschland etwas zu forsch gewesen.
Die Frage, ob Deutschland seine Schätze von Russland zurückerhalten wird, bleibt eine spannende Frage. Ich persönlich finde es gut, dass Merkel es angesprochen hat. Nicht nur, weil momentan Beutekunst in der Eremitage gezeigt wird. Es ist etwas, das endlich geklärt werden sollte. Es kann nicht sein, dass Russland sich wie der letzte Staat benimmt und alles für sich beansprucht.
In der nächsten Zeit wird Deutschland seine Schätze nicht zurückbekommen. So lange Putin an der Macht ist, sowieso nicht. Und wann der abtreten wird, ist eine unendliche Geschichte. Der wird wohl noch aus seinem Grab regieren.

Nachdem bekannt wurde, dass der US-Geheimdienst NSA systematisch Internetnutzer ausspioniert hat, wurde nun bekannt, dass Grossbritannien weitaus schlimmer ist. Das perfide hierbei: Der britische Geheimdienst GCHQ zapft die Transatlantikkabel an. Also weltweit werden die Telefon- und Internetnutzer ausspioniert. Damit nicht genug. Die Erkenntnisse werden munter mit den US-Kollegen geteilt. Na, da freut man sich doch, wenn man das nächste Mal zum Telefon greift oder aber ins Internet geht.
Sogar den Verlauf des Webbrowsers speichert der GCHQ, selbst wenn man in völlig unbescholtener Bürger ist. Ich will gar nicht wissen, wo überall meine Daten gespeichert sind, bloss weil ich im Internet war oder telefoniert habe. Geht doch wirklich niemanden etwas an, was ich mache und wieso. Vor allem geht niemanden etwas an, was ich in meine Emails schreibe. Das geht nur Sender und Empfänger etwas an. Allerdings scheint das nicht einmal den deutschen Staat zu interessieren, der die Emails nach verdächtigen Worten überwacht. Also wenn ein bestimmtes Signalwort erscheint, wird gleich die ganze Nachricht durchwühlt und dann wahrscheinlich auch noch der Sender und natürlich der Empfänger.
Warum wird sich eigentlich darüber beschwert? Wir leben in einem Überwachungsstaat, auch wenn das immer bestritten wird. Die Videoüberwachung ist gang und gebe, selbst im Fussballstadion.
Natürlich ist es empörend, wie da Daten gesammelt werden, doch viel können wir dagegen kaum verrichten. Entweder wir nehmen es hin oder wir telefonieren nicht mehr und mit dem Internet ist auch Schluss. Kehren wir lieber zurück zum guten alten Briefe schreiben. Aber vielleicht wird das auch durchleuchtet. Also nur noch treffen und dann reden? Hoffentlich sind da keinewanzen versteckt, die die eigenen Gespräche aufnehmen.
Also vor Lauschangriffen und Daten abgreifen ist man nicht wirklich sicher. Ausser man geht auf eine einsame Insel, da dürfte dann nichts mehr passieren. Allerdings nur so lange wie man völlig auf Internet und Telefon verzichtet.
Edward Snowden, der den Stein ins Rollen brachte, wird von den USA wegen Spionage mit Haftbefehl gesucht. Noch können sie seiner nicht habhaft werden, aber das ist nur eine Frage der Zeit. Und wenn sie sein Hotelzimmer in Hongkong stürmen und ihn in einer Nacht-und-Nebel-Aktion in die USA verschleppen. Wäre nicht das erste Mal, Hilfe können sie sich vom israelischen Geheimdienst holen, der hat mit so was Erfahrung.

Da an diesem Wochenende mal wieder gar nichts Gescheit es im Fernsehen läuft (Sommerpause), empfehle ich einen kleinen Blick auf meine Rubrik LESENSWERT zu werfen.

 
Ein Kommentar

Verfasst von - 22. Juni 2013 in Ägypten, Bücher, Blog, Kultur, Real life, Sommer, Technik, Wetter

 

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