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Wie gewonnen, so zerronnen


Das Thema Alzheimer/Demenz – inzwischen ist beides ja ein und dasselbe – kann ich im Fernsehen wirklich nicht mehr sehen. Seit beinahe zwei Wochen geht das nun so. Als ob es keine wichtigeren Themen geben würde. In drei Monaten wird sich niemand mehr daran erinnern, auch dass Rudi Assauer Alzheimer hat, werden dann nur noch wenige im Gedächtnis haben. In unserer kurzlebigen Welt ist alles schnell vergessen. So ist es nun einmal. Erst wird sich auf ein Thema gestürzt und so oft wiedergekaut, bis man darüber nichts mehr sehen oder hören will, und dann verschwindet es so urplötzlich, wie es gekommen ist. Aber so ist das.

Erinnert sich noch jemand an die Einträge, wo ich über Holger Stanislawski als Trainer geschrieben habe? Damals sagte ich ja, dass er die Saison in Hoffenheim nicht überstehen wird. So ist es nun gekommen. Am Donnerstag wurde bekannt gegeben, dass Stanislawski mitsam Co-Trainer Trulsen und Torwart-Trainer Nemet entlassen ist. Jenalas Cousin Jonas hatte Stanislawski ja nur bis Dezember gegeben. Die Hinrunde hat er auf alle Fälle überstanden, aber nun nach dem DFB-Pokal-Aus war Schluss mit Lustig. Und so musste Stanislawski gehen, dem dort ohnehin keine Zukunft bevorstand. Der ist nun einfach kein Trainer. Mag ja seine Ausbildung als Jahrgangsbester ausgeschlossen haben. Oder wie Jonas immer sagt: Der hat zuvor die Lösungen bekommen, damit er das auch alles kann. Keine Ahnung, ob das stimmt. Das Gerücht hält sich jedenfalls weiterhin hartnäckig.
Als Spieler nicht besonders gewesen und als Trainer genauso wenig. Wie sagte Jonas? Eine Pflaume bleibt eine Pflaume. Nun gut, dass will ich jetzt nicht sagen, aber als ewiges Talent können wir ihn schon bezeichnen.
Und warum ging Stanislawski eigentlich nach Hoffenheim? Angeblich, weil er wollte, dass er HSV ihn irgendwann holt. Das wird wohl ein Wunschtraum bleiben, wenn es wirklich wahr ist. Denn der HSV wird ihn nicht einmal holen, selbst wenn er der letzte Trainer auf Erden sei.
Manche werden sich fragen, warum Hoffenheim als Tabellenachter den Trainer entlässt. Tja, eigentlich weit entfernt von den Abstiegsplätzen, möchte man meinen. Doch näher betrachtet, sind es vom achten bis zum 16 Platz nur wenige Punkte. Von all den Vereinen, die auf den Plätzen stehen, könnte jeder noch absteigen. Da ist das letzte Wort noch nicht gesprochen. Es gibt eine Führungsgruppe aus vier Vereinen: Dortmund, Bayern, Schalke und Gladbach. Danach folgt Bremen, die aber schon erheblich weniger Punkte haben als die Vierergruppe. Und dann kommt eigentlich schon der Strudel, wer auf einem Abstiegsplatz landen könnte. Ein Mittelfeld existiert dieses Mal gar nicht, wie es scheint.

Der Napoleon des Irans lässt auch mal wieder von sich hören. – Warum Napoleon? Weil er so klein ist. Und kleine Leute sind bekanntlich gefährlich. – Ahmadinedschad prahlt mit Irans Atomprogramm. Sie würden sehr gut vorankommen. Entweder will er unbedingt sich mal wieder ins Gespräch bringen oder aber er will einfach nur provozieren. Nehmen wir mal letzteres an. Denn diese Aussage ist am 33. Jahrestag der islamischen Revolution getätigt worden. Sie war nicht die einzige, denn zudem kündigte unser iranischer Napoleon an, dass es auch neue Atomprojekte gebe. Das kennen wir ja schon, aber worum geht es dabei eigentlich? Was für neue Projekte? Da schweigt sich Ahmadinedschad aus. Nur so viel: Der Iran wird die Welt verändern.
Aha, das ist doch schon mal was. Und was soll das nun sein? Eine Megaatombombe, die alle Zivilisationen zerstört, ausser den Iran? Nein, keine Atombombe, die verstrahlt schliesslich alles. Also doch lieber eine Neutronenbombe? Alles wird im Umkreis der detonierenden Bombe zerstört, aber danach kann man gleich in das Gebiet gehen, denn es gibt keine schädliche Strahlung. Bloss Mensch und Tier, die dort lebten, sind alle tot. Aber das ist auch schon alles. Kann man verschmerzen, nicht wahr? Tja, irgend so etwas in der Art, scheint Ahmadinedschad wohl zu planen. Haben diese ganzen eingeschleusten Viren in den Computern nichts gebracht. Wenn jemand was will, setzt er es auch durch, egal wie lange es dauert, bis das Ergebnis zufriedenstellend ist.
Der Iran sollte weiter beobachtet werden, aber gegen die grössenwahnsinnigen Pläne, werden wir nichts ausrichten können. Das können nur die wahlberechtigten Iraner. Aber wenn wir uns da erinnern, hat es Ahmadinedschad durch Manipulation ja zu seiner gegenwärtigen Amtszeit gebracht. Erinnern wir uns an die grüne Revolution. Gebracht hat sie am Ende nichts. Was mich doch mal wieder an Russland erinnert. Da wird auch gegen Putin und seine Partei demonstriert, aber es bringt einfach nichts. Das Volk scheint machtlos zu sein, wie in Syrien, wo mit Waffengewalt gegen die Demonstranten und unliebsame Regimegegner vorgegangen wird. Seit einer Woche ist es wirklich schlimm dort geworden. Wir hören die Nachrichten und fragen uns, warum dagegen nichts getan wird. Jedenfalls geht es mir so. Warum tut keine Staatengemeinschaft etwas dagegen? Macht die UN nichts. Was fürchten sie? Ich weiss es nicht. Es kann doch nicht sein, dass ein Regime seine Gegner einfach umbringt. Die Zeiten, wo das passiert ist, dürften doch wirklich lange vorbei sein. Aber es passiert ja nicht nur da. Im Verborgenen geschieht es in Nordkorea und China. Und was in Russland passiert, will ich lieber gar nicht wissen.

Wo ich von Syrien sprach. Dort hat die Gewalt inzwischen die Hauptstadt Damaskus erreicht. Zudem soll nach „offiziellen“ Angaben – was bedeutet da offiziell? Manipuliert? – ein syrischer ranghoher Offizier ermordet worden sein. Der General namens Issa al Chuli soll beim verlassen seines Hauses erschossen worden sein. Er war Arzt im Militärkrankenhaus. Da frage ich mich, ob der absichtlich ermordet wurde oder aber es sich um ein Versehen handelte, wenn er denn wirklich tot ist. Denn ich kann mir nicht vorstellen, dass die Rebellen einen Arzt töten, auch wenn er den Gegnern angehört. Aber wie beweisen, ob es wirklich stimmt? Die Leiche will ich jetzt nicht unbedingt sehen, obwohl so was doch ein gutes Mittel des syrischen Regimes wäre, um zu zeigen, wie gefährlich und rücksichtslos die Regimegegner sind. Meiner Meinung nach, ist dies nur ein Vorwand, um die Gewalt gegen die Rebellen zu rechtfertigen.
Homs wird seit einer Woche unter Beschuss gehalten. 400 Menschen sind schon getötet worden, dennoch sind die Rebellen weiter auf dem Vormarsch. Seit elf Monaten geht die Offensive der Rebellen gegen den syrischen Präsidenten Baschar Assad und letztendlich hat es seitdem nur Gewalt und Tote gegeben. Was muss dort noch alles passieren, bis wieder Frieden im Land einkehrt? Aber am Beispiel Ägypten kann man sehen, dass selbst dort noch nicht aller Tage Abend ist. Das Militär versucht alles, um sich weiter an der Macht zu halten. Sie schrecken vor Anschlägen nicht zurück, wollen damit zeigen, wie sicher es unter ihnen war. Darf ich an 1997 erinnern, als über ein Dutzend Touristen im Totentempel der Hatschepsut niedergemetzelt wurde. Oder Jahre später in Sharm el-Sheik. Sind diese Attentate verhindert worden? Nein, auch wenn es sich nur um Touristenhochburgen handelt und nicht um ein Fussballstadion. Dennoch kann es nicht sein, dass das Militär so reagiert.

Die Affäre Wulff geht weiter. Inzwischen ist sogar Westerwelle beliebter als Wulff, und das will schliesslich was heissen. Nach dem Aufdecken des Sylt-Urlaubs, der angeblich vertuscht werden sollte, gibt es nun weitere Dinge, von denen wir nun hören. Einmal der Münchener Filmball, wo das Ehepaar Wulff auftauchte. Die Reise soll von der Firma Zentis bezahlt worden sein, wie eben auch die Freikarten, die Wulff bekommen hatte. Das Land Niedersachsen bemüht sich nun, wie es aussieht, weiteren Schaden vom Bundespräsidenten zu nehmen und forderte eine Rechnung von Zentis, um die Reise zu bezahlen. Dann ist da noch das gesponserte Diensthandy, wo aber sämtliche Rechnungen bezahlt worden sein sollen.
Wenn man das hört, fragt man sich doch, ob da nicht langsam eine absichtliche Kampagne gegen Wulff geschaltet wird. Denn ich bin mir ziemlich sicher, dass auch andere Politiker Dinge geschenkt oder aber auch Vergünstigungen bei Reisen bekommen. Das erfahren wir doch alles nicht. Das soll jetzt aber nicht heissen, dass ich es nicht richtig finde, was da jetzt mit Wulff geschieht. Ehrlich gesagt, warte ich nur auf den Tag, wo er zurücktreten wird. Aber das wird nicht geschehen. Und so wie es aussieht, hat das auch einen guten Grund, warum Wulff an seinem Bundespräsidentenstuhl klebt. Wenn er zurücktritt, käme er sehr wahrscheinlich nicht in den Genuss des Ehrensolds, dass Bundespräsidenten nach ihrer Amtszeit erhalten. Das wäre doch wirklich ein plausibler Grund, warum Wulff immer noch in Amt und Würden ist.
Damit müssen wir wohl leben, auch wenn ich es absolut nicht verstehen kann. Aber Geld regiert die Welt und Geld hat man zu haben, egal aus welcher Quelle, zudem ist es nie verkehrt Geld zu bekommen, um nicht weiter aufs Geld achten zu müssen. Verrückt. Und nun wieder mein bekanntes Sprüchlein: Im Übrigen bin ich dafür, dass Bundespräsident Wulff wegen der Geldaffäre zurücktreten muss.

 

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Let them talk


Irgendwie bin ich, durch welchen Umstand auch immer, in den Besitz der CD „Let them Back“ von Hugh Laurie gekommen. Wollte in der Redaktion wohl keiner haben, wie es schien, denn sie liegt nun schon seit über eine Woche bei uns auf einem Schrank, wo alles hinkommt, was irgendwie niemand wirklich haben will bis sich jemand erbarmt und es nimmt oder es irgendwann weggeworfen wird.
Jetzt denken alle, ich sei Dr. House-Fan. Dabei habe ich die Serie noch nie gesehen. Ich kenne Hugh Laurie nur von „Black Adder“ her und damals wusste ich gar nicht, wer das eigentlich ist. So sieht’s aus.
Von den fünfzehn Lieder gefallen mir gerade mal drei, aber das mag nichts heissen, denn mehr als drei Lieder habe ich noch nie von einer Musik-CD gemocht. Den Soundtrack von „Wasser für die Elefanten“ habe ich auch abgestaubt. Wenn man den hört, glaubt man wirklich, in einem Zirkus zu sein. Es ist wirklich so, als wäre das die typische Zirkusmusik. Allerdings sind fast alle Lieder ein wenig traurig, beginnt beim ersten und hört beim letzten dann auch auf.
Wer übrigens den Film noch nicht gesehen hat und eventuell noch überlegt, ob er/sie zwischen Film und Buch entscheiden soll, dem empfehle ich eindeutig den Film. Denn der ist logischer als das Buch, das ich nun endlich gelesen habe. Gibt da eine Unstimmigkeit, die kein Übersetzungsfehler ist, sondern auch im englischen Original vorkommt. Das wird aus einer Eisenstange ein Holzpflok, oder umgekehrt. Jedenfalls erinnerte mich das doch ziemlich an Kafka. Der hat bei „Der Prozess“ irgendwann auch nicht mehr gewusst, was er eigentlich geschrieben hat. Da wurde kurzerhand ein Onkel umbenannt. Egal, Kafka ist eh nicht mein Fall. Tauchte der eigentlich nicht in einer der Folgen von „Young Indy“ auf? Glaube mich da an eine kurze Szene zu erinnern, die ich irgendwo mal gesehen habe.

Von Libyen hört man mal wieder was. Sind zwar nur Gerüchte, aber in denen steckt ja oft ein wenig Wahrheit. So soll sich Gaddafi auf der Flucht befinden. Nach Italien kann er nicht, nach Frankreich auch nicht. Beide Präsidenten haben ihm die Freundschaft gekündigt. – Wobei Berlusconi nicht wirklich Präsident ist, aber Regierungschef. – Ausserdem plagen Italien wie Frankreich Geldsorgen. Sie wollen unbedingt die Euro-Bonds haben, von denen ich nicht so ganz verstehe, was sie eigentlich zu bedeuten haben, aber ich weiss, das sie alle Länder ins Verderben reissen können. Deshalb rate ich davon auch dringendst ab. Wer weiss, wen das wieder interessiert. Aber zurück zu Gaddafi. Er ist nun auf der Flucht, weil ihn niemand mehr lieb hat von seinen „Untertanen“. Ich frage mich hingegen, ob er überhaupt noch lebt. Wann haben wir ihn das letzte Mal gesehen? Selbst da sah er schon nicht mehr nach sich selbst aus, sondern eher wie ein Doppelgänger. Wirkte wie eine Marionette. Wissen wir denn, ob bin Laden wirklich erst von den USA getötet wurde oder bereits tot war oder aber vielleicht immer noch lebt? Wie die alles um seinen Tod verschleiern, finde ich höchst verdächtig. Vielleicht haben sie ihn gar nicht umgebracht, sondern sagen es nur, weil sie nicht wollen, dass seine Anhänger ihn befreien. Möglich ist alles.

Die Bundesliga ist wieder äusserst seltsam. Tabellenführer ist Gladbach, gefolgt von Hannover. Danach folgt leider Bayern, weil der HSV nicht in der Lage ist, sich zu finden. In der Mannschaft hat es noch nie gestimmt. Und Hoffenheim hat momentan wirklich mehr Glück als Verstand, aber lange muss das nicht anhalten. Gucke man sich doch mal den FC. St. Pauli an, den vorherigen Verein von Holger Stanislawsi, der sich jetzt übrigens so ein Teppichteil auf den Kopf geklebt hat. Sieht jedenfalls so aus. Die standen in der ersten Hälfte der vorherigen Saison gar nicht schlecht, bis zum Sieg gegen den HSV waren sie eines der besten Rückrundenteams. Und dann kam der Fluch des HSV, den es auch als Bayernfluch gibt. Gewinnt St. Pauli gegen einen der beiden Vereine, verlieren sie alle nachfolgenden Spiele und steigen ab. So ist es immer gewesen. Keine Ahnung, was das zu bedeuten hat. Aber worauf ich hinauswill. Anfangs dachte da auch niemand, dass nie noch absteigen würden. Und genauso könnte es Hoffenheim ergehen. Man gucke sich mal jetzt Gladbach an, letzte Saison vom 18. Platz sich auf den Relegationsplatz hochgekämpft, jetzt Tabellenführer. Das nennt sich Teamgeist. Und den besitzt der HSV nicht. Gut, da spielen jetzt schon mehr Deutsche als in den letzten Spielzeiten zusammen, aber dennoch wird immer noch kein Wert auf die eigene Jugend gelegt. Der HSV erkennt einfach keine Talente. Siehe Oliver Bierhoff, siehe Alexander Meier, der übrigens vom FC. St. Pauli kam und nun bei Eintracht Frankfurt immer für ein Tor gut ist.
St. Pauli könnte es heute wieder schaffen, auf den ersten Tabellenplatz zurückzukehren. Jenalas Ersatzelefant, das grosse Rüsselorakel, hat auf einen Sieg von St. Pauli getippt. Mal sehen, ob der Ködelriecher recht behält.

Hat jemand mal in „Die Alm“ reingeguckt? Ich nur durch Zufall am Samstag, als gerade alle Teilnehmer so langsam eintrudelten. Interessant fand ich es nun überhaupt nicht, aber vielleicht muss sich das noch eintrudeln. Und ich habe nicht wirklich vor, es mir weiter anzusehen. Irgendwie habe ich daran keinen Spass.

 

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