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598 Tage – der Rücktritt des Bundespräsidenten


Das wurde aber auch Zeit! Anders kann ich den Rücktritt des Bundespräsidenten nicht kommentieren. Eigentlich hatte man es schon für Silvester, dann für Januar erwartet, doch je mehr Vorwürfe laut wurden, desto hartnäckiger schien sich Christian Wulff zu weigern, zurückzutreten. Und nun hat er es endlich getan. Allerdings erst, nachdem bekannt wurde, dass die Hannoveraner Staatsanwaltschaft beantragt hatte, dass Wulff seine Immunität verlieren soll. Begründet hat er es in seiner Rede zum Rücktritt allerdings anders. Weil er nicht mehr den nötigen Rückhalt in der Bevölkerung sehe, trete er zurück. Ah ja, nicht wegen all der anderen Dinge, die ihm angelastet werden. Sondern allein wegen des Rückhalts in der Bevölkerung. Tja, so kann man es natürlich auch sehen, wenn man die Wahrheit weiter verschleiern möchte. Denn genau so, ist es doch die ganze Zeit gewesen. Wulff hat immer nur etwas zugegeben, wenn es nicht mehr zu leugnen war bzw. hat er es etwas anders beschrieben. Erinnern wir uns an das Interview, dass Wulff gegeben hat, als sein „Wut-Anruf“ bei dem Chefredakteur der Bild-Zeitung bekannt wurde. Das war äusserst schwammig und nicht wirklich erhellend. Man kam sich beim ansehen und zuhören vor, als ob da eine Märchenstunde abgehalten wurde. Der Anruf sei völlig harmlos gewesen. Es wäre nur darum gebeten worden, einen Artikel um einen Tag zu verschieben. Und was hätte das dann gebracht? Eventuell schnell dem Anwalt bescheid gesagt, dass er so einen Artikel verhindert, indem eine presserechtliche Information erlassen wird? Keine Ahnung, aber ich fand die Erklärung reichlich komisch. So sehr die Bild-Zeitung gerne übertreibt, bei manchen Dingen ist das nun nicht gerade der Fall.
Sogar Oliver Kalkofe hat sich dieses sagenhaften Interviews angenommen. Das habe ich erst erfahren, als Gottschalk ihn darauf ansprach.
Wer es sich mal ansehen will. Hier ist es.

Lustig, nicht wahr? Kalkofe gleich in drei Rollen.
Und zurück zum Rücktritt von Christian Wulff als Bundespräsidenten.
Bekommt er jetzt auch einen Zapfenstreich zugestanden? Verdient hat er es nun wahrlich nicht. Aber da wird wohl dann geflissentlich darüber hinweggesehen.
Weiter steht ja zur Debatte, ob Wulff den Ehrensold bekommen soll, der jährlich momentan 199.000 Euro beträgt. Wenn ein Bundespräsident aus nichtspolitischen Gründen zurücktritt, bekommt er eigentlich den Ehrensold nicht. Nun muss entschieden werden, ob Wulff den bekommt. Wenn nicht, stehen ihm zwei Jahre lang monatlich 7.000 Euro zu aus seiner Zeit als Ministerpräsident. Also lieber das, weil dies pro Jahr 84.000 Euro wären, also für beide Jahre 168.000 Euro. Das ist erheblich weniger als 199.000 Euro jährlich. Jetzt wird entschieden werden, was sein wird. Ich hoffe, Wulff bekommt den Ehrensold nicht.
Und zu guter Letzt die allerwichtigste Frage: Wer wird Nachfolger werden? Momentan ist Horst Seehofer ja der vorläufige Ersatz. Aber ihn dann bitte nicht auch noch als Kandidaten auswählen. Der soll hübsch gegen Ude bei der nächsten Landtagswahl verlieren.
Ach ja, wieso denn nicht gleich Christian Ude als Bundespräsident? Manchmal ein bisschen langweilig und konfus, aber dennoch immer auf den Punkt. Dass er SPD-Mitglied ist, dürfte auch nicht weiter schlimm sein, schliesslich hat Bundeskanzlerin Merkel ja eine grosse Beratung der Parteien veranschlagt. Allerdings ohne die Links-Partei. Was ich persönlich nicht richtig finde. Denn anhören, was die zu sagen haben, kann man sich immer. Ob man am Ende auch auf die hört, ist dann jedem selbst überlassen. Aber sie von vornerein auszuschliessen, ist falsch.
Wen haben wir denn noch als Kandidaten? Joachim Gauck, der gegen Wulff im dritten Wahlgang verlor vor anderthalb Jahren. Dann stehen noch zu Auswahl: Ursula von der Leyen, aber da sie eine Frau ist, wird sie sicherlich nicht gewählt werden. Dann noch Klaus Töpfer und Norbert Lammert, die ich absolut für nicht geeignet halte. Alleine Lammert, der nur durch seine komischen Bibelübersetzungen auf sich aufmerksam macht, finde ich nun völlig unpassend. Da kann man ja gleich bei Seehofer bleiben. Gibt noch weitere Kandidaten, aber die hier sind in der engeren Auswahl. Ausser Gauck bevorzuge ich überhaupt keinen von denen. Wenn Seehofer schlau ist, schlägt er Ude vor, dann braucht er nämlich nicht fürchten, dass er bei den nächsten Landtagswahl abgewählt werden wird. Und wen ich beinahe vergessen hätte. Der Guttenberg-Nachfolger als Verteidigungsminister Thomas de Maizière steht auch als Kandidat zur Debatte. Bitte nicht dieses Frettchen von einem Nagetier. Der soll das bleiben, was er ist. Das reicht und fertig, aber nicht als Bundespräsident. Aber wie heisst es so schön? Schlimmer geht immer.
Was für ein ellenlanger Bericht über Wulff, der nicht einmal die 600 Tage geschafft hat. Schade ist es nicht um ihn, da ich ihn ohnehin nicht mochte. Nur eins möchte ich noch hinzufügen: Wulff ist garantiert nicht der einzige, der auf Kosten gereist ist. Ich will gar nicht wissen, welche Politiker das auch noch machen. Aber auf die hat sich ja niemand eingeschossen.

Eigentlich wollte ich ja was über „Wetten, dass..?“ schreiben, da es Gerüchte gibt, dass Markus Lanz die Sendung übernehmen soll. Aber dann wurde das Thema aus aktuellem Anlass völlig verdrängt. Aber ich habe auch schon recht viel über Lanz als Moderator von „Wetten, dass..?“ geschrieben. Kurz gesagt: Es ist die grösste Katastrophe, die es geben kann. Nach Pilawa natürlich, der es anscheinend wirklich nicht machen will, wofür man ihm nur danken kann. Aber dann Markus Lanz zu nehmen, es kann einfach nicht wahr sein. Der ist nicht spontan, der ist nicht witzig. Der ist einfach nur anstrengend. Wenn der die Sendung macht, wird die nicht mehr lange machen.

Und nun ist Schluss für heute. Da Wulff nicht mehr Bundespräsident ist, fällt nun mein seit einigen Wochen immer den Blogeintrag beschliessender Satz weg. Der Satz hatte immer eine kleine Protestnote.

 
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Verfasst von - 18. Februar 2012 in Blog, Fernsehen, Kultur, Real life, Technik

 

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Skandal ist noch nicht genug


Da habe ich doch mal was im Videotext auf der Sportseite gelesen. Da ist ein Hamburger Landesligist, oder was er auch immer ist, im DFB-Pokal gelandet und nun haben die gar keine Mannschaft mehr. Die ist mitsamt dem Trainer zurückgetreten, weil sie mehr Geld haben wollten aus den Einnahmen, als der Verein vorgesehen hatte. Geldgierig nennt sich so etwas. Und Hamburg hat seinen Fussball-Skandal. Nun kann man nur abwarten, ob der ETV, der Eimsbüttler Turnverein heisst, bis zum Spiel eine Mannschaft zusammenkriegt. Eventuell die zweite Mannschaft, oder im Tor Jenalas Ersatzelefant, der angeblich schon ganz heiss darauf sein soll, endlich einmal als Torwart eingesetzt zu werden. In Zeiten der Frauen-Fussball-WM ist sie wohl ein wenig übermütig geworden. Aber wenn ich mich da an den Aprilscherz erinnere, dann passt das.
Wie bereits letzte Woche geschrieben, hat Silvana Koch-Mehrin ihren Doktortitel verloren, wegen nicht gekennzeichneten oder ausgedachten Quellen in ihrer Promotion. Doch hat sie daraus Konsequenzen gezogen? Ist sie als Europaabgeordnete zurückgetreten? Nein, stattdessen wird sie sogar noch in einen EU-Wissenschaftsausschuss berufen. Hätte sie nicht ablehnen müssen? Und ist sie nun überhaupt noch glaubwürdig? Vor allem muss man sich doch mal fragen, ob das Europaparlament überhaupt mitbekommen hat, dass Koch-Mehrin ihren Doktortitel verloren hat. Und man fragt sich natürlich auch, warum sie nicht von diesem Wissenschaftsausschuss zurücktritt.
Die Grünen halten einen Parteitag ab, weil sie dort entscheiden wollen, ob sie dem „Atom“ausstieg zustimmen werden. Ist er wirklich nötig? Die Grünen werden diese Frage bejahen. Aber kommt der Ausstieg nicht viel zu spät? Auch diese Fragen werden die Grünen sicherlich bejahen. Ich frage mich nur, wie wir im Winter mithilfe der Erneuerbaren Energien Strom produzieren werden. Ach, ich vergass: Der Strom kommt ja aus der Steckdose. Richtig, also brauche ich mir da ja gar keine Sorgen zu machen.
Morgen beginnt die Fussball-WM der Frauen. Zum allerersten Mal findet sie in Deutschland statt. Dem Land, dass die erfolgreichste Frauen-Nationalelf hat. Viele, auch hier in der Redaktion, sind sich sicher, dass Deutschland erneut den Titel gewinnen wird. Ich bleibe skeptisch. Und von Frauen-Fussball halte ich immer noch nichts. Hat mit einem früheren Trauma zu tun. Mir völlig egal, ob ich nun Chauvi genannt werde oder nicht, aber meine Meinung werde ich bis ich tot bin nicht mehr ändern. Die spielen wie die Anfänger, dafür ist aber deren Fusshaltung super. Da kann man wirklich nichts gegen sagen. Aber muss ich Frauenfussball deshalb gleich mögen?

 
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Verfasst von - 25. Juni 2011 in Blog, Elefant, Fußball, Kultur, Real life, Sport, Technik, Tiere

 

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Kommt das Killer-Virus über uns?


So, lange nichts geschrieben. Aber irgendwie wusste ich einfach nicht, über was ich eigentlich schreiben sollte, dabei hat die Welt sich ja weitergedreht. Nur irgendwie habe ich es wohl nicht mitbekommen.

Ex-IWF-Chef Strauss-Kahn ist nach Zahlung einer Kaution entlassen worden. Die DNA-Analyse soll ergeben haben, dass er es doch gewesen ist. Ein Arbeitskollege von mir sagte, dass sei nicht das erste Mal gewesen, dass der das gemacht hat. Soll in irgendeiner Zeitung gestanden haben. Aber nicht in der Bild-Zeitung, die ja bekanntlich immer alles weiss, obwohl sie nichts weiss. Der Hype um Strauss-Kahn hat aber bereits wieder abgenommen, denn das interessantere Thema in Deutschland ist bekanntlich: Wie wird das Urteil im Kachelmann-Prozess eigentlich ausfallen? Wird er schuldig gesprochen werden oder kommt er noch mit einem blauen Auge davon. Tja, genau das ist die Frage aller Fragen, die wir am Dienstag nächster Woche endlich beantwortet bekommen werden. Ich bin jetzt nicht so interessiert daran und auch wirklich froh, dass ich da nicht bald zu jedem Prozesstag hinreisen musste, wie eine Kollegin von mir. Oft ist man ja ganz umsonst hingefahren, aber der Vorteil von Ausser Stadt-Terminenoder über die normale Arbeitszeit hinaus ist nicht von der Hand zu weisen. Alle sämtliche Überstunden werden mir persönlich angerechnet und dann habe ich ein paar weitere schöne freie Tage. Da möchte man natürlich gerne ausser Haus sein, vor allem auch noch auf Kosten des Verlags. Einmal sollte ich mal schnell nach Dubai fliegen, weil da irgendjemand war, den wir interviewen wollten. Unser Chefreporterlein konnte nicht, da sein Pass unauffindbar war. Und so sollte ich das machen. Wurde dann aber noch in letzter Minute abgeblasen. Dubai auf fremde Kosten wäre doch mal was gewesen. Aber es hat nicht sollen sein.

Was für unerhebliches Geplänkel. Denn wovon spricht momentan Deutschland? Ausser dass die Grünen überall mit ihren Stimmen bei Wahlen zulegen, wie gerade in Bremen geschehen? Richtig, es ist EHEC. Es begann im Norden – in Niedersachsen. Breitete sich dann rasend schnell über Hamburg und Schleswig-Holstein aus und ist inzwischen auch in Bayern angekommen. Angeblich soll es nur Frauen treffen, was ich persönlich sehr beruhigend finde. Aber vielleicht sollte ich jetzt doch ein wenig das Gemüse weglassen.Oder ich esse nur noch völlig verkochtes Gemüse, denn dann müssten die Erreger ja auch pickepacke tot sein. Aber Holzauge sei wachsam, sage ich da nur. Jetzt wird nciht mehr in der Kantine gegessen, sondern leckere Sachen, die ich von zuhause mitbringe. Ist eh billiger und schmeckt auch besser. Aber für die Kollegialität ist das gar nichts. Aber wir erst mal wieder mit ein paar Sonderseiten zum EHEC-Erreger. Damit Rosi ja auch Angst bekommt, dass sie es bekommt und auch noch daran stirbt. Und das Rosi daran stirbt wollen wir nun gar nicht, dann geht unsere Auflage noch weiter zurück. Und das ist wirklich schlecht fürs Geschäft. Der Kopf unseres Chefredakteurs sitzt eh nicht mehr so fest, sein Stuhl wackelt bedenklich.
Also immer schön Hände wachsen und nicht rohes ungewaschenes Gemüse verzehren. Aber da sieht man doch mal wieder, was passiert, wenn Gülle aufs Feld gesprüht wird. Es gibt nur Unheil. Aber nennt sich so was nciht auch Bio? Und was ist überhaupt Bio?

Schon mitbekommen, dass nur noch vier Kernkraftwerke – der Volksmund spricht ja von Atomkraftwerken, diese Luschen – am Netz sind. Alles andere wird entweder dazugekauft oder aber mit den erneuerbaren Energien erzeugt. Wind sollte momentan ja genug da sein, bei der Sonne bin ich mir nicht so sicher. Und überhaupt, die Kohlkraftwerke gibt es ja auch noch. Wieso redet eigentlich niemand über diese Dreckschleudern? Wo doch auch immer noch neue gebaut werden. Aber die Abgase sollen ja unterirdisch gespeichert werden. Das ist der grösste Blödsinn, den sich je jemand ausgedacht hat. Das kann sonst was passieren, aber die Risiken kennt noch niemand. Also lieber andere Wege suchen. Und bitte keine Windräder, da wehren sich schon die Menschen, dass in ihrer Nähe diese Dinger nicht gebaut werden. Schön sehen sie nicht aus, Lärm machen sie auch und letztendlich verschandeln sie nur die Landschaft. Und soviele Windräder aufbauen, wie ein einzige KKW an Strom produziert, kann man gar nicht. Da müsste man halb Deutschland mindestens zupflastern.

Genug gemotzt. Jetzt gibt es die letzte Folge der dritten Staffel von Castle. Ich bin nicht sonderlich begeistert. Und von offenen Enden sowieso nicht. Aber da es eine vierte Staffel gibt, weiss man ja, dass es am Ende der Folge nicht noch einen Toten/ eine Tote geben wird. Aber es läuft jetzt genau darauf hinaus, wo ich immer gehofft habe, dass es nicht so weit kommen wird. Damit ist der Reiz der ganzen Serie weg durch diesen Schmu. Aber vielleicht wird es in Staffel vier doch wieder anders.
Aber jetzt Folge 24 der dritten Staffel von „Castle“. Sind drei Teile, aber dafür auch die beste Qualität.

Durchgehalten? Wenn ja, wie war die Folge. Falls man was verstanden hat. – Es gibt ja immer wieder Leute, die Probleme bei Filmen oder Serien in der originalsprache haben, weil die Darsteller so nuscheln. Hier finde ich, dass es mal nicht der Fall ist. Absolut klar verständlich. Wir dürfen gespannt auf Staffel vier sein, die im September in den USA anlaufen wird. Und wann es mit der dritten Staffel bei Castle weitergeht, weiss ich nicht. Ich vermute, dass es im September sein wird. Denn jetzt wiederholen sie die zweite Staffel und werden dann bis zur dritten sehr wahrschienlich durchgehen. Wenn neue Folgen kommen, werde ich bescheid sagen. Komme schliesslich schon frühzeitig an die News ran, da ich einen Zugang zum Presseportal von Kabel 1 besitze.

 

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In der Mitte der Nacht


Nun ist nicht mehr Japan das Thema Nr. 1, sondern wieder Libyen. Und hier übertreiben sie im Fernsehen genauso wie bei Japan und der drohenden Reaktor-Katastrophe. Morgens kommen Sondersendungen, mittags Sondersendungen und abends fallen dann ganze Sendungen aus, bloss weil es was über Libyen zu berichten gibt. Was da passiert, ist furchtbar. Aber es reichen doch kurze Infos darüber und nicht ausführliches Widerkäuen von irgendwelchen Informationen, die man auch im Videotext lesen kann. Aber nun wird Libyen bombardiert. Ein Sohn von Gaddafi soll bei diesen Kamikazeflügen ums Leben gekommen sein. Sagen jedenfalls Medienberichte. Jedenfalls hat Gaddafi dann einen guten Grund um weiter zu wettern. Deutschland macht ja nur indirekte Libyen-Hilfe, da sie sich es sich nicht mit Gaddafi verscherzen wollen, schliesslich sagte dieser kürzlich in einem Interview, das man alle Länder Europas vergessen könne. Es seien sozusagen Verräter, aber nicht Deutschland. Mit uns würde er gerne weiter Geschäfte machen. Also bombardieren wir nicht selbst. Überhaupt finde ich es furchtbar, wenn Städte, Dörfer und Gegenden bombardiert werden. Ich kann es immer noch nicht fassen, dass wir im 21. Jahrhundert leben und immer noch Kriege führen. Aber wie heisst es so schön? Der gefährlichste Gegner des Menschen ist der Mensch, gleich neben der Natur. Und damit schlage ich jetzt den Übergang zu Japan.
Mein Onkel ist immer noch der Meinung, dass die Mitarbeiter dort ziemlich gepennt haben, sonst hätte es zu diesem GAU gar nicht kommen können. Er hält die Kernkraft immer noch für die sauberste Stromerzeugung. Auch wenn er nicht leugnen kann, dass die verbrauchten Brennelemente noch eine Radioaktivität haben, die problematisch ist bei der Aussonderung. Für ihn ist es menschliches Versagen. Und er weiss, wovon er redet. Er hat mir Dinge erzählt, die kann man gar nicht glauben, dass das in deutschen KKWs passiert ist. Und das alles nur, weil die Menschen dort gepennt haben.
Aber die Anti-Atom-Kraft-Bewegung ist in vollem Gange. Am besten alles sofort abschalten. Ich freue mich schon auf den Strom-GAU. Denn daran denkt niemand. Ohne Strom können wir doch gar nichts machen. Was funktioniert denn ohne Strom? Wir sind doch abhängig davon, auch wenn wir es uns nicht wirklich eingestehen wollen. Aber es geht nichts ohne. Genauso abhängig sind wir vom Erdöl. Auch da soll immer die Wende kommen, aber fahren die Autos nun mit Wasserstoff (wozu auch wieder Energie benötigt wird, um den herzustellen) oder Elektrizität? Es ist ein Teufelskreis, es geht einfach nichts ohne Strom. Und wir haben nicht die Mittel, um die Stromerzeugung der KKWs sofort mit Wind- und Sonnenenergie zu ersetzen. Das geht gar nicht und wird niemals funktionieren. Nein, ich bin kein Schwarzmaler, sondern Realist, auch wenn ich mir so keine Freunde mache. Regina sagt bewusst nur noch Atomkraftwerk und in der Redaktion schneiden sie mich bei dem Thema auch schon. Denn ich bin trotz allem immer noch pro-Kernkraftwerke. Da wird mich niemand umstimmen können, egal was passiert. Denn erstens sind wir kein Erdbebengebiet, wie Italien. Und zweitens sind unsere KKWs sicher, ausser die Mitarbeiter machen irgendwelche Fehler. Und das die nötigen Modernisierungen fehlen, ist doch nicht der Fehler der Betreiber. Wer wollte denn schliesslich, dass die KKWs abgeschaltet werden in möglichst allzu schneller Zeit? Das war die rot-grüne-Regierung unter Schröder. Und von dem halte ich sowieso nichts. Der ist nur durch bestimmte Gelder zum SPD-Kanzlerkandidaten geworden.
Die Grünen haben es nun sogar in den Landtag von Sachsen-Anhalt geschafft. Ich wette, dass dies nie geschehen wäre, hätte es nicht die Reaktor-Katastrophe in Japan gegeben und die anschliessenden Diskussionen hier in Deutschland.
Ja, ich gebe es zu: Ich halte nichts von den Grünen, genauso wenig wie von der SPD. Die anderen Parteien, wie die Linken sind auch nicht besser. Im Grunde genommen, kann ich mich mit keiner der Parteien indentifizieren. Im Gegensatz zu meinem Cousin Schleimscheisser. Der ist in der CDU, wo doch unsere Familie durch und durch sozialdemokratisch geprägt ist. Ich falle da auch ziemlich aus der Reihe, aber das habe ich schon immer getan.
Gibt es eigentlich noch ein Thema, das nicht von Weltzerstörung handelt? So lange komme ich mir vor, als habe Nostradamus eine Prophezeiung für dieses Jahr gesagt, die vom Weltuntergang handelt. Noch nie ist es mir so vorgekommen.
Bei Japan wird ja nun gefürchtet, dass der Wind drehen und die radioaktiven Wolken nach China ziehen. Denn aus China beziehen wir viele Exportgüter. Das wäre nicht zu verkraften, wobei Japan kaum etwas ausmacht. Ich kaufe erst einmal nicht beim Asiaten ein. Besser ist. Wobei ich auch gar nicht weiss, wo hier überhaupt einer ist. Habe noch gar keinen ausmachen können.
Aber in Fukushima steigt aus zwei Reaktoren Rauch auf. Tja, das verheisst nichts Gutes. Wir werden es sehen.
Und nun noch ein halbwegs trauriges Thema: Eisbär Knut ist gestorben. Ich vermute mal, dass er einfach tot umfiel. Denn er stand unter erheblichen Stress, weil seine drei Weiber – darunter seine Mutter – ihn nicht als Zuchtbären akzeptierten. Sie verbündeten sich gegen ihn und jagten ihn immer schön ins Wasser. So was macht das Herz irgendwann nicht mehr mit. Er soll nun obduziert werden. Dann wird man mehr wissen. Vielleicht war er ja auch irgendwie krank. Und wenn er dann ausgestopft wird, können seine Fans dann immer noch weiter zu ihm pilgern, auch wenn er längst nicht mehr ist. So bleibt er für immer lebendig, auch wenn er tot ist. Jenala wünscht sich das für ihren Ersatzelefanten ja auch. Sie hat Angst, dass diese genauso enden wird wie Vilja im letzten Jahr. Der wurde nach ihrem Tod – jedenfalls laut Bild-Zeitung und die ist ja immer etwas heikel – ein Stück des Rüssel abgeschnitten, dann noch ein Fuß und die Organe wurden auch untersucht. Jenala möchte nicht, dass ihr Ersatzelefant so ausgeschlachtet wird. Das ist zu verstehen.

 
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Verfasst von - 21. März 2011 in Elefant, Real life, Sport, Technik, Tiere, Wetter, Zoo

 

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