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HSV – Abstieg in die Bedeutungslosigkeit?


Das gefällt der GDL nun gar nicht. Da haben sie sich breitschlagen lassen, um mit der Bahn zu verhandeln und dann beschliesst der Bundestag doch einfach das Tarifeinheitsgesetz. Das heisst, dass nicht mehr jede Gewerkschaft zu einem Streik aufrufen kann, wenn es unzufrieden ist in einem Betrieb und die Mitglieder mehr Geld erhalten sollen. Nur noch die Gewerkschaft mit den meisten Mitgliedern des Betriebes hat was zu sagen und kann für aklle anderen Gewerkschaften mitverhandeln. Das bedeutet, dass die GDL nun nicht mehr einfach zum nächsten Streik aufrufen kann und uns verärgert, weil kaum noch ein Zug fährt.
Denn die GDL macht grosses Theater, aber in Wirklichkeit ist diese Gewerkschaft gar nicht die grösste bei der Deutschen Bahn. Wer hätte das gedacht? Na gut, es heisst auch immer, viel Lärm um nichts und die Kleinsten sind immer die Lautesten. Das scheint bei der GDL wohl auch zuzutreffen.
Aber es wird deutlich, dass sie dieses Tarifeinheitsgesetz gefürchtet haben, warum sonst zwei Streiks kurz hintereinander? Der angeblich längste Streik aller Zeiten wurde recht schnell nach drei Tagen abgebrochen. Man könnte fast sagen, dass die GDL eingeknickt ist, denn erst grossspurig etwas verkünden und das dann nicht durchhalten. Bis Mitte Juni herrscht nun die Friedenspflicht und es wird nicht gestreikt. Aber danach kann bis zum 30. Juni durchaus gestreikt werden, wenn die Bahn nur auf Zeit spielt und kein vernünftiges Angebot macht. Denn genau das hat die GDL immer gesagt, die Bahn würde die Verhandlungen verschleppen, weil sie aufs Tarifeinheitsgesetz warte.
Indirekt ist es schon eine Ungerechtigkeit, weil es das Streikrecht beschneidet. Denn nun kann nicht mehr jede Gewerkschaft streiken, wenn sie es will, sondern muss sich an die grösste Gewerkschaft des Betriebes halten. Es soll nun nicht mehr jeder sein eigenes Süppchen kochen. Auch wieder richtig, denn was soll das denn, wenn die einen zufrieden sind, sich aber die anderen übervorteilt fühlen? Da fangen die einen zu streiken an, bekommen ihr Prozente. Das führt zum Zornesausbruch der anderen, die nun auch ihr recht haben wollen.
Das kann ewig so weitergehen bis auch die letzte GEwerkschaft für ihre Mitglieder ihr Recht bekommen hat. Ob das gut für den jeweiligen Betrieb ist, interessiert dabei nicht.
Und um genau das zu verhindern, wurde nun das Tarifeinheitsgesetz beschlossen.
Das Gespenst, dass der GDL nun im Nacken sitzt und das sie und andere kleinere Gewerkschaften nicht akzeptieren wollen. Es heisst schon, dass gegen das GEsetz geklagt werden soll. Ist ihr gutes Recht. Und ich bin wirklich gespannt, was am Ende das Gericht entscheiden wird.
Denn es gibt auch Nachteile. Beispielsweise kann ein Betrieb diejenigen Mitarbeiter hofieren, die in der Gewerkschaft mit den meisten Mitgliedern des BEtriebes sind. Alle anderen müssen sehen wo sie bleiben. Und sie können keine Verhandlungen führen, weil sie nun mal eine kleinere Gewerkschaft sind. Nachteile gibt es immer.
Und genau deshalb hat die GDL den Druck auf die Bahn in den letzten Wochen erhöht. Sie wollen eine Entscheidung, bevor das Tarifeinheitsgesetz kommt. Ob sie zufrieden sein werden? Das wird man sehen.

Heute ist mal wieder der Tag, wo sich Europa zum grossen Singen trifft. Zum grossen Jubiläum ist dieses Mal auch ein Land vertreten, das mit Europa nicht viel zu tun hat. Nun gut, es gehört zum Commonwealth, also zu Grossbritannien, aber das ist auch schon die einzige Verbindung. Von welchem Land ich spreche? Na, von Australien, die sehr grosse Fans des alljährig stattfindenen Eurovision Song Contest sind. Kaum zu glauben, aber die Australier finden das toll. Und weil sie so treue Fans sind, dürfen sie dieses Jahr auch mitmachen. Das Lied soll angeblich nicht ausser Konkurrenz laufen, aber falls das australische Lied gewinnen sollte, wird der Wettbewerb im nächsten Jahr nicht in Australien stattfinden. Ist nun einmal nicht Europa.
Als Favoriten werden Schweden oder Russland genannt. Wie oft hat Schweden in den letzten Jahren jetzt gewonnen? Wissen die, wie man einfach einen Siegertitel schreibt oder ist es einfach nur Glück?
Wie wird das eigentlich aussehen, wenn Russland gewinnen sollte. Ausser den Verbündeten wird niemand mitmachen oder wie sieht das aus? Denn der Ukraine-Konflikt wird dann immer noch nicht beigelegt sein. Dürfte lustig werden. Russland macht den offiziellen ESC und im restlichen Europa findet dann eine Gegenveranstaltung statt, weil man mit Russland und vor allem Putin nichts zu tun haben will.
Aber wer sagt, dass Russland gewinnen wird? Genauso wird Ann-Sophie nicht gewinnen. Das Lied erinnert zwar in entfernter Weise an den Siegertitel von Lena Meyer-Landruth, aber ansonsten ist es nichts Besonderes. Mittelfeld, wenn nicht sogar darunter. Da sehe ich persönlich Deutschlands Platzierung.
Die Finnen, auch als Favoriten gehandelt, haben es leider nicht ins Finale geschafft. Dafür ist Belgien drin, die sollen auch nicht schlecht sein, habe ich mir sagen lassen. Aber ansehen tue ich es mir nicht. Da lese ich lieber ein Buch. Das ist besser.

So, komme ich endlich zu dem Thema, dass ich als Überschrift gewählt habe.
Der HSV steht heute vor seinem letzten grossen Spiel in dieser Saison. Sie müssen gewinnen, um noch den Hauch einer Chance zu haben, um in der Ersten Liga zu bleiben. Natürlich müssen auch alle anderen Mannschaften vor ihnen so spielen, dass der HSV drinbleibt. Das bedeutet, dass Freiburg gegen Hannover gewinnen sollte und Stuttgart Unentschieden spielt. Dann wäre der HSV ohne in die Relegation zu müssen gerettet. Aber in dem Spiel Freiburg gegen Hannover muss es einen Sieger geben, sonst ist praktisch alles vorbei, falls Suttgart mindestens einen Punkt in Paderborn holt.
Der HSV hat es letztewoche selbst versaut, als sie gegen Stuttgart verloren. Mindestens ein Unentschieden hätte ihnen besser getan. Aber wenn man nicht zum Torabschluss kommt…
Der HSV ist schon seit JAhren das Sorgenkind der Bundesliga. Stolz darauf noch nie abgestiegen zu sein, haben sie in letzter Zeit eigentlich nur in den Nachrichten gestanden, weil sie mal wieder einen Trainer entlassen haben. Damit könnte der HSV tatsächlich den Hauptgewinn erzielen.
Liegt es etwa daran, dass die Trainer nichts getaugt haben oder sie einfach nicht mit den Spielern zurechtgekommen sind? Man weiss es einfach nicht. Aber wahrscheinlich dürfte es eher daran liegen, dass die Spieler sich untereinander nicht grün sind. Wie kann es sonst sein, dass sich mannschaftskollegen in der Halbzeitpause prügeln? Das demoralisiert auch die anderen. Animositäten sollte man ausserhalb des Spielfeldes klären und zwar besser mit Worten als mit den Fäusten. Aber im Abstiegskampf liegen die NErven blank, heisst es immer. Wieso ist dann aber eine Mannschaft wie Paderborn ganz anders eingestellt? Die kämpfen bis zum Abpfiff. Mögen vielleicht dennoch verlieren, aber sie geben nicht auf. Und genau das hat der HSV in dieser Saison oft getan.
In der vergangenen Saison stand es schon auf MEssers Schneide und der HSV kam nur durch Glück in die Relegation, die sie ebenfalls durch ein glückliches Unentschieden gewannen.
Aber nun stehen sie mit dem Rücken zur Wand. Sie müssen gewinnen und ebenfalls darauf hoffen, dass die anderen Vereine vor ihnen so spielen, dass sie doch noch in der Liga bleiben. Ansonsten heisst es Abstieg und der Bundesliga-Dino war einmal.
Vor allem steht zu befürchten, dass der HSV bei einem Abstieg nicht wieder auf die Beine kommen wird. Praktisch die gesamte Mannschaft wird den Verein bei einem Absiteg verlassen. Bei einigen kann man darauf auch nur hoffen, weil sie viel Geld gekostet haben und nie wirklich etwas brachten. Zudem steht es finanziell auch nicht zum besten. BEi einem Abstieg bedeutet das noch einmal, dass es weniger Geld gibt.
Auch mit weniger Geld kann man arbeiten und auch eine gute Mannschaft zusammenkriegen. Nur daran hapert es beim HSV. In den letzten Jahren haben sie wahllos Leute eingekauft, die zwar in ihren vorherigen VEreinen Leistung brachtenund Tore erzielten, nur beim HSV waren sie dann ein Fehleinkauf. Das ist doch seltsam, denn das ist nicht nur einmal vorgekommen, sondern mehrfach.
Der HSV muss heute kämpfen und hoffen, dass sie Schützenhilfe bekommen. Wenn nicht, dann ist der Abstieg in die Zweite Liga nicht mehr aufzuhalten.
Die Pusteblume hat vorhergesagt, dass der HSV gegen Schalke gewinnen wird. Aber ob der HSV auch die Klasse halten wird, dazu wollte sie nichts sagen.
Falls sie absteigen, könnten sie in der nächsten Saison zwei Spiele gegen einen Gegner haben, dem sie schon lange nicht mehr begegnet sind. Die Anfahrt wäre sogar mit dem Fahrrad machbar. Aber dazu muss der FC St. Pauli auch erst einmal die Klasse halten. Und ob sie das schaffen, ist fraglich. Sie stehen relativ gut, aber gerettet sind sie nicht. Immer noch können sie absteigen. Sie müssen gegen Darmstadt gewinnen, um ganz sicher zu sein, in der Zweiten Liga zu verbleiben. Aber immer wenn es wichtig wurde, verlor St. Pauli. ISt immer so gewesen.
Deshalb glaubt hier die Pusteblume auch nicht, dass St. Pauli gegen Darmstadt gewinnen wird. Vor allem will Darmstadt noch aufsteigen. Also wollen sie drei Punkte.
Und während die Pusteblume an eine Niederlage glaubt, ist Elefantendame Mala mehr von einem Unentschieden überzeugt. Das hilft ihnen zwar auch nicht viel weiter, aber damit haben sie noch eine reele Chance, die Klasse zu halten.
Noch nie war der letzte Spieltag spannender. Der deutsche Meister steht seit längerem fest, aber wer absteigen wird, das wird sich erst mit dem Abpfiff entscheiden.
Elefantendame Mala ist froh, wenn diese Saison endlich vorbei ist. Zuviel hat sie mit ihrem Lieblingsverein gezittert und sich über ihn aufgeregt. Deshalb sehnt sie die Ruhe herbei.
Doch leider ist ihr das nicht vergönnt. Denn vor wenigen Tagen hat eine der Hannoveranerinnen ein Jungtier zur Welt gebracht. Es ist ein Mädchen und quietschfidel.
Ich war nur etwas überrascht, dass es schon das dritte Kind für Farina sein soll. Dabei ist die doch gerade einmal elf Jahre alt. Wenn man da nach hamburg sieht. Da bekommt Kandy nun mit 12 ihr erstes Jungtier. Das ist ein ordentliches Alter, meiner Meinung nach. Vor allem achtet man in Hamburg auch auf eine Erholung der Mutter und schickt sie nicht gleich danach wieder zum Bullen. In Hannover geht das immer Schlag auf Schlag. Furchtbar, wie ich finde. Ein Elefant ist doch keine Reproduktionsfabrik.

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Sagt Großbritannien der EU Goodbye und probt den Aufstand?


Erst wurde über einen „Grexit“ gesprochen, der wahrscheinlich irgendwann kommen wird und die Europäische Union nicht weiter kümmert. Doch das Wort „Brexit“ fürchtet die EU mehr als der Teufel das Weihwasser. Was ist geschehen?
In Grossbritannien wurde gewählt. Hiess es in den Umfragen noch, dass Labour vorne wäre, hiess es anfangs der Auszählung, weder Labour noch Camerons Partei hätten eine Mehrheit. Dann aber war schnell klar, dass die Torys den Sieg davontragen würden. Cameron bleibt Premier und kann auch noch allein regieren.
Was heisst das nun für Europa und vor allem für die Europäische Union? Denn Cameron hat bereits mehrfach gesagt, dass er aus der EU austreten will. Gekommen ist es dazu nicht, aber was nicht ist, kann noch werden. Cameron versprach, dass die Briten über einen Verbleib Grossbritanniens in der EU über 2017 hinaus abstimmen können. Was bei diesem Volksentscheid herauskommen wird, steht in den Sternen, aber die Vermutung liegt nahe, dass die Briten sich wahrscheinlich für einen Austritt entscheiden werden. Oder gibt es eine Überraschung? Bei der Abspaltung Schottlands von Grossbritannien gab es auch Umfragen, wo es hiess, die Abspaltung liege vor. Am Ende kam etwas ganz anderes raus.
Die alles entscheidende Frage: Warum wird der „Brexit“ gefürchtet?
Das Wort, das wie ein Brechreiz klingt, heisst nichts anderes, als das Grossbritannien aus der EU austreten könnte. Ganz ähnlich wie „Grexit“, wo es um den Ausstieg Griechenlands aus der EU geht.
Wenn Griechenland sich endlich mal entscheiden könnte, die EU zu verlassen, würde dem Land niemand der anderen EU-Mitglieder eine Träne nachweinen, denn ein Geldfass ohne Boden hat das rettende Schiff verlassen. Grossbritannien allerdings ist nicht knapp bei Kasse, zahlt immer fleissig seine Gelder. Wenn dies nun ausbleibt, werden die anderen Länder diese Beiträge übernehmen müssen. Allen voran Deutschland. Mehr als zwei Millarden Euro dürften es mehr sein. Etwas, dass Finanzminister Schäuble nun gar nicht in seine Pläne passt, wo er doch den Schuldenabbau Deutschlands vorantreibt.
Ausserdem hat es natürlich auch wirtschaftliche Folgen, die erst einmal nicht riesig ins Gewicht fallen, aber mit der Zeit schon spürbar werden. Und da sich die Situation mit Russland sowieso nicht entspannen wird solange Putin an seinen Allmachtsphantasien festhält, ist der „Brexit“ ein weiterer Punkt, dass die Wirtschaft nicht stärker wird. Und die stärker die Wirtschaft ist, desto mehr Steuern gibt es und je mehr Steuern, desto mehr Geld für den Staat und das ist gut für den Schuldenabbau.
Für Grossbritannien hätte es natürlich auch wirtschaftliche Einbussen, zudem könnte der Einfluss des Landes in der Welt schwinden, so Kritiker des „Brexit“.
Ein Austritt aus der EU kann nur Nachteile haben, auch wenn Grossbritannien schon immer gern sein eigenes Süppchen gekocht hat. Aber will Grossbritannien wirklich aus der EU aussteigen? Zielt David Cameron nicht darauf, dass mit einem angedrohten Austritt aus der EU, die anderen Mitglieder alles versuchen werden, um Grossbritannien zu halten? Bessere Bedingungen, vielleicht sogar mehr Einfluss? Alles ist möglich, was sich Cameron mit seiner Aussage gedacht hat, dass er das Volk abstimmen lassen will, ob Grossbritannien die EU verlassen soll.
Wenn sie gehen wollen, sollen sie doch gehen. Niemand wird sie aufhalten, aber die Nachteile werden sie dann selbst auslöffeln müssen.

Letzte Woche berichtete ich an dieser Stelle noch, dass ein weiterer Streik der GDL anstehen könne. Nun befinden wir uns mittendrin und ärgern uns masslos. Aber wir ärgern uns nicht über die Bahn, sondern über Claus Weselsky, die GDL und die streikenden Lokführer.
Wieder fährt kaum ein Zug, S-Bahnen nur alle halbe Stunde, wenn die Strecke nicht gleich eingestellt wurde. Aber obwohl der Streik so lange dauert, bin ich irgendwie der Meinung, dass mehr Züge fahren, als bei den letzten Streiks. Dazu würde vielleicht auch passen, dass nicht alle Lokführer streiken. Ich meine nicht die verbeamteten, sondern Lokführer, die in der GDL drin sind.
Ich wollte mich mit dem Fahrrad eigentlich zur Arbeit machen, aber aus irgendeinem Grund nahm ich doch das Auto und war am Ende froh darüber, denn das Unwetter hatte uns fest im Griff. Vielleicht nicht so schlimm wie im Norden, aber dafür war der Regen hier auch recht heftig. So stand ich im Stau und ärgerte mich über die GDL, denn ich hätte schön mit der Bahn fahren können, aber das war mir zu heikel.
Was will die GDL mit diesem Marathon-Streik nun eigentlich erreichen? Ausser der Tatsache, dass niemand in der Bevölkerung mehr für einen Streik Verständnis hat.
Im Bundestag wird über ein Tarifeinheitsgesetz verhandelt. Damit wäre die GDL nicht mehr in der Lage, auch für andere Gewerkschaften zu verhandeln, wie sie es momentan anstreben. Ein Streikverbot bedeutet dieses Gesetz nicht, aber die Macht der GDL würde massiv eingeschränkt werden. Und deshalb wird jetzt verstärkt auf die Bahn Druck ausgeübt, damit noch vor dem ersten Juli ein Ergebnis erzielt wird. Ob tatsächlich etwas daraus werden wird? Keine Ahnung, das muss man sehen.

Elefantendame Mala ist am jubeln, denn ihr Lieblingsverein, der FC St. Pauli hat sein nächstes Spiel gewonnen. Es ging gegen Kaiserslautern und St. Pauli war der Aussenseiter in diesem Spiel, denn Kaiserslautern will unbedingt in die erste Liga aufsteigen. Aber erst einmal wurden ihnen heute ein Dämpfer verpasst. Gut, es war auch einiges an Glück dabei, dass St. Pauli heute gewonnen hat. Aber wie sagt Mala immer: ‚Ein Sieg ist ein Sieg und drei Punkte sind drei Punkte.‘ Recht hat sie.
Die erste Halbzeit dümpelte vor sich hin, doch in der zweiten Halbzeit ging es los. Zwei Minuten gespielt und das erste Tor fiel. Glücklich, aber Tor ist Tor. Dann der Elfmeter, der gepfiffen werden konnte oder nicht. Wieder ein Tor. Damit führte St. Pauli mit 2:0. Doch das heisst bei diesem Verein nichts. Meist lassen sie sich in der letzten Viertelstunde das Spiel aus der Hand nehmen. Nein, dieses Mal nicht. Kaiserslautern kämpfte, aber St. Pauli hielt konnte die Führung über die Zeit bringen und fährt nun mit drei weiteren wichtigen Punkten heim.
Und Mala freut sich doppelt, hatte sie doch auf einen Sieg getippt. Im Gegensatz zur Pusteblume, die sagte, dass St. Pauli verlieren würde.
Jonas vermutet nun, dass die Pusteblume Heidenheim und Kaiserslautern verwechselt hätte. Wie sie das gemacht haben soll, weiss ich nicht, denn da lag schliesslich noch Leipzig dazwischen. Aber er sucht nun mal nach Erklärungen, warum es nicht das gewünschte Ergebnis gab.
Mala erfreut sich wieder an den Besuchern und seitdem sie weiss, dass sie so vielen Menschen wichtig ist, geht es ihr noch gleich viel besser. Selbst die Pandas stören sie nicht mehr, denn die könnten ihr nie den Rang ablaufen. Dafür gefällt ihr allerdings weniger, dass schon wieder mit ihr Werbung gemacht wird. In einer Hamburger Zeitung macht die HSH Nordbank Reklame mit ihr und ihrem Zuhause. Das taten sie schon im Mai 2012 und 2013 und jetzt wieder. Mala hat nichts dagegen, wenn mit ihr Werbung gemacht wird, denn sie sagt von sich, dass sie äusserst fotogen sei, aber sie möchte dann bitteschön auch dort leben, wo ihr Konterfei für herhalten soll.
Aber welchen anderen Elefanten gibt es auch als sie, der so schön und fotogen ist? Ihr fällt niemand ein, denn sie sei einfach die allerschönste. Froh ist sie bis heute übrigens, dass sie nicht für die Elbphilharmonie Werbung gemacht hat. Darüber macht sie sich heute noch lustig, dass man da Mogli sehen kann und ausserdem einen Apfel, damit diese ihren Rüssel richtig hält. So was hat Europas klügster Elefant natürlich nicht nötig.
Der HSV hat gestern im so genannten „Sechs-Punkte-Spiel“ zwar nicht drei Punkte geholt, aber wenigstens einen Punkt. Torschütze war wieder einmal Gojko Kacar, der bereits aussortiert worden war und keinen weiteren Vertrag über die Saison hinaus angeboten bekam. Momentan sieht es aber eher danach aus, als ob er doch noch einen Vertrag bekommen wird. Jedenfalls sorgt er mit seinen Last-Minute-Toren dafür, dass der HSV wichtige Punkte holt.
Ein Punkt gegen Freiburg, der ein direkter Konkurrent um den Klassenerhalt ist, ist besser als nichts. Nun muss man nur noch sehen, wie sich Paderborn, Hannover und Stuttgart machen werden. Ich hoffe immer noch, dass Hannover absteigen wird. Wie gesagt, ich mag den Verein nicht.
Bayern München sieht einen weiteren Titel in weite Ferne rücken. Es geht um die Champions League-Trophäe und um den Einzug ins Finale. Am Mittwoch verlor Bayern sang- und klanglos mit 3:0 gegen Barcelona. Ich habe nur zehn Minuten des Spiels gesehen – von der 64. Minute bis zum ersten Messi-Tor -, aber das zeigte mir, dass Bayern gar nicht zu einem Sieg fähig war. Man konnte regelrecht sehen, dass Barcelona bald ein Tor schiessen würde. Ja, ich habe das gesehen, denn Bayern vertändelte den Ball, schoss andauernd zu Neuer zurück, leistete sich Fehlpässe und dödelte mit dem Ball eher rum als wirklich mal zu einem Torschuss zu gelangen. Es schien mir, als würden sie auf ein Unentschieden hoffen und den Ball noch bis zum Abpfiff halten wollen. Daraus wurde nichts und sie verloren. Wie das Rückspiel ausgehen wird? Keine Ahnung, aber die Stadt wird am Dienstag kochen. Und ob man Bayern die Daumen drücken soll? Einen Dämpfer haben sie immer verdient, aber sie sind der letzte verbliebene deutsche Verein in der CL. Da sollte man sich das vielleicht noch mal überlegen. Ausserdem sind die mir immer noch sympathischer als Messi und der ewig foulende Neymar jr.

 

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Mit Streik in die roten Zahlen


Droht jetzt wieder ein Streik der GDL? Da werden ihnen immer weiter Angebote vorgelegt und die Gewerkschaft sagt immer nur ein Wort: Nein!
Und um den Druck weiter auf die Deutsche Bahn zu erhöhen, wird eben gestreikt. Ganz ehrlich, je mehr gestreikt wird, desto schlechter ist das für das Unternehmen und natürlich für den Gewinn. Das kann man gut bei der Lufthansa sehen, wo die Piloten nun schon seit einem Jahr immer wieder gstreikt haben. Natürlich sind die schlechten Zahlen nicht alleine auf die Streiks zurückzuführen, aber es hätte auch ein wenig positiver ausfallen können, wenn es diese Streiks nicht gegeben hätte. Und es ist verständlich, warum die Lufthansa sich so ungenügende Ideen für die Pensionen ausgedacht hat. Denn irgendwann werden diese Kosten dem Kranich die Federn kosten. Denn je mehr Piloten in den Ruhestand gehen, desto mehr muss die Lufthansa blechen.
Zurück zur Bahn und zur GDL. Da wird es in nächster Zeit wohl zu keiner EInigung kommen. Aber man hat als Otto Nomalverbraucher inzwischen auch das Gefühl, dass die GDL unbedingt streiken will. Die hat noch zuviel Geld auf ihren Konten, das sie unbedingt loswerden will. Also wird gestreikt – ohne Rücksicht auf Verluste. Denn wir als Kunden sind verärgert und weichen auf Flugzeug, Bus und Auto aus. Und je weniger Gewinn, desto mehr Einschnitte muss die Firma am Ende machen.
Ich habe nichts gegen Streiks, aber irgendwann muss mal Schluss sein. Vor allem bei der Bahn. Natürlich könnte man sich da fragen, ob die Bahn einfach nicht fähig ist, der GDL ein Angebot zu machen, was die anstandslos annimmt. Oder ist die GDL eine geldgierige Gewerkschaft? Nichts genaues weiss man nicht, nur dass es wahrscheinlich zu einem erneuten Streik kommen wird.

Seit Wochen warte ich nun auf die Nachricht, dass die ARD-Serie „Unter Gaunern“ abgesetzt wird. Leider ist sie immer noch nicht gekommen. So eine überdrehte Serie, die nicht einmal besonders originell ist, sollte nicht in die Verlängerung gehen. Anders sieht es da bei „Monaco 110“ aus. Die Serie wird verlängert, aber nicht für die ARD, sondern den BR. Na gut, besser als nichts. Dennoch sehr enttäuschend von der ARD, dass sie dieser Serie nicht mehr zutraut. Aber die haben auch immer wieder „Akte Ex“ und „Morden im Norden“ in die Verlängerung geschickt, obwohl die Serien nie besonders gut waren und je weiterer Staffel immer schlechter wurden. Aber es wurde immer noch geguckt. Eine Serie scheint sich wohl auch im Giftschrank der ARD zu befinden, weil sie angeblich beim Testpublikum durchgefallen ist: „Der Mama“. An sich klang die Handlung der Serie nicht schlecht, aber es kommt immer darauf an, wie so etwas umgesetzt wird. Und da hat es oft an den Büchern gehapert. „Koslowski & Haferkamp“ ist eine Serie, die zu Beginn keine guten Bücher hatte. Das rächte sich und die Zuschauer blieben aus. Dabei war es eine Serie mit Potential, nur leider hatte die ARD nur ihre Quoten im Kopf. Also Ende nach Staffel eins. Genauso war es bei „Fuchs und Gans“. Hier soll es der SWR gewesen sein, der die Reissleine gezogen hat. Aber die Serie war gut, wenn anfangs auch ein wenig seltsam. Dennoch Schluss. Der Serie trauern heute immer noch einige hinterher, nicht nur ich allein.
Der Höhepunkt ist nun „Monaco 110“, das nicht besonders gut in der ARD lief, aber was läuft schon um zehn vor sieben auf der ARD erfolgreich? Für „Verbotene Liebe“ wird seit Wochen immer Reklame gemacht, dennoch ist die Quote mehr als mies. Ob die Serie überhaupt fortgesetzt wird bei gleichbleibender Schwäche muss wohl fraglich bleiben.
Die ARD sollte endlich ein wenig mehr Atem haben bei Serien, die nicht gleich einschlagen wie eine Bombe. Selbst „Hubert und Staller“, die anfangs recht erfolgreich waren, schwächeln in dieser Staffel ausserordentlich. Aber es ist immer noch die erfolgreichste Serie im ARD-Vorabend, wenn man mal von diesem „In aller Freundschaft“-Spin off am Donnerstag aussieht. Wer das guckt, dem ist auch nicht mehr zu helfen. Aber inzwischen schwächelt selbst das.
Ein Überraschungserfolg gelang dienstags mit dem Start der „Rentnercops“. Eine wunderbar geschriebene und liebevoll gemachte Serie. Startete fulminant, sackte dann ab, aber ist von der Quote eher momentan erfolgreicher als „Hubert und Staller“ – wenn die nicht gerade mal wieder wegen Sport ausfallen.
„Rentnercops“ ist eine Serie, die man immer wieder gerne sieht. Gute Schauspieler, wenn auch bis auf Tilo Prückner udn Wolfgang Winkler die restlichen Darsteller eher Unbekannte sind. Dann ein paar immer wiederkehrende Elemente. Da ist einmal der eingeklemmte Mantel, der immer in der Autotür hängebleibt, oder der geschälte Apfel, wo erst einmal die Schale gegessen wird. Und natürlich die Rumpelkammer, die auch als Denkzentrale dient.
Dieser Serie wird hoffentlichlich um eine weitere Staffel verlängert werden – verdient hätte sie es. Übrigens könnte auch die Facebook-Seite mal gepflegt werden. Niemand kümmert sich darum, dabei wäre es bei der Serie genauso angebracht, wie etwa bei „Unter Gaunern“ oder den anderen „Heiter bis tödlich“-Serien.

In England hat das Warten endlich ein Ende. Herzogin Catherine hat eine Tochter zur Welt gebracht. Damit haben die wettwütigen Briten ausnahmsweise recht gehabt mit ihrer Vermutung. Und ich habe am Montag etwas zu Schreiben. Seit unser Adels-Experte krank ist, muss ich mich um diese Seite kümmern. Ich kenne mich eben aus in den europäischen Königshäusern. Habe ich nun eine eigene Rubrik -vorläufig. Soll ich mir jetzt schon was überlegen? Nö, mache ich nicht. Indirekt haben wir schon etwas vorbereitet, das wird jetzt gross aufgemacht und fertig. So läuft das manchmal. Aber ich werde nicht anfangen, wie andere meiner Kollegen, in meiner Freizeit für die Zeitschrift was vorzubereiten. Meine Freizeit ist und bleibt mir heilig!

Elefantdame Mala geht es schon viel besser. Nachdem man einen Schrecken bekam, weil die Fütterung ausfiel, da es ihr nicht besonders ging, geht es ihr nun wieder gut. Wie es eben einem Elefanten geht, der in diesem Jahr 53 Jahre alt wird. Es stimmt schon, dass man bei Mala immer an das Schlimmste denkt, wenn man hört, sie sei krank. Aber sie ist nun mal nicht mehr die Jüngste und war in den letzten Jahrzehnten eigentlich nie besonders schwerkrank. Konnte sie sich auch nicht leisten, weil Hussein das sofort ausgenutzt hätte. Aber es gab in den letzten Jahren ihres Zusammenlebens mit dem alten Pappsack schon ein paar Blessuren, die etwas schwerwiegender waren. Auch hatte er mal versucht, sie in den Graben zu schieben. Aber Mala, ganz schlaue Kuh, setzte sich einfach auf ihren Hintern.
Jenala ist jedenfalls erleichtert, dass es der alten Dame wieder bessergeht.
Interessant war zu sehen bzw. zu lesen, wie gross das Interesse am Wohlergehen der Elefantin war. Immer wieder kamen besorgte Anfragen, wie es Mala denn gehe.
Was Mala denn nun genau hatte, ist nicht bekannt. Vielleicht hat sie sich nur einfach zuviel an old Ranis Futter bedient. Oder eben ein kleines Alterswehwehchen. Alles ist möglich.
Aber Mala ist niemand, die sich in ihrer Krankheit ausruht. So tippte sie auch wieder fleissig das aktuelle Spiel des FC St. Pauli. Wie sie richtig vermutet hatte, verlor St. Pauli gegen Heidenheim. Wenn Mala sieht, wie ihr Lieblingsverein seine letzten Chancen versiebt, um den Klassenerhalt zu schaffen, könnte sie sich wieder aufregen. Aber das ist nicht dafür verantwortlich, dass sie in der vorherigen Woche unpässlich gewesen ist.
Fleissig wie sie war, hat sie das morgige Spiel des FC St. Pauli gegen Leipzig getippt. Sie sagt, dass St. Pauli dieses Spiel gewinnen wird. Zwar würde Leipzig sich noch Hoffnungen auf den Aufstieg in die Erste Liga machen und könne jeden Punkt gebrauchen, aber St. Pauli braucht auch jeden Punkt, sind mal wieder das Schlusslicht der Liga, also Träger der roten Laterne. Im Hinspiel liessen sie gegen Leipzig Punkte und verloren mit 4:0. Das soll dieses Mal nicht passieren. Das hofft eben auch Mala. Und so soll St. Pauli sich drei Punkte holen.
Die Pusteblume sagt dieses Mal nichts anderes und schliesst sich mit ihrer Meinung der alten Kuh an. In der letzten Woche hatte die Pusteblume auf einen Sieg St. Paulis gegen Heidenheim getippt und prompt mal wieder daneben gelegen. Dabei hatte Jonas so gehofft, dass die Pusteblume endlich den Bogen raushaben würde. Doch nein, zu früh gefreut. St. Paulis Sieg war nur ein schöner Traum. Dabei hatte Jonas sie doch in seiner neuen Technik befragt. Und dennoch hat die Pusteblume „versagt“. Na ja, bis zur EM im nächsten Jahr ist auch noch ein wenig Zeit. Da wird sie sich gewiss verbessern. Aber nichts geht gegen das Original.
Was sagt die Pusteblume denn nun, wie St. Pauli gegen RB Leipzig spielen wird? Tja, sie sagt, St. Pauli würde gewinnen. Sie sei so überzeugt gewesen, aber das war sie letzte Woche angeblich ebenfalls. Na gut, lassen wir uns überraschen, wie St. Pauli nun morgen spielen wird. Sie brauchen drei Punkte, ansonsten sieht es düster aus.
Auch der HSV ist immer noch nicht gerettet. Zwar haben sie mit ihren Sieg vergangene Woche gegen Augsburg den Hauch einer Chance gewahrt, um in der Ersten Liga zu verbleiben, doch dürfen sie sich nicht darauf ausruhen, sondern müssen weiter bei jedem noch ausstehenden Spiel um drei Punkte kämpfen. Morgen geht es gegen Mainz, die zwar nicht fürchten müssen abzusteigen, aber auch nicht besonders gut stehen.
Ich bin immer noch dafür, dass Hannover absteigt und Stuttgart drinbleibt. Begründung: Ich mag Hannover einfach nicht. Hat mit dem Verein an sich nichts zu tun, nur ich mag die ganze Stadt nicht und da zählt der Fussballverein nun auch einmal dazu.
Beim DFB-Pokal-Halbfinale ist zu meinem Bedauern Bielefeld ausgeschieden. Ich hätte es dem Verein wirklich gegönnt. Na ja, man kann nicht immer alles haben, wo am Tag zuvor doch schon Bayern aus dem Pokal flog. Vier Elfmeter verschossen. Kann man gar nicht glauben. Da muss sich einem doch die Vermutung aufstellen, dass der FC Bayern kaum das Elfmeterschiessen üben würde, weil sie ohnehin genug Tore in einem Spiel schiessen, dass es gar nicht erst so weit kommen muss. Ich kann mir wirklich nicht erklären, wie gleich vier Elfmeter verschossen werden können. Wenn der Ball vom Torwart gehalten wird, hat man halt Pech gehabt, aber an die Latte, den Pfosten oder gleich in den Himmel zu schiessen, da müssen die Schützen ein wenig zuviel überlegt haben.
Bayern ist raus, kann das Triple nicht mehr machen, nur noch das Double. Nur, werden sie tatsächlich gegen Barcelona ins CL-Finale einziehen? Man wird sehen.

 

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Trügt der Schein?


Gestern wurde im Bundestag das erneute Rettungspaket für Griechenland gebilligt. Mit Zähneknirschen, aber es wurde gemacht. Nun fragt man sich natürlich, ob Griechenland auch die gestellten Bedingungen einhalten wird. Tsipras ist ja der MEinung, Griechenland brauche nun nicht mehr zu sparen. (schrieb ich auch schon letzte Woche an dieser Stelle). Auch der griechische Finanzminister setzt sich in die Nesseln.
Die ersten Demonstration gegen die Regierung Tsipras hat es auch schon in Griechenland gegeben. Überall ist der griechische Ministerpräsident mit seinem Links-Rechts-Bündnis nicht gern gesehen.
Aber nun hat er erst einmal seinen Willen durchgesetzt und bekommt weitere Finanzhilfen, auch wenn er weiter sparen muss – oder wenigstens sollte.
Andere Länder wie beispielsweise Irland haben sich bereits aus dem Euro-Rettungsschirm wieder verabschiedet, nur Griechenland hängt immer noch am Tropf. Das werden sie auch noch die nächsten fünf Jahre, wenn man dort nicht endlich versteht, wie man sorgsam mit Geld umgeht und wie man wirksam die Korruption bekämpft. Letzteres will Tsipras angeblich in Angriff nehmen. Da bin ich wirklich gespannt, ob er den Filz entwirren kann.
Ich bin immer noch dafür, dass Griechenland bankrott meldet. Das ist das beste, was sie tun können, ansonsten werden sie auch ewig am Geldhahn der EU hängen und nie auf eigenen Beinen stehen.
Erst mal sehen, was Ende Juni sein wird, wenn das aktuelle Hilfspaket auslaufen wird. Dann werden wir sehen, was kommen wird. Vielleicht wird Griechenland wirklich noch aus dem Euro ausscheiden. Man wird es sehen. Angeblich horten Euro-Sammler bereits jetzt jede Euro-Münze, die aus Griechenland stammt. So übertreiben muß man es nun wirklich nicht.

Was gibt es Neues aus Russland und der Ukraine? Erst einmal soll angeblich die Erstürmung Mariupols in den nächsten Wochen bevorstehen. Wie geht das eigentlich bei einer Waffenruhe? Ach, ich vergass, dass diese eigentlich nie richtig eingehalten wurde. Immer gab es kleinere bis grössere Gefechte, nur der wirklich grosse Angriff blieb aus.
Gilt die Waffenruhe eigentlich noch? Hollande sagte, dass diese unbedingt eingehalten werden müsse, damit es nicht zu weiteren Konsequenzen komme. Damit meinte er weitere Sanktionen gegen Russland.
Man fragt sich inzwischen, wie lange dieser Konflikt eigentlich noch dauern wird. So lange wie Putin an der Macht ist? Das kann noch einige Jahre, wenn nicht sogar Jahrzehnte dauern. Eine neue Ära à la Stalin scheint eingeleutet worden zu sein.
Das scheint es tatsächlich, denn heute Nacht wurde auf offener Strasse der ehemalige russische Vizeregierungschef Boris Nemzow erschossen.
Nemzow war einer der grössten Kritiker Putins. Da könnte einem der Verdacht kommen, dass der russische Präsident seine Hände im Spiel hätte. Aber was hätte er davon? Nun gut, ein Gegner weniger, der die Klappe gegen ihn aufreisst, aber ansonsten doch nur Scherereien. Denn irgendwann würde schon herauskommen, dass er darin verstrickt wäre.
Aber wer hat sonst einen Nutzen davon? Wenn man es so bedenkt, ist dieser Mord die beste Möglichkeit, um die Putin Gegner und seine Befürworter noch weiter gegeneinander aufzuwiegeln und es zur Katastrophe kommen zu lassen. Denn natürlich denkt man gleich, dass es nur Putin oder seine Anhänger gewesen sein könnten, die Nemzow endgültig mundtot machen wollten.
Nemzow hat die Ukraine-Politik Russlands kritisiert und auch sonst kein Blatt vor den Mund genommen. Dadurch wurde er zu einem unangenehmen Politiker, den man anderweitig nichts nachweisen konnte, um ihn mundtot zu machen. Alle Kreml-Kritiker wurde durch irgendeinen Grund der Mund gestopft, wie fadenscheinig es auch war.
Putin solle gewährleisten, dass der Mord an Nemzow aufgeklärt wird und die Täter zur Rechenschaft gezogen würden, so Merkel.
Schon im eigenen Interesse wird Wladimir Putin die Aufklärung des Mordes vorantreiben, damit es nicht hinter vorgehaltener Hand heisst, er habe den Auftrag gegeben.
Wie es wirklich war, werden wir ohnehin nicht erfahren.

In Deutschland wollen in der nächsten Woche die Lehrer streiken. So weit ich weiss, da ich nachgeschaut habe, wird das in einem Bundesland keine Auswirkungen auf die Schulen haben, weil dort gerade Ferien sind. Ich spreche vom Bundesland Hamburg. Ob dennoch einige Lehrer dort auf die Strasse gehen werden? Könnte ich mir schon vorstellen, aber ich gehe immer von den Lehrern aus, die ich in der Schule hatte.
Warum streiken die Lehrer eigentlich? Weil ver.di es gesagt hat, könnte ich nun lapidar sagen. Ganz falsch ist es nicht, aber den wahren Kern trifft es natürlich nicht. Denn es geht um die Altersversorgung. Die soll umgestellt werden und das passt ver.di nicht. Ich schätze mal, dass die Gewerkschaft wieder zuviel Geld hat und nicht weiss, wie sie das nun ausgeben soll. Vielleicht sollten sie es wie die Stadt Hagen in Westfalen machen und einfach das Geld verspekulieren.
Von mir aus können die Lehrer streiken so lange sie wollen, aber dann sollten sie sich auch endlich einmal anstrengen, den Schülern mit Freude etwas beibringen zu wollen. Viele leiern einfach nur ihr Pensum Tag für Tag, Woche für Woche, Jahr für Jahr ab, bis endlich die Rente erreicht ist. So hat man als Schüler wirklich keinen Spass am Unterricht.
Ich selbst kann nur eine Handvoll Lehrer nennen, die wirklich gut waren. Im Internat gab es solche Luschen, wie oben beschrieben nicht. Jedenfalls nicht auf meinem.
Als ich dann das Internat verliess und auf ein ganz normales Gymnasium ging, da lernte ich auf einmal, dass der Lehrer am Schüler an sich nicht interessiert ist. Selbst der Tutor kümmerte sich kaum um seine Gruppe. Vielleicht etwas extrem, aber so ist es bei mir wirklich gewesen. Da gab es Lehrer, die sich über den Lehrplan aufregten, andere holten Anfang des Schuljahres ihren „Fahrplan“ heraus, der dann abgearbeitet werden musste. Dieser Fahrplan galt für viele Jahre und wurde kaum modernisiert. Es gab auch Ausnahmen, aber die waren rar gesät – leider.
Zudem bin ich immer noch der MEinung, dass vor, während und nach dem Lehramtsstudium ein Eignungstest durchlaufen werden sollte, zudem sollten die Studenten nicht nur die Bank in der Uni drücken, sondern auch in die Schulen gehen und dort in der Praxis lernen, wie man mit Schülern umgeht. Letzteres wird gewiss von den Schulen nicht so gewollt, aber wenn Lehrer herangezogen werden sollen, die den Schülern den Unterricht nicht vergällen, ist so was nötig.
Deshalb sollten mal die Schüler dafür demonstrieren, dass sie von Lehrern unterrichtet werden, die sich wirklich für jeden einzelnen Kurs interessieren und nicht ihr eigenes Ding durchziehen wollen.

Hat jemand am Mittwoch oder vielleicht gestern den Starkbieranstich vom Nockherberg gesehen? Also die Rede von Mutter Bavaria war dieses Mal deutlich besser als in den Jahren zuvor, wenn sie auch immer noch nicht die Schärfe erreicht hat, wie bei ihren Bruder Barnabas-Vorgängern. Enttäuschend war dieses Mal das Singspiel. Es gab durchaus einige kleine Höhepunkte, aber es war schwach. Lag auch daran, dass alle Schauspieler kontant auf der Bühne waren, da es in einem geschlossenen Raum – einer Rakete – spielte.
Die Politiker dürften zufrieden gewesen sein, wurden sie doch nicht so arg derbleckt. Da ist der bayerische Politiker an sich sehr empfindlich. Wenn etwas zu Wahres an der Kritik ist, dann ist man gleich beleidigt.
Deshalb sind Rede und Singspiel auch nicht mehr so bitterböse wie es früher noch war. Ja, die Politiker sind dünnhäutiger geworden. Ändert sich vielleicht auch noch irgendwann einmal. Und nun warte ich auch auf den Maibockanstich. Da gibt es zwar kein Singspiel, ist aber auch sehr lustig an der einen oder anderen Stelle.

Bayern München setzt seinen Vormarsch auf die nächste Meisterschaft fort. 4:1 gewannen sie gestern Abend gegen die Geissböcke, also Köln.
Langweilig wie immer ist es also in der ersten Bundesliga. Man hat sich daran gewöhnt, dass es fast immer der FC Bayern ist, der die Meisterschaft erringt. Umso interessanter ist es in der Zweiten Liga. Dort ist im Abstiegskampf noch alles offen, obwohl der FC St. Pauli gute Arbeit leistet, um tatsächlich den Weg in Liga Drei anzutreten.
Elefantendame Mala wäre natürlich sofort zur Stelle, um den Super-GAU zu verhindern. Ihrer Meinung nach könne sie elf Spieler auf einen Schlag ersetzen. Den Gegner würde sie einmal kurz anpusten – dafür wird der Rüssel drei Tage nicht gewaschen – und dann stürmt sie direkt aufs gegnerische Tor zu und versenkt den Ball im Netz.
Soviel zum Wunschdenken der alten Kuh.
Morgen wird es gegen Erzgebirge Aue gehen. Der Verein steht auch ziemlich weit unten in der Tabelle. Aber wie schon gegen 1860 wird wohl auch St. Pauli dieses Mal beweisen, dass sie einen vermeintlich leichten Gegner nicht wegputzen können. Ausserdem kommt noch hinzu, dass gerade Erzgebirge Aue derjenige Verein ist, wo St. Pauli immer seine Punkte lässt. Wenn sie tatsächlich mal gegen Aue gewinnen, kommt das beinahe schon einem Wunder gleich.
Aber genau an dieses Wunder glaubt die Pusteblume, das Fussballorakel von Jonas. In der letzten Woche hatte sie den richtigen Riecher bewiesen, als sie auf eine Niederlage gegen 1860 München tippte. Und dieses Mal glaubt sie eben, dass St. Pauli gegen Aue gewinnen wird. Ob sie tatsächlich recht behalten wird? Jonas ist skeptisch. Bloss weil sie einmal richtig lag, muss es jetzt nicht sein. Sie ist halt nicht das grösste aller Fussballorakel, sondern nur die Vertretung der Vertretung. Aber sie findet es immer noch sehr interessant, auch wenn sie wahrscheinlich nicht den Sinn versteht, der hinter der Fragerunde steht.
Elefantendame Mala ist etwas skeptisch, was einen Sieg betrifft. Zwar glaubt sie nicht daran, dass St. Pauli vollständig versagen wird, aber drei Punkte werden sie nicht holen. Die alte Kuh ist für ein Unentschieden.
Wer wird am Ende nun recht behalten? Die Pusteblume mit ihrer schlechten Quote oder aber Elefantin Mala, die seit mehr als vierzig Jahren weiss, wie der Ball gerollt werden muss.

 

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Wird Nordkorea unterschätzt?


„Der wird geliebt – von seinem Hund!“
(Kommentar über Wladimir Putin)

In der vergangenen Woche wurde bekannt, dass Sony Pictures von Unbekannten gehackt wurde. Nun weiss man, oder vermutet es, wer dahinter steckt: Nordkorea.
Grund soll eine Komödie über den grossen Führer Kim Jong-Un sein. Das gefiel Nordkorea nicht, weshalb sie Sony Pictures hackten und an geheime Informationen gelangten.
Folge war, dass daraufhin der Film zurückgezogen wurde, der eigentlich am 25. Dezember in die Kinos kommen sollte.
Wieso gibt Sony so schnell klein bei? Will man wirklich Nordkorea die Genugtuung gönnen?
Oder ist es in Wirklichkeit gar nicht Nordkorea gewesen, sondern irgendeine andere Macht? Eigentlich sollte man doch meinen, dass man jemandem nicht seinen Willen lässt, wenn er etwas angestellt hat. Vielleicht war das Hacken nicht das einzige, aber das einzige, was an die Öffentlichkeit gedrungen ist.
Hat Nordkorea noch mit einer Atombombe gedroht?
Bei dem grossen Führer weiss man wirklich nicht, was er tatsächlich ausführen lässt. Sogar China hat sich schon ab und an von Kim Jong-Un distanziert.
Vor allem nimmt ihn im Westen sowieso niemand ernst, auch wenn er in der Schweiz studiert haben mag.
Wenn wir ein Bild von Kim Jong-Un sehen, kommt uns erst einmal der Gedanke, der ist schon wieder fetter geworden. Kein Wunder, dass er ab und an nicht auftreten kann, weil er an Gicht leidet. Und das in seinem Alter. Der ist doch gerade erst über dreissig.
Er wird immer dicker, während sein Volk hungert. Aber die kennen es schon gar nicht mehr anders. Was traurig ist. Das letzte Land, dass rigoros den Kommunismus umsetzt. Selbst Vietnam oder Kuba sind nicht so extrem. Mit der Zeit haben die Länder sich geöffnet. Mussten sie auch, wenn sie nicht untergehen wollten. Aber Nordkorea hält sich weiterhin und wird sich auch bestimmt weiter halten.
Am besten, ich sage nichts mehr über Nordkorea, nicht das sie auch noch in meinen Account wollen. Mehrmals hat schon ein Server aus Nordkorea meinen Blog besucht, auch gerade in der letzten Woche. Wenn man das alles so betrachtet, kann einem schon anders werden.
Müssen wir Nordkorea jetzt fürchten?
Diese Attacke gegen Sony Pictures zeigt, dass Nordkorea ein Land ist, dass wir bislang unterschätzt haben. Zwar wissen wir, dass sie sehr wahrscheinlich im Besitz von Atomwaffen sind, aber nehmen wir das wirklich ernst? Nein, nicht wirklich. Genauso sehen wir in Kim Jong-Un auch nur eine Witzfigur, ein dickes Männchen, das grosse Reden schwingt und am liebsten in der eigenen Familie aufräumt, damit diese ihm nicht gefährlich werden können. Aber so jemand wird doch niemals gefährlich werden. Die haben doch noch nicht einmal die Technik, um sich irgendwo einzuhacken. Nun, jetzt haben wir gesehen, dass sie es können. Man sollte nie jemanden unterschätzen.
Aber der Film sollte dennoch gezeigt werden. Gerade damit kann man Nordkorea so richtig schön ärgern.

Anscheinend sind die Streiks bei der GDL vom Tisch. Da hat in der letzten Woche noch der Beamtenbund so auf den Putz gehauen, dass sie die grössten Streiks aller Zeiten unterstützen würden und dann nimmt die GDL das Angebot der Bahn einfach an. Für das Jahr 2014. Was 2015 sein wird, steht noch in den Sternen, aber solange erst einmal nicht gestreikt wird, kann mir das egal sein.
Woher kommt nun die plötzliche Einlenkung? Hat man sich doch das Ende des Stummfilms „Streik“ angesehen? Ja, das Ende ist recht blutig, zeigt aber auch, dass die Streikenden sich selbst schaden.
Allerdings frage ich mich gerade, ob die Einmalzahlung wirklich ein Vorteil ist, denn meist hat diese einen Nachteil, weshalb Einmalzahlungen sehr beliebt sind.
Will darüber nicht gross schreiben, aber es ist tatsächlich so. Eine Einmalhzahlung sieht gut aus, aber wenn man es genau betrachtet, ist eine Erhöhung um einige Prozentpunkte immer noch besser.

Elefantendame Mala freut sich schon sehr auf Weihnachten. Besonders auf ihre schmackhaften Fresspakete ist sie gespannt. Sie möchte halt mal wieder schwelgen, denn bekanntlich schmaust sie so gern.
Dennoch stellt sich ihr die Frage, ob sie sich auch wirklich auf Weihnachten freuen kann, denn bisher ihr Lieblingsverein, der FC St. Pauli, hochgradig enttäuscht. Nun haben sie einen neuen Trainer, Zettel-Ewald (Lienen), dennoch kam der Umschwung noch nicht.
Aber im letzten Spiel ging es auch gegen den Tabellenführer Ingolstadt. Man schlug sich eigentlich nicht schlecht, auch wenn es am Ende natürlich wieder einmal hiess: Der Sieger ist nicht St. Pauli.
Nun geht es gegen den VfR Aalen. Dieses Spiel muss St. Pauli unbedingt gewinnen, ansonsten kann man wirklich schwarz sehen. Dann sollte sich der Verein darauf gefasst machen, dass er absteigen wird in die Dritte Liga. Aber hat Lienen vor Jahren nicht auch Bielefeld vor dem Abstieg gerettet? Ja, aber das hat dem Verein dann doch nichts genutzt, denn später mussten sie doch absteigen.
Aber noch ist nicht alles verloren, noch hat St. Pauli es selbst in der Hand, zu gewinnen.
Aus diesem Grund ist Mala auch sehr euphorisch und glaubt daran, dass St. Pauli gegen Aalen gewinnen wird. Sie müssen doch endlich einmal das Ruder herumreissen. Aber vielleicht wollen sie ja absteigen, weil der HSV auch absteigen wird? Für den sieht es ebenfalls nicht gut aus, aber für Werder Bremen auch nicht. – Andere Stadt.
Jonas‘ Fussballorakel, die alte Pusteblume, hat die letzten beide Spiele richtig getippt. Damit hat sich ihre Quote deutlich verbessert, sieht aber immer noch schlecht aus. Schlechter als die vom Schlaubeutel oder Malas. Aber sie ist immer noch am üben, wie es ausschaut. Und wie hat sich die Pusteblume dieses Mal entschieden? Sie ist auch für einen Sieg des FC St. Pauli.
Nun gut, dann wollen wir hoffen, dass der Verein begriffen hat, worum es geht und sie ein Tor mehr schiessen als der Gegner und sich nicht in den letzten Minuten ein Tor einfangen werden.
Mala jedenfalls drückt ihren Rüssel für einen Sieg. Sie möchte sich schliesslich nicht Weihnachten versauen lassen.

 

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Machtkampf oder zu viel Geld?


Die Züge stehen wieder still. Nein, nicht alle, aber die Mehrheit ist in den Depots geblieben.
Es wird wieder gestreikt, innerhalb einer Woche, in einem Abstand von nur drei Tagen. Waren es beim letzten Streik der Lokführer 14 Stunden gewesen, sind es nun 50 Stunden.
Erschwerend kommt dieses Mal hinzu, dass in sieben Bundesländern die Ferien begonnen haben und in einem die Ferien enden, während sie in anderen noch laufen. Da ist ein Chaos vorprogrammiert. Aber nicht nur das. Die letzten Sympathien, die noch aufseiten der Lokführer waren, dürften dort nun verloren gehen.
Am Mittwoch war auch ich unmittelbar vom Streik betroffen, denn eine kurze Strecke muss ich von der Arbeit mit der S-Bahn fahren, um dann in die U-Bahn umzusteigen. Ich wusste nicht, ob die S-Bahn fuhr, in der Nähe gab es auch eine Bushaltestelle, da fuhr der Bus alle zwanzig Minuten. Es gibt noch einen anderen, aber der fährt einige Umwege, weshalb ich den nun wirklich nicht nehmen wollte. Habe extra geguckt, wann der fährt und dann war er doch gerade weg. Äusserst ärgerlich, aber nicht zu ändern. Was also tun? Die Strassenbahn nehmen? Tja, die gab es hier nicht. Nur den Bus und der war weg und der andere fuhr Umwege und war restlos überfüllt. Also zu Fuss gehen. Ja, blieb mir nichts anderes übrig und ich war auch schneller als der nachfolgende Bus.
Wenigstens war die U-Bahn nicht überfüllt, was ich auch schon mal erlebt hatte.
Ich habe schon seit längerem kein Verständnis mehr für die streikenden Lokführer und für die GDL sowieso nicht.
Warum?
Ganz einfach: Ein Streik führt zu nichts, ausser zu genervten Menschen, die auf die Bahn angewiesen ist. Die Schuld nun der Deutschen Bahn zuzuschreiben, wie es von der GDL getan wird, ist natürlich sehr einfach, zieht aber irgendwann nicht mehr. Vor allem nicht, wenn man den Streik auf Ferienbeginn setzt. Dann reisst auch bei dem Verständnisvollsten der Geduldsfaden.
Ich habe jetzt mal gehört, wie viel ein Lokführer so verdient. Der herausgepickt wurde, war schon einige Jahre dabei und es sollen um die 2900 Euro gewesen sein. Ob Brutto oder Netto wurde nun nicht gesagt, dafür hiess es aber, dass es noch eine Zulage gibt, die auch um mehrere hundert Euro variiert.
Andere, die auch wichtige Dinge leisten, können von so einem Gehalt nur träumen. Und die streiken auch nicht, um mehr Geld zu bekommen, weil sie es haben wollen. Sie würden es auch nicht kriegen, obwohl sie es weit mehr verdient hätten, als die Lokführer.
Ja, ich bin fast davon überzeugt, dass die GDL hier einen Machtkampf ausspielt, wer den längeren Atem habe. Denn es geht nicht nur darum, dass die GDL ihr Forderungen durchsetzen will, sondern auch um eine Vormachtstellung. Schliesslich gibt es da noch eine andere Gewerkschaft, die EVG, und der will die GDL den Rang ablaufen. Also nicht nur im Hinterkopf haben, dass die Lokführer mehr Geld bekommen sollen und einen geregelteren Arbeitsalltag, sondern auch, dass die GDL ihre Vormachtstellung ausbauen möchte.
Gut, in einem stimme ich mit den Lokführern überein, dass ihre Schichtarbeit besser koordiniert sein muss. Dafür kann man auch streiken, aber wenn man es andauernd macht, wird das auch nicht viel bringen – ausser verärgerte Kunden natürlich und das niemand mehr Verständnis für die Lokführer zeigt.
Wie gesagt, dass mit dem Lohn ist so eine Sache. Natürlich ist es keine leichte Aufgabe, dort im Führerhaus der Lok zu sitzen. Man kann nicht einfach Däumchen drehen, sondern muss wie beim Autofahren hellwach sein, um kein Signal zu übersehen.
Dann immer die Gefahr, dass sich ein Lebensmüder vor einen Zug wirft. Obwohl der Lokführer selbst keine Schuld daran hat, den Tod eines Menschen verschuldet zu haben, nimmt es ihn mit und sehr wahrscheinlich macht sich der Lokführer auch Vorwürfe, warum er nicht eher gebremst habe. Das ist das Gefährliche an dem Beruf, dass man von jetzt auf gleich aus dem Gleichgewicht gebracht werden kann.
Hat jetzt nicht wirklich was damit zu tun, warum es gerechtfertigt ist, dass die Lokführer mehr Geld bekommen sollten, aber erwähnenswert ist es allemal. Denn jeder Lokführer – auch wenn niemand es sehr wahrscheinlich zugeben würde – fürchtet sich genau davor, dass ihm so etwas passiert.
Aber wenn man das GEhalt betrachtet, dann kommt man beinahe zu dem Schluss, was die Lokführer eigentlich wollen. Sie werden doch recht grosszügig bezahlt, wenn man da andere Berufe ansieht, wo die körperliche Arbeit viel höher ist, aber der Lohn mickrig.
Es wird gestreikt. Gerade einmal 30 Prozent aller Fernzüge sollen fahren. Im Regionalverkehr wird häufig auf Busse gesetzt. Einige S-Bahnen in den Grossstädten fahren gar nicht, andere nur unregelmässig in grossem Zeitabstand. Aber sie fahren, dass ist schon mal was. Dennoch wird dieser fünfzig Stunden lage Streik, ziemlich viele Menschen getroffen haben, die heute oder morgen in den Urlaub fahren wollten. Wenn sie Glück haben, fährt ihr Zug, kommen sie vielleicht mit Umwegen zum Ziel oder sie kommen nicht weg vom Fleck.
Das ist dann ärgerlich für die Bahn, denn die muss diese Ausfälle ersetzen. Entweder mit der Erstattung des Reisepreises oder sogar einer Übernachtung oder ich weiss nicht was.
Das schadet natürlich der DB selbst. Die Kunden werden sich wieder auf ihre Autos konzentrieren, vielleicht auch aufs Flugzeug, falls da nicht auch gerade gestreikt wird, wie am Donnerstag bei GermanWings. Aber momentan soll auf den Strassen nicht übermässig viel los sein. Das kommt vielleicht erst am Montag. Aber da sollen die Züge wieder fahren.
Die GDL sagt auch, dass die Bahn die Verhandlungen verschleppe, weil sie auf ein Gesetz zur Tarifeinheit warte, dass die Bundesregierung irgendwann verabschieden will. Dieses GEsetz besagt, dass dann nur noch die mitgleiderstärkste Gewerkschaft Verhandlungen führen darf. Ist das dann nicht die GDL, sondern eine andere Gewerkschaft? Hm, sollte man drüber nachdenken.
Die DB kann es natürlich auch so machen, dass sie mehr Lokführer verbeamten, denn die dürfen dann bekanntlich nicht streiken. Kostet natürlich auch mehr, aber sollte sich die Bahn mal überlegen. Lieber das, als immer nur Streiks und Notfallpläne und verärgerte Kunden und Erstattung des Reisepreises. Da kommt eine Verbeamtung doch viel billiger.
Voerst müssen wir die Streiks akzeptieren. Was können wir selbst auch schon machen? Solidarität mit den Lokführern zeigen? Nö, irgendwann hat sich das wirklich.
Bin wirklich gespannt, wann das nächste Mal gestreikt wird. Schon am Dienstag? Ach, da fällt mir noch was ein? Hat die GDL zu viel Geld auf den Konten, dass sie diese loswerden müssen? Denn an jedem Streiktag bekommt derjenige, der in der Gewerkschaft ist, Streikgeld ausgezahlt. Der Gedanke kam mir schon im letzten Jahr, als Ver.di andauernd zum Streik aufrief. Daran hat nun noch keiner gedacht. Aber dafür gibt es schliesslich mich, um andere darauf zu stossen.

Elefantendame Mala macht heute und morgen fleissig mit bei der Begrüssung der neuen Elefanten aus Hannover. Fleissig hat sie mit ihren Rüsselkontakt aufgenommen und findet sie ganz nett, aber dennoch ist sie froh, wenn sie in ihrer kleinen Gruppe bleiben kann.
Letzte Woche ärgerte Mala sich masslos über das Auftreten der deutschen Nationalmannschaft. Verloren diese sang- und klanglos gegen Polen und gegen Irland sah es auch nicht besser aus. Schiessen sie irgendwann den Führungstreffer und dann kassieren sie in der 94. Minute (!) den Gegentreffer. Das ist doch nicht zu glauben, so spielt doch sonst nur der FC St. Pauli. Aber mit Max Kruse hatte auch ein ehemaliger St. Paulianer mitgespielt.
Mala tobte. So schlecht sei die Nationalmannschaft noch nie gewesen. Gemeinsam mit old Rani konnte sie Trübsal blasen, denn die Schweiz war auch nicht besser gewesen.
Aber lieber tobt Mala, als das sie Trübsal bläst. Und so hat sie auch gleich entdeckt, wo es hapert. Die Abwehr sei nichts und auf den Torwart könne man sich auch nicht verlassen. Bei der WM habe Neuer sehr gut gespielt, weit besser als sonst, aber nun ist er wieder auf dem Niveau, wo er seine alten Fehler mache.
Wahrscheinlich wäre er heute nicht die Nummer eins im Tor der deutschen Mannschaft, wenn nicht René Adler in den entscheidenen Momenten immer irgendeine Verletzung gehabt hätte. So redet von dem kein Mensch mehr. Mein Onkel glaubt, dass das bei dem irgendwas psychisches sei. Denn immer wenn es wichtig ist, sei er verletzt und wenn es nur ein Hexenschuss sei.
Vielleicht fängt die deutsche Mannschaft sich wieder. Denn wenn sie es nicht tun, wird es eng und sie sehen sich die EM nur als Zuschauer an. Dann wird hoffentlich Frankreich gewinnen, aber für Deutschland wäre es eine Blamage.
Nun geht aber erst einmal die Bundesliga weiter. Mala hat erfahren, dass Shila, die sie laut Aprilscherz in jungen Jahren hätte spielen sollen, fleissig am üben wäre, um einen Ball zu fangen und zu spielen. Allerdings hätte sie nur Zweige oder Steine zum Üben. Da wir Shila als übermütig kennen, sollte sie es lieber ganz sein lassen. Ausserdem, würde sie wirklich ein guter Torwart werden?
Darüber macht sich Mala keine Gedanken, sondern vielmehr über das nächste Spiel des FC St. Pauli. Am Montag werden sie auf Düsseldorf treffen und Mala sagt, dass sie gegen Düsseldorf nur Unentschieden spielen.
Jonas ist obenauf, denn sein Fussballorakel hatte beide Spiele richtig getippt. Besonders beim Unentschieden gegen Irland war sie sehr überzeugt vom Ergebnis. So entschlossen habe er sie noch nie erlebt gehabt. Er muss es wissen, schliesslich prüft er sie nun schon mehrere Wochen.
Was hat die Pusteblume denn nun zum St. Pauli-Spiel gegen Düsseldorf gesagt? Tja, da ist sie der MEinung, dass St. Pauli leider verlieren wird. Ein Blick auf die Tabelle könnte das bestätigen. Was sagte der Schlaubeutel zu dem Spiel? Es war das letzte, dass sie getippt hat, bevor sie sich auf den Weg nach Leipzig machte. Sie geht von einem Unentschieden aus. Und was sagt Plattfuss? Die hat Jonas auch gefragt, da er der Pusteblume nichts zutraut. Sie geht ebenfalls von einem Sieg Düsseldorfs aus. Sie sei ein furchtbarer Linksrüssler hat Jenalas Cousin über sie gesagt.
Wie es aussieht, wird es dieses Mal spannend werden, wer am Ende recht behalten wird.

 

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