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Spielt Russland wieder falsch?


Nach einem 16stündigen Verhandlungsmarathon wurde am Donnerstagmorgen in Minsk das Ergebnis verkündet: Ab dem 15. Februar wird in der Ostukraine eine Waffenruhe herrschen.
So sagte Russlands Präsident Putin, aber er soll auch gesagt haben, dass es nicht die prorussischen Separatisten wären, die andauernd die vereinbarten Waffenruhen unterbrechen würden, sondern die Ukrainer. Haben die sich verkleidet, sich in das Gebiet der „Abtrünnigen“ geschlichen und dort dann abgefangen zu schiessen und Raketen loszuschicken? Anscheinend ist es wohl so laut russischer Sicht geschehen. Na ja, es gibt immer zwei Seiten und jede sagt was anderes.
Aber nun soll es also ab morgen eine Waffenruhe geben. Wie lange wird sie dieses Mal halten? Laut USA soll Russland schwere Waffen ins umkämpfte Gebiet verlagern und auch für weiteren Nachschub für die Rebellen sorgen. Auch der ukrainische Präsident Poroschenko glaubt nicht wirklich daran, dass Russland sich an die Waffenruhe halten werde, hätte Russland seine militärische Offensive doch weiter verstärkt. Das Minsker Abkommen würde damit in Gefahr sein. Doch nun hat Russland völlig überraschend eine UN-Resolution eingebracht. Angeblich, um damit zu gewährleisten, dass die Waffenruhe auch wirklich eingehalten wird. Politisches Kalkül oder Augenwischerei?
Interessant ist erst einmal, dass Russland sich nur als Bürge des Friedensabkommens sehe. Was dort vor Ort geschehe, können sie nicht beeinflussen. Im Grunde genommen ist das, was Kreml-Sprecher Peskow gesagt hat, praktisch ein Freifahrtsschein dafür, dass Russland sich die Hände in Unschuld wäscht, wenn auf der Krim wieder Kämpfe ausbrechen und es nichts mehr ist mir der Waffenruhe.
Gerade deshalb ist es so überraschend, dass Russland einen Resolutionsentwurf in den Weltsicherheitsrat eingebracht hat. Dieser Entwurf soll alle Konfliktparteien dazu aufrufen, dass Minsker Abkommen auf der Krim umzusetzen.
Im Text spielt sich Russland als der grosse Friedensmacher auf, denn man sei „tief besorgt über die furchtbaren Ereignisse“ in der Ostukraine. Nur mit friedlichen Mitteln – wie auch immer nach Moskaus Meinung aussehen mögen – sei eine Lösung möglich.
Wieso glaube ich, dass dies Augenwischerei ist und am Ende die Ukraine als die Bösewichte dastehen werden, die die Waffenruhe nicht gewahrt haben? Und genau das wird eintreten.
Interessant ist weiterhin, dass Russland bisher alle eingebrachten Resolutionen blockiert hatte, da sie ständiges Mitglied des UN-Sicherheitsrates sind.
Wer übrigens gedacht hat, dass in der Ostukraine sich die Situation entschärfen würde, nachdem die Waffenruhe ab dem 15.Februar verkündet wurde, hat sich geirrt. Denn seitdem sind die Kämpfe noch einmal ordentlich angeschwollen. Es sieht so aus, als wollen die prorussischen Separatisten eine Entscheidung erzwingen bis es zur Waffenruhe kommt.
So schön der Erfolg in Minsk vielleicht sein mag, wird er dennoch keine Lösung im Streit um die Krim zwischen der Ukraine und Russland sein. Dort wird erst Schluss sein bis Russland samt Putin erreicht hat, was sie haben wollen.
Es wird schon seit längerem davon gesprochen, dass Russland wieder sein Gebiet erweitern will und auf die Masse aus Sowjetzeiten zurückwill. Dazu gibt es auch die Breschnew-Doktrin, von der ich vor einigen Wochen/Monaten bereits einmal gesprochen habe. Damit ist es Russland legal möglich in ein anderes Land einzumarschieren, wenn sich die dort lebenden Russen benachteiligt fühlen.
Deshalb wird auch gerne gewitzelt, dass die ehemalige DDR, also die Bundesländer, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Brandenburg und Meckelnburg-Vorpommern sowie Ost-Berlin wieder von Russland einverleibt werden. Deshalb taucht auf öfters der Witz auf, dass das Finale der WM 2018 in Ost-Berlin stattfinden würde. Kürzlich bei der Fastnacht in Franken wurde darauf wieder eingegangen, auch wenn es dann eher darum ging, dass in Bayern andauernd der Strom ausfällt, weil es von sämtlichen Stromtrassen abgeschnitten ist.
Aber zurück zum Minsker Abkommen. So schön das Ergebnis sein und klingen mag, ich glaube nicht daran, dass es allzulange halten wird. Vielleicht einen Monat, wenn überhaupt. Dann werden die Kämpfe dort weitergehen. Wahrscheinlich wird es wieder heissen, dass die Ukraine begonnen hätte. Selbst wenn das Gegenteil bewiesen wird, werden die prorussischen Separatisten bei ihrer Wahrheit bleiben.
Eine Lösung wird es in der Ostukraine bis auf weiteres nicht geben.

Heute ist also endlich der Tag der Tage: Valentinstag. Bereits seit Tagen werden verstärkt irgendwelche blödsinnigen Sachen angeboten, die man seinem/seiner Liebsten schenken sollte. Pralinen in Herzform, Bonbons, Kekse, ich weiss nicht was noch alles in Herzform angeboten wird. Der Preis ist mehr als unverschämt, denn die normalen Produkte davon kosten nur einen Bruchteil davon.
Kommerz ohne Ende. Vor allem lasse ich mir doch nicht vorschreiben, dass ich am 14.Februar unbedingt etwas für Regina kaufen soll. Das kann und mache ich an jedem anderen Tag. Ganz freiwillig.

Borussia Dortmund hat sich aus dem Keller der Ersten Liga gespielt. Bereits das zweite Spiel in Folge haben sie gewonnen. Ob sie nun doch nicht absteigen werden? Warten wir es ab.
Elefantendame Mala hingegen wartet noch auf den ersten Sieg ihrer Lieblingsmannschaft. Seit letzter Woche läuft der Spielbetrieb der Zweiten Liga wieder und der FC St. Pauli hatte es nur zu einem müden Unentschieden gebracht, weil er den Weg zum Tor nicht zu finden schien. Bis auf eine Riesenchance hat es wohl auch nichts weiter gegeben. Wenn der Verein so weiter spielt, wird er tatsächlich absteigen, denn jetzt zählen nur noch Siege. Alles andere darf es nicht mehr geben.
Am Montag wird es gegen Greuther Fürth gehen. Vor zwei Jahren spielte der Verein in der Ersten Liga, letzte Saison hätten sie aufsteigen können, wenn sie in der Relegation den HSV besiegt hätten. Nun schwächelt der fränkische Verein. Deshalb sagt Mala auch, dass St. Pauli gegen Greuther Fürth drei Punkte holen wird.
Jonas hingegen ist ratlos mit seinem Fussballorakel, denn die Pusteblume entschied sich erst für ein Unentschieden und dann für einen Sieg des FC St. Pauli. Nun weiss er wirklich nicht, was sie denn ihm hatte sagen wollen. Ich würde mal sagen, dass er sich endlich ein anderes Orakel suchen sollte. Das wohlgenährte Dickerchen ist bestimmt ganz wild darauf, sich als neues Orakel zu probieren. Ähnlich wie Mala ist sie sehr verspielt und übermütig, weiss aber genau, wo ihr Platz ist.
Jonas hat sich entschieden, dass die Pusteblume sich für einen Sieg entschlossen hätte. Damit wäre sie also einer Meinung mit Mala. Mal sehen, ob sie beide recht behalten werden. Dürfte inzeressant sein.

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Wann ist Schluss mit dem Irrsinn?


Russische Soldaten in der Ukraine, Tote, Verletzte, abgeschossene Kampfjets. Die unendliche Geschichte geht weiter. Nun scheint es wieder ernst zu werden. Seit April sind mehr als 2500 Menschen in der Ost-Ukraine ums Leben gekommen. Entspannung gab es eigentlich nie, sondern immer mehr spitzte sich die Situation zu.
Ein ukrainischer Kampfjet wurde von einer russischen Rakete abgeschossen. Damit nicht genug, sind nun auch russische Soldaten über die Grenze gekommen. Angeblich aber nur, weil sie die Grenze nicht gesehen haben. Es sei folglich völlig unabsichtlich geschehen. Ja, ja, wer’s glaubt. Bei diesem kleinen Zwischenfall darf man aber nicht die Gerüchte ignorieren, dass russische Soldaten längst die Grenze zur Ukraine überschritten haben. Wenn von einer „russischen Invasion“ gesprochen wird, kann man dem zustimmen. Wobei, laut Putin gehört die Krim schon gar nicht mehr zur Ukraine, sondern wird als „Neurussland“ bezeichnet.
Der grösste Witz ist allerdings, dass Putin die Vorgänge des ukrainischen Militärs mit dem Russlandfeldzug der Nazis vergleicht. Das macht genau der richtige, denn wer ist denn schuld daran, dass es überhaupt so weit gekommen ist? Ach ja, ich vergass, dass die bösen Ukrainer ihren verhassten Präsidenten Janukowitsch gestürzt haben. So was macht man natürlich nicht.
Im Grunde genommen könnte mir das völlig egal sein, was da in der Ukraine geschieht, denn es ist weit weg von mir. Dennoch darf man die Folgen dieses Konflikts nicht übersehen.
Da sind einmal die ganzen Wirtschaftssanktionen gegen Russland, die so langsam die deutschen Firmen zu spüren bekommen. Das ist natürlich noch nicht wirklich bedenklich, aber man darf man nicht vergessen, dass Russland ein stets guter Kunde war, da es viele dieser Produkte nicht selbst produziert. Das fällt nun alles weg. Momentan mag es noch nicht gross ins Gewicht fallen, aber mit der Zeit… Tja, da könnte es düster werden.
Noch wird der Konflikt auf ukranischem Staatsgebiet ausgetragen, aber wie lange noch? Schnell kann so was überschwappen. Man denke sich nur mal, wie schnell vor hundert Jahren es zu einem Flächenbrand kam. Gut, da waren die einzelnen Länder auch verbündet und jeder gab dem anderen Schuld. Im Grunde scheiterte es damals daran, dass niemand wirklich die Feindschaften beilegen wollte. Da brauchte es nur einen Funken, um den Flächenbrand auszulösen. Aber auch jetzt kann es dazu kommen. Es braucht nur irgendetwas Belangloses sein, um einen erneuten Weltkrieg auszulösen.
Deshalb bleibt auch die Frage: Was wird nach der Ukraine kommen? Vielleicht all die Länder, wo Russen leben? Müssen wir also fürchten, dass demnächst oder in einigen Jahren die russische Armee vor unserer Haustür steht? Wenn man Putin so hört, muss man diese Befürchtung haben. Aber wer weiss, ob er überhaupt so lange leben wird.

Promi Big Brother ist vorbei. Der Sieger ist, wie ich bereits letzte Woche andeutete, Aaron Troschke. Halb Deutschland kannte ihn nicht, diese werden ihn jetzt sehr wahrscheinlich auch nicht kennen. Ehrlich gesagt, letzte Woche fand ich es noch gut, wenn Aaron Troschke gewinnen würde. Aber im Laufe der Tage hat er sich regelrecht ins Negative geändert. Dennoch schien er immer noch genügend Fans zu haben. Kein Wunder, seine Mitstreiter waren auch mehr als lächerlich. Aber kann mir mal jemand erklären, warum Claudia Effenbarg auf dem zweiten Platz gelandet ist? Haben die sich verwählt? Ich glaube, dass sie es nur so weit geschafft hat, weil sie schon recht früh in den Keller gewählt wurde. Wäre sie oben geblieben, wäre sie sicherlich recht schnell gegangen worden, genauso wäre es sicherlich auch Michael Wendler gegangen. Aber im Keller war er regelrecht erträglich. Und Ronald Schill, der war mit Hubert Hubsi Kah das regelrechte Dreamteam der Show. Als Hubsi rausgewählt wurde, wurde es ziemlich langweilig. Deshalb habe ich mir auch kaum die Finalsendung angesehen. Es gibt auch noch wahrlich andere Dinge anstatt Fernsehen. Wieso ist der Bachelor eigentlich noch vierter geworden? Nun gut, ich kann ihn nicht ausstehen. Aber seit der Aktion, wo er genauso wie Alexandra Rietz gegen Liz Baffoe gestimmt hat, mit Erklärungen, die ihn praktisch reinwaschen sollten, war er bei mir völlig unten durch. Ich hoffe, man sieht ihn nie wieder. Aber irgendwie findet er immer was, um von sich reden zu machen.
Meinte Jochen Schropp das gestern eigentlich ernst, als er sagte, man könne sich schon für die kommende Promi Big Brother-Staffel im nächsten Jahr bewerben? Meinte er damit wirklich jeden? Könnte ich mich jetzt auch bewerben? Nicht, dass ich das wirklich vorhätte. Es gibt Dinge, die muss ich nicht wirklich machen. Ausserdem bin ich dazu viel zu uninteressant. Also nicht wirklich prominent, auch wenn ich mich vielleicht dafür halten könnte, schliesslich kenne ich Gott und die Welt und habe schon einige Prominente interviewt. Die Beweisfotos will ich hier nun nicht reinstellen, aber es waren schon einige Dutzend. In den letzten vier Jahren ist da schon was zusammengekommen. Aber deshalb bin ich noch lange nicht berühmt. Aber wer kann sich schon berühmt nennen? Denn wer von den „Insassen“ der diesjährigen Staffel war wirklich berühmt oder konnte als Promi angesehen werden? Einige wollten bloss im Gespräch bleiben, die anderen haben längst ihre besten Zeiten hinter sich und der Rest? Welcher Rest? Damit wären die Gründe alle genannt. Ach ja, einen Imagewechsel habe ich noch vergessen. Aber ich glaube kaum, dass das geglückt ist.
Die diesjährige Staffel Promi Big Brother war weitaus interessanter als die Staffel vom letzten Jahr, obwohl dort weitaus bekanntere Leute mitwirkten. Vielleicht lag der Erfolg der diesjährigen Staffel einfach daran, dass Oliver Pocher sie nicht mehr moderierte. – Apropos, was macht Pocher eigentlich, ausser sich als Merkel zu verkleiden?

Elefantendame Mala braucht eine Konkurrentin weniger zu fürchten, wo Thura nun in Leipzig weilt. Aber Jonas hat schon Ersatz gefunden. Er nimmt die Pusteblume als neues Rüsselorakel. Hat sie auch schon getestet. Einmal das Spiel St. Pauli gegen Greuther Fürth und dann Deutschland gegen Argentinien. Jonas beschwert sich zwar noch immer, aber er hat auch schnell einen Ersatz gefunden. An dieser Stelle werde ich aber noch bis zum Düsseldorf-Spiel die Tips vom Schlaubeutel nennen, denn bis zu dem Spiel haben Jonas und ich sie letzte Woche gefragt, als ich in Hamburg war.
Dann hat sich Ninas Cousin doch nicht für das wohlgenährte Dickerchen entschieden, wie ich anfangs dachte, denn er favorisierte sie immer. Allerdings wird sie bekanntlich von zwei „Schmarotzern“ umzingelt, dass es schwierig sein dürfte, sie wählen zu lassen. Und bei der Pusteblume? Ist sie vielleicht nicht zu hektisch und entscheidet sich immer für ein Unentschieden? Ich bin skeptisch, aber bisher soll sie nicht für ein Unentschieden gewesen sein.
Also, was sagt Elefantendame Mala, wie St. Pauli am Montag gegen Greuther Fürth abschneiden wird? Leider wird St. Pauli gegen die Fürther verlieren. Genauso entschied sich auch der liebe Schlaubeutel und ebenso die Pusteblume.
Für die Wiederauflage des WM-Finales hat sich Europas klügster Elefant für ein Unentschieden entschieden. Der Schlaubeutel hat dieses Spiel nicht mehr getippt und Pusteblume votierte für einen Sieg Deutschlands. Na, da scheint jemand ein Linksrüssler zu sein.
Dann wollen wir mal sehen, wie sich die Pusteblume macht. Aber nicht, dass sie in zwei Jahren auch wird gehen müssen. Das will Jonas nun gar nicht. Aber wie gesagt, die unendliche Geschichte geht weiter…

 

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Europawahl – Wird es ein Splitterparlament?


Morgen steht bei uns die Wahl zum europäischen Parlament an. Aufgerufen sind alle, die wahlberechtigt sind.
Wer keine Briefwahl gemacht hat – so wie ich – sollte sich morgen also mit seinem Personalausweis und der Wahlbenachrichtung auf den Weg machen und irgendeine Partei wählen. Hauptsache es wird Wählen gegangen, denn das ist wichtig. Zwar macht das europäische Parlament sowieso, was es will, dass wir nur erbost mit dem Kopf schütteln können.
Man hat als Bürger immer das Gefühl, dass sie sich dort in Strassburg langweilen, weshalb sie auf die abstrusesten Dinge kommen. Man erinnere sich an die gerade Gurke oder die Lautstärke im Orchestergraben.
Warum ich hier zur Wahl aufrufe, hat einen guten Grund. Nicht nur kann sich dann jeder darüber aufregen, was im Europa-Parlament wieder verzapft wird, sondern kann so auch verhindern, dass unbedeutende Parteien ins Parlament kommen.
Grund: Die fünf bzw. drei-Prozent-Hürde wurde im Februar als verfassungswidrig fallen gelassen. In NRW ist das schon seit vielen Jahren gang und gebe. Aber das heisst nicht, dass wir so was auch im Europa-Parlament brauchen. Also, eine kleine Hürde gibt es dennoch: Eine Partei muss zwischen 0,5 bis 0,7 Prozent der Gesamtstimmen haben. Aber will man wirklich Splitterparteien in einem Parlament sitzen haben? Wozu das in der Weimarer Republik geführt hat, wissen wohl die meisten. Die Parteien waren sich untereinander nicht grün, man war aber aufeinander angewiesen, um an die Regierung zu kommen. Keine Koalition hat da wirklich lange gehalten, weil es immer Querelen gab.
Im Europa-Parlament regt mich mehr auf, dass man mit Egoismus versucht, sich ein schönes Plätzchen im wohlgemachten Nest zu sichern. Vor allem scheinen die Politiker der ödp sehr ehrgeizig zu sein. Die waren es unter anderem, denen wir zu verdanken haben, dass die Prozentklausel wegfallen musste. Übrigens versucht diese Partei auf jedem erdenklichen Weg, Stimmen zu ergattern. Da sorgen sie dafür, dass Marktplätze oder die Stationen von Vorortszügen sauber gehalten werden. Wobei ich nicht wirklich sehe, dass sich was geändert hat.
Da ich solche Schleimparteien nicht mag, ist das allemal ein Grund, dass ich hier zum Wählen aufrufe. Denn je mehr die grossen Parteien gewählt werden, desto weniger kleine Parteien kommen rein. So sieht es aus.
Übrigens finde ich es eine grosse Papierverschwendung, wenn ich knapp eine Woche vor der Wahl noch Wahlreklame von SPD und CSU (hier in Bayern) bekomme. Denn ich hatte schon vor Wochen Briefwahl gemacht. Zudem war bei der SPD-Reklame der Hinweis angebracht, dass man sich am Abend das Gespräch zwischen Schulz und Juncker in der ARD ansehen solle. Problem: Der Zettel wurde erst abends in den Briefkasten geworden, sodass ich erst am Morgen davon erfuhr. Aber auch so hätte ich mir das nicht angesehen. Ich mag Martin Schulz einfach nicht.
Im Grunde muss man sich fragen, warum man eigentlich wählen geht, wenn die Politiker sowieso machen, was sie wollen. Ist mal irgendwas Gutes aus Strassburg oder Brüssel gekommen? Ich kann mich jetzt nicht daran erinnern. Aber wenn wir gar nicht wählen gingen, wer weiss, wer dann unser Land im Parlament vertreten würde.
Also, morgen wählen gehen, wenn keine Briefwahl gemacht wurde.

Der HSV hat es tatsächlich geschafft, in der Ersten Liga zu bleiben, obwohl sie sich nicht wirklich mit Ruhm bekleckert haben. Besonders im Hinspiel konnten sie froh sein, dass die Fürther es nicht geschafft hatten ein Tor zu schiessen. Man fürchtete das Schlimmste für das Rückspiel, stattdessen würde man positiv überrascht. Anfangs jedenfalls. Die Mannschaft war an vielen Positionen verändert worden. Dann der Führungstreffer. Der HSV schien im Aufwind zu sein, der Klassenverbleib lag in greifbarer Nähe. Dann der Ausgleichstreffer durch Fürth und das grosse Zittern begann. Am Ende hatte der HSV ganz viel Glück, dass die Fürther nicht noch ein Tor schossen. So blieb der Dino in der Bundesliga, obwohl er sich bei Hin- und Rückspiel wie auch in der ganzen Bundesligasaison nicht mit Ruhm bekleckert hatte. Aufgrund ihres Auswärtstores, das doppelt zählte, blieben sie dort, wo sie seit fünfzig Bundesligazeiten waren: Liga eins. Hamburg ist erstklassig geblieben und Jonas sieht seine Vermutung bestätigt, warum St. Pauli auf keinen Fall auf den Relegationsplatz wollte. Dann hätten sie gegen den HSV spielen müssen. Ja, ich habe es bereits mehrmals erwähnt, aber nun ist es wirklich das letzte Mal, wo ich das tue.
Elefantendame Mala lag mit ihrer Vorhersage mal wieder falsch, sagte sie doch einen Sieg des HSV voraus. Der von Jonas neuerdings bevorzugte Schlaubeutel hingegen tippte auf ein Unentschieden. Damit lag sie goldrichtig, auch wenn all ihre anderen Entscheidungen falsch gewesen waren.
Nun steht heute Abend das Champions League-Finale an. Madrid spielt. Genauer gesagt Real gegen Athletico. Beide Vereine stammen aus Madrid, weshalb Elefantendame Mala erst einmal voraussagte, dass Madrid gewinnen würde. Ist sie nicht wieder ein Scherzkeks? Aber sie hat sich dann doch genauer festgelegt. Für sie gewinnt Athletico, denn der Verein sei nicht nur spanischer Meister geworden, sondern ihr auch viel sympathischer.
Wie hat der Schlaubeutel entschieden? Die hat sich nun ganz anders festgelegt. Diese Elefantin tippt auf Real und war auch nicht vom Gegenteil zu überzeugen, wie Jonas zugab. Er hatte eigentlich gewollt, dass sie Athletico sagt. Will er nun schon sein unabhängiges und unbestechliches Orakel beeinflussen? So geht das nicht.
Heute Abend nach Abpfiff des Finales werden wir wissen, welche der beiden Elefantenkühe recht behalten hat. Mala oder der Schlaubeutel? Das ist hier die Frage.

Noch einmal zu Mala, weil ich da wieder so einen Eintrag auf einer Internetseite gelesen habe, als ich diesen Blog mal wieder gegoogelt habe. Erstens würde ich sehr gerne davon informiert werden, wenn man sich irgendwo auf mich bezieht und zweitens eventuell auch mal gefragt werden, wie ich denn zu den Einschätzungen komme bzw. diese auch erwähnen.
In zwei Wochen wird Mala also ihren offiziellen 50. Geburtstag feiern. Bin schon an dem Artikel zu ihrem Ehrentag dran, genauso wie zu dem Artikel für den zweiten Jahrestag ihres Abschieds.
Vergangene Woche begann der Pairi Daiza wieder mit dem Bad der Elefanten, wo Mala und old Rani ihre Tricks – eigentlich sind es Malas Tricks – vorführen und eingeseift werden. Natürlich baden sie auch, was Mala sichtlich geniesst, schliesslich ist sie eine Wasserratte. Zuvor war die Elefantendame mit ihrer Artgenossin immer an bestimmten Zeiten von den Besuchern gefüttert worden. Etwas, das Mala sehr mag. Dennoch musste man feststellen, dass ihre Augen nicht leuchteten, wie es früher immer war. Sie nimmt das Futter, beinahe hatte es den Anschein, als würde sie sich alles ins Maul stopfen und gar nicht kauen, aber die überschwengliche Freude fehlt. Nun fand ich vergangene Woche ein recht aktuelles Video – man sieht das daran, dass Mala sehr stark behaart ist – und musste erschreckt feststellen, wie stark sie am Weben war. Ja, die alte Dame fühlt sich einfach nicht wohl. Sie hat immer gewebt, das ist nicht zu leugnen, aber nicht so schlimm, wie ich es jetzt gesehen habe. Sie fühlt sich einsam, was seltsam ist, denn hat sie nicht eine Artgenossin und darf endlich Leitkuh sein? Wird sich nicht liebevoll um sie gekümmert? Doch, all das trifft zu und dennoch wirkt Mala unglücklich. In den knapp zwei Jahren, wo sie nun in Belgien ist, sollte sie sich doch langsam arrangiert haben. Aber vielleicht hat sie anfangs gedacht, dass sie bald wieder abgeholt würde. Nun hat sie diese Hoffnung aufgegeben und ist traurig. Denn das ist sie, auch wenn Mala es schafft, ihre Gefühle hinter einer Maske zu verbergen. Darin war sie immer gut.
Damit Mala nicht vergessen wird, schreibe ich bald jede Woche etwas über die Elefantendame. Dabei habe ich auch ein wenig eine Kunstfigur geschaffen, denn der wahren Mala ist es herzlich egal, wie der FC St. Pauli spielen mag und ob sie tatsächlich davon träumt, einmal zwischen den Pfosten zu stehen, weiss ich wirklich nicht. Aber im Grunde geht es mir nur darum, dass die Erinnerung an Europas klügsten Elefanten wach gehalten wird. Doch wenn ich darüber schreibe, wie es ihr geht, dann stimmt das, da es auf Beobachtungen basiert, die ich mithilfe von Youtube-Videos gemacht habe. Als Rückversicherung dient mir Nina, die Mala besser kennt als jeden anderen Elefanten.

Kleine Anmerkung: Ich sammle nicht die Fussballkarten von Rewe und die Panini-Klebebildchen auch nicht. Nur für denjenigen, der hier nach Kartennummern suchte. Damit kann ich leider nicht dienen.

 

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Die Türkei am Abgrund oder mittelalterliches Russland


In der Türkei herrschen Wut und Trauer zu gleichen Teilen. Wut auf Ministerpräsident Erdogan und Trauer um die tödlich verunglückten Minenarbeiter. Knapp dreihundert sind tot, mehr als dreihundert fünfzig konnten lebend gerettet werden, aber immer noch werden etwa 300 vermisst. Sie noch lebend aus der Mine zu holen, dürfte kaum möglich sein.
Kritik der Überlebenden, Angehörigen und weiteren wird am Staat laut. Seit diese die Minen privatisiert hätten, würden sich die Unglücke häufen, ist noch die harmloseste Kritik. Wobei ich mich frage, ob die Bedingungen wirklich besser waren, als dem Staat noch die Minen gehörten. Wenn man zurück in die Vergangenheit sieht, verklärt man vieles. Ausserdem hätte es dann doch einen zweiten Schacht gegeben, oder nicht? Die Bedingungen können doch nicht auf einmal sich drastisch verändert haben. Das ist unmöglich.
Nun regt sich vor allem Kritik an Erdogan, die seit der Gazi-Park-Affäre – so nenne ich das mal – in Gange ist. Das Schlimme ist, dass der türkische Ministerpräsident diese Kritik auch noch mit seinem unbedachten Verhalten und unbedachten Äusserungen nährt. Zudem soll er nun auch ein Mädchen getreten haben, nachdem schon sein Berater jemanden mit Fusstritten traktierte.
Ich weiss wirklich nicht, warum Erdogan und seine Anhänger die Situation noch hochschaukeln, anstatt die Menschen zu besänftigen. Das versucht Präsident Gül, aber viel wird er nicht ausrichten können.
Bedeutend an der ganzen Situation ist, dass die Region, wo das Minenunglück geschehen ist, die Mehrheit der Menschen bei der letzten Wahl für Erdogans Partei gestimmt haben. Und nun die grosse Umkehr.
Die Wut ist seit langem in den Menschen, vor allem in den jungen, die nicht damit zufrieden sind, wie Erdogan die Türkei regiert. Der Gazi-Park war die Spitze des Eisbergs, nun ist das Fass zum überlaufen gebracht worden.
Demonstrationen werden gewaltsam aufgehoben, aber das werden die aufgebrachten Menschen irgendwann nicht mehr akzeptieren. Ob dann der Türkei ein Umsturz wie in Ägypten oder Libyen droht?
Wenn die türkische Regierung ihre Haltung nicht schnell ändert, könnte es wirklich dazu kommen.
Des weiteren wird Kritik daran laut, dass die Türkei keine Hilfe aus dem Ausland annehmen will. Länder wie Deutschland, Frankreich, natürlich die Europäische Union, die USA und sogar Israel haben ihre Hilfe angeboten, aber die Türkei scheint sie nicht zu wollen. Dabei sind noch an die dreihundert Kumpel in der Mine gefangen. Einige von ihnen könnten vielleicht noch leben, aber ohne schnelle und professionelle Hilfe werden nur noch Tote geborgen werden. Ich will den türkischen Kräften gar nicht absprechen, dass sie das nicht selbst könnten, aber manchmal ist es wirklich hilfreicher, wenn man Kräfte vor Ort hat, die mit solchen Situationen umgehen können.
Aber schon beim schweren Erdbeben von Van im Oktober 2011 hatte die Türkei jegliche Hilfe abgelehnt. Die angebliche Begründung: Zu viele Hilfskräfte würden nur für Chaos suchen. Wenn man es richtig organisiert, passiert da gar nichts und es bricht kein Chaos aus.
Wir können gar nichts tun, nur zusehen, was die Türkei macht. Das Minenunglück spaltet das Land in zwei Lager. Die Erdogan-Gegner und dessen Befürworter. Wenn man sich nicht um Besänftigung bemühen wird, kann das noch etwas Schlimmes draus erwachsen.

So, in der vergangenen Woche trafen sich Hollande und Merkel in Mecklenburg-Vorpommern und beschlossen mal wieder ein paar Sanktionen gegen Russland, weil es immer noch nicht in der Krim-Krise Vernunft angenommen hat. Allerdings geht es bei diesen Sanktionen mal wieder nur um irgendwelche Kontosperrungen und Einreiseverboten in die EU.
Also bitte, wen interessiert das denn? Putin jedenfalls nicht. Der lacht über diese Einfallslosigkeit. Deshalb empfehle ich Sanktionen, die Russland richtig wehtun, besonders jetzt, wo die russische Wirtschaft am Boden liegt.
Was man da am besten machen kann? Na, beispielsweise den Hamburger Hafen für russische Schiffe und vor allem Waren sperren und dann auch noch alle weiteren EU-Containerhäfen wie Wilhelmshaven oder Rotterdam. Das wird Russland wehtun, denn ohne die Exportmarkt wird es der russischen Wirtschaft nur noch schlechter gehen. Kontosperrungen hingegen sind doch ein Furz dagegen.
Wenn man schon was machen will, dann sollte Russland wirklich geschadet werden. Aber ob das Putin dann nicht zum Anlass nimmt, um Krieg zu machen? Denn die Wirtschaft lässt sich bekanntlich am besten ankurbeln, indem man einen Krieg macht. Aber dieser Krieg muss kurz sein, sonst kehrt sich der Erfolg – der Wirtschaft – ins Gegenteil um.
Für einiges Kopfschütteln sorgt Russland wegen des Gewinns von Conchita Wurst beim Eurovision Song Contest (ESC). Sie sehen in dem Wettbewerb nichts Seriöses mehr und wollen nun ihren eigenen ESC gründen: The voice of Eurasia.
Das Conchita Wurst überhaupt fünf Punkte aus Russland bekommen hat, wundert mich wirklich. Aber vielleicht konnte die Jury nichts gegen das Telefonvoting machen. Tja, so ist das halt. Aber Russland ist geschockt. Anscheinend ist ganz Europa schwul. Denn wahrscheinlich setzen sie einen Travestiekünstler bzw. eine Draque-Queen mit Homosexualität gleich. Das muss nicht immer nicht sein. Aber in Russland sind sie derartig engstirnig im Denken, dass ich das Gruseln bekomme.
Da haben sie in Moskau für hundert Jahre den Christopher Street-Day verboten, dann eine Demonstration der Schwulen, weil es die Jugend gefährden könne. Denn das Gesetz lautet, dass man in Gegenwart von Minderjährigen nicht über Homosexualität sprechen darf oder sonstwie darauf aufmerksam macht. Denn die arme Jugend könnte sich ja an „dieser Krankheit“ – die glauben in Russland wohl wirklich daran, dass es eine Krankheit ist – anstecken. Das ist tiefste und dunkelste Mittelalter-Denkweise. So denkt ja nicht einmal mehr die katholische Kirche – also die Mehrheit, Ausnahmen gibt es immer.
Wenn also die Russen wieder so gedanklich im Mittelalter sind, wann wird denn dann die Folter wieder eingeführt? Oh, ich vergass, im Verborgenen gibt es sie bereits, besser, war sie nie abgeschafft. Genauso wie es noch die Gulags gibt, auch wenn sie heutzutage eine andere Bezeichnung tragen.
Wenn alles nicht so traurig wäre, könnte man wirklich darüber lachen.

Morgen steht das Rückspiel in der Relegation Bundesliga gegen Zweite Bundesliga an. Also der 16. der Ersten Liga gegen den 3. der Zweiten Liga. Kurz gesagt: HSV gegen Greuther Fürth. Das Hinspiel war schon einmal nichts. Der HSV erschreckte mit Standfussball à la Skibbe, bekam nichts zustande – ausser einem Abseitstor. Kurz vor Beginn des Spiels war auch noch Stammtorhüter René Adler ausgefallen – Rücken. Also Drobny im Tor. Meiner Meinung nach hat er die Null gehalten. In letzter Zeit hat Adler viele Fehler gemacht, wobei natürlich auch die Abwehr nicht ganz fehlerlos gewesen ist. Ein Spieler, der meiner Meinung nach recht spät eingewechselt wurde, war Marcell Jansen. Einer der wenigen Spieler, die wirklich laufen können. Wenn der HSV sich morgen wieder so ein Spiel wie am Donnerstag leistet, dann wird es die Zweite Liga. Dann ist es vorbei.
Übrigens betrachte ich Jonas‘ Vermutung, dass der FC St. Pauli absichtlich in den letzten fünf Spielen so schlecht gespielt hat, weil sie in der Relegation nicht gegen den HSV antreten wollten, nun mit ganz anderen Augen. Ich glaube jetzt wirklich, dass es wahr sein könnte. Aber hätte St. Pauli sich mehr angestrengt, wären sie mindestens auf dem zweiten Platz gelandet und damit dem HSV aus dem Weg gegangen.
Elefantendame Mala und ihre Nachfolgerin Schlaubeutel tippten beide das Hinspiel der Relegation – und lagen daneben. Beide waren sehr euphorisch gewesen und hatten auf einen Sieg des HSV getippt. Angeblich hätte aber der Schlaubeutel auch ein Unentschieden getippt, beim Rückspiel, wie Jonas sagte. Ein Unentschieden würde den HSV auch weiterbringen im Rückspiel, aber sie müssten 1:1 spielen. Allerdings müssten sie dazu erst einmal das Tor treffen – und nicht das eigene.
Also, was sagen Mala und der Schlaubeutel nun zum Rückspiel? Mala tippt erneut auf einen Sieg des HSV. Sie ist einfach unbelehrbar oder ist sie etwa im Stress? Denn innerhalb einer Woche vier Spiele zu tippen, ist nun auch nicht ohne. Beim Schlaubeutel könnte man sich das auch fragen, denn sie wurde sofort mit mehreren Fragen bombardiert. Wobei Jonas vergessen hat, den Schlaubeutel nach dem DFB-Pokal-Finale zu befragen. Hat er völlig verschwitzt. Manchmal weiss er halt nicht, wo sein Kopf steht. Der Schlaubeutel hat sich beim Rückspiel des HSV gegen Greuther Fürth ein Unentschieden „vorhergesagt“, wie ich bereits erwähnte.
Mala hat auch das DFB-Pokalfinale getippt, hat schliesslich sonst nichts zu tun, wie sie zu sagen pflegt. Und was sagt die liebe Kuh? Dortmund würde gewinnen. Na, da hoffe ich wirklich, dass sie dieses Mal den richtigen Riecher bewiesen hat und Bayern wirklich verliert.
Mala hat jetzt wieder ein wenig mehr zu tun, denn ab heute gibt es wieder das beliebte Elefantenbaden vor Publikum. Mala freut sich schon darauf, schliesslich ist sie eine Wasserratte. Nichtsdestotrotz ist ihr manchmal ganz schön langweilig und sie webt. Allerdings sagt Nina, dass es sich immer noch um Einsamkeitsweben handeln würde. Also, dass Mala sich nicht wirklich wohl fühlt. Es sei ein schnelleres Weben als in ihrem Zuhause. Wer Mala kennt, wird es beurteilen können. Aber das sie nach knapp zwei Jahren immer noch trauert, sollte einem zu Denken geben.
Soll ich jetzt dem HSV die Daumen drücken? Ich bin bekanntlich kein HSV-Fan und werde es nie sein, aber irgendwie in die Zweite Liga? Ich weiss es nicht.

 

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Über Sanktionen lacht Russlands Zar nur – und die EU guckt zu


Erneut sind neue Sanktionen gegen Russland im Gespräch. Es wird nicht mehr gedroht, sondern Nägel mit Köpfen gemacht. Bloss was bringt es? Denn Putin lacht darüber und kontert seinerseits mit Sanktionen. Wo soll das nur enden? Wenn man es genau betrachtet gibt es nur ein Wort: Krieg.
Seit Tagen, Wochen, regt sich die halbe Welt über Russlands Verhalten in der Krim-Krise auf. Empörung auf allen Seiten, Sanktionen, ich weiss nicht was. Bloss, Russland, folglich Putin, interessiert es nicht wirklich. Das russische Militär ist auf der Krim und besetzt einen ukrainischen Stützpunkt nach dem anderen. Die ukrainischen Soldaten müssen die Stürzpunkte verlassen, wenn sie nicht überlaufen – meist in Zivilkleidung wie Jogginganzüge gekleidet.
Die EU und die USA sehen zu, regen sich auf und denken sich Sanktionen aus. Als ob die etwas bringen würden, anscheinend haben sie es noch nicht begriffen.
Letzte Woche hat es auf der Krim eine Abstimmung gegeben, ob dieser Teil der Ukraine zu Russland oder bei der Ukraine verbleiben soll. Natürlich kam das raus, was von Anfang an feststand: Die Halbinsel Krim will zu Russland. Mit mehr als 90 Prozent, kam aus der Abstimmung heraus. Allerdings sind viele derjenigen, die für einen Verbleib in der Ukraine gestimmt hätten, wie beispielsweise die Krimtataren, gar nicht erst zur Wahl gegangen. Einerseits aus Angst, andererseits glaubten sie nicht daran, dass ihre Stimme was genützt hätte. Tja, da sage ich immer: Eine Enthaltung ist immer eine Ja-Stimme. Praktisch haben diejenigen, die nicht zur Wahl gegangen sind, für einen Anschluss an Russland gestimmt. Aber sie werden ihre Gründe gehabt haben, nicht hinzugehen. Nur traurig, dass sie nicht, wie sechzig Jahre zuvor, ihre Heimat erneut verlassen müssen, nachdem sie vor zehn Jahren erst wiedergekehrt sind.
Es gibt noch einen weiteren Grund, warum viele nicht zur Abstimmung gegangen sind. Sie konnten es einfach nicht, weil man ihnen die Ausweispapiere abgenommen hatte. So etwas ähnliches soll in den USA im Jahr 2001 bei der Präsidentenwahl im Bundesstaat Florida auch stattgefunden haben. Da traf es die schwarze Bevölkerung, der man keine Wahlunterlagen zugestand, wenn sie irgendwie mal mit dem Gesetz in Komflikt gekommen waren. Gründe findet man immer. In den USA sollte damit verhindert werden, dass Al Gore gewählt wird. Was auf der Krim bezweckt wurde, ist klar und braucht nicht noch erklärt werden. Ist das irgendwie kritisiert worden, was da geschehen ist? Dass das Ergebnis nicht die Wahrheit wiedergibt?
Ich habe immer gesagt, dass Putin macht, was er will, sich schlimmer aufführt als früher der Zar. Im Grunde genommen ist er eine Mischung aus Zar und Stalin. Deshalb interessiert ihn auch nicht, was die Welt, d.h. die anderen Länder, über ihn denken, sagen oder welche Sanktionen sie sich auch immer ausdenken mögen.
Er schlägt einfach zurück und verhängt ebenfalls Sanktionen. Am Ende dreht er der EU das Gas ab. Glücklicherweise wird es langsam Frühling, aber was ist, wenn der Winter noch einmal zurückkommt? Jeder, der nicht mit Erdgas oder Heizöl seine vier Wände heizt, kann froh sein. So ist es immer warm, selbst wenn der Erdgas-Hahn zugedreht wurde.
Wenn nun alle Sanktionen nicht helfen und Putin weiterhin russische Soldaten auf die Krim schickt, somit provoziert, was wird kommen? Im Grunde genommen scheint Russland nur auf einen Krieg zu warten. Denn seit Anfang des Jahres ist der Rubel stetig gefallen. Auch die Kurse an der Börse zeigen eher ins Bodenlose, als dass sie steigen. Dabei hätte man doch das Gegenteil erwartet, wenn Russland die Krim annektiert. Da habe ich mich wohl getäuscht. Wenn dann noch die Wirtschaft am Boden liegt, gibt es nichts anderes mehr, als nur ein Wort, um alles wieder anzukurbeln: Krieg.
Kurzzeitig ist das gut für die Wirtschaft, aber je länger so ein Krieg dauert, desto mehr kehrt sich das alles wieder um.
Die EU und die USA sollten aufpassen, was sie tun, schliesslich hat Russland immer noch ein paar Atombomben.
Sollen sie weiter Sanktionen über Russland verhängen, aber nutzen wird es nichts. Putin wird weiterhin machen was er will und sich im Gegenzug Gemeinheiten ausdenken. Und wenn er Russland von der Aussenwelt isolieren wird. Ihn stört es nicht. Fragt sich nur, wie lange die Menschen das akzeptieren werden.

Hellabrunn hat nun endlich einen neuen Direktor. Der noch amtierende wird in der nächsten Zeit nach Berlin gehen und dort die beiden Einrichtungen von seinem skandalträchtigen Vorgänger übernehmen. Ich hoffe, er findet noch Tiere vor, denn angeblich soll sein Vorgänger jede Menge Tiere verkauft haben. Habe mal so einen Bericht gesehen, wo das gezeigt wurde. Ob es stimmt, ist eine andere Sache.
Hellabrunns neuer kommt aus Leipzig, wo er auch für die Gondwanahalle verantwortlich war. Hoffentlich wird hier nicht auch so was hingesetzt. Die Luftfeuchtigkeit in der Gondwanahalle ist nichts für mich. Es soll sich hier wieder mehr auf den Geo-Zoo konzentriert werden. Und natürlich geht es auch um das Elefantenhaus. Bis zum nächsten Jahr sollen die Restaurierungsarbeiten und Instandsetzungen dauern. Dann wird Gajendra wiederkehren und Hamburg verlassen. Dort gibt es bereits eine freudige Nachricht zu vermelden. Das alte Lama, Mutter von Kandy, alias Yashoda ist schwanger. Ob es bei ihrer Tochter ebenfalls geklappt hat, steht noch in den Sternen. In den letzten Wochen ist sie jedenfalls wieder bei ihm zu Besuch gewesen, allerdings soll er sich nicht sehr interessiert an ihr gezeigt haben, wie Jonas mir berichtete. Na ja, mal abwarten.

Wo ich gerade von Malas Zuhause spreche, darf die Elefantendame natürlich auch nicht fehlen. Letzte Woche hatte sie auf einen Sieg St. Paulis gegen Düsseldorf getippt. Man war skeptisch, schliesslich verliert der Verein gerne gegen Gegner aus der unteren Tabellenhälfte. Doch nein, es war ein eindeutiges Ergebnis.
Und was sagt Mala nun, wo eine englische Woche ansteht?
Momentan läuft gerade das Spiel gegen Ingolstadt. Die Dickhäuterin hat auf ein Unentschieden getippt. Ingolstadt gehört zur unteren Tabellenhälfte, deshalb wird das nichts mit einem Sieg. Damit kann sich St. Pauli natürlich wieder nichts kaufen im Aufstiegskampf. Sie müssen gewinnen, um sich den Relegationsplatz zu sichern. Aber wollen sie den auch haben? Bisher sah es nicht so aus. Denn wenn sie nicht gegen Bochum und andere vermeintlich leichte Gegner verloren hätten, würden sie ziemlich sicher auf dem zweiten Tabellenplatz stehen, wenn nicht sogar auf dem ersten.
Deshalb glaubt Mala auch nicht, dass sie mehr als ein Unentschieden hinbekommen. Genauso schwarz, wenn nicht sogar schwärzer, sieht sie für das Spiel gegen Paderborn am Dienstag. Da tippte die Dickhäuterin sogar auf eine Niederlage.
Na, wollen wir mal hoffen, dass es nicht stimmt. Aber bisher hat sie zu 95 Prozent immer recht gehabt. Also wahrscheinlich auch diesmal.
Fürchtet sich St. Pauli vielleicht, dass ihr Gegner in der Relegation etwa der HSV ist? In den letzten beiden Partien war St. Pauli klar besser gewesen, gewann sogar das letzte Spiel durch ein Tor von Asamoah. Das könnte in der Relegation auch passieren. Dann bleibt Hamburg zwar erstklassig, aber der HSV steigt eben ab. Oder es hat andere Gründe. Die werde ich dann versuchen zu entschlüsseln, falls St. Pauli am Dienstag tatsächlich gegen Paderborn verlieren sollte. Mal abwarten, ansonsten wird Mala mal wieder aus der Haut fahren.

 

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Ist der HSV der erste Abstiegskandidat?


Das sind ja Temperaturen am Wochenende gewesen. Habe mich nur in der Wohnung aufgehalten, anders liess es sich einfach nicht aushalten. War sogar am überlegen, ob ich nicht feuchte Tücher an den geöffneten Fenstern aufspannen soll, um kühle Luft hinein zu lassen. Da ich aber durch die Feuchtigkeit Schimmel fürchtete, habe ich es gelassen.
Heute scheint es von den Temperaturen zwar kühler zu sein, allerdings mert man das aufgrund der Luftfeuchtigkeit nicht. Es ist schwül draussen, dass man es kaum aus halt. selbst in geschlossenen Räumen ist es nicht besser.
Als ich heute morgen zur Arbeit ging, wehte mir sogar ein kühler Wind um die Nase. Geschwitzt habe ich nicht. Das kam erst, als ich das Redaktionsgebäude betreten habe. Auf einmal öffneten sich sämtliche Schweissporen. Ich kam mir vor, als hätte ich einen Marathon-Lauf hinter mir.
Nun gut, kann nur besser werden. Die Kühlmaschinen, die bei uns die Luftfeuchtigkeit regulieren, sind recht hoch eingestellt. Immer noch besser als eine Klimaanlage, aber auch das verträgt nicht jeder.

Na, auch über die Spielergebnisse des DFB-Pokals gestaunt? Tja, bei Hoffenheim habe ich mich beinahe nicht mehr ein gekriegt, wie die gegen einen Viertligisten verloren haben. Das ist denen ja nicht einmal unter Stanislawski passiert. Aber Werder Bremen, Eintracht Frankfurt und Greuther Fürth waren auch nicht besser, auch wenn sie nicht solch eine Klatsche bekommen haben. Freiburg hingegen hatte Glück, dass sie weitergekommen sind. Hätte der schon Victoria Hamburg nicht einen Elfmeter gleich zu beginn verschossen, wer weiss, wie das am Ende ausgegangen wäre.
Rüsselorakel Mala hatte getippt, dass St. Pauli es dieses Mal schaffen würde, in die zweite Runde des DFB-Pokals einzuziehen. Und ja, sie hat recht behalten. Mit 3:0 besiegte St. Pauli den Offenburger FV. Und was passiert meistens, wenn St. Pauli gewinnt? richtig, der Stadtrivale HSV verliert oder spielt höchstens Unentschieden. Letzteres gibt es beim DFB-Pokal allerdings nicht. Also blieb nur eine Option übrig: Niederlage für den HSV.
Auch das hatte Elefantendame Mala getippt, denn der HSV spielte den den Karlsruher SC. Und für den hegt Mala Sympathien, da im Karlsruher Zoo Jenny lebt mit der sie sich solidarisch verschwestert hat. (Von ab geschobener Elefant zu abgeschobener Elefant sozusagen.) Und so tippt Mala, dass der KSC siegt. Das trat auch ein. Mit 4:2 gewann Karlsruhe, obwohl der HSV zweimal in Führung gegangen war. Doch wie heisst es so schön? Wer eins-null führt, der stets verliert. Beim HSV und Werder trifft es zu.
Diese erste Runde hat einige überraschungen gebracht. Und genau so was will man als Fan doch auch sehen. Wenn immer der Bundesliga Verein gewinnt, das ist doch langweilig. Gönnen wir Vereinen wie dem Berliner AK den Sieg. So lange sie sich nicht ums Geld streiten wie im letzten Jahr der Eimsbütteler TV ist doch alles in Ordnung.

Beim HSV muss man sich echt Gedanken machen, wie der in der Jubiläums-Bundesliga-Saison abschneiden wird. Zur Erinnerung: Der HSV ist der einzige Verein, der noch nie abgestiegen ist. Wenn man aber sieht, welch eine Leistung der HSV beim Spiel gegen Barcelona oder gestern gegen den KSC an den Tag gelegt hat, muss man sich ehrlicherweise fragen, ob der HSV auch in der nächsten Saison in der Ersten Liga spielen wird. Wenn die so weitermachen wie bisher, sicherlich nicht. Herrscht da keine Einheit im Team, mögen die Spieler den Trainer nicht? Was ist da los? Wenn man an die Prügelei vor einigen Wochen zurück denkt, scheint keine Harmonie im Team zu herrschen. Jeder will selbst erfolgreich sein. Doch so gewinnt man kein Spiel. Ein einzelner hat noch nie ein Spiel entschieden, der hatte mindestens einen, der ihm die Bälle zu spielte.
Und noch so ein Armutszeugnis für den HSV ist, dass sie ihre Frauen-Mannschaft aus der Bundesliga zurückgezogen haben, weil denen 100.000 Euro fehlten. Für die Herrenmannschaft sind das Peanuts. Doch eine Profimannschaft müsse sich selbst tragen, begründete Jarchow den Schritt. Da regt sich der Trainer von Turbine Potsdam völlig zurecht auf.
Marcell Jansen wollte ja noch in seinem Team sammeln, um das fehlende Geld zusammenzubekommen, aber da war die Frauen-Mannschaft schon aus der ersten Liga zurückgezogen worden.
Da kann man einfach nur mit dem Kopf schütteln.

Und ich hoffe jetzt mal, dass die Temperaturen noch etwas fallen werden und die Sonne auch noch verschwindet. Ich mag’s eben kühler.

 

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